So....

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Stefan Sasse

unread,
Feb 1, 2013, 8:41:52 AM2/1/13
to blogdebat...@googlegroups.com
...das wird die erste grᅵᅵere Mail.

Von den Einzelgesprᅵchen her scheint mir Einigkeit darin zu bestehen,
dass ein Multi-Autorenblog aus Reichweiten- und Effizienzgrᅵnden eine
vernᅵnftige Wahl darstellt. Ich wᅵrde im Folgenden kurz darlegen, wie
ich mir das Ganze vorstellen und dann Alternativen debattieren.
Fᅵr den Anfang wᅵrde ich den Aufwand so gering wie mᅵglich halten. Wir
wissen noch nicht wie das funktionieren wird und wie wir zusammen
kᅵnnen. Ich denke daher, ein Minimum an Koordination muss reichen und
eine einfache Plattform, auf der jeder Beitrᅵge ohne groᅵe Umstᅵnde
(Freischaltung durch andere, Lektorat u.ᅵ.) posten kann machen Sinn.
Wenn sich das bewᅵhrt wᅵrde ich mittelfristig gerne eine Art
Magazinformat hinbekommen, aber fᅵr den Anfang ist das wesentlich zu
aufwᅵndig.
Es gibt dementsprechend auch keinerlei Vorgaben fᅵr die Frequenz der
Beitrᅵge, die Themen o.ᅵ. Unterschiedlich viele Beitrᅵge sollten
eigentlich kein besonderes Problem sein. Das gilt besonders fᅵr Jens und
Tobias, die beide bisher kein eigenes Blog betrieben haben und beruflich
recht ausgelastet sind. Aber mit so unterschiedlichen Frequenzen kommen
ja auch andere Multiautorenblogs wie die NDS ganz gut zurecht.
Entscheidend ist, was hinten rauskommt.
Das Team selbst scheint mir ganz gut ausgewogen zu sein: drei eher links
geprᅵgte, zwei eher rechts geprᅵgte Liberale (sofern wir diese
Zuordnungen ᅵberhaupt benutzen wollen). Wenn jemand noch Vorschlᅵge fᅵr
weitere potenzielle Teilnehmer hat, gerne.

Sofern ihr mit diesen grundsᅵtzlichen Richtlinien einverstanden seid
bleibt die Frage nach der Form. Zwei von uns - Theophil und ich -
betreiben jeweils ein eigenes Blog. Das bietet zwei Mᅵglichkeiten:
entweder eine neue Plattform, oder eine der alten ᅵbernehmen und einfach
zum Multiautorenblog ausbauen. Der Vorteil einer ᅵbernahme wᅵre der
Leserstamm und der etablierte Name, der Nachteil wᅵre der etablierte
Name, der eventuell mit einer Person assoziiert wird und die Umgewᅵhnung
schwierig macht. Erneut: allzuviel Aufwand sollte man sich in dieser
frᅵhen Phase noch mit keiner Variante machen.

Zum Schluss habe ich noch einen Disclaimer: ich bin Mitglied bei der VG
Wort und implementiere in jeden meiner Artikel eine Zᅵhlmarke, fᅵr die
es einmal pro Jahr (genug Leser vorausgesetzt) eine Ausschᅵttung gibt.
Ich empfehle euch ebenfalls eine Anmeldung bei VG Wort und wᅵrde auch
prᅵfen, ob wir als "Verlag" registriert werden kᅵnnen. Flattr-Einnahmen
bewegen sich zumindest bei mir im Bagatellrahmen, kᅵnnen aber im Zweifel
ja problemlos zugeordnet werden.

So, jetzt bin ich auf eure Rᅵckmeldungen gespannt.

Lg
Stefan

sthe...@gmail.com

unread,
Feb 2, 2013, 4:43:23 AM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de


Am Freitag, 1. Februar 2013 14:41:52 UTC+1 schrieb Stefan Sasse:
...das wird die erste grᅵᅵere Mail.

Von den Einzelgesprᅵchen her scheint mir Einigkeit darin zu bestehen,
dass ein Multi-Autorenblog aus Reichweiten- und Effizienzgrᅵnden eine
vernᅵnftige Wahl darstellt. Ich wᅵrde im Folgenden kurz darlegen, wie
ich mir das Ganze vorstellen und dann Alternativen debattieren.
Fᅵr den Anfang wᅵrde ich den Aufwand so gering wie mᅵglich halten. Wir
wissen noch nicht wie das funktionieren wird und wie wir zusammen
kᅵnnen. Ich denke daher, ein Minimum an Koordination muss reichen und
eine einfache Plattform, auf der jeder Beitrᅵge ohne groᅵe Umstᅵnde
(Freischaltung durch andere, Lektorat u.ᅵ.) posten kann machen Sinn.
Wenn sich das bewᅵhrt wᅵrde ich mittelfristig gerne eine Art
Magazinformat hinbekommen, aber fᅵr den Anfang ist das wesentlich zu
aufwᅵndig.

Finde ich sehr gut so. 
 
Es gibt dementsprechend auch keinerlei Vorgaben fᅵr die Frequenz der
Beitrᅵge, die Themen o.ᅵ. Unterschiedlich viele Beitrᅵge sollten
eigentlich kein besonderes Problem sein. Das gilt besonders fᅵr Jens und
Tobias, die beide bisher kein eigenes Blog betrieben haben und beruflich
recht ausgelastet sind. Aber mit so unterschiedlichen Frequenzen kommen
ja auch andere Multiautorenblogs wie die NDS ganz gut zurecht.
Entscheidend ist, was hinten rauskommt.

Das Kriterium auf meinem Blog ist primär "Würde ich das auch gerne lesen". Deshalb stehen kürzere Beiträge (idealerweise Link + interessanten Ausschnitt mit interessantem Fakt + Kommentar oder mal eine Grafik / Statistik) neben längeren Beiträgen je nach verfügbarer Zeit. Ich lese gerne Blogs, die auch kürzere Beiträge haben (wie marginalrevolution.com) weil ich gelegentlich auch nicht mehr Zeit zum Lesen habe, weil mich interessante Fakten auch interessieren und weil mich nicht zu jedem Thema gleichermaßen ein langer Meinungsbeitrag interessiert. Eine gute Mischung finde ich da wichtig. Manche Blogs (wie daringfireball) kennzeichnen längere Beiträge in der Überschrift und auch dem RSS Feed mit einem kleinen Symbol. 
 
Das Team selbst scheint mir ganz gut ausgewogen zu sein: drei eher links
geprᅵgte, zwei eher rechts geprᅵgte Liberale (sofern wir diese
Zuordnungen ᅵberhaupt benutzen wollen). Wenn jemand noch Vorschlᅵge fᅵr
weitere potenzielle Teilnehmer hat, gerne.

In welche der beiden Kategorien falle ich denn?
 

Sofern ihr mit diesen grundsᅵtzlichen Richtlinien einverstanden seid
bleibt die Frage nach der Form. Zwei von uns - Theophil und ich -
betreiben jeweils ein eigenes Blog. Das bietet zwei Mᅵglichkeiten:
entweder eine neue Plattform, oder eine der alten ᅵbernehmen und einfach
zum Multiautorenblog ausbauen. Der Vorteil einer ᅵbernahme wᅵre der
Leserstamm und der etablierte Name, der Nachteil wᅵre der etablierte
Name, der eventuell mit einer Person assoziiert wird und die Umgewᅵhnung
schwierig macht. Erneut: allzuviel Aufwand sollte man sich in dieser
frᅵhen Phase noch mit keiner Variante machen.

Also Stefan hat ganz klar mehr Leser als ich. Ich habe auf Tumblr zwar viele Follower, weil mein Blog dort in der Politik-Rubrik gefeatured ist, aber ich denke kaum einer von denen liest das ernsthaft. Insofern fallen nur Stefans Leser ins Gewicht. Mein Vorschlag wäre folgender: 

Wir machen ein neues einfaches Wordpress Blog, erst einmal ohne viel Arbeit. Wordpress scheint mir deutlich besser als Blogger & Tumblr. Tumblr ist für bilderteilende Teenager gemacht und als Textplattform nicht gut und Blogger ist deutlich weniger flexibel als Wordpress. Große Blogs laufen auf Wordpress: http://en.wikipedia.org/wiki/Blog_software

Stefan und ich behalten unsere Blogs (auch weil die schon verlinkt sind oder irgendwo gefeatured sind) und verlinken die neuen Beiträge. Dann schauen wir mal, wie sich die Leser entwickeln. 
 

Zum Schluss habe ich noch einen Disclaimer: ich bin Mitglied bei der VG
Wort und implementiere in jeden meiner Artikel eine Zᅵhlmarke, fᅵr die
es einmal pro Jahr (genug Leser vorausgesetzt) eine Ausschᅵttung gibt.
Ich empfehle euch ebenfalls eine Anmeldung bei VG Wort und wᅵrde auch
prᅵfen, ob wir als "Verlag" registriert werden kᅵnnen. Flattr-Einnahmen
bewegen sich zumindest bei mir im Bagatellrahmen, kᅵnnen aber im Zweifel
ja problemlos zugeordnet werden.

Finde ich ziemlich verrückt, würde mich aber fügen. Bei diesen Verwertungsgesellschafts-Umverteilungsmaschinen kommt doch der Liberale in mir durch. 
 

So, jetzt bin ich auf eure Rᅵckmeldungen gespannt.

Lg
Stefan

Gruß
Sebastian 

PS: Vielleicht stellen wir uns auch mal kurz vor? Was machen wir,  was haben wir studiert, was interessiert uns, wo sehen wir uns politisch etc? Reiche ich dann nach. 

Stefan Sasse

unread,
Feb 2, 2013, 5:03:57 AM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Hi,

ich kenn mich mit Wordpress nicht wirklich aus. Geht da auch ein anderes Format als "alle Beiträge untereinander", so dass wir u.U. Links und längere Beiträge getrennt aufführen?
Was das Behalten der Ursprungsblogs angeht würde ich es so machen wie ich bei den Crossposts mit dem Geschichtsblog schon verfahre: Anriss, "Weiter geht's auf [neuem Blog]", fertig. Auf dem neuen Ding einen Link zum Alten zu machen entwertet die neue Plattform denke ich zu stark.
Ich mag die VG Wort sehr, weil sie definitiv eine Förderung von Schriftstellern erlaubt und kaum Eintrittshürden hat. Meiner Meinung nach kann das Ding die Grundlage des gesamen Onlinejournalismus' sein, aber ich sehe schon, das wäre eine Debatte zwischen mir und Theophil, die wir dann auf die neue Plattform packen können ;)
Kommen wir zur Vorstellung, gute Idee.
Ich bin 28, habe Deutsch, Geschichte und Politik auf Lehramt in Tübingen studiert und mache gerade das Referendariat. Damit bin ich im Sommer fertig und dann wohl arbeitslos, weil BaWü keine Lehrer einstellt grade. Ich bin verheiratet und habe einen neun Monate alten Sohn. Ich bin Mitglied in der Piratenpartei (Betonung liegt aber auf Mitglied, ich engagiere mich jenseits des Mitgliedsbeitrags zumindest derzeit nicht). Abseits von Politik und Geschichte interessiere ich mich für Brettspiele, Videospiele, Filme, Serien und solches Zeug; siehe mein Nerdstream-Blog. Den Rest meiner Interessen kennt ihr ja von den Blogs, ebenso die politische Einstellung.

Lg
Stefan

tobiasfuentes

unread,
Feb 2, 2013, 1:11:32 PM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de


Hallo an alle,

ein neuer Blog ist überraschend, aber wohl doch ne feine Sache. Ich wäre auch stark für wordpress, das macht erfahrungsgemäß mehr her. Von der Textform schlicht und übersichtlich wär schön, und mit normalem Schriftbild. Da gibt's recht große Auswahl http://theme.wordpress.com/ 
Frequenz .. das Blog muss auch nicht unbedingt jeden Tag einen Beitrag bringen.

Zu mir will ich nicht unbedingt allzu viel verraten, 26, aus Thüringen, hab studiert und betreibe zZ vor allem etwas Onlinehandel, etwas chaotische Interessenwechsel, mein zukünftiger Werdegang ist relativ offen. Ich bin klassisch-liberal ausgerichtet, bezeichnete mich als libertär ursprünglich nur um mich von der missverständlichen angelsächsichen Bezeichnung "liberal" abzugrenzen. Bin in keiner Partei und halte persönlich die FDP auch nicht mehr für wählbar, wohl aber aus ganz anderen Gründen als üblich. Interessiere mich vielfältig - Wirtschaft, Gesellschaft, Recht, Politik, Philosophie. Privat: vor allem Musik (hören).

Soweit,
Grüße
TF

Stefan Sasse

unread,
Feb 2, 2013, 1:52:08 PM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Hi Tobias,

die Alternative wäre dass wir auf einem bestehenden Blog bleiben und
Wordpress als Option für später offenhalten, wenn es sich entsprechend
entwickelt. Ich bin da relativ frei. By the way, ich eröffne hiermit
feierlich das Casting für Namen für diese neue Plattform.

Lg
Stefan

jan

unread,
Feb 2, 2013, 4:11:37 PM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Tag zusammen, sorry für die späte Antwort.

Also ich hatte früher mal ein Wordpress-Blog (bzw. es liegt auch immer noch brach rum - http://agendarevue.wordpress.com/). Mit der Plattform kann man schon schöne Sachen machen, z.B. auch magazinigere Layouts wählen, was sich bei höherer Postfrequenz ja anböte. Aber denke auch am sinnvollsten ist erstmal ein paar Monate auf dem Freidenker weiterzumachen. Wenn wir nebenbei einen guten Namen, ein schönes Layout und noch ein zwei gute Ideen und Konzepte für die neue Seite entwickeln, dann können wir immer noch wechseln. Ich würde mich dann auch gerne anbieten, Wordpress einzurichten, zu installieren und layouten usw. Hab ich Spaß dran und ein bisschen Erfahrung drin.

Mein erster Artikel (ich hoffe ich schaff ihn am Sonntag) wird über die Piratenpartei sein und warum sie nicht nur wegen Personalproblemen am Ende ist, sondern weil sie auch ihre inhaltlichen Konzepte nichts taugen - mit Zitaten von Frau Weisband aus den letzten Tagen. Als weitere Ideen habe ich noch die mangelnde Professionalität (fehlendes "Vetting" von Kandidaten, schlechte strategische Kommunkation) des deutschen Politikbetriebs und eine für links und rechts provokative Liste von Co2-Reduktions-Möglichkeiten jenseits der Energiewende ;)

Zu mir: Ich bin 33 Jahre alt, habe in Münster Kowi, Politik und Germanistik studiert, und arbeite zur Zeit etwas lustlos in der Mantelredaktion der Ruhr Nachrichten in Dortmund und nebenbei manchmal für eine kleine Medienberatungsfirma.

Soweit erstmal. Grüße und schönes WE, Jan

Sebastian Theophil

unread,
Feb 2, 2013, 5:28:00 PM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com

Am 02.02.2013 um 22:11 schrieb jan <jan....@ymail.com>:

> Tag zusammen, sorry für die späte Antwort.
>
> Also ich hatte früher mal ein Wordpress-Blog (bzw. es liegt auch immer noch brach rum - http://agendarevue.wordpress.com/). Mit der Plattform kann man schon schöne Sachen machen, z.B. auch magazinigere Layouts wählen, was sich bei höherer Postfrequenz ja anböte.

Sogar die Quartz Webseite (News Ausgründung von The Atlantic) unter qz.com ist Wordpress basiert. Die Flexibilität ist offenbar hoch. Wenn du damit sogar schon ein bisschen Erfahrung hast, um so besser.


> Aber denke auch am sinnvollsten ist erstmal ein paar Monate auf dem Freidenker weiterzumachen. Wenn wir nebenbei einen guten Namen, ein schönes Layout und noch ein zwei gute Ideen und Konzepte für die neue Seite entwickeln, dann können wir immer noch wechseln. Ich würde mich dann auch gerne anbieten, Wordpress einzurichten, zu installieren und layouten usw. Hab ich Spaß dran und ein bisschen Erfahrung drin.

Finde ich pragmatisch und gut.

>
> Mein erster Artikel (ich hoffe ich schaff ihn am Sonntag) wird über die Piratenpartei sein und warum sie nicht nur wegen Personalproblemen am Ende ist, sondern weil sie auch ihre inhaltlichen Konzepte nichts taugen - mit Zitaten von Frau Weisband aus den letzten Tagen. Als weitere Ideen habe ich noch die mangelnde Professionalität (fehlendes "Vetting" von Kandidaten, schlechte strategische Kommunkation) des deutschen Politikbetriebs und eine für links und rechts provokative Liste von Co2-Reduktions-Möglichkeiten jenseits der Energiewende ;)
>
> Zu mir: Ich bin 33 Jahre alt, habe in Münster Kowi, Politik und Germanistik studiert, und arbeite zur Zeit etwas lustlos in der Mantelredaktion der Ruhr Nachrichten in Dortmund und nebenbei manchmal für eine kleine Medienberatungsfirma.
>
> Soweit erstmal. Grüße und schönes WE, Jan

Kurz zu mir: Ich bin 33 Jahre, habe in Berlin Informatik und im Nebenfach Politikwissenschaft studiert und anschließend in Informatik promoviert. Ich arbeite seit dem Studium bei einer Berliner Softwarefirma, bin verheiratet und habe zwei kleine Töchter. Seit einigen Jahren bin ich FDP Mitglied, ohne dass ich deshalb die Partei gut finden würde, so wie sie ist. Das ist eher so ein persönliches Experiment, Mitglied in einem Club zu sein, mit dem man sich nicht voll identifiziert.

Gruß
Sebastian

tobiasfuentes

unread,
Feb 2, 2013, 7:35:30 PM2/2/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Hallo,
einen neuen Gemeinschaftsblog würd ich schon empfehlen - wie schon gesagt kann man auf euren eigenen Blogs dann Beiträge verlinken. Ein Name wird sich da finden lassen.
Blogs, vor allem in Deutschland, hatten und haben es unheimlich schwer. Das wird auch nicht besser. Die Euphorie des Web 2.0 im Hinblick auf Blogs war immer maßlos übertrieben. Bis auf wenige Ausnahmen halte ich Blogs für nahezu irrelevant. Wir müssen überlegen wie wir halbwegs relevant werden könnten. Ich hab mal von alexa.com die Rankings uns ähnlich gelagerter Blogs aufgeschrieben:

alexa.com Traffic Rank für Deutschland:
pi-news 1.314, Nachdenkseiten 2.307, bildblog 2.330, stefan-niggemeier 4.080, netzpolitik 4.584, ef-magazin 7.533, indiskretionehrensache 9.116, blicklog 10.340, spiegelfechter 13.373, feynsinn 18.844, duckhome 22.485, hintergrund.de 30.119, wiesaussieht 41.970, wirtschaftlichefreiheit 56.093, le-bohemien 81.194, bissige-liberale 193.665 ... antibuerokratieteam, ad-sinistram, oeffinger, theophils

Grafik Global Traffic Rank - SF, NDS, netzpolitik, pi-news

Sowas wie "Populärwissenschaftlichkeit" ist zunächst das A und O, wenn man irgendwo vorne landen will. Für die NDS, Bildblog und Netzpolitik gab es Bedarf. Soweit es etwas anspruchsvoller oder fachspezifischer wird, sackt die Reichweite meist ab. Wiesaussieht ist recht abgeschlagen, wird scheinbar von nur sehr wenigen aber aktiven Leuten besucht. Wir müssen uns wohl vergleichen mit Spiegelfechter und sowas wie Le Bohemien ... Ein ähnlicher Gemeinschaftsblog rueckseite-magazin.de (seit 2012 online glaub ich) wird bisher überhaupt nicht wahrgenommen, ist kaum messbar. Auch Oeffinger und Theos haben es schwer ...

Theoretisch hat ein ordentlicher Mehr-Autoren-Blog mit gelegentlich Tagesaktualität und provokanten Ansichten nmM schon Potential. Zumal der Oeffinger im linken Spektrum schon bekannt und Anlaufstelle ist, auch um sich ggf. mal wieder aufzuregen. Die Unterschiedlichkeit und vllt Polarisierung der Autoren dürfte es hoffentlich bringen.

Soweit erstmal
Grüße
TF

Stefan Sasse

unread,
Feb 3, 2013, 6:15:02 AM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Hi Tobias,

die hohen Wertungen für Fenysinn und Duckhome sind deprimierend ^^ Die
Reichweite vor allem am Anfang steht und fällt denke ich mit dem
Crosspromoting. Wir müssen irgendwie auf uns aufmerksam machen. Ich
denke Wiesaussieht würde schon auf uns verlinken, aber NDS ist eher
unwahrscheinlich, und Spiegelfechter allenfalls aus alten Kollegentagen.
Hat jemand Kontakte zum ef-Magazin? Nicht gerade mein Fall, die Jungs,
aber vielleicht würden die ja verlinken.

Lg
Stefan

Sebastian Theophil

unread,
Feb 3, 2013, 8:03:28 AM2/3/13
to tobiasfuentes, blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de

Am 03.02.2013 um 01:35 schrieb tobiasfuentes <tobias...@live.de>:

> Hallo,
> einen neuen Gemeinschaftsblog würd ich schon empfehlen - wie schon gesagt kann man auf euren eigenen Blogs dann Beiträge verlinken. Ein Name wird sich da finden lassen.
> Blogs, vor allem in Deutschland, hatten und haben es unheimlich schwer. Das wird auch nicht besser. Die Euphorie des Web 2.0 im Hinblick auf Blogs war immer maßlos übertrieben. Bis auf wenige Ausnahmen halte ich Blogs für nahezu irrelevant. Wir müssen überlegen wie wir halbwegs relevant werden könnten.

Das scheint ja auch der Konsens zu sein. Wir fangen an, unseren gemeinsamen Blog zu basteln, und in der Zwischenzeit schreiben wir auf dem OeF. In den USA sind Blogs sowohl in der Politik als auch in der Ökonomenwelt sehr relevant, aber es bloggen eben auch renommierte Ökonomen und tragen Fachdiskussionen auf ihren Blogs aus. Die deutschen Professoren tragen zu viel Statusdenken mit sich rum. Vermittlung ihres Wissens oder öffentliche Auseinandersetzung scheint sie nicht sehr zu interessieren. Deshalb fehlt der deutschen Blogosphäre ein bisschen die inhaltliche Tiefe. Entweder es bloggen Journalisten, dann kann man auch Zeitung lesen, oder Vertreter von Randmeinungen. Die Beiträge sind oft lang und enzyklopädisch und unbezogen.


> Ich hab mal von alexa.com die Rankings uns ähnlich gelagerter Blogs aufgeschrieben:
>
> alexa.com Traffic Rank für Deutschland:
> pi-news 1.314, Nachdenkseiten 2.307, bildblog 2.330, stefan-niggemeier 4.080, netzpolitik 4.584, ef-magazin 7.533, indiskretionehrensache 9.116, blicklog 10.340, spiegelfechter 13.373, feynsinn 18.844, duckhome 22.485, hintergrund.de 30.119, wiesaussieht 41.970, wirtschaftlichefreiheit 56.093, le-bohemien 81.194, bissige-liberale 193.665 ... antibuerokratieteam, ad-sinistram, oeffinger, theophils
>
> Grafik Global Traffic Rank - SF, NDS, netzpolitik, pi-news
> http://i49.tinypic.com/eq0zk5.jpg
>
> Sowas wie "Populärwissenschaftlichkeit" ist zunächst das A und O, wenn man irgendwo vorne landen will. Für die NDS, Bildblog und Netzpolitik gab es Bedarf. Soweit es etwas anspruchsvoller oder fachspezifischer wird, sackt die Reichweite meist ab. Wiesaussieht ist recht abgeschlagen, wird scheinbar von nur sehr wenigen aber aktiven Leuten besucht. Wir müssen uns wohl vergleichen mit Spiegelfechter und sowas wie Le Bohemien ... Ein ähnlicher Gemeinschaftsblog rueckseite-magazin.de (seit 2012 online glaub ich) wird bisher überhaupt nicht wahrgenommen, ist kaum messbar. Auch Oeffinger und Theos haben es schwer ...

Dass du meinen Blog da nicht findest, hätte ich dir auch sagen können. Ich kenn ja meine Leserzahlen :-) Ich habe nichts gegen Popularität, denke aber, dass wir das Blog so führen sollten, wie wir es interessant und gut finden. Dann wird es gelesen oder nicht. Auf Leserzahlen schielen oder auf den Erfolg von anderen sollten wir nicht.

Klar ist doch: auch wenn wir am Ende nur 1000 Leser am Tag erreichen, sind es ganz klar die besten 1000 Leser :-)

>
> Theoretisch hat ein ordentlicher Mehr-Autoren-Blog mit gelegentlich Tagesaktualität und provokanten Ansichten nmM schon Potential. Zumal der Oeffinger im linken Spektrum schon bekannt und Anlaufstelle ist, auch um sich ggf. mal wieder aufzuregen. Die Unterschiedlichkeit und vllt Polarisierung der Autoren dürfte es hoffentlich bringen.
>
> Soweit erstmal
> Grüße
> TF

Gruß
Sebastian

Stefan Sasse

unread,
Feb 3, 2013, 8:07:24 AM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Ok, dann schreib ich eine Ankündigung für den OeF für den Umbau zum
Multiautorenblog und dass wir in kurzer Frist (ka, ein, zwei Monate?)
auf ein neues Format wechseln. Ich würde das dann morgen oder Dienstag
raushauen. Schreibt ihr vielleicht eine Minivorstellung für die Leser?
Sonst mach ich das einfach anhander Infos, die ihr rumgeschickt habt.
Wenn ihr mehr Zeit braucht, sagt Bescheid, dann machen wir es
entsprechend später. Ich richte euch auf jeden Fall Accounts beim OeF
ein, checkt auch eure Spamfilter auf die Bestätigungsmail von Blogspot.

jan

unread,
Feb 3, 2013, 8:43:34 AM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Ich sehe, uns eint eine gewisse Verachtung des Feynsinn-Blogs. Das ist doch ein guter Ausgangspunkt ;)

Wir sollten am Anfang unsere Vorstellungen von Reichweite und Relevanz nicht zu hoch setzen. Was Stefan in jahrelanger Arbeit aufgebaut hat ist schon ziemlich respektabel, finde ich. Zu hohe Ziele führen zu Enttäuschung. Reichweite kann man eigentlich nur langsam und mit stetiger Qualität aufbauen. Es sei denn ein Text geht aus irgendwelchen Gründen superviral.

Faktoren, die meiner Meinung nach zum Erfolg beitragen können:

- Überraschung und Streitbarkeit. Siehe das Slate-Magazin, das ganz bewusst öfter gegen festgefahrene Vorurteile und Glaubenssätze anschreibt.
- Nutzwert, nicht immer nur Meinung und Analyse. Damit meine ich klassische journalistische Verfahren. Ein kompliziertes Thema einfach erklären. Eine Übersicht über eine Debatte geben. Informationen zu einem Thema zusammensammeln und aufbereiten. Dürfen auch ruhig mal Artikel in Listenform sein (Die zehn dümmsten Gesetze der schwarz-gelben Regierung usw.) 
- Anschluss an aktuelle Debatten, vor damit auch an andere Blogs
- Gute Distribution über social Media und RSS
- Eine gute Mischung aus längeren und kürzeren Stücken
- Knackige Überschriften und Einstiege und andere journalistische Verfahren, die zur Textqualität beitragen (mal ein Zitat zwischendurch usw)
- Bebilderung ? Meiner Meinung nach ein wichtiger Faktor, auch wenns nur assoziative oder symbolisierende Bilder sind (etwa von Flickr mit cc-Lizenz )
- gute Lesbarkeit und andere Formalia (Zwischenzeilen, Absätze)

jan

unread,
Feb 3, 2013, 8:51:26 AM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Schreib bei mir bitte nur freier Journalist als Job.

Stefan Sasse

unread,
Feb 3, 2013, 9:08:16 AM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Du sprichst da was Gutes an: Bilder. Beim OeF verzichte ich bislang auf
Bilder, um Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Prinzipiell sind Bilder
aber super, weil sie die Artikel wirklich deutlich attraktiver machen
(siehe Geschichtsblog). Wikipedia bietet ja auch gutes Ausgangsmaterial.
Dem Rest deiner Ausführungen stimme ich sofort zu.

jan

unread,
Feb 3, 2013, 9:44:00 AM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Namensvorschlag: Oeffington Post ;-)

Sebastian Theophil

unread,
Feb 3, 2013, 11:42:37 AM2/3/13
to jan, blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Am 03.02.2013 um 15:44 schrieb jan <jan....@ymail.com>:

> Namensvorschlag: Oeffington Post ;-)

Stefan, schreib bei mir nur "Theophil studierte Informatik und Politikwissenschaft. Er lebt und arbeitet in Berlin."

Namensvorschlag Brainstorming
"Streitblog"
"On Common Sense"
"On Common Ground"
"Gemeinsame Sache"
"5 in einem"
"5 Blogger 6 Meinungen"
"Was fehlt"

Schwierig schwierig.

tobiasfuentes

unread,
Feb 3, 2013, 6:43:30 PM2/3/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Seh es ähnlich mit den Faktoren wie Jan.
Nur Bilder würd ich so wenig wie nötig/möglich, einsetzen. Ich empfinde Bebilderung bei privaten Blogs immer als störend und wichtigtuerisch ... bei SF und le-bohemien mag man sich dran gewöhnt haben, aber normalerweise lese ich da gar nicht weiter. Ein Negativbeispiel ist dasdossier .de - für meinen Geschmack hat man da alles falsch gemacht, was möglich ist ... Layout, Bebilderung, Schrifttyp - grauenhaft, es geht nicht schlimmer. Ähnliche Gestaltung wie SF, ich versteh nicht wie man so einen Schrifttyp nehmen kann. Die alte Schrift vom Oeffinger und die von wiesaussieht war an sich recht extravagant für meinen Geschmack, aber man hat sich dran gewöhnt. dasdossier hat mit seinem Layout kaum eine Chance auf Reichweite. Genauso furchtbar ist hintergrund .de, praktisch alle solcher Seiten, sowas braucht niemand. Stefan, du erwähntest, dass du eventuell eine Magazin-Art in deiner Vorstellung hast - nimm dir bitte kein Beispiel an solchen Sachen. Weissgarnix hatte sich ja auch mal kurzzeitig an einer Magazinform probiert ... das war so überladen und unübersichtlich, dass man es rückgängig machte.

Zur Reichweite von Blogs ... Feynsinn und duckhome wundert mich da schon. Feynsinn hat erwähnt er hätte aktuell etwa 2.500 verschiedene Leser pro Tag. Das ist beachtlich ... Ich geringschätze die Relevanz von Blogs so, dass mir angesprochene 1000 schon unheimlich viel vorkommen. Früher hatte ich auch mal eine Hobby-Website über Musik und große Pläne, bin dann noch rechtzeitig zur Einsicht gekommen, dass sowas überflüssig ist.

tobiasfuentes

unread,
Feb 13, 2013, 1:12:51 AM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Kennt ihr das schon: http://starke-meinungen.de/blog ? Auch Multi-Autoren-Blog
Alan Posener ist mir grad positiv aufgefallen, mit der Rezension dieses unsäglichen neuen Schirrmacher Pamphlets. http://starke-meinungen.de/blog/2012/12/25/frank-schirrmachers-ego/

Stefan Sasse

unread,
Feb 13, 2013, 2:30:28 AM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Jupp, ich kenn die Seite, aber ist keine regelmäßige Anlaufstelle von mir.

jan

unread,
Feb 13, 2013, 2:38:21 AM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com
die seite zeigt schön, dass das konzept "meinung" alleine nicht besonders weit trägt. es braucht auch schon mal informatives, spektakuläres, überraschendes.

Stefan Sasse

unread,
Feb 13, 2013, 2:42:00 AM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Die haben mehrere Autoren, aber die scheinen mir schon alle mehr oder
weniger aus der gleichen Ecke zu kommen...oder trügt der Eindruck micht?

tobiasfuentes

unread,
Feb 13, 2013, 11:31:53 AM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Die Unterschiede kommen dort nicht zum Tragen. Es kommt unspektakulär daher und ist unbekannt, obwohl Posener und Klaus Kocks Potential haben. Ist auf 33.341 bei alexa. Zwischen duckhome / hintergrund und wiesaussieht. sprengsatz polarisiert und ist auf 16.405, vor feynsinn.
Man muss schon mal auf den Putz hauen. Zur Kapitalismus-Debatte müssen wir irgendwann mal ne Replik machen.

Stefan Sasse

unread,
Feb 13, 2013, 1:07:28 PM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com
Ich will ehrlich gesagt nicht provozieren um der Provokation wegen. Wir
müssen nicht zwingend riesige Leserzahlen erreichen. Wenn wir eine
qualifizierte Leserschaft haben, ist das letztlich tragfähiger. Aber
wenn sich's anbietet muss man sich natürlich auch nicht künstlich
zurückhalten ;)

tobiasfuentes

unread,
Feb 13, 2013, 2:58:21 PM2/13/13
to blogdebat...@googlegroups.com, ste...@ta-sasse.de
Naja, wie sagt man so schön "höflich im Ton, kompromisslos in der Sache". Im Sinne von Konfrontation anstatt reiner Provokation. Das Intellektuelle von wiesaussieht verbinden mit der Unverschämtheit eines Spiegelfechters.

Sebastian Theophil

unread,
Feb 14, 2013, 9:50:16 AM2/14/13
to tobiasfuentes, blogdebat...@googlegroups.com, Stefan Sasse
Und ändert doch bitte alle eure Passwörter gleich ;-)


2013/2/13 tobiasfuentes <tobias...@live.de>

Naja, wie sagt man so schön "höflich im Ton, kompromisslos in der Sache". Im Sinne von Konfrontation anstatt reiner Provokation. Das Intellektuelle von wiesaussieht verbinden mit der Unverschämtheit eines Spiegelfechters.
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