Asien Aktuell: News, Daten, Kaempfe, Bewegungen
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Philippinen
Nov.98
Ueberstunden bei der Einwanderungsbehoerde
540
Eine Untersuchung laeuft gegen etwa "75 bis 80%" aller
Beschaeftigten des Bueros der Einwanderungsbehoerde am
Ninoy Aquino Flughafen in Manila unter dem Verdacht,
dass sie seit 95 Zeitscheine gefaelscht und dabei mehr
Ueberstunden angegeben haben, als sie tatsaechlich
geleistet haben. Betroffen sind die Chefs genauso wie
die Putzfrauen.
aufgenommen: 18. November 1998
Quelle: The Manila Times, 18.11.98
China
Mitte Nov. 98
Proteste gegen Anlagebetrug
539
In Zhengzhou, der Hauptstadt von Henan demonstrierten
am 15.11. mehr als 2000 Menschen gegen den Anlagebetrug
von Three Star (siehe 467). Sie marschierten vor das
Gebaeude der Kommunistischen Partei, verlangten ihr Geld
zurueck und die Freilassung von drei ihrer Vertreter,
die nach dem Protest am 10.10. festgenommen worden
waren.
Am 11.11. hatten hunderte von Leuten in Beijing gegen
den Anlagebetrug bei Xinguoda Futures demonstriert;
es gelang ihnen, bis in die Naehe des Hauptquartiers
der KP zu gelangen. Jiang Zemin hat deshalb jetzt die
Sicherheitsbehoerden angewiesen, in Beijing Proteste
oder andere Zeichen von sozialer Unruhe zu unterbinden.
"Sobald sich ein kleines Feuer entzuendet, muss es sofort
geloescht werden".
Am 16.11. demonstrierten "einige Dutzend" in Beijing
in der Naehe der US-Botschaft, wo sie von der
amerikanischen Regierung Massnahmen gegen Income
Investment Properties verlangten, die sie um 10
Millionen Yuan betrogen habe.
aufgenommen: 17. November 1998
Quelle: Hong Kong Standard, South China Morning Post,
17.11.98
Indonesien
16.11.98
Taxifahrerstreik
538
In Solo streiken "hunderte" Taxifahrer von PT Solo
Central Taxi. Sie sollen am 25. November faellige Miete
fuers Fahrzeug und Kosten fuer Ersatzteile fuer die drei
Monate seit September zahlen, insgesamt ueber 80
Millionen Rp pro Fahrer. Sie demonstrierten vor der
Firmenzentrale, bevor sie anfingen, ihre Autos "zur
Firma zurueckzubringen".
aufgenommen: 16. November 1998
Quelle: Bernas, 17.11.98
Indonesien
16.11.98
Demos in den Staedten
537
Waehrend es in Jakarta nur kleinere Demonstrationen und
Kundgebungen ("tausende" an der AtmaJaya Uni) gab,
gingen in anderen Staedten relativ viele auf die Strasse.
Etwa 10 000 demonstrierten in Yogyakarta (Bernas); in
Palu, Sulawesi, besetzten "tausende" Studenten und
andere voruebergehend das Gebaeude des Bezirksparlaments
(Suara P.). Weitere Aktionen gabs in Surabaya (mehrere
Demos und Kundgebungen); Malang, Semarang undPalembang.
Ueberall wurde die Aufhebung der politischen Funktion
des Miitaers (Dwifunksi ABRI) gefordert und der Toten
von Jakarta gedacht.
aufgenommen: 16. November 1998
Quelle: Surabaya Post; Bernas; Suara Pembaruan,
17.11.98
Indonesien
16.11.98
Oppositionelle festgenommen
536
Die Lage in Jakarta war gespannt, aber ruhig. Neun
Oppositionelle, von denen zwei pensionierte Generaele
sind, wurden am Wochenende festgenommen. Unter dem
Verdacht der "Subversion". Sie gehoeren zu den 17
Unterzeichnern einer Erklaerung, in der der Ruecktritt
Praesident Habibies gefordert wird. Am Montag immer noch
in Haft waren der Politiker Sri Bintang Pamungkas und
Meilondo Suwondo, ein enger Vertrauter der
Oppositionsfuehrerin Megawati Sukarnoputri. Andere wurden
nach stundenlangen Verhoeren freigelassen.
aufgenommen: 16. November 1998
Quelle: CNN interactive, 16.11.98, ASIET, 16.11.98
Indonesien
14.11.98
Trauerproteste
535
In 16 Staedten wurden, vorwiegend von Studenten, Proteste
gegen die Ermordung der Demonstranten am Schwarzen
Freitag in Jakarta organisiert, darunter in Medan,
Bandung, Bogor, Surabaya, Yogyakarta, Solo, Samarinda,
Jember, Pontianak, Ambon, Ujung Pandang, Solo,
Purwokerto, Bandjarmasin, Denpasar, Semarang, Padang.
Alle diese Proteste verliefen weitgehend friedlich.
Die Pluenderungen in Jakarta hielten sich in Grenzen,
nachdem grosse Gruppen von Studenten zusammen mit Marines
zu den Orten des Geschehens fuhren und die Leute vom
Pluendern abzuhalten versuchten. Grosse Kundgebungen
fanden vor dem Parlamentsgebaeude (30 000) und vor den
Unis statt.
Habibie hat die Sicherheitskraefte angewiesen, alles
Noetige zu tun, um die Ordnung wieder herzustellen und
die Versuche, die "legitime Regierung" (er meint sich
selbst) zu stuerzen, zu unterbinden. Das treffe nicht
die Studenten, sondern die Anfuehrer "dahinter"; der
Vorsitzende des Praesidiums der ehemaligen Studenten
der Universitas Indonesia wurde voruebergehend
festgenommen, weil er einen Aufruf zur Bildung einer
Uebergangsregierung unterzeichnet hatte.
aufgenommen: 15. November 1998
Quelle: Kompas online, The Straits Times, 15.11.98
Malaysia
14.11.98
Demo bei APEC-Gipfel
534
Etwa 3000 Menschen versammelten sich im Kampung Baru,
Kuala Lumpur, um anlaesslich des APEC-Gipfels gegen das
Mahathir-Regime zu demonstrieren. Sie zogen zu dem
Hotel, in dem die amerikanische Delegation wohnt. Auf
dem Weg wurden zwei als Fotographen getarnte
Geheimdienstler erkannt und angegriffen, sie schossen
mit scharfen Waffen, es wurde aber niemand verletzt.
Ein verlassenes Polizeimotorrad wurde angezuendet; grosse
Portraits des Staatschefs verbrannt. In der Naehe des
Hotels kamen Anti-Riot-Einheiten und trieben die Demo
mit Wasserwerfereinsatz zurueck.
aufgenommen: 15. November 1998
Quelle: Bangkok Post, The Straits Times, 15.11.98
Indonesien
14.11.98
Aufstand in Jakarta?
533
Die Proteste sind in Riots gemuendet. Ein Marinesoldat
wurde erschossen; die Zahl der insgesamt Getoeteten
betraegt moeglicherweise 16 (AP, 14.11.). Obwohl die
Militaerfuehrung behauptet, dass keine scharfe Munition
verwendet worden ist, berichten Reporter, sie haetten
Huelsen scharfer Munition gefunden. Samstag morgen
eskortierten Marinesoldaten tausende von Studenten zum
Parlamentsgebaeude. Anderswo wurden Marines gesehen,
die inmitten der Leute Wasser verteilten (AP 14.11.).
Einige Beobachter gehen vonmoeglichen Differenzen
innerhalb des Militaers aus...
Jugendliche aus den umliegenden Viertel haben ein
Militaerlager in der Naehe der Universitas Indonesia
angegriffen und einen LKW und Zelte verbrannt. Eine
Polizeistation wurde angegriffen. Eine Bank und mehrere
Shopping Malls sind in Flammen aufgegangen.
Proteste auch anderswo, in Surabaya und Bandung
demonstrierten Tausende; in Medan wurde wie in Ujung
Pandang der Flughafen besetzt mit der Forderung, sofort
nach Jakarta geflogen zu werden.
aufgenommen: 14. November 1998; 14:00 MEZ
Quelle: BBC News, CNN, Suara Pembaruan, 14.11.98
Indonesien
13.11.98
Blutiger Freitag in Jakarta
532
Tausende von Studenten versammelten sich nach dem
Freitagsgebet an verschiedenen Sammlungsstellen und
sperrten einige Strassen fuer ihre Demos ab. An der
Atmajaya-Universitaet begann die Demo um 14Uhr. Die Demo
bewegte sich auf die Militaersperren an der
Semanggibruecke zu. Dabei schlossen sich Anwohner der
Demo an, so dass diese auf ueber 100 000 Personen
anschwoll. Um 15.15 traf die Demo auf hunderte zivile
selbsternannte Pro-Regierungs-"Sicherheitskraefte", die
die Demo angriffen. Spontan griffen tausende von
Anwohnern ein und jagden die Angreifer durch die
Wohngebiete. Kurze Zeit spaeter wurde die Demo von
Sicherheitskraeften mit Wasserwerfern, Traenengas und
Schuessen angegriffen. Am Bendugan Hilir wurde eine
andere Demo beschossen, nachdem zwei Molotovcocktails
in Richtung der Sicherheitskraefte geworfen wurden.
Campus Prof Dr Moestopo: Hunderte von Sicherheitskraeften
blockierten den Weg zur Sudirman-Strasse. Es kam zu
Zusammenstoessen, bei denen die Studenten von Anwohnern
unterstuetzt wurden. Zehntausende hatten sich auf dem
Gelaende der Salemba-Universitaet versammelt. Sie wollten
sich dem Demozug der Atmajaya anschliessen. Sie wurden
an der Kreuzung Kuningan-Gatot Subroto von Sperren der
Sicherheitskraefte aufgehalten. (Kompas online,
14.11.)Sicherheitskraefte benutzten leichte Panzer,
Wasserwerfer Traenengas und Schuesse, um die
Protestmaersche aufzuloesen. Reporter beschrieben die
Ereignisse an der Semanggibruecke als Massaker durch
das Militaer. Die Studenten und die Bevoelkerung, die
sich der Demo angeschlossen hatte, wurden von
naheliegenden Hochhaeusern aus beschossen. Bis zum Morgen
des 14.11. wurden 12 Tote gemeldet und mehr als 150
Verletzte. Vier Pro-Regierungs-Aktivisten sind in
Ostjakarta totgeschlagen worden. Am Senayan
-Kreisverkehr wurde ein Militaeroffizier in Zivil von
Studenten verhaftet, weil er Zusammenstoesse provoziert
haben soll. (Tempo interaktif, 14.11.)Drei Personen
wurden von Truppen an der Sudirman-Strasse getoetet.
Mindestens zwei Pro-Regierungsaktivisten wurden von
Demonstranten totgeschlagen. Am spaeten Abend kam eine
Reporterin eines lokalen Radiosenders ums Leben. Es
waren die schwersten Kaempfe seit dem Mai. Noch nie haben
die Demonstarnten mit solcher Wut und Furchtlosigkeit
gekaempft.(Hong Kong Standard, 14.11.)In Ostjakarta
formierte sich um 14Uhr ein 5km langer Demozug, der
sich aufs Parlament zubewegte. Er wurde von 2000
Studenten und Arbeitern angefuehrt. Ihr Ziel: Die
Parlamentssitzung zu stoppen, bevor diese formal beendet
war und das Parlamentsgelaende zu besetzen. Soldaten
oeffneten Strassensperren, um die Demo durchzulassen.
An der Semanggibruecke wurde die Demo dann
beschossen.(The Straits Times interactive, 14.11.)
aufgenommen: 14. November 1998
Quelle: div.
Philippinen
14.11.98
Konferenz gegen Bergbaukonzerne
531
In Manila findet die Internationale Konferenz gegen
Transnationale Bergbaukonzerne statt. Vertreter der
Volksgruppen der Subanens auf Mindanao (Phil.), der
Dayak und Amungmes aus Indonesien, der Aboriginies aus
Australien und anderer Staemme treffen sich, um den
Widerstand gegen die Bergbaufirmen zu verbreitern. Vor
allem der Britisch-Australische Konzern Rio Tinto wird
verantwortlich gemacht fuer Zwangsumsiedlungen von
Anwohnern. Umweltzerstoerung und Neokolonialismus.
aufgenommen: 14. November 1998
Quelle: Philippine Daily Inquirer, 14.11.98
Indonesien
13.11.98
Strassenschlacht in Jakarta; Flughafenbesetzung in Ujung
Pandang u.a.
530
Am letzten Tag der Sondersitzung der noch aus
Soeharto-Zeit stammenden "Beratenden Volksversammlung"
demonstrierten mehr als 100 000 Stundenten und - wie
alle Berichterstatter bestaetigen - viele "normale Leute"
in Jakarta. Es kam es wieder zu Zusammenstoessen zwischen
Demonstranten, Militaers (30 000 Soldaten sind in Jakarta
aufmarschiert). Das Militaer schoss scharf auf die
Studenten. Auch die Pro-Volksversammlungsgruppe ist
wieder bewaffnet aufmarschiert, musste sich aber wiederum
mit Anwohnern auseinandersetzen. Die Angaben ueber die
Anzahl der Toten reicht von fuenf bis neun. Mehr als
Hundert Studenten sind im Krankenhaus. Gestern waren
bereits ein Student und ein Polizist umgekommen.
In Ujung Pandang, auf Sulawesi, haben einige hundert
Studenten den Flughafen besetzt. Sie protestieren damit
gegen die Sondersitzung der "Beratenden
Volksversammlung" in Jakarta. Sie fordern, dass ihnen
Fluege zur Verfuegung gestellt werden, um in Jakarta
mitdemonstrieren zu koennen.
In Solo besetzten 500 Menschen das Gebaeude des Radio
Republik Indonesia. In Purwokerto demonstrierten
"Hunderte", ebenso in Semarang.
aufgenommen: 13. November 1998
Quelle: Kompas online, Jakarta Post, Bernas, BBC News,
South China Morning Post, CNN, 13.11.98
Taiwan
12.11.98
Arbeiterdemo
529
Mehr als 2000 Arbeiter demonstrierten in Taipei, fuer
mehr Rechte fuer Blue-Collar Arbeiter, u.a. fuer eine
Arbeitslosenversicherung. Auch eine Gruppe
Ex-Prostituierte nahm an der Demo teil. Ihnen war im
letzten Jahr die Lizenz entzogen worden,. Seitdem
kaempfen sie gegen dieses Berufsverbot.
aufgenommen: 13. November 1998
Quelle: Hong Kong Standard, 13.11.98
Indonesien
12.11.98
Weitere Proteste gegen Parlamentssitzung
528
Eine Demo von 10 000 Studenten versuchte, zum
Parlamentsgebaeude vorzudringen. Polizei und Militaer
hinderten sie mit Traenengas und Wasserwerfern daran.
Auch Gummigeschosse wurden eingesetzt. Mindestens 10
Studenten wurden verletzt. Dabei hatte sich vorher
Armeechef General Wiranto noch fuer das harte
Durchgreifen der Sicherheitskraefte bei den gestrigen
Protesten entschuldigt.
aufgenommen: 12. November 1998
Quelle: BBC News, 12.11.98
China
11.11.98
Investorenprotest
527
200 von einer Investmentfirma betrogene Anleger
demonstrierten in Beijing gegen die offizielle
Berichterstattung ueber ihre monatelangen Proteste.
Tausende von chinesischen Arbeitern hatten ihre
Lebensersparnisse bei Xinguoda Futures angelegt.
30%Zinsen pro Monat waren ihnen versprochen worden.
Im August hatte die Investmentfirma dicht gemacht, das
Geld der Anleger war futsch. Seitdem fanden beinahe
taeglich Sitzstreiks der Anleger statt. Wegen aehnlicher
Faelle war es im September auch in Zhengzhou und Xinhui
zu Massenprotesten gekommen.
aufgenommen: 12. November 1998
Quelle: South China Morning Post, 12.11.98
Thailand
9.11.98
Caddieprotest (s. 513)
526
200 Caddies haben Vertreter der Bangkoker
Stadtverwaltung mit Steinen und Flaschen beworfen, um
diese am Betreten des umstrittenen Golfplatzes zu
hindern. Die Leute der Stadtverwaltung wollten drei
kleine Bruecken bauen, als ersten Schritt der Umwandlung
des Platzes in einen Park.
aufgenommen: 12. November 1998
Quelle: The Straits Times interactive, 12.11.98
Indonesien
11.,10.11.98
Um die "Beratende Volksversammlung"
525
Gestern demonstrierten einige tausend StudentInnen;
die Hauptattraktion aber bildete eine mit Bambusspeeren
bewaffnete Pro-Volksversammlungsgruppe ("Pam
Swarkarsa"), mehrere hundert Mitglieder gross. Sie
bedrohten vor allem die Anwohner des Viertel rings um
das Versammlungsgebaeude, die zum Gucken da waren.
Zweimal kam es zu Auseinandersetzungen. Nach
Verhandlungen durften die Leute von Pam Swarkarsa
abziehen, wobei sie ihre Waffen an die Sicherheitskraefte
und die Anwohner abliefern mussten; die Anwohner
garantierten, sie nicht anzugreifen.
Heute gaben Soldaten Schuesse in Luft ab und setzten
Schlagstoecke ein, um eine Studentendemonstration daran
zu hindern, zum Versammlungsgebaeude vorzudringen.
aufgenommen: 11. November 1998
Quelle: BBC News, Kompas online, 11.11.98
Hong Kong
10.11.98
Streik bei Garfield
524
Die Belegschaft von Chaifa Holdings, dem Vertreiber
von Playboy und Garfield Kleider und Accessoirs in Hong
Kong und der VR China fuehrte einen Sitzstreik durch.
Die Firma hat die 20 ArbeiterInnen und Angestellten
entlassen, nachdem sie mit einer dritten Lohnkuerzung
nicht einverstanden waren. Sie will auch keine
Abfindungen zahlen, weil die Beschaeftigten wegen
"mangelnder Arbeitsleistung" entlassen worden waeren.
Begruendung: sie haetten zu den Verhandlungen
Gewerkschaftsvertreter mitgebracht.
aufgenommen: 11. November 1998
Quelle: South China Morning Post, 11.11.98
Philippinen
10.11.98
Verletzte bei Abrissvon besetzten Haeusern
523
Bei einem erneuten Versuch, auf dem ehemaligen
Militaergelaende Fort Bonifacio Haeuser abzureissen (siehe
495), gab es 2 verletzte Polizisten, als eine
Handgranate ueber ihren Koepfen explodierte. Die Polizei
schlug sich mit dem Abriss-Team, nachdem dies auf die
Haeuser geschossen hatte, um die Bewohner zu vertreiben.
Die Bewohner, meist ehemalige einfache Soldaten und
ihre Familien, hatten das Gelaende verbarrikadiert,
Reifen angeuendet und das Abriss-Team mit Steinen, Glas
und anderem beworfen.
aufgenommen: 11. November 1998
Quelle: Philippine Daily Inquirer, 11.11.98
Indonesien
10.11.98
Demos wegen Parlamentssitzung
522
Militaer und Polizei haben in Jakarta eine Demo von
tausenden Studenten gehindert, zum Parlament zu ziehen.
Bei der Sondersitzung der Beratenden Volksversammlung
werden vom 10.- 13.11. verschiedene Gesetzesaenderungen
beraten: Datum der naechsten Wahl; das Wahlsystem;
Abschaffung des Dreiparteiensystems; Aufhebung des
Wahlkampfverbots auf dem Lande; Verkuerzung einer
Praesidentenamtszeit auf zwei Jahre; Beschraenkung der
Notstandsvollmachten; die politische Rolle des Militaers.
Es hat in der letzten Zeit zahlreiche Proteste gegen
diese Sondersitzung gegeben, da die meisten
Parlamentsabgeordneten noch aus der Zeit des
Soehartoregimes stammen und diesem loyal waren/sind.
Es kam heute zu Zusammenstoessen zwischen Anti- und
Pro-Regierungsdemonstranten. Gestern wurde eine Uni,
die als Hochburg des Protestes gilt, von ca. 200
Steineschmeissern angegriffen.
aufgenommen: 10. November 1998
Quelle: Bbc News, 10.11.98
Indonesien
8.11.98
Gefaengnisausbruch
521
107 Gefangenen des Staatsgefaengnis in Palembang
(Suedsumatra) ist die Flucht gelungen, nachdem vier
Waerter ueberwaeltigt wurden. Bis zum Abend waren nur drei
der Geflohenen wieder geschnappt worden. Der
Massenausbruch ist der dritte in diesem Jahr auf
Sumatra.
aufgenommen: 10. November 1998
Quelle: The Straits Times interactive, 10.11.98
Eine Webseite von WELT IN UMWAeLZUNG
Mannheim-Ludwigshafen
18. November 1998
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