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13.7.99 Greenpeace erstattet Strafanzeige gegen

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Klaus Merkle

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Jul 13, 1999, 3:00:00 AM7/13/99
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## Nachricht vom 13.07.99, erstellt von reda...@greenpeace.de
## weitergeleitet durch Klaus Merkle
## PMs zum Inhalt bitte an den Ersteller, Brett-Mail ans Gruppenbrett

Presseerklaerung vom 13. Juli 1999

Greenpeace erstattet Strafanzeige
gegen Walfaenger nach Schiesserei auf
der Nordsee

Hamburg/Oslo, 13.07.1999 - Greenpeace wird
heute Strafanzeige gegen den Kapitaen des
norwegischen Walfaengers "Kato" erstatten, da
die Besatzung des Schiffes gestern mit einem
Gewehr insgesamt drei Schuesse auf ein
Greenpeace-Schlauchboot gefeuert hat. Die
Greenpeace-Aktivisten protestierten gegen den
illegalen Walfang der Norweger. Das von einer
Kugel getroffene Schlauchboot gehoert zum
Greenpeace-Schiff "MV Sirius", das festgesetzt
und vom norwegischen Kuestenwachschiff "Nornan"
heute frueh in den Militaerhafen von Stavanger
geschleppt wurde.

"Die Kuestenwache hat das falsche Schiff
festgesetzt", sagt Greenpeace Walexperte Dr.
Ralf Sonntag. "Wir wurden unter den Augen der
Kuestenwache beschossen. Es ist vollkommen
absurd, dass nicht die Taeter, sondern
Greenpeace-Aktivisten verhaftet werden."

Der Wortfuehrer der Walfaenger, Steinar
Bastensen, befand sich an Bord des Schiffes
"Kato" und nahm an der Jagd teil. Er ist
Mitglied des norwegischen Parlaments.

Greenpeace ist mit der "Sirius" seit zwei
Monaten auf Patrouillenfahrt in der Nordsee.
Mitte Juni wurde waehrend der Aktionen gegen den
Walfaenger "Villduen" ein Aktivist schwer
verletzt, als ein Boot der Kuestenwache ein
Greenpeace-Schlauchboot ueberfuhr. Der Walfaenger
gab die Jagd auf.

"Innerhalb kurzer Zeit wurde zweimal das Leben
von Greenpeace-Aktivisten gefaehrdet. Einmal war
die Kuestenwache selbst beteiligt und gestern
hat sie einfach zugesehen", stellt Sonntag
fest. "Wir kennen scharfe Reaktionen auf unsere
Proteste. Doch wenn Menschenleben bedroht
werden, wird eine Grenze ueberschritten. Wir
werden deshalb Strafanzeige erstatten."

Norwegen macht seit 1993 jaehrlich Jagd auf Wale
und verstoesst damit gegen das Moratorium der
Internationalen Walfang Kommission (IWC) und
gegen Artikel 65 des Internationalen Seerechts.
Dieser fordert von allen Laendern, mit der IWC
fuer den Schutz der Wale zu sorgen. Norwegens
diesjaehrige Fangquote betraegt 753 Minkewale.
Seit dem 3. Mai sind bereits rund 528 Tiere
erlegt worden.

Greenpeace hat dokumentiert, dass die beiden
groessten Kuehlhaeuser fuer Walfleisch in Norwegen
randvoll sind. Sie lagern sogar noch Walfleisch
von 1986. In Norwegen sinkt die Nachfrage nach
dem Fleisch. Daher ueben die Walfaenger Druck auf
die norwegische Regierung aus, damit sie sich
dafuer einsetzt, dass der internationale Handel
mit Walprodukten wieder zugelassen wird.

Die Presseerklaerung ist ab ca 18.00 Uhr unter
http://www.greenpeace.de/GP_DOK_3P/PRESSEMI/P990713.HTM
online abrufbar. Den tagesaktuellen Online-Dienst von
Greenpeace finden Sie unter: http://www.greeenpeace.de

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