Wöchentliches Magazin - Jitro

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Unser Wochenabschnitt

Jitro

Lieber Leser,

das zentrale Thema der dieswöchigen Sidra ist Mattan Tora (die Offenbarung der Tora am Sinai), ein Ereignis, das uns alle immer wieder begeistern und anfeuern muss, im Einklang mit dem Dictum des "Alten Rebben", des Begründers des ChaBaD-Lubawitsch-Chassidismus, der die Tora als eine "zeitgemäße" Quelle der Anfeuerung und Belehrung für jeden Juden bezeichnet hat. Das heißt, dass sie besonders maßgebend – "programmierend" – ist für alle Dinge, die sich in der Woche ereignen, während der jeweils die laufende Sidra zur Vorlesung kommt.

In Bezug auf Mattan Tora geht dies sogar noch weiter; hier gilt, dass sie jeden Tag als ein neues Erlebnis anzusehen und zu verstehen ist. Dies findet zum Beispiel seinen Niederschlag in den Worten des Segensspruches über die Tora, den wir täglich im Morgengebet (wie auch beim "Aufruf" zur Tora) aussprechen: "Der uns die Tora gibt", im Präsens; unsere Weisen haben ausdrücklich bemerkt, man müsse die Worte der Tora jeden Tag als "neu" ansehen.

Einer der Grundpfeiler der Zehn Gebote ist das "Ich bin", mit dem sie beginnen, ist doch hierin schon das großartige Prinzip des Monotheismus verdeutlicht. Gerade in jenen Tagen eines weit verbreiteten Götzenkults war der Monotheismus eine außerordentlich revolutionäre Idee. Gerade damals hatte die polytheistische Gedankenwelt Ägyptens die Oberhand; und eben darauf ist dann das zweite Gebot spezifisch gemünzt, worin alle Formen von Götzenkult streng untersagt sind. Den Schluss des Zehnwortes demgegenüber bilden Einschärfungen, die scheinbar offensichtlich und selbstverständlich sind, wie "Du sollst nicht stehlen" usw.

Dieser äußerliche Gegensatz zwischen Anfang und Ende der Zehn Gebote – also die Tiefgründigkeit des Monotheismus auf der einen Seite und die Einfachheit der ethischen und moralischen Gesetze auf der anderen – enthält eine wichtige Lehre.

Erstens: Wahrhaft g-ttesfürchtig ist nicht derjenige, der sich in abstrakten Ideen verliert, sondern derjenige, dessen Wissen um G-tt sein tägliches Leben bestimmt, sogar in den "gewöhnlichen" Angelegenheiten, im Verkehr mit den Nachbarn, in der Rücksichtnahme auf ihr Eigentum, selbst wenn dieses aus einem Ochsen oder Esel besteht.

Zweitens: Die ethisch-moralischen Gesetze, auch solche so offensichtlich wie "Du sollst nicht stehlen" und "Du sollst nicht morden", haben nur dann wirkliche Gültigkeit, und werden nur dann richtig eingehalten, wenn sie auf dem ersten und zweiten Gebot fußen, das heißt also, wenn sie auf die g-ttliche Autorität zurückgehen, auf den einen einzigen G-tt.

Schabbat Schalom


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