Google Groups no longer supports new Usenet posts or subscriptions. Historical content remains viewable.
Dismiss

[taz] Fassade als Kraftwerk

2 views
Skip to first unread message

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Jul 6, 1999, 3:00:00 AM7/6/99
to
Aus der taz Berlin lokal Nr. 5877 vom 5.7.1999 Seite 22

*Fassade verwandelt Sonnenlicht in Strom*

Größte Photovoltaik-Anlage Europas an Marzahner Wohnhochhaus
eingeweiht

Die "größte Fassaden-Photovoltaikanlage Europas" ist von
Bundesbauminister Franz Müntefering (SPD) am Samstag an einem
Wohnhochhaus in Marzahn eingeweiht worden. Die Solaranlage
liefert etwa 25.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, wie die
Wohnungsbaugesellschaft Marzahn mitteilte. Nach Modellrechnungen
werde dadurch in einem Betriebszeitraum von 20 Jahren der
Kohlendioxidausstoß um 72 Tonnen reduziert. "Dieser Gewinn an
Wohnqualität wird von den Bewohnern erkannt und honoriert",
betonte der Minister.

Die Solaranlage wurde bei Instandsetzungs- und
Modernisierungsarbeiten an der Südfassade des Doppelhochhauses
Helene-Weigel-Platz 6-7 installiert. Sie erstreckt sich über 20
Geschosse und ersetzt auf einer Fläche von 426 Quadratmetern die
ursprünglich vorgesehene Eternit-Kaltfassade.

Der aus Sonnenenergie gewonnene Strom deckt einen Teil des
Hausstrombedarfs ab. Dazu gehören Treppenlicht, Lüftung, Pumpen
und Aufzüge. Der überschüssige Strom wird in das Bewag-Netz
eingespeist. Auf diese Weise können voraussichtlich rund 9.000
Mark pro Jahr eingespart werden, was durchschnittlich 25 Mark je
Wohnung entspricht, wie die Wohnungsbaugenossenschaft betonte.

Gefördert wurde das Projekt vom Berliner Energiekonzern Bewag
sowie der Investitionsbank Berlin. Vorgesehen ist, daß auf einer
Anzeigetafel an der Fassade die aktuelle Sonneneinstrahlung, die
aktuelle Leistung, der Gesamtstromertrag sowie der reduzierte
Kohlendioxid-Ausstoß abgelesen werden können.

ADN


© Contrapress media GmbH
Vervielfältigung nur mit Genehmigung des taz-Verlags

0 new messages