Fahrplan der S21

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Thomas Billik

unread,
Jun 8, 2006, 6:03:41 PM6/8/06
to
Hallo.

Nun gibt es die S21 doch noch:

Gesundbrunnen -> Südkreuz
http://www.igeb.org/S21/s21rs.jpg
Südkreuz -> Gesundbrunnen
http://www.igeb.org/S21/s21rn.jpg

(gültig vom 8.6. bis 11.7.2006)

--
Gruß Thomas

#############################################################
http://www.igeb.org (Homepage des Berliner Fahrgastverbandes IGEB e.V.)

Olaf Baumann

unread,
Jun 8, 2006, 6:12:21 PM6/8/06
to
Thomas Billik" schrieb:

> Nun gibt es die S21 doch noch:
Laut http://forum.bahninfo.de/read.php?9,109209,109209#msg-109209 aber an
den Bahnsteigen als RB geschildert und ohne Ansagen, sowie mit Münchener
Netzspinnen.

Gruß,
Olaf


Markus Jurziczek

unread,
Jun 8, 2006, 6:30:10 PM6/8/06
to
Olaf Baumann schrieb:

> Laut http://forum.bahninfo.de/read.php?9,109209,109209#msg-109209 aber an
> den Bahnsteigen als RB geschildert und ohne Ansagen, sowie mit Münchener
> Netzspinnen.

Korrekt. Ganz richtig ist es mit der S21 auch nicht, das wird die
folgenden Tage noch geklärt wie da weiter mit verfahren wird. Denn
dadurch ergeben sich u.a. tarifrechtliche Fragen. Da war wohl jemand zu
voreilig in der Beschilderung, und übersah die damit verbundenen Probleme.

--
Die neue Nord-Südverbindung für die Ringbahnzüge in Berlin S21:
http://www.eurailpress.com/archiv/showpdf.php?datei=/erparchiv/ei2004/11braun.pdf

http://www.berliner-verkehrsseiten.de/s-bahn/Strecken/Elektrifizierung/S_21/s_21.html

Tilmann Hattop

unread,
Jun 8, 2006, 7:04:44 PM6/8/06
to
Am 09.06.2006, 00:30 Uhr, schrieb Markus Jurziczek
<news...@jurziczek.de>:

>> Laut http://forum.bahninfo.de/read.php?9,109209,109209#msg-109209 aber
>> an den Bahnsteigen als RB geschildert und ohne Ansagen, sowie mit
>> Münchener Netzspinnen.
> Korrekt. Ganz richtig ist es mit der S21 auch nicht, das wird die
> folgenden Tage noch geklärt wie da weiter mit verfahren wird. Denn
> dadurch ergeben sich u.a. tarifrechtliche Fragen. Da war wohl jemand zu
> voreilig in der Beschilderung, und übersah die damit verbundenen
> Probleme.

Welche Tarifrechtlichen Fragen ergeben sich denn bitte? Ob als
Regionalbahn oder S-Bahn agierend wird ein Fahrschein Berlin AB
vorausgesetzt.
Dass an den Bahnsteig-Anzeigern "RB" steht und an der Bahn selbst "S21",
hat mich heute auch etwas verwundert.

In den Zügen wurde übrigens auch die Berliner Netzspinne - sichtlich
provisorisch - angebracht; die Münchner Netzspinne wurde jedoch nicht
abgenommen.

Einen ganz guten Eindruck machten auch die Ansagen im Zug. Es war die
gleiche Stimme, wie sie in münchener S-Bahnen überall zu hören ist, nur
kündigte sie die Berliner Stationen an mit Umsteigemöglichkeiten und das
ganze sogar nochmal auf Englisch.

Es waren heute relativ wenige Leute auf der Linie unterwegs, aber die WM
hat ja auch noch nicht angefangen.

Der von einer Zeitung als "Geisterbahnhof" umschriebene Bahnhof Potsdamer
Platz machte auf mich übrigens einen ähnlichen Eindruck. Viel war da
jedenfalls nicht los; die Anzahl der wartenden Fahrgäste am Bahnsteig
konnte man an einer Hand abzählen.

Gruß Tilmann

--
Erstellt mit Operas revolutionärem E-Mail-Modul: http://www.opera.com/mail/

Robert Weemeyer

unread,
Jun 8, 2006, 7:19:22 PM6/8/06
to
Tilmann Hattop schrieb:

> Welche Tarifrechtlichen Fragen ergeben sich denn bitte?

Ein Beispiel: Kurzstreckenfahrscheine gelten bei der S-Bahn, nicht aber bei
der Regionalbahn.

Robert Weemeyer, Berlin

Thomas Billik

unread,
Jun 9, 2006, 12:36:47 AM6/9/06
to
On Fri, 09 Jun 2006 01:04:44 +0200, "Tilmann Hattop"
<ti...@tiscali.de> wrote:

>
>Welche Tarifrechtlichen Fragen ergeben sich denn bitte? Ob als
>Regionalbahn oder S-Bahn agierend wird ein Fahrschein Berlin AB
>vorausgesetzt.

Soweit ich mitbekommen habe, soll die Konzerntochter S-Bahn-Berlin
GmbH wohl, wie man sieht, nicht sehr erfolgreich interveniert haben.
Was die tarifrechtliche Fragen angeht, sehe ich das ziemlich gelassen,
denn so, wie die Sache aussieht, trägt die DB AG die Kosten für die
S21 selbst. Und sollange die DB AG die Kosten für den WM-Shuttel
selbst trägt, kann sie im Prinzip machen, was sie will.

Dazu berichtet die Berliner Zeitung vom 9.06.2006 wie folgt:

Der WM-Shuttle verbindet das Südkreuz mit Gesundbrunnen
Hauptbahnhof nun besser von Norden und Süden erreichbar

[...]

...
"Der WM-Shuttle ist unser Geschenk an die Berliner und ihre
Gäste", sagte Ingulf Leuschel von der Deutschen Bahn (DB). Die DB
betreibt die S 21 auf eigene Rechnung - ohne direkte Zuschüsse.
...

[...]

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/557418.html
von Peter Neumann

Christian Blome

unread,
Jun 9, 2006, 1:14:16 AM6/9/06
to
Thomas Billik schrieb in bln.verkehr:

> Und sollange die DB AG die Kosten für den WM-Shuttel selbst trägt,
> kann sie im Prinzip machen, was sie will.

Genau deshalb könnte ihr daran gelegen sein, keine
Kurzstreckenfahrausweise anzuerkennen...


Viele Grüße
Christian
--
> Für was ist Ameropa eigentlich die Abkürzung?

Ich glaube, da fehlt ein R. Armer Opa.
[Reinhard S. am 16.11.2003 in debm]

Bernd Geistert

unread,
Jun 9, 2006, 3:44:34 PM6/9/06
to

"Christian Blome" <news05...@sonnenkinder.org> schrieb im Newsbeitrag
news:4esed7F...@individual.net...

> Thomas Billik schrieb in bln.verkehr:
>
>> Und sollange die DB AG die Kosten für den WM-Shuttel selbst trägt,
>> kann sie im Prinzip machen, was sie will.
>
> Genau deshalb könnte ihr daran gelegen sein, keine
> Kurzstreckenfahrausweise anzuerkennen...

Die Bahn hat - leider nur intern den Mitarbeitern - mitgeteilt, dass
VBB-Kurzstreckentickets und Berlin-Ticket S im S-Bahn-Shuttle anerkannt
werden.


Thomas Billik

unread,
Jun 9, 2006, 4:26:41 PM6/9/06
to

Die Münchener Netzspinnen findet man nur in einer Einheit, in den
beiden anderen Einheiten, läßt sich noch nicht mal deren Herkunft
erkennen.

Bilder von einer der drei BR423 Einheiten:
http://www.th-billik.de/blnv/20060609/IMGP3001.html

Auffallend bei den Zügen ist der hohe Wagenboden, der hier in Berlin
etwas störend ist. Und was mir auch aufgefallen ist, daß die Türen
recht schnell von sich aus schließen, wenn niemand mehr im Türbereich
steht. Diese Eigenschaft der Türen, sollte sich mal die S-Bahn-Berlin
GmbH etwas genauer ansehen. Vielleicht läßt sich das bei den lahmen
481ern nachrüsten, um damit den Abfertigungsprozeß zu beschleunigen.
Zusätzlich ließe sich damit in der kalten Jahreszeit das eine oder
andere kW einsparen.

Und OT! Bunte Bilder aus dem Westhafen:
http://www.th-billik.de/blnv/20060609

André Hercher

unread,
Jun 9, 2006, 4:36:21 PM6/9/06
to
Thomas Billik schrieb:

>
> Auffallend bei den Zügen ist der hohe Wagenboden, der hier in Berlin
> etwas störend ist. Und was mir auch aufgefallen ist, daß die Türen
> recht schnell von sich aus schließen, wenn niemand mehr im Türbereich
> steht. Diese Eigenschaft der Türen, sollte sich mal die S-Bahn-Berlin
> GmbH etwas genauer ansehen. Vielleicht läßt sich das bei den lahmen
> 481ern nachrüsten, um damit den Abfertigungsprozeß zu beschleunigen.
> Zusätzlich ließe sich damit in der kalten Jahreszeit das eine oder
> andere kW einsparen.
>

Das schon. Diese Eigenschaft hat aber den Nachteil, daß wenn man am Zug
entlang läuft, um zu dem zum Aussteigen günstigsten Wagen zu kommen, man
dann plötzlich gefahr läuft, auf dem Bahnsteig zurückzubleiben.

André

Fabian Walf

unread,
Jun 9, 2006, 4:56:57 PM6/9/06
to
André Hercher schrieb:

> Thomas Billik schrieb:
>
> >
> > Auffallend bei den Zügen ist der hohe Wagenboden, der hier in Berlin
> > etwas störend ist.

N'Abend!

Die Gleichstrom-S-Bahn hat ungefähr die gleiche Höhe ;-)
Ist jedenfalls besser, als sich beim 425 mit Stufe den Fuß zu
verknacksen oder beim 424 nur zwei Türen zu haben wie am 27. Mai.
Aber natürlich hast Du Recht: Ein Fahrzeug mit 76er Fußbodenhöhe
wäre noch schöner.

> > [TAV]


>
> Das schon. Diese Eigenschaft hat aber den Nachteil, daß wenn man am Zug
> entlang läuft, um zu dem zum Aussteigen günstigsten Wagen zu kommen, man
> dann plötzlich gefahr läuft, auf dem Bahnsteig zurückzubleiben.

Das macht man ja auch nicht ...
(Und im Kurzzug kannst Du ohnehin durchgehen.)
Einzig unschön ist bei den nicht behindertenfreundlichen Türtastern,
daß man das grüne Leuchten so schlecht sieht, man also nicht weiß,
ob die Türen überhaupt noch freigegeben sind.

meint
Fabian

Mike S. Friedrich

unread,
Jun 9, 2006, 7:53:10 PM6/9/06
to
André Hercher wrote:
> Thomas Billik schrieb:

>
>> Und was mir auch aufgefallen ist, daß die Türen
>> recht schnell von sich aus schließen, wenn niemand mehr im Türbereich
>> steht.
>
> Das schon. Diese Eigenschaft hat aber den Nachteil, daß wenn man am Zug
> entlang läuft, um zu dem zum Aussteigen günstigsten Wagen zu kommen, man
> dann plötzlich gefahr läuft, auf dem Bahnsteig zurückzubleiben.

Zitat:
"S-Bahn-Züge halten auf Bahnhöfen nur Sekunden.
Konzentrieren Sie sich beim Einsteigen nicht nur auf einen bestimmten
Wagen!"

(Städtischer Nahverkehr Sommer 1987, S.22)

Gruß
--
Mike S. Friedrich, Rostock

"Wenn Emotionen einen rational handeln ließen, würden sie nicht so
heißen." (Dr. House, Episode 1x03)

Skander Morgenthaler

unread,
Jun 9, 2006, 8:56:32 PM6/9/06
to
Moin,

Fabian Walf wrote:

> André Hercher schrieb:
>
>> Thomas Billik schrieb:

>> > [TAV]


>>
>> Das schon. Diese Eigenschaft hat aber den Nachteil, daß wenn man am Zug
>> entlang läuft, um zu dem zum Aussteigen günstigsten Wagen zu kommen, man
>> dann plötzlich gefahr läuft, auf dem Bahnsteig zurückzubleiben.
>
> Das macht man ja auch nicht ...

Ich muss das regelmäßig machen, wenn ich mein Rad in einen 481er nehmen
möchte. Freilich nicht unbedingt, um beim Aussteigen einen kürzeren Weg zu
haben, sondern um ein Fahrradabteil zu erreichen.

Gruß,
Skander

André Hercher

unread,
Jun 10, 2006, 3:39:27 AM6/10/06
to
Mike S. Friedrich schrieb:

> André Hercher wrote:
>> Thomas Billik schrieb:
>>
>>> Und was mir auch aufgefallen ist, daß die Türen
>>> recht schnell von sich aus schließen, wenn niemand mehr im Türbereich
>>> steht.
>>
>> Das schon. Diese Eigenschaft hat aber den Nachteil, daß wenn man am
>> Zug entlang läuft, um zu dem zum Aussteigen günstigsten Wagen zu
>> kommen, man dann plötzlich gefahr läuft, auf dem Bahnsteig
>> zurückzubleiben.
>
> Zitat:
> "S-Bahn-Züge halten auf Bahnhöfen nur Sekunden.
> Konzentrieren Sie sich beim Einsteigen nicht nur auf einen bestimmten
> Wagen!"
>
> (Städtischer Nahverkehr Sommer 1987, S.22)
>


Soll man sich nun an der Realität oder an solchen Warnungen orientieren?

André

André Hercher

unread,
Jun 10, 2006, 3:41:41 AM6/10/06
to
Skander Morgenthaler schrieb:


Ein weitere Fall sind überfüllte Wagen, was speziell in den Abendstunden
passiert, wenn ohne Rücksicht auf das Verkehrsaufkommen geschwächt wird.

André

Christian Blome

unread,
Jun 10, 2006, 4:15:49 AM6/10/06
to
"Fabian Walf" schrieb in bln.verkehr:

> Ein Fahrzeug mit 76er Fußbodenhöhe wäre noch schöner.

Aber die haben doch nicht so breite Scheiben hinter dem Tf... ;-)


[TAV]

> Einzig unschön ist bei den nicht behindertenfreundlichen Türtastern,
> daß man das grüne Leuchten so schlecht sieht, man also nicht weiß,
> ob die Türen überhaupt noch freigegeben sind.

Unschön ist auch die Anordnung der Lichtschranken in den 42x (3<=x<=6),
die in die Türöffnung gesetzten Fuß nicht immer erkennen. Dass sich die
Türen beim geringsten Widerstand wieder öffnen, weiß nicht jeder
Reisende. Die meisten Reisenden werden von den sich schließenden Türen
überrascht und landen gelegentlich im Spalt...


Viele Grüße
Christian
--
"Später, in ein paar Jahren, haben wir so viele Abiturienten, da muss
ich selbst so einen einfachen Satz erläutern!"
(Jürgen K.)

Bodo Wunderlich

unread,
Jun 10, 2006, 7:43:19 AM6/10/06
to
Hallo,

Tilmann Hattop schrieb:

[...]


> Einen ganz guten Eindruck machten auch die Ansagen im Zug. Es war die
> gleiche Stimme, wie sie in münchener S-Bahnen überall zu hören ist, nur
> kündigte sie die Berliner Stationen an mit Umsteigemöglichkeiten und das
> ganze sogar nochmal auf Englisch.

[...]

Interessant finde ich bei den Ansagen, daß

in der S2 kurz vor dem Bahnhof Friedrichstraße angesagt wird, daß man
hier "to Hauptbahnhof change here..." ansagt,

im Hauptbahnhof bzw. den Zügen, die dort halten und bei denen es
englische Ansagen gibt von "Central station" gesprochen wird ...

aber in der "S21" der Bahnhof zur "Main station" wird (*).

Schöne Grüße,

Bodo Wunderlich

P.S.: SCNR: Müßte es nicht "Spree station" heißen ;-)

Gordon Charles

unread,
Jun 12, 2006, 10:57:50 AM6/12/06
to
Christian Blome wrote:
> schließenden Türen überrascht und landen gelegentlich im Spalt...

In welchem "Spalt"? Zwischen Zug und Bahnsteigkante?

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 12, 2006, 10:58:54 AM6/12/06
to
André Hercher wrote:
> Soll man sich nun an der Realität oder an solchen Warnungen
> orientieren?

[X] Du bist in den letzten zwei Wochen keine Ringbahn gefahren.

Gruß Gordon


Christian Blome

unread,
Jun 12, 2006, 1:09:10 PM6/12/06
to
"Gordon Charles" schrieb in bln.verkehr:

> > schließenden Türen überrascht und landen gelegentlich im Spalt...
>
> In welchem "Spalt"? Zwischen Zug und Bahnsteigkante?

Ja (bei 423 und 424). Beim 425 und 426 landen mehr Leute auf der
Trittstufe für niedrigere Bahnsteige. Darauf kann man übrigens auch
seinen Fuß stellen, ohne dass dieser von der Lichtschranke erfasst wird.


Viele Grüße
Christian
--
"Das ist ein Satz, bei dem ein gesamter Kurs spontane Neurodermitis
bekommen würde." (Jürgen K.)

André Hercher

unread,
Jun 12, 2006, 1:11:50 PM6/12/06
to
Gordon Charles schrieb:

Für meinen Ausflug zum Südkreuz war das durchaus nötig.
Allerdings wußte ich beim Einsteigen Ostkreuz auch noch nicht, ob ich
besser hinten oder vorn einsteige.
(Und wie ich es schrieb, war die Frage auch nicht wirklich auf dem
Bahnsteig Südkreuz zu lösen)


André

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Jun 12, 2006, 3:34:57 PM6/12/06
to
Mike S. Friedrich schrieb:

> Zitat:
> "S-Bahn-Züge halten auf Bahnhöfen nur Sekunden.
> Konzentrieren Sie sich beim Einsteigen nicht nur auf einen bestimmten
> Wagen!"
>
> (Städtischer Nahverkehr Sommer 1987, S.22)

Wir sind hier in bln.verkehr, nicht in hro.verkehr

SCNR,

-kut

Gordon Charles

unread,
Jun 27, 2006, 11:04:05 AM6/27/06
to

Hey, das ist unser Spruch! ;-)

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 27, 2006, 11:21:16 AM6/27/06
to
Skander Morgenthaler wrote:
> Ich muss das regelmäßig machen, wenn ich mein Rad in einen 481er
> nehmen möchte. Freilich nicht unbedingt, um beim Aussteigen einen
> kürzeren Weg zu haben, sondern um ein Fahrradabteil zu erreichen.

Um diesen Fall zu umgehen, gab es doch jahrelang die Grafiken wie
http://www.berlinfahrplan.de/Wagenklein
die in den S-Bahn-Fahrplanheftchen abgedruckt waren. Ich wäre dafür, die
wieder aufleben zu lassen.

Gruß Gordon


Skander Morgenthaler

unread,
Jun 27, 2006, 4:23:49 PM6/27/06
to
Moin,

Gordon Charles wrote:

Prinzipiell weiß ich, wo beim 481er die Fahrradabteile sind. Nicht auswendig
wissen tue ich jedoch, wo wann 3/4-Züge im Einsatz sind, und selbst wenn
ich weiß, dass ein solcher im Einsatz ist, wie er am jeweiligen Bahnsteig
hält. Dafür will ich in letzter Zeit einfach zu selten mit dem Rad in die
S-Bahn (insofern nehme ich das "regelmäßig" von oben zumindest bis zum
Winter wieder zurück). Und es kommt bei der Baureihe durchaus vor, dass man
für den geschilderten Kurz- oder Vollzug richtig stehen würde, aber wegen
eines 3/4-Zug 1/4 ablaufen muss, um zum passenden Abteil zu kommen.

Ich habe noch nicht drauf geachtet, aber werden die 3/4-Züge eigentlich
immer gleich aufgebaut auf die Strecke geschickt? Sonst kann man für
das "mittlere" Abteil den Standort ja noch nicht mal wissen, wenn man
wenigstens die anderen Dinge wüsste.

Gruß,
Skander

André Hercher

unread,
Jun 27, 2006, 4:25:11 PM6/27/06
to
Gordon Charles schrieb:


Und was sollte das bringen?

(Der richtige Platz wären die Fahrtrichtungsanzeiger, aber die versagen
ja schon regelmäßig bei der korrekten Anzeige eines Kurzzuges)


André

Christian Blome

unread,
Jun 27, 2006, 4:31:39 PM6/27/06
to
Skander Morgenthaler schrieb am 27.06.2006 22:23:

[Baureihe 481]

> Und es kommt bei der Baureihe durchaus vor, dass man für den
> geschilderten Kurz- oder Vollzug richtig stehen würde, aber wegen
> eines 3/4-Zug 1/4 ablaufen muss, um zum passenden Abteil zu kommen.

Störend finde ich in diesem Zusammenhang, dass für die mittlerweile auf
vielen Linien üblichen 3/4-Züge keine passende Anzeige auf den
Fallblattanzeigern vorhanden ist. Diese Zügen werden als Vollzug
geschildert.
Wenn man beispielsweise den Fahrplan im Nord-Süd-S-Bahn-Tunnel nicht im
Kopf hat, steht man mit Fahrrad in vielen Fällen falsch, da dort Voll-
und 3/4-Züge im Einsatz sind und in der Anzeige kein Unterschied gemacht
wird.


> Ich habe noch nicht drauf geachtet, aber werden die 3/4-Züge eigentlich
> immer gleich aufgebaut auf die Strecke geschickt?

Nach meiner Beobachtung: nein. Es dürfte nahezu unmöglich sein, beim
Ring, den im Südosten möglichen Dreiecksfahrten und den Fahrten über die
Halenseekurve die Züge immer in gleicher Orientierung fahren zu lassen.


Viele Grüße
Christian
--
Im Eurotunnel muss grundsätzlich im hinteren Fahrstand ein Lokführer
mit Ausbildung in der Flugsicherung sitzen, damit er eventuell
nachfliegende Luftfahrtgeräte aller Art sicher am Zug vorbei dirigieren
kann. ;-) [Phillip S. am 17.07.2003 in debe]


André Hercher

unread,
Jun 27, 2006, 4:45:01 PM6/27/06
to
Skander Morgenthaler schrieb:

> Moin,
>
> Gordon Charles wrote:
>
>> Skander Morgenthaler wrote:
>>> Ich muss das regelmäßig machen, wenn ich mein Rad in einen 481er
>>> nehmen möchte. Freilich nicht unbedingt, um beim Aussteigen einen
>>> kürzeren Weg zu haben, sondern um ein Fahrradabteil zu erreichen.
>> Um diesen Fall zu umgehen, gab es doch jahrelang die Grafiken wie
>> http://www.berlinfahrplan.de/Wagenklein
>> die in den S-Bahn-Fahrplanheftchen abgedruckt waren. Ich wäre dafür, die
>> wieder aufleben zu lassen.
>
> Prinzipiell weiß ich, wo beim 481er die Fahrradabteile sind.

Wüßte auch nicht, was es nützt, dies zu wissen.
Die sogenannten Fahrradabteile sind ab einem bestimmten Füllegrad auch
nicht besser für den Fahrradtrasport geeignet als jeder andere Bereich
des Zugs.

André

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Jun 27, 2006, 6:28:13 PM6/27/06
to
Gordon Charles schrieb:


Ich _weiß_, daß der Spruch aus Berlin stammt. Nur zwei Anmerkungen.

1 "Konzentrieren Sie sich beim Einsteigen nicht nur auf einen bestimmten
Wagen..." hat die Konnotation "...sondern laufen Sie erst einmal den
ganzen Zug entlang." ;-)
2. im Umgang zwischen Mike und mir wird sowieso (fast) jedes legale
Mittel angewendet. :-) Vor allem Alkohol.

SCNR,

-kut

Gordon Charles

unread,
Jun 28, 2006, 12:23:32 PM6/28/06
to
Skander Morgenthaler wrote:
> Nicht
> auswendig wissen tue ich jedoch, wo wann 3/4-Züge im Einsatz sind,

S1: Tageszuggruppe PI Frohnau - Wannsee
S2: Tageszuggruppe WI Buch - Lichtenrade
S41 und S42: alle Züge
S47, S8 und S85 Mo-Fr tagsüber und nur innerhalb Berlins (S8)

> und selbst wenn ich weiß, dass ein solcher im Einsatz ist, wie er am
> jeweiligen Bahnsteig hält.

Dafür gibt es eine H-Tafel (So8) mit dem Zusatz "24x" (24 Achsen hat ein
Dreiviertelzug), an der der Tf mit der Zugspitze anhalten muss. Wenn
diese nicht vorhanden ist, hält er an der H-Tafel ohne Zusatzschild,
also der für Vollzüge.

Grundsatz: In dem Bereich, wo der Kurzzug hält, findest Du auch immer
einen Wagen beim Dreiviertelzug vor. Und wenn Du Dir mal die einzelnen
Haltebereiche ansiehst, wirst Du eine Regel entdecken, dass immer dort
angehalten wird, wo sich auch die Ausgänge befinden, also z.B. bei einem
Ausgang nur an einem Ende des Bahnsteiges halten auch alle Züge an
diesem einen Ende; gibt es an jedem Ende einen Ausgang, wird meist
mittig angehalten.

> Ich habe noch nicht drauf geachtet, aber werden die 3/4-Züge
> eigentlich immer gleich aufgebaut auf die Strecke geschickt? Sonst
> kann man für
> das "mittlere" Abteil den Standort ja noch nicht mal wissen, wenn man
> wenigstens die anderen Dinge wüsste.

Ds ist ein Problem, was man nicht auf Dauer lösen können wird. Da aber
die Abteile am Gelenk vom Aufbau her den Traglastenabteilen ähneln,
sollte dort nichts gegen eine Fahrradbeförderung sprechen. Diese
Wagenübergänge sind in jedem Zug an der gleichen Stelle, auch im
Mittelviertel.

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 28, 2006, 11:52:01 AM6/28/06
to
André Hercher wrote:
> Und was sollte das bringen?

Das bringt dem Reisenden die Information, an welcher Stelle er im Zug
Fahrradabteile erwarten kann.

> (Der richtige Platz wären die Fahrtrichtungsanzeiger, aber die
> versagen ja schon regelmäßig bei der korrekten Anzeige eines
> Kurzzuges)

Du lieber Himmel! Wie sollte man bei dem begrenzten Platz des Anzeigers
genau die Standorte der Fahrradabreile benennen können?

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 28, 2006, 11:59:49 AM6/28/06
to
André Hercher wrote:
> Skander Morgenthaler schrieb:

>> Prinzipiell weiß ich, wo beim 481er die Fahrradabteile sind.
>
> Wüßte auch nicht, was es nützt, dies zu wissen.

Damit sich der Fahrradfahrer danach richten kann.

> Die sogenannten Fahrradabteile sind ab einem bestimmten Füllegrad auch
> nicht besser für den Fahrradtrasport geeignet als jeder andere Bereich
> des Zugs.

Diese Meinung teile ich nicht. Ich meine weder, dass Fahrräder im Gang
zwischen den Abteil-Sitzen noch vor den Türen.einen guten Platz haben.
Sie stören dort die anderen Fahrgäste massiv bzw. blockieren die
Sicherheitseinrichtungen.

Gruß Gordon


Ole Streicher

unread,
Jun 29, 2006, 3:15:13 AM6/29/06
to
Hallo Gordon,

"Gordon Charles" <gordon....@worldonline.de> writes:
> Wie sollte man bei dem begrenzten Platz des Anzeigers genau die
> Standorte der Fahrradabreile benennen können?

Stilisierte Anzeige, die jeden Wagen zeigt und darin in auffaellig
anderer Farbe die Fahrradabteile. Max. 8 Wagen, jeden Wagen potentiell
zweigeteilt (Fahrrad/kein Fahrrad), macht fuer ein Fahrradabteil 1/16
der Gesamtbreite des Anzeigers. Das sollte gut zu lesen sein --
Buchstaben sind da komplexer (zumal die Abteile ja "clustern", also
z.B. nur Anfang/Mitte/Ende des Zuges auftauchen).

Kleines Pictogramm dazu und gut iss. Das Pictogramm erkennt man
wahrscheinlich nur aus der Naehe -- aber wenn man einmal begriffen
hat, dass die "gruenen" Flecken Fahrradabteile sind, braucht man beim
zweiten mal nicht so dicht ranzugehen, und irgendwann hat man die
moeglichen Anzeigen in seine private Mustererkennung integriert.

Warum hat man eigentlich nicht schon bei der Bestellung der Zuege
bzw. bei ihrer Renovierung darauf geachtet, dass Fahrradabteile leicht
zu finden und immer an der gleichen Stelle sind?

Ciao

Ole

Christian Wielandt

unread,
Jun 29, 2006, 3:27:50 AM6/29/06
to
Ole wrote:
> Warum hat man eigentlich nicht schon bei der Bestellung der Zuege
> bzw. bei ihrer Renovierung darauf geachtet, dass Fahrradabteile leicht
> zu finden und immer an der gleichen Stelle sind?

Weil man es den Radfahrern ja nun auch nicht zu einfach machen muss.
Die stehen ja sonst schon überall unter Naturschutz. Wenn ich mir
überlege, wie viel Geld diese ganzen roten Flächen auf den Straßen
gekostet haben, wird mir ganz übel. Vor allem dann, wenn ich daran
denke, dass die meisten Radfahrer sicher weniger Steuern als ich
bezahlen oder gar keine.

Christian


--
Christian Wielandt, Berlin

André Hercher

unread,
Jun 29, 2006, 3:21:58 AM6/29/06
to
Gordon Charles schrieb:

> André Hercher wrote:
>> Und was sollte das bringen?
>
> Das bringt dem Reisenden die Information, an welcher Stelle er im Zug
> Fahrradabteile erwarten kann.

Wie hoch schätzt Du denn den anteil der Fahrgäste, die je einen Blick in
das Fahrplanbuch geworfen haben?
Und wie viele davon können sich das auch noch merken?


>
>> (Der richtige Platz wären die Fahrtrichtungsanzeiger, aber die
>> versagen ja schon regelmäßig bei der korrekten Anzeige eines
>> Kurzzuges)
>
> Du lieber Himmel! Wie sollte man bei dem begrenzten Platz des Anzeigers
> genau die Standorte der Fahrradabreile benennen können?
>

Werden ja gerade neue eingeführt.
Wird wohl allerdings 'ne Weile dauern, ehe die die Krone-Dinger
verschwinden, die nicht einmal anzeigen können, auf welchem Gleis der
nächste Zug in eine Richtung fährt.


André

André Hercher

unread,
Jun 29, 2006, 3:28:55 AM6/29/06
to
Gordon Charles schrieb:

> André Hercher wrote:
>> Skander Morgenthaler schrieb:
>>> Prinzipiell weiß ich, wo beim 481er die Fahrradabteile sind.
>> Wüßte auch nicht, was es nützt, dies zu wissen.
>
> Damit sich der Fahrradfahrer danach richten kann.
>


Und warum sollten sich Radfahrer danach richten?
Weil die Abteile auch nicht für den Transport geeignet sind?

>> Die sogenannten Fahrradabteile sind ab einem bestimmten Füllegrad auch
>> nicht besser für den Fahrradtrasport geeignet als jeder andere Bereich
>> des Zugs.
>
> Diese Meinung teile ich nicht. Ich meine weder, dass Fahrräder im Gang
> zwischen den Abteil-Sitzen noch vor den Türen.einen guten Platz haben.

Solange sich die Türen nicht öffnen - glücklicherweise gibt es ja
Abschnitte ohne wechselnde Bahnsteigseiten - wüßte ich nicht, was gegen
den Türraum spricht. Dort stören sie definitiv keine anderen Fahrgäste.

> Sie stören dort die anderen Fahrgäste massiv bzw. blockieren die
> Sicherheitseinrichtungen.


Im "Fahrradabteil" stören sie auch die Fahrgäste, weil man ab einem
bestimmten Füllegrad nur noch im Gang stehen kann und das Fahhrad so
auch nicht übermäßig stabil trasportiert, wenn man es ständig festhalten
muß.


André

André Hercher

unread,
Jun 29, 2006, 3:32:30 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

> Ole wrote:
>> Warum hat man eigentlich nicht schon bei der Bestellung der Zuege
>> bzw. bei ihrer Renovierung darauf geachtet, dass Fahrradabteile leicht
>> zu finden und immer an der gleichen Stelle sind?
>
> Weil man es den Radfahrern ja nun auch nicht zu einfach machen muss.
> Die stehen ja sonst schon überall unter Naturschutz. Wenn ich mir
> überlege, wie viel Geld diese ganzen roten Flächen auf den Straßen
> gekostet haben, wird mir ganz übel.

Erheblich weniger als für die nicht roten Flächen. Und da ist der Nutzen
auch noch geringer.

André

Christian Wielandt

unread,
Jun 29, 2006, 3:43:38 AM6/29/06
to
André wrote:
> Erheblich weniger als für die nicht roten Flächen. Und da ist der Nutzen
> auch noch geringer.

Diese Aussage verstehe ich jetzt nicht. Was genau möchtest Du
ausdrücken? Fakt ist doch, dass diese roten Flächen viel Geld kosten.
Und dieses Geld kommt zum überwiegenden Teil nicht von den Radfahrern.

Message has been deleted

Matthias Koehler

unread,
Jun 29, 2006, 4:11:35 AM6/29/06
to
[Hergen:]

> Der Sicherheit der Radfahrer sind sie die vorgegebenen Verkehrsführungen dank
> fehlender Sichtbeziehungen und Ausweichmöglichkeiten häufig sogar ziemlich
> abträglich.

Diese in den vergangenen Monaten rot markierten Flächen in Kreuzungs- und
Einmündungsbereichen halte ich aber auch für kontraproduktiv, weil damit
beim Autofahrer der Eindruck erweckt wird, dass er speziell in diesen
Bereichen auf Radfahrer achten muss. Die Realität sieht doch aber so aus,
dass man als Autofahrer überall auf Radfahrer achten muss, weil sie eben
auch von überall kommen... :-)

Übrigens: Auf dem Hardenbergplatz wurde vor kurzer Zeit auch ein Bereich rot
markiert, und zwar genau dort, wo die Fußgänger zwischen Bahnhof Zoo und der
anderen Straßenseite unterwegs sind, also Richtung Zoopalast. Ich halte das
für gefährlich, weil eine rote Fläche nun mal gar nichts aussagt, also keine
Anweisungen an Kraftfahrzeugführer darstellt. Da hätte an sich ein ganz
normaler Zebrastreifen hingemusst, der stellt immerhin die verbindliche
Anweisung zum Anhalten dar, wenn dort Leute laufen.

Auf dem gesamten Platz gilt übrigens 20 km/h - da hält sich kaum einer dran.

Matthias

--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de


Daniel Küstner

unread,
Jun 29, 2006, 4:17:35 AM6/29/06
to
Christian Wielandt wrote:
> Vor allem dann, wenn ich daran
> denke, dass die meisten Radfahrer sicher weniger Steuern als ich
> bezahlen oder gar keine.

Ahem. Ditt willick jetz nich jehört ham!

[Die roten Flächen finde ich aber auch meist überflüssig.]

daniel.
--
Daniel Küstner
pgp public key on request
Nimm eine fremde Hand und geh ins Unbekannte.

Markus Jurziczek

unread,
Jun 29, 2006, 4:26:27 AM6/29/06
to
Matthias Koehler schrieb:

> Übrigens: Auf dem Hardenbergplatz wurde vor kurzer Zeit auch ein Bereich rot
> markiert, und zwar genau dort, wo die Fußgänger zwischen Bahnhof Zoo und der
> anderen Straßenseite unterwegs sind, also Richtung Zoopalast. Ich halte das
> für gefährlich, weil eine rote Fläche nun mal gar nichts aussagt, also keine
> Anweisungen an Kraftfahrzeugführer darstellt. Da hätte an sich ein ganz
> normaler Zebrastreifen hingemusst, der stellt immerhin die verbindliche
> Anweisung zum Anhalten dar, wenn dort Leute laufen.

Korrekt, habe auch schon dort einen Verkehrsunfall als Zeuge beoachten
können, wie ein schneller Fußgänger sich sicher glaubte, und schnell auf
der Motorhaube einer schnellen PKW-Fahrerin lag.

Was für Kranke arbeiten denn nur in der Verkersverwaltung, die so einen
Quatsch anordnen? Dass erkennt doch gleich jeder, dass es eher zu
Unfällen führt, und keine rechtliche Bedeutung hat.

So ist das aber wohl in dieser Welt von heute.

--
Mit der BVG - Immer mit der BVG:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/pic/morgens-mittags-abends-BVG.jpg

André Hercher

unread,
Jun 29, 2006, 4:34:09 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

> André wrote:
>> Erheblich weniger als für die nicht roten Flächen. Und da ist der Nutzen
>> auch noch geringer.
>
> Diese Aussage verstehe ich jetzt nicht. Was genau möchtest Du
> ausdrücken? Fakt ist doch, dass diese roten Flächen viel Geld kosten.

Fakt ist, daß die nicht-roten Flächen noch mehr Geld kosten.

> Und dieses Geld kommt zum überwiegenden Teil nicht von den Radfahrern.

Nicht? Zahlen Radfahrer keine Steuern?

André

Christian Wielandt

unread,
Jun 29, 2006, 4:50:27 AM6/29/06
to
André wrote:
> Nicht? Zahlen Radfahrer keine Steuern?

Radfahrer zahlen keine Kfz-Steuer, Radfahrer zahlen keine
Mineralölsteuer. Und die meisten Radfahrer werden auch eher im Bereich
der Nicht-, Gering- oder Durchschnittsverdiener zu finden sein, zahlen
also auch nicht sonderlich viel Einkommenssteuer.

Peter Middelhauve

unread,
Jun 29, 2006, 4:54:00 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

> Radfahrer zahlen keine Kfz-Steuer, Radfahrer zahlen keine
> Mineralölsteuer.

Sofern sie kein Auto als Zweitfahrzeug besitzen.

> Und die meisten Radfahrer werden auch eher im Bereich
> der Nicht-, Gering- oder Durchschnittsverdiener zu finden sein, zahlen
> also auch nicht sonderlich viel Einkommenssteuer.

Quelle?

Gruß, Peter

--
Peter Middelhauve | Peter.Mi...@uni-bonn.de
Universitaet Bonn | EDV-Service-Gruppe |\ _,,,---,,_
Adenauerallee 24-42 | D-53113 Bonn /,`.-'`' -. ;-;;,_.
Tel: 0228/73-7974 | Fax: 0228/73-6397 |,4- ) )-,_. ,\ ( `'-'
======================================== '---''(_/--' `-'\_)

André Hercher

unread,
Jun 29, 2006, 4:53:24 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

> André wrote:
>> Nicht? Zahlen Radfahrer keine Steuern?
>
> Radfahrer zahlen keine Kfz-Steuer, Radfahrer zahlen keine
> Mineralölsteuer.

Ja und?
Es gibt trotzdem noch jede Menge steuern die sie zahlen.


> Und die meisten Radfahrer werden auch eher im Bereich
> der Nicht-, Gering- oder Durchschnittsverdiener zu finden sein, zahlen
> also auch nicht sonderlich viel Einkommenssteuer.

Das wirst Du ja sicherlich belegen können. Wen ich etwa an das Beispiel
Manta denke, sind es eher die Hartz-IV-gefährdeten Kreise, die Auto fahren.

André

Christian Wielandt

unread,
Jun 29, 2006, 5:03:23 AM6/29/06
to
Peter wrote:
> Quelle?

Das sagt mir mein logischer Menschenverstand: Ein Leistungsträger wird
nicht mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren, weil es für ihn viel zu
gefährlich ist. Das permanente Unfallrisiko, der Lärm, die Abgase,
der Zeitverlust, die gefährlichen UV-Strahlen. Im Auto kann man
Nachrichten hören, Telefonate führen, man hat eine Klimaanlage, und
wenn man auf Umluft schaltet, hat man auch länger als draußen was von
seinen eigenen Furzen.

André Hercher

unread,
Jun 29, 2006, 6:38:05 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

Leistungsträger fahren auch nicht selbst Auto.
Dein logischer Menschenverstand hat da was übersehen.


André

Peter Middelhauve

unread,
Jun 29, 2006, 6:57:14 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

> Das sagt mir mein logischer Menschenverstand: Ein Leistungsträger wird
> nicht mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren, weil es für ihn viel zu
> gefährlich ist. Das permanente Unfallrisiko, der Lärm, die Abgase,
> der Zeitverlust, die gefährlichen UV-Strahlen. Im Auto kann man
> Nachrichten hören, Telefonate führen, man hat eine Klimaanlage, und
> wenn man auf Umluft schaltet, hat man auch länger als draußen was von
> seinen eigenen Furzen.

Diese "Leistungsträger" zahlen auch keine Steuern, weil Firmenwagen.

Marc Haber

unread,
Jun 29, 2006, 7:04:08 AM6/29/06
to
Peter Middelhauve <Peter.Mi...@uni-bonn.de> wrote:
>Christian Wielandt schrieb:
>> Das sagt mir mein logischer Menschenverstand: Ein Leistungsträger wird
>> nicht mit dem Fahrrad durch die Stadt fahren, weil es für ihn viel zu
>> gefährlich ist. Das permanente Unfallrisiko, der Lärm, die Abgase,
>> der Zeitverlust, die gefährlichen UV-Strahlen. Im Auto kann man
>> Nachrichten hören, Telefonate führen, man hat eine Klimaanlage, und
>> wenn man auf Umluft schaltet, hat man auch länger als draußen was von
>> seinen eigenen Furzen.
>
>Diese "Leistungsträger" zahlen auch keine Steuern, weil Firmenwagen.

Seit wann muss man für einen Firmenwagen keine Steuern mehr zahlen?

Grüße
Marc

--
-------------------------------------- !! No courtesy copies, please !! -----
Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header
Mannheim, Germany | Beginning of Wisdom " | http://www.zugschlus.de/
Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 621 72739834

Peter Middelhauve

unread,
Jun 29, 2006, 9:14:59 AM6/29/06
to
Marc Haber schrieb:

> Seit wann muss man für einen Firmenwagen keine Steuern mehr zahlen?

Sofern keine private Nutzung vorliegt zahlt der "Leistungsträger" keine
direkten Steuern dafür. Die zahlt dann die Firma und sind abschreibbare
Kosten für die Firma. Und ob die dann noch versteuert werden oder der
Subvention bedürfen ist eine andere Frage.

Der Radfahrer zahlt aber auch Steuern, weil er beim Kauf seines Draht-
esels die Mehrwertsteuer entrichtet hat.

Christian Wielandt

unread,
Jun 29, 2006, 9:22:42 AM6/29/06
to
Peter wrote:
> Sofern keine private Nutzung vorliegt zahlt der "Leistungsträger" keine
> direkten Steuern dafür.

"Keine private Nutzung" liegt bei einem überlassenen Pkw praktisch nie
vor, also gilt in fast allen Fällen die 1-Prozent-Regel, sofern kein
Fahrtenbuch geführt wird. Oder glaubst Du im Ernst, dass die Leute den
überlassenen Pkw abends auf dem Firmengelände nachprüfbar abstellen?

> Der Radfahrer zahlt aber auch Steuern, weil er beim Kauf seines Draht-
> esels die Mehrwertsteuer entrichtet hat.

Na bravo, ist ja eine Wahnsinnssumme...

Daniel Küstner

unread,
Jun 29, 2006, 9:34:06 AM6/29/06
to
Christian Wielandt wrote:
>> Der Radfahrer zahlt aber auch Steuern, weil er beim Kauf seines Draht-
>> esels die Mehrwertsteuer entrichtet hat.
>
> Na bravo, ist ja eine Wahnsinnssumme...

Ach komm, geh woanders rumheulen.

Peter Middelhauve

unread,
Jun 29, 2006, 9:43:44 AM6/29/06
to
Christian Wielandt schrieb:

> Na bravo, ist ja eine Wahnsinnssumme...

http://www.bpb.de/files/60A56V.pdf

Jedenfalls ist die KFZ-Steuer das kleinste Argument...

Detlev Kaesmann

unread,
Jun 29, 2006, 1:07:07 PM6/29/06
to
Matthias Koehler <nutz...@koehler-film.info> schrieb:

>Übrigens: Auf dem Hardenbergplatz wurde vor kurzer Zeit auch ein Bereich rot
>markiert, und zwar genau dort, wo die Fußgänger zwischen Bahnhof Zoo und der
>anderen Straßenseite unterwegs sind, also Richtung Zoopalast. Ich halte das
>für gefährlich, weil eine rote Fläche nun mal gar nichts aussagt, also keine
>Anweisungen an Kraftfahrzeugführer darstellt. Da hätte an sich ein ganz
>normaler Zebrastreifen hingemusst, der stellt immerhin die verbindliche
>Anweisung zum Anhalten dar, wenn dort Leute laufen.

Aber doch nicht genau vor der Haltestelle. Wenn ich da stehe, kommt
sowieso keiner vorbei.

>Auf dem gesamten Platz gilt übrigens 20 km/h - da hält sich kaum einer dran.

Doch, ich bin der eine. :-)


mfG Detlev
--
Email Adresse ist gültig.
http://www.kaesmann.info

Gordon Charles

unread,
Jun 29, 2006, 2:33:47 PM6/29/06
to
André Hercher wrote:
> Und warum sollten sich Radfahrer danach richten?
> Weil die Abteile auch nicht für den Transport geeignet sind?

Ich finde schon, dass diese Abteile für den Transport geeignet sind. Und
die S-Bahn selbst findet das auch. Sicher kann man noch einiges
verbessern, wie zum Beispiel die Anbringung von Haltegurten, aber der
Grundsatz bleibt: sie sind geeignet.

> Solange sich die Türen nicht öffnen - glücklicherweise gibt es ja
> Abschnitte ohne wechselnde Bahnsteigseiten - wüßte ich nicht, was
> gegen den Türraum spricht. Dort stören sie definitiv keine anderen
> Fahrgäste.

Über dieses Thema haben wir bereits ausführlich diskutiert, wobei die
aufgeworfenen Punkte, warum sie im Türraum stören, nicht widerlegt
wurden. Insofern bitte ich Dich, bei Interesse nochmal die alte
Diskussion zu verfolgen.

> Im "Fahrradabteil" stören sie auch die Fahrgäste, weil man ab einem
> bestimmten Füllegrad nur noch im Gang stehen kann und das Fahhrad so
> auch nicht übermäßig stabil trasportiert, wenn man es ständig
> festhalten muß.

Da verdrehst Du Ursache und Wirkung. Zuerst haben die anderen Fahrgäste
den Fahrradfahrer gestört, indem sie nicht so, wie die S-Bahn es möchte
und der gesunde Menschenverstand es erfordert, dem Fahrradfahrer den
Platz im Mehrzweckabteil zur Verfügung gestellt haben.

Im übrigen kann der redegewandte Radler versuchen, trotzdem das Fahrrad
an die Haltestangen anzulehnen. Vom Grundsatz her müsste das möglich
sein, da man andersherum, wenn das Rad daran lehnt, auch auf den Sitz
dahinter krabbeln kann. Wenn einem schon sitzenden Fahrgast das Rad dann
zu eng an den Knien ist, dann kann er ja aufstehen, da der Radler auf
sein Symbol verweisen kann. Hat dies schonmal jemand ausprobiert?

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 29, 2006, 2:21:22 PM6/29/06
to
Markus Jurziczek wrote:
> Was für Kranke arbeiten denn nur in der Verkersverwaltung, die so
> einen Quatsch anordnen? Dass erkennt doch gleich jeder, dass es eher
> zu Unfällen führt, und keine rechtliche Bedeutung hat.

Ich nehme an, dass diese Markierung heißen sollte, dass dieser Raum bei
Stauungen (die ja jetzt kaum noch auftreten) freigehalten werden sollte.

Aber Du hast recht, für die Fußgänger sieht dieser Weg schön einladend
zum herübergehen aus; die Straße wird nicht mehr so leicht wahrgenommen
wie zuvor.

Ein Fußgängerüberweg geht übrigens an dieser Stelle nicht, da es mehrere
Fahrspuren in eine Richtung gibt. Wäre bei den Fußgängermassen
vermutlich auch kontraproduktiv.

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 29, 2006, 2:55:26 PM6/29/06
to
Hallo Ole,

Ole Streicher wrote:
> "Gordon Charles" <gordon....@worldonline.de> writes:
>> Wie sollte man bei dem begrenzten Platz des Anzeigers genau die
>> Standorte der Fahrradabreile benennen können?
>
> Stilisierte Anzeige, die jeden Wagen zeigt und darin in auffaellig
> anderer Farbe die Fahrradabteile. Max. 8 Wagen, jeden Wagen potentiell
> zweigeteilt (Fahrrad/kein Fahrrad), macht fuer ein Fahrradabteil 1/16
> der Gesamtbreite des Anzeigers.

Das würde eine ganze Zeile des Anzeigers verbrauchen. Deshalb meine ich,
dass dieser Aufwand den Nutzen nicht rechtfertigt. Zumal dann andere
Infos wegfallen würden, z.B. bei den Fallblattanzeigern die
Umsteigebahnhöfe.

Bei den LCD-Anzeigern hingegen ist nur die Darstellung einer Farbe
möglich (blau), alles andere ist weiß. Wenn ich mir die Darstellung des
Wagenlaufs mit 1./2. Klasse auf den Fernbahnsteigen anschaue, halte ich
diese Darstellung auch nicht für optimal, obwohl hier der Zug nur in
drei Bereiche eingeteilt werden muss.

> Kleines Pictogramm dazu und gut iss.

Also ne zweite Zeile, ja?

> Warum hat man eigentlich nicht schon bei der Bestellung der Zuege
> bzw. bei ihrer Renovierung darauf geachtet, dass Fahrradabteile leicht
> zu finden und immer an der gleichen Stelle sind?

Das hat bei den Zügen der BR485 zuerst historische Gründe (Dienstabteil)
und jetzt bauliche Gründe (Zwischenwand ist nicht entfernbar), bei der
481 hingegen wäre eine andere Aufteilung bestimmt möglich gewesen,
jedoch wäre auch sie nicht symmetrisch im Viertelzug anordbar gewesen.
Das ist vielleicht auch besser so, denn so können Rollstuhlfahrer auch
an der ersten Tür eingelassen werden, da sie dort viel Platz zm Wenden
vorfinden.

Bei der BR 480 hingegen ist eine völlige Symmetrie vorhanden.

Gruß Gordon


Gordon Charles

unread,
Jun 29, 2006, 2:44:10 PM6/29/06
to
André Hercher wrote:
> Wie hoch schätzt Du denn den anteil der Fahrgäste, die je einen Blick
> in das Fahrplanbuch geworfen haben?

Hoch. Die Dinger gehen ja immer weg wie warme Semmeln, obwohl
hunderttausende davon produziert werden.

> Und wie viele davon können sich das auch noch merken?

Viele, weil sie sich im Unterbewusstsein in so einer Situation, wenn der
Zug einfährt, immer wieder an die Grafik erinnern. Zu den Zeiten, in der
diese Grafik Bestandteil des Fahrplanheftchens war, hat diese Benutzung
der Mehrzweckabteile ja auch deutlich besser funktioniert als heute.

>> Du lieber Himmel! Wie sollte man bei dem begrenzten Platz des
>> Anzeigers genau die Standorte der Fahrradabreile benennen können?
>>
> Werden ja gerade neue eingeführt.

Das heißt ja nicht, dass die neuen Anzeiger den Platz hätten, um jenes
fahrgastgerecht darzustellen.

> Wird wohl allerdings 'ne Weile dauern, ehe die die Krone-Dinger
> verschwinden, die nicht einmal anzeigen können, auf welchem Gleis der
> nächste Zug in eine Richtung fährt.

Können sie nicht? Da habe ich aber andere Erinnerungen.

Gruß Gordon


Skander Morgenthaler

unread,
Jun 29, 2006, 9:26:10 PM6/29/06
to
Moin,

Gordon Charles wrote:

> Skander Morgenthaler wrote:
>> Nicht
>> auswendig wissen tue ich jedoch, wo wann 3/4-Züge im Einsatz sind,
>
> S1: Tageszuggruppe PI Frohnau - Wannsee
> S2: Tageszuggruppe WI Buch - Lichtenrade
> S41 und S42: alle Züge
> S47, S8 und S85 Mo-Fr tagsüber und nur innerhalb Berlins (S8)

Danke :-) Also letztenendes quasi alle Züge, die ich gelegentlich nutze,
ausgenommen ggf. abends S8. Ich vermute, dass da dann Kurzzüge fahren? Und
ich nehme an, bei der S8 soll das heißen, zwischen Grünau/Zeuthen und
Blankenburg tagsüber, und nicht "nur außerhalb der HVZ (wegen Zeuthen)".

>> und selbst wenn ich weiß, dass ein solcher im Einsatz ist, wie er am
>> jeweiligen Bahnsteig hält.
>
> Dafür gibt es eine H-Tafel (So8) mit dem Zusatz "24x" (24 Achsen hat ein
> Dreiviertelzug), an der der Tf mit der Zugspitze anhalten muss. Wenn
> diese nicht vorhanden ist, hält er an der H-Tafel ohne Zusatzschild,
> also der für Vollzüge.

Ah, super, wieder was gelernt :-)

>> Ich habe noch nicht drauf geachtet, aber werden die 3/4-Züge
>> eigentlich immer gleich aufgebaut auf die Strecke geschickt? Sonst
>> kann man für
>> das "mittlere" Abteil den Standort ja noch nicht mal wissen, wenn man
>> wenigstens die anderen Dinge wüsste.
>
> Ds ist ein Problem, was man nicht auf Dauer lösen können wird. Da aber
> die Abteile am Gelenk vom Aufbau her den Traglastenabteilen ähneln,
> sollte dort nichts gegen eine Fahrradbeförderung sprechen. Diese
> Wagenübergänge sind in jedem Zug an der gleichen Stelle, auch im
> Mittelviertel.

Wenn ich generell weiß, wie sie halten, spricht in den meisten Fällen aber
auch nichts dagegen, es zuerst in den Lastenabteilen zu probieren (also am
Anfang und am Ende des Zuges). Wenn das schon voll ist, sieht es in den
Gelenken meist auch nicht viel besser aus.

Gruß,
Skander

Skander Morgenthaler

unread,
Jun 29, 2006, 9:37:15 PM6/29/06
to
Moin,

Gordon Charles wrote:

> Markus Jurziczek wrote:
>> Was für Kranke arbeiten denn nur in der Verkersverwaltung, die so
>> einen Quatsch anordnen? Dass erkennt doch gleich jeder, dass es eher
>> zu Unfällen führt, und keine rechtliche Bedeutung hat.
>

> Ein Fußgängerüberweg geht übrigens an dieser Stelle nicht, da es mehrere
> Fahrspuren in eine Richtung gibt.

Ich hatte gehört, dass die Richtung der Fahrspuren völlig egal ist, es sei
lediglich die Anzahl der Fahrspuren relevant: es dürfen insgesamt nicht
mehr als zwei sein. Also entweder zwei in eine Richtung (Einbahnstraße),
oder eine pro Richtung. Sobald es mehr werden, darf er nicht mehr angelegt
werden.

> Wäre bei den Fußgängermassen
> vermutlich auch kontraproduktiv.

Was mir ehrlich gesagt an der Stelle aber auch nur wegen der Busse nicht
egal wäre.

Gruß,
Skander

André Hercher

unread,
Jun 30, 2006, 3:37:38 AM6/30/06
to
Skander Morgenthaler schrieb:

>>> und selbst wenn ich weiß, dass ein solcher im Einsatz ist, wie er am
>>> jeweiligen Bahnsteig hält.
>> Dafür gibt es eine H-Tafel (So8) mit dem Zusatz "24x" (24 Achsen hat ein
>> Dreiviertelzug), an der der Tf mit der Zugspitze anhalten muss. Wenn
>> diese nicht vorhanden ist, hält er an der H-Tafel ohne Zusatzschild,
>> also der für Vollzüge.
>
> Ah, super, wieder was gelernt :-)
>


Nichts geht über klare Fahrgastinfos ;)

André

André Hercher

unread,
Jun 30, 2006, 3:51:51 AM6/30/06
to
Gordon Charles schrieb:

> André Hercher wrote:
>> Wie hoch schätzt Du denn den anteil der Fahrgäste, die je einen Blick
>> in das Fahrplanbuch geworfen haben?
>
> Hoch. Die Dinger gehen ja immer weg wie warme Semmeln, obwohl
> hunderttausende davon produziert werden.

Leute neigen dazu, Dinge einfach einzustecken, wenn es sie umsonst gibt.


>
>> Und wie viele davon können sich das auch noch merken?
>
> Viele, weil sie sich im Unterbewusstsein in so einer Situation, wenn der
> Zug einfährt, immer wieder an die Grafik erinnern. Zu den Zeiten, in der
> diese Grafik Bestandteil des Fahrplanheftchens war, hat diese Benutzung
> der Mehrzweckabteile ja auch deutlich besser funktioniert als heute.
>

Erst beim Einfahren? dann müssen die Leute ja trotzdem am Zug langlaufen.

>>> Du lieber Himmel! Wie sollte man bei dem begrenzten Platz des
>>> Anzeigers genau die Standorte der Fahrradabreile benennen können?
>>>
>> Werden ja gerade neue eingeführt.
>
> Das heißt ja nicht, dass die neuen Anzeiger den Platz hätten, um jenes
> fahrgastgerecht darzustellen.


Die Bildschirme sind groß genug. Man muß es jetzt nur noch
programmieren, wenn man wollte.

>
>> Wird wohl allerdings 'ne Weile dauern, ehe die die Krone-Dinger
>> verschwinden, die nicht einmal anzeigen können, auf welchem Gleis der
>> nächste Zug in eine Richtung fährt.
>
> Können sie nicht? Da habe ich aber andere Erinnerungen.


Und Warschauer Straße verweigert die Aufsicht die Information immer aus
reiner Bosheit?


André

Markus Jurziczek

unread,
Jun 30, 2006, 4:05:05 AM6/30/06
to
Gordon Charles schrieb:

> Ich nehme an, dass diese Markierung heißen sollte, dass dieser Raum bei
> Stauungen (die ja jetzt kaum noch auftreten) freigehalten werden sollte.

Ich vermute, der clevere Verkehrsplaner hat auch etwas angenommen...
Nur funktioniert das auf der Welt nicht so, dass sich jemand etwas
denkt, und andere haben die Möglichkeit zu erraten, was der sich dabei
gedacht hat. Man könnte auch glauben, es wäre ein Europa-Rad-Weg. Es
gäbe viele Möglichkeiten, was dieser aufgemalte rote Teppich für die 1.
Klasse Kunden der Bahn zum Zoo-Palast uns sagen will.

Was ich sagen will: Auch das Freihalten der Fläche ist nicht erkennbar
(weil in der StVo nicht aufgeführt).

Für beide Möglichkeiten (Fußgängerüberweg oder Freihalten einer Fläche)
sieht die StVo entsprechende Markierungen und/oder Verkehrszeichen vor,
die hier angebracht hätten können.
Ich vermute ja eine Auseinandersetzung zwischen den Verkehrsbehörden
(untere und obere).
Aber das spielt hier keine Rolle: diese Lösung ist eher unfallträchtig
und mißverständlich.

--
Achten Sie auf die Beschilderung:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/pic/OS-Hinweis_BVB_1966.jpg

André Hercher

unread,
Jun 30, 2006, 5:27:49 AM6/30/06
to
Gordon Charles schrieb:

> André Hercher wrote:
>> Und warum sollten sich Radfahrer danach richten?
>> Weil die Abteile auch nicht für den Transport geeignet sind?
>
> Ich finde schon, dass diese Abteile für den Transport geeignet sind. Und
> die S-Bahn selbst findet das auch.

Dann kann es ja nur stimmen.
Hast Du es eigentlich selbst mal versucht?

> Sicher kann man noch einiges
> verbessern, wie zum Beispiel die Anbringung von Haltegurten,


<fork>

Gurte habe ich bisher nur in der Straßenbahn getestet -
eher mit mäßigem Erfolg - die üblichen Ruckelbewegungen werden davon
nicht abgefangen und so wandert das Rad von links nach rechts und zurück
- bis es mal die Tür blockiert. Hat die BVG nur schlechte Gurte
ausgesucht? Oder ist das - was ich fast glaube - systembedingt?

</fork>

> aber der
> Grundsatz bleibt: sie sind geeignet.

Eher nicht.

>
>> Solange sich die Türen nicht öffnen - glücklicherweise gibt es ja
>> Abschnitte ohne wechselnde Bahnsteigseiten - wüßte ich nicht, was
>> gegen den Türraum spricht. Dort stören sie definitiv keine anderen
>> Fahrgäste.
>
> Über dieses Thema haben wir bereits ausführlich diskutiert, wobei die
> aufgeworfenen Punkte, warum sie im Türraum stören, nicht widerlegt
> wurden.


An die Gegendargumente kann ich mich nicht erinnern.
Nur, daß sie mich damals nicht überzeugt haben.

>
>> Im "Fahrradabteil" stören sie auch die Fahrgäste, weil man ab einem
>> bestimmten Füllegrad nur noch im Gang stehen kann und das Fahhrad so
>> auch nicht übermäßig stabil trasportiert, wenn man es ständig
>> festhalten muß.
>
> Da verdrehst Du Ursache und Wirkung. Zuerst haben die anderen Fahrgäste
> den Fahrradfahrer gestört, indem sie nicht so, wie die S-Bahn es möchte
> und der gesunde Menschenverstand es erfordert, dem Fahrradfahrer den
> Platz im Mehrzweckabteil zur Verfügung gestellt haben.
>


Ob die S-Bahn es nicht möchte, daß sich da die Leute hinsetzen, kann sie
klar und deutlich verkünden. Es widerspricht aber nicht gesundem
Mesnchenverstand, sich dort auf leere Plätze zu setzen, wenn kein
Fahrrad da ist. Die interessante Frage ist nun, welche 3 der 10
Sitzenden aufzuspringen haben, sobald dann doch ein Radfahrer den Zug
betritt.

> Im übrigen kann der redegewandte Radler versuchen, trotzdem das Fahrrad
> an die Haltestangen anzulehnen.

Und die anderen?

> Vom Grundsatz her müsste das möglich
> sein, da man andersherum, wenn das Rad daran lehnt, auch auf den Sitz
> dahinter krabbeln kann.

Und warum sollte man dahinter krabbeln? Weil Radfahrer von Hause aus
Masochisten sind?

> Wenn einem schon sitzenden Fahrgast das Rad dann
> zu eng an den Knien ist, dann kann er ja aufstehen, da der Radler auf
> sein Symbol verweisen kann. Hat dies schonmal jemand ausprobiert?

Hoffe, daß die Leute hier zu gut erzogen sind, als daß sie zu solchen
Späßen aufgelegt sind.

André