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Also das Verhältnis von neuen Threads zu anderen Postings zu Antworten
auf meine Nachrichten beträgt
4 zu 4 zu 11.
Alex
Meines Wissens machte ich nur 2 Crosspostings diesesn Monat (soviel
machte ich vorher pro Halbtag) und mit 24 Beiträgen in 7 Tagen könnte
man sage, es ist Ruhe eingekehrt.
Ich habe nicht ein einziges Kompliment oder ANerkennung erhalten.
Ganz im Gegenteil, sogar Stefan Werner hat mich nur neu kritisiert
(anderer NAme in anderen Gruppen etc)
Alex
Ich find das ganz gut.
Vorher bist du aufgefallen (negativ manchmal) weshalb es natürlich
Kritik hagelte. Auffallen tust du jetzt nicht mehr. Das muss der Grund
sein. Menschen reagieren wenn sie auf etwas treffen oder sich an etwas
stossen, wenn nicht, dann vergessen sie es.
Wenn du dich an die "Konditionen" hältst fällst du nie auf, ausser du
trägst natürlich etwas ausserordentlich interessantes bei, oder bist
anderer Meinung als alle anderen, oder bist gleicher Meinung wie XŸZ,
etc...
Gruss
Casper
> Ich habe nicht ein einziges Kompliment oder ANerkennung erhalten.
> Ganz im Gegenteil, sogar Stefan Werner hat mich nur neu kritisiert
> (anderer NAme in anderen Gruppen etc)
Das ist nicht wahr, ich habe sogar eine Laudatio auf Dich geschrieben
(Im Thread "Stabsübergabe"). Sicher etwas ironisch, aber im Kern doch
ernsthaft anerkennend.
Ansonsten ist es halt tatsächlich so, dass man ab dem Kleinkindesalter
üblicherweise für korrektes Verhalten nicht mehr speziell gelobt wird.
Die wenigsten Poster hier und in anderen NG's loben einander für die
Art, wie sie posten.
So ist es halt nunmal im Leben. Du solltest Dich nicht korrekt
verhalten, um dafür Lob zu kriegen, sondern aus Einsicht, dass das
Zusammenleben (letztlich auch für Dich) angenehmer ist, wenn sich alle
korrekt verhalten. Übertragen auf ch.talk: Die NG wird ein angenehmeres
Medium, wenn alle sich an die Regeln halten.
Ich ahne schon Deinen Einwurf "Aber XY verhält sich doch noch viel
schlimmer!". Antwort: Stimmt. Aber es ist keine Lösung, das
Schlechtverhalten eines anderen durch eigenes Schlechterverhalten
kompensieren oder rächen zu wollen. Das führt nur zu Eskalation des
Schlechtverhaltens.
-stef
Ich wage zu behaupten, dass ihn so oder so kaum mehr jemand wahrnimmt in
dieser NG, er wird nicht mehr gelesen bzw. steckt bei vielen im Filter.
Darum reagiert kaum mehr jemand auf sein gestörtes Verhalten. Ein Besuch
beim Arzt seines Vertrauens wäre eher angebracht als das Posten in einer NG.
Peter
--
Peter Widmer <pwi...@quicknet.ch>
3803 Beatenberg <http://www.pewid.ch>
>
> > Ich ahne schon Deinen Einwurf "Aber XY verhält sich doch noch viel
Nein, meinen Einwurf ahnst du nicht, da sich dieser auf Peter Widmer
beziehen wird.
>
> Ich wage zu behaupten, dass ihn so oder so kaum mehr jemand wahrnimmt in
> dieser NG, er wird nicht mehr gelesen bzw. steckt bei vielen im Filter.
> Darum reagiert kaum mehr jemand auf sein gestörtes Verhalten. Ein Besuch
> beim Arzt seines Vertrauens wäre eher angebracht als das Posten in einer NG.
Da seht ihrs wieder mal:
Kaum bin ich im vernünftigen Rahmen, schon werde ich weiterhin
beschumpfen und beleidigt.
Zähle ich dann noch die Verleumdungen von Willy Lusti und 1x2 WIllows
hinzu, stellt sich ernsthaft die Frage:
"Werde ich mehr schickaniert, wenn ich mich normal verhalte?"
(Also bei der Polizei ist das so: Dieses Jahr wenden Streifenwagen,
die mich sehen, und gucken mich 1 min lang im Schritttempo
vorbeirollend sehr doof an, im Gegensatz zu früher, als ich
dutzendweise Beamte bedrohte. Da wurde ich in Ruhe gelassen.)
> Ich wage zu behaupten, dass ihn so oder so kaum mehr jemand wahrnimmt in
> dieser NG, er wird nicht mehr gelesen bzw. steckt bei vielen im Filter.
> Darum reagiert kaum mehr jemand auf sein gestörtes Verhalten. Ein Besuch
> beim Arzt seines Vertrauens wäre eher angebracht als das Posten in einer
> NG.
Offensichtlich nicht. Bei mir steckt er nicht im Filter, bei Dir auch
nicht, so wie es aussieht. Ich lese nicht alles von allen, aber ich bin
sehr dafür, dass jeder sich äussern darf. Idealerweise unter
Berücksichtigung der Regeln.
Jeden zum Psychiater schicken zu wollen, der sich etwas anders verhält
als der Durchschnitt, ist mit Sicherherit keine Lösung. Erstens gibt es
dafür gar nicht genug Psychiater und zweitens sind
Persönlichkeitsvarianten und dadurch bedingte Verhaltensstörungen nicht
"heilbar", sondern nur -mit z.T. erheblichen Nebenwirkungen- unterdrückbar.
Wer sich selber nicht als krank erlebt und wer andere nicht über Gebühr
belästigt, braucht auch keine Behandlung. Über dass "über Gebühr" kann
man geteilter Meinung sein, aber jedenfalls gehören ein paar unliebsame
Postings kaum zu den Dingen, von denen ein normaler Mensch sich "über
Gebühr" belästigt fühlen sollte.
Ich finde, hier hat sich jemand ganz erheblich in seinem Sozialverhalten
verbessert (soweit es hier sichtbar ist), und dies sollte anerkannt und
nicht kritisiert werden.
-stef
>>> Ich ahne schon Deinen Einwurf "Aber XY verhält sich doch noch viel
>
> Nein, meinen Einwurf ahnst du nicht, da sich dieser auf Peter Widmer
> beziehen wird.
1:0 für Dich :-)
> "Werde ich mehr schickaniert, wenn ich mich normal verhalte?"
Nein.
Du wurdest hier nicht mehr schikaniert. Anlass für diesen Thread war,
dass Du Dich nicht genug beachtet gefühlt hast, oder?
Dagegen gibt es keine Lösung: Niemand hat einen Anspruch darauf, dass
jemand seine Postings liest oder beantwortet.
> (Also bei der Polizei ist das so: Dieses Jahr wenden Streifenwagen,
> die mich sehen, und gucken mich 1 min lang im Schritttempo
> vorbeirollend sehr doof an, im Gegensatz zu früher, als ich
> dutzendweise Beamte bedrohte. Da wurde ich in Ruhe gelassen.)
Nach einem halben Jahr werden sie das Interesse an Dir verlieren und
sich ein anderes Opfer suchen. Wenn Du nicht darauf reagierst,
beobachtet zu werden, wird es ihnen langweilig.
-stef
Nein, er steckt im Filter und offensichtlich muss nun auch das Suject in
den Filter :-) Er wird nämlich nur erkennbar durch die Trollfütterung.
On Mon, 21 Jul 2008, Alex wrote:
> Ich habe nicht ein einziges Kompliment oder ANerkennung erhalten.
*Kopftaetschel* *uebers Haar streichel* hast Du gut gemacht Alex! Super
wie Du das kannst! Das freut die ganze Gruppe! *Hand schuettel*
Ich finds wirklich toll, wenn Du Dich verbessern willst und jetzt
versuchst mit uns zu sein, statt nur zu rebellieren. Aber wie schon Stefan
schrieb, man kriegt dafuer ab Kindergartenalter keine Komplimente und
Anerkennung mehr. Eigentlich ist es schon eine Anerkennung und ein
Kompliment, wenn Du nicht angeraunzt wirst.
Zudem hab ich Dir - leider als einzige - im anderen Thread geantwortet und
Du hast auch nichts dazu geschrieben. Ich bin Dir deswegen aber nicht
boese. Es ist ok, wenn man mal auf etwas nicht antwortet und sich bedankt
oder seine Gedanken dazu einbringt.
Mich wuerds freuen, wenn Du so weiter machst. Und ich bin sicher, Du wirst
aus vielen Filtern rausgeholt und es wird ernsthaft mit Dir diskutiert,
wenn Du so weitermachst. Es macht naemlich auch Spass zu diskutieren. Man
muss letztendlich nicht mal immer derselben Meinung sein.
Gruss Priska
PS: Und Psychiaterbesuche muessen nicht schlimm sein. Schwierig ist es
allerdings einen guten Psychiater zu finden. Meinen kann ich Dir schlecht
empfehlen, zu weit weg. Und ja, ich bin stolz darauf, den Weg zum
Psychiater gegangen zu sein. Er hilft mir in vielen Dingen klarer zu
sehen. Was soll daran falsch sein? Wenn ich mir ein Bein brech geh ich
auch zum Arzt. Warum also nicht, wenn die Seele verletzt ist?
--
Baby's machen eh nur viel Arbeit, sowas brauchts nicht, dazu hat man ja
schon Kompjuter.
fab auf irc.lugs.ch
*gaehn* Abermals nur wieder ein weiterer Versuch von "speak good of me,
speak ill of me, but speak of me!". Ex und Hopp. Wer auf Bauchpinsleten
aus ist, soll sich im naechsten Baumarkt umsehen. Abteilung Malerbedarf.
> *gaehn* Abermals nur wieder ein weiterer Versuch von "speak good of me,
> speak ill of me, but speak of me!". Ex und Hopp. Wer auf Bauchpinsleten
> aus ist, soll sich im naechsten Baumarkt umsehen. Abteilung Malerbedarf.
Soweit waren wir auch schon. Nächster Schritt: Er flippt wieder total
aus, weil ihm das lieb sein ja nichts gebracht hat.
Ja klar. Selbsterfuellende Prophezeiung durch fehlerhafte Parameter
bei der Beurteilung der Realitaet. Mir geht es einfach nicht in den Grind
warum solche Patienten ihr klinisch diagnostiziertes, 'abnormales' Verhalten
nicht besser unter Kontrolle bekommen wenn sie schon selber von sich
wissen (und dies gelegentlich auch zugeben oder sogar als Entschuldigung
vorschieben), dass sie unter einer bekannten Kondition leiden, welche ihre
Beurteilung der Realitaet dermassen fehlerhaft beeinflusst.
Fuer die Aussenwelt sieht's dann einfach nach latenter Zwingligrinditis aus
aber eben... IANAP (gluecklicherweise!) ;-D
Oh, wir hatten doch mal so n nettes Gespräch hier in ch.talk oder so?
Kommst du mal nach Zürich, um mich zu treffen?
(Stefan Heimers und Roman Racine würd ich auch dazu einladen.
Oh wie süss. Darf ich mich auch mal real von dir streicheln
lassen? :-)
> Zudem hab ich Dir - leider als einzige - im anderen Thread geantwortet und
> Du hast auch nichts dazu geschrieben. Ich bin Dir deswegen aber nicht
> boese. Es ist ok, wenn man mal auf etwas nicht antwortet und sich bedankt
> oder seine Gedanken dazu einbringt.
Ja ich weiss.
> PS: Und Psychiaterbesuche muessen nicht schlimm sein. Schwierig ist es
> allerdings einen guten Psychiater zu finden. Meinen kann ich Dir schlecht
> empfehlen, zu weit weg. Und ja, ich bin stolz darauf, den Weg zum
> Psychiater gegangen zu sein. Er hilft mir in vielen Dingen klarer zu
> sehen. Was soll daran falsch sein? Wenn ich mir ein Bein brech geh ich
> auch zum Arzt. Warum also nicht, wenn die Seele verletzt ist?
Nun, ich gehe unregelmässig zum PSychiater, der gleichzeitig Sänger
von Campari Soda ist.
Dr. Dominique Grandjean
On 2008-07-22 23:22:32 +0200, Alex <schwarz...@gmail.com> said:
> Oh, wir hatten doch mal so n nettes Gespräch hier in ch.talk oder so?
>
> Kommst du mal nach Zürich, um mich zu treffen?
Mal schaun. Eigentlich trenn ich ja mein Netzleben von meinem sonstigen.
Ich bin auch nur höchst selten in Züri und bewege, wenn denn doch,
meinen Podex für gewöhnlich auch nur notgedrungenermassen dort hin.
Aber sag doch, wenn du wieder mal so ein Kaffekränzchen steigen lässt,
vielleicht muss ich dann ja sowieso gerade mal nach Züri.
Gruss
Casper
> bei der Beurteilung der Realitaet. Mir geht es einfach nicht in den Grind
> warum solche Patienten ihr klinisch diagnostiziertes, 'abnormales' Verhalten
> nicht besser unter Kontrolle bekommen wenn sie schon selber von sich
Ich kann die eine oder andere Marotte von mir ebenfalls nicht so ohne
weiteres unterbinden. Zum Beispiel den zwanghaften Trieb, immer wieder
in ch.talk zu stöbern.
Aber auch andere. Eine Zeit lang hatte ich einen Kontrollzwang und
musste vor dem Rausgehen immer mehrmals nachsehen, ob wirklich der Herd
aus und ich das Portemonnaie eingesteckt habe....
Die Grenze zwischen "normalem" und "neurotischem" Verhalten ist nunmal
fliessend, und eine feste Grenze zwischen "Gesunden" und
"Geisteskranken" gibt es sowieso nicht - Geisteskrank sind grundsätzlich
immer die anderen.
Für eine Gesellschaft als Ganzes sind darum diejenigen Geisteskrank, die
eine andere Wahrnehmung oder ein anderes Sozialverhalten haben, als die
Mehrheit. Diese gelten als "abormal", was dann stimmt, wenn man als
"normal" die Mehrheit betrachtet. In einer Gesellschaft von Klingonen
würde allerdings einer, der bei uns als normal gilt, als hochgradig
geisteskrank auffallen.
Während man solche Geisteskranke früher erfolglos mit Einsperren,
Elektroschocks, Lobotomie und anderem zur Räson bringen wollte, ist man
heute eher der Meinung, dass niemand eine Behandlung braucht, der sich
weder selber als krank empfindet, noch eine Gefahr für sich oder andere
darstellt.
So oder so: "Persönlichkeitsstörungen" - also die Eigenschaft, eine oder
mehrere mit der Mehrheit inkongruente Persönlichkeitseigenschaften zu
besitzen- sind grundsätzlich nicht heilbar. Es nützt also nichts, solche
Leute, wenn sie einem lästig werden, "zum Psychiater" zu schicken. Der
kann allenfalls dann etwas unterstützendes tun, wenn sie sich selber als
krank erleben. Aber er wird nie bleibenden Erfolg haben.
-stef
Ok, wie wärs mit
Donnerstag, 31.Juli um 17 oder 18 Uhr im Stadtkreis 4?
>Geisteskrank sind grundsätzlich immer die anderen.
Für dä chasch der, grad i dem Zämmehang, es Schnaps i d'Chuchi go nä,
u bi dere Glägeheit no churz kontrolliere, öb de Härd abgsteut isch.
Petar
Jaja ist ja alles schoen und gut, nur steht mein Einwurf immer noch so
wie er formuliert war. Wenn mir schon mein Doktor und der Rest der
Welt immer wieder mitteilt dass ich mich daneben benehme, warum
fange ich nicht irgendwann an in Betracht zu ziehen, dass die vielleicht
alle recht haben koennten? :o)
> Jaja ist ja alles schoen und gut, nur steht mein Einwurf immer noch so
> wie er formuliert war. Wenn mir schon mein Doktor und der Rest der
> Welt immer wieder mitteilt dass ich mich daneben benehme, warum
> fange ich nicht irgendwann an in Betracht zu ziehen, dass die vielleicht
> alle recht haben koennten? :o)
Du ziehst schon in Betracht, aber das nützt nichts.
Wenn Du aufs blauen Meer hinauschaust und jemand sagt Dir "Sieh nur, das
wunderschöne rosarote Meer!", dann hältst Du ihn für einen Spinner. Wenn
viele Leute kommen und Dir erzählen, das Meer sei rosarot, hältst Du sie
zunächst alle für Spinner.
Vielleicht ziehst Du irgendwann auch mal in Betracht, dass die anderen
Recht haben, und Du Dich täuschst. Aber das nützt nichts: Für Dich sieht
das Meer immer noch blau aus. Du kannst allenfalls, um Deinen Frieden zu
haben, irgendwann "so tun" als hieltest Du das Meer ebenfalls für
rosarot, aber so richtig dran glauben wirst Du wohl nie.
Wir Menschen sind so gemacht, dass wir unseren Sinneseindrücken
grundsätzlich zunächst mal glauben. Wenn wir ganz ehrlich sind, dann
wissen wir, dass unsere Sinne uns ja nur einen winzigen, und erst noch
stark subjektiv gefärbten Ausschnitt der Wirklichkeit zeigen, aber tief
innen drin sind wir immer davon überzeugt, dass die Wirklichkeit genau
so ist, wie wir sie erleben. Egal was jemand anders behauptet.
-stef
Genausowenig wie konstant den 'Enabler' zu spielen. Mitgefuehl gut und recht
aber auf gewisses Verhalten einzugehen und dies damit zu bestaetigen
nuetzt auch der affektierten Person im Endeffekt nichts. Im Gegenteil.
> Wenn Du aufs blauen Meer hinauschaust und jemand sagt Dir "Sieh nur, das
> wunderschöne rosarote Meer!", dann hältst Du ihn für einen Spinner. Wenn
> viele Leute kommen und Dir erzählen, das Meer sei rosarot, hältst Du sie
> zunächst alle für Spinner.
Nicht unbedingt. Bei Sonnenauf- und -untergang stimmt's ja auch? :)
> Vielleicht ziehst Du irgendwann auch mal in Betracht, dass die anderen
> Recht haben, und Du Dich täuschst. Aber das nützt nichts: Für Dich sieht
> das Meer immer noch blau aus. Du kannst allenfalls, um Deinen Frieden zu
> haben, irgendwann "so tun" als hieltest Du das Meer ebenfalls für rosarot,
> aber so richtig dran glauben wirst Du wohl nie.
Ich wuerde zum Augenarzt und mich auf Farbenblindheit checken lassen.
Wenn der mir bestaetigt dass ich blau sehe wo ich eigentlich rosa sehen
muesste, dann passe ich mein Verhalten an und jedesmal wenn ich blau
sehe sage ich zu mir AHA!, ich bin ja diesbezueglich 'krank' und drum
ist es in Wahrheit rosa und drum nenne ich es jetzt selber auch rosa.
> Wir Menschen sind so gemacht, dass wir unseren Sinneseindrücken
> grundsätzlich zunächst mal glauben. Wenn wir ganz ehrlich sind, dann
> wissen wir, dass unsere Sinne uns ja nur einen winzigen, und erst noch
> stark subjektiv gefärbten Ausschnitt der Wirklichkeit zeigen, aber tief
> innen drin sind wir immer davon überzeugt, dass die Wirklichkeit genau so
> ist, wie wir sie erleben. Egal was jemand anders behauptet.
Das schon, solang unsere Sinneseindruecke nicht dauernd im direkten
Konflikt mit denjenigen vom der Rest der Welt stehen.
>> das Meer immer noch blau aus. Du kannst allenfalls, um Deinen Frieden zu
>> haben, irgendwann "so tun" als hieltest Du das Meer ebenfalls für rosarot,
>> aber so richtig dran glauben wirst Du wohl nie.
>
> Ich wuerde zum Augenarzt und mich auf Farbenblindheit checken lassen.
> Wenn der mir bestaetigt dass ich blau sehe wo ich eigentlich rosa sehen
> muesste, dann passe ich mein Verhalten an und jedesmal wenn ich blau
> sehe sage ich zu mir AHA!, ich bin ja diesbezueglich 'krank' und drum
> ist es in Wahrheit rosa und drum nenne ich es jetzt selber auch rosa.
Das ist die Methode, mit der die meisten Betroffenen sich ebenfalls in
der Welt integrieren: Meistens gelingt es ihnen ja. Aber trotzdem bleibt
etwas Falsches: Du weisst ja, dass Du Dich betrügst. Du nennst es nur
rosa, um nicht aufzufallen, nicht weil Du es wirklich rosa siehst.
>> stark subjektiv gefärbten Ausschnitt der Wirklichkeit zeigen, aber tief
>> innen drin sind wir immer davon überzeugt, dass die Wirklichkeit genau so
>> ist, wie wir sie erleben. Egal was jemand anders behauptet.
>
> Das schon, solang unsere Sinneseindruecke nicht dauernd im direkten
> Konflikt mit denjenigen vom der Rest der Welt stehen.
Aber es könnte doch sein, dass der "Rest der Welt" tatsächlich falsch
liegt. Vielleicht sehen und hören wir die vielen Geister, die uns
umgeben, nur deswegen nicht, weil unsere Augen alt nunmal nur einen
winzigen Ausschnitt aus dem Spektrum der elektromagnetischen Strahlen
umsetzen, und weil unsere Ohren nichts anderes tun können, als
rhythmische Luftdruckschwankungen eines ganz schmalen Frequenzbereiches
in Stromimpulse im Hörnerv umzuwandeln.
Vielleicht gibt es ja manchmal jemanden, der mehr sehen und hören kann.
Vielleicht nicht ganz korrekt, aber er sieht oder hört Spuren von etwas
anderem. Alle erzählen ihm, dass er Halluzinationen habe, und vielleicht
glaubt er es selber mit der Zeit auch. Aber ist es nicht so, dass er
vielleicht einfach /bessere/ Sinnesorgane hat, als der Rest?
Ich glaube das übrigens nicht. Ich glaube, dass Wahrnehmungsstörungen
einfach Wahrnehmungsstörungen sind. Aber wer will das schon so genau
wissen? Das wäre eher Stoff für einen weiteren esoterischen Thread.
Spielt hier keine Rolle: Für die Betroffenen ist es jedenfalls real.
Ich gebe Dir aber im Übrigen durchaus Recht, dass die Mehrheit sich
nicht an die Minderheit anpassen muss, sondern dass man klar sagen darf:
"Das Meer ist rosa", wenn es denn für fast alle Menschen so ist. Ich
meine nur, dass es nicht korrekt ist, jemanden zwangsweise zum
Psychiater zu schicken, bloss weil er der festen Überzeugung ist, das
Meer sei blau. Insbesondere weil man ja genau weiss, dass der Psychiater
an dieser Wahrnehmung auch nichts ändern kann - er kann höchstens den
Umgang des Betroffenen mit seinen Wahrnehmungen ändern.
-stef
> Das ist die Methode, mit der die meisten Betroffenen sich ebenfalls in
> der Welt integrieren: Meistens gelingt es ihnen ja. Aber trotzdem bleibt
> etwas Falsches: Du weisst ja, dass Du Dich betrügst. Du nennst es nur
> rosa, um nicht aufzufallen, nicht weil Du es wirklich rosa siehst.
Jetzt nimmt mich nur noch wunder, woher du weisst, das das, was du rosa
nennst, für mich nicht blau ist.
> Jetzt nimmt mich nur noch wunder, woher du weisst, das das, was du rosa
> nennst, für mich nicht blau ist.
Das ist ein sehr guter Punkt ;)
Ich nenne das rosa, weil meine Eltern mir irgendwann mal gesagt haben,
dass Objekte, die vorwiegend Licht mit einem Peak bei ca. 620nm
Wellenlänge aber hohem Anteil anderer Farben (=geringer Sättigung) und
hoher Intensität reflektieren, als "rosafarben" bezeichnet werden.
Die Eltern anderssprachiger Kinder geben demselben Farbspektrum andere
Namen. Es ist also bis zu einem gewissen Punkt einfach mal nur
Benennungswillkür (Ebenso wie der eine ein Auto als Auto bezeichnet, ein
anderer aber dasselbe Objekt als "voiture" oder als "Ford" bezeichnen
würde.)
Spannend wird es nun aber, wenn mein Rezeptorsystem nicht genau gleich
funktioniert wei das meiner Eltern oder das anderer Menschen. Ich könnte
besipielsweise rot/grün blind sein. Dann würde ein Lichtspektrum mit
einem Peak bei 620nm für mich nicht sehr viel anders aussehen, als ein
Spektrum mit einem Peak bei 520nm, während das für die meisten anderen
Leute total verschiedene Farben wären. (Das eine rot, das andere grün
resp. je nach Sättigungsgrad rosa oder lime).
Tja, wer von uns hätte da dann "Recht"? Oder noch schöner: Angenommen,
das, was wir rot/grün-Blindheit nennen, wäre Standard bei den Menschen,
und nur einige "Abnorme" würden 520nm und 620nm als total
unterschiedliche Farben wahrnehmen. Würden wir das dann als
Halluzinationen bezeichnen? Sie würden manche unserer Möbel als
grässlich schmerzhaft geschmacklos bezeichnen, weil rosa und lime eine
schreckliche Kombination ist, wir aber würden dieselben Möbel in einem
warmen einheitlichen Farbton sehen und uns fragen, ob der Typ spinnt,
der da irgendwelche schrillen Farben hineindichtet.
Und umgekehrt: Wenn jetzt jemand kommt, der elektromagnetische Wellen
von 700nm sehen kann, was ja gemessen am ganzen Spektrum kein sehr
grosser Unterschied zu 620nm ist. Der würde auf einer von der Sonne
beschienenen Fläche, die wir als schön rot sehen, ein wirres Farbenspiel
feststellen. Was meinen wir dazu? Hat der Typ Halluzinationen?
Ich denke, es ist durchaus ein wesentlicher Punkt, dass das, was unsere
Sinnesorgane uns von der Welt zeigen, in Wirklichkeit nur ein recht
winziger Ausschnitt dieser Welt ist. Und dass jemand, der "mehr"
wahrnimmt, nicht unbedingt ein Spinner ist.
-stef
Wow, das haben dir deine Eltern gesagt? ;-) Wie alt du das wohl warst,
zum das verstehen...? ;-)
--
gruesschen, martin
mahe at gmx dot net
"Wissen hält nicht länger als Fisch"
> Die Eltern anderssprachiger Kinder geben demselben Farbspektrum andere
> Namen. Es ist also bis zu einem gewissen Punkt einfach mal nur
> Benennungswillkür (Ebenso wie der eine ein Auto als Auto bezeichnet, ein
> anderer aber dasselbe Objekt als "voiture" oder als "Ford" bezeichnen
> würde.)
Genau. Und ob blau für dich und mich gleich aussieht, wird nie jemand
überprüfen können.
> Spannend wird es nun aber, wenn mein Rezeptorsystem nicht genau gleich
> funktioniert wei das meiner Eltern oder das anderer Menschen. Ich könnte
> besipielsweise rot/grün blind sein. Dann würde ein Lichtspektrum mit
> einem Peak bei 620nm für mich nicht sehr viel anders aussehen, als ein
> Spektrum mit einem Peak bei 520nm, während das für die meisten anderen
> Leute total verschiedene Farben wären. (Das eine rot, das andere grün
> resp. je nach Sättigungsgrad rosa oder lime).
>
> Tja, wer von uns hätte da dann "Recht"? Oder noch schöner: Angenommen,
> das, was wir rot/grün-Blindheit nennen, wäre Standard bei den Menschen,
> und nur einige "Abnorme" würden 520nm und 620nm als total
> unterschiedliche Farben wahrnehmen. Würden wir das dann als
> Halluzinationen bezeichnen? Sie würden manche unserer Möbel als
> grässlich schmerzhaft geschmacklos bezeichnen, weil rosa und lime eine
> schreckliche Kombination ist, wir aber würden dieselben Möbel in einem
> warmen einheitlichen Farbton sehen und uns fragen, ob der Typ spinnt,
> der da irgendwelche schrillen Farben hineindichtet.
Nun, das ist ja relativ einfach: Farbenblinden fällt das meist erst auf,
wenn sie einen Test machen. Und solche Tests gibt es.
Schlussendlich sind wir alle 'Opfer' unserer eingeschränkter Sinne. Ohne
Austausch würde es niemandem auffallen, dass er schlechter sieht als der
Durchschnitt etc. Ich kenne jemanden, der muss sehr seltsam sehen, weil
er z.B. meistens nicht erkennen kann, ob ein Objekt im Schatten ist oder
nicht. Er hat den Sehtest für's Autofahren jedoch problemlos bestanden
und solange der Fahrlehrer nicht verlangt hat, er solle da im Schatten
parken gab's da auch keine Probleme ;)
> Und umgekehrt: Wenn jetzt jemand kommt, der elektromagnetische Wellen
> von 700nm sehen kann, was ja gemessen am ganzen Spektrum kein sehr
> grosser Unterschied zu 620nm ist. Der würde auf einer von der Sonne
> beschienenen Fläche, die wir als schön rot sehen, ein wirres Farbenspiel
> feststellen. Was meinen wir dazu? Hat der Typ Halluzinationen?
Auch das kann man aber ganz objektiv testen. Bedingt natürlich, dass man
Tests macht. Aber ich nehme an, du willst schlussendlich auf was anderes
raus als auf 700nm ;). Du hast schon recht: Wenn man nicht weiss, worauf
man testen muss, wird das schwierig.
> Ich denke, es ist durchaus ein wesentlicher Punkt, dass das, was unsere
> Sinnesorgane uns von der Welt zeigen, in Wirklichkeit nur ein recht
> winziger Ausschnitt dieser Welt ist. Und dass jemand, der "mehr"
> wahrnimmt, nicht unbedingt ein Spinner ist.
Wenn man dieses 'mehr' objektiv nachvollziehen kann, dann sicher nicht.
So, muss essen gehen ;)
Naja, nach Abschluss meines Physikstudiums. So etwa 4 Jahre alt werd ich
da wohl gewesen sein :-)
(Es könnte aber auch sein, dass meine Eltern damals nicht /genau/ diese
Worte verwendet haben, aber gemeint haben sie jedenfalls das.)
-stef
Donnerstag 7.August. SIehe anderen Thread. Am Abend.
> Mich wuerds freuen, wenn Du so weiter machst. Und ich bin sicher, Du wirst
> aus vielen Filtern rausgeholt und es wird ernsthaft mit Dir diskutiert,
> wenn Du so weitermachst.
Leider schon vorbei,
From: Erich Kircheneier <schwarz...@gmail.com>
der Alex kann es nich lassen.
> Gruss Priska
Rolf
Leider demonstriert Mr. Kircheneier ja bereits schon wieder, wie ungemein
therapeutisch sich auch gutgemeinte Apologetik von Seiten gewisser Poster
auf sein soziales Verhalten auswirkt. :-/~
Eines Tages sieht hoffentlich auch der Hinterletzte ein, dass da nichts zu
retten ist, nichts dabei herauskommt als neue Schuebe und man deshalb vor
einer liberalen Anwendung der Plonk-Keule nicht zurueckschrecken sollte
wenn einem ein Minimum von angemessener Usenet-Hygiene lieb ist.
In den unsterblichen Worten von HJP: Vergelt's Gott --- aber ernsthaft! :-D
> Leider demonstriert Mr. Kircheneier ja bereits schon wieder, wie ungemein
> therapeutisch sich auch gutgemeinte Apologetik von Seiten gewisser Poster
> auf sein soziales Verhalten auswirkt. :-/~
Naja, einen Monat angemessenes Verhalten würde ich durchaus als positiv
werten - wodurch auch immer das ausgelöst wurde.
Es gibt kleinere Fortschritte, für die man mehr aufwendet.
-stef
Es ist unschoen, jemandem sinnlosen Optimismus vorzuwerfen
und drum tu ich's auch nicht.