Bitte um Fax-Aktion Göttingen, den 21.11.99
Obwohl Yenga Manguai und seine deutsche Freundin heiraten wollen, ist
Yenga am Donnerstag, den 18.11.99 in der Ausländerbehörde Osterode
verhaftet worden und ins Abschiebegefängnis nach Wolfenbüttel verbracht
worden. Dort wartet er nun auf seine Abschiebung in den Kongo.
Der letzte Lagebericht des Auswärtigen Amtes scheint ein Signal für die
Ausländerbehörden gewesen zu sein, Abschiebungen in den Kongo wieder
aufzunehmen, trotzdem sich an der Situation dort nichts geändert hat.
Bitte protestiert gegen die drohende Abschiebung und fordert die
sofortige Freilassung aus der Abschiebehaft! Schickt Faxe an die
Ausländerbehörde Osterode, Herr Müller, 05522/960349.
Sehr geehrter Herr Müller,
wie wir erfahren haben, beabsichtigt die Ausländerbehörde Osterode Yenga
Manguai demnächst abzuschieben. Ungeachtet der Tatsache, dass Yenga
Manguai und seine deutsche Freundin heiraten wollen und dass er zwei
Kinder in Deutschland hat, soll eine Abschiebung in den Kongo erfolgen.
Außerdem ist die Lage im Kongo nach wie vor von Unruhen und
bürgerkriegsähnlichen Zuständen unter einem Diktator geprägt, der
systematisch gegen tatsächliche oder vermeintliche Oppositionelle
vorgeht. Der UN-Sonderberichterstatter spricht von willkürlichen
Verhaftungen, ethnischen Säuberungen und einer gleichgeschalteten
willkürlichen Justiz. Das Auswärtige Amt rät nach wie vor von Reisen in
den Kongo ab. Für die Abschiebung von Flüchtlingen scheint all dies
keine Rolle zu spielen.
Wir protestieren aufs Schärfste gegen die Abschiebung von Yenga Manguai
und fordern Sie auf, seine sofortige Freilassung zu veranlassen.
Mit freundlichen Grüßen