Falls dieses E-Mail nicht korrekt dargestellt werden sollte, verwenden Sie bitte diesen
Link.
|
|
Otto Schenk bei einer Probe für »Der Rosenkavalier«, 2010 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
23. Jänner 2025
KOSTENLOSE STREAMS ALS ANDENKEN
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebes Publikum!
Otto Schenk war für die Wiener Staatsoper mehr als ein Opernregisseur. Er war eine Institution. Unzählige Erlebnisse, Begegnungen und große Theatermomente verbinden ihn mit dem Haus am Ring, seine Liebe zum Metier, seine Leidenschaft, sein Wissen und
seine künstlerische Ehrlichkeit sind legendär. Mehr als 30 Premieren schenkte er dem Haus, von Mozart bis zur Moderne.
Man kann dem Andenken einer solchen Künstler-Persönlichkeit vielleicht nur dadurch gerecht werden, dass man seine Kunst selbst sprechen lässt. Wir haben uns daher entschlossen, eine Gedenkfeier der besonderen Art abzuhalten, aus Wien für die ganze
Opernwelt: Beginnend mit Freitag, 24. Jänner 19 Uhr bis Freitag, 31. Jänner 19 Uhr werden wir insgesamt
sieben Produktionen, die er für die Wiener Staatsoper kreiert hat,
weltweit und kostenlos im Stream zur Verfügung stellen.
Darunter befinden sich legendäre Vorstellungen wie etwa der Rosenkavalier aus dem Jahr 1994 unter der musikalischen Leitung von Carlos Kleiber oder eine Aufführung von Schenks
Meistersingern unter Christian Thielemann aus dem Jahr 2009. Alle Informationen zu den einzelnen Vorstellungen finden Sie in diesem Newsletter.
|
|
»Ich bin ein Detaillist: eine Haltung, ein Gang, die Art, wie sich einer hinsetzt, alles verrät von seiner Biografie mehr als ein Gerede von drei Stunden über das Thema, was er für ein Mensch ist und wo er herkommt. Einer, der in der Nase bohrt, wird
keine gute Erziehung genossen haben – das muss man nicht ausführlich besprechen. Die Biografie vermittelt sich im Detail!«
Otto Schenk
|
|
DIE PRODUKTIONEN IM DETAIL
|
|
Maria Nazarova & Bogdan Volkov in »L’elisir d’amore«, 2022 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Gaetano Donizetti
L'ELISIR D'AMORE
Aufführung aus 2022
Es ist ein warmes, südliches Licht, in das Otto Schenk seine Liebestrank-Inszenierung taucht: Hier wird jene rührende Liebesgeschichte von Adina und Nemorino erzählt, die seit jeher zu Donizettis größten Erfolgen zählt.
Seit der Premiere ist die Produktion beim Publikum ein Renner, mit liebevoller Hand zeichnet Otto Schenk die heitere Handlung nach. Es singen u.a. Maria Nazarova, Bogdan Volkov, Davide Luciano und Alex Esposito. Dirigent: Gianluca Capuano.
|
|
Szenenfoto »Die Fledermaus«, 2024 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Johann Strauß
DIE FLEDERMAUS
Aufführung aus 2024
Sie ist die berühmteste Operette der Welt, seit der Uraufführung 1874 in Wien und international ein Hit:
Die Fledermaus. Brillant und leicht werden Witz und Lüge gemixt, bürgerliche Fassaden zum Einsturz gebracht. Und musikalisch jagt ein Ohrwurm den nächsten. Otto Schenks Inszenierung gehört seit der Premiere 1979 zur Wiener Silvestertradition:
schwungvoll, burlesk, immer auf dem Punkt – und immer mit einem scharfen Blick in die Seelen der Figuren. Die Aufführung 2024 brachte einen neuen, sensationellen Frosch – der zugleich ein enger Freund Otto Schenks war: Michael Niavarani. Weiters zu erleben:
Georg Nigl, Hulkar Sabirova, Wolfgang Bankl, Daria Sushkova, Jörg Schneider, Clemens Unterreiner; Dirigent: Bertrand de Billy.
|
|
Szenenfoto »Fidelio«, 2016 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Ludwig van Beethoven
FIDELIO
Aufführung aus 2016
Viele sehen in Fidelio – mit dem apotheotischen Schlussjubel, der die Ideale der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit verherrlicht –
die Freiheitsoper schlechthin. Visionär zeigt Beethoven, dass Glaube, Liebe, Hoffnung aus dem Kleinen ins Große wirken – und selbst politische Systeme ins Wanken bringen können. Otto Schenks Inszenierung aus dem Jahr 1970 zeichnet
das überbordende Glück der Befreiung aus der Unterdrückung durch das einfache, aber ungemein wirkungsvolle Bild einer sich öffnenden Zugbrücke nach. »Es ist ein Jubel, wie er in der Opernliteratur in dieser Länge und Intensität kaum existiert.
Bei der Premiere hatten alle Chormitglieder Tränen der Rührung in den Augen«, erzählte der Regisseur später. Unter der musikalischen Leitung von Peter Schneider sangen u.a. Klaus Florian Vogt, Anja Kampe, Evgeny Nikitin und Stephen Milling.
|
|
Barbara Bonney & Anne Sofie von Otter in »Der Rosenkavalier«, 1994 © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger
Richard Strauss
DER ROSENKAVALIER
Aufführung aus 1994
Es gibt exemplarische Produktionen, die den Zauber, das Wesen und den Grundton eines Werkes bis ins letzte Detail einfangen. Eine solche Inszenierung ist die
Rosenkavalier-Arbeit von Otto Schenk. Liebevoll erforscht er die Herzensregungen der Figuren, lässt sie ganz Mensch, ganz plastisch sein. Keine Schwarz-Weiß-Bilder, sondern unendlich viele Farben, zwischen Melancholie, stürmischer
Verliebtheit und reschem Humor. Dazu mit Carlos Kleiber einer der größten Dirigenten der Operngeschichte sowie eine außergewöhnliche Besetzung – man darf von einer Sternstunde sprechen! In der legendären Vorstellung erlebt man u.a. Felicity Lott, Kurt Moll,
Anne Sofie von Otter, Gottfried Hornik, Barbara Bonney, Heinz Zednik und Waldemar Kmentt.
|
|
Jonas Kaufmann & Anja Harteros in »Andrea Chénier«, 2018 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Umberto Giordano
ANDREA CHÉNIER
Aufführung aus 2018
Frankreich, rund um die Französische Revolution: Der revolutionär denkende Dichter Andrea Chénier gerät in die Fänge der Schreckensherrschaft Robespierres und wird als Konterrevolutionär verdächtigt. Sein Schicksal ist eng verwoben mit jenem der jungen
Adeligen Maddalena Coigny sowie mit jenem des ehemaligen Kammerdieners Gérard: beide Männer lieben Maddalena, sie wiederum Chénier. Am Ende wartet der Tod: Gemeinsam besteigen Andrea Chénier und Maddalena Coigny das Schafott. Jonas Kaufmann singt die Partie
des Dichters und tritt dabei in die Tradition großer Namen wie Bergonzi, Bonisolli, Corelli, Di Stefano, Domingo, Carreras, Pavarotti, Botha: war das Werk doch stets auch eine »Tenor-Oper«. An seiner Seite sind Anja Harteros als Maddalena und Roberto Frontali
als sein Widersacher Carlo Gérard zu erleben. Es dirigiert Marco Armiliato.
|
|
Szenenfoto »Die Meistersinger von Nürnberg«, 2018 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Richard Wagner
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
Aufführung aus 2008
»Ich habe diese Oper zum ersten Mal gehört, als ich zwölf Jahre alt war, und sie hat mich gefangengenommen und geradezu in Trance versetzt. Plötzlich habe ich gewusst, worum es im Theater mit Musik geht: dass man nämlich die Sorgen der
Menschen, die singen, versteht.« So erzählte Otto Schenk über seine erste Begegnung mit den
Meistersingern. Das Werk begleitete ihn viele Jahre, 1975 inszenierte er die Wagner-Oper im Haus am Ring, fast 80mal erklang die Produktion. Die musikalische Neueinstudierung im Jahr 2008 unter Christian Thielemann geriet zum
grandiosen Erfolg, Namen wie Johan Botha, Falk Struckmann, Ricarda Merbeth, Adrian Eröd und Michael Schade lassen die Herzen von Opernfreundinnen und -freunden höher schlagen.
|
|
Szenenfoto »Das schlaue Füchslein«, 2016 © Wiener Staatsoper / Michael Pöhn
Leoš Janáček
DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN
Aufführung aus 2016
Mit der Staatsopern-Erstaufführung von Leoš Janáčeks
Das schlaue Füchslein im Jahr 2014 kehrte Otto Schenk nach mehr als 25 Jahren als Regisseur einer Neuproduktion an die Wiener Staatsoper zurück. Er sei verliebt in das Stück, schilderte er immer wieder – und alle Beteiligten
denken gerne an die kleinen Schauspielmomente im Probenprozess zurück, in denen Otto Schenk die Tiere der Handlung plastisch skizzierte. Erzählt wird die Geschichte einer kleinen Füchsin, die bei Menschen aufwächst, in die Freiheit flieht, im Wald ihr Glück
findet – und ihr Leben lassen muss. In verspielten Bildern zeigt Schenk das Leben im Wald und zeichnet lebhafte Tiercharaktere. Unter Dirigent Tomáš Netopil singen u.a. Chen Reiss, Roman Trekel und Hyuna Ko.
|
|
IN MEMORIAM OTTO SCHENK
Alle oben genannten Streams stehen Ihnen kostenlos von Freitag, 24. Jänner 19 Uhr bis Freitag, 31. Jänner 19 Uhr unter folgendem Link zur Verfügung:
|
|
Wir wünschen Ihnen viel Freude mit den Erinnerungen an einen wahrlich großen Künstler.
Ihr Team der Wiener Staatsoper
|
Die WIENER STAATSOPER AUF
|
Unterstützen Sie die Wiener Staatsoper
GeneralsponsOren der Wiener Staatsoper
Hauptsponsor NEST
|
Wiener Staatsoper GmbH © 2025
Alle Rechte vorbehalten.
Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie mit der Wiener Staatsoper in Kontakt stehen oder Newsletter abonniert haben.
Die Wiener Staatsoper ist mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet.
|
|