Pressemitteilung vom 22.12.1999
PDS fordert Lueckenschluß Duderstadt/Teistungen
Mit großem Unmut hat der verkehrspolitische Arbeitskreis der PDS
Goettingen die Ablehnung der Wiederinbetriebnahme der Eisenbahnverbindung
zwischen Duderstadt und dem thueringischen Teistungen durch den
niedersaechsischen Verkehrs- und Wirtschaftsminister Dr. Peter Fischer
(SPD) zur Kenntnis genommen. Zehn Jahre lang hat die SPD-Landesregierung
es straeflich versaeumt, an dieser Stelle das Zusammenwachsen
Westdeutschlands mit Ostdeutschland zu ermoeglichen. Es ist
unverantwortlich, daß dieser strukturschwachen Region eine echte Chance
zur Verbesserung der Infrastruktur verbaut werden soll. Als
Wirtschaftsminister scheint Fischer nicht an der Sicherung und Schaffung
von Arbeitsplaetzen interessiert zu sein, die mit dem Lueckenschluß
verbunden waeren. Und als Verkehrsminister hat Fischer offenbar noch
nichts von der in Rio de Janeiro 1992 von 170 Regierungen, darunter auch
die Bundesrepublik, verabschiedeten Agenda 21 gehoert, die das Ziel einer
drastischen Reduzierung des Kohlenstoffdioxidausstoßes (CO2) durch die
Reduzierung und Verlagerung des Lkw-dominierten Gueterverkehrs auf die
Schiene vorsieht.
Die PDS fordert den Minister auf, Abstand von einer Politik der
Desinformation zu nehmen, die die Wirtschaftlichkeit der Strecke einseitig
vom Fahrgastaufkommen abhaengig macht. Fischer muß sich von seiner nicht
mehr nachvollziehbaren und nur parteipolitisch-dogmatisch erklaerbaren
Entscheidung distanzieren und den Weg für eine Verbesserung der
Standortbedingungen freigeben.
Was fuer die Wiedereroeffnung der Strecke Uelzen-Salzwedel als sinnvoll
und vorteilhaft erachtet wurde, muß auch für die Strecke Duderstadt-
Teistungen gelten.
gez. Dr. Eckhard Fascher, Sprecher der PDS Basisorganisation Göttingen