Die auf fünf Jahre angelegte Kampagne kommt in Folge einer Welle von Gesundheitsskandalen in China und im Ausland, die das Vertrauen der Konsumenten in die chinesische Lebens- und Arzneimittelindustrie erschüttert hatte.
"Die Garantie der Sicherheit von Lebensmitteln und Medikamenten muss der Ausgangspunkt und das Ziel aller Arbeit seien", heißt es in dem auf der Regierungswebseite (http://www.gov.cn/) veröffentlichten Dokument.
Die Kampagne verspricht, landesweit unerwartete Nebenwirkungen von Medikamenten zu überwachen und mit speziellen Kontrollen 90 Prozent der Lebensmittelhersteller zu kontrollieren. Außerdem sind strikte Kontrollen geplant, um Bauern und andere Produzenten an einer übermäßigen Verwendung von Pestiziden und Additiven zu hindern.
Auf diese Weise sollen zunehmende Sorgen im In- und Ausland in Hinblick auf chinesische Arzneimittel, landwirtschaftliche Produkte, Zahnpasta, Tierfutter und andere Güter des alltäglichen Lebens zerstreut werden.
"Die Kontrolle und Verwaltung der Lebens- und Arzneimittelsicherheit muss im Zentrum der Arbeit an der Basis stehen", heißt es in dem Dokument weiter.
China hat sich in der letzten Zeit viel internationaler Kritik, besonders aus den USA, ausgesetzt gesehen. Kritisiert wurde, dass Exporteure gefälschte Produkte auf den internationalen Markt gebracht haben, die die Gesundheit der Konsumenten gefährdet.
Die USA haben zum Beispiel den Import von Tierfutter aus China verboten, das illegale und manchmal tödliche Zusatzstoffe in einem pflanzlichen Protein enthielt.
Nach den Vereinigten Staaten und einigen lateinamerikanischen Ländern, war Singapur am Mittwoch das letzte Land, das einige chinesische Zahnpastamarken verboten hat, die Spuren eines potentiell gefährlichen Zusatzstoffes enthielten.
Die Kampagne ruft zu Kontrollen in landwirtschaftlichen Regionen, Fabriken und Häfen auf, um zu verhindern, dass potentiell toxische Produkte bis zum Konsumenten gelangen.
Die Beijinger Regierung reagiert damit auf die zunehmenden Ängste im In- und Ausland in Bezug auf die Lebens- und Arzneimittelsicherheit in China.
Ende Mai wurde der frühere Leiter des staatlichen Amtes für Lebens- und Arzneimittelkontrolle, Zheng Xiaoyu, wegen der Annahme von Bestechungsgeldern und Verletzung seiner Amtspflichten zum Tode verurteilt.
Am Mittwoch berichteten Shanghaier Medien, dass die Shanghaier Staatsanwaltschaft ein gemischtes Geschwisterpaar, wegen der Produktion und des Verkaufs von gefälschten Naturkostprodukten im Wert von mehreren Millionen Yuan in Dutzenden von Städten, angeklagt hat.
Die auf fünf Jahre angelegte Kampagne verspricht, dass in den kommenden Jahren "illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von gefälschten und minderwertigen Lebens- und Arzneimitteln effektiv eingedämmt werden." Dieser Text stammt von: http://www.china-guide.de