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27.5.99 Greenpeace-Protest in Bonn: Norwegen soll

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Klaus Merkle

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May 27, 1999, 3:00:00 AM5/27/99
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## Nachricht vom 27.05.99, erstellt von reda...@greenpeace.de
## weitergeleitet durch Klaus Merkle
## PMs zum Inhalt bitte an den Ersteller, Brett-Mail ans Gruppenbrett

Greenpeace-Protest in Bonn: Norwegen soll
Walfang beenden

Bonn, 27.5.99: Mit der Einrichtung eines
symbolisches Walschutzgebietes aus 753 Wal-Bildern
vor der norwegischen Botschaft in Bonn protestieren
heute Greenpeace-Demonstranten gegen den
fortgesetzten illegalen Walfang durch Norwegens
Walfangschiffe. Greenpeace errichtet das
Schutzgebiet, um Norwegen an die Beschluesse der
Internationalen Walfangkommission (IWC) zu
erinnern, die den Walfang aechten. Derzeit sind 36
norwegische Walfangschiffe in Nordsee und
Nordostatlantik unterwegs, um die in diesem Jahr
erhoehte Quote von 753 Minkewalen zu erlegen. In den
vergangenen Tagen wurden bereits rund 40 Wale
erbeutet. Damit verstoesst Norwegen gegen Geist und
Ziele der IWC, die mit dem globalen Fangvferbot die
Bestaende schuetzen will.

Auf der IWC-Tagung, die seit Montag in Grenada
(Karibik) stattfindet, verhandeln 34 der 40
Mitgliedsstaaten darueber, ob die Schutzmassnahmen
fuer die weltweiten Walbestaende erweitert oder
reduziert werden sollen. Auf dem Verhandlungstisch
liegt ein irischer Kompromissvorschlag, der den
Walffanglaendern Japan und Norwegen den
eingeschraenkten Walfang erlauben will. Um Kritiker
der damit beabsichtigten Aufweichung des
Walfangverbots auszusperren, hatten Japan und
Norwegen beantragt, Greenpeace den Status als
IWC-Beobachterorganisation zu entziehen. 22
Mitgliedslaender lehnten das jedoch ab.

Greenpeace-Walexperte Peter Pueschel in Bonn:
"Obwohl Norwegen in der Vergangenheit oft eine
positive Rolle im Umweltbereich gespielt hat,
verstoesst es mit dem Walfang gegen das Gebot des
globalen Naturschutzes. Es darf keinen
kommerziellen Walfang und keinen internationalen
Handel mit Walfleisch geben. Potenzielle Nachahmer
wuerden ermuntert und das Ueberleben der Wale waere
akut gefaehrdet."

Weil die meisten Grosswalarten vom Ausrotten bedroht
waren, beschloss die IWC 1982 ein Walfangverbot, das
1986 in Kraft trat. Wurden bis 1986 weltweit noch
etwa 13000 Wale pro Jahr harpuniert, waren es in
spaeteren Jahren nur rund 1300. Zwar reduzierte sich
dadurch die Gefahr der Ausrottung der Wale durch
die Jagd, ihre Bedrohung durch Schadstoffe,
Klimaveraenderungen oder die Ueberfischung der Meere
nahm jedoch zu. Deshalb verlangt Greenpeace die
Einhaltung und Weiterfuehrung des kommerziellen
Walfangverbotes.

Peter Pueschel: "Die Weltmeere sollten zum Weltpark
fuer Wale erklaert werden. Wohlhabende Nationen wie
Norwegen sollten dabei Vorbild sein und nicht
schlechtes Beispiel fuer andere. Anstatt viel Geld
zu investieren, um den kommerziellen Walfang wieder
aufleben zu lassen, sollten die reichen Laender die
Vergiftung und die Ueberfischung der Meere stoppen."

Die Presseerklaerung ist ab ca. 18.00 unter der Adresse
http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/PRESSEMI/P990527.HTM
auch online abrufbar.

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