Chinesische Versicherer dürfen bald im Ausland investieren

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Jo

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Jun 10, 2007, 12:51:18 AM6/10/07
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Chinesische Versicherungsgesellschaften werden schon bald die Genehmigung erhalten, in ausländische Aktienmärkte zu investieren, teilte ein leitender Mitarbeiter der chinesischen Versicherungsaufsicht mit.

"Die Maßnahme ist Teil der Anstrengungen der Regierung, den 'Sektor schrittweise zu deregulieren', sagte Sun Jianyong, Leiter der Abteilung für die Regulierung von Versicherungsfonds.

Die Versicherungsaufsicht wolle den Versicherern zuerst Investitionen in reife Aktienmärkte wie London und New York genehmigen. "Die seit langem erwarteten neuen Regeln über die Investitionen von Versicherern im Ausland, werden in ein oder zwei Monaten veröffentlicht", sagte Sun.

Die Versicherungsaufsicht hatte im Dezember einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, der die Investitionsmöglichkeiten für Versicherer ausweiten und die Renditen aus Investitionen erhöhen soll, um die öffentliche Meinung zu diesem Thema einzuholen.

Unter den neuen Bestimmungen werden die Versicherer die Möglichkeit haben, in ausländische Geldmärkte und festverzinsliche Produkte, Aktien, Optionen, Fonds und Derivate zu investieren.

Die neuen Bestimmungen erlauben den Versicherern Investitionen im Ausland bis zu einer Höhe von 15 Prozent ihres Gesamtvermögens. Bei einem geschätzten Gesamtvermögen chinesischer Versicherungen in Höhe von 1,97 Billionen Yuan (197 Milliarden Euro) könnten bis zu 300 Milliarden Yuan (30 Milliarden Euro) im Ausland investiert werden.

Die Regierung hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um die Investitionskanäle für Versicherer im Ausland auszuweiten, zum Beispiel dürfen sie Geld in Infrastrukturprojekte investieren und Anteile an Handelbanken übernehmen.

"Es wird in diesem Jahr konkrete Fortschritte dabei geben, Versicherern die Gründung von Fondsverwaltungen zu erlauben", sagte Sun.

Die chinesische Bankenaufsicht versucht Kooperationen mit anderen Aufsichten zu etablieren, um Handelsbanken im Rahmen des Programms für Qualifizierte Inländische Institutionelle Investoren (QDII) zu ermöglichen, Geld im Namen ihrer Kunden in ausländische Aktienmärkte zu investieren, sagte Huang Wei, ein Vertreter der Bankenaufsicht.

Im vergangenen Monat hatte die chinesische Bankenaufsicht den Banken erlaubt, in ausländische Aktien und Structured Equity zu investieren, allerdings nur in Märkte, mit denen die chinesische Bankenaufsicht Absichtserklärungen unterzeichnet hat, besonders Hong Kong.

Die Maßnahme wird als Anstrengung zur Förderung der Erträge aus Investitionen gesehen und dazu das QDII Programm attraktiver zu machen.

"Die schrittweise Anhebung des Renminbi und die steigenden Akteinkurse im Inland haben die Entwicklung des Programms behindert", sagt Yin Long, ein leitender Mitarbeiter der Bankenaufsicht.

Die Regierung habe im Rahmen des QDII-Programms bisher 22 Banken eine Gesamtquote von 14,8 Milliarden US-Dollar eingeräumt, sagt Yin. Aber nur 800 bis 900 Millionen US-Dollar würden auch tatsächlich genutzt. Dieser Text stammt von: http://www.china-guide.de

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