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BMU-Pressedienst, PM 194/99 - Umwelt/Energie vom 10.11.1999

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Rainer Darkow

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Nov 11, 1999, 3:00:00 AM11/11/99
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## Ursprung : R.DA...@P-RDA.COMLINK.DE
## Ersteller: Noll.Dagmar#032#@bmu.de

** High Priority **

Der Bundesminister
fuer Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) informiert
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BMU-Pressestelle: Michael Schroeren (verantwortlich),
Thomas Elsner, Martin Waldhausen, Frauke Stamer
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Tel.: 0 30/2 85 50-20 10, 20 11, 20 12, 20 18, Fax: 0 30/2 85 50-20 16
eMail: pre...@bmu.de
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BMU-Pressedienst Nr. 194/1999 vom 10.11.1999---------------------

194/99
Berlin, 10. November 1999

Bitte Sperrfrist beachten:
Mittwoch, 10.11.99, 17 Uhr

Umwelt/Energie
Trittin: Neue Perspektiven fuer Energiestandort Greifswald --
Zwischenlager Lubmin nur fuer ostdeutschen Atommuell genehmigt

Das Bundesamt fuer Strahlenschutz (BfS) hat heute die Genehmigung fuer die
Aufbewahrung von Castor-Behaeltern im "Zwischenlager Nord" (ZLN) bei
Lubmin erteilt. Damit kann das standortnahe Zwischenlager am stillgelegten
Atomkraftwerk Greifswald in Betrieb gehen. Bei einem Besuch der Anlage
betonte Bundesumweltminister Juergen Trittin am Mittwoch, die Genehmigung
fuer Lubmin gelte ausschließlich fuer die Aufbewahrung von abgebrannten
Brennelementen aus den beiden stillgelegten ostdeutschen Atomkraftwerken
Greifswald und Rheinsberg. "In Greifswald werden weder abgebrannte
Brennelemente aus westdeutschen AKW noch Glaskokillen aus La Hague
zwischengelagert werden", sagte der Bundesumweltminister. Er bezeichnete
das ZLN als Baustein im Entsorgungskonzept der Bundesregierung, Transporte
radioaktiver Abfaelle durch standortnahe Zwischenlagerung zu vermeiden.

Trittin sagte, die Genehmigung des Zwischenlagers schaffe die Voraussetzung
, um die acht Reaktorbloecke des seit 1990 stillgelegten AKW Greifswald
vollstaendig abzubauen. Das Gelaende koenne somit fuer andere industrielle
Ansiedlungen genutzt werden. Mit dem Bau zweier moderner Gas- und
Dampfkraftwerke bestehe die Chance, Greifswald als Energiestandort zu
erhalten. Trittin: "Greifswald bietet hervorragende Moeglichkeiten,
modellhaft zu zeigen, wie eine moderne, umweltvertraegliche und wettbewerbs
faehige Energiestruktur in Deutschland aufgebaut werden kann: Weg von der
risikobehafteten, wenig effizienten Atomenergie hin zu einem hocheffiziente
n, leistungsfaehigen Kraftwerkspark, der unter Marktbedingungen bestehen
kann. Die potentiellen Investoren aus Schweden und Finnland kann ich nur
ermuntern, ihre Plaene zum Bau zweier Gas- und Dampfkraftwerke in
Greifswald zuegig in die Tat umzusetzen."

Zu den Staerken des Standorts Greifswald zaehlt nach den Worten des
Bundesumweltministers nicht nur die Naehe zum Rohstoff Gas. Vor allem
verfuege die Region ueber erfahrenes, sehr gut ausgebildetes Kraftwerkspers
onal. "Damit wird zugleich den Menschen dieser Region eine neue Perspektive
gegeben." Trittin sagte, die Bundesregierung wolle mit ihrer neuen
Energiepolitik Vorhaben wie in Greifswald foerdern. Er verwies auf die
juengsten Beschluesse der Koalition, hocheffiziente Gaskraftwerke im
Rahmen der oekologischen Steuerreform ab einem Wirkungsgrad von 57,5
Prozent von der Mineraloelsteuer zu befreien und so Wettbewerbsnachteile
des umweltfreundlichen Energietraegers Gas gegenueber Kohle und Atomenergie
zu mindern.

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