Betrugsfall
Heros - die unglaubliche Geschichte
Von Olaf Jahn und Mathew D. Rose, ddp
Die Ära des Geldtransportgeschäfts Heros ist eine Geschichte von Aufstieg und
Fall, von Geiz und Gier, von Ignoranz und Behörden-Versagen. Am Ende haben
Heros-Manager 540 Millionen Euro veruntreut. Der Beziehungsstreit um ein kleines
Mädchen bringt die Ermittler auf die heiße Spur eines der größten
Betrugsskandale der deutschen Nachkriegstgeschichte.
BERLIN. Der 17. Februar 2006 ist für große deutsche Handelskonzerne, Banken und
Versicherer ein Schock. Ermittler verhaften den Chef von Heros, des größten
deutschen Geldtransportunternehmens, Karl-Heinz Weis, und mit ihm drei seiner
Manager. Schnell wird bekannt: Bei Heros sind einige hundert Millionen Euro an
Kundengelder veruntreut worden. Die Insolvenz steht bevor. Bei Heros-Kunden wie
Rewe, Tengelmann oder der Deutschen Bank versuchen beunruhigte Manager
festzustellen, wie viel Geld sie verlieren könnten. Die Mannheimer Versicherung
fürchtet angesichts der bei ihrem Kunden Heros veruntreuten Summen hohe
Verluste. Die Bundesbank prüft, ob die Geldversorgung des deutschen Handels noch
gesichert ist. An diesem Tag fliegt einer der größten Betrugsskandale der
deutschen Nachkriegsgeschichte auf. Enthüllt wird das schier unfassbare
Kriminalstück nicht wegen misstrauischer Kunden, penibler Wirtschaftsprüfer oder
besonders aufmerksamer Kriminalbeamter. Der Grund dafür, dass der Heros-Betrug
aufgedeckt wird, ist ein sechsjähriges Mädchen.
Dessen Mutter, Verena Seidel*, ist 28 Jahre alt und Geldzählerin in einer
Heros-Niederlassung in Viersen. Dort arbeitet sie eng mit ihrer Freundin Saskia
Born*, einer langjährigen Führungskraft, zusammen. Born hat früh gemerkt, dass
in dem Unternehmen etwas nicht stimmt, dass Top-Manager in großem Stil Geld der
Kunden veruntreuen. Seitdem greift auch sie zu, jahrelang. Sie baut ein Haus,
fährt neue Autos, leistet sich teure Reisen. Auf Fragen nach ihrem auffälligen
Wohlstand sagt sie meistens, eine Oma oder ein Opa sei gestorben, sie habe
geerbt oder auf dem Dachboden der Verschiedenen Geld oder Schmuck gefunden.
Unter Kollegen heißt es: "So viele Omas und Opas kann doch niemand haben."
Verena Seidel sagt dazu nichts. Schließlich hat sie von ihrer großzügigen
Freundin einfach mal so 30 000 Euro geschenkt bekommen.
Dann treibt Born es im Jahr 2004 zu weit. Als ein Mitarbeiter ihr Büro betreten
will, ist die Tür verschlossen; von innen tönt es: "Moment, ich habe eine
Laufmasche." Kurz darauf tritt Born aus der Tür. Mehrere Kolleginnen können
durch die Maschen ihres Strickpullovers sehen, dass sie einen prallgefüllten
Geldsack darunter versteckt hat. Diese Plumpheit geht selbst für
Heros-Verhältnisse zu weit. Ihr Chef Manfred Diel, der selbst tief in die
Kundenkassen greift, entlässt sie. Prompt erpresst Born ihre Chefs: 500 000
Euro, oder sie packe aus. Die Heros-Führungsgruppe hat keine Wahl. Wie in einem
schlechten Krimi fahren Heros-Chef Weis, der Viersener Filialleiter Diel sowie
sein Hamburger Kollege Reimer Weingertner zum verabredeten Treff an einer
Autobahnraststätte bei Viersen. Aus einer geparkten Limousine heraus beobachten
Weis und Diel, wie Weingertner der Erpresserin das Geld überreicht.
Kurz darauf bekommt deren Freundin Verena Seidel Ärger im Betrieb und denkt an
Kündigung. Als Born das hört, sagt sie angeblich prompt: "Aber mit leeren Händen
gehst du nicht." Sie ermutigt Seidel dazu, die Heros-Chefs ebenfalls zu
erleichtern. Und so schreibt Seidel einen simpel formulierten ("Guten Tag Herr
Diel, . . . ich kenne die Lage von Viersen und Hamburg. Ich weiß auch, was
überall rausgezogen wird. Ich bin ja nicht dumm"), aber wirksamen Brief an ihren
Chef. Nach einem kurzen Treffen sind die Konditionen klar: Seidel soll 150 000
Euro erhalten, zahlbar in zehn Monatsraten. Geld ist für die Heros-Manager kein
Problem, schließlich bewegen sie täglich bis zu 600 Millionen Euro. Hauptsache
Seidel schweigt.
Der Deal funktioniert. Jeweils zum Monatsanfang fährt die Geldzählerin - mit
ihrem Mann als Beschützer - auf den Parkplatz des Schnellrestaurants "Route 66"
in Viersen und holt sich das Geld ab. Alles scheint perfekt geregelt. Doch dann
macht sie einen schwerwiegenden Fehler: Sie beginnt ein Verhältnis und trennt
sich im Herbst 2004 von ihrem Mann. Die beiden einigen sich darauf, dass ihr
Kind, eben jenes sechsjährige Mädchen, den Vater regelmäßig sehen darf. Bald
darauf allerdings hat der Vater das Gefühl, dass die Besuche seiner Tochter bei
ihm blockiert werden. Damit ist seine Schmerzgrenze überschritten. Er zeigt
seine Frau wegen Erpressung an. Es ist der 19. Mai 2005.
Jetzt beginnen die Ermittlungen, über die schließlich die Ermittlungskommission
Money (EK Money) das Heros-Betrugssystem aufdeckt. Sie führen zum raschen
Zusammenbruch des Unternehmens, zum bitteren Ende einer Geschichte von Aufstieg
und Fall, von Geiz und Gier, von Ignoranz und Behörden-Versagen. Am Ende haben
Heros-Manager 540 Millionen Euro veruntreut. Recherchen des Handelsblatts und
der Nachrichtenagentur ddp belegen, das Geldschiebereien in dem Unternehmen
schon vor knapp 20 Jahren begonnen hatten und bereits 1990 erstmals aufgedeckt
wurden - ohne Konsequenzen für die Firmengruppe und ihren Chef Weis.
Sein Aufstieg beginnt 1978. Weis arbeitet, nach Volksschulabschluss und
kaufmännischer Ausbildung, als Verkäufer in einer VW-Niederlassung in Hannover,
als er die Idee hat, nebenberuflich ein Wachschutzunternehmen zu gründen: Die
Heros Sicherheitsdienste GmbH. Nach einigen kleineren Aufträgen erhält Weis Ende
der 70er-Jahre den Auftrag, mit seinen Leuten das Atom-Zwischenlager in Gorleben
zu bewachen. Ein Millionengeschäft. "Weis hat sich dort absolut engagiert. Der
stand bei Demonstrationen sogar selbst mal mit dem Gummiknüppel in der ersten
Reihe", erinnert sich ein früherer Mitarbeiter.
Mit diesem Umsatz im Rücken expandiert Heros. Die Firma fasst in Hamburg Fuß,
arbeitet für das Hotel Atlantik, den Heinrich-Bauer-Verlag und die Vereins- und
Westbank. Dieses Institut beauftragt Heros Mitte der 80er-Jahre schließlich auch
mit den ersten Geldtransporten. Weis gründet in Hannover zwei seiner späteren
Kernunternehmen, die Heros Transport GmbH und die Heros Verwaltungs GmbH. Die
Firmengruppe wächst rasant. "Der Mann war einfach überzeugend, ein
hervorragender Verkäufer, der viele Menschen um den Finger wickeln konnte",
erklärt ein Ex-Mitarbeiter den Erfolg.
Und Weis greift zu, wo es nur geht. Als in Hamburg 1986 das gut aufgestellte
Geldtransportunternehmen Borchert zusammenbricht - dort waren größere Beträge
verschwunden, und die Versicherung entzog der Firma die Deckung - suchen
Supermarktketten händeringend einen neuen Partner. Weis nutzt die Chance und
sichert sich neue Aufträge. "Innerhalb kurzer Zeit hatten wir 26 Panzerwagen und
Handelsketten wie Spar, Coop und Edeka in Hamburg, Schleswig-Holstein und Teilen
Niedersachsens als Kunden", berichtet ein damaliger Mitarbeiter. Bald darauf
seien noch die großen Rewe-Märkte in Schleswig-Holstein hinzugekommen. Und noch
einen Erfolg verzeichnet Weis: Die Vereins- und Westbank Hamburg vertraut Heros
seine gesamte Hauptkasse an. Allein dadurch hat das Unternehmen täglich 60
Millionen Mark in seiner Hamburger Filiale und war damit stets liquide.
Das war wichtig, denn ausgerechnet in dieser Zeit des Aufbaus beginnen offenbar
die Veruntreuungen. Weis hatte Betriebskosten, Steuernachforderungen,
Diebstahlsschäden und andere Kosten nicht einkalkuliert. Immer wieder fehlt ihm
Geld, und er greift in Kundenbestände. Die Lücken schließt er später wieder mit
frischen Einnahmen. Weis hat schon zu dieser Zeit fast alle Kernfiguren des
heutigen Heros-Skandals um sich versammelt. Die inzwischen verhafteten Manager
Bernd Köller und Reimer Weingertner waren damals einfache Geldtransportfahrer
und Wachleute.
1990 fliegen die Heros-Tricksereien zum ersten Mal auf. Einer großen
Handelskette fehlen mehrere hunderttausend Mark. Das Geld ist weder auf den
Konten der Landeszentralbank, noch findet es sich bei Heros. Der Hamburger
Heros-Filialleiter Werner Kreuzer* bittet nach seinen Erinnerungen Weis, die
Polizei einzuschalten, der lehnt ab. Man einigt sich mit dem Leiter der Kette
darauf, die Sache ohne Polizei zu regeln. Kurz darauf hat die Handelskette
plötzlich mehr Geld auf dem Konto als verlangt, dann wiederum fehlen erneut
einige zehntausend Mark. Jetzt rechnet Kreuzer sämtliche Geldbestände durch.
Sein Fazit: Rund 260 000 Mark sind verschwunden. Zur gleichen Zeit stockt die
Geldversorgung der Vereins- und Westbank. Dort vermissen die Verantwortlichen 30
000 Mark und schalten ihre Revision ein. Es kommt zu einem Krisentreffen der
Banker mit den Heros-Managern. Nach Erinnerung Kreuzers geht es dabei "hoch
her".
Die Bank fordert Konsequenzen in der Geschäftsführung. In einem denkwürdigen
Gespräch zwischen Weis und seinem Filialleiter sagte der Firmenchef deshalb nach
Kreuzers Angaben: "Einer von uns muss gehen. Besser du gehst, denn ich habe alle
Bankvollmachten." Ohne ihn würde die Firma deshalb nicht überleben.
Kurze Zeit darauf erhält Kreuzer einen Anruf eines Mitarbeiters der
Heros-Versicherung. Der Mann will wissen, was in dem Unternehmen genau geschehen
sei? Kreuzer schildert ihm die Geldentnahmen, die Lücken in den Beständen und
fragt, was die Versicherung zu tun gedenke? Die Antwort ist so frappierend, dass
er sie noch heute auswendig wiedergeben kann. Der Mann habe ihm gesagt: "Wissen
Sie, diese Summe ist für uns Peanuts." Heros sei für die Versicherung ein so
großer Kunde, dass es sich nicht lohne, ihn wegen insgesamt knapp 300 000 Mark
zu riskieren.
Ein fatales Verhalten, das den späteren Millionen-Skandal erst mit ermöglicht.
Bis zu diesem Punkt ist der Fall Heros ein typisches Beispiel für Veruntreuungen
durch kriminelle Geldtransporteure. "Solche Betrugsfälle gibt es leider immer
wieder. Da geht ein Motor kaputt, und für die Reparatur nimmt der Chef Geld aus
der Kasse. Dann werden die Summen größer, aber die Täter haben immer die Idee,
das Geld ja wieder zurücklegen zu wollen", erklärt Wieland Kaiser, Chef des
Berliner Sachverständigenunternehmens Pro Secur. Wirklich gefährlich werde es,
"wenn die Kunden sich nicht darum kümmern, nicht reagieren. Dann fühlt sich der
Täter sicher, und die Spirale der Geldentnahmen dreht sich immer schneller, mit
immer höheren Beträgen".
Im Fall Heros reagiert offenbar niemand ernsthaft. Die Handelskette arbeitet mit
der Gruppe ebenso weiter wie die Vereins- und Westbank. Bei dem in der
Hypo-Vereinsbank aufgegangenen Institut sind nach Angaben eines Sprechers über
diese Vorgänge keine Informationen mehr verfügbar.
Die scheinbare Erfolgsstory geht weiter. Mit Dumpingangeboten erobert Heros
Marktanteile. Konkurrenten werden teils um 60 Prozent unterboten. Gewerkschaften
hält Weis aus seiner Gruppe heraus; sein Vertrauter Köller droht Betriebsräten
schon mal, sie "fertig zu machen", wenn sie ihr Engagement nicht aufgäben. Die
Löhne liegen oft unter Tarif.
Heros eröffnet immer mehr Filialen und Cashcenter in Westdeutschland. Viersen
wird - neben der Verwaltungszentrale in Hannover und dem zur Heros-Gruppe
gehörenden Geldbearbeitungszentrum Nordcash in Hamburg - zu einem
Schlüsselstandort des Unternehmens. Der dortige Filialleiter Diel betreut unter
anderem die Rewe-Gruppe, einen der wichtigsten Kunden. Auch Lidl,
Karstadt-Quelle und Schlecker gehören schließlich zu den Heros-Kunden. Vor allem
Großkunden wie Rewe haben sich scheinbar bis zuletzt eine Frage nie ernsthaft
gestellt: Wieso kann dieser Anbieter so viel billiger sein als die gesamte
Konkurrenz? "Da haben viele einfach nur auf das Geld geschaut", meint der
Experte für Risikomanagement und Inhaber Unternehmensberatung Ascopert, Henryk
Konhäuser. "Vielen Kunden fehlte im Grunde die nötige Sensibilität und ein
internes Frühwarnsystem, das gezielte Nachfragen verlangt hätte."
Und der Gesetzgeber hat keine Prüfungen von Geldtransportunternehmen
vorgeschrieben. Saldenprüfungen, bei denen die Buchungs- und Zahlungsabläufe
genau nachvollzogen werden, sind im Geld- und Werttransport noch unbekannt. Die
Versicherer lassen lediglich die Einhaltung von Sicherheitsstandards bei
Geldcentern und Fahrzeugen überprüfen. Die Heros-Konten bleiben tabu.
Frei von kritischen Nachfragen und wirksamen Kontrollen entsteht ein ausuferndes
Schneeballsystem. Heros zahlt die Tageseinnahmen seiner Kunden nach dem Zählen
oft nicht, wie vereinbart, am nächsten Tag zu deren Gunsten bei der
Landeszentralbank ein. Das Geld fließt nur verzögert weiter. Den Kunden wird
dies mit Verkehrsstaus, defekten Zählmaschinen oder erkranktem Personal erklärt.
Durch den Trick stauen sich in dem Unternehmen gewaltige Bestände. Aus diesem
Pool verschwindet Geld. Die entstandenen Lücken auf den Konten des Kunden A
werden verspätet mit dem Geld des Kunden B gestopft. Manchmal überweist Heros
das Geld auch vereinbarungsgemäß auf Treuhandkonten bei der Bundesbank. Auf
diese Konten hat Heros allerdings auch Zugriff. Und so fertigt Heros
Scheinrechnungen über angebliche Dienstleistungen für Kunden und lässt sich als
angebliche Bezahlung hohe Beträge wieder zurücküberweisen. Diese betrügerischen
Geldflüsse gehen in die Bücher ein und erhöhen den angeblichen Jahresumsatz.
Sogar Mehrwertsteuer bezahlt Heros darauf. Die offizielle Buchführung wirkt
stimmig.
Intern läuft das System spätestens seit dem Jahrtausendwechsel aus dem Ruder.
Die Fehlbestände werden immer größer. Ein großer Teil des veruntreuten Geldes
wird offenbar benutzt, um Löhne zu bezahlen und die Dumpingpolitik des
Unternehmens zu finanzieren. Gleichzeitig aber fließen erhebliche Beträge in
Privatschatullen. Immer mehr Mitarbeiter bemerken fragwürdige Geldentnahmen der
Manager. In Viersen lässt sich Manfred Diel öfter Geldsäcke, so genannte
Safebags, aus dem Zählraum in sein Büro bringen, mal mit 5 000, mal mit 100 000
Mark. Ein für Branchenkenner unglaublicher Vorgang: "Meine Mitarbeiter würden
sich weigern, mir Geld in mein Büro zu bringen. Allein der Wunsch wäre
höchstverdächtig", betont ein mittelständischer Unternehmer. Doch bei Heros geht
offenbar fast alles. Der inzwischen inhaftierte Diel schleppt nach eigenen
Angaben insgesamt bis zu zehn Millionen Euro aus dem Unternehmen.
Auch der Hamburger Filialleiter Weingertner kommt immer wieder zu Diel, um Geld
abzuholen. Die Mitarbeiter wissen, wann er im Anmarsch ist: Immer dann, wenn
sich Diel einen großen braunen Umschlag aus dem Büroschrank holt. Diese
Umschläge füllt Diel nach Beobachtung von Kollegen regelmäßig mit Geldscheinen.
Weingertner holt sich Umschläge ab, mal 50 000, mal 250 000 Euro. Einmal wundern
sich Bürokräfte, warum Diel mit einem prall gefüllten Umschlag das Gebäude
verlässt. Kurz darauf sehen sie von einem Toilettenfenster aus, wie Diel zu dem
PKW Weingertners geht, sich auf den Beifahrersitz setzt und ihm den Umschlag
übergibt. Weingertner braucht privat viel Geld. Er ist ein notorischer Spieler.
Bei Heros herrschen teilweise chaotische Zustände. Mitarbeiter bemerken, dass
Überwachungskameras in Zählräumen nicht funktionieren, ein Wachmann findet
zwischen alten Müllbeuteln einen mit Banknoten gefüllten Geldsack, eine
Sekretärin entdeckt solch einen Sack im Eisfach eines Kühlschranks. Zur
Euro-Umstellung wird die Lage noch unübersichtlicher. Teilweise werden
Geldtransporte in ungesicherten Privatwagen gefahren. Einer dieser Wagen holt
sechs Kisten mit jeweils rund fünf Millionen Mark ab. Das Geld soll zur
Landeszentralbank gebracht werden. Dort aber kommen nur fünf Kisten an. Eine ist
verschwunden und taucht nie wieder auf. Heros-Manager haben eine Schichtleiterin
im Verdacht, die Kiste beiseite geschafft zu haben.
Aber sie können nichts tun. Längst sind sie erpressbar geworden, weil zu viele
Angestellte von den illegalen Geldentnahmen wissen. Wenn sie einen Diebstahl
anzeigen, droht der ganze Skandal aufzufliegen.
Dennoch gerät Heros bereits im Jahr 2001 ins Visier von Ermittlern. Beim
Bundeskriminalamt in Meckenheim erscheint im November ein Mann, der Hinweise auf
die Millionenunterschlagungen hat. Wie in einem Groschenroman bringt der
menschliche Faktor die Heros-Führung in Gefahr. Der Informant, Heinz Fritsch*,
ist jahrelang mit seinem Freund Kurt Zepplin*, einem gelernten Schlosser, und
dessen Frau Vera gut befreundet. Man trifft sich, grillt und feiert zusammen.
Dann fängt Vera 1995 bei Heros an, und nach und nach verändert sich die
Freundschaft. Plötzlich hat das Paar Geld, viel Geld. Kurt kann sich ein neues
Motorrad leisten, Vera eröffnet eine Gaststätte, die Freunde kaufen ein
Zweifamilienhaus, fahren ständig neue Autos und leisten sich eine teure
Einbauküche.
Beim Grillen gibt es jetzt öfter Lachs statt Steaks, Wein statt Bier. Es kommen
ganz andere Leute, und Fritsch hat irgendwann das Gefühl, dass er seinen alten
Freunden nicht mehr gut genug ist. Das verletzt. Und so meldet er sich beim
Bundeskriminalamt und berichtet den Beamten, was ihm sein Freund Kurt über die
Herkunft seines plötzlichen Reichtums erzählt hatte. Er berichtet über
umfangreiche Gelddiebstähle und Unterschlagungen bei Heros. Und er nennt Namen
der Beteiligten. Unter anderem Manfred Diel, den Viersener Filialleiter, und
dessen Hamburger Kollegen Reimer Weingertner.
Er weiß sogar, dass Diel mehrfach nach Osteuropa, angeblich sogar nach
Afghanistan gereist sei. Darum habe er sich an das BKA gewandt: aus Sorge, dass
Millionensummen in die Hände von Terroristen gelangen könnten. Das BKA ermittelt
und stellt fest: Ein terroristischer Hintergrund ist nicht feststellbar, das Amt
nicht zuständig. Der Fall landet Anfang 2002 bei der Staatsanwaltschaft
Mönchengladbach. Die beauftragt die Kriminalpolizei in Viersen mit den
Ermittlungen. Und dort schildert Fritsch im März detailliert, was er von seinem
Freund Kurt über massive Veruntreuungen bei Heros weiß. Fritsch redet sogar
explizit von einer "Art Schneeballsystem". Spätestens hier hätten bei den
Beamten nach Einschätzung erfahrener Ermittler "sämtliche Alarmglocken schrillen
müssen, weil bei Schneeballsystemen praktisch immer die Firmenchefs am Betrug
beteiligt sind".
Die Kripo ermittelt auch. Aber Anzeigen aus der Heros-Gruppe wegen
Unterschlagung und Veruntreuung liegen nicht vor. Am Firmensitz in Hannover
fragen die Ermittler erfolglos nach: Es gebe keine Hinweise auf Diebstähle.
Firmenchef Weis sagt zu, die Vorgänge untersuchen zu lassen. Später überreicht
er der Polizei ein Gutachten aus dem Jahr 1997, das keine entsprechenden
Beanstandungen enthält. In dem Bericht ist allerdings auch vermerkt, dass nicht
gezielt auf Unterschlagungen geprüft worden sei. Dennoch: Die Staatsanwaltschaft
stellt die Ermittlungen ein.
"Ein Skandal, ein klassisches Versagen auch der Staatsanwälte", urteilt ein
führender deutscher Ermittler in Sachen Wirtschaftskriminalität. Die Beamten
hätten "Finanzermittlungen in Gang setzen, die Konten prüfen und Buchprüfer an
die Bilanzen setzen müssen. Dann wären sie dem Betrugssystem auf die Spur
gekommen." Und zwar schon vor vier Jahren, als der Schaden bei Heros nach
Schätzung von Insidern erst rund 100 Millionen Euro betragen haben dürfte.
Ein Versagen, das den Staat über die so genannte Staatshaftung teuer zu stehen
kommen könnte. "Solche Amtspflichtverletzungen der Beamten führen nach meiner
Meinung zum Schadensersatz. Laut Bürgerlichem Gesetzbuch haften Beamte für
Schäden, die sie anderen zufügen. Das ist hier offenkundig durch Unterlassung
geschehen, und zwar grob fahrlässig", sagt der Berliner Wirtschaftsrechtler
Hans-Peter Schwintowski von der Humboldt-Universität.
Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach gibt zu dem damaligen Verfahren keine
Auskünfte, um, so ein Sprecher, um "die weiteren Ermittlungen nicht zu
gefährden".
Heros kann so weiter expandieren. Immer dichter wird sein Standortnetz, immer
besser die technische Ausstattung. Gleichzeitig bleiben die Preise extrem
niedrig. Die Konkurrenz überschlägt die Personal- und Betriebskosten, vergleicht
sie mit den Heros-Preisen und kommt zu dem Ergebnis: Der Marktführer kann - wenn
überhaupt - allenfalls das Geld für die Gehälter verdienen. Sein Gesamtgeschäft
muss Millionenverluste bringen. "Wir wussten, dass da etwas stinkt. Aber wir
hatten keine Beweise. Und Karl-Heinz Weis war mit Klagen schnell bei der Hand",
berichtet ein Mittelständler.
Konkurrenten beauftragen Detektive mit Recherchen. Sie versuchen auch, Einblick
in die Heros-Jahresabschlüsse zu bekommen. Doch bis auf eine Ausnahme hat Heros
seine Zahlen nicht - wie vorgeschrieben - im Handelsregister veröffentlicht.
Aufforderungen des Gerichts ignoriert die Gruppe und lässt sich auch durch
Strafzahlungen nicht beeindrucken. Geld war ja genug in den Tresoren. Hilflos
schreibt der zuständige Rechtspfleger an einen Konkurrenten: Gegen den
Geschäftsführer laufen "bereits Ordnungsgeldverfahren wegen der Jahresabschlüsse
für 1999 bis 2002. Es wurden bislang schon fünfstellige Beträge festgesetzt und
auch vollstreckt. Herr Weis leistet Zahlung, reicht jedoch keine
Jahresabschlüsse ein."
Nach einer EU-Richtlinie müssen die Jahresabschlüsse zwingend vorgelegt werden.
EU-Staaten müssen dafür sorgen, dass diese Richtlinie wirksam umgesetzt wird.
"Das hat die Bundesrepublik nicht gemacht. Sie hat es versäumt, harte und
wirksame Sanktionen, bis hin zur Verhaftung der verantwortlichen Geschäftsführer
in das Gesetzbuch aufzunehmen", sagt Wirtschaftsrechtler Schwintowski.
Überhaupt scheint sich das Weis-Imperium in rechtsfreien Räumen zu bewegen.
Offensichtlich um die Kundengelder kontrollierter bewegen zu können, versucht
Weis im Jahr 2003 in Hamburg, die Finanzdata GmbH zu gründen. Einziger
Gegenstand des Unternehmens ist laut Gesellschaftsvertrag "das
Finanztransfergeschäft". Dafür ist eine Zulassung des Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) notwendig. Die erhält die Finanzdata
nicht. Das Amtsgericht Hamburg verweigert dem Unternehmen daher auch Eintragung
als GmbH ins Handelsregister.
Die Heros-Manager stört das nicht. Sie lassen die Finanzdata dennoch als GmbH
firmieren und präsentieren sie in Werbefilmen und Unternehmensbroschüren.
Heros-Manager Gunar Ierasts sagt Journalisten ganz unbefangen, dass Finanzdata
"die komplette Abwicklung der Geldbearbeitung übernimmt". Selbst Verträge
schließt die Finanzdata GmbH ab. Heros-Chef Weis schafft Fakten.
Das Weis-Imperium kann auch deshalb weiter bestehen, weil viele Großkunden sich
wenig darum scheren, wenn sie ihr Geld verspätet erhalten. Sie kassieren dafür
bis zu elf Prozent Strafzinsen. Das lohnt sich. Allein Rewe soll dadurch im Jahr
2003 rund vier Millionen Euro eingenommen haben. Wie Heros sich solche Kosten
leisten kann, fragt offenbar niemand. Zur Sicherheit hat Firmenchef Weis auch
noch einen Rewe-Manager (Spitzname: Papi) milde gestimmt: Mit Bargeldzahlungen,
mit "Dienstwagen", mit Urlauben in Südeuropa. Das Geld holt er sich auch bei dem
Viersener Filialleiter Diel, dem er klagt: "Papi" wolle wieder Geld haben. Gegen
den Rewe-Manager ermittelt die Staatsanwaltschaft heute wegen des Verdachts der
Bestechlichkeit.
Erstaunlich ist, dass auch die Mannheimer Versicherung, deren Kunde Heros seit
1991 ist, offenbar ebenso wenig beunruhigt ist wie der Versicherungsmakler
Marsh. Dabei beschreibt Bernd Schäfer vom Versicherungsmakler Atlas in einem
Fachartikel bereits 2003 in anonymisierter Form, was bei Heros vorgeht. Für
Insider muss klar sein, wer gemeint ist. Die Versicherung vertraut einem
Gutachten aus diesem Jahr, das die Sicherheitsstandards der Bargeldtransporte
als gut bewertet.
Heros-Chef Weis kann sich bis Anfang 2005 sicher fühlen. Dann allerdings kündigt
Schlecker den bestehenden Vertrag, und Weis bemerkt, wie brenzlig es werden
kann, wenn Heros einem Großkunden plötzlich hohe Millionenbeträge aushändigen
muss. Irgendwann in diesem Zeitraum scheinen Heros-Manager eine Aktion
"Abendsonne" zu planen und sich auf die Zeit nach Heros vorzubereiten.
Mittel zum Zweck ist eine in Bratislava ansässige Firma namens FYA Solution.
Über sie wickeln Heros-Manager nach Vermutung von Ermittlern Scheingeschäfte mit
Fahrzeugteilen ab, um Millionen ins Ausland zu schleusen. Über das Konto der FYA
Solution fließen allein 2005 gut fünf Millionen Euro. Davon profitieren deren
Gesellschafter: Unter anderem Bernd Köller und die Frau des Heros-Chefs, Ingrid
Weis. Was der Heros-Chef und seine Vertrauten nicht ahnen: Bald nachdem die FYA
Solution aktiv wird, bringt der Mann der Geldzählerin Verena Seidel die
entscheidenden Ermittlungen ins Rollen.
FYA Solution könnte sich für Weis gleich in doppelter Hinsicht als ein
entscheidender Fehler herausstellen. Bisher haben die Ermittler keinen Zugriff
auf Vermögenswerte seiner Familie, da der Firmenchef offiziell praktisch nichts
besitzt. Villen und Grundstücke im In- und Ausland gehören sämtlich seiner
Frau - mit der lebt er in Gütertrennung. Doch wegen ihrer Rolle bei der FYA
Solution wird nun auch gegen Ingrid Weis ermittelt. Reichen am Ende die Beweise
für ein betrügerisches Vorgehen aus, hat die Staatsanwaltschaft mit einem Schlag
Zugriff auf große Teile des Weis'schen Vermögens.
Gleichzeitig ist eine Kernverteidigungslinie des Heros-Chefs bedroht. Er
behauptet bisher, er habe sich nicht selbst bereichert. Sein Anwalt Bertram
Börner erklärte: "Das Geld ist ganz überwiegend in das Unternehmen geflossen."
Angeblich um das Unternehmen und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu
erhalten. Diese Argumentation könnte im Zusammenspiel mit seinen Geständnissen
zu einem deutlich reduzierten Strafmaß führen. Doch die FYA-Konstruktion legt
nach Ansicht von Ermittlungsexperten "den Verdacht nahe", dass Weis sich
persönlich bereichern wollte.
Diese Vermutung nähren auch jene 60 Fahrzeugschlüssel und Fahrzeugpapiere, die
Beamte bei der Durchsuchung der Weis-Villa in Hannover fanden. Sie gehörten
nicht nur zu etlichen Mercedes-Limousinen und Geländewagen, sondern auch zu
besonders exklusiven Luxuskarossen, darunter: fünf Bentleys, drei Ferraris, ein
Lotus und ein Porsche 956. Die Flotte ist zum großen Teil auf die Frau des als
Autonarr bekannten Weis zugelassen.
Heros-Chef Weis und Köller wollte zu den Vorwürfen keine Stellung nehmen, die
Anwälte von Diel und Weingertner reagierten auf Anfragen nicht. Die
Staatsanwaltschaft Hannover will die Anklage gegen diese vier Hauptbeschuldigten
noch im Spätsommer vorlegen. Dann wird öffentlich ein Skandal verhandelt, der
wohl nur deshalb schon aufgeflogen ist, weil ein sechsjähriges Mädchen ihren
Vater nicht besuchen durfte.
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* Namen geändert.
>grins< Willkommen in der Bananenrepublik Deutschland
Schön das mal so ausführlich zu lesen, kannte ich bisher nur grob.
Der Hammer eigentlich.
Dazu kommt noch.dass die BaFin vor ein paar Jahren diesen
Geldtransportmarkt
regeln wollte mit Standards, Regeln Zulassungen und so weiter.
Das haben die nach einiger Zeit dann sein gelassen weil (interne
Aussage)
die fast keinem Unternehmen dann ne Zulassung hätten geben dürfen und
der
komplette Geldverkehr zusammengebrochen wär. Also hat man lieber ganz
schnell
weggeschaut und gebetet dass nix passiert.
Und wer bezahlt jetzt die Zeche?
Erstmal bleibt alles bei der Münchner Rück hängen
und dann zahlen wir alle über höhere Prämien.
Olli
> Hi Heabeat,
>
Sechs Monate nach dem spektakulären Betrugsskandal bei der
Geldtransportfirma Heros wird die Branche von einem neuen Untreuefall
erschüttert. Bei der Essener Sicherheits- und Geldtransportfirma
Arnolds wurden Firmengelder in Höhe von rund 16,5 Millionen Euro
unterschlagen, wie die Polizei Essen mitteilte. Die beiden
Geschäftsinhaber - Vater und Sohn - hätten sich am Dienstagabend bei
der Staatsanwaltschaft Essen freiwillig gestellt und ein Geständnis
abgelegt.
Die beiden 61 und 39 Jahre alten Männer seien ebenso wie der
46-jährige Geschäftsführer vorläufig festgenommen worden und
würden noch im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt. Gegen die
Verantwortlichen der privaten Sicherheitsfirma mit mehr als 2000
Mitarbeitern an Standorten in Nordrhein-Westfahlen und Hessen ermittle
die Staatsanwaltschaft bereits seit Anfang Juni, sagte der Essener
Oberstaatsanwalt Wilhelm Kassenböhmer. Die Ermittler kamen Arnolds
durch eine Anzeige eines Insiders auf die Spur.
Für Anfang September seien Durchsuchungen geplant gewesen, denen die
Männer zuvorkamen, indem sie sich stellten. Woher das Geld stammt, sei
noch unklar, sagte Kassenböhmer. "Es liegen noch keine Anzeigen von
angeblich geschädigten Kunden vor."
Schuld daran haben nach Ansicht von Branchenexperten Kunden, die
offenbar ohne Risikobewusstsein immer den billigsten Anbieter
beauftragt haben. Sie müssen sich ebenso wie die Versicherer fragen
lassen, ob sie die GWT-Firmen ausreichend überprüft haben.
Doch die maroden Grundlagen sind woanders zu finden. Der GWT-Markt ist
außerhalb der Branche jahrzehntelang geflissentlich ignoriert worden.
Obwohl dieser hochsensible Bereich zum Kern des deutschen Geldverkehrs
gehört, gibt es keine strengen Qualitätskriterien für diejenigen,
die hier als selbstständige Unternehmer aktiv werden wollen. Eine
Gewerbeerlaubnis einschließlich eines begrenzt aussagekräftigen
IHK-Unterrichtungsnachweises genügt. Nachweise der Befähigung, ein
Unternehmen zu führen, sind nicht notwendig.
Das ist hochriskant in einem Umfeld, in dem viele Firmen klein und vor
allem inhabergeführt sind. Sie haben im Zweifelsfall wenig Reserven,
um die Folgen von Dumpingpreisen aufzufangen. Und für den
verunsicherten Besitzer eines von der Pleite bedrohten Unternehmens mag
der Griff in die Kasse unwiderstehlich erscheinen. Er kann das Geld ja
- so häufig die Vorstellung - später wieder zurücklegen. Genau so,
mit dem fehlenden Geld für Autoreparaturen oder für die Anschaffung
neuer Sicherheitseinrichtungen, haben die meisten bekannt gewordenen
Skandale begonnen. Doch die Täter konnten das Geld eben nicht
zurücklegen. Stattdessen mussten sie sich immer häufiger aus der
Kasse bedienen.
Auch wenn es für die vielen seriösen GWT-Unternehmer eine
zusätzliche Last wäre: Die Eingangsbedingungen müssen laut
Branchenexperten schärfer gefasst werden, auch zum Schutz der
ehrlichen Anbieter. Gleichzeitig müsse der Gesetzgeber dafür sorgen,
dass die Unternehmen regelmäßig von Sachverständigen überprüft
werden. Im Fall Heros etwa hatte es jahrelang keine Kontrollen gegeben.
Kunden und Versicherer hatten nicht darauf bestanden, eine gesetzliche
Pflicht gibt es nicht. Dabei können Sachverständige, wie bei Arnolds
geschehen, Unregelmäßigkeiten innerhalb weniger Stunden erkennen.
Schließlich müssen die Unternehmer die Chance erhalten, die
Vergangenheit ihrer Mitarbeiter weiter als bisher (fünf Jahre)
zurückzuverfolgen.
Parallel zu diesen Veränderungen müssen die Kunden der
GWT-Unternehmen endlich erkennen, dass sie diese Firmen nicht weiter zu
ruinösen Konditionen beauftragen dürfen, fordern Branchenexperten.
Nur so könnten sich Bedingungen entwickeln, unter denen der GWT-Markt
seine Reputation zurückgewinnen kann. Daran sollten die Kunden
eigentlich ein erhebliches Eigeninteresse haben. Sie müssen
schließlich mit diesem Markt leben. Eine Alternative gibt es nicht.
ddp.djn/oja/hwa