letztens fuhr ich U-Bahn und mein Fahrschein wurde kontrolliert.
Der Stempelaufdruck war kaum zu lesen und erst nach genauester
Kontrolle war ich als "legaler" Fahrgast entlassen.
Das bringt mich wieder einmal zu der Frage, warum seit neuestem (was
sind schon ein paar Jahre? ;-) Fahrscheine, die aus dem Automaten
kommen, zusätzlich entwertet werden müssen. Das macht doch keinen
Sinn:
· Die Fahrscheine sind einig zum sofortigen Fahrtantritt
bestimmt, man darf sich nicht bevorraten.
· Die Fahrscheine werden schon vom Automaten mit Ort und
Uhrzeit gekennzeichnet.
· Wenn ich einen Fahrschein aus recht ähnlichen Automaten
in der Straßenbahn bekomme, muß ich ihn NICHT extra
entwerten!?!
Gibt es außer der Tendenz der BVG alles möglichst genauso zu machen
wie woanders auch [welcher Unberliner ist denn bitte auf den Begriff
»Tram« für Straßenbahn verfallen???] irgendeine faßliche, logisch
plausible Erklärung für solches Treiben? Willkür? Touristen ärgern?
Einnahmen erhöhen?
Wer weiß mehr?
gespannt,
Thommy
P.S. Ich dachte eigentlich, daß dies eine FAQ wäre, konnte aber
weder bei Dejanews fündig werden, noch mich daran erinnern, dieses
Thema hier schon einmal behandelt gesehen zu haben -- was natürlich
beides nichts heißen muß...
--
"f y cn rd ths y mst hv bn sng nx" :)
Thomas Bahls / [AcceptLanguage: de, en]
> Das bringt mich wieder einmal zu der Frage, warum seit neuestem (was
> sind schon ein paar Jahre? ;-) Fahrscheine, die aus dem Automaten
> kommen, zusätzlich entwertet werden müssen. Das macht doch keinen
> Sinn:
> · Die Fahrscheine sind einig zum sofortigen Fahrtantritt
> bestimmt, man darf sich nicht bevorraten.
>
> · Die Fahrscheine werden schon vom Automaten mit Ort und
> Uhrzeit gekennzeichnet.
A. Mehrere Fahrscheine auf einmal zu kaufen, macht seit Abschaffung
der Sammelkarte durchaus wieder Sinn. Daher muß das spätere
Entwerten möglich sein.
B. Falls du den Schein schon gezogen hast und es kommt die Durchsage:
"Bratz .. verehrte Fahrgäste, der Zugverkehr auf den U-Bahnlinie 1
bis 9
ist auf unbestimmte Zeit unregelmäßig, bitte benutzen Sie den
Ersatzverkehr,
der in etwa einer Stunde eingerichtet wird ... bratz", dann bist du
froh, daß
der Fahrschein noch nicht entwertet ist.
C. In der Straßenbahn fährt man ja schon, und B. fällt aus. A. allerdings
nicht.
Gruß
JH
In diesem Zusammenhang: Die Ansagen der
U6 scheinen neu zusammengeschnitten zu
werden und die entsprechenden Zuege haben
jetzt einen "Uebergang zur Strassenbahn".
(Neue Ansagen wahrscheinlich wegen Bf.
Friedrichstr. "... und zur Regionalbahn".
--
Gruesse
Kai
Kleine Korrektur: Die BVG ist kein Teilunternehmen von irgendetwas. Die TBU
ist kein Unternehmen, sondern nur eine Vereinbarung mehrerer
Verkehrsbetriebe, gleiche Tarife anzubieten und die Fahrkarten gegenseitig
anzuerkennen. Der VBB ist zwar ein Unternehmen (GmbH), er ist aber kein
Zusammenschluß der Verkehrsbetiebe, sondern der beteiligten Städte und
Kreise. Deshalb mögen sich BVG und VBB ja auch so wenig.
Gruß
Kilian
>»Tram« für Straßenbahn verfallen???] irgendeine faßliche, logisch
>plausible Erklärung für solches Treiben? Willkür? Touristen ärgern?
Man wollte wohl "internationaler" wirken. Das Wort "Tram" fand aber
nie so richtig Liebhaber. Neudings werden die Ansagen in den U-Bahnen
deshalb offenbar wieder umgestellt: "... Übergang zur Straßenbahn"
höre ich jetzt immer auf der U2 (sogar schon seit Freitag morgen am
Alex).
Gruß
Mathias m...@berlin.snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++
>Man wollte wohl "internationaler" wirken. Das Wort "Tram" fand aber
>nie so richtig Liebhaber.
Es fand mehr Liebhaber, als die BVG es wollte. "Tram" war eigentlich nur für
das Logo gedacht. Da dieses Logo aber überall steht, hat sich der Begriff
ziemlich schnell verbreitet. Ich kenne relativ viele Leute, die fast nur das
Wort "Tram" benutzen, vor allem Neuberliner.
Es soll wohl vor allem der Leiter des Unternehmensbereichs Straßenbahn bei
der BVG sein, der darauf besteht, daß wieder mehr von der "Straßenbahn" die
Rede ist.
>"... Übergang zur Straßenbahn"
>höre ich jetzt immer auf der U2 (sogar schon seit Freitag morgen am
>Alex).
mit schönem Grammatikfehler: "Übergang zu den U-Bahn-Linien U5 U8 und zur
Straßenbahn". Das "und" zwischen U5 und U8 ist wohl beim Zusammenschneiden
der Sprachschnipsel verlorengegangen.
Gruß
Kilian
> mit schönem Grammatikfehler: "Übergang zu den U-Bahn-Linien U5 U8 und zur
> Straßenbahn". Das "und" zwischen U5 und U8 ist wohl beim Zusammenschneiden
> der Sprachschnipsel verlorengegangen.
Meiner Ansicht durchaus vertretbar:
"Übergang zu den U-Bahn-Linien U5, U8 und zur Straßenbahn"
Das ist eine Aufzählung, bei der alle Glieder (bis auf die beiden letzten) durch
Kommas getrennt sind (Siehst du das Komma?).
Gruß
JH
Die Glieder U5, U8 und Straßenbahn sind aber vom Satzbau her nicht
gleichwertig. U5 und U8 sind dem Wort "U-Bahn-Linien" zugeordnet, während
"Straßenbahn" direkt zu "Übergang zu" gehört. Würde statt der Straßenbahn
noch eine dritte U-Bahn-Linie angesagt werden, könnte man es so machen.
Vielleicht wird es deutlicher, wenn ich die komplette Ansage zitiere:
"Alexanderplatz. Übergang zum Regionalverkehr, zur S-Bahn, zu den
U-Bahn-Linien U5, U8 und zur Straßenbahn". Die U-Bahn-Linien sind also
praktisch eine Aufzählung in der Aufzählung.
Gruß
Kilian
KD> Mathias Hiller schrieb in Nachricht
KD> <367e6bf4...@news.snafu.de>...
KD>
KD> >Man wollte wohl "internationaler" wirken. Das Wort "Tram" fand
KD> >aber nie so richtig Liebhaber.
KD>
KD> Es fand mehr Liebhaber, als die BVG es wollte. "Tram" war
KD> eigentlich nur für das Logo gedacht. Da dieses Logo aber überall
KD> steht, hat sich der Begriff ziemlich schnell verbreitet. Ich
KD> kenne relativ viele Leute, die fast nur das Wort "Tram" benutzen,
KD> vor allem Neuberliner. Es soll wohl vor allem der Leiter des
KD> Unternehmensbereichs Straßenbahn bei der BVG sein, der darauf
KD> besteht, daß wieder mehr von der "Straßenbahn" die Rede ist.
Seit längerem hat der Leiter des Unternehmensbereich
Straßenbahn vorübergehend den Unternehmensbereich U-Bahn
mit übernommen und dabei dies mit durchgesetzt.
KD> >"... Übergang zur Straßenbahn"
KD> >höre ich jetzt immer auf der U2 (sogar schon seit Freitag morgen
KD> >am Alex).
Auf der U2 ist der Begriff "Straßenbahn" schon länger
in den Ansagen geändert worden. Auf der U5 schon von
Anfang an.
Seit Freitag (18.12.) wurde er jetzt auch auf der U8
eingeführt.
mfG
HANS-PETER
_Denkmalpflege-Verein Nahverkehr Berlin e.V._
>>>*** _http://www.dvn-berlin.de_ ***<<<
## CrossPoint v3.11 R ##
>ziemlich schnell verbreitet. Ich kenne relativ viele Leute, die fast nur das
>Wort "Tram" benutzen, vor allem Neuberliner.
>Es soll wohl vor allem der Leiter des Unternehmensbereichs Straßenbahn bei
>der BVG sein, der darauf besteht, daß wieder mehr von der "Straßenbahn" die
>Rede ist.
Als Zeitungsmensch kam mir "Tram" als Synonym für "Straßenbahn" schon
gelegen. Aber das aht sich auch gelegt ... Jetzt nehm' ich mir eben
mehr Zeit für das Wort "Straßenbahn" ... :-) Und da soll mir die
Meinung von Predel (?) recht sein.
>"Alexanderplatz. Übergang zum Regionalverkehr, zur S-Bahn, zu den
>U-Bahn-Linien U5, U8 und zur Straßenbahn". Die U-Bahn-Linien sind also
>praktisch eine Aufzählung in der Aufzählung.
>
Es wäre mir neu, wenn grundsätzlich dem letzten Glied der Aufzählung ein "und"
statt einem Komma vorangestellt sein _muß_.
Mick481 schrieb:
Na ihr habt aber probleme..... ;-)
jakob
> mehr Zeit für das Wort "Straßenbahn" ... :-) Und da soll mir die
> Meinung von Predel (?) recht sein.
Predl
JH
>Im Artikel <75mh4q$me5$1...@fu-berlin.de>, "Kilian Dertinger"
<dert...@usa.net>
>schreibt:
>>"Alexanderplatz. Übergang zum Regionalverkehr, zur S-Bahn, zu den
>>U-Bahn-Linien U5, U8 und zur Straßenbahn". Die U-Bahn-Linien sind also
>>praktisch eine Aufzählung in der Aufzählung.
>
>Es wäre mir neu, wenn grundsätzlich dem letzten Glied der Aufzählung ein
>"und" statt einem Komma vorangestellt sein _muß_.
"Karl, Egon, Fritz kommen heute zum Kaffeetrinken"? Hm, besonders gut klingt
das nicht. Also gut, fragen wir mal die Experten in de.etc.sprache.deutsch.
Crosspost und Followup-to dorthin sind gesetzt.
Als Erklärung für die Leser von d.e.s.d: Es geht um die oben zitierte Ansage
in der Berliner U-Bahn. Ich bin der Meinung, daß zwischen "U5" und "U8" ein
"und" fehlt.
Gruß
Kilian