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BULLETIN VOM 01. Jun 2006

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Jun 1, 2006, 11:12:27 AM6/1/06
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EIDG. INSTITUT FUER SCHNEE- UND LAWINENFORSCHUNG DAVOS
NATIONALES LAWINENBULLETIN NR. 179
vom Donnerstag, 1. Juni 2006, 17:00 Uhr
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IM NORDEN GEBIETSWEISE GEFAHR VON TROCKENEN UND NASSEN LAWINEN
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ALLGEMEINES

Von Mittwoch- bis Donnerstagmorgen, 1. Juni fielen in den
Gebieten von den Berner Alpen bis zu den Glarner Alpen weitere
10 bis 30 cm Schnee. Die Neuschneemengen seit Montag, 29. Mai
betragen somit in diesen Gebieten 60 bis 100 cm, am uebrigen
Alpennordhang, im Unterwallis, in Nord- und Mittelbuenden sowie
im Oberengadin 30 bis 60 cm, sonst weniger als 10 cm. Im Wallis
und im Tessin war es meist sonnig, in Graubuenden wechselhaft.
Die Schneefallgrenze stieg auf rund 1200 m an. Der Wind wehte
schwach bis maessig aus noerdlichen Richtungen.
Erst oberhalb von rund 2500 m wurde der Neuschnee auf einer
flaechig geschlossenen Altschneedecke abgelagert und hat sich
mit dieser gut verbunden. Neu- und Triebschnee haben sich
bereits gut verfestigt.


ENTWICKLUNG

In der Nacht auf Freitag, 2. Juni intensivieren sich die
Niederschlaege nochmals im Norden. Bis Freitagabend fallen am
Alpennordhang und in Nordbuenden weitere 10 bis 30 cm Schnee,
sonst weniger als 10 cm. Am Samstag, 3. Juni fallen in Schauern
in den oestlichen Gebieten rund 10 cm Schnee. Im Westen und
Sueden ist es zeitweise bewoelkt. Die Temperaturen auf 2000 m
steigen auf Null Grad an. Der Wind weht maessig bis stark aus
Nord bis Nordost.
Lokal bilden sich frische Triebschneeansammlungen, die
kurzfristig stoeranfaellig sind. In mittleren Lagen wird die
Schneedecke durch die intensive Strahlung feucht.


HINWEISE ZUR LAWINENGEFAHR


In den Niederschlagsgebieten des Alpennordhanges liegt der
frische, stoeranfaellige Triebschnee vor allem in Rinnen und
Mulden oberhalb von rund 2000 m. Einzelne Schneesportler koennen
hier vor allem noch am Freitag, 2. Juni Schneebrettlawinen
ausloesen. Danach stabilisiert sich die Schneedecke rasch.
Hochalpin sind in den Niederschlagsgebieten die Gefahrenstellen
haeufiger anzutreffen und die Lawinengefahr nimmt dort langsamer
ab.
Mit der Einstrahlung sind in den Niederschlagsgebieten unterhalb
von rund 2400 m an sehr steilen Haengen, aus felsdurchsetztem
Gelaende sowie an Strassenboeschungen vermehrt feuchte Rutsche
und Lawinen zu erwarten. Vor allem aus glatten, steilen
Wiesenhaengen und aus Felsplatten koennen vereinzelt auch
mittelgrosse Bodenlawinen abgehen. Die Mitreiss- und
Absturzgefahr ist auch auf Wanderungen zu beachten. Eine
vorsichtige Routenwahl wird empfohlen.


TENDENZ

An den Pfingstfeiertagen ist es im Osten veraenderlich, sonst
ist es teils, im Sueden meist sonnig. Die Lawinengefahr nimmt
ab.

Hinweis:
Das naechste Lawinenbulletin erscheint spaetestens am Samstag,
3. Juni 2006, 17 Uhr. Auf Telefon 187 koennen weiterhin Daten
automatischer Stationen abgerufen werden. Der Alpenwetterbericht
von MeteoSchweiz erscheint taeglich (Tel. 0900 552 138 oder
www.meteoschweiz.ch).

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