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BBG - Erfahrungen?

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Jens- Birger Schlie

unread,
Apr 9, 2013, 4:50:28 PM4/9/13
to

Hallo Newsgroup,

ich habe schon öfter Wohnungsangebote von der BBG gelesen bin mir aber
nicht ganz sicher ob die OK sind.

Habe neben relativ vielen ungewöhnlich positiven Artikeln z.B. auch
einen Artikel
http://www.braunschweiger-zeitung.de/lokales/Braunschweig/streit-in-der-hermannstrasse-id861761.html
gefunden.

Nun wollte ich fragen, ob Ihr Erfahrungen mit der BBG habt, sollten es
negative sein, gerne auch per Mail.

Viele Grüße,

Jens- Birger Schlie

signature.asc

Sascha Wüstemann

unread,
Apr 9, 2013, 5:35:17 PM4/9/13
to
Jens- Birger Schlie wrote:
...
> Nun wollte ich fragen, ob Ihr Erfahrungen mit der BBG habt, sollten
> es negative sein, gerne auch per Mail.


Meine persönlichen Erfahrungen sind positiv.

Ich selbst bin Mieter bei der BBG und BBG-Mieter-Vertreter und nehme
(fast) immer an Sitzungen teil. Ich kann sagen, dass die BBG natürlich
Ziele verfolgt, um wirtschaftlich gut da zu stehen. Dabei gibt sich
die BBG mieternah und setzt sich in ihren Sitzungen ernsthaft mit
Mieteranliegen auseinander und ist auch gern kompromissbereit oder
auch mal nah am Mieter mit ihren Entscheidungen. Gesetzliche Vorgaben
werden selbstverständlich mit Priorität verfolgt. - Kurz, ich würde
sagen, die BBG macht ihre Arbeit für die Mieter gut.

Es hat in der Vergangenheit Interessen von Mietern gegeben, die im
Widerspruch zu den Interessen der BBG standen. Ich selbst habe das
nicht miterlebt und kann daher nichts dazu sagen. Ich glaube, beide
Teile haben dazugelernt und am Ende an Erfahrung gewonnen...
Auch die Stadt und die BBG haben nicht immer die gleichen Interessen...

Die BBG ist eine "richtige" Genossenschaft und kein Eigentum von
"Heuschrecken".

Wie sich die BBG ihren jeweiligen Mietern gibt, da gibt es sicher
unterschiedliche Erfahrungen, jedoch finde ich als Mieter und
Vertreter, dass man bei der BBG gut aufgehoben ist.

Ich kann daher die BBG empfehlen.

cu
Sascha

Manorainjan Holzapfel

unread,
Apr 10, 2013, 4:21:05 AM4/10/13
to
Am 09.04.2013 23:35, schrieb Sascha Wüstemann:
> Es hat in der Vergangenheit Interessen von Mietern gegeben, die im
> Widerspruch zu den Interessen der BBG standen.

Die BBG?
Wer ist das?
Die Mieter gibt es gar nicht.
Der Genosse Wüstemann sollte wissen,
dass es sich um Nutzungsberechtigte handelt, um Genossen.
Es werden keine Mietverträge abgeschlossen, sondern Nutzungsverträge.
Und "die BBG", das sind alle Genossen zusammen.
Du meinst wohl den Vorstandsvorsitzenden Kalleicher mit "die BBG"?
Oder federführende Leute aus der Bauabteilung?
Oder Mitarbeiter der Teams?

Die Verwaltung der BBG ist recht gut organisiert
und durchaus in der Lage ihre ganz eigenen Interessen durchzusetzen,
egal was die Amateure in der Vertreterversammlung davon halten,
weil diese eben schlecht organisiert sind.
Selber schuld!

Aber,
sage mir einer eine Organisation, in der es nix zu meckern gibt!

Die BBG ist ein ziemlich heterogener Haufen,
weshalb eben jeder seine eigene Sicht der Dinge hat.
Es ist auch eine Hierarchie, aber eine genossenschaftliche.
Man kann sich auch einbringen.
Man kann Deals mit den Bauleuten aushandeln, individuelle Lösungen.
Klappt natürlich nicht immer.
Man kann die Balkon-begrünungs-Wettbewerbe total spießig finden
oder mit Begeisterung mitmachen, wie es beliebt.

Die BBG hat in den letzten Jahrzehnten einiges gerissen.
Und man kann guten Gewissens dort Genosse werden.

Aber wer ist schon bereit
den genossenschaftliche Gedanken auch praktisch mit zu tragen?


--
Manorainjan :-)

< 38114 Braunschweig
< callTo:+49-700-MANORAINJAN (vanity ;-) = 62667246

Gerrit Brodmann

unread,
Apr 10, 2013, 8:20:48 AM4/10/13
to
Sascha W�stemann <ne...@killerhippy.de> wrote:

>Jens- Birger Schlie wrote:
>...
>> Nun wollte ich fragen, ob Ihr Erfahrungen mit der BBG habt, sollten
>> es negative sein, gerne auch per Mail.
>
>
>Meine pers�nlichen Erfahrungen sind positiv.

Meine sind gemischt.

Es scheint da einige Leute im Vorstand zu geben, die sehr auf ihre
eigenen Interessen und Gewinne bedacht sind.

Ich hatte einen Brief bekommen, in dem man mich aufforderte einer
Mieterh�hung zuzustimmen. Hab ich so wie das da stand erstmal nicht
eingesehen, worauf ich direkt vor Gericht zitiert wurde.

Zur Vertretung der BBG ein Anwalt, der im Vorstand sitzt.

Der Richter hat dann erstmal den Sachverhalt erkl�rt, ihm stiess da�
auch etwas sauer auf, da� da gleich vor gericht gezerrt wurde, anstatt
eben im Schreiben den Sachverhalt anst�ndig zu erkl�ren.
Ich durfte also vor Ort zustimmen und die Kosten musste die BBG
tragen. Nach mir waren noch mindestens 5 weitere Verhandlungen zum
selben Thema an dem Tag angesetzt, ebenfalls vertreten durch diesen
Anwalt.

N�chste Nummer, der M�ll...

Wir hatten offene Containertonnen. Diese w�ren angeblich zu teuer,
weil sie von fremden Leuten mit genutzt wurden. Anstatt da einfach ein
Vorh�ngeschloss vor zu setzen haben die M�llklappen installiert.
Nun kostet ein kleiner Beutel M�ll alle 2 Wochen etwas weniger als
vorher der M�ll, aber jeder weitere Beutel liegt um die 5 Euro, also
schon beim 3. Beutel ist man teurer. Ausserdem passt nix mehr in die
Klappe, was etwas sperriger ist.

Die Firma, die jetzt die M�llentsorgung �bernimmt ist irgendwie
verbandelt mit der BBG, w�rde mich nicht wundern, wenn da auch wieder
ein Vorstand mit verdient....

Schon ist auch die Sache mit den Feuermeldern...
Da wird f�r 3 Feuermelder monatlich Miete verlangt, die so hoch ist,
da� Du Dir sp�testens alle halbe Jahr 3 neue Melder kaufen kannst
(eher nach 3 Monaten, wenn Du was im Angebot nimmst).
1x im Jahr kommt dann jemand zur "Wartung", im Prinzip schaut er nur,
ob die Dinger noch da sind, denn Batterien wechseln musst Du auch
selber.


...
>Die BBG ist eine "richtige" Genossenschaft und kein Eigentum von
>"Heuschrecken".

Die Heuschrecken sind dann eher die Funktion�re im Vorstand...



Zum Guten:

Durch die BBG kommst Du eben an Wohnungen ran, die Du anders nicht
bekommst.

Wobei hier gilt: je �lter das Mitgliedspapier ist, desto h�her Dein
Anspruch. Sprich es bekommt der Interessent die ausgeschriebene
Wohnung, der die �ltesten Anteile besitzt.

Theodor.Hellwald

unread,
Apr 10, 2013, 2:23:40 PM4/10/13
to
> ....
>> Die BBG ist eine "richtige" Genossenschaft und kein Eigentum von
>> "Heuschrecken".
>
> Die Heuschrecken sind dann eher die Funktion�re im Vorstand...
>
>
>
> Zum Guten:
>
> Durch die BBG kommst Du eben an Wohnungen ran, die Du anders nicht
> bekommst.
>
> Wobei hier gilt: je �lter das Mitgliedspapier ist, desto h�her Dein
> Anspruch. Sprich es bekommt der Interessent die ausgeschriebene
> Wohnung, der die �ltesten Anteile besitzt.
>
Das ist mit den Rauchmeldern kannst du denen �brigens streitig machen,
erkundige dich mal bei deiner zust�ndigen Feuerwehr, die Dinger sind
zwar vorgeschrieben, aber nicht die 'Wartung' durch eine Firma! Oft
sieht das so aus das auch garnicht richtig angebracht und ger�ft wird,
hast du die Hinweise des Herstellers ausgeh�ndigt bekommen? Das allein
ist schon ein Mangel! MfG theo

Jens- Birger Schlie

unread,
Apr 10, 2013, 4:04:20 PM4/10/13
to

Hallo allerseits,

nochmal eine Nachfrage; ich wollte möglicherweise mal eine Wohnung
Mieten aber nicht umbedingt gleich Genossenschaftsmitglied werden. Das
scheint zwar nicht so teuer zu sein; aber ich glaube nicht dass ich viel
zu der Genossenschaft beitragen kann.

Hat man dann Nachteile zu befürchten?

Viele Grüße,

Jens- Birger Schlie


signature.asc

Manorainjan Holzapfel

unread,
Apr 10, 2013, 5:35:38 PM4/10/13
to
Am 10.04.2013 22:04, schrieb Jens- Birger Schlie:
> ich wollte möglicherweise mal eine Wohnung
> Mieten aber nicht umbedingt gleich Genossenschaftsmitglied werden.

Es liegt in der Natur einer Genossenschaft,
dass sie Leistungen für ihre Genossen erbringt.
Das ist ihr Zweck.
Und willst Du nicht unser Genosse sein,
so lassen wir Dich in unsere Häuser nicht rein ;-)

Geben und nehmen.

> Das scheint zwar nicht so teuer zu sein;

2 Anteile a ca. 500 € kaufen.
Das ist eine Investition mit Dividende.
Von teuer oder so kann da also keine Rede sein.
Es ist eine Beteiligung.
Die Anteile werden nicht verbraten oder verbraucht.
Das sind keine fragwürdigen Aktien.
Bisher hat noch jeder sein Geld wieder bekommen,
der sie wieder verkauft hat.
Das ist ertragreicher als Kaution auf'm Sparkonto.

> aber ich glaube nicht dass ich viel
> zu der Genossenschaft beitragen kann.

Braucht man auch nicht, bis auf die Anteile.
Die "Arbeit" machen ja dann die gewählten Verträäter,
wie Genosse Wüstemann.

> Hat man dann Nachteile zu befürchten?

Ja klar!
Stell Dir vor,
Deine genossenschaftlichen Interessen werden
von Sascha Wüstemann auf der Hauptversammlung vertreten ;-)
Außerdem kommst Du dann in Gefahr, dass ich Dich mit Genosse anrede ;-))
Das will alles wohl überlegt sein!

Gerrit Brodmann

unread,
Apr 11, 2013, 7:27:04 AM4/11/13
to
Jens- Birger Schlie <jens-birg...@arcor.de> wrote:

>
>Hallo allerseits,
>
>nochmal eine Nachfrage; ich wollte m�glicherweise mal eine Wohnung
>Mieten aber nicht umbedingt gleich Genossenschaftsmitglied werden. Das
>scheint zwar nicht so teuer zu sein; aber ich glaube nicht dass ich viel
>zu der Genossenschaft beitragen kann.
>
>Hat man dann Nachteile zu bef�rchten?

Ja, Du wirst die Wohnung der Genossenschaft nicht bekommen, wenn Du
nicht in der Genossenschaft bist.

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