Am 03.02.2013 um 01:35 schrieb tobiasfuentes <
tobias...@live.de>:
> Hallo,
> einen neuen Gemeinschaftsblog würd ich schon empfehlen - wie schon gesagt kann man auf euren eigenen Blogs dann Beiträge verlinken. Ein Name wird sich da finden lassen.
> Blogs, vor allem in Deutschland, hatten und haben es unheimlich schwer. Das wird auch nicht besser. Die Euphorie des Web 2.0 im Hinblick auf Blogs war immer maßlos übertrieben. Bis auf wenige Ausnahmen halte ich Blogs für nahezu irrelevant. Wir müssen überlegen wie wir halbwegs relevant werden könnten.
Das scheint ja auch der Konsens zu sein. Wir fangen an, unseren gemeinsamen Blog zu basteln, und in der Zwischenzeit schreiben wir auf dem OeF. In den USA sind Blogs sowohl in der Politik als auch in der Ökonomenwelt sehr relevant, aber es bloggen eben auch renommierte Ökonomen und tragen Fachdiskussionen auf ihren Blogs aus. Die deutschen Professoren tragen zu viel Statusdenken mit sich rum. Vermittlung ihres Wissens oder öffentliche Auseinandersetzung scheint sie nicht sehr zu interessieren. Deshalb fehlt der deutschen Blogosphäre ein bisschen die inhaltliche Tiefe. Entweder es bloggen Journalisten, dann kann man auch Zeitung lesen, oder Vertreter von Randmeinungen. Die Beiträge sind oft lang und enzyklopädisch und unbezogen.
> Ich hab mal von
alexa.com die Rankings uns ähnlich gelagerter Blogs aufgeschrieben:
>
>
alexa.com Traffic Rank für Deutschland:
> pi-news 1.314, Nachdenkseiten 2.307, bildblog 2.330, stefan-niggemeier 4.080, netzpolitik 4.584, ef-magazin 7.533, indiskretionehrensache 9.116, blicklog 10.340, spiegelfechter 13.373, feynsinn 18.844, duckhome 22.485,
hintergrund.de 30.119, wiesaussieht 41.970, wirtschaftlichefreiheit 56.093, le-bohemien 81.194, bissige-liberale 193.665 ... antibuerokratieteam, ad-sinistram, oeffinger, theophils
>
> Grafik Global Traffic Rank - SF, NDS, netzpolitik, pi-news
>
http://i49.tinypic.com/eq0zk5.jpg
>
> Sowas wie "Populärwissenschaftlichkeit" ist zunächst das A und O, wenn man irgendwo vorne landen will. Für die NDS, Bildblog und Netzpolitik gab es Bedarf. Soweit es etwas anspruchsvoller oder fachspezifischer wird, sackt die Reichweite meist ab. Wiesaussieht ist recht abgeschlagen, wird scheinbar von nur sehr wenigen aber aktiven Leuten besucht. Wir müssen uns wohl vergleichen mit Spiegelfechter und sowas wie Le Bohemien ... Ein ähnlicher Gemeinschaftsblog
rueckseite-magazin.de (seit 2012 online glaub ich) wird bisher überhaupt nicht wahrgenommen, ist kaum messbar. Auch Oeffinger und Theos haben es schwer ...
Dass du meinen Blog da nicht findest, hätte ich dir auch sagen können. Ich kenn ja meine Leserzahlen :-) Ich habe nichts gegen Popularität, denke aber, dass wir das Blog so führen sollten, wie wir es interessant und gut finden. Dann wird es gelesen oder nicht. Auf Leserzahlen schielen oder auf den Erfolg von anderen sollten wir nicht.
Klar ist doch: auch wenn wir am Ende nur 1000 Leser am Tag erreichen, sind es ganz klar die besten 1000 Leser :-)
>
> Theoretisch hat ein ordentlicher Mehr-Autoren-Blog mit gelegentlich Tagesaktualität und provokanten Ansichten nmM schon Potential. Zumal der Oeffinger im linken Spektrum schon bekannt und Anlaufstelle ist, auch um sich ggf. mal wieder aufzuregen. Die Unterschiedlichkeit und vllt Polarisierung der Autoren dürfte es hoffentlich bringen.
>
> Soweit erstmal
> Grüße
> TF
Gruß
Sebastian