Seattle (dpa) - Der Bürgermeister der amerikanischen Stadt Seattle hat
wegen anhaltender Demonstrationen gegen die Welthandelskonferenz
den Ausnahmezustand über die City verhängt. Nur WTO-Delegierte
sowie akkreditierte Journalisten dürfen in dem Sperrgebiet auf die
Straße. Die Polizei rückte mit gepanzerten Fahrzeugen und Tränengas
gegen die etwa 30 000 Demonstranten vor. Wegen der Krawalle fiel
die Konferenz- Eröffnung aus. Der Protest greift einen «globalen
Kapitalismus» an, der Umwelt- und Verbraucherschutz dem freien
Welthandel opfern wolle.