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[A-Infos] 15. März: Internationaler Protesttag gegen Polizeibrutalität.

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Jan 9, 2000, 3:00:00 AM1/9/00
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A - I N F O S N E W S S E R V I C E
http://www.ainfos.ca/
________________________________________________

> 15. März: Internationaler Protesttag gegen Polizeibrutalität.
>
> Dieser internationale Solidaritaet-und Protesttag findet seit 1997
> statt, auf Initiative des schweizer Kollektivs « Drapeau Noir » (Die
> schwarze Fahne ), mit der Hilfe von COBP (Bürger/innen gegen
> Polizeibrutalität) in Montreal/Kanada. Seitdem ist der Internationale
> Protesttag Gegen Polizeibrutalitaet (IPGP) ein Erfolg. Im Jahre 1997
> haben mehr als 50 Gruppen in 14 Ländern an diesem Ereignis
> teilgenommen. Das Datum des IPGP, der 15. März, wurde ausgewählt, weil
> 2 Kinder im Alter von 11 und 12 Jahren an diesem Tag von der schweizer
> Polizei geschlagen wurden.
>
> Dieser Polizeibrutalitaet denunzierende Tag ermoeglicht die Gruendung
> und Verstaerkung der Verbindungen zwischen den Gruppen, die weltweit
> direkt und indirekt gegen diese staatlische Brutalitaet kaempfen. Er
> schaefft eine internationale Solidaritaet , die angesichts der
> weltweit kollaborierenden und aeusserstgut organisierten Polizei
> unbedingt notwendig ist. Die von dem IPGP dargestellten Solidaritaet
> spielt eine wichtige Role in der Entwicklung der Denunziation der
> Polizeibrutalitaet. Sie bringt Gruppe und Individien ans Licht, die
> wegen ihrees Engagement in diesen Kampf taegliche verfolgt sind.
>
> Naehmlich uebertritt das Verfolgungwerkzeug des Staates, sein
> Vollbeauftragter, die Polizei, ueberall und alle Augenblick die
> Gesetze, die sie angeblich anwenden lassen muesste. Sie missbraucht
> ununterbrochen ihre Vollmachten und sie vermehrt die Unfaelle
> straflos. Die Polizei beobachtet, quaelt, einspert, foltert,
> ermoerdert und zielt auf die Unerwuenschtenklasse der Gesellschaft :
> Arme, Farbige, Obdachlose, Immigranten, "Sexworkers", politische
> Aktivisten , engagierte Studenten, organisierte Arbeiter und alle
> Außenstehenden .
>
> Der generalen Verschlechterung der Lebensbedingungen und der
> unvermeindlichen Armlosigkeitserhoehung entgegen investieren die
> Regierungen ins Polizeiamt, damit die Ordnung und Sozialfrieden um
> jedem Preis herrschen. Gegen diese faschistwerdende Gesellschaft,
> laden wir Sie an diesem Protesttag teilzunehmen ein.
>
> Was kann man am 15. März 1999 unternehmen? Bis jetzt gab es folgende
> Veranstaltungen: Straßentheater, Wandmalerei, Publikationen,
> Demonstrationen, Konferenzen, Plakataktionen, Workshops, Austellungen,
> Radio-und Fersehsendungen, kuturelle Feiern. Einige Gruppen haben
> mehrere Aktionen vorbereitet andere habne Koalition gebildet. Jedes
> Kollektif, jeder Mensch entscheidet seine Aktionmitteln in
> Abhängigkeit von der politischen Lage des jeweiligen Landes, der
> Durchführbarkeit bestimmter Aktionen, Verfügbarkeit finanzieller
> Mittel usw. Der Schlüssel ist unsere Fantasie, unsere Kreativitaet.
>
> Die Gruppen, die an diesem Ereignis teilgenommen haben, kritisieren
> nicht nur die Polizeibrutalität, sondern sie agieren auch gegen weiße
> Vorherrschaft, Genozid, Patriarchat, Heterosexismus, Kapitalismus, den
> Staat, usw.
>
> Die meisten Gruppen haben eine Tendenz zum Anarchismus und
> zum Antiautoritarismus. Obwohl diese Tendenzen keine notwendigen
> Bedingungen für die Teilnahme sind, würde eine Partei oder staatliche
> Organisation der Öffentlichkeit einen schlechten Dienst leisten, wenn
> sie versuchen würde, diese Aktion politisch auszunutzen. Dieser
> Aktionstag sollte so weit wie möglich dezentralisiert bleiben, damit
> die Entscheidungen für einzelne Aktionen bei den Gruppen, Kollektiven
> und Einzelpersonen liegen.
>
> Es ist unser Ziel, aus diesem Tag einen dezentralisierten, globalen
> Protesttag zu machen. Allerdings hatten wir einige Schwierigkeiten bei
> der Beantwortung aller Anfragen. Zum Teil führten Sprachprobleme zu
> Mißverständnissen. Manche glaubten, wir würden Flugblätter und
> Prospekte bereitstellen. Unser vorrangiges Ziel ist jedoch unsere
> Botschaft zu verbreiten. Obwohl wir uns freuen würden, anderen Gruppen
> und Einzelpersonen zu helfen, sind wir hauptsächlich damit
> beschäftigt, eine Veranstaltung in Montreal vorzubereiten.
>
> Daher liegt es an den jeweiligen Gruppen und Einzelpersonenen selbst
> zu entscheiden, wie sie diesen Protesttag in ihrer Gemeinschaft
> organisieren wollen. Staatliche Gewalt mit Solidarität und Kreativität
> anprangern Einige sehen diesen internationalen Protesttag gegen
> Polizeigewalt als ein einzelnes Ereignis, das die wirklichen Probleme
> dieser Welt nicht löst.
>
> Unser Kampf hat keine Grenze! Organisieren wir den IPGP!
>
> Einige Gruppen sind möglicherweise nicht in der Lage, genau an diesem
> Tag eine Aktion zu organisieren. Falls also dieses Datum nicht
> eingehalten werden kann, sollte der Termin jedoch so nah wie moeglich
> am 15. März orientiert sein. Wenn Sie koennen oder wollen nicht
> teilnehmen, geben Sie bitte die Nachricht weiter.
>
> Es steht Ihnen frei, diesen Text zu übersetzen. Sie können uns über
> E-mail oder per Post erreichen. Wir freuen uns über ihre Fragen ueber
> COBP und Kommentare.
>
> adresse: COBP c/o La Librairie Alternative 2035 St-Laurent 2ième étage
> Montréal, Québec Montréal, Québec Kanada H2X 2T3 E-mail Adresse :
> seah...@odyssee.net oder co...@hotmail.com und fuer Deutsch
> pippi...@hotmail.com

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