The Luther Bible (German: Lutherbibel) is a German language Bible translation by the Protestant reformer Martin Luther. A New Testament translation by Luther was first published in September 1522, and the completed Bible, containing a translation of the Old and New Testaments with Apocrypha, in 1534. Luther continued to make improvements to the text until 1545. It was the first full translation of the Bible into German that used not only the Latin Vulgate but also the Greek.[5]
Neu war mit dem Septembertestament die einzigartige Reihenfolge der neutestamentlichen Bücher: Luther hat die von ihm weniger geschätzten Bücher (Hebräer-, Jakobus- und Judasbrief sowie Offenbarung) ans Ende verschoben. De facto äußert sich diese Umordnung aber dadurch, dass der Hebräer- und Jakobusbrief nun zwischen dem 3. Johannesbrief und dem Judasbrief zu finden sind, da Judas und Offenbarung bereits vorher den Schluss des NT-Corpus gebildet haben. Die Lutherbibel ist die weltweit einzige Bibel mit dieser Reihenfolge.
Im Laufe der Jahrhunderte haben sich zahlreiche bekannte Persönlichkeiten mit Hochachtung über die sprachlich-literarische Leistung bei der Erstellung der Lutherbibel geäußert, darunter auch solche, die dem Luthertum oder auch dem christlichen Glauben insgesamt nicht zugeneigt waren. Zwei Beispiele mögen dies belegen:
Barockmusiker machten Texte aus der Lutherbibel zur Grundlage ihrer Kompositionen. Ein Beispiel dafür sind die Psalmen Davids (1619) von Heinrich Schütz. Er interpretierte dabei Luthers Bibelprosa mit den Mitteln des italienischen Madrigals.
Durch das Herumtragen der Bibeln im Alltag konnten diese zu einer Art evangelische Reliquien werden. Bekannt ist etwa die Nürtinger Blutbibel, Eigentum eines 1634 von spanischen Soldaten ermordeten Pfarrers. Das Buch gelangte mit Blutflecken und Degenspuren 1787 in die Bibliothek des Herzogs Karl Eugen.[87]
Schon Luther hatte zum Zweck der Leserlenkung zahlreiche Verse, die Kernstellen,[92] im Druck hervorgehoben: ein Alleinstellungsmerkmal unter den deutschen Bibeln. In Halle übernahm man diese Besonderheit der Lutherbibel, aber man markierte jetzt andere Stellen und aus einem anderen Grund: zeitlos gültige Worte, die den Leser direkt ansprechen sollten.
Die Textfassung und Grammatik der Lutherbibel hatten sich im Gegensatz zu der sich entwickelnden deutschen Sprache seit dem 16. Jahrhundert kaum verändert. Trotzdem hatte sich das Problem der in Details voneinander abweichenden Ausgaben der verschiedenen Bibelgesellschaften allmählich verschärft, und auch Druckfehler waren keine Seltenheit; daher entschied man sich, die Lutherbibel zu revidieren.[115] Mitte des 19. Jahrhunderts vereinbarten die Bibelgesellschaften, eine verbindliche Textfassung der Lutherbibel zu schaffen. 1858 schlugen sie vor,
Die Lutherbibel ist in älterer Textgestalt, darunter in der Revision von 1912, nicht mehr durch das Urheberrecht geschützt und kann daher im originalen Text oder mit einer veränderten Textform nachgedruckt oder in anderer Form weiterverbreitet werden, ohne dass eine Genehmigung erforderlich ist. Der Text dieser Ausgaben wird weiterhin nachgedruckt, z. B. in illustrierten Editionen. Verschiedene Internetportale bieten den Text zum Download an, auch für das Smartphone gibt es Apps. Offiziell war die LB 1912 noch im Jahr 2000 in der Neuapostolischen Kirche in Gebrauch. Viele russlanddeutsche Protestanten benutzen ebenfalls noch diese Ausgabe.[117] Der Verlag La Buona Novella Inc. Bible Publishing House gab 1998 und 2009, 2016 und 2017 überarbeitete Ausgaben heraus, die den Textus receptus als Textgrundlage haben. Die Ausgabe von 2017 wird unter dem Namen Luther21 vertrieben.[122] Der Internationale Gideonbund verteilte früher die Lutherbibel mit dem Text von 1984, dann zeitweise Luther21 und seit 2019 eine Ausgabe des Neuen Testaments und der Psalmen auf Grundlage der Lutherbibel 1912, die von Personen aus dem Bibelseminar Bonn überarbeitet wurde.[123]
Das re-revidierte Neue Testament wurde 1984 zum Gebrauch angenommen, war erfolgreich und beendete die langjährige Krise um die Bibelrevision. Die Textgestalt des Alten Testaments in der Lutherbibel von 1984 entsprach (mit kleinen Korrekturen 1975) dem Forschungsstand von 1964.
Anlässlich der 1984er-Revision wurde auch die Schreibung biblischer Namen neu geregelt. Die 1975er-Revision hatte die ökumenische Schreibung biblischer Eigennamen übernommen; die 1984er-Lutherbibel bot bei vielen Namen wieder die traditionelle Form: Nazareth statt Nazaret, Kapernaum statt Kafarnaum, Hesekiel statt Ezechiel, Hiob statt Ijob.
Michael Rohde findet in der revidierten Lutherbibel eine sowohl kraftvolle als auch seelsorgerliche Sprache, und obwohl es ein Reichtum sei, in einer Gemeinde viele Bibelübersetzungen zu gebrauchen, eigne sich diese Ausgabe besonders zum gemeinsamen Lesen.[187]
Einige von anderen Verlagen verwalteten Lutherbibeln verwenden als Textgrundlage eine spezielle, von Frederick Henry Ambrose Scrivener 1881 edierte Ausgabe des Textus receptus, welche auf den Lesarten der englischen King-James-Bibel von 1611 basiert.[122]
Erst 1581 fügte ein unbekannter Drucker in Frankfurt das Comma Johanneum in die kursächsische Normbibel ein, welche ein früher Versuch zur Einigung auf eine einheitliche Textfassung der Lutherbibel war. Es ist nicht bekannt, wer diese Textänderung initiierte. Auch aus welcher und wessen Ausgabe des Textus Receptus der Drucker das Comma entnahm, ist unbekannt, denn verschiedene Editionen enthielten verschiedene Versionen des CJ.
Die Lutherbibel ist die am weitesten verbreitete Bibelübersetzung im deutschsprachigen Raum. Sie hat die Kirche, aber auch Kunst, Musik und Literatur sowie die deutsche Sprache allgemein maßgeblich geprägt.
Aufgrund ihrer langen Tradition zählt die Lutherbibel zu den sprachlich anspruchsvollen Bibelübersetzungen. Sie richtet sich vor allem an Mitglieder der evangelischen Kerngemeinden, die mit dem Luthertext aufgewachsen sind, sowie Leserinnen und Leser mit historischer Bildung und ästhetischen Ansprüchen. Die revidierte Fassung von 2017 ist die offizielle Fassung, die der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) angenommen hat und als maßgeblichen Text zum kirchlichen Gebrauch empfiehlt.
Fast 500 Jahre gibt es die Lutherbibel nun schon. Doch damit die Lutherbibel nicht zum Museumsstück wird, hat man sie immer wieder behutsam an die Erfordernisse und Erkenntnisse der verschiedenen Zeiten angepasst.
Von den sogenannten Senfkornausgaben bis zum Großdruck. Von Paperback bis Goldschnitt. Von Buch bis App. Die Lutherbibel gibt es in ganz unterschiedlichen Formaten, Ausstattungen und Medienformen. Für jeden die passende Ausgabe!
Lutherbibelen er en oversettelse av Det gamle testamente og Det nye testamente fra gresk og hebraisk til tysk, gjort av Martin Luther. Han foretok revisjoner av oversettelsen helt frem til sin død. Etter hans død våget de lutherske kirker ikke å foreta noen endringer i oversettelsen før i annen halvdel av 1800-tallet. Siden da er imidlertid teksten revidert en rekke ganger.
Luther verwendete eine farbige Sprache, passte Sprachbilder dem deutschen Kulturhorizont an und erleichterte durch theologische Zusätze das Verständnis. Die Sprache der Lutherbibel prägte das Frühneuhochdeutsch und wurde damit über die Dialektgrenzen hinaus verstanden.
1863 beschloss die Eisenacher Kirchenkonferenz (ein Zusammenschluss evangelischer Kirchen in Deutschland), eine Revision der Lutherbibel durchzuführen. Der wesentliche Grund war die Frage, wie weit die Sprache Luthers noch der heutigen Sprache des Volkes entspreche.
1892 und 1912 wurden Revisionsfassungen vorgestellt. Doch erst 1984 verabschiedete der Bund evangelischer Kirchen in Deutschland eine revidierte Lutherbibel, die als Kompromiss zwischen Luthers Diktion und einer Anpassung an den aktuellen Sprachgebrauch akzeptiert wurde.
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