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Seit Anfang August 98 streiken ArbeiterInnen der
Textilfabrik PT Tyfountex in Solo, Indonesien. Die Firma
hat sie ausgesperrt unter Missachtung von
Gerichtsurteilen, nach denen die KollegInnen ohne
Vorbedingungen weiterbeschaeftigt werden muessten.
Ueber ihre selbst aufgebaute Organisation, das
Reformkomitee der Arbeiterklasse, KRKB, wird auch das
Ueberleben organisiert - so gut es eben geht. "Zum Schluss
will ich Euch bitten, weiteres Geld fuer die KollegInnen
zu sammeln, vor allem fuer die Kinder, die nichts zu Essen
haben, weil ihre Eltern bereits kein Geld fuer
Lebensmittel mehr haben." (Aus einer E-mail aus Solo vom
6.12.)
Konto:
YULI EKO NUGROHO
No 2112865412
Bank Niaga Cabang Solo - Slamet Riyadi, Indonesia
Stichwort:Tyfountex
Hong Kong
6.1.99
Razzia auf Sklavenhaendler
660
Bei Razzien der Einwanderungsbehoerde auf sieben
Arbeitsvermittlungsagenturen wurden acht Agenturbesitzer
und Angestellte festgenommen. Alle Verhafteten wurden
nach dem Verhoer freigelassen, zwei Agenturbesitzer gegen
Kaution, weil bei ihnen Ausruestung zur Faelschung von
Personalausweisen gefunden wurde. Den Agenturen wird
vorgeworfen, bei der Vermittlung von 3000 indonesischen
Hausangestellten gegen diverse Gesetze verstossen zu
haben. Der gesetzliche Mindestlohnlohn fuer
Hausangestellte ist HK$3860 im Monat (ca. 835 DM). Die
Agenturen sollen die Frauen fuer HK$2000 (DM433)
Monatslohnangeboten haben. Agenturen duerfen Vermittelten
hoechstens HK$386 Gebuehr (83DM) berechnen, diese Agenturen
forderten von den Frauen HK$6000 (1300DM) bis HK$21000
(4500DM). Die Frauen mussten teilweise monatelang ohne
Lohn arbeiten, um die Gebuehren an die
Vermittlungsagenturen abzubezahlen. Eine der Agenturen
hatte keine Lizenz zur Arbeitskraeftevermittlung, sie
wurde geschlossen, die anderen duerfen bis zum Abschluss
der Verfahren weitervermitteln. Es gibt mehr als 160 000
auslaendische Hausangestellte in Hong Kong, 23 000 davon
sind aus Indonesien.
aufgenommen: Fr., 8.1.1999
Quelle: South China Morning Post, 8.1.99
Indonesien
6.1.99
Arbeiterdemo
659
Tausende von Fabrikarbeitern in Surabaya demonstrierten
fuer hoehere Loehne und hoeheren Ramandanbonus. Aus der Demo
heraus wurden vorbeifahrende Autos mit Feuerwerkskoerpern
beworfen.
aufgenommen: Do., 7.1.1999
Quelle: The Strait Times interactive, 7.1.99
Suedkorea
6.1.99
Lohnkosten
658
Die Zentralbank von Korea teilte mit, dass durch die
gefallenen Lohnkosten in der Industrie die
Wettbewerbsfaehigkeit des Landes gestiegen sei. In Dollar
gerechnet fielen die Lohnstueckkosten im ersten Halbjahr
98 im Vergleich zum selben Zeitraum 97 um 45,8%. (In
dieser Zeit fielen die Lohnstueckkosten in Japan um 7,1%,
in USA um 1,3%, im Taiwan um 14,5%.) Die Gruende fuer den
heftigen Rueckgang in Suedkorea waren die Schwaeche des Won
zum US$, Lohnkuerzungen und Senkung der Lohnkosten infolge
Massenentlassungen und Reduzierung der Arbeitsstunden.
Die durchschnittlichen Stundenloehne in der Industrie:
US$7,5 in 1996; US$6,7 in 1997; US$4,3 in 98 erstes
Halbjahr. (Die entsprechenden Zahlen fuer Japan: 96 $19,5,
97 $18,2, 98 414,7; Taiwan: 96 $6,4, 97 $6,1, 98 $6,1)
Nach zweistelligen prozentualen Lohnzuwaechsen von 1991-96
verlangsamte sich
der Lohnzuwachs 1997 auf 6,4%, in der ersten neun Monaten
98 fielen die Loehne um 2,2%. Die Arbeitsproduktivitaet
wuchs in den ersten neun Monaten 98 um 9,8% (97: 12,4%,
96: 11,5%)
aufgenommen: Do., 7.1.1999
Quelle: Korea Herald, 7.1.99
Indonesien
5.1.99
Deutsche Geschaeftsleute optimistisch
657
Mitglieder des Komitees Deutscher Unternehmen in
Asien-Pazifik waren bei Praesident Habibie eingeladen.
Edgar Nordmann vom Naturgummiimporteur Rassmann GmbH &Co
sagte, dass die indonesischen Handelswaren von guter
Qualitaet seien, er erwaehnte besonders Moebel,
Automobilteile, Schuhe und Textilien. Laut deutschem
Botschafter ist von den sozialen Unruhen bisher noch kein
deutsches Unternehmen oder Joint Venture betroffen
gewesen. Deutschland ist ein wichtiger Handelspartner fuer
Indonesien. 1997 gab es Exporte nach Deutschland im Wert
von DM 4Mrd., Importe aus Deutschland im Wert von DM
5,2Mrd.
aufgenommen: Do., 7.1.1999
Quelle: Tempo, 7.1.99
Hong Kong
5.1.99
Laechelstreik
656
Die Flugbegleiter von Cathay Pacific drohen mit einer
ungewoehnlichen Arbeitskampfmassnahme: sie wollen die
Passagiere nicht mehr anlaecheln, zunaechst pro Flug eine
Stunde lang. Einige FlugbegleiterInnen haben begonnen,
Protestanstecker zu tragen. Hintergrund sind die
erfolglosen mehrmonatigen Tarifverhandlungen. Cathay
Pacific hat der Gewerkschaft drei Optionen gegeben: 4
Stunden mehr Arbeit im Monat fuer 3,5% Lohnerhoehung;
Einfrieren der Loehne: freiwilliges Ausscheiden von
Mitarbeitern. Wegegn dem abnehmenden Tourismus hat die
Firma zum ersten Mal in 35 Jahren verluste gemacht.
aufgenommen: Do., 7.1.1999
Quelle: BBC News, 6.1.99
China
1999
Repression
655
Die Regierung plant fuer 99 die Einstellung von weiteren
150 000 Mann paramilitaerischem Personal um die Ordnung
aufrecht zu erhalten. Die meisten Paramilitaers sollen aus
demobilisierten Soldaten der regulaeren Armee rekrutiert
werden. Vier Gruppen sind als besonders destabilisierend
identifiziert worden: Pro-Demokratie-Aktivisten,
religioese Gruppierungen im Untergrund, illegale
Gewerkschafter, "soziale Freiwillige". Die letzteren
seinen aktiv fuer Arbeiter-und Konsumentenrechte und fuer
Umweltfragen. Vor allem sollen Aktivisten davon
abgehalten werden, landesweite Netzwerke zu bilden.
Polizei und Rechtspflege sollen diese gefaehrlichen
Elemente rechtzeitig verhaften und schneller verurteilen,
z.B. sollen alle potentiellen Demonstranten zum 10.
Jahrestags des Tiananmen-Massakers vorher in Gewahrsam
genommen werden.
aufgenommen: Di., 5.1.1999
Quelle: South China Morning Post, 5.1.99
Malaysia
3.1.99
Stahlarbeiterprotest
654
Etwa 200 Arbeiter der Perwaja Steel in Kedah
(Nordmalaysia) demonstrierten eine Stunde lang vor den
Werkstoren gegen Lohnkuerzungen. Der Lohn war seit Februar
um 10%, Zulagen um die Haelfte gekuerzt worden. Ausserdem
wurden Ueberstunden nicht mehr mit Geld, sondern mit
Gutscheinen bezahlt. Die Kuerzungen betreffen die
Arbeiter, auch in anderen Werken, nicht aber die
Leitenden Angestellten. Der Sprecher des Arbeiterrates
und ein anderer Arbeiter waren letzte Woche unter dem
Vorwurf der Vorbereitung einer illegalen
Arbeiterversammlung suspendiert worden.
Perwaja, frueher staatlich, war 1997 an eine "obskure"
Holding verkauft worden, wobei der Staat die Schulden
uebernommen hatte.
aufgenommen: Mo., 4.1.1999
Quelle: The Straits Times, 4.1.99
China
ab 1.1.99
Kampf gegen Pressewesen
653
Die Regierung hat ihren Kampf gegen die Pressefreiheit
verschaerft. Grundsaetzlioch braucht jetzt der Transport
von Publikationen aller Art die vorherige Erlaubnis der
oertlichen Kulturbehoerde. Auch kleine Mengen Buecher u.a.
muessen dieser Behoerde vorgelegt werden, wenn sie z.B. mit
der Post verschickt werden sollen. Dies umfasst auch
aeltere Sachen. Darueber hinaus hat die Regierung eine neue
juristische Interpretation der Begriffe "Subversion" und
"Angriff auf die Einheit des Landes" vorgelegt, die
grundsaetzlich alle Publikationstaetigkeiten umfasst. Das
heisst, Autoren, Herausgeber, Filmemacher, Musiker und
Musikproduzenten sind mit lebenslanger Haft bedroht, wenn
sie der "Subversion" fuer schuldig befunden werden sollten
(s. auch 644).
aufgenommen: Mo., 4.1.1999
Quelle: Hong Kong Standard, 4.1.99
Indonesien
1998
Inflation, Schulabgaenge: Krise
652
Nach dem Zentralbuero fuer Statistik erreichte die
Inflation 77,63% (1997: 11%); das liegt aber noch unter
dem zeitweise befuerchteten Wert von bis zu 100%. Das
Wirtschaftswachstum liegt bei minus 13,68%. Der Wert der
Rupiah haelt sich seit etwa Oktober bei 8000 per Dollar.
Der Export betrug 50,05 Milliarden US$(-6,34%); der
Import sank um 34,18% auf 27,43 Milliarden US$.
Die Preise fuer grundlegende Produkte des taeglichen Lebens
sind im Dezember wieder angestiegen, nachdem der
Reispreis im letzten Vierteljahr gefallen war. Gestiegen
sind vor allem die Preise fuer Fleisch, Eier und Getraenke.
Weitere Preissteigerungen werden als Folge stark
gestiegener Preise fuer Duengemittel erwartet, weil viele
Reisbauern nicht mehr anbauen.
Insgesamt 2,5 Millionen Schueler und Studenten haben die
Bildungseinrichtungen vorzeitig verlassen, so der
Minister fuer Bildung und Kultur.
aufgenommen: Mo., 4.1.1999
Quelle: Kompas online, 2.1.99; eig. Korr.; Jakarta Post,
4.1.99
Indonesien
3.1.99
Aceh: Rioter erschossen
651
Nach dem Mord an 7 Soldaten in einem Dorf in Aceh (s.
643) hat das Militaer mehr als 130 Menschen bei einer
Razzia in einem Supermarkt in Lhokseumawe festgenommen.
Als Antwort darauf griffen Anwohner einen Polizeiposten
an und warfen Steine auf Soldaten. Diese schossen,
wahrscheinlich mit scharfer Munition, zurueck, dabei
wurden mindestens 5 Rioter und ein Soldat getoetet. Es gab
hunderte von Verletzten. Die Unruhen flammten spaeter in
Aussenbezirken wieder auf, wo mehrere Militaerposten
niedergebrannt wurden.
aufgenommen: Mo., 4.1.1999
Quelle: BBC News, CNN, 4.1.99
Sued Korea
2.1.99
Obdachlose
650
Ab morgen startet die Stadtverwaltung von Seoul einen
neuen Versuch (s. 486), die Obdachlosen aus den
U-Bahnstationen zu vertreiben. Sie hat jetzt eine
ehemalige Textilfabrik angemietet, in der die Obdachlosen
unterkommen koennen. Um zu beweisen, dass sie frei kommen
und gehen koennen, heisst dieses Gebaeude jetzt "Haus der
Freiheit". Trotz vieler Razzien in den letzten Monaten
schlafen immer noch etwa 300 Menschen in den
U-Bahnstationen. Jetzt sollen Polizisten postiert werden;
die Hilfsorganisationen sind aufgefordert, die Leute in
den U-Bahnstationen nicht mehr zu versorgen.
aufgenommen: So., 3.1.1999
Quelle: Korea Herald, 1.1.99
Philippinen
seit 29.12.98
Kraftwerk besetzt
649
900 Bauarbeiter haben das geothermische Kraftwerk
Mahanagdong bei Ormoc, Leyte, besetzt. Etwa 90
Kraftwerksarbeiter sind "als Geisel" genommen. Die
streikenden Bauarbeiter sollten Ende 98 heimgeschickt
werden, weil die Bauarbeiten beendet sein sollen. Sie
behaupten aber, die Nationale Oelgesellschaft der
Philippinen, fuer die sie seit 5 Jahren ueber Fremdfirmen
arbeiten, haette ausreichend Jobs fuer sie und gerade
einige Arbeiten ausgeschrieben. Sie wollen als regulaere
Beschaeftigte eingestellt werden. Sie haben die
Dampflieferung fuer einige Fernleitungen gedrosselt. Als
"Neujahrsgeschenk" an die Bevoelkerung liessen sie aber die
regionale Versorgung unangestastet.
aufgenommen: So., 3.1.1999
Quelle: Philippine Daily Inquirer, 3.1.99
Vietnam
1998
Arbeitslosigkeit
648
Die Arbeitslosigkeit in staedtischen Gebieten ist 1998
gestiegen und liegt bei 6,85%. Am hoechsten ist sie im
Delta des Roten Flusses in Nordvietnam mit 8,25%. In 31
von 61 Staedten und Provinzen liegt der anteil derer, die
zur Zeit Vollzeit arbeiten bei unter 70%.
aufgenommen: So., 3.1.1999
Quelle: Vietnam Insight/Xinhua 24.12.98
Indonesien
Goldrausch
647
Die Geschaeftsleitung der staatseigenen Goldmine PT Aneka
Tambang in Bogor, West Java, hat sich bei der oertlichen
Polizei darueber beschwert, dass ihr von illegalen
Goldsuchern in Zusammenarbeit mit Sicherheitspersonal und
Soldaten bis zu 2 kg Gold entwendet worden sind. Die
Soldaten waren stationiert worden, nachdem die privaten
Goldsucher Anlagen der Mine abgefackelt hatten (s. 584).
Einer von ihnen war damals, vermutlich von
Sicherheitsleuten der Mine, erschossen worden.
aufgenommen: Sa., 2.1.1999
Quelle: The Straits Times, 2.1.99
Hong Kong
1.1.99
Protest von Alten
646
250 aeltere Menschen protestierten gegen die schlechte
Versorgung durch staatliche Stellen. Um eine
Sozialwohnung zu kriegen, muessten sie 7 Jahre lang warten,
fuer einen Heimplatz bis zu 27 Monaten. Entsprechend seien
letztes Jahr auch 3700 gestorben, bevor sie in einem Heim
aufgenommen worden seien. Ausserdem forderten sie eine
Erhoehung der Sozialhilfe.
aufgenommen: Sa., 2.1.1999
Quelle: South China Morning Post; Hong Kong Standard,
2.1.99
Indonesien
30.,31.12.98
Streiks
645
In Malang demonstrierten "hunderte" ArbeiterInnen der PT
Bentoel. Sie erheben 10 Forderungen, darunter die
Erhoehung der Jahrespraemie von 54 Tagesloehnen auf 64, 12
Tage Jahresurlaub (bisher 10), Verkuerzung der
Nachtschicht auf 35 Std./Woche und Essenszulage fuer alle
(bisher nur fuer die Nachtschicht). (30.12.; Surabaya
Post, 31.12.98)In Purbalingga (Mitteljava) demonstrierten
etwa 1000 Arbeiterinnen der PT Yuro Mustika (Puppen). Sie
sind empoert darueber, dass sie als Jahresendgeschenk einen
Regenmantel gekriegt haben (damit sie in der Regenzeit
weniger krank werden). Sie wollen bahan pokok,
irgendetwas nuetzliches. (30.12.; Suara Merdeka
31.12.98)In Sidoarjo (suedliche Industrievorstadt von
Surabaya) gibt es eine richtige Welle von Streiks und
Demonstrationen. Die ArbeiterInnen der PT Sasa
veranstalteten den dritten "langen Marsch" in einer Woche
(siehe auch 619, 632) und legten in Hauptverkehrsstrassen
den Verkehr lahm. Ihre Forderung: Jahrespraemie in Hoehe
von 3 Monatsloehnen. (31.12.; Jawa Pos 1.1.99).Der Streik
der Gladiatex-Arbeiterinnen in Bandung (619, 613) endete
am 21.12. nach der Erfuellung von 13 Forderungen, darunter
die freien Menstruationstage und Jahresurlaub. Drei der 5
Streiktage werden von der Firma bezahlt. (Pikiran Rakyat,
22.12.98)
aufgenommen: Fr., 1.1.1999
Quelle: div
China
30.12.98
Pressefreiheit
644
Nach einem Bericht der Beijinger Volkszeitung sind 1998
mehr als 2800 Personen bei dem Versuch, Pornographie und
politisch unerwuenschte Publikationen zu unterbinden,
festgenommen worden. 190 von ihnen sind verurteilt,
darunter Zhang Shanguang (s. 638) und Li Qun, der drei
Jahre Gefaengis erhielt, weil er 3000 illegale politische
Publikationen aufgehoben hatte.
aufgenommen: Do., 31.12.1998
Quelle: The Straits Times, 31.12.98
Indonesien
29./30.12.98
Aceh: Soldaten ermordet, Polizeistation angegriffen
643
Am Dienstag wurden von 200 mit Macheten bewaffneten
Einwohnern des Dorfes Lhok Nibong, ca. 100 km oestlich von
Lhokseumave, Aceh, 6 Soldaten umgebracht. Die Leute
stoppten einen Bus, kontrollierten die Ausweise. Wer
einen zivilen Ausweis vorweisen konnte, wurde in Ruhe
gelassen, auch mehrere Soldaten. Die Soldaten waren nicht
im Dienst. Dafuer sollen auch Frauen und Kinder von zwei
Soldaten entfuehrt worden sein. Die Armee hat inzwischen
25 Verdaechtigte festgenommen.
In einem anderen Dorf nahe Lhokseumave griffen tausend
Leute ine Polizeistation an und setzten mehrere
Polzeifahrzeuge in Brand. Die Polizei gab Warnschuesse ab.
aufgenommen: Do., 31.12.1998
Quelle: Kompas Online, South China Morning Post, The
Straits Times, 31.12.98
Philippinen
1998
Arbeitslosigkeit
642
Nach Angaben des Arbeitsministeriums sind 98 mehr als
eine halbe Million wegen der Krise arbeitslos geworden.
Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei 2,7 Millionen. Am
haertesten betroffen waren Studienabgaenger und andere
junge Leute.
aufgenommen: Mi., 30.12.1998
Quelle: Philippine Daily Inquirer, 30.12.98
Indonesien
28.12.98
Riots
641
In Liwa auf Sumatra wurden bei Strassenschlachten mit der
Polizei Polizeistationen und drei andere Gebaeude in Brand
gesteckt. Grund der Unruhen: Ein wegen Diebstahl
Festgenommener war in Polizeigewahrsam ums Leben
gekommen. Die Polizei sagt, er haette Selbstmord begangen,
die Buerger sagen, er sei vergiftet worden.
Nahe Medan, Sumatra, beschoss die Polizei hunderte von
Bauern mit Gummigeschossen. Die Bauern halten das Gelaende
einer staatseigenen Farm besetzt. Sie sagen, das Land sei
ihnen ohne Entschaedigung weggenommen worden.
In Poso auf Sulawesi gab es wieder Unruhen, bei denen
zahlreiche Gebaeude abgefackelt wurden. Der Grund ist
unklar, moeglicherweise Rivalitaeten zwischen Doerfern.
aufgenommen: Di., 29.12.1998
Quelle: Cnn interactive, 29.12.98; Kompas, 29.12.98
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10. Januar 1999
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