Presseerklaerung vom 12. Juli 1999
Walfaenger schiessen auf
Greenpeace-Schlauchboote
Crew von der ?Sirius" verhindert illegalen
Abschuss von Walen
Hamburg, 12.07.1999 ? Norwegische Walfaenger
haben heute morgen mit einem Gewehr auf
Greenpeace-Aktivisten geschossen. Niemand wurde
verletzt, ein Schlauchboot wurde getroffen. Das
Boot befand sich zwischen dem Walfaenger "Kato"
und einem Minkewal. Sechs Umweltschuetzer vom
Greenpeace-Schiff "Sirius" verhindern seit
heute morgen mit drei Schlauchbooten den
Abschuss der Wale in der Nordsee.
"Wir sind froh, dass niemand verletzt wurde",
sagt Dr. Ralf Sonntag, Walexperte bei
Greenpeace, der bis vor kurzem auf der "Sirius"
war. ?Es ist unbegreiflich, dass die Walfaenger
auf friedliche Demonstranten schiessen. So
skrupellos, wie sie gegen internationale
Abkommen verstossen, gehen sie nun gegen uns
vor. Die norwegische Kuestenwache drohte heute
morgen, die "Sirius" zu beschlagnahmen. Statt
dessen sollte sie die Schuetzen auf der "Kato"
sofort verhaften."
Mitte Juni wurde waehrend der Aktionen gegen den
Walfaenger "Villduen" ein Aktivist schwer
verletzt, als ein Boot der Kuestenwache ein
Greenpeace-Schlauchboot ueberfuhr. Der Walfaenger
gab die Jagd auf.
Mit der "Sirius" patrouillieren die
Umweltschuetzer seit zwei Monaten in diesem
Gebiet. Im Nordatlantik haben die Walfaenger die
Jagd bereits eingestellt, weil es in Norwegen
fuer Walfleisch keine Nachfrage gibt. "Die
Waljagd ist illegal und wirtschaftlich absolut
unsinnig. Der Fleischberg in Norwegen waechst,
weil nur wenige Norweger das Walfleisch essen
wollen. Die Jagd ist weltweit verboten und muss
eingestellt werden", fordert Sonntag.
Greenpeace hat dokumentiert, das die beiden
groessten Kuehlhaeuser fuer Walfleisch in Norwegen
randvoll sind. Sie lagern sogar noch Walfleisch
von 1986. Der norwegische Grosshaendler "Norges
Råfisklag" hat daher die amtliche Abnahme und
damit die Jagd am 1. Juli eingestellt.
Seit dem 3. Mai jagen Norwegens Walfaenger in
Nordsee und Nordost-Atlantik Wale, rund 528
Tiere sind bereits erlegt worden. Die
diesjaehrige Fangquote betraegt 753 Minkewale.
Norwegen verstoesst damit gegen internationale
Abkommen und voelkerrechtliche Vereinbarungen
der IWC (Internationale Walfang-Kommission),
die bereits 1986 ein Walfang-Moratorium
beschloss.
"Norwegen muss sich endlich an internationale
Regeln halten und die Jagd einstellen. Sonst
besteht die Gefahr, dass Laender wie Russland und
Island dem schlechten Beispiel Norwegens folgen
und den Walfang wieder aufnehmen", warnt
Sonntag.
Die Presseerklaerung ist ab ca 12.00 Uhr unter
http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/PRESSEMI/P990712.HTM
online abrufbar. Den tagesaktuellen Online-Dienst von
Greenpeace finden Sie unter: http://www.greeenpeace.de
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