die Berichte über die BVG werden fortgesetzt. Der Tagesspiegel
vom 17.9.2003 schreibt:
Die Hälfte der BVG-Mitarbeiter muss gehen
Drastischer Personalabbau geplant: Von derzeit 12 000
Beschäftigten sollen nur noch 6000 beim Verkehrsbetrieb
bleiben
[...] Klaus Kurpjuweit
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/17.09.2003/747362.asp>
Wenn man sich das so durchliest, dann könnte man zum Schluss
kommen, dass es in absehbarer Zukunft gar keine BVG mehr geben
wird, denn durch das nicht zu verhinderne Verringern des
Angebotes bei einem solch geringen Personalstand werden wieder
mehr Fahrgäste auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, was
wiederum die Verluste der BVG erhöht, was wiederum ... ist das
die Absicht dieser Manöver? Kann sich jemand Berlin ohne BVG
bzw. ÖPNV (was für mich untrennbar zusammengehört) vorstellen?
Gruß, Thomas
--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, <mailto:use...@krickstadt.de>
> Wenn man sich das so durchliest, dann könnte man zum Schluss
> kommen, dass es in absehbarer Zukunft gar keine BVG mehr geben
> wird, denn durch das nicht zu verhinderne Verringern des
> Angebotes bei einem solch geringen Personalstand werden wieder
Mit 6000-Mann kann die BVG die Leistung nicht mehr erbringen. Daher lautet die
Lösung: http://www.berlintransport.de
Also die Berlin-Transport bekommt mehr Verkehrsleistungen zugeteilt. Soweit
haette die serstmal keine Auswirkungen für den Kunden, die Busse und Bahnen
fahren trotzdem, eben nur mit Billig-Personal.
> mehr Fahrgäste auf alternative Verkehrsmittel umsteigen, was
> wiederum die Verluste der BVG erhöht, was wiederum ... ist das
> die Absicht dieser Manöver? Kann sich jemand Berlin ohne BVG
> bzw. ÖPNV (was für mich untrennbar zusammengehört) vorstellen?
Zwar nicht wegen dem Personalabbau, aber aufgrund von Kürzungen der Gelder
wird die Leistung weiter zusammengestrichen (ich schrieb hier ja schon öfter,
wir müssten uns auf eine ganz neue Art von Nahverkehr einstellen).
Der Senat hatte sich ja schon im Sommer dieses Jahres von der 80/20 - Regelung
verabschiedet. Was erwartest du nun?
Der Senat verlangt von seinen Verkehrsdienstleistern (S-Bahn und BVG) ein
effektives Angebot für sein Geld, welches er ihnen dafür zahlt. Das ist dann
aber nicht das, was du dir darunter vorstellst.
Beispiel: der S-Bahn wird vorgeworfen, mit zu großen Zuglängen zu fahren. Eine
Untersuchung im Auftrag des Senats hat ergeben, dass die S-Bahn auf den einen
oder anderen Strecken effektiver fahren könnte, wenn sie ein Viertelzug
weniger im Zugverband hat. (Der Vorwurf: die Züge seinen zu lang, zuviel
unnütze Kapazität).
Klar, nur dann haben wir beispielsweise auf der S2 eine Auslastung des
6-Wagen-Zuges wie der Hersteller es für die max. Besetzung vorgibt: 100%
Auslastung, keine Hoffung mehr auf Sitzplätze! Aber wer will das? Daher:
Manchmal muss man auch etwas ineffektiv fahren, um den Kunden zufrieden zu
stellen.
Das interessiert jedoch den Senat nicht, der sagt: diesen Luxus bestelle ich
nicht, dann zahle ich auch nicht dafür. Bei der U-Bahn, wie auch beim Bus hat
man dies ja schon umgesetzt, man kennt die vollen Transportmittel, und fragt
sich, wieso da nicht noch ein Bus extra fahren kann (Linie 148 war für die
www.igeb.org immer wieder ein Streitthema).
Und mit derartigen Tatsachen kann man den Modalsplit 80/20 total vergessen.
Wenn ich mir den U-Bahn-Fahrplan an Samstagen und Sonntagen anschaue, muss ich
nicht lange überlegen, ob ich heute das Auto/ Motorrad nutze, oder nicht. Die
Entscheidung wird mir vom Besteller (Senat) nicht schwer gemacht.
Leider bekommen die Verkehrsunternehmen den Ärger für das miserable Angebot,
dabei diktiert der Besteller das Angebot. Die Beraterfirmen, die für den Senat
so einen Scheiss ausrechnen und empfehlen, sind allerdings keine Fachleute auf
dem ÖPNV-Markt, sondern reine Betriebswirtschaftler! Sie holen sich auch keine
Erfahrungen diesbezüglich, sondern rechnen nur durch, wo man sparen kann. Das
Ergebnis: Ein unattraktives Verkehrssystem! Aber es war auch nicht ihr
Auftrag, ein solches zu schaffen.
--
Eine Terminübersicht für den Bahnfan, die in keinem Favoriten-Ordner fehlen
sollte:
http://www.epilog.de/Rubriken/Termin/Eisenbahn-Berlin.htm
Thomas Krickstadt wrote:
> Drastischer Personalabbau geplant: Von derzeit 12 000
> Beschäftigten sollen nur noch 6000 beim Verkehrsbetrieb
> bleiben
Ist schon Wahnsinn. Als ich 1993 bei der BVG aufhörte waren es noch
28.000 Mitarbeiter. Wie Marco schon sagte, 6.000 Mitarbieter heißt
eindeutig Verlagerung des Fahrpersonals in private Hände. Alles ist eben
darauf angelegt gängige Tarifverträge zu umgehen, weil die Stadt
bankrott ist. Ein Freund von mir, der kürzlich in Stockholm mit der
Connex-T-Banen unterwegs war, war etwas enttäuscht. Connex ist dort
nicht attraktiver als die SJ vorher war, nur billiger im Personal. Die
Züge sind definitiv schmutziger als bei uns in Berlin und die Bahnhöfe
sind zugepisst, also nix mit mehr Service dort.
Gruß
Alex
> 28.000 Mitarbeiter. Wie Marco schon sagte, 6.000 Mitarbieter heißt
> eindeutig Verlagerung des Fahrpersonals in private Hände.
Wobei: http://www.berlintransport.de ist ja nicht Privat, sondern eine 100%
Tochter der BVG, und diese ja wiederum eine 100% Besitzführung der Stadt
Berlin, also auch öffentlich.
Und die Stadt ist es auch, die den rund 6000 Mitarbeitern dann die Sozialhilfe
ausbezahlen darf. Man, da haben wir aber mächtig gespart!
Und: ich sehe keine Chance (wie von der Geschäftsführung angedroht), die
Arbeitsverträge aufzukünden. Zumindest nicht, wenn richtiges Recht gesprochen
wird. In diesem Staat wäre ich mir allerdings vor nichts mehr sicher ...
--
Der Stettiner Bahnhof in Berlin - eine Sonderseite zu einem geheimnisvollen
Bahnhof im Grenzgebiet zwischen Ost und West Berlin - eine S-Bahn Bw, von
deren Existenz nur wenige wussten:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/pic/Nob/nob.html
Marco Miseroni wrote:
> Und: ich sehe keine Chance (wie von der Geschäftsführung angedroht), die
> Arbeitsverträge aufzukünden. Zumindest nicht, wenn richtiges Recht gesprochen
> wird. In diesem Staat wäre ich mir allerdings vor nichts mehr sicher ...
Siehe das Rumgehampel des Senats mit den Zahlungen an die S-Bahn. Da
wird eben auf stümperhaftem Weg erstmal gesagt: Wir zahlen nix, könnte
ja sein, dass sich eine Rechtslücke auftaut, tut sich aber in der Regel
nicht auf. Und schon hat man sich wieder lächerlich gemacht.
Gruß
Alex
> Beispiel: der S-Bahn wird vorgeworfen, mit zu großen Zuglängen zu fahren. Eine
> Untersuchung im Auftrag des Senats hat ergeben, dass die S-Bahn auf den einen
> oder anderen Strecken effektiver fahren könnte, wenn sie ein Viertelzug
> weniger im Zugverband hat. (Der Vorwurf: die Züge seinen zu lang, zuviel
> unnütze Kapazität).
Na wenn ich mir abends z.Z. die S 75 nach Spandau ansehe, kommt mir der
Gedanke aber auch. Vollzüge alle 10 Minuten. Da könnten auch locker
Viertelzüge a la 480er fahren.
Letztens habe ich mich beim aussteigen Bhf. Spandau (Ankunft 23:55 Uhr)
mal umgedreht, ich war der Einzige!
Björn
> Wobei: http://www.berlintransport.de ist ja nicht Privat,
> sondern eine 100% Tochter der BVG, und diese ja wiederum eine
> 100% Besitzführung der Stadt Berlin, also auch öffentlich.
Wobei für BT-Mitarbeiter andere Tarifverträge gelten. Geringerer Lohn
bei höherer Arbeitszeit: darauf läuft heutzutage alles hinaus.
--
Grüße aus der Hauptmannstadt Köpenick
Thoralf
Demgegenüber steht der Einsatz viel zu kurzer Züge, beispielsweise auf
der S 8. Wenn man sich beim Einsteigen großartig umdreht, kann es
passieren, daß man nicht mehr in die völlig überfüllte Bahn paßt.
>Na wenn ich mir abends z.Z. die S 75 nach Spandau ansehe, kommt mir der
>Gedanke aber auch. Vollzüge alle 10 Minuten.
Und dann auf anderen Linien zu kurze Züge. Nach Wannsee auf der S7
sinds momentan Halbzüge, was üblicherweise ok ist, nur am Wochenende
dürften es auch gerne Vollzüge sein.
Christian
--
X-no-Sig: yes
> Na wenn ich mir abends z.Z. die S 75 nach Spandau ansehe, kommt mir der
> Gedanke aber auch. Vollzüge alle 10 Minuten. Da könnten auch locker
> Viertelzüge a la 480er fahren.
Korrekt. Aber hier: Bestellung vom Senat auf Vollzüge!
Gerne haben wir schon oft den Gedanken daran verspielt, dort aus einem Vollzug
2 Halbzüge zu machen, um an Fahrzeuge zu kommen. Schließlich sind Fahrzeuge
derzeit absolute Mangelware. So erhofften wir uns, von der Spandauer Schiene
Züge zur Überbrückung kurzzeitiger Engpässe abzudecken. Aber nix da: Der Senat
besteht auf diesem Stück auf die Vollzüge! So jedenfalls immer die Antwort,
die wir von oben erhalten, wenn wir die Spandauer Züge teilen möchten ...
Ja, das ist schon ein kompliziertes Ding mit der Bestellung ...
> Wobei für BT-Mitarbeiter andere Tarifverträge gelten. Geringerer Lohn
> bei höherer Arbeitszeit: darauf läuft heutzutage alles hinaus.
Klar, darüber unterhalten wir uns ja hier.
--
Gedenkstätte der letzten deutschen Diktatur:
http://www.stiftung-hsh.de/
Ganz so dolle kommt es nicht. Im Videotext ist schon erstes zu lesen:
http://www.berlintext.de/berlintext/berlintext.html
(Derzeit auf Seite 116, ändert sich aber im laufe des Tages noch)
--
Bildungsurlaub mal anders: versteckte Tunnel und Bunker unter und über Berlin:
http://seminare.berliner-unterwelten.de/
> Korrekt. Aber hier: Bestellung vom Senat auf Vollzüge!
> Aber nix da: Der Senat besteht auf diesem Stück auf die Vollzüge! So
> jedenfalls immer die Antwort, die wir von oben erhalten, wenn wir die
> Spandauer Züge teilen möchten ...
Könnte es sein, dass die Herren Politiker, die darüber entscheiden,
selten bis nie (zumindest zu den fraglichen Zeiten) mit der S-Bahn
unterwegs sind?
Christian
--
StVO = S_chienen T_rieb V_ahrzeug O_rdnung
[Reinhard S. am 01.09.2003 in debe]
> Könnte es sein, dass die Herren Politiker, die darüber entscheiden,
> selten bis nie (zumindest zu den fraglichen Zeiten) mit der S-Bahn
> unterwegs sind?
Tja, die Zusammenhänge sind mir nicht erläutert. Man kann ja nicht überall bei
jeden Quatsch immer nachhaken, dann käme man ja nicht mehr zum Arbeiten ...
Evtl. ist die Bestellung auf Vollzüge auf der S75 West mit der
Stadtbahnsperrung nicht abgeglichen ...
--
Der Stadtbahner im Tunnel:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download/Sound/Video006.mp3
Mehr davon unter www.berliner-verkehrsseiten.de/s-bahn
> Korrekt. Aber hier: Bestellung vom Senat auf Vollzüge!
Wenn der Senat schon bestellt (so lange er zahlt ist das wohl
in Ordnung) soll er doch einfach eine 'bedarfsgerechte Ver-
sorgung' von Stadtteil xy bestellen. Wie die Unternehmen das
dann einrichten wäre deren Sache.
Dann könnte bei wenig Bedarf kürzere Züge fahren, wenn
irgend wo gerade 'was los ist', schickt man noch ein paar
mehr auf die Strecke (Kunde droht mit Auftrag!)
> Ja, das ist schon ein kompliziertes Ding mit der Bestellung ...
Wer handelt denn diese Schwachsinnsverträge aus?
Dazu gehören immer *zwei* Seiten.
Gruß
Jochen
>(ich schrieb hier ja schon öfter,
>wir müssten uns auf eine ganz neue Art von Nahverkehr einstellen).
Ich habe nun auch gerade einen Plan gesehen, wie die Bus und Bahntakte
der BVG aussehen sollen. Danach werden sich viele nach den alten
Zeiten zurücksehnen. Viele der Fahrgäste in Berlin werden sich
erheblich umstellen müssen, die Alternative "Auto" kann sich nicht
jeder leisten. Man kann wohl nicht davon ausgehen, daß die VBB-Preise
sinken werden, aber durch die drastische Reduzierung des Angebots wird
es ja faktisch eine Preiserhöhung sein. Auch Sitzplätze wird man auf
dem Weg zur Arbeit nicht mehr so großzügig vorfinden. Dafür werden
aber auch die Parkplätze bewirtschaftet, damit der Umsteiger von
Bahn/Bus aufs Auto gleich weiß, woran er ist.
Gruß André
--
www.berlin-metro.de - Die Berliner U-Bahn Galerie
Die Mailadresse verfaellt am Monatsende.
Dauerhafte Adresse per Nachfrage!
> Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de> wrote:
>
> > Kann sich jemand Berlin ohne BVG bzw. ÖPNV (was für mich untrennbar
> > zusammengehört) vorstellen?
>
> Nein.
Es würde die Hauptstadt Berlin, die sich IMHO ständig mit den anderen
Hauptstädten Europas vergleicht, einen negativen Beigeschmack geben.
Auch wenn die ÖPNV-Netze in anderen Hauptstädten nicht perfekt sind, so
gibt es dort (Paris, London) immerhin U-Bahnen, die in der HVZ häufiger
als alle fünf bzw. zehn Minuten fahren.
Nach Andrés Posting scheinen die Taktausdünnungen in Berlin
weiterzugehen.
Christian
--
"Manche Schüler müssten schon in Klasse 10 pensioniert werden!"
(Jürgen K.)
> Tja, die Zusammenhänge sind mir nicht erläutert. Man kann ja nicht überall bei
> jeden Quatsch immer nachhaken, dann käme man ja nicht mehr zum Arbeiten ...
> Evtl. ist die Bestellung auf Vollzüge auf der S75 West mit der
> Stadtbahnsperrung nicht abgeglichen ...
Und da quatschen diese Politik-Nullen ständig was davon, daß der
Verkehrsbetrieb flexibel sein muß. Etwa um nach der ständig wechselnden
Windrichtung zu tanzen, die Wahlen so mit sich ziehen?
Der Verkehrsbetrieb darf ja gar nicht flexibel sein, um zu bestehen.
Gut, daß in der Berliner Bevölkerung nur wenige die
Verantwortungsbereiche von Herrn S... kennen, ansonsten wäre dieser
wahrscheinlich schon ein paarmal verprügelt worden.
Gruß Oliver
auch am 18.9.2003 werden im Tagesspiegel die Berichte über
die BVG fortgesetzt:
Abschied von der alten BVG - selbst der Name soll weg
Unternehmensvorstand stellte im ICC sein Sanierungskonzept
vor: Wer nicht entlassen wird, soll 30 Prozent weniger
verdienen
[...] Aus den Berliner Verkehrsbetrieben, die einst Berliner
Verkehrs-Aktiengesellschaft hießen, soll die neue Berliner
Verkehrs-Gruppe werden. Demnach bleiben von den heute etwa
13 000 Mitarbeitern nur noch 6000 in der bisherigen BVG.
Weitere 3500 sollen in Tochterunternehmen oder Gemeinschafts-
firmen mit anderen Partnern arbeiten. 3500 würden ganz ihren
Arbeitsplatz verlieren; davon sollen etwa 2000 in den Ruhestand
gehen - auch in den vorzeitigen. Im kommenden Wettbewerb mit
anderen Firmen will die BVG 80 Prozent der heutigen Leistung
behalten. Gelingt dies nicht, müssten weitere Stellen wegfallen.
Außerdem will der Senat, um Geld zu sparen, dass Busse und
Bahnen erheblich weniger fahren.
[...] Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS), dessen Behörde
die Aufsicht über die BVG führt, forderte eine "soziale
Staffelung" beim bevorstehenden Einkommensverzicht. Wer nur
wenig verdiene, könne auch nur auf wenig verzichten, so Wolf.
Einzelheiten erfuhren die Mitarbeiter gestern nicht. "Es gibt
ja auch noch gar kein beschlossenes Konzept", sagte der
Personalratsvorsitzende Uwe Nitzgen.
[...] Die SPD forderte die Beschäftigen gestern zu "Zugeständ-
nissen bei Einkommen und Arbeitszeit" auf. Die FDP entgegnete,
die SPD sei mit ihrem BVG-Latein am Ende. Nach Ansicht der CDU
ist der Senat mit der BVG-Sanierung überfordert. Die Grünen
verlangen, den Solidaritätspakt des öffentlichen Dienstes auf
die BVG zu übertragen.
Klaus Kurpjuweit
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/748671.asp>
Im folgenden Artikel kommt auch ein BVG-Mitarbeiter mit dem
Vornamen André zu Wort:
Hilfloser Fatalismus
Die Nachricht von Entlassung und Lohnkürzung mögen viele
BVG-Mitarbeiter noch nicht glauben
[...] Von Streiks hält sein Arbeitskollege André nicht viel.
"Es gibt nichts mehr zu verteilen." Personalüberhänge zum
Wegrationalisieren gebe es allerdings auch nicht mehr,
zumindest nicht in ihrem Bereich. [...]
[...] Verkehrsmeister Karl-Heinz Thiemann [...] war früher
beim Verkehrskombinat Potsdam. Er würde Einbußen hinnehmen.
"Und ich würde dafür streiken, dass der Name BVG nicht aus
den Büchern verschwindet." [...]
Thomas Loy
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/748686.asp>
Kommentar: Die da oben
Gerd Appenzeller über den Abbau von Personal an der falschen
Stelle
Mit dem öffentlichen Dienst ist es wie mit einem Eisberg.
Man sieht nur einen Teil von ihm, sicherlich nicht nur ein
Siebtel, wie beim Eisberg. [...] Erstaunlicherweise wird,
wenn gespart werden muss, immer nur der sichtbare Teil des
Eisbergs kleiner. [...]
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/747654.asp>
> [...] Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS), dessen Behörde
> die Aufsicht über die BVG führt, forderte eine "soziale
> Staffelung" beim bevorstehenden Einkommensverzicht.
Ich bin auf die nächsten Wahlen gespannt. Ich schätze, von dieser Partei haben
sich viele eine andere Politik erhofft ...
Auf der http://www.pds-berlin.de/politik/presse/pe030917.html ist zu lesen:
17. 9. 2003
BVG auf alten Gleisen
Die verkehrspolitische Sprecherin Jutta Matuschek erklärt:
Die Probleme der BVG sind unübersehbar. Insbesondere die galoppierende
Neuverschuldung und der fortschreitende Anstieg der Kosten, die die BVG zur
Erbringung ihrer Verkehrsleistungen aufwenden muss, sind für Berlin nicht
hinnehmbar. Es zeigt sich, dass das Konzept BSU 2000, das im
Unternehmensvertrag zwischen der BVG und der damaligen großen Koalition
festgelegt wurde - nämlich Personal durch Abwanderung in die privatrechtliche
Tochter Berlin Transport abzubauen und die Einnahmen durch jährliche
Fahrpreissteigerungen zu erhöhen - gescheitert ist.
Dass die BVG mit Blick auf mehr Wettbewerbsfähigkeit und angesichts des Abbaus
der finanzieller Leistungen des Landes Berlin unter veränderten Bedingungen
wirtschaften muss, ist lange bekannt. Dennoch bewegt sie sich auf alten
Gleisen. Die aktuellen Pläne des Vorstandes erscheinen ohne die konsequente
Einbeziehung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie eine Neuauflage des
alten Personalabbaukonzeptes in modifizierter Form. Vorschläge zum
Personalabbau und zum Lohnverzicht müssen für alle Beschäftigten gelten, also
auch in den Vorstandsetagen Gültigkeit haben. Ebenso hinterfragt werden müssen
Pläne, das Verkehrsangebot für die Fahrgäste drastisch zu kürzen. Mit den
Fahrgästen verliert die BVG die Adressaten ihres Bestehens.
Was die BVG bislang nicht eingelöst hat ist eine Kundenoffensive, ein aktives
Programm für die Gewinnung von neuen und die Pflege bisheriger Fahrgäste, ein
Konzept, das die Stärken des Nahverkehrs in einem hoch verdichteten
Ballungsraum gegenüber dem motorisierten Individualverkehr herausstellt, das
die Reisezeiten im ÖPNV verkürzt gegenüber vergleichbaren Zeiten mit dem Auto,
ein Angebot, das für die Kunden einfach und überschaubar und vor allem
jederzeit verfügbar ist, ein Fahrpreissystem, das die Kunden als König
behandelt und nicht als renitente Beförderungsfälle, ein Kundenmanagement, das
die Beschwerden und Wünschen der Kunden ernst nimmt und als kostenlose
Beratungsleistung zur Verbesserung der eigenen Angebote wertschätzt. Mit
Plänen für ein elektronisches Ticketing ist es nicht getan. Wer aber
Wettbewerb als Wettbewerb um mehr Kunden, günstigere Fahrpreise und besseres
Angebot versteht, muss sich nicht fürchten.
> Wenn er Busse und Bahnen ganz abschafft, dieser blöde Senat, kann er noch
> mehr "sparen". <lous de funes>Bretter Bretter Bretter</>
Mir sagte letztens ein guter Vertrauter der Senatsverkehrsverwaltung
scherzhaft:
(sinngem. nicht wortwörtlich)
Ihr (BVG und S-Bahn) würde eigentlich nur kostengünstig fahren, wenn ihr
Druckknöpfe auf den Bahnsteigen installiert, und jeder Kunde einmal drücken
muss, um die Fahrt anzumelden. Erst wenn sich auf der gesamten Linie
ausreichend Kunden (100% des Gesamtfassungsvermögens des Transportmittels)
angemeldet haben fährt der Zug am Startbahnhof los. Dann habt ihr eine 100%
Kostendeckung. Auf der Kirmes/ Jahrmarkt/ Rummel /Oktoberfest wird
schliesslich ebenso gefahren.
Ich schätze, dann täte der VBB sehr viel Kunden schlagartig verlieren ..
Ah, VBB? Was sagt der eigentlich dazu, wenn das Nahverkehrssystem
unattraktiver wird? Gibt es da eine Position? *rauschen im Walde*
: Wenn der Senat schon bestellt (so lange er zahlt ist das wohl
: in Ordnung) soll er doch einfach eine 'bedarfsgerechte Ver-
: sorgung' von Stadtteil xy bestellen. Wie die Unternehmen das
: dann einrichten wäre deren Sache.
Schlechte Idee. Dann gewinnt das Unternehmen, das die billigste Vorstellung
von "bedarfsgerecht" hat (also die schlechteste Verkehrsbedienung anbieten
wird), die Ausschreibung.
Einfluß auf Takte und Anschlüsse sollte der Aufgabenträger schon nehmen.
... Martin
> Mit Parteien hat das alles nichts zu tun. Hirnlose Schlipsis sind
> proportional gleich verteilt auf alle Parteien, Behörden, auf
> Unternehmen und Staat.
Verursacht die Pflege deiner Vorurteile extrem viel Arbeit?
Nicolas
--
Hitzschlag?
Ulrich Giezendanner (SVP) erklärt: "Ich nehme den Zug nach Hannover
oder Mailand, aber doch nicht in der Schweiz."
Sabine
Sabine
> Ich bin auf die nächsten Wahlen gespannt. Ich schätze, von dieser
> Partei haben sich viele eine andere Politik erhofft ...
Da muss man doch nicht gross gespannt sein. Der Fehler wird korrigiert,
der Senat wird wieder anständig.
> Ebenso hinterfragt werden müssen Pläne, das Verkehrsangebot für
> die Fahrgäste drastisch zu kürzen.
Wo ist das Problem? Mit einem Zweirad, welches dazu noch über grosse
Kraft verfügt, ist man ohnehin rascher.
> Was die BVG bislang nicht
> eingelöst hat ist eine Kundenoffensive, ein aktives Programm für
> die Gewinnung von neuen und die Pflege bisheriger Fahrgäste, ein
> Konzept, das die Stärken des Nahverkehrs in einem hoch
> verdichteten Ballungsraum gegenüber dem motorisierten
> Individualverkehr herausstellt,
Die BVG hat daran (so scheint es) kein Interesse, sie hat genug
Fahrgäste, die keine andere Möglichkeit haben.
> das die Reisezeiten im ÖPNV
> verkürzt gegenüber vergleichbaren Zeiten mit dem Auto,
Beschleunigung von Bus und Tram (Ausbau des Tramnetzes inbegriffen)?
Das ist doch die Aufgabe von SPD und S^HPDS.
> Angebot, das für die Kunden einfach und überschaubar und vor allem
> jederzeit verfügbar ist,
24/7? Man möge bestellen.
> ein Fahrpreissystem, das die Kunden als
> König behandelt und nicht als renitente Beförderungsfälle, ein
> Kundenmanagement, das die Beschwerden und Wünschen der Kunden
> ernst nimmt und als kostenlose Beratungsleistung zur Verbesserung
> der eigenen Angebote wertschätzt.
Neue Töne?
> Mit Plänen für ein elektronisches Ticketing ist es nicht getan.
Der "Groschen" bewegt sich, aber er steckt doch fest.
> Einfluß auf Takte und Anschlüsse sollte der Aufgabenträger schon nehmen.
Das schon, aber es ging hier eigentlich mehr um Zuglängen.
Gruß Oliver
> Schlechte Idee. Dann gewinnt das Unternehmen, das die billigste Vorstellung
> von "bedarfsgerecht" hat (also die schlechteste Verkehrsbedienung anbieten
> wird), die Ausschreibung.
Zunächst kann man den Bedarf ja grob definieren (x Sitzplätze pro Einwohner
und Stunde zum Beispiel). Diese Zahl darf nicht unterschritten werden.
Dann sollte es eigentlich im Interesse der Anbieter sein, eine in jeder Beziehung
gute Leistung anzubieten. Schließlich bringt es mehr Kunden, wenn die
Anschlüsse zu anderen Verkehrsmitteln stimmen und wenn sehr flexibel auf
zusätzlichen Bedarf reagiert werden kann.
Mir als Außenstehendem scheint der Einfluss der Politik viel zu groß zu sein.
Gruß
Jochen
>es ging hier eigentlich mehr um Zuglängen.
Zukünftig wird nicht nach Sitzplatzangebot gefahren sondern nach
zulässigem Gesamtgewicht des Fahrzeuges. Erst wenn das erreicht ist,
wird angekuppelt.
> Das wäre gar keine so schlechte Idee, wenn es so eine Art Schienentaxis bzw.
> Schienenbusse gäbe, die schon mit wenigen Leuten gefüllt sind. Aber in
> Hauptverkehrszeiten wären dann zuviele von diesen Dingern unterwegs und es
> gäbe ziemliche Staus an den Bahnhöfen.
Zudem wüde es an einem Sonntag Morgen etwas länger dauern, bis ein Zug kommt
...
> Einfluß auf Takte und Anschlüsse sollte der Aufgabenträger schon nehmen.
Das schon. Aber die Zuglänge unabhängig von der Auslastung festzu-
legen, halte ich nicht für sinnvoll. Der Aufgabenträger könnte doch
zulassen, dass kürzere Züge eingesetzt werden dürfen, wenn dadurch die
Auslastung im Normalfall nicht über einen bestimmten Prozentsatz
steigt.
Robert Weemeyer, Berlin
> Auch wenn die ÖPNV-Netze in anderen Hauptstädten nicht perfekt sind, so
> gibt es dort (Paris, London) immerhin U-Bahnen, die in der HVZ häufiger
> als alle fünf bzw. zehn Minuten fahren.
Die gibt es in Berlin auch.
Und in Rom gibt es nur zwei U-Bahn-Linien, praktisch keinen S-Bahn-
Verkehr und Straßenbahnen fast nur außerhalb der zentralen Bereiche.
Robert Weemeyer, Berlin
In Berlin haben wir (bis auf den Alexanderplatz) auch ekine Straßenbahn in
den zentralen Bereichen (Mitte: Bereich Friedrichstraße, Regierungsviertel,
Charlottenburg: Bereich Tauentzein-Kudamm...)
Und eien Ausbau ist dort nicht vorgesehen, obwohl sehr wohl Bedarf besteht.
Eine Art S-Bahn wird in Rom gegenwärtig mit großem Aufwand aufgebaut.
Und die Straßenbahn wird ind en nächsten Jahren auf einer der zentralen
Achsen in die Innendstadt von Rom nach 70 Jahren Abstinenz zurückkehren
(Verbindung Torre Argentina-Hbf, später auch in die andere Richtung zum
Vatikan)
Beobachtet man die größeren (west-)europäischen Städte, so ist zu
beobachten, daß überall ein ÖPNV-Ausbau stattfindet. Und zwar meist unter
Betrachtung von Schnellverkehrsrelationen , aber auch mit dem Aufbau/Ausbau
eines attraktiven Oberflächenverkehrs (London, Barcelona, Amsterdam, Paris,
Lyon, Rom, Athen, Stockholm,Mailand...)
Berlin ist das schon fast eine Ausnahme: Hier findet inzwischen praktisch
kein Ausbau statt,obwohle s eine ganze Menge schienenwürdeiger Relationen
gibt. Ganz im Gegenteil, es gibt Angebotsreduzierungen und
Stillegungsdiskussionen. Und dabei ist der Modal-Split-Anteil des Berliner
ÖPNV im Vergelich mit ähnlich großen europäischen Städten nicht besonders
hoch. Andere Städte haben im Kernebreich längst 80/20 oder ähnlich - Berlin
hat bald 80% MIV-Anteil...
Viele Grüße aus der neuen Hauptstadt des Automobilverkehrs
Ingolf
Was ist für Dich eine anständiger Senat.
Ich kann mich nicht erinnern, daß wir nach 1990 auch nur einen wirklich
anständigen Senat in dieser Stadt hatten, der die Aufgaben und Probleme
wirklich ernst genomen hat. Erst recht nicht in der Verkehrspolitik.
Berlin träumte immer nur von Größenwahn und vergaß dabei seine Hausaufgaben.
>
> Wo ist das Problem? Mit einem Zweirad, welches dazu noch über grosse
> Kraft verfügt, ist man ohnehin rascher.
Sit das Dein politsiches Ziel? Römische Verkehrsverhältnisse? Mit
irgendwelchen stinkenden Motorrollern, die einem auf dem Bürgersteig fast
die Füße abfahren und deren Fahrer das als Ingbegriff von Coolness und
moderner Mobilität sehen ;-)
> Beschleunigung von Bus und Tram (Ausbau des Tramnetzes inbegriffen)?
> Das ist doch die Aufgabe von SPD und S^HPDS.
In Berlin gilt doch nur eine Logik in der Verkehrspolitik: Bloß keinen
Quadratzentimeter Fläche dem Auto wegnehmen. Das gilt seit 40 Jahren so und
weiter so gemacht! Und Straßenbahnen sind da nur kontraproduktiv in dieser
Politik. Busse im Stau sind da besser, einschließlich Busspuren, die in
Berlin als beliebte Reserverfläche für Parkplätze sowie zusätzliche Stau-
und Abbiegespur an Kreuzungen genutzt werden.
Viele Grüße
Ingolf
> Christian Blome schrieb:
>
> > Auch wenn die ÖPNV-Netze in anderen Hauptstädten nicht perfekt
> > sind, so gibt es dort (Paris, London) immerhin U-Bahnen, die in
> > der HVZ häufiger als alle fünf bzw. zehn Minuten fahren.
>
> Die gibt es in Berlin auch.
... noch.
In Anlehnung an <qu4hmvkflv0ptcm01...@4ax.com> von André
könnte das aber in Berlin bald Vergangenheit sein.
Dass es im Moment noch dichtere Takte gibt, ist mir durchaus bekannt.
Christian, Berlin
--
Musik ist keine basisdemokratische Veranstaltung.
[Götz Alsmann in "Zimmer frei", WDR Fernsehen]
>Wie macht Ihr das bei 'nem H-Zug? :-O
Der bleibt solange in Rudow am Bahnsteig stehen, bis jeder Fahrgast
platziert wurde. Das Warten wird mit Kaffee und belegten Schrippen
überbrückt, die man zu Messepreisen (IFA) erwerben kann. Der Verzehr
selbst mitgebrachter Speisen ist leider nicht erlaubt. Wenn der Zug
voll ist kann er los fahren. Wenn an der nächsten Station jemand
aussteigt, darf auch ein anderer zusteigen. So ist für eine
ausreichende Auslastung des Zuges gesorgt.
> Wenn der Zug voll ist kann er los fahren. Wenn an der nächsten Station
> jemand aussteigt, darf auch ein anderer zusteigen. So ist für eine
> ausreichende Auslastung des Zuges gesorgt.
Und was ist, wenn jede Menge Leute aussteigen, aber keiner mehr
einsteigen möchte? Wird dann gewartet, bis der Zug wieder voll ist?
;-))
Christian
--
"Tausend mal probiert, tausend mal ist nichts passiert
Tausend und eine Schlacht - und es hat PEP gemacht."
[aus dem "PEP-Songbook" von Anna B. ;-) | Wolfgang Hanke, ERI 07/2003]
>Und was ist, wenn jede Menge Leute aussteigen, aber keiner mehr
>einsteigen möchte? Wird dann gewartet, bis der Zug wieder voll ist?
Ja. Das Berliner Fenster wird dann ja auch mit Ton gesendet, da man
mit längeren Wartezeiten rechnet und somit viele zu bewerbender Kunden
aus Langeweile zusehen werden (die BZ hat man ja dann nach 2 Stationen
auswendig gelernt).
Was passiert dann am nächsten Bahnhof, wenn die Anzahl der Leute, die
einsteigen wollen, um 1 höher als die Zahl derjenigen ist, die aussteigen?
Ich gehe ja davon aus, dass es dann Tote (durch Quetschungen) gibt.
Mfg Bert
> Christian Blome schrieb:
>
>> Und was ist, wenn jede Menge Leute aussteigen, aber keiner mehr
>> einsteigen möchte? Wird dann gewartet, bis der Zug wieder voll ist?
>
> Ja. Das Berliner Fenster wird dann ja auch mit Ton gesendet, da man
> mit längeren Wartezeiten rechnet und somit viele zu bewerbender Kunden
> aus Langeweile zusehen werden (die BZ hat man ja dann nach 2 Stationen
> auswendig gelernt).
Darf im Zug getanzt werden?
Zusatzfrage: Was ist, wenn ein Lüfter ausfällt?
Da "ARRRGH!" Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Atheismus mach nachgewiesenermassen blöd, da dies die Logik verklebt.
Intelligente Jünglinge können - nach einigen Jahren der Hingabe an den
Atheismus - kaum noch rechnen. [Hans Joss, dswc, 23.8.2003]
>Was passiert dann am nächsten Bahnhof, wenn die Anzahl der Leute, die
>einsteigen wollen, um 1 höher als die Zahl derjenigen ist, die aussteigen?
Am Fahrkartenautomaten werden Wartenummern ausgegeben wie beim
Arbeitsamt, KFZ-Zulassungsstelle ...
Der mit der letzten Nummer muß draußen bleiben. Es werden sich dann
unter den Fahrgästen sicher auch Warte-Partys organisieren nach dem
Motto "Wir warten auf den Zug - Mit Stullen und Bier im Krug".
Wer mitfahren durfte, geht dann auf eine "After-Drive-Party".
Gruß André
--
www.berlin-metro.de - Die Berliner U-Bahn Galerie
Die Mailadresse verfaellt am Monatsende oder bei erster Spammail.
Dauerhafte Adresse per Nachfrage!
> Und was ist, wenn jede Menge Leute aussteigen, aber keiner mehr
> einsteigen möchte? Wird dann gewartet, bis der Zug wieder voll ist?
>
Dann darf keiner Aussteigen. Die müssen warten, bis ausreichend "Tauschkunden"
da sind. Wenn nicht auf dieser Station, dann evtl. auf der nächsten.
Ich glaube, man hat einen Scheiss, wenn man in einem Zug der U4 steht, er 100%
Besetzung führt und nun endlich abfährt. Es wird ein Problem werden, wieder
aussteigen zu dürfen!
--
101: "U6 - Vorsicht an der Bahnsteigkante", Informationsheft über die
Baumaßnahme auf der Linie U6 zur Verlängerung der Bahnsteige auf 105 Meter
(6-Wagenzüge), BVG, 1996, PDF 33 Seiten. Downloadbar unter:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download
> Wer mitfahren durfte, geht dann auf eine "After-Drive-Party".
Machen wir einen gemeinsamen Verbesserungsvorschlag für die
Marketing-Abteilung draus?
;-)
--
Flucht durch den Nordsüd-Tunnel der S-Bahn - und langsam kommt das Wasser
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/393589502X/302-9296219-8630421
Keine Zeit für Puppen -- ISBN 393589502X
Nein.
;-)
*LOL*
--
Glückssignatur 203: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du die Fahrt mit einem Zug der BR 475 von BWKRV nach BNIS aus dem
Jahre 1983 mit Erlaeuterungen zur Zugtechnik in MP3 zurueckgemailt (5 MB)
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download
>
> Und: ich sehe keine Chance (wie von der Geschäftsführung angedroht), die
> Arbeitsverträge aufzukünden. Zumindest nicht, wenn richtiges Recht
gesprochen
> wird. In diesem Staat wäre ich mir allerdings vor nichts mehr sicher ...
>
>
> --
Gruss
Bontang
Auch wenn mich die Adresse doch vor Neid erblassen lässt: Bitte
Realnamen angeben. Merci!
> Dieses Vorgehen, wird sich dann später in der Sicherheit zeigen.
> Ein Busfahrer, der schlecht bezahlt wird, arbeitet vor oder nach
> der Hauptabrbeit.
Dürfte mit dem Schichtdienst schwierig werden, also veramren die
Mitarbeiter einfach, wenn sie nicht kündigen.
>> Ich bin auf die nächsten Wahlen gespannt. Ich schätze, von dieser
>> Partei haben sich viele eine andere Politik erhofft ...
>
>Da muss man doch nicht gross gespannt sein. Der Fehler wird korrigiert,
>der Senat wird wieder anständig.
Was ist denn ein anständiger Senat? Politiker aller Parteien
propagieren doch inzwischen Personalabbau und Lohnreduzierung, um den
Haushalt zu sanieren. Selbst die Grünen machen da mit.
Also anders gefragt, welche Partei ist überhaupt noch wählbar.
Gruß
Lennart
> Dürfte mit dem Schichtdienst schwierig werden, also veramren die
> Mitarbeiter einfach, wenn sie nicht kündigen.
Ach Nicolas, was glaubst du, was alles so geht. Derartige Verknüpfungen gibt
es heute schon ...
--
Auf die Plätze - Fertig - Los!
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/pic/Hof_B_1979.jpg
> Du hast die Wahl. Ein Hoch auf die Demokratie.
[Kurzer Überblick über die politische Landschaft in unserem schönen Land]
Zustimmung, vielen Dank für die kurze Zusammenfassung, da ist nicht mehr
hinzuzufügen.
--
Glückssignatur 048: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du den Aufsatz "Halten auf Wunsch" im Omnibusverkehr, erschienen in
der 'Der Nahverkehr', Heft 3/02 in PDF (370 Kb) zugemailt.
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/bus
> Ach Nicolas, was glaubst du, was alles so geht.
Ich sagte, dass es _schwierig_ ist.
> Derartige Verknüpfungen gibt es heute schon ...
Prozentsatz? Stadt?
> > Derartige Verknüpfungen gibt es heute schon ...
>
> Prozentsatz? Stadt?
>
Nee so nicht. Eher, dass es Mitarbeiter in Schichtbetrieben gibt, die noch
einen Job nebenbei machen, da das Geld zuhause nicht ausreicht.
Busfahrer, die nebenbei noch einige Leistungen bei Reisebusunternehmen
bringen, oder nebenbei noch Taxi fahren.
--
Glückssignatur 096: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du das Eröffnungsheft von 1976 zur U-Bahnlinie 9 (Leopoldpl. - Osloer
Strasse) in PDF (3 MB, 23 Seiten) zugemailt.
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download
Marco Miseroni wrote:
> "Martin Schmidt" <Ikar...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
>
>
>>Du hast die Wahl. Ein Hoch auf die Demokratie.
>
>
> [Kurzer Überblick über die politische Landschaft in unserem schönen Land]
>
> Zustimmung, vielen Dank für die kurze Zusammenfassung, da ist nicht mehr
> hinzuzufügen.
Bleibt nur noch die Appd übrig. Die haben btw nach jeder Wahl ihr
Wahlversprechen gehalten und von der Wahlkampfkostenerstattung ne
Freibierparty gemacht.
> Nee so nicht. Eher, dass es Mitarbeiter in Schichtbetrieben gibt,
> die noch einen Job nebenbei machen, da das Geld zuhause nicht
> ausreicht.
>
> Busfahrer, die nebenbei noch einige Leistungen bei
> Reisebusunternehmen bringen, oder nebenbei noch Taxi fahren.
Ist das nicht laut bestehendem (Tarif-)Vertrag ausgeschlossen?
Zumindest BT weist darauf auf der Internetseite "Stellenangebote"
ausdrücklich hin.
Christian
--
S-Bahn = Stündliche Bahn :-)
[Reinhard S. am 24.05.2003 in debs]
> Ist das nicht laut bestehendem (Tarif-)Vertrag ausgeschlossen?
>
> Zumindest BT weist darauf auf der Internetseite "Stellenangebote"
> ausdrücklich hin.
Grundsätzlich ist der Arbeitgeber über eine Nebentätigkeit zu informieren. Er
kann diese Ablehnen, wenn beispielsweise die Nebentätigkeit der Firma schadet.
Dies kann sein, weil etwa ein Ingenieur seine Erfahrung der Schering AG und
nebenbei ein ähnliches Produkt / technische Lösung bei BASF erarbeitet.
Logisch, dass Schering diese Nebentätigkeit verbieten würde.
Bei Busfahrern der BVG ist es möglich, nebenbei noch einen Nebenjob zu machen.
Sei es als Taxifahrer oder Busfahrer. Ich selbst kenne einen, der an seinen
freien Tagen für ein Berliner Reisebusunternehmen fährt. Die BVG sah keine
Gefahr für das Unternehmen, wenn er mal eine Tour nach Bayern macht, oder
ähnlich. Nur muss er auf die gesetzlichen Regeln achten: Lenkzeiten und
Ruhezeiten. Dies erfordert eine besonders intensive Abstimmung zwischen beiden
Diensteinteilern.
Natürlich kann ein Unternehmen auch grundsätzlich die Nebentätigkeit
verbieten, um die volle Arbeitskraft vom Arbeitnehmer zu erhalten. Die
Ruhezeiten und dienstfreien Tage dienen der Erholung, ebenso der Urlaub. Wenn
ein Beschäftigter im Urlaub weiterhin arbeit, ist der Sinn des Urlaubes
(Erholung, Auftanken der Arbeitskraft) dahin.
Also: Je nach Unternehmen und Beschäftigungsart verschieden.
> Du gehst dabei aber das Risiko ein, daß das ernstgenmommen und
> umgesetzt wird.
Das wäre dann ja schon mal ein Teil-Erfolg in meinem Unternehmen.
--
Glückssignatur 022: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du eine Broschuere 'Bauen fuer die S-Bahn Berlin' von DB Projekt
Verkehrsbau 2001 in PDF (928Kb) zugemailt.
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/s-bahn/
weitere Berichte über die BVG im Tagesspiegel vom 18.9.2003:
Wenn die BVG spart, dann leiden vor allem ihre Kunden
Linien bei Tram und Bus entfallen, Taktzeiten werden
länger - das Unternehmen will das Angebot um 30 Prozent
kürzen
[...] Klaus Kurpjuweit
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2003/749498.asp>
Die lange Fahrt ins Finanzdesaster
Schon im Frühjahr 2001 wusste die Politik, dass die BVG
die vereinbarten Sanierungsziele nicht erreichen wird
[...] Ulrich Zawatka-Gerlach
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2003/750440.asp>
"Jahrelang hat die CDU die BVG-Sanierung verschleppt"
PDS-Wirtschaftssenator Harald Wolf verteidigt den harten
Sanierungskurs und sozial gestaffelte Lohnkürzungen
[...] Das Gespräch führte Sabine Beikler.
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2003/750473.asp>
Gruß, Thomas
Artikel der letzten Tage:
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/748671.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/748686.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/747654.asp>
--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, <mailto:use...@krickstadt.de>
Mfg Bert
> Was ist denn ein anständiger Senat? Politiker aller Parteien
> propagieren doch inzwischen Personalabbau und Lohnreduzierung, um
> den Haushalt zu sanieren.
Die Konzepte sind allerdings nicht identisch. Der Senat hat im Moment
sehr viele oder gar kein Konzept. Ganz sicher bin ich mir noch nicht.
> Selbst die Grünen machen da mit.
Was hast du erwartet?
> Na die Partei, die Lohnabbau und Kürzungen im sozialen Bereich
> vorantreibt: die SPD
Man soll Dinge tun, die man beherrscht. ;-)
> Oder die Partei, die Kriegseinsätzen deutscher Soldaten zugestimmt
> hat: die Grünen
Dafür würde ich sie nicht kritisieren.
> Oder die Partei, die den Sozialismus im Namen hat und dann beim
> Sozialabbau fleißig mitmacht: die PDS
Bedauerlich und erschrecken ist nur, dass diese Partei gewählt wird.
> Dann wäre noch die Partei, die die Arbeitslosenzahl überhaupt erst
> hat in astronomische Höhen steigen lassen und jetzt so tut, als
> wären sie die Lösung: die CDU
Dir ist schon klar, dass diese hohe Zahl, die zurzeit durchs Fernsehen
geistert, in diesem Zusammenhang nicht unter der CDU entstehen wird?
> Und nicht zu vergessen die Dummschwätzer, die zwar eine große
> Fresse haben, aber kein richtiges Konzept: die FDP
Steuersenkungen sind nicht der schlechteste Ansatz.
> Ich habe dann keine der großen 5 Parteien gewählt.
Und was ist die Alternative?
Ein Bundeskanzler von der Biertrinkerpartei, und ein Yogischer
Flieger als Außenminister?
> Sag ich doch: Dummschwätzer aber kein Konzept. Wie sie die
> Steuersenkungen finazieren wollen, verraten sie uns nicht.
Und wie wollen die Bibeltreuen Christen die Steuersenkungen
gegenfinanzieren? Wie sieht die Energiepolitik der 'Grauen' aus?
Gruß
Jochen
> Was ist für Dich eine anständiger Senat.
> Ich kann mich nicht erinnern, daß wir nach 1990 auch nur einen
> wirklich anständigen Senat in dieser Stadt hatten,
Ich stelle die These auf, dass Wowereit ein miserabler
Bürgermeister, Strieder ein nicht wirklich kompetenter
Stadtentwicklungssenator und Thilo Sarrazin nicht gerade konsequent
ist.
> Sit das Dein politsiches Ziel?
Ich sehe die Wahl meines Verkehrsmittel nicht als politische Ziel
an.
> Römische Verkehrsverhältnisse? Mit
> irgendwelchen stinkenden Motorrollern, die einem auf dem
> Bürgersteig fast die Füße abfahren und deren Fahrer das als
> Ingbegriff von Coolness und moderner Mobilität sehen ;-)
Falls die Plände umgesetzt werden...
> In Berlin gilt doch nur eine Logik in der Verkehrspolitik: Bloß
> keinen Quadratzentimeter Fläche dem Auto wegnehmen.
Willst du jetzt erklären, dass der Zustand der Strassen wunderbar,
aber der Zustand des Schienennetzes katastrophal ist?
> Und Straßenbahnen sind da nur kontraproduktiv in dieser Politik.
> Busse im Stau sind da besser,
Es lässt sich leider nicht bestreiten, dass in Westberlin ein
Nachholbedarf besteht.
> Dafür existiert eine gesetzliche Regelung, die verbietet, einen weiteren Job
> aufzunehmen, bei dem man in Konkurrenz zum anderen Arbeitgeber tritt.
Wo steht die?
Robert Weemeyer, Berlin
Weiter in de.soc.recht.arbeit+soziales
--
Mittwoch, 24. September, 20 Uhr - Kammermusiksaal Philharmonie Berlin
C. P. E. Bach: Johannes-Passion Erstaufführung seit 1772
Sing-Akademie zu Berlin Barockorchester Capriccio Basel
Dirigent: Professor Joshard Daus http://www.sing-akademie.de/
> Wie ich gesagt habe: obwohl es jede Menge andere Parteien gibt, gibt es
> eigentlich keine Alternativen zum derzeitigen Einheitsbrei -> Diktatur.
Woran liegt das denn? Warum vertreten die anderen Parteien keine
anderen Meinungen? Das liegt nicht an (nicht vorhandener) Diktatur,
sondern wohl daran, dass die Alternativen nicht überzeugen.
Robert Weemeyer, Berlin
Weiter in de.org.politik.misc
*gähn* Dann haben es die anderen Parteien nicht geschafft, eine
nennenswerte Anzahl von Wählern von ihrem Programm zu überzeugen. Woran
mag das liegen. Und, auch wenn das die Standardantwort auf solche Klagen
ist: Dann Gründe Deine eigene Partei usw.
F'up2 setzend,
Florian
Dann ist es nicht exakt so, wie ich es geschrieben habe. Ich bezog mich auf
§60 HGB, dessen Wortlaut ich nicht exakt im Kopf habe.
(1) Der Handlungsgehilfe darf ohne Einwilligung des Prinzipals weder ein
Handelsgewerbe betreiben noch in dem Handelszweige des Prinzipals für eigene
oder fremde Rechnung Geschäfte machen.
(2) Die Einwilligung zum Betrieb eines Handelsgewerbes gilt als erteilt,
wenn dem Prinzipal bei der Anstellung des Gehilfen bekannt ist, dass er das
Gewerbe betreibt, und der Prinzipal die Aufgabe des Betriebs nicht
ausdrücklich vereinbart.
Eine Ausnahme kann gegeben sein, wenn eine Genehmigung des Arbeitgebers
vorliegt. Bei Streitigkeiten trägt der Arbeitgeber die Beweislast für das
Vorliegen und den Umfang der Gestattung. Der Arbeitnehmer muss allerdings
die Tatsachen vortragen, aus denen sich die Bewilligung des Arbeitgebers
ergeben soll.
Sollte diese Genehmigung nicht vorliegen, ist dies ein Kündigungsgrund.
Mfg Bert
im Tagesspiegel vom 25.9.2003 wird (wieder) über die Finanzen
der BVG und deren Verwendung für andere Zwecke berichtet:
Die BVG leistete Geburtshilfe für Vivantes
Der verschuldete Verkehrsbetrieb musste auf Betreiben
des Senats einen Kredit für die Gründung der Kranken-
hausgesellschaft aufnehmen
Die BVG ist nicht allein Schuld am hohen Minus auf dem
Konto: Der Verkehrsbetrieb hat auch auf Betreiben des
Senats Kredite aufnehmen müssen. 75 Millionen Euro der
gegenwärtigen Verbindlichkeiten beruhen auf einem Kredit,
den die BVG Anfang der 90er Jahre auf Druck des damaligen
Senats beschaffte. Auf diese Weise besorgte sich der
Senat damals Geld, das zur Gründung der landeseigenen
Krankenhausgesellschaft Vivantes benötigt wurde. Die
BVG musste als Kreditnehmer auftreten, weil sie als
Anstalt des öffentlichen Rechts das Geld der Banken zu
günstigeren Konditionen erhielt als Vivantes in der
Rechtsform einer GmbH.
[...] In all diesen Fällen sei die BVG ohne eigenes
Verschulden in die Schuldenfalle geraten, so [der Vor-
sitzende des Gesamtpersonalrats der BVG, Uwe] Nitzgen.
Dies müsse im weiteren Sanierungskonzept berücksichtigt
werden. Die Misere ausschließlich auf die Personalkosten
zurückzuführen, sei ungerecht.
Doch die BVG hat auch selbst zum Schuldenberg beigetragen,
wie Nitzgen zugibt. So sei durch die Freigabe des Mittel-
einstiegs bei den Bussen die Zahl der Schwarzfahrer
gestiegen, was hier zu Mindereinnahmen von 10 Millionen
Euro geführt habe.
Nicht enthalten in Nitzgens Rechnung ist auch die Verkaufs-
politik der BVG. Durch das Schließen der meisten Schalter
haben viele Fahrgäste Monats- und Jahreskarten bei der
S-Bahn gekauft, die ihren Schalter-Service ausgebaut hat.
Da jeder Betrieb das Geld behalten darf, das er an seinen
Schaltern einnimmt, hat die BVG hier ebenfalls einen
Riesenverlust gemacht. Bis heute haben sich die BVG und
die S-Bahn nicht geeinigt, wie die Einnahmen "gerecht"
untereinander aufgeteilt werden sollen. Klaus Kurpjuweit
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/25.09.2003/753417.asp>
Gruß, Thomas
Weitere Artikel:
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/748671.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/748686.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/18.09.2003/747654.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2003/749498.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2003/750440.asp>
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/19.09.2003/750473.asp>
An dieser "Finanzpolitik" hat sich auch unter dem rot-dunkelroten Senat nix
geändert. Steht nicht heute in der Zeitung, dass die PDS-Sozialsenatorin
erhaltene Spenden für Weihnachtsüberraschungen für die weniger betuchten
Bürger der Stadt für andere Dinge einbehält? War es nicht der geliebte
Finanzsenator, der zweckgebundenes Geld vom Bund für die S-Bahn an die BVG
abzweigt(e)?
Diese "Finanzpolitik" wird in Berlin wohl nie ein Ende nehmen.
> Nicht enthalten in Nitzgens Rechnung ist auch die Verkaufs-
> politik der BVG. Durch das Schließen der meisten Schalter
> haben viele Fahrgäste Monats- und Jahreskarten bei der
> S-Bahn gekauft, die ihren Schalter-Service ausgebaut hat.
> Da jeder Betrieb das Geld behalten darf, das er an seinen
> Schaltern einnimmt, hat die BVG hier ebenfalls einen
> Riesenverlust gemacht. Bis heute haben sich die BVG und
> die S-Bahn nicht geeinigt, wie die Einnahmen "gerecht"
> untereinander aufgeteilt werden sollen. Klaus Kurpjuweit
Willkommen im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg!
Mfg Bert
>
> An dieser "Finanzpolitik" hat sich auch unter dem rot-dunkelroten Senat nix
> geändert. Steht nicht heute in der Zeitung, dass die PDS-Sozialsenatorin
> erhaltene Spenden für Weihnachtsüberraschungen für die weniger betuchten
> Bürger der Stadt für andere Dinge einbehält?
Zwischen unsolider Finanzierung und möglicher Weise nicht ganz
ausgewogenen Sparanstregungen würde ich dann doch unterscheiden.
>War es nicht der geliebte
> Finanzsenator, der zweckgebundenes Geld vom Bund für die S-Bahn an die BVG
> abzweigt(e)?
Glaube kaum, daß der Bund das Land Berlin braucht, wenn er seinem
Tochterunternehmen S-Bahn Geld überweisen wollte.
Daher halte ich es für ziemlich wahrscheinlich, daß die Bahn keinen
automatischen Anspruchauf das Geld hat.
> Diese "Finanzpolitik" wird in Berlin wohl nie ein Ende nehmen.
André