Tastatur Layout Deutsch

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Melvina Kryder

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Aug 4, 2024, 11:48:03 PM8/4/24
to camcalime
Funktionstastensind meist zwlf Tasten, beschriftet mit F1 bis F12. Macintosh-Tastaturen reichen teilweise bis F19. Typischerweise befinden sie sich oberhalb des Haupttastenblocks, sie sind meist zwischen Esc und SysRq bzw. S-Abf angeordnet. Bei lteren Tastaturen kann sich diese Leiste nach links verschieben, so dass F1 auf den Platz von Esc wandert und diese auf den ehemaligen, nun freien Platz der hchsten Funktionstaste ausweicht. (Noch ltere Tastaturen hatten den gesamten Funktionstastenblock als zwei Spalten zu je fnf Tasten links neben der Haupttastatur.)

Auf dem Macintosh sind je nach Betriebssystemversion die Tasten F1 bis F4 und F7 bis F12 durch das Betriebssystem vorbelegt. Dabei wird F3 fr Mission Control verwendet, F4 fr das Launchpad, und F7 bis F9 werden zur Steuerung einer Wiedergabe verwendet.[2]


Weiter besitzen viele moderne Tastaturen Tasten mit Sonderfunktionen, die aber einen produktspezifischen Treiber bentigen. Mit diesen ist zum Beispiel das Ein- und Ausschalten und auch das Versetzen des Rechners in den Ruhezustand mglich.


Bei mechanischen Schreibmaschinen sind die Tastenreihen versetzt gegeneinander angeordnet, da die Tasten direkt auf den mit einzelnen Typenhebeln verbundenen Bettigungsstangen aufgesetzt sind und letztere in gleichmigem Abstand nebeneinander unter dem gesamten Tastenfeld angeordnet sind. Dieser Versatz wurde, um die Geometrie der Tastenanordnung speziell fr trainierte Blindschreiber nicht zu verndern,[3] bei der Einfhrung elektrischer Schreibmaschinen nicht verndert und danach auch bei der Einfhrung von Computertastaturen fr den alphanumerischen Bereich beibehalten. Die deutsche Norm DIN 2137 legt den Tastenversatz genau fest.


Tastaturbelegungen fr Sprachen mit Lateinschrift verwenden hufig die als QWERTY bezeichnete Anordnung der Buchstabentasten oder Varianten davon wie QWERTZ oder AZERTY. Diese Namen ergeben sich aus den ersten sechs Tasten der obersten Buchstabenreihe. Die ursprngliche QWERTY-Belegung ist im englischen Sprachraum verbreitet, whrend im deutschen Sprachraum im Allgemeinen die QWERTZ-Variante verwendet wird. Die QWERTZ-Variante findet sich auch in Osteuropa, sofern das lateinische Alphabet benutzt wird (mit Ausnahme von Polen, Lettland, Estland und Litauen). Die AZERTY-Variante findet sich in Europa im franzsischen Sprachraum (ausgenommen Schweiz).


Diese Begriffe sagen jedoch nichts ber die Anordnung weiterer Zeichen (Satzzeichen, Sonderzeichen, zustzliche fr die jeweilige Sprache bentigte Buchstaben), das Vorhandensein einer Sonderzeichentaste rechts neben der linken Umschalttaste und die Lage und Form der Eingabetaste aus.


Diese Anordnungen der Buchstabentasten gehen auf das 19. Jahrhundert zurck. 1868 ordnete der US-amerikanische Drucker und Zeitungsherausgeber Christopher Latham Sholes die Tasten der Schreibmaschine erstmals nicht mehr alphabetisch an, allerdings nicht, wie hufig angenommen, im Interesse flssigen Schreibens. Ziel war es stattdessen, die am hufigsten vorkommenden Buchstabenfolgen rumlich mglichst zu trennen. Wenn hufig als Kombination vorkommende Buchstaben auf der Tastatur nebeneinander liegen, so liegen auch die Typenhebel dieser Buchstaben im Mechanismus der Schreibmaschine nebeneinander, haben somit eine grere Berhrungsflche und verhaken sich fter. Sholes verteilte die hufigsten Buchstaben der englischen Sprache E, T, O, A, N und I mglichst gleichmig im Halbkreis. Die Zwischenrume fllte er mit dem restlichen Alphabet auf. Dabei vermied er, hufig auftretende Zweier-Kombinationen wie HE, TH oder ND auf nahe beieinanderliegende Tasten zu legen. Sholes meldete im Jahre 1875 eine Schreibmaschine mit der QWERTY-Tastaturbelegung zum Patent an.[4]


Es wird vielfach vermutet, dass Sholes zudem die Buchstaben des englischen Begriffs typewriter (deutsch Schreibmaschine) absichtlich alle in der ersten Zeile unterbrachte, um dem Verkaufspersonal das schnelle Demonstrieren des Tippvorgangs zu erleichtern.[5][6][7] Es gibt keine gesicherten Belege fr diese Vermutung.


Die internationale Norm ISO/IEC 9995-2:2009 gibt in ihrem Anhang eine unverbindliche Empfehlung fr die Anordnung lateinschriftlicher Buchstaben. Dabei sind fr einige Tasten gleichberechtigte Variationsmglichkeiten angegeben, sodass sowohl die originale QWERTY-Anordnung als auch die Varianten QWERTZ und AZERTY dieser Empfehlung entsprechen.


Tastaturen folgen Normen, wie die meisten anderen Brogerte auch. Die Tastaturnormen sind an die in den Lndern verwendeten Sprachen angepasst (s. a. Amtssprache). In Deutschland und in sterreich wird die deutsche Norm genutzt. In der Schweiz und in Liechtenstein wird aufgrund der Mehrsprachigkeit die fr den franzsischen, deutschen und italienischen Zeichensatz angepasste Schweizer QWERTZ-Tastaturbelegung verwendet. Luxemburg verwendet in den ffentlichen Verwaltungen und Schulen die Schweizer QWERTZ-Tastaturbelegung (Erstsprache Deutsch), in Unternehmen ohne Geschftsbeziehungen zu deutschsprachigen Unternehmen dagegen eher die franzsische AZERTY-Tastaturbelegung. Diese wird auch an fremdsprachlichen Schulen im Land verwendet. Im Heimbereich sind beide Belegungen anzutreffen.


Fr Computertastaturen haben sich auerdem je nach Betriebssystemen eigene Standards etabliert, die sich teilweise an Normen orientieren und teilweise durch eigene Entwicklungen und Traditionen bestimmt sind.


Diese Belegung ermglicht zustzlich die Eingabe aller diakritischen Zeichen und Sonderbuchstaben fr europische Amtssprachen und europischer Minderheitensprachen (sofern diese Lateinschrift verwenden), aller diakritischen Zeichen der vietnamesischen Sprache, aller gngigen wissenschaftlichen Transliterationen anderer Schriften, sowie aller in Europa verwendeten Satzzeichen und einiger Sonderzeichen. Sie bietet eine standardisierte Eingabe fr griechische Buchstaben, Lautschrift (Internationales Phonetisches Alphabet) und zahlreiche mathematische Zeichen.


Mit Stand Ende Juli 2023 stehen noch keine Treiber fr die aktuelle Fassung zur Verfgung, jedoch stehen fr die nur unwesentlich abweichende Entwurfsfassung E DIN 2137-01:2020-11 Treiber fr Windows[8] und Linux zur Verfgung. Auch ist mit Stand Ende Juli 2023 noch keine Hardware erhltlich. Da die aktuelle Fassung der DIN 5008 Bezge auf diese Belegung enthlt,[9] ist mittelfristig mit einer Verfgbarkeit zu rechnen. Da die Belegung zur T1-Belegung aufwrtskompatibel ist, lsst sich die E1-Belegung auf herkmmlichen Tastaturen (T1-Belegung) nachbeschriften.


Die Vorgngerfassung DIN 2137-01:2012-06 definiert neben der Tastaturbelegung T1 auch eine Belegung T2, die allerdings nur eine beschrnkte Verbreitung gefunden hat und deshalb in der Normfassung von 2018 durch die Tastaturbelegung E1 abgelst wurde.


Diese Belegung ermglicht hnlich der aktuellen Tastaturbelegung E1 die Eingabe aller diakritischen Zeichen und Sonderbuchstaben fr europische Amtssprachen und Minderheitensprachen im deutschsprachigen Bereich (sofern diese Lateinschrift verwenden), aller diakritische Zeichen der vietnamesischen Sprache, sowie aller in Europa verwendeten Satzzeichen und einiger Sonderzeichen. Bei der Anordnung der zustzlichen Zeichen wurde die internationale Norm ISO/IEC 9995-3:2010 bercksichtigt; dies erklrt diverse fr deutsche Anwender wenig intuitive Anordnungen.


Die Schweiz hat eine eigene Tastaturbelegung, definiert unter SN 074021:1999.[13] Sie ist in jeder Sprachregion gleich und so ausgelegt, dass alle damit arbeiten knnen. Dies hat zum einen den Vorteil, dass nicht fr jedes Sprachgebiet eigene Schreibmaschinentastaturen (und somit Schreibmaschinenkpfe) entworfen werden mussten. Mindestens so wichtig war aber auch, dass es nur so mglich wurde, dass groe Unternehmen ihr Personal zwischen verschiedenen Regionen der Schweiz austauschen konnten. Die Arbeit der mehrsprachigen Bundesverwaltung wre ohne eine Einheitstastatur zumindest stark erschwert. Auerdem wird mit einer Tastatur, die keine Mglichkeit bietet, Namen und Adressen einer anderen Landessprache zu tippen, der Handel zwischen Sprachregionen gehemmt.


In Frankreich und Belgien werden AZERTY-Tastaturbelegungen verwendet, wobei sich die franzsische und die belgische Variante in der Anordnung einiger Satz- und Sonderzeichen unterscheiden (speziell ?, !, @, -, _, +, = und ). Diese AZERTY-Belegungen unterscheiden sich von gngigen QWERTY-Tastaturbelegungen (wie der der USA) in folgenden wesentlichen Punkten:


Die US-Tastaturbelegung (mit Belegung gem dem US-amerikanischen Standard ANSI-INCITS 154-1988) wird nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern auch in anderen englischsprachigen Lndern (z. B. Australien, English Canada, Hongkong, Neuseeland, Sdafrika, Malaysia, und Indien), aber nicht im Vereinigten Knigreich oder Irland verwendet. Diese beiden Lnder benutzen die UK-Tastaturbelegung.


Die US-Tastaturbelegung enthlt eine weitere Alt-Taste anstelle der Alt-Gr-Taste und verwendet keine Tottasten. Sie bietet keine Mglichkeit, diakritische oder akzentuierte Zeichen einzugeben, was die Tastatur unpassend fr die meisten anderen Sprachen macht. Mitunter wird die US- oder UK-Tastatur von Programmierern in Lndern verwendet, in denen die Tasten fr [] an schlecht erreichbaren Stellen positioniert sind oder nur durch Tastenkombinationen eingegeben werden knnten.[18]


In den Niederlanden werden Windows-Rechner standardmig mit der US-International-Tastaturbelegung ausgeliefert. Es gibt zwar eine von Microsoft extra fr Niederlndisch konzipierte Belegung, aber diese wird kaum verwendet.


Die UK-Tastaturbelegung basiert auf dem britischen Standard BS 4822 und weicht in der Belegung diverser Satz- und Sonderzeichen von der US-Tastaturbelegung ab. Da dieser Standard keine Taste fr den senkrechten Strich vorsieht, dafr aber eine fr den eher selten gebrauchten unterbrochenen Strich, benutzen viele Betriebssysteme eine abgewandelte Version, bei der die AltGr-Taste benutzt wird, um beide Zeichen eingeben zu knnen.


Seit 2021 gibt es eine erweiterte polnische Tastaturbelegung nach polnischem Standard hnlich dem deutschen E1-Layout und dem Layout von Mazovia-Computern von 1985. Diese enthlt auch das Symbol der polnischen Whrung zł. Sie ist in zwei Versionen fr Microsoft Windows verfgbar: mit Buchstabenanordnung QWERTZ und QWERTY.[19]

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