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1000 W PMPO

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Thomas Jan

unread,
Dec 29, 2004, 7:28:01 AM12/29/04
to
Seit einiger Zeit herrscht die Unsitte Leistungen von Verstärkern und Boxen
mit sogennanten PMPO anzugeben.
So tönt natürlich 1000 W (PMPO) nach einer gewaltigen Leistung die jedoch
nur einen Bruchteil der tatsächlichen Watt-Leistung ausmacht.

Wer weiss wie man die PMPO Leistung in die normale Watt Leistung umrechnen
kann?

100 W (PMPO) = ? Watt

Danke und Gruss

Thomas


Joe Saccone

unread,
Dec 29, 2004, 7:41:13 AM12/29/04
to
Thomas Jan schrieb am Wed, 29 Dec 2004 13:28:01 +0100:

>Seit einiger Zeit herrscht die Unsitte Leistungen von Verstärkern und Boxen
>mit sogennanten PMPO anzugeben.

Allerdings.

>Wer weiss wie man die PMPO Leistung in die normale Watt Leistung umrechnen
>kann?

Geht nicht.

>100 W (PMPO) = ? Watt

Auch deine gewünschte Dimension ist erstmal nicht genau definiert. Was
hättest du denn gerne: Watt RMS oder Watt Sinus oder watt sonst ;-) ?
Wie du siehst: Watt ist nicht gleich Watt.

Aber es kommt noch schlimmer: PMPO sagt leider nix, aber auch gar nix
aus. Jeder Hersteller kann eigene Testverfahren benutzen, um dann
irgendwelche PMPO-Angaben machen zu können. Das heisst: beim Modell X
könnten 1000 W PMPO 50 Watt RMS entsprechen, und beim Modell Y könnten
1000 W PMPO 100 Watt RMS entsprechen.

Ich handhabe es ganz einfach so: wenn in den technischen Daten nur
etwas von PMPO steht, lass ich einfach die Finger davon. Denn diese
Angaben zeugen von Unseriösität.

Gruss
JoeS

Philipp Schelbert

unread,
Dec 29, 2004, 10:23:33 AM12/29/04
to
Thomas Jan schrieb:

>
> 100 W (PMPO) = ? Watt
>

Nur mal so als Beispiel. Bei meinem PC stehen Boxen mit 120W PMPO und
irgendwo ganz klein auf der Verpackung steht dann irgendwas von 3 Watt
RMS. Aber mit einem Leistungsmessgerät ist die Stromaufnahme kaum
messbar, das heisst im Normalfall können diese Boxen max 1Watt abgeben.

Martin_vom_see

unread,
Dec 29, 2004, 11:35:14 AM12/29/04
to

"Philipp Schelbert" <p_sch...@tiscali.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:41d2cbe4$1...@news.bluewin.ch...

Uuups, meine Anlage hat 4 Ausgänge an welcher je eine Box mit
maximal 200 Watt Sinus belastet werden darf. Ich rechne lieber nicht
aus was das in PMPO sein könnte. Ich verlasse mich lieber auf die
alten Angaben in Sinus und Musikleistung. Die sind meiner Erfahrung
nach aussagekräftig genug.
Martin Lenz


Rico Bruggmann

unread,
Dec 29, 2004, 11:44:27 AM12/29/04
to
> Wer weiss wie man die PMPO Leistung in die normale Watt Leistung umrechnen
> kann?

so geht's ;-) unser Mathi-Lehrer hat jeweils die Schuhnummer des
unbekannten Soldaten verwendet... (hier für k)
---
"These new terms are soundly (no pun intended) based on the science of
marketing, and PMPO is mathematically expressed as

PMPO = Actual_Power * k

where Actual_Power is calculated by the formula below, and k is a
constant whose value is approximately equal to one's grandmother's age,
divided by the square root of the distance from the office to the
advertisement writer's normal place of abode - measured in millimetres,
inches, furlongs, statute miles or pounds per square inch - as
appropriate, to provide the number you first thought of.

In the unlikely event that the value of k cannot be calculated from the
above formulae to provide a totally meaningless (but plausible-looking)
final result, a value of between 20 and 50 shall be used.
---

Gruss
Rico

P.S.: Also ein völlig unsinniger Wert..., ich denke auch, dass PMPO ein
nicht-kaufen-Argument ist ...

Albert Sutter

unread,
Dec 29, 2004, 2:52:52 PM12/29/04
to
"Thomas Jan" <swiss...@hotmail.com> schrieb im Newsbeitrag
news:41d2a2d0$0$30023$5402...@news.sunrise.ch

> Seit einiger Zeit herrscht die Unsitte Leistungen von Verstärkern
> und Boxen mit sogennanten PMPO anzugeben.
> So tönt natürlich 1000 W (PMPO) nach einer gewaltigen Leistung die
> jedoch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Watt-Leistung ausmacht.
>
> Wer weiss wie man die PMPO Leistung in die normale Watt Leistung
> umrechnen kann?

Solche Angaben über die Ausgangsleistung eines Verstärkers sind
unbrauchbar. Es sind Phantasiewerte.
Die einzige Angabe, auf die man sich einigermassen verlassen kann, ist
die Leistungsaufnahme (auf dem Typenschild, hinten am Verstärker). Mit
dieser Angabe kann man die Ausgangsleistung grob abschätzen.
Leistungsaufnahme geteilt durch etwa 5 ergibt etwa die Sinusleistung.
Toleranz ca. 30%.

Joe Saccone

unread,
Dec 29, 2004, 6:29:27 PM12/29/04
to
Albert Sutter schrieb am Wed, 29 Dec 2004 20:52:52 +0100:

>Die einzige Angabe, auf die man sich einigermassen verlassen kann, ist
>die Leistungsaufnahme (auf dem Typenschild, hinten am Verstärker). Mit
>dieser Angabe kann man die Ausgangsleistung grob abschätzen.
>Leistungsaufnahme geteilt durch etwa 5 ergibt etwa die Sinusleistung.
>Toleranz ca. 30%.

Gut, dass du das erwähnst. Man kann nämlich auch folgende einfache
Rechnung durchführen:

Ampere x Volt = theoretisch maximal mögliche Watt-Leistung

Dazu braucht man halt die Ampere-Angaben des Netzteils (ist halt nicht
immer angegeben), und bei der Spannung sind es ja immer die 220-230
Volt. Steht da z.B. 1,5 Ampere, dann kommen wir auf maximal ca. 330
Watt. Aber das wäre nur bei einem - unmöglichen - Wirkungsgrad von
100% möglich (deswegen steht da oben "theoretisch"), man muss also
noch eine gewisse Verlustleistung und den Eigenverbrauch abziehen.
Aber für eine Abschätung der Maximal-Leistung reicht's allemal.

Ich habe mal gerade deine obige Faustformel auf meinen Verstärker
angewandt. Leistungsaufnahme: 330 Watt. Das würde laut deiner
Faustformel ca. 46 - 85 Watt Sinus entsprechen. Stimmt aber leider
überhaupt nicht. Es sind nämlich in Wirklichkeit 280 Watt Sinus an 4
Ohm, und immer noch 200 Watt Sinus an 8 Ohm. So ganz scheint die
Faustformel also nicht hinzuhauen?

Grüssle
JoeS

Albert Sutter

unread,
Dec 31, 2004, 8:18:51 AM12/31/04
to
"Joe Saccone" <no_e...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:41d43adc...@news.23annuitcoeptis5.org

>
> Ich habe mal gerade deine obige Faustformel auf meinen Verstärker
> angewandt. Leistungsaufnahme: 330 Watt. Das würde laut deiner
> Faustformel ca. 46 - 85 Watt Sinus entsprechen. Stimmt aber leider
> überhaupt nicht. Es sind nämlich in Wirklichkeit 280 Watt Sinus an 4
> Ohm, und immer noch 200 Watt Sinus an 8 Ohm. So ganz scheint die
> Faustformel also nicht hinzuhauen?

Hast du die 280 Watt aus dem Prospekt? Sind es 2 x 280 oder 2 x 140
Watt? Meine Faustformel ist auf etwas ältere Geräte ausgelegt. Bei den
modernen Geräten kann man etwa durch 3 teilen.

Zum Vergleich: Ich habe ein Gerät mit 550 Watt Leistungsaufnahme. Die
Ausgangsleistung ist mit 2 x 30 Watt angegeben. Im Hörvergleich hält er
aber mit stärkeren Geräten ohne weiteres mit.
Wattzahlen zu vergleichen, halte ich für sinnlos. Der Verstärker muss
einfach nur 'genug' laut sein, und eine gute Qualität bieten.

Joe Saccone

unread,
Dec 31, 2004, 11:05:59 AM12/31/04
to
Albert Sutter schrieb am Fri, 31 Dec 2004 14:18:51 +0100:

>Hast du die 280 Watt aus dem Prospekt?

Aus den technischen Daten.

>Sind es 2 x 280 oder 2 x 140
>Watt?

2 x 140 Sinus (DIN: 2 x 180 Watt).

>Meine Faustformel ist auf etwas ältere Geräte ausgelegt. Bei den
>modernen Geräten kann man etwa durch 3 teilen.

Tja, mein Verstärker ist ca. 12 - 15 Jahre alt. Ein Sony TA-F770ES.
Hat damals ca. 1700 DM gekostet (ca. 1350 SFr). Ich denke, dass die
Angaben aus den technischen Daten korrekt sind.

>Zum Vergleich: Ich habe ein Gerät mit 550 Watt Leistungsaufnahme. Die
>Ausgangsleistung ist mit 2 x 30 Watt angegeben. Im Hörvergleich hält er
>aber mit stärkeren Geräten ohne weiteres mit.

Bei einer Firmenfeier hatte ich diese meine Anlage zur Beschallung mal
mitgenommen (bin Hobby-DJ, Betonung liegt auf Hobby), 4
Standlautsprecher zu 8 Ohm dran. Lautstärke war ungefähr auf 60%
eingestellt, der Raum geschätzte 100 qm gross und es hat *mächtig*
"Krach" gemacht. Disco-Feeling pur.

>Wattzahlen zu vergleichen, halte ich für sinnlos. Der Verstärker muss
>einfach nur 'genug' laut sein, und eine gute Qualität bieten.

Letzteres ist das A und O. Laut genug? Dafür reichen in der Tat wenige
Watt (Zimmerlautstärke lässt sich iirc mit ca. 5 Watt realisieren).
Lieber weniger Maximal-Leistung (die man äusserst selten bräuchte) und
dafür sehr guten Klang. Mein Verstärker kombiniert beides. :) Stand
damals[tm] in der Zeitschrift "Audio" klanglich in einer Reihe mit
mehreren (Voll-)Verstärkern der 2000-2500 DM-Klasse, weswegen er die
uneingeschränkte Kaufempfehlung bekam.

Grüssle
JoeS

Philipp Schelbert

unread,
Dec 31, 2004, 11:20:05 AM12/31/04
to
Albert Sutter schrieb:

> Wattzahlen zu vergleichen, halte ich für sinnlos. Der Verstärker muss
> einfach nur 'genug' laut sein, und eine gute Qualität bieten.

Im Laden oder im Katalog wäre es halt doch schön wenn man sich
mehrheitlich auf diese Wattzahlen verlasen könnte...

Beat Leuppi

unread,
Dec 31, 2004, 11:41:36 AM12/31/04
to
le Fri, 31 Dec 2004 17:20:05 +0100, Philipp Schelbert
<p_sch...@tiscali.ch> a écrit:

>Im Laden oder im Katalog wäre es halt doch schön wenn man sich
>mehrheitlich auf diese Wattzahlen verlasen könnte...

am besten verlässt du dich auf deine Ohren. Klang lässt sich nicht in
Watt ausdrücken. Dein Geschmack muss ja nicht unbedingt mit denen des
Prospektherstellers oder des Testers in der Fachzeitschrift
übereinstimmen.

Darum zahle ich lieber etwas mehr, und kaufe meine Geräte im
Fachhandel wo ich probehören kann. (Gruss an Rolli!)

mfG Beat
--
http://www.bl-c.ch

Stefan Heimers

unread,
Dec 31, 2004, 12:16:05 PM12/31/04
to
Albert Sutter wrote:


> Zum Vergleich: Ich habe ein Gerät mit 550 Watt Leistungsaufnahme. Die
> Ausgangsleistung ist mit 2 x 30 Watt angegeben. Im Hörvergleich hält er
> aber mit stärkeren Geräten ohne weiteres mit.

Hallo Albert,

Du scheinst einen Klasse-A Verstärker zu haben. Das ist nicht eine Frage des
Alters, sondern der Technik. Bei Klasse-A sind die Endstufentransistoren
nie Stromlos, weshalb es viel weniger Übernahmeverzerrungen gibt. Dafür
fliesst ein beträchtlicher Strom schon intern im Verstärker von Plus zu
Minus ohne den Lautsprecher zu erreichen, deshalb der grosse Verlust.

Stefan

Albert Sutter

unread,
Jan 1, 2005, 5:31:50 AM1/1/05
to
"Stefan Heimers" <stefan...@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:41d5...@news1.ethz.ch

>
>> Zum Vergleich: Ich habe ein Gerät mit 550 Watt Leistungsaufnahme. Die
>> Ausgangsleistung ist mit 2 x 30 Watt angegeben. Im Hörvergleich hält
>> er aber mit stärkeren Geräten ohne weiteres mit.
>
> Du scheinst einen Klasse-A Verstärker zu haben. Das ist nicht eine
> Frage des Alters, sondern der Technik. Bei Klasse-A sind die
> Endstufentransistoren nie Stromlos, weshalb es viel weniger
> Übernahmeverzerrungen gibt. Dafür fliesst ein beträchtlicher Strom
> schon intern im Verstärker von Plus zu Minus ohne den Lautsprecher zu
> erreichen, deshalb der grosse Verlust.

Es ist definitiv kein Klasse-A. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten
Receiver. Es gab damals auch Geräte aus der gleichen Serie, welche
offiziell "nur" 2 x 10 Watt hatten. Ich denke, dass die Ausgangsleistung
damals noch anders gemessen / berechnet wurden. Die Wattzahl spielte bei
der Vermarktung offensichtlich keine Rolle.

Stefan Heimers

unread,
Jan 1, 2005, 8:53:21 AM1/1/05
to
Albert Sutter wrote:

> "Stefan Heimers" <stefan...@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag
> news:41d5...@news1.ethz.ch
>>
>>> Zum Vergleich: Ich habe ein Gerät mit 550 Watt Leistungsaufnahme. Die
>>> Ausgangsleistung ist mit 2 x 30 Watt angegeben. Im Hörvergleich hält
>>> er aber mit stärkeren Geräten ohne weiteres mit.
>>
>> Du scheinst einen Klasse-A Verstärker zu haben. Das ist nicht eine
>> Frage des Alters, sondern der Technik. Bei Klasse-A sind die
>> Endstufentransistoren nie Stromlos, weshalb es viel weniger
>> Übernahmeverzerrungen gibt. Dafür fliesst ein beträchtlicher Strom
>> schon intern im Verstärker von Plus zu Minus ohne den Lautsprecher zu
>> erreichen, deshalb der grosse Verlust.
>
> Es ist definitiv kein Klasse-A. Es handelt sich um einen 30 Jahre alten
> Receiver. Es gab damals auch Geräte aus der gleichen Serie, welche

Hallo Albert,

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Verstärker (nicht Klasse A) bei
2*30W Ausgangsleistung 550 Watt ziehen soll. Weder ein alter
Transistorverstärker noch ein Röhrenverstärker ist so verschwenderisch.

Kann es sein, dass der Verstärker noch Stromausgangsbuchsen für andere
Geräte hat, und die Eigenleistung plus die maximal zulässige Leistung der
angeschlossenen Geräte 550W ergeben? z.B. zwei Einbausteckdosen mit max.
150W und ein Netzeingang mit 550W? Dann wäre noch 250W für den Verstärker
übrig, was für 60W Ausgangsleistung immer noch grosszügig wäre.


Stefan

Albert Sutter

unread,
Jan 1, 2005, 10:16:16 AM1/1/05
to
"Joe Saccone" <no_e...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:41d5761...@news.23annuitcoeptis5.org

>
>> Sind es 2 x 280 oder 2 x 140
>> Watt?
>
> 2 x 140 Sinus (DIN: 2 x 180 Watt).

Also: 140W an 4Ohm und 100W an 8Ohm

Dann haben wir 330W geteilt durch 3 (Verstärker; Receiver 5) = 110W

Meine Faustformel kommt durchaus in die Nähe.

Rechnungen wie '2 x 140Watt = 280Watt' können irreführend sein. Es ist
nämlich nicht garantiert, dass das Gerät die 140 Watt auf beiden Kanälen
gleichzeitig erbringen kann. Für das Marketing gibt es hier viele
Spielmöglichkeiten.

>> Wattzahlen zu vergleichen, halte ich für sinnlos. Der Verstärker muss
>> einfach nur 'genug' laut sein, und eine gute Qualität bieten.
>
> Letzteres ist das A und O. Laut genug? Dafür reichen in der Tat wenige
> Watt (Zimmerlautstärke lässt sich iirc mit ca. 5 Watt realisieren).

Der Verstärker sollte 'Zimmerlautstärke', 'laut', 'sehr laut' und noch
eine Reserve für ein bisschen 'zu laut' bieten.
Ein durchschnittliches Auto kann auch 200km/h fahren, obwohl 120 absolut
ausreichen würden.

Joe Saccone

unread,
Jan 1, 2005, 1:02:02 PM1/1/05
to
Albert Sutter schrieb am Sat, 1 Jan 2005 16:16:16 +0100:

>> 2 x 140 Sinus (DIN: 2 x 180 Watt).
>
>Also: 140W an 4Ohm und 100W an 8Ohm

Ähm, nein. Es sind wie gesagt "140 W + 140 W" an 4 Ohm, "110 W + 110
W" an 6 Ohm und "100 W + 100 W" an 8 Ohm. Jeder Kanal wird dabei
getrennt betrachtet.

>Dann haben wir 330W geteilt durch 3 (Verstärker; Receiver 5) = 110W
>
>Meine Faustformel kommt durchaus in die Nähe.

Aber nur für einen Kanal. Wir sprechen aber doch von der
Gesamtleistung.

>Rechnungen wie '2 x 140Watt = 280Watt' können irreführend sein.

?

>Es ist
>nämlich nicht garantiert, dass das Gerät die 140 Watt auf beiden Kanälen
>gleichzeitig erbringen kann.

Doch, ansonsten wären die Angaben ja erstunken und erlogen. Jeder
Kanal besitzt ja seine eigene Endstufe mit seinen eigenen
entsprechenden Elkos usw. Und wenn jeder dieser Endstufen die 140 W
bringt, dann sind es halt 2 x 140 W.

>Für das Marketing gibt es hier viele
>Spielmöglichkeiten.

Das trifft für die Angaben in PMPO zu (das schrieb ich ja schon), aber
nicht bei Sinus, RMS oder DIN. Denn diese Messverfahren sind genormt.
Da kann man nicht wie bei PMPO Fantasiewerte angeben.

Gruss
JoeS

Albert Sutter

unread,
Jan 2, 2005, 10:11:56 AM1/2/05
to
"Joe Saccone" <no_e...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:41d6e3ff...@news.23annuitcoeptis5.org

> Albert Sutter schrieb am Sat, 1 Jan 2005 16:16:16 +0100:
>
>>> 2 x 140 Sinus (DIN: 2 x 180 Watt).
>>
>> Also: 140W an 4Ohm und 100W an 8Ohm
>
> Ähm, nein. Es sind wie gesagt "140 W + 140 W" an 4 Ohm, "110 W + 110
> W" an 6 Ohm und "100 W + 100 W" an 8 Ohm. Jeder Kanal wird dabei
> getrennt betrachtet.
>
>> Dann haben wir 330W geteilt durch 3 (Verstärker; Receiver 5) = 110W
>>
>> Meine Faustformel kommt durchaus in die Nähe.
>
> Aber nur für einen Kanal. Wir sprechen aber doch von der
> Gesamtleistung.

Ich aber nicht. Und bei seriösen Hifi-Geräten ist nie von Gesamtleistung
die Rede. Auch bei deinem nicht.

> Doch, ansonsten wären die Angaben ja erstunken und erlogen. Jeder
> Kanal besitzt ja seine eigene Endstufe mit seinen eigenen
> entsprechenden Elkos usw. Und wenn jeder dieser Endstufen die 140 W
> bringt, dann sind es halt 2 x 140 W.

Aber die Endstufen haben eine gemeinsame Stromversorgung. Wenn das
Netzteil nicht genügend Saft liefert, um beide Endstufen auf max.
Leistung zu betreiben, werden die Endstufen auch nicht gleichzeitig ihre
volle Leistung erbringen können. Deshalb darf man die max.Leistungen der
einzelnen Endstufen nicht vorbehaltlos zu einer Gesamtleistung addieren.

Albert Sutter

unread,
Jan 2, 2005, 10:28:04 AM1/2/05
to
"Stefan Heimers" <stefan...@heimers.ch> schrieb im Newsbeitrag
news:41d6...@news1.ethz.ch

>
> Kann es sein, dass der Verstärker noch Stromausgangsbuchsen für andere
> Geräte hat, und die Eigenleistung plus die maximal zulässige Leistung
> der angeschlossenen Geräte 550W ergeben? z.B. zwei Einbausteckdosen
> mit max. 150W und ein Netzeingang mit 550W? Dann wäre noch 250W für
> den Verstärker übrig, was für 60W Ausgangsleistung immer noch
> grosszügig wäre.

Er hat keine zusätzlichen Stromanschlüsse. Die 2 x 30 Watt ist nur die
Herstellerangabe. Ich denke mir, dass diese Angabe auf einem
"worst-case" - Szenario basiert. Ich persönlich schätze, dass es nach
heutigen Massstäben durchaus 90 Watt sein könnten.

Mit dem Vergleich wollte ich eigentlich nur aufzeigen, wie sinnlos
Watt-Vergleiche sind.
Es gibt DVD-Surround-Systeme mit 500Watt Gesamtleistung oder
Stereoanlagen mit 1000W Spitzenleistung, obwohl das Netzteil dieser
Geräte nicht einmal 200W aufnimmt. Und andere Geräte haben ein 500Watt
Netzteil und leisten lächerliche 30 Watt.

Joe Saccone

unread,
Jan 2, 2005, 11:17:26 AM1/2/05
to
Albert Sutter schrieb am Sun, 2 Jan 2005 16:11:56 +0100:

>Ich aber nicht. Und bei seriösen Hifi-Geräten ist nie von Gesamtleistung
>die Rede. Auch bei deinem nicht.

Eben, deswegen steht da ja 140 W + 140 W.

>Aber die Endstufen haben eine gemeinsame Stromversorgung. Wenn das
>Netzteil nicht genügend Saft liefert, um beide Endstufen auf max.
>Leistung zu betreiben, werden die Endstufen auch nicht gleichzeitig ihre
>volle Leistung erbringen können.

Im Handbuch steht was von einen "Doppel-Netzteil". Man kann also
getrost davon ausgehen, dass jeder Kanal unabhängig von anderen Kanal
seine angegebene Leistung auch tatsächlich erbringt.

Deine Aussagen treffen sicherlich auf viele Billigst-Verstärker zu
(irgendwo muss man ja Einsparungen treffen), aber definitiv nicht auf
meinen. Ist zwar ein Sony und somit ein Verstärker "von der Stange",
aber innerhalb Sony war das damals die obere Leistungsklasse (es gab
eigentlich nur noch den TA-F870ES der eine höhere Leistung bot und in
champagner erhältlich war und iirc noch ein Mono-Blöcke-System), daher
denke ich, dass den Herstellerangaben zu trauen ist. Ich weiss, das
Gewicht sagt nicht wirklich viel über die Qualität aus (ist aber ein
Indiz für die Verarbeitung), aber die über 20 kg rühren bestimmt nicht
von nutzlos eingeschmuggelten Blei-Platten... ;-)

Grüssle
JoeS

Albert Sutter

unread,
Jan 2, 2005, 3:15:30 PM1/2/05
to
"Joe Saccone" <no_e...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:41d81c90...@news.23annuitcoeptis5.org

>
> Ich weiss, das
> Gewicht sagt nicht wirklich viel über die Qualität aus (ist aber ein
> Indiz für die Verarbeitung), aber die über 20 kg rühren bestimmt nicht
> von nutzlos eingeschmuggelten Blei-Platten... ;-)

Das Gewicht ist durchaus auch ein Indiz für die Leistung. Hohes Gewicht
heisst: grosse Kühlkörper (ordentliche Enstufe) und einen grossen Trafo
(ordentliches Netzteil).

Ich bin allerdings etwas überrascht, dass sich dein Verstärker mit 330W
begnügt.

Joe Saccone

unread,
Jan 3, 2005, 11:50:21 AM1/3/05
to
Albert Sutter schrieb am Sun, 2 Jan 2005 21:15:30 +0100:

>Ich bin allerdings etwas überrascht, dass sich dein Verstärker mit 330W
>begnügt.

Wird wohl an einem hohen Wirkungsgrad liegen.

Grüssle
JoeS

Anita M.

unread,
Feb 10, 2005, 4:24:10 PM2/10/05
to
On Sun, 2 Jan 2005 16:28:04 +0100, Albert Sutter <al_s...@hotmail.com>
wrote:

Hier ein Paar Infos....

RMS = messbare Ausgangsleistung bevor Verzerrung.
Gesamtleistung = volle Lautstärke... mit Verzerrung.
PMPO = ein Marketing-Trick (vor allem in China!) RMS x 10 oder 15....

RMS ist der Standard zum vergleichen/messen.

Gruss
Anita

______________

http://www.e-merging.ch

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