Übrige Todos

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Sebastian Theophil

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Mar 29, 2013, 12:52:51 PM3/29/13
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Liebe Mitstreitende,

Die verbliebenen Todos sind: 

- Domain (abh davon ob der Deliberation.de Typ sich meldet)
- Über Uns Seite (bei Stefan in Arbeit)
- Abonnement Seite (mit Links zu verschiedenen RSS Feeds & E-Mail Abo, bei mir in Arbeit)

Twitter & Facebook sind angelegt und verlinkt. Müssen noch auf dem Blog eingerichtet werden, so dass automatisch gepostet wird. das könnt ihr mit euren privaten Accounts auch machen.

Ich hab auch meine OeF Artikel schon kopiert und die Kommentare bei den Kopien abgeschaltet und Verweise auf den OeF Artikel. Könnt ihr machen, ist aber auch nicht notwendig. Es ist ja nicht mehr leer. 

Logo einbinden, ggf Design ändern, machen wir im laufenden Betrieb und nach Bedarf. Das hält uns nicht vom Start ab. 

Also ein Start in der Woche nach Ostern scheint machbar. 

Viele Grüße & frohe Ostern,
Sebastian 


--
http://theophilsblog.com
https://www.twitter.com/stheophil

Stefan Sasse

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Mar 30, 2013, 2:06:46 PM3/30/13
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So, anbei der aktualisierte Text, Kritik erwünscht. Habe hauptsächlich Theos und meinen Text kombiniert und von der Syntax her angepasst.
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Wir bloggen, weil wir mit der der Qualität der politischen Kommentare im Internet unzufrieden waren und sind. Es gibt hervorragende Blogs, die über Netzpolitik und Medien schreiben - etwa Carta, Netzpolitik oder Neunetz - und es gibt hervorragende Blogs von Experten wie den Verfassungsblog und Kantoos’ VWL Blog oder von Journalisten wie Herdentrieb und das Fazit-Blog. Und dann gibt es viele Experten für die eigene Meinung. Selbststilisierte Gegenöffentlichkeiten gegen einen vermeintlichen Mainstream. Wer sich selbst zur nötigen Gegenöffentlichkeit stilisiert, hat implizit die andere Meinung schon so weit abgewertet, dass eine Auseinandersetzung mit ihr nicht mehr nötig ist. Denn die Gegenposition ist nur der übliche linke, sozialdemokratisierte oder neoliberale “Mainstream” der geistlos wiedergekaut, blind propagiert und von finsteren Mächten so gewollt wird. Es gibt auch einige wenige Blogs quer durch das politische Spektrum, deren Kommentare versuchen, sich von irgendwelchen rigiden Denksystemen zu emanzipieren.

Aber diese Blogs diskutieren zu wenig miteinander, sie fordern sich gegenseitig zu wenig heraus und riskieren damit auch nicht, ihre eigene Meinung herausgefordert zu sehen. Uns interessieren nicht anderer Leute Meinungen als solche, sondern deren Begründungen. Sehen wir die gleichen Tatsachen und bewerten diese anders? Unterscheiden sich unsere Wertvorstellungen? Haben wir ähnliche Zielvorstellungen aber unterschiedliche Annahmen über die beste Vorgehensweise und sind diese Annahmen empirisch begründbar? Politische Überzeugungen basieren auf einer normativen Vorstellung von Richtig und Falsch, auf einem Menschenbild und auf einer Interpretation der Realität. Zu viele politische Kommentare und auch die Politik selbst diskutieren ersteres, implizieren zweiteres, und ignorieren letzteres.

Zu oft werden Dinge bestenfalls halb verstanden, aber einfach nur wiedergekäut und im Ungefähren belassen. Zu oft werden Fakten zugunsten einer guten Geschichte ignoriert oder gar nicht erst recherchiert. Zu oft gehen sowohl Autoren als auch Leser den Weg des größten Skandals, der größten Pointe, des größten Aufregers. Zu oft bricht sich eine "Der Feind meines Feindes ist mein Freund"-Mentalität Bahn. Zu oft werden Dinge in Schwarz oder Weiß gesehen. Zu oft wird "Kompromiss" als Verrat, die Diskussion als überflüssig, das Aufgeben von unhaltbaren Positionen als Schwäche empfunden. Einer informierten, kritischen und demokratischen Öffentlichkeit sind all diese Phänomene abträglich.

Wir haben uns deswegen entschlossen, das Experiment einer eigenen Multi-Autoren-Plattform zu wagen. Wir Autoren sind keinesfalls stets einer Meinung oder auch nur untereinander kompatibel. Unsere Hoffnung ist es vielmehr, Reibungsflächen zu erzeugen, die Debatten und kritische Auseinandersetzungen provozieren, von denen alle Beteiligten etwas haben - auch und ganz besonders die Leser, die weiterhin in den Kommentaren an diesen Debatten teilhaben sollen.

tobiasfuentes

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Mar 31, 2013, 9:27:47 AM3/31/13
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Im großen und ganzen ordentliches Intro.

Zu den Beispielen aber ... Carta, Herdentrieb, Netzpolitik u.a. sind für mich schon keine "hervorragenden Blogs", sondern Negativbeispiele, wegen derer ich überhaupt aktiv werde, insb. Carta (jdf. manchmal) und Herdentrieb ist vielfach ein rotes Tuch. Beim Verfassungsblog bin ich auch skeptisch, das ist auch eher ein Laiendarsteller, richtige Experten gibts beim Beck-Blog. Man sollte also auf Beispiele verzichten, weil wir uns da nicht einig werden. Auch die Blogroll ist eine heikle Sache ... wenn dort etwa Herdentrieb auftaucht, ist das schon der Ehre genug.

Der Teil: "Politische Überzeugungen basieren auf einer normativen Vorstellung von Richtig und Falsch, auf einem Menschenbild und auf einer Interpretation der Realität. Zu viele politische Kommentare und auch die Politik selbst diskutieren ersteres, implizieren zweiteres, und ignorieren letzteres." ... ist etwas ungeschickt. Man "diskutiert" die "normativen Vorstellungen von Richtig und Falsch" oder "Richtig und Falsch" ja im eigentlichen Sinne dann nicht, sondern man geht von Richtig und Falsch aus, weil man Voraussetzungen impliziert (zweitens und drittens). Ich würd's in etwa so formulieren: "... Zu viele politische Kommentare und auch die Politik selbst ist sich der eigenen Schwächen und Missverständnisse insofern nicht bewusst."

Sebastian Theophil

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Mar 31, 2013, 3:37:22 PM3/31/13
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Lieber Stefan,

Ich sehe zwar meine Meinung in Deiner Einleitung gut repräsentiert :-) aber vielleicht können wir etwas kürzer & positiver formulieren was wir wollen? Ich dachte beim Lesen, dass das für die Über Uns Seite etwas lang ist. Es reicht ja, auf Deinen und meinen Artikel zu verlinken, um ein bißchen die Entstehungsgeschichte anzureißen. Etwa so:

Wir bloggen, weil wir mit der der Qualität der politischen Kommentare im Internet unzufrieden waren und sind. [Im ersten Satz Links auf unsere ursprüngl Artikel] Zu viele politische Blogs sehen sich als Gegenöffentlichkeit gegen einen vermeintlichen Mainstream. Aber wer sich selbst zur nötigen Gegenöffentlichkeit stilisiert, hat  die Meinung des Anderen schon so weit abgewertet, dass eine Auseinandersetzung mit ihr nicht mehr nötig ist. [Link auf http://www.arnoldkling.com/blog/about-this-blog/ der das fantastisch zusammenfasst] Denn die Gegenposition ist nur der übliche linke, sozialdemokratisierte oder neoliberale “Mainstream” der geistlos wiedergekaut, blind propagiert und von finsteren Mächten so gewollt wird. Es gibt nur wenige Blogs quer durch das politische Spektrum, deren Kommentare versuchen, sich von irgendwelchen rigiden Denksystemen zu emanzipieren. 

Aber diese Blogs beziehen sich zu wenig aufeinander, sie fordern sich gegenseitig zu wenig heraus. Uns interessieren nicht anderer Leute Meinungen als solche, sondern deren Begründungen. Sehen wir die gleichen Tatsachen und bewerten diese anders? Unterscheiden sich unsere Wertvorstellungen? Haben wir ähnliche Zielvorstellungen aber unterschiedliche Annahmen über die beste Vorgehensweise und sind diese Annahmen empirisch begründbar? 

Deshalb unser Name: deliberare steht für „beratschlagen, abreden, in Bedenken ziehen, Aufschub nehmen“. 

Deliberandum est diu quod statuendum est semel. Es ist längere Zeit zu bedenken, was ein für allemal festzusetzen ist. (Wikipedia)

Danach ein Satz zu jedem Autor + die individuellen Testergebnisse von http://www.politicaltest.net/deu/ und/oder http://www.politicalcompass.org/test (Meine sind angehängt.)

tobiasfuentes

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Apr 4, 2013, 7:18:15 PM4/4/13
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Hallo, hab im doc geantwortet, und hier sind meine Bilder zu politicaltest und politicalcompass.




Stefan Sasse

unread,
Apr 5, 2013, 2:01:26 AM4/5/13
to tobiasfuentes, blogdebat...@googlegroups.com
Habe ebenfalls im Doc geantwortet und meine eigenen Bilder direkt eingestellt.
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