Hab das "Streitgespräch" auch grad gesehen, wenigstens kam raus, dass man sich weitgehend missverständlich über Begrifflichkeiten streitet. Bei Fantasten wie feynsinn ist das unvermeidlich, und JB hat sein abgeschlossenes widersprüchliches Weltbild über angeblich wilden Kapitalismus.
Sowas können wir sicher mal machen. Nur haben die das spontan und schlagfertig gemacht oder mit schriftlicher Reaktionszeit? Streitgespräche dienen mehr der Unterhaltung, reguläre Stellungnahmen mehr der tieferen Erkenntnis.
Ein Faktenchecker bei mehr abstrakten/wertgebundenen Themen kann schlimmstenfalls auch nur sein Weltbild von sich geben. Es kommt aber nur auf die Kraft der "Argumente" an und die Bereitschaft zur Einsicht und Akzeptanz anderer Wertvorstellungen, soweit man an Grundeinstellungen angelangt ist, auf die man sich nie einigen kann - was nun mal so ist und was auch gut ist. Bei solchen Themen gibt es in letzter Instanz kein wahr oder falsch. Ein guter "Faktenchecker" müsste höchstens da einhaken, wo feynsinn und JB über vagabundierendes Kapital faseln, das zu zähmen sei, sie dabei aber die Konzeption der bösen "Kapitalisten" typischerweise ignorieren. Er müsste sagen - sorry, ihr redet am Thema vorbei; warum geht ihr nicht auf eure Kritiker ein - so wird das nichts, Thema verfehlt. Klar, solche verweigern sich einer solchen Debatte. Mein Streit mit Marc Schanz kürzlich hat das deutlich gemacht.- ich hab bei ihm nicht locker gelassen, ich hab den Finger in die Wunde gelegt - die Muse und Zeit dafür muss man erstmal haben.