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[A-Infos] (de) Asien Aktuell 1060

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Susanne Baumgaertel

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Jul 21, 1999, 3:00:00 AM7/21/99
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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
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Asien Aktuell: News, Daten, Kaempfe, Bewegungen

ASCII-Version der Webseite
http://www.rhein-neckar.de/~wildcat/aaktuell.html


Indonesien
14.7.99
Streik
1060
Einige Tausend Beschaeftigte, hauptsaechlich
Produktionsarbeiter, des Holzwarenunternehmens PT Hendratna
in Banjarmasin (Suedkalimantan) sind in den Streik getreten,
um den Ruecktritt des Geschaeftsfuehrers durchzusetzen. Sie
werfen ihm Kuendigungen ohne vorherige schriftliche
Ankuendigung und ohne Abfindung vor. Ausserdem fordern die
Streikenden die Aufloesung der im Betrieb vertretenen
(staatshoerigen) Gewerkschaft SPSI, weil diese sich eher
auf die Seite des Unternehmens, als auf die Seite der
Arbeiter stellt.
aufgenommen: Do., 15.7.1999
Quelle: Banjarmasin Post, 15.7.99


Philippinen
Erste Haelfte 99
Weniger Streiks
1059
Im Grossraum Manila hat es von Januar bis Juni 99 zwoelf
offizielle Streiks gegeben. Im Vorjahreszeitraum waren
es 38 gewesen. Die zwoelf bestreikten Firmen waren: Grand
Boulevard Hotel, Philippine Long Distance Telefone Company;
Coca-Cola Bottlers Philippine Inc., Honda Philippines,
Hi-Cement Corp, Santo Thomas University Hospital, Baby
Lane Garments, Ciper Engineering, Goodman Taxi, Pointer
Enterprises, Reno Food and Tesda. Der Arbeitskampf bei
Honda ist noch in der Schlichtung, die anderen Faelle wurden
beigelegt. Nach dem nationalen Arbeitsgesetz muessen Streiks
15, bzw 30 Tage vor Beginn beim National Conciliation and
Mediation Board (NCMB) angemeldet werden. In diesem Jahr
gab es 237 solche Anmeldungen, im Vorjahreszeitraum 258.
Die NCMB versucht dann vor dem Streik zu schlichten. Eine
Gewerkschaftssprecherin nannte als einen Grund fuer die
abnehmende Zahl der Streiks, die Nichtgenehmigung von
Streiks durch die NCMB. Sie erwaehnte die Faelle von Hotdog-
und Huehnerverpackungsarbeitern, deren Antraege auf Streik
vom NCMB abgelehnt wurden "um das nationale Interesse zu
schuetzen".
aufgenommen: Mi., 14.7.1999
Quelle: Manila Times, 14.7.99


Suedkorea
13.7.99
Streiks bei TV-Sendern
1058
Wegen einem geplanten neuen Rundfunkgesetz sind
Gewerkschaftsmitglieder bei zwei grossen Sendeanstalten
in den Streik getreten. Vor KBS (Korean Broadcasting System)
und MBC (Munhwa Broadcasting Corp.) hielten die Streikenden
jeweils Kundgebungen ab, danach fand vor der
KBC-Hauptverwaltung eine gemeinsame Demo statt. Bei KBC
sollen sich laut Gewerkschaftsangaben von 2500
Gewerkschaftsmitgliedern 1000 am Streik beteiligen. Die
Gewerkschaften befuerchten eine Schwaechung der Unabhaengigkeit
der Sender gegenueber staatlicher Kontrolle durch das
vorgeschlagene Rundfunkgesetz. Die Programmausstrahlung
ist durch den Streik bisher noch nicht behindert.
aufgenommen: Mi., 14.7.1999
Quelle:Korea Herald, 14.7.99.


Suedkorea
Mai 99
Jobs
1057
Die Beschaeftigungsstruktur hat sich seit Ausbruch der
Krise geaendert. Der Anteil der Dauerarbeitsplaetze ist auf
unter 30 0efallen (1996: 35,5%; 97: 33,9%; 98: 32,3%),
der niedrigste Prozentsatz seit Beginn der 90er. Der Anteil
der befristeten und Tagesloehnerjobs ist auf 32,5 0estiegen
(Mai 98: 28,5%). Die Arbeitslosenrate war im Mai 6,5%.
(s.974)
aufgenommen: Di., 13.7.1999
Quelle: Joongang Ilbo, Korea Times, 13.7.99


Suedkorea
Juni 99
Stand der Krise
1056
Die Einkommen sind wieder auf den Stand von vor der Krise
gestiegen, wobei die Industriearbeiter im Vergleich zum
Vorjahr den groessten Lohnzuwachs hatten, bei Dienstleistungen
sind die Loehne weiter gefallen sind. (JoongAng Ilbo)
Wegen der rapiden wirtschaftlichen Erholung ist auch die Zahl
der illegalen auslaendischen Arbeiter gestiegen, in diesem
Jahr um durchschnittlich 3000 pro Monat. Es sind vor allem
Arbeiter aus asiatischen Krisenlaendern, die meist in
Kleinunternehmen Arbeiten machen, die von Koreanern als
zu gefaehrlich, schmutzig oder schwer abgelehnt werden.
(Ariang TV)
Von 133 befragten auslaendischen Unternehmen
gaben fast 20% an, dass sie erwogen haben, ihre Produktion
von Suedkorea in andere Laender zu verlagern. Bei den Firmen,
bei denen es Gewerkschaften gibt, waren es 45%. Als
Hauptprobleme nannten die auslaendischen Firmen die
gesetzlichen Feiertage in Korea (einschliesslich der freien
Tage jeden Monat fuer weibliche Arbeitnehmer), hohe
Lohnsteigerungen, Entlassungen und Streiks. 40 0aben an,
dass Koreaner feindliche Gefuehle gegen auslaendische Firmen
hegen. (Korea Herald)
aufgenommen: Mo., 12.7.1999
Quelle: div., 12.7.99


Indonesien
10.7.99
Flucht im Aceh
1055
Mehr als 40 000 Menschen befinden sich im Aceh,
Nordsumatra (s. 1000), in Fluechtlingslagern. Sie sind aus
dem Bezirk Tangse und flohen, weil sie militaerische
Auseinandersetzungen zwischen der "Bewegung Freies Aceh"
und dem Militaer befuerchten.
aufgenommen: So., 11.7.1999
Quelle: The Straits Times, 11.7.99


Indonesien /Ost Timor
9.7.99
Bewaffnete Truppen?
1054
Nachdem die geplante "Befragung" der Ost Timoresen durch
die UN bereits um 14 Tage verschoben worden ist, hat die
UN jetzt zu einem Treffen eingeladen, auf dem diskutiert
werden soll, wie Racheakte und Gewaltausbrueche nach der
Bekanntgabe des Ergebnisses verhindert werden sollen.
Fuehrende UN-Diplomaten haben die Entsendung bewaffneter
Truppen als notwendig bezeichnet. Das US-Aussenministerium:
"Wir sind besorgt bezueglich der Sicherheit der Abstimmung,
der Korrektheit der Abstimmung und wir glauben, eine
Abstimmung ist wichtig"; der Staatssekretaer fuer
Ostasiatische und Pazifische Angelegenheiten im State
Department ist nach Jakarta geflogen. Kofi Annan will
naechste Woche erneut ueber "die Zukunft" der Abstimmung
befinden.
Die indonesische Regierung soll die UN aufgefordert haben,
auch in Atambua, West Timor, ein Wahllokal zu eroeffnen.
Dort leben ca 5000 Fluechtlinge aus Ost Timor, meist Familien
von Mitgliedern der Pro-Indonesischen Milizen oder von
Staatsangestellten. Insgesamt sollen die Milizen einige
Grenzregionen zu Westtimor (Liquica, Ermera, Bobonaro)
beherrschen und die Menschen in Lager zusammengetrieben
haben, wobei sie Hilfe von Ausserhalb (etwa durch die UN)
versuchen zu verhindern. Es soll sich dabei um bis zu 60
000 Menschen handeln.
aufgenommen: Sa., 10.7.1999
Quelle: The Sydney Morning Herald, 10.7.99


Indonesien
9.7.99
Streik gegen Entlassung; Streikerfolg
1053
Weil acht ihrer KollegInnen wegen "wiederholter Anstiftung
zu Demonstrationen" entlassen worden sind, haben 1500
ArbeiterInnen der PT Golden Flower in Ungaran bei Semarang
demonstriert. Die KollegInnen hatten im Mai gestreikt (s.
931), wonach verschiedene Abkommen mit der Firma getroffen
worden waren, unter anderem die Nichtbestrafung der
Streikteilnehmer. (Suara Merdeka, 10.7.99)Die Forderung
der Busfahrer der staatlichen PPD (s. 1048) in Jakarta
werden erfuellt; das hat die Geschaeftsleitung versprochen.
In drei Schritten im Abstand von je drei Monaten werden
die Loehne um je 30 0.000000e+00rhoeht. (The Jakarta Post, 10.7.99)
aufgenommen: Sa., 10.7.1999
Quelle: div.


Indonesien
5.7.99
Streik
1052
In Gresik (bei Surabaya) streiken 700 ArbeiterInnen der
Firma PT Behaestek gegen das Schichtsystem, weil es zu
wenig Zeit zum Ausruhen bietet. Bei diesen rollierenden
Schichten ist es moeglich, dass man zwischen zwei Schichten
nur 8 Stunden Freizeit hat. Die Firma hatte das System
schon mal eingefuehrt gehabt, dann wurde es wegen Protesten
der Belegschaft zurueckgenommen. Diesmal besteht die
Geschaeftsleitung auf dem System.
aufgenommen: Fr., 9.7.1999
Quelle: Surabaya Post, 8.7.99


Indonesien
7.7.99
Gefaengnisausbruch
1051
Bei einem Gefaengnisausbruch sind im Aceh (Nordsumatra)
34 Haeftlinge entkommen, 12 sind jedoch schon wieder gefangen
worden. Zwei dort einsitzende Mitglieder der
Unabhaengigkeitsbewegung fuer ein Freies Aceh sollen ueber
100 Gefangene angestiftet haben. Sie legten ein Feuer und
als die Feuerwehr kam, ueberwaeltigten sie diese. 90 0es
Gefaengnisses verbrannte, ueber Personenschaeden wird nichts
berichtet.
aufgenommen: Fr., 9.7.1999
Quelle: Jakarta Post, 9.7.99


Indonesien
8.7.99
Streiks in Bandung
1050
Ca. 100 Arbeiterinnen des Teppich- und Deckenherstellers
PT Terang Cahaya Abadi streiken seit heute morgen fuer
Lohnerhoehung, verschiedene Zulagen, Menstruationsurlaub
und Unfallversicherung fuer alle Beschaeftigten. Das
Unternehmen hat bereits die Erfuellung der meisten
Forderungen zugesagt, z.B. Erhoehung des Grundlohns auf
das gesetzliche Niveau, Essens- und Fahrgeld. Die
ArbeiterInnen sind aber noch nicht wieder an die Arbeit
zurueckgegangen.
Bei der Gummireifenfabrik PT SJR streiken ca 200
ArbeiterInnen fuer Lohnerhoehung, Zulagen und
Unfallversicherung.
aufgenommen: Do., 8.7.1999
Quelle: Pikiran Rakyat, 8.7.99


Suedkorea
7.7.99
Grossdemo in Pusan
1049
Ca. 10 000 Samsungarbeiter, Mitglieder von
Buergerinitiativen und Oppositionsparteien demonstrierten
in Pusan gegen Restrukturierungsplaene der Regierung fuer
den Samsung-Konzern. Diese koennten zur Schliessung von
Samsung Motors in Pusan fuehren. Die Samsung Gruppe hatte
letzte Woche angekuendigt, dass die verlustbringende Samsung
Motors unter gerichtliche Zwangsverwaltung gestellt werden
soll.(s. u.a. 745,693,614,600)
aufgenommen: Do., 8.7.1999
Quelle: Korea Times, 8.7.99


Indonesien
seit 5.7.99
Busstreik
1048
In Jakarta sind Tausende von Fahrern, Schaffnern und
Angestellten des staatlichen Busunternehmens Perum PPD
seit zwei Tagen im Streik. Am 5.7. veranstalteten 1500
Streikende einen Sitzstreik vor der Hauptverwaltung des
Unternehmens. Sie forderten 120prozentige Lohnerhoehung.
Sie schlugen vor, dass der zustaendige Minister alle 700
Busse des Unternehmens verkaufen solle, um den Erloes an
die Beschaeftigten zu verteilen. Am 6.7. zogen 400 Streikende
mit ihren Ehefrauen und Kindern zum zustaendigen
Kommunikationsministrium. Dort entrollten sie im Auditorium
Transparente und Poster, auf denen der Minister aufgefordert
wurde, dem Personal mehr soziale Fuersorge angedeihen zu
lassen und die Korruption im Unternehmen zu bekaempfen.
Sie distanzierten sich jedoch von der Forderung, die Busse
zu verkaufen. Die Beschaeftigten haben seit sieben Jahren
keine Lohnerhoehung mehr bekommen. Ihr Monatsgehalt liegt
zwischen 100 000 und 120 000Rp.
aufgenommen: Mi., 7.7.1999
Quelle: Jakarta Post,7.7.99


Philippinen
5.7.99
Arbeiterdemo
1047
Mehr als 50 Gewerkschafter der Shemberg Employes
Independent Union (SEIU: Unabhaengige Gewerkschaft der
Beschaeftigten bei Shemberg) demonstrierten vor einer Fabrik
der Firma Shemberg (s.967) in Mandaue. Sie forderten die
Wiedereinstellung von 15 gekuendigten
Gewerkschaftsmitgliedern.
aufgenommen: Mi., 7.7.1999
Quelle: Sunstar, 6.7.99


Indonesien
5.7.99
Demos
1046
In Bandung demonstrierten ca. 100 jugendliche
AnwohnerInnen vor der Schuhfabrik PT Primarindo. Sie
forderten von der Firma, dass Bewerber aus dem umliegenden
Stadtteil bevorzugt und ohne Test eingestellt werden. Dies
hatten sie von der Firma bereits im letzten Juni gefordert,
jedoch stellen bis heute Anwohner nur 0,1 0er 6000-koepfigen
Belegschaft. (Pikiran Rakyat,6.7.99)In Tomohon (Sulawesi)
demonstrierten ca. 80 Rentner vor einer Bankfiliale, weil
ihre Pensionen nicht puenktlich auf ihren Konten waren.
(Manado Post,6.7.99)
aufgenommen: Di., 6.7.1999
Quelle: div.


China

Harte Strafen
1045
Drei Maenner sind in Tianshui (Provinz Gansu) unter der
Anklage der Subversion verurteilt worden. Yue Tianxiang
(zu 10 Jahren verurteilt) und Guo Xinmin (zwei Jahre) waren
Fahrer des kommunalen Transportunternehmens in Tianshui
gewesen, bis sie 1995 entlassen wurden. Da sie keine
Abfindung bekamen, begannen sie mit der Herausgabe einer
Arbeiterzeitung. Wang Fengshan (zwei Jahre), Ingenieur
bei einer Maschinenbaufabrik, half den beiden bei der
Herausgabe. In der ersten Nummer ging es um die Korruption
bei dem Transportunternehmen. Die drei Aktivisten wurden
im Januar 99 verhaftet, ihr Prozess begann im Mai.
Ein Eisenbahnarbeiter ist in Zhengzhou (Provinz Henan)
wegen Sabotage zum Tode verurteilt worden. Im August letzten
Jahres hatte er Bolzen aus Eisenbahnschienen entfernt,
anscheinend aus Rache, weil er wegen Diebstahl am
Arbeitsplatz bestraft worden war. Ein Zug (Guangzhou-Xian)
entgleiste. Die Lok und sechs Wagen wurden zerstoert, von
Verletzten war aber nicht die Rede. Zwei Komplizen erhielten
lebenslaenglich, bzw. 15 Jahre.
aufgenommen: Di., 6.7.1999
Quelle: South China Morning Post,6.7.99


Malaysia

Neue Lifestyledroge
1044
Bei der Eroeffnung einer religioesen Schule in Taiping
ging ein Redner auf einen neuen Trend bei Jugendlichen
ein: dem Schnueffeln von Kuhscheisse. "Sie suchen nach
frischen Kuhfladen und wenn sie einen gefunden haben,
stuelpen sie eine grosse Dose darueber, machen ein Loch in
den Deckel und schnueffeln dadurch ein," sagte das
Parlamentsmitglied des Bundesstaates Perak.
aufgenommen: Mo., 5.7.1999
Quelle: The Straits Times interactive, 5.7.99


Indonesien
Mitte 99
Strassenkinder
1043
Der Chef des Amtes fuer oeffentliche Ordnung in Jakarta
gab die Zahl der Strassenkinder in der Stadt mit 68 688
(!) an. Dies sei eine Steigerung um mehr als das fuenffache
seit August letzten Jahres (12 636). Als Grund nannte er
die steigende Arbeitslosigkeit, die immer mehr Eltern dazu
zwingt, ihre Kinder betteln zu schicken.
aufgenommen: So., 4.7.1999
Quelle: The Jakarta Post, 3.7.99


Indonesien
2.7.99
Streik in Zuckerfabrik
1042
Seit Freitag streiken in Kudus, Mitteljava, ungefaehr
1200 Gelegenheits- und Saisonarbeiter der Zuckerfabrik
PG Rendeng Kudus. Sie fordern einen Jahresbonus wie ihn
die Festangestellten der Fabrik bereits erhalten haben
und eine allgemeine Lohnerhoehung. Sie erhalten bislang
fuer 2 Wochen Arbeit Rp 105 000. Die Fabrik in Kudus gehoert
zu einer ganzen Kette von Zuckerfabriken auf Java und es
gibt Befuerchtungen, dass der Streik auch in andere Fabriken
uebergreifen koennte. Dann waere ein Teil der Zuckerrohrernte
der derzeitigen Kampagne in Gefahr.
aufgenommen: Sa., 3.7.1999
Quelle: Pikiran Rakyat, Suara Merdeka, 3.7.99


Indonesien
2.7.99
Proteste gegen Schusswaffengebrauch
1041
Gegen den brutalen Polizeiangriff auf eine von der PRD
(Partai Rakyat Demokratik, demokratische Volkspartei)
veranstaltete Demonstration vor dem Gebaeude der
Wahlkommission (s. 1039) demonstrierten erneut etwa 300
in Jakarta und etwa 300 in Surabaya. Auch in anderen
Staedten, z.B. in Jember und Ujung Pandang gab es kleinere
Proteste.
Die Kritik an der schleppenden Auszaehlung der Stimmzettel
nimmt zu; bis jetzt sind grade mal 58 0ezaehlt. Es fuehrt
die PDI Perjuangan (Vorsitzende: Megawati Sukarnoputri)
mit 35,9% vor der Golkar (die Partei der alten Ordre Baru)
mit 19%.
Der Befehlshaber der indonesischen Streitkraefte, Wiranto,
hat angekuendigt, er wolle die Zahl der Sicherheitskraefte
in Jakarta auf 21 000 Mann erhoehen, um Auseinandersetzungen
zwischen Parteianhaengern zu unterbinden.
aufgenommen: Sa., 3.7.1999
Quelle: Kompas, The Straits Times, 3.7.99
Eine Webseite von WELT IN UMWAeLZUNG Mannheim-Ludwigshafen
15. Juli 1999


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