Wieder einmal haben sich die Rechtsstaaten der EU von der Rechts-
sprechung und Verantwortung gedrueckt. Als es hiess, Israel in der
UN, wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verurteilen,
haben die EU-Staaten mit "Nein" gestimmt. Die Resolution ist dennoch
verabschiedet worden. Als Demokraten muessen sie diese Entscheidung
respektieren und mittragen. Die Nein-Stimme begruendete man damit,
die Resolution sei einseitig. Die wahre Begruendung muesste jedoch
lauten, "durch die Einschuechterung zionistischer Propaganda, durch
den erhobenen Finger und die Erinnerung sowie Einsetzung des Geistes
des Holocaust als Druckmittel (siehe Norman Fineklstein u.a.),
musste die Entscheidung der EU so ausfallen". Einen Gefallen tut
die EU Israel hiermit nicht. Im Gegenteil, solches Verhalten staerkt
die grenzenlose Machtarroganz und Ueberheblichkeit israelischer
Politik und Politiker.
Diese Politik wird Israel - irgendwann - zum Verhaengnis werden.
Man muesse wissen, niemand, aber auch niemand, kann ein Volk gegen
seinem Willen unterdruecken und ihm seiner legitimen und elementar-
sten Rechte verweigern.
Die Europaeer sollten nicht den Wuenschen Israels und USA ent-
sprechend handeln. Sie sollten nicht nur sympthomatisch behandeln,
sondern nach Ursachen fragen und suchen, erst dann behandeln, wenn
sie ueberhaupt gewillt sind, mit zu helfen, dort einen Frieden zu
schaffen.