A-CAMP UND PERSPEKTIVENTREFFEN:
Aufbruch light ... oder endlich mehr?
Auf dem anarchistischen Camp (31.8.-9.8. in der
Nähe von Berlin) fand das zweite Treffen
»Perspektiven radikaler Umweltschutzarbeit« statt.
Das war schlau gewählt, denn viele der
CampteilnehmerInnen interessierten sich für die
Diskussionen um Widerstand, radikale
Umweltschutzforderungen und Utopien. Etwa
gleichviele Workshops liefen zur Kritik am
»mainstream«-Umweltschutz (Agenda, Expo,
Kommerzialisierung, Ökofaschismus) und zu den
Alternativen. Etliche greifbare Ergebnisse waren zu
vermelden. Sie sind hier kurz aufgeführt. Näheres
wird es im nächsten Perspektiven-Rundbrief geben,
der gegen 5 DM in Briefmarken bestellt werden kann
bei der Projektwerkstatt, Ludwigstr. 11,
D-35447 Reiskirchen.
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Neue Vernetzungsstrukuren
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1. Politische Freiräume: Es gab ein Treffen zwischen
politischen Kommunen, Wagendörfern, besetzten Häusern
usw., die einen politischen (antistaatlichen) Anspruch
haben. Zwischen diesen ist eine Vernetzung verabredet
(Rundbriefe, Treffen, Austausch, gegenseitige Hilfe). Die
Runde ist offen. Der erste Rundbrief erscheint Anfang
September u.a. mit Vorstellungen der jetzt beteiligten
Projekte und sonstigen Infos. Der Rundbrief wird aus einem
Berliner Projekt erstellt. Das Vernetzungstreffen wird im
November in Saasen (bei Gießen) sein. Weitere Projekte
(Häuser, besetzte Plätze, politische Freiräume usw.) sind
herzlich willkommen!
2. Gesamtgesellschaftliche Ziele: Auf Einladung
von Anti-Atom-AktivistInnen aus der JUMP Hamburg gab
es eine Diskussion einiger Ex-Jugendumweltbewegungsund
sonstiger Leute über das Hineinbringen radikaler Ziele in die
Umweltbewegung.
Vereinbart wurden:
- »revolutionäre« Redebeiträge, Flugblätter, Pressetexte usw.
im Rahmen der Anti-Atom-Aktionstage Mitte
September.
- ebensolche Erklärungen und Inhalte im Rahmen
weiterer Aktionen (Genfeldbesetzungen usw.)
- eventuell einen entsprechenden Schwerpunkt in den
»ö-Punkten« thematische AKs u.ä. auf sonstigen
Camps und Kongressen wie den Jugendaktionstagen,
dem Bundes-ökologie-Treffen usw.
- weitere Treffen zum Austausch, zur Weiterentwicklung der
Positionen usw. Das nächste Treffen wird
auf dem Bundes-ökologie-Treffen (BöT) in Witzenhausen
(25.-29.11.) laufen.
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Konkrete Aktionen
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Anti-Expo-Arbeit: Richtig groß waren die Anti-Expo-Runden. Es
sind verschiedene Anti-Expo-Gruppen gegründet, die Vernetzung
besprochen und Aktionen geplant worden. Ein erstes
Rundschreiben mit Basisinformationen geht allen Gruppen und
Zusammenhängen
zu, die als Anti-Expo-Kontaktadresse in ihrer Region/Stadt
gelten wollen. Wer daran Interesse hat, sollte sich
melden.
Hinweis: Am 3.10. ist der Tag der Deutschen Einheit,
diesmal mit dem Feierschwerpunkt Hannover!
Utopien-Diskussion: Ziel ist, eine Utopie für eine
selbstbestimmte Gesellschaft zu entwerfen. Das soll
Motivation für gesamtgesellschaftliche Forderungen schaffen,
z.B. um der Expo ein Gegenbild entgegenzustellen.
Die Arbeit an der Utopie soll zwischen daran interessierten
Leuten weitergehen.
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Weitere Diskussionen
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Kritische Analyse von Kommunen usw.: Intensiv wurden die
bestehenden Kommunen analysiert, mehrfach
traf sich eine Gruppe, die neue und eigene Ideen entwickeln
will und sich dazu demnächst auch für ein Wochenende in
Lutter treffen will.
Weiteres: Es fanden etliche weitere, inhaltliche AKs
mit z.T. hoher Beteiligung (bis zu 60 Leuten) statt, u.a.
Kritik an Agenda/Nachhaltigkeit, ökologie und
Kommerzialisierung/Kapitalismus, Utopienentwicklung usw.
Jörg Bergstedt
Wer bei der einen oder anderen Sache einsteigen
will, soll sich den Perspektiven-Rundbrief bestellen
oder sich direkt an die Projektwerkstatt, Ludwigstr.
11, D-35447 Reiskirchen-Saasen, wenden. Tel. (0
64 01) 90 32 83.
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CONTRASTE ist die einzige überregionale Monatszeitung
für Selbstorganisation. CONTRASTE dient den Bewegungen als
monatliches Sprachrohr und Diskussionsforum.
Entgegen dem herrschenden Zeitgeist, der sich in allen
Lebensbereichen breitmacht, wird hier regelmäßig aus dem
Land der gelebten Utopien berichtet: über Arbeiten ohne
ChefIn für ein selbstbestimmtes Leben, alternatives
Wirtschaften gegen Ausbeutung von Menschen und Natur,
Neugründungen von Projekten, Kultur von "unten" und viele
andere selbstorganisierte und selbstverwaltete
Zusammenhänge.
Desweiteren gibt es einen Projekte- und Stellenmarkt,
nützliche Infos über Seminare, Veranstaltungen und
Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt.
CONTRASTE ist so buntgemischt wie die Bewegungen selbst und
ein Spiegel dieser Vielfalt. Die Auswahl der monatlichen
Berichte, Diskussionen und Dokumentationen erfolgt
undogmatisch und unabhängig. Die RedakteurInnen sind selbst
in den unterschiedlichsten Bewegungen aktiv und arbeiten
ehrenamtlich und aus Engagement.
Die Printausgabe der CONTRASTE erscheint 11mal im Jahr und
kostet im Abonnement 80 DM. Wer CONTRASTE erstmal
kennenlernen will, kann gegen Voreinsendung von 10 DM in
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Zusätzlich gibt der CONTRASTE e.V. einmal im Jahr die BUNTEN
SEITEN heraus. In diesem nun schon im 14. Jahrgang
erscheinenden Adressenverzeichnis mit ca. 12.000 Anschriften
will CONTRASTE einen Überblick über die viefältige
Projektelandschaft in der BRD,
Schweiz und Österreich geben. Ergänzt wird das Verzeichnis
mit einem Überblick über wichtige Projekte aus dem
nichtdeutschsprachigen Ausland und dem "Reader der
AlternativMedien". In diesem werden 830 deutschsprachige
Titel und ca. 200 internationale Titel vorgestellt. Diese
sind zum Teil mit Zusatzinformationen über
Erscheinungsweise, Verbreitung, Preise, Themenschwerpunkten
oder Selbstdarstellungen versehen worden.
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bei u.a. Anschrift bestellt werden.
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