In Hinsicht auf die Kapitalisierung liegt die Bank of China auf dem zweiten Platz, heißt es in dem britischen Magazin The Banker, dass für sein jährliches Ranking der 1000 größten Banken der Welt bekannt ist.
Die China Construction Bank, die nach ihrem Börsengang 2005 im vergangenen Jahr das Ranking der chinesischen Banken angeführt hatte, fiel auf den dritten Platz zurück.
Die Agricultural Bank of China, die letzte der großen chinesischen Staatsbanken die immer noch restrukturiert wird, lag auf dem vierten Platz.
Ende 2006 verfügten die vier großen Staatsbanken über ein Kernkapital von 1,29 Billionen Yuan (129 Milliarden Euro), eine Zunahme von 69,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und ein Anteil von 77,7 Prozent am gesamten Kernkapital der 100 Spitzenbanken, heißt es in dem Bericht weiter.
Der Vorsteuergewinn der vier Banken belief sich im letzten Jahr auf 217,9 Milliarden Yuan (21,8 Milliarden Euro), eine Zunahme im Jahresvergleich um 115,1 Prozent und ein Anteil am gesamten Wachstum der Banken von 74,7 Prozent.
"Dies zeigt das ungewöhnlich hohe Wachstum des chinesischen Bankensektors", sagt Stephen Timewell, Herausgeber von The Banker.
Die gemeinsame Gewinnspanne der chinesischen Banken sei auf 16,9 Prozent gestiegen. Im Ranking des Vorjahres waren es noch 15 Prozent. Die Gewinnspanne der 1000 Spitzenbanken der Welt liege bei 22,7 Prozent, sagte Timewell weiter.
Die zweitgrößte Gruppe in dem Ranking waren die 11 börsennotierten Banken unter der Führung der Bank of Communications, die auf dem fünften Platz landete. Die Gruppe hat einen Anteil von 15,1 Prozent am Kernkapital, 19,2 Prozent am Vermögen und 19 Prozent am Gewinn vor Steuern.
Die Guangdong Development Bank und die China Everbright Bank waren in dem Ranking nicht enthalten, da sie seit 2003 keine vollständigen Finanzergebnisse mehr vorgelegt haben, sagte Timewell weiter.
Einige neue Banken haben ihren Weg in die Spitze der Liste geschafft, darunter zum Beispiel die Beijing Rural Commercial Bank und die Bohai Bank, die den 14. und den 19. Platz belegten.
Städtische Handelsbanken bildeten unter den 100 Banken mit 65 Instituten die größte Gruppe, trugen aber nur zu 5,4 Prozent des Kernkapitals, 5,6 Prozent des Vermögens und 4,6 Prozent der Gewinne vor Steuern aller Banken bei.
"Das neue Ranking zeigt die Dynamik und die wachsende Reife des chinesischen Bankensektors, die dringend notwendig sind, wenn die Wirtschaft ihr gegenwärtiges hohes Wachstum beibehalten soll", meint Timewell. "Das Ranking ist außerdem ein wichtiger Schritt für die Offenlegung und Transparenz im chinesischen Bankensystem." Dieser Text stammt von: http://www.china-guide.de