ich lese so etwas ja selten, aber heute ist mir eine
Todesanzeige im Tagesspiegel auf Seite 13 aufgefallen.
Gestorben ist am vergangenen Sonntag ein bekannter
Architekt vieler in den letzen 40 Jahren (um-)gebauter
U-Bahnhöfe:
Dipl.-Ing. Rainer Gerhard Rümmler
Architekt
Ltd. BauDir. a. D. 1964 - 1994
Leiter der Entwurfsabt. / Senatsverwaltung
für Bau- u. Wohnungswesen
Gruß, Thomas
--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, <mailto:use...@krickstadt.de>
Viele mögen seine Bahnhöfe nicht, aber mir gefallen die alle ganz gut. Für
diejenigen, die ihn nicht kennen: Die bekanntesten Neubau-Bahnhöfe der 80er
und 90er Jahre aus seiner Feder liegen auf der U7 zwischen Rohrdamm und
Rathaus Spandau sowie auf der U8 zwischen Osloer Straße und Wittenau. Sein
letzter neuer Bahnhof vor der Pensionierung war Hermannstraße.
Matthias
--
Matthias Köhler
Film- und Fernsehproduktion
http://www.koehler-film.de
> ich lese so etwas ja selten, aber heute ist mir eine
> Todesanzeige im Tagesspiegel auf Seite 13 aufgefallen.
> Gestorben ist am vergangenen Sonntag ein bekannter
> Architekt vieler in den letzen 40 Jahren (um-)gebauter
> U-Bahnhöfe:
> Dipl.-Ing. Rainer Gerhard Rümmler
> Architekt
> Ltd. BauDir. a. D. 1964 - 1994
> Leiter der Entwurfsabt. / Senatsverwaltung
> für Bau- u. Wohnungswesen
Der Tagesspiegel vom 24.5.2004 druckt folgenden Nachruf:
Der Architekt des Untergrunds
Wie Berlin zu seinen buntesten U-Bahnhöfen kam
Er hat sich viel dabei gedacht. Täglich fahren mehrere
hunderttausend Menschen an seinen Werken vorbei - und
denken sich dabei nicht viel. Dabei könnten sie tief
im Untergrund sitzend sofort wissen, wie es an der
Oberfläche aussieht, ohne bei einer U-Bahn-Fahrt den
Zug zu verlassen. So ungefähr wenigstens. Dies war das
Ziel von Rainer G. Rümmler, der am 16. Mai im Alter von
74 Jahren starb.
[...] Rümmlers Stil sei "nicht jedermanns Sache", befand
der damalige Bausenator Wolfgang Nagel. Der Architekt
aber, der unter anderem auch die Feuerwachen in Kladow
[Ach, schau an ;-)] und Wannsee, den Neubau des
Landgerichts am Tegeler Weg sowie die Raststätte
Dreilinden entworfen hat, stand zu seinem Werk. Bis
zuletzt.
Klaus Kurpjuweit
<http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.05.2004/1142633.asp>
> > Dipl.-Ing. Rainer Gerhard Rümmler
>
> Viele mögen seine Bahnhöfe nicht, aber mir gefallen die alle ganz gut. Für
> diejenigen, die ihn nicht kennen: Die bekanntesten Neubau-Bahnhöfe der
80er
> und 90er Jahre aus seiner Feder liegen auf der U7 zwischen Rohrdamm und
> Rathaus Spandau sowie auf der U8 zwischen Osloer Straße und Wittenau. Sein
> letzter neuer Bahnhof vor der Pensionierung war Hermannstraße.
Meiner Meinung nach die von der Gestaltung her schönsten Bahnhöfe im Netz,
vor allem Paulsternstraße, Residenzstraße und Franz-Neumann-Platz.
MfG
Gregor
Leider gehören auch solche Unwerke wie Walther-Schreiber-Platz,
Schloßstraße und Rathaus Steglitz dazu.
Dominic
> Leider gehören auch solche Unwerke wie Walther-Schreiber-Platz,
> Schloßstraße und Rathaus Steglitz dazu.
Eben sehr umstritten, aber das zeichnet den Künstler aus.
Sicherlich nicht schön, aber typisch für die Zeit. Besonders Schlossstraße ist
ein typisches Beispiel für die postmoderne Zeit der 70er, oder? Beton nicht nur
als Werkstoff zu verstehen, sondern "gesellschaftsfähig" zu machen.
Ich selbst finde "Altstadt Spandau" sehr gelungen. Erinnert mich stets an die
Wiener U-Bahn ...
--
Glückssignatur: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du einen Artikel aus dem EisenbahnIngenieur Heft 11/2003 über die
Entwicklung und Bausubstanz der Tunnelanlagen bei der Berliner U-Bahn in PDF (3
MB, 7 Seiten) zugemailt. http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download
Was hast Du gegen Märkisches Museum oder Rathaus Schöneberg?
André
> [...] Rümmlers Stil sei "nicht jedermanns Sache", befand
> der damalige Bausenator Wolfgang Nagel. Der Architekt
> aber, der unter anderem auch die Feuerwachen in Kladow
> [Ach, schau an ;-)] und Wannsee, den Neubau des
> Landgerichts am Tegeler Weg sowie die Raststätte
> Dreilinden entworfen hat, stand zu seinem Werk. Bis
> zuletzt.
An die Genialität eines Grenander kam er im entfentesten nicht heran.
Und dann hat man dem Mann leider zu viel Geld zum Verbauen gegeben.
Selbst bei seinem letzten Bahnhof -- Hermannstraße -- hat er zwar die
Farbe richtig getroffen, die Station hätte aber als Umsteigepunkt zur
S-Bahn längliche statt quadratischer Wandfliesen bekommen müssen. Wat
soll man da noch sajen?!
Dominic Ponc? schrieb:
> Leider gehören auch solche Unwerke wie Walther-Schreiber-Platz,
> Schloßstraße und Rathaus Steglitz dazu.
Einen Moment, Schloßstr. stammt wie auch Siemensdamm von Herrn Schüler
und Frau Witte. Diese beiden hatten die "Macke" mit dem Sichtbeton.
Und an Walther-Schreiber-Platz und Rathaus Steglitz finde ich nix
auszusetzen.
Gruß Oliver
> > Meiner Meinung nach die von der Gestaltung her schönsten Bahnhöfe im
Netz,
> > vor allem Paulsternstraße, Residenzstraße und Franz-Neumann-Platz.
>
>
> Was hast Du gegen Märkisches Museum oder Rathaus Schöneberg?
Gar nichts, ich schrieb auch nichts dergleichen.
MfG
Gregor
> Leider gehören auch solche Unwerke wie Walther-Schreiber-Platz,
> Schloßstraße und Rathaus Steglitz dazu.
>
> Dominic
Hallo,
Schloßstraße (IMHO einer der abscheulichsten Bahnhöfe der Berliner
U-Bahn) ist als einziger der in dieser Zeit entstandenen U-Bahnhöfe
nicht von Rümmler, sondern von den privaten Architekten Schüler und
Schüler-Witte gestaltet worden.
Gruß,
Golo
> Leider gehören auch solche Unwerke wie Walther-Schreiber-Platz,
> Schloßstraße und Rathaus Steglitz dazu.
Ich würde die gesamte U8 Nord als Unwerk betrachten. Diese Bahnhöfe
bestehen ja nun zum größten Teil aus angehefteten Deko-Elementen. Und
alleine die Aussage Rümmlers,das die Erforderlichkeiten des Verkehrsmittels
den Architekten in der Ausübung seines Amtes behindern,sagt doch schon viel
über die Person aus. Ein guter Architekt muss auch aus mit solch
erschwerten Verhältnissen zurecht kommen.
Allerdings finde ich die Rümmler-Werke aus den 60ern wiederum sehr
schön,weil sie schön schlicht uns sachlich sind,wogegen man sich für die
Werke aus den 70ern und 80ern nur in die Ecke stellen,und sich schämen
sollte.
> Werke aus den 70ern und 80ern nur in die Ecke stellen,und sich schämen
> sollte.
Och nee. *heul*
;-)
--
Artikel "Vor 55 Jahren - Die Wiederherstellung des Berliner
Nord-Süd-S-Bahntunnels":
http://www.eurailpress.com/archiv/showpdf.php?datei=/erparchiv/ei2001/08braun.pdf
Mir ist so, dass der Bahnhof Schloßstraße KEIN U-Bahnhof von Rümmler
ist. Leider finde ich gerade im Netz keine Informationen darüber. Wenn
ich mich recht erinnere, waren das ein Architekten-Ehepaar oder eine
Architekten-Gemeinschaft. Wenn ich total falsch liege, dann sagt mir
es bitte. :-)
> Och nee. *heul*
Da du das ja nicht selbst machen willst,fahre ich jetzt bald mal die U8
Nord ab,steige an jedem Bahnhof aus,stelle mich in eine besonders hässliche
Ecke und schäme mich dann stellvertretend für die gesamte NG... ;-)
Niklas*in die Ecke eines Rümmlerbahnhofs stell und schäm* Pempel
> Da du das ja nicht selbst machen willst,fahre ich jetzt bald mal die U8
> Nord ab,steige an jedem Bahnhof aus,stelle mich in eine besonders hässliche
> Ecke und schäme mich dann stellvertretend für die gesamte NG... ;-)
>
> Niklas*in die Ecke eines Rümmlerbahnhofs stell und schäm* Pempel
Solltest du unbedingt die Sicherheitszentrale vorher von deine Buße informieren,
da auf den Kameras deine Buße leicht mit der Lieblingsbeschäftigung der
Stammkunden zu verwechseln wäre ....
Oder auch möglich; es gesellen sich diese Stammkunden zu dir, und versuchen dir
ein Gespräch aufzudrängen: "Man, das Bier treibt heute wieder, gell?"
;-)
--
Stellwerke unter Berlin: Eine Fotogalerie alter Stellwerke aus dem Untergrund
Berlins: www.berliner-verkehrsseiten.de/u-bahn/Stellwerke/stellwerke.html
> "Niklas Pempel" <nic...@gmx.de> schrieb im Newsbeitrag
>
>> Da du das ja nicht selbst machen willst,fahre ich jetzt bald mal die
>> U8 Nord ab,steige an jedem Bahnhof aus,stelle mich in eine besonders
>> hässliche Ecke und schäme mich dann stellvertretend für die gesamte
>> NG... ;-)
>>
>> Niklas*in die Ecke eines Rümmlerbahnhofs stell und schäm* Pempel
>
> Solltest du unbedingt die Sicherheitszentrale vorher von deine Buße
> informieren, da auf den Kameras deine Buße leicht mit der
> Lieblingsbeschäftigung der Stammkunden zu verwechseln wäre ....
>
> Oder auch möglich; es gesellen sich diese Stammkunden zu dir, und
> versuchen dir ein Gespräch aufzudrängen: "Man, das Bier treibt heute
> wieder, gell?"
>
> ;-)
oder er wird gefragt: willste stoff :-)
> oder er wird gefragt: willste stoff :-)
Wenn ich Stoff kaufen wollte,so ginge ich in ein Kaufhaus oder zu IKEA,dort
gibt es Meterware sehr preiswert...;-)
Aber ich glaube,ich lasse das lieber,zumal der Urin den Rümmlerschen
Blechverkleidungen ja arg zusetzen würde.
Niklas *doch nicht in die Ecke stell und schäm* Pempel
--
www.deutscher-nahverkehr.de.vu
> Schloßstraße (IMHO einer der abscheulichsten Bahnhöfe der Berliner
> U-Bahn)
Was habt ihr nur gegen diese schönen Bahnhof? Er ist vielleicht etwas
ungewöhnlich, aber ich finde ihn sehr schön.
Nicolas
> An die Genialität eines Grenander kam er im entfentesten nicht heran.
"Überholen ohne einzuholen" trifft es hier exakt. ;-)
> Und dann hat man dem Mann leider zu viel Geld zum Verbauen gegeben.
Ganz im Gegenteil.
> Selbst bei seinem letzten Bahnhof -- Hermannstraße -- hat er zwar die
> Farbe richtig getroffen, die Station hätte aber als Umsteigepunkt zur
> S-Bahn längliche statt quadratischer Wandfliesen bekommen müssen.
Welchen Vorteil hätte die Verwendeung von länglichen Wandfliesen
gehabt?
Nicolas
Die Bahnsteige sind ein bißchen düster, aber abgesehen davon stimme ich Dir
zu. Genau so hat man eben Anfang/Mitte der 70er Jahre in West-Berlin
gebaut. Man könnte ihn fast unter Denkmalschutz stellen -- jedenfalls hoffe
ich, daß er nicht so verhunzt wird wie Fehrbelliner Platz (unten).
Griettinckx, Uwe
--
"Etwas lernen? Ich bitte dich, wir sind im Usenet..."
(Thomas Hühn in de.admin.news.misc)
Ich habe Sichtbeton im TU-Hauptgebäude hassen gelernt und finde auch
Schloßstraße entsprechend hässlich.
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Disclaimer: Ironieanzeiger bitte nach Bedarf selber einsetzen.
"Guns! Lots of guns!" (Neo)
> Aber ich glaube,ich lasse das lieber,zumal der Urin den Rümmlerschen
> Blechverkleidungen ja arg zusetzen würde.
Was mag diesen "schönen" Holzverkleidungen im U-Bhf Siemensdamm so arg
zugesetzt haben?
[...]
> Ich habe Sichtbeton im TU-Hauptgebäude hassen gelernt und finde auch
> Schloßstraße entsprechend hässlich.
[?] Du kennst das Mathe-Gebäude
Gruß von ebendort, Uwe
Marco Miseroni schrieb:
> Sicherlich nicht schön, aber typisch für die Zeit. Besonders Schlossstraße ist
> ein typisches Beispiel für die postmoderne Zeit der 70er, oder? Beton nicht nur
> als Werkstoff zu verstehen, sondern "gesellschaftsfähig" zu machen.
>
Einspruch euer Ehren. Der U-Bf. Schloßstraße ist nicht von Hr. Rümmler
entworfen worden. Es war ein Architektenpaar aus Berlin wimre, Name
fällt mir nicht ein.
Das sieht man zum einen an der Verwendung von Sichtbeton und an den
merkwürdigen Luken im Fahrteppentunnel am Bahnsteigende mit Sicht auf
den Streckentunnel. Die laternenartige Beleuchtung auf den Treppen ist
für Rümmler untypisch. Ich hab mich ja schon ein paar mal als einziger
Fan des U-Bf. Schloßstraße geoutet :-)))
Bei den Rümmler-Werken fällt auf, dass er sich langsam steigerte, was
Dekorationen betraff. Auf der U7 ist das immer wieder präsent wenn man
ab Möckernbrücke die Ausgestaltung verfolgt (1971-1984).
Gruß
Alex
Mathias Hiller schrieb:
> Farbe richtig getroffen, die Station hätte aber als Umsteigepunkt zur
> S-Bahn längliche statt quadratischer Wandfliesen bekommen müssen. Wat
> soll man da noch sajen?!
Die jab´s nich bei Obi ;-)
Gruß
Alex
Niklas Pempel schrieb:
> Allerdings finde ich die Rümmler-Werke aus den 60ern wiederum sehr
> schön,weil sie schön schlicht uns sachlich sind,wogegen man sich für die
> Werke aus den 70ern und 80ern nur in die Ecke stellen,und sich schämen
> sollte.
Ich finde die Grenze des Nützliohen war 1984 erreicht mit der Eröffnung
der Spandauer Linie.
Über Geschmack lässt sich streiten, Fehler gab es auch. So verursachen
die zahlreichen Absätze und Dekorierungen ebensoviele Dreckecken.
Die Decke im U-Bf. Paracelsus-Bad sieht jetzt schon shclechter aus, als
die des U-Bf. Rosenthaler Pl. je ausgesehen hat (auch nicht als der
Bahnhof geschlossen war).
Insbesondere bei Fliesenbildern wie Willmersdorfer Straße gibt es wohl
noch Vorräte wegen der vielen Farben und ungeraden Schnitte.
Nicht zuletzt aus Kostengründen wurde der Vorschlag verworfen an der
Decke des U-Bf. Rath. Reinickendorf Kupferstiche aufzuhängen. Irgendwann
musste mal Schluß sein.
Gruß
Alex
Uwe Sinha schrieb:
> Die Bahnsteige sind ein bißchen düster, aber abgesehen davon stimme ich Dir
> zu. Genau so hat man eben Anfang/Mitte der 70er Jahre in West-Berlin
> gebaut. Man könnte ihn fast unter Denkmalschutz stellen -- jedenfalls hoffe
> ich, daß er nicht so verhunzt wird wie Fehrbelliner Platz (unten).
>
Hey, ich bin doch nicht der einzige Fan des U-Bf. Schloßstraße :-)
Damit ein U-Bf. seiner Zeit zuzuordnen ist und dennoch nicht peinlich
auffällt ist eine gewisse Zurückhaltung nötig. Das wurde in Schloßstraße
erreicht. Der Bf. ist ja auch ähnlich denen der Münchener Olympialinie,
die ich auch sehr schätze.
Gruß
Alex
Dieter Bruegmann schrieb:
> Ich habe Sichtbeton im TU-Hauptgebäude hassen gelernt und finde auch
> Schloßstraße entsprechend hässlich.
>
Ach ja... jedes Mal wenn die die Stufen der TU-Cafete sauber gemacht haben
war es so als würde mein Wohnzimmer überschwemmt ;-)))
Gruß
Alex
> Einspruch euer Ehren. Der U-Bf. Schloßstraße ist nicht von Hr. Rümmler
> entworfen worden. Es war ein Architektenpaar aus Berlin wimre, Name
> fällt mir nicht ein.
Hatte ich auch nicht behauptet. Ich ging nur darauf ein, das dieser
Streckenabschnitt eben auch sehr gut den Baustil der typischen 70er darstellt.
Auch Rümmler bediente sich der damals üblichen Formen. Kritik an Rümmler ist eben
auch irgendwie Kritik am Baustil der 70er.
Oft fahre ich an der Feuerwehrwache Wannsee vorbei, und jedesmal ein "Booh,
Klasse!".
Auch der U-Fehrbelliner Platz (Empfangsbau und U7) ist eben absolut typisch,
setzt sich eben von der übrigen Baustil in der Umgebung ab.
Ich schätze, der Baustil wird nach mehr zeitlichen Abstand mehr gewürdigt werden,
ähnlich den damaligen Bauhausstil, der auch erst Jahre später geliebt wurde.
U-Schloßstrasse (zusammen mit dem Bierpinsel), Fehrbelliner Platz und ganz
besonders die Paulsternstraße sehe ich extrem denkmalschutzwürdig an.Diese
zeitlichen Epochen sollten doch im Stadtbild erhalten bleiben.
Im Vergleich zu anderen Baustilen (etwa Bauhaus) sei noch gesagt, dass freilich
die Formen der 70er in Deutschland getrennt zu sehen sind. Typische Formen der
Bau- und Designkunst aus den 70ern unterscheiden sich leicht in Ost und West. Von
daher habe ich Verständnis, wenn der in Berlin (Ost) aufgewachsene oder eben der
jüngere Bürger mit den "70er Jahre-Bauten Marke West" eher null anfangen kann.
Aber glaubt mir: Die Zeit ist noch nicht ist noch nicht reif, diese Bauten zu
würdigen. Das kommt aber ganz sicher noch.
Für die Freunde der Bahnhöfe unter der Steglitzer Schloßstrasse steht ganz
aktuell unter
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download die Nummer 155 zum Download
bereit.
Restaurants oder Café, die sich der Inneneinrichtung eines Baustils, oder
Architekten widmen, gibt es ja häufig.
Für den Urvater-Designer und Architekt der Berliner U-Bahn steht das
www.grenander.de
(siehe auch Nachruf zum Tode:
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/pic/Nachruf_Grenander.jpg )
Ein Café Brademann wird evtl. bald im Stadtbild erscheinen (pssst, es wird nichts
verraten), und richtig Klasse wäre wohl auch ein Café Rümmler ....
--
Sonderbare Fahrzeuge im Untergrund ....
www.berliner-verkehrsseiten.de/u-bahn/Fahrzeuge/Fahrzeugchronik/A1-2/Sfz/sfz.html
> Die Decke im U-Bf. Paracelsus-Bad sieht jetzt schon shclechter aus, als
> die des U-Bf. Rosenthaler Pl. je ausgesehen hat (auch nicht als der
> Bahnhof geschlossen war).
Wie wohl die modernen Bahnhöfe nach 27 Jahren Nichtpflege aussehen
würden?
>> Ich habe Sichtbeton im TU-Hauptgebäude hassen gelernt und finde auch
>> Schloßstraße entsprechend hässlich.
>
> [?] Du kennst das Mathe-Gebäude
[ ] Ja.
[x] Ich kenne sonst noch das Architekten-Gebäude.
[ ] Auch im Inneren sehr schön.
[?] Steht das überhaupt noch
> Wie wohl die modernen Bahnhöfe nach 27 Jahren Nichtpflege aussehen
> würden?
Das ist wohl wahr. Damals baute man die Bahnhöfe nicht nach den Gesichtspunkten
einer wartungsfreien Innenausstattung.
Wenn man das durchführen täte, würden die Bahnhöfe alle gleich aussehen (gutes
Beispiel Wien)
http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/metro/deutsch/index.html
oder sich eben unverkleidet aus Beton präsentieren.
Spannend wird, wie reich die neuen Stationen der U55 ausgestattet werden . . .
sicherlich wird man in der Innenstadt nicht sparen wollen.
--
Artikel "Sanierung von Gleisen mit fester Fahrbahn bei der Berliner U-Bahn"
www.eurailpress.com/archiv/showpdf.php?datei=/erparchiv/ei2002/11boisseree.pdf
Artikel über die Feste Fahrbahn auf der Hochbahn:
www.eurailpress.com/archiv/showpdf.php?datei=/erparchiv/ei2002/04kutscher.pdf
> >> Ich habe Sichtbeton im TU-Hauptgebäude hassen gelernt und finde auch
> >> Schloßstraße entsprechend hässlich.
> >
> > [?] Du kennst das Mathe-Gebäude
> [ ] Ja.
Schade. *Das* ist an vielen Stellen wirklich eine Sichtbetonorgie. Z.B. der
Pfeiler hier bei mir im Büro...
> [x] Ich kenne sonst noch das Architekten-Gebäude.
> [ ] Auch im Inneren sehr schön.
> [?] Steht das überhaupt noch
Ja, das steht noch, wurde vor ein paar Jahren saniert. Jetzt sieht es sogar
halbwegs vernünftig aus, vorher waren v.a. an der Fassade Materialien
verbaut, die nicht gealtert, sondern vergammelt sind.
Griettinckx, Uwe
> Was mag diesen "schönen" Holzverkleidungen im U-Bhf Siemensdamm so arg
> zugesetzt haben?
Ich wars nicht...;-) Und ich glaube nicht,dass das nur auf unsere
besoffenen und Bahnhöfe vollurinierenden Freunde zurückzuführen ist. Das
kann auch Wasser von oben sein.
> Ich wars nicht...;-)
Haben da schon andere vor dir Buße getan?
;-)
Nein, wird wohl allgemeine Feuchtigkeit sein, die in einem Tunnel nie
ausgeschlossen werden kann.
--
Die M-Bahn im Netz: http://www.berliner-verkehrsseiten.de/m-bahn
>> Und dann hat man dem Mann leider zu viel Geld zum Verbauen gegeben.
>Ganz im Gegenteil.
Du irrst: Es war tatsächlich so. Weniger ist mehr.
>> Selbst bei seinem letzten Bahnhof -- Hermannstraße -- hat er zwar die
>> Farbe richtig getroffen, die Station hätte aber als Umsteigepunkt zur
>> S-Bahn längliche statt quadratischer Wandfliesen bekommen müssen.
>
>Welchen Vorteil hätte die Verwendeung von länglichen Wandfliesen
>gehabt?
Die Wiedererkennbarkeit eines Umsteigebahnhofs zur S-Bahn, wie
Grenander das einst geschickt eingeführt hat. Guckstdu Wand in
Gesundbrunnen, Alex, Brünnowitzjacke -- und leider nicht
Hermannstraße. Rümmler eben -- nicht Grenander.
>>> [?] Du kennst das Mathe-Gebäude
>
>> [ ] Ja.
>
> Schade. *Das* ist an vielen Stellen wirklich eine Sichtbetonorgie. Z.B. der
> Pfeiler hier bei mir im Büro...
Da helfen nur Poster, vieleviele Poster!
>> [x] Ich kenne sonst noch das Architekten-Gebäude.
>> [ ] Auch im Inneren sehr schön.
>> [?] Steht das überhaupt noch
>
> Ja, das steht noch, wurde vor ein paar Jahren saniert. Jetzt sieht es sogar
> halbwegs vernünftig aus, vorher waren v.a. an der Fassade Materialien
> verbaut, die nicht gealtert, sondern vergammelt sind.
Auch eine Art der Alterung.
> Auch der U-Fehrbelliner Platz (Empfangsbau und U7) ist eben absolut typisch,
> setzt sich eben von der übrigen Baustil in der Umgebung ab.
Das stimmt schon, aber er ist eben nicht besonders zeitlos, sondern
nur poppig. Gerade dieses Empfangsgebäude ist auch ziemlich
unübersichtlich, obwohl es nur zwei Treppen enthält.
> Ich schätze, der Baustil wird nach mehr zeitlichen Abstand mehr gewürdigt werden,
> ähnlich den damaligen Bauhausstil, der auch erst Jahre später geliebt wurde.
Ich fürchte, man wird irgendwann erkennen, daß manche Bauwerke aus
dieser Zeit nur dem Effekt, aber nicht der Brauchbarkeit huldigen.
Immerhin sollen es Zweckbauwerke sein und keine Straßenmöbel.
> U-Schloßstrasse (zusammen mit dem Bierpinsel), Fehrbelliner Platz und ganz
> besonders die Paulsternstraße sehe ich extrem denkmalschutzwürdig an.Diese
> zeitlichen Epochen sollten doch im Stadtbild erhalten bleiben.
Ich bin auch gegen Abrisse, wenn sie nicht unbedingt nötig sind. Aber
vielleicht kann man manche Bauten behutsam so umgestalten, daß sie
ihrem Zweck besser entsprechen können.
Es muß ja nicht gleich unbedingt in einen reinen Kommerztempel
umgestaltet werden.
>> Was mag diesen "schönen" Holzverkleidungen im U-Bhf Siemensdamm so arg
>> zugesetzt haben?
>
> Ich wars nicht...;-) Und ich glaube nicht,dass das nur auf unsere
> besoffenen und Bahnhöfe vollurinierenden Freunde zurückzuführen ist. Das
> kann auch Wasser von oben sein.
Und das ist der Grund, warum Kacheln (Fliesen?) besser als
Wandverkleidung einsetzbar sind. Man bekommt allerdings nicht solche
poppigen Formen hin, aber das wollte Rümmler ja unbedingt.
> Spannend wird, wie reich die neuen Stationen der U55 ausgestattet werden . . .
> sicherlich wird man in der Innenstadt nicht sparen wollen.
Da gab es doch schon mal Entwürfe zu sehen.
> Mathias Hiller <m...@snafu.de> wrote:
>
> > Selbst bei seinem letzten Bahnhof -- Hermannstraße -- hat er zwar die
> > Farbe richtig getroffen, die Station hätte aber als Umsteigepunkt zur
> > S-Bahn längliche statt quadratischer Wandfliesen bekommen müssen.
>
> Welchen Vorteil hätte die Verwendeung von länglichen Wandfliesen
> gehabt?
Das ist eines von Mathias' Lieblingsthemen: Die angeblich durch die
kleinteiligeren rechteckigen Fliesen markierte - und damit jedenfalls
den "Eingeweihten" besser erkennbare - Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn.
Die Systematik ist aber keine: Es gibt zahlreiche U-Haltestellen ohne
Übergang zur S-Bahn mit kleinteiligen Kacheln und: Ein aus den 60-er
Jahren stammendes Foto von Tempelhof zeigt übrigens - wohl originale -
quadratische Fliesen trotz des Hinweises auf die Ringbahn (Lemke/Poppel,
Berliner U-Bahn, in der 3. Aufl. auf S. 40)!
--
Gruß /°\ ASCII Ribbon Campaign
\ /
Eberhard X for plain text
/ \ e-mails and news
>>
>> Welchen Vorteil hätte die Verwendeung von länglichen Wandfliesen
>> gehabt?
>
>Das ist eines von Mathias' Lieblingsthemen: Die angeblich durch die
>kleinteiligeren rechteckigen Fliesen markierte - und damit jedenfalls
>den "Eingeweihten" besser erkennbare - Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn.
>Die Systematik ist aber keine: Es gibt zahlreiche U-Haltestellen ohne
>Übergang zur S-Bahn mit kleinteiligen Kacheln und: Ein aus den 60-er
>Jahren stammendes Foto von Tempelhof zeigt übrigens - wohl originale -
>quadratische Fliesen trotz des Hinweises auf die Ringbahn (Lemke/Poppel,
>Berliner U-Bahn, in der 3. Aufl. auf S. 40)!
Neukölln hatte noch bis 1'98 quadratische Fliesen aus der Zeit der
Erbauung.
--
Gruß Thomas
#############################################################
http://www.igeb.org (Homepage des Berliner Fahrgastverbandes IGEB e.V.)
> Da gab es doch schon mal Entwürfe zu sehen.
Eben drum, das ist ja meine Frage. Hält man die Pläne, trotz leerer Kassen? Man
könnte ja auch wegen leerer Kassen eine Sparausstattung vornehmen, was für
Berliner Verhältnisse recht ungewöhnlich wäre.
--
65 Jahre S-Bahn!
http://www.berliner-verkehrsseiten.de/pic/S-65.pdf
(aus BZ am Abend 8.Aug.1989)
www.berliner-verkehrsseiten.de
>kleinteiligeren rechteckigen Fliesen markierte - und damit jedenfalls
>den "Eingeweihten" besser erkennbare - Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn.
>Die Systematik ist aber keine: Es gibt zahlreiche U-Haltestellen ohne
Du irrst: Auf der Nordsüdbahn gab es die Systhematik nicht; auf der
GN-Bahn schon.
> Mathias Hiller schrieb:
>
>
>>>Welchen Vorteil hätte die Verwendeung von länglichen Wandfliesen
>>>gehabt?
>
>
>>Die Wiedererkennbarkeit eines Umsteigebahnhofs zur S-Bahn, wie
>>Grenander das einst geschickt eingeführt hat. Guckstdu Wand in
>>Gesundbrunnen, Alex, Brünnowitzjacke -- und leider nicht
>>Hermannstraße.
>
>
> Wer zum Teufel außer ein paar Bahn-Insidern sollte an der Form der
> Fliesen erkennen, ob man zur S-Bahn umsteigen kann?
>
> Du machst Witze.
>
>
Vielleicht sind es auch nur die Teilnahmenbedingungen.
Wer nicht manchmal Insiderkritik übt, verliert den Insiderstatus...
André
Gibt es dafür explizite Belege, also z.B. Zitate von Grenander?
Und da die S-Bahn offensichtlich keinen gesteigerten Wert auf die
Umsteigebeziehungen legte, wie man am Alexanderplatz noch immer
beobachten darf, bleibt mir seine Motivation in jedem Fall ein Rätsel.
André
> Wer zum Teufel außer ein paar Bahn-Insidern sollte an der Form der
> Fliesen erkennen, ob man zur S-Bahn umsteigen kann?
Vielleicht lautet demnächst die Ansage in der U-Bahn ja so:
"Nächster Bahnhof: Gesundbrunnen. Dieser Bahnhof hat längliche
Fliesen. Und zum Bus."
tschüssi
Norbert
Marco Miseroni schrieb:
>
> Aber glaubt mir: Die Zeit ist noch nicht ist noch nicht reif, diese Bauten zu
> würdigen. Das kommt aber ganz sicher noch.
>
Dazu passt ein Artikel aus einer Architekturzeitschrift. Bekanntermaßen
wurde auf dem Flughafen Tegel der Bodenbelag mit den sechseckigen
Fliesen durch nüchternes 90er Jahre Steinzeug ersetzt. Der Bodenbelag
nahm aber Bezug auf die gesamte Anlage des Flughafens in dem das
Sechseck das Leitmotiv ist.
Fazit: Es ging viel vom ursprünglichen Gedanken verloren. Der Flughafen
Tegel ist im Innenbereich nun genauso austauschbar und mediokren wie
Köln-Wahn oder Hannover-Langenhagen die auch zu jener Zeit entstanden.
Da fragt man sich schon, ob man über jede Gründerzeitvilla und jede
Farbnuance bei Grenander (die eigentlich nur durch Produktionsfehler
zustande kamen) grübeln muss. Es ist ja eben das Schicksal, dass die
Nachfolgegeneration der Architekten immer das kaputt macht, was die
Vorgängergeneration geschaffen hat. Beispiel: Ersatz der runden Lampen
durch Neonröhren in den 60ern auf den Grenander-Bahnhöfen).
Keiner wird heute wichtige Grenander-Werke ernsthaft zerstören wollen.
Mit dem ost- und westberliner Erbe der 70er wird aber sehr rigoros
umgegangen. Negativbeispiele: Warum hat man die Verkleidung auf dem Bf.
Siemensdamm nicht durch eine neue aus Plastik ersetzt? Warum hat man auf
Fehrbelliner Platz Fayencefliesen anstatt emaillierter Bleche verwendet?
Positives Beispiel: Die blauen Bleche auf Osloer Str. (U8) passen ins
Gesamtbild.
Noch zum Abschluß: Kein einziger Bahnhof der Nachkriegsära ist
denkmalgeschützt, Ausnahme Spichernstraße, Augsburger Str. Es ging wohl
darum, gesamte Linien (U1,U2) zu schützen, denn die beiden
letztgenannten Bahnhöfe sind eher nüchtern und von der BVG-Bauabteilung
ausgeführt worden.
Es ist imo bedenklich, dass Hansaplatz, Schloßstraße, Fehrbelliner
Platz, Paulsternstraße nicht auf der Liste sind. Auch Tierpark wäre
schützenswert, weil er der einzige U-Bf. ist der in der DDR entstand. Da
er nach BO U gebaut wurde hat er einige Besonderheiten die der Nachwelt
erhalten bleiben sollten.
Gruß
Alex
Dieter Bruegmann schrieb:
> Wie wohl die modernen Bahnhöfe nach 27 Jahren Nichtpflege aussehen
> würden?
Mir reicht ja schon, wie die 1996 sanierten Bahnhöfe der U6 schon wieder
aussehen...
> Es ist imo bedenklich, dass Hansaplatz, Schloßstraße, Fehrbelliner
> Platz, Paulsternstraße nicht auf der Liste sind. Auch Tierpark wäre
> schützenswert, weil er der einzige U-Bf. ist der in der DDR entstand. Da
> er nach BO U gebaut wurde hat er einige Besonderheiten die der Nachwelt
> erhalten bleiben sollten.
>
>
Droht demnächst dem U-Bahnhof Tierpark bei der U5-Sanierung der Umbau?
André
Alex Seefeldt" <aster...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
> Mir reicht ja schon, wie die 1996 sanierten Bahnhöfe der U6 schon wieder
> aussehen...
Marco Miseroni fügt hinzu:
Oder die erst im letzten Jahr sanierten Bahnhöfe der U5 mit ihren Wasserschäden
an der Decke ....
--
Glückssignatur: Wenn du diese Signatur an den Absender zurücksendest,
erhältst du einen Artikel aus dem EisenbahnIngenieur Heft 11/2003 über die
Entwicklung und Bausubstanz der Tunnelanlagen bei der Berliner U-Bahn in PDF (3
MB, 7 Seiten) zugemailt. http://www.berliner-verkehrsseiten.de/Download
Uwe Sinha schrieb:
> Schade. *Das* ist an vielen Stellen wirklich eine Sichtbetonorgie. Z.B. der
> Pfeiler hier bei mir im Büro...
>
OK, arbeiten möchte ich da nicht unbedingt, Tutorien haben schon gereicht;-)
Interessant ist aber die Kombination von Beton-Fertigteilen,
Holzfußböden, Fliesen und Glasfassade. Im Architekturführer Berlin steht
auch, daß das Gebäude zur Zeit der ersten Energiespardebatten entstand.
Fortschrittlich ist die Architektur allemal gewesen seinerzeit.
Nachteil der Skelettbauweise ist dann der Pfeiler der bei Dir im Weg
steht ;-)
Gruß
Alex
Dieter Bruegmann schrieb:
> .oO(Marco Miseroni / Tue, 25 May 2004 14:00:52 +0200)
>
>> Spannend wird, wie reich die neuen Stationen der U55 ausgestattet werden . . .
>> sicherlich wird man in der Innenstadt nicht sparen wollen.
>
> Da gab es doch schon mal Entwürfe zu sehen.
>
Da muss ich euch enttäuschen. Auf den Entwurf mit Kupferplatten für den
U-Bf. Brandenburger Tor wird lt. Hr. Kutscher nicht zurückgegriffen. Man
wird sich eher auf vorgehangene Platten aus Steinzeug o.ä. verständigen,
die an die verwendeten Materialien auf der Oberfläche erinnern sollen.
Der Bf. Reichstag ist eh fast fertig. Lediglich an der Wand waren
hinterleuchtete Transparente vorgesehen, die Nischen dafür sieht man
deutlich. Am Lehrter wird es wohl bei Sichtbeton bleiben oder höchstens
Emailleplatten á la U5 geben, dort wird Hr. Gerkan wohl aber mitreden
dürfen. Allerdings wird es zur Eröffnung der U55 auf keinem der Bahnhöfe
Ausgestaltungen geben, abgesehen vom Fußboden und den Rolltreppen
wahrscheinlich. Man wird wohl auch nach 2006 den Eindruck haben durch
eine Baustelle zu fahren. Der Bf. Brandenburger Tor wird erst
fertiggestellt, wenn er seine endgültige Länge erreicht hat. So ist
jedenfalls zur Zeit der Stand der Dinge.
Gruß
Alex
Dieter Bruegmann schrieb:
> Und das ist der Grund, warum Kacheln (Fliesen?) besser als
Imho Fliesen. Mir wurde immer erzählt der Unterschied läge darin, dass
Kacheln auf der Rückseite nicht eben sind (Ofen). Die genaue Definition
würde mich aber interessieren.
Gruß
Alex
André Hercher schrieb:
> Droht demnächst dem U-Bahnhof Tierpark bei der U5-Sanierung der Umbau?
Wüßte ich auch zu gern. Es hieß ja letztes Jahr, dass alle weiteren
Bahnhöfe mit Blechen versehen werden. Ob man angesichts leerer Kassen
den U-Bf. Tierpark verblecht obwohl seine Fliesen intakt sind kann man
aber auch bezweifeln.
Gruß
Alex
Eine Systematik, die sich genau an _einem_ Umsteigebahnhof orientiert?
Feine Systematik!
>Wer zum Teufel außer ein paar Bahn-Insidern sollte an der Form der
>Fliesen erkennen, ob man zur S-Bahn umsteigen kann?
Genügend Leute richten sich nach Farben und Formen, weil sie die viel
schneller erkennen, als ein Bahnhofschild, das irgendwo hängt.
>Du machst Witze.
Ganz und gar nicht. Oder hälts Du Grenaders Form- und Farbschema für
den Einfall einer Witzfigur?
Markus Ermert: Hälts Du Grenander wirklich für eine Witzfigur?
>Eine Systematik, die sich genau an _einem_ Umsteigebahnhof orientiert?
>Feine Systematik!
So, jetzt üben wir mal zählen:
- Gesundbrunnen --> 1
- Alexanderplatz --> 2
- Jannowitzbrücke --> 3
Hermannstraße wäre Kandidat Nr. 4.
So langsam verzweifel ich: Der eine kann nicht sehen, der andere kann
nicht zählen. Da braucht man sich nicht zu wundern, daß Grenanders
Erbe mißachtet wird. :-(
So kann man leider in Berlin noch immer nicht argumentieren - für die
Fenster am Spittelmarkt war ja plötzlich auch Geld da...
André
Eberhard Zastrau schrieb:
>
> Mathias Hiller <m...@snafu.de> wrote:
>
> > On Tue, 25 May 2004 22:09:33 +0200, zas...@gmx.de (Eberhard Zastrau)
> > wrote:
> >
> > >kleinteiligeren rechteckigen Fliesen markierte - und damit jedenfalls
> > >den "Eingeweihten" besser erkennbare - Umsteigemöglichkeit zur S-Bahn.
> > >Die Systematik ist aber keine: Es gibt zahlreiche U-Haltestellen ohne
> >
> > Du irrst: Auf der Nordsüdbahn gab es die Systhematik nicht; auf der
> > GN-Bahn schon.
>
> Eine Systematik, die sich genau an _einem_ Umsteigebahnhof orientiert?
> Feine Systematik!
Drei. Jannowitzbrücke und Alex können auch einen Umstieg zur S-Bahn
bieten. Allerdings halte ich die Vermutung, über Wandfliesen
Umsteigebahnhöfe zu markieren, trotzdem für etwas abwegig.
Gruß, Volker
>Gibt es dafür explizite Belege, also z.B. Zitate von Grenander?
Ja, drei Bahnhöfe, die Du täglich besichtigen kannst. Nenne sie
einfach steinerne Zitate. Für alles andere mußt Du vielleicht selber
mal das BVG-Archiv aufsuchen und dort wühlen.
>Und da die S-Bahn offensichtlich keinen gesteigerten Wert auf die
>Umsteigebeziehungen legte, wie man am Alexanderplatz noch immer
>beobachten darf, bleibt mir seine Motivation in jedem Fall ein Rätsel.
Die kürzesten Wege am Alex führen z.T. über die Oberfläche.
> On Wed, 26 May 2004 11:41:10 +0200, zas...@gmx.de (Eberhard Zastrau)
> wrote:
>
>
>>Eine Systematik, die sich genau an _einem_ Umsteigebahnhof orientiert?
>>Feine Systematik!
>
>
> So, jetzt üben wir mal zählen:
>
> - Gesundbrunnen --> 1
> - Alexanderplatz --> 2
> - Jannowitzbrücke --> 3
>
> Hermannstraße wäre Kandidat Nr. 4.
>
Hermannstraße verläuft aber die S-Bahn unter der U-Bahn.
Hätten da nicht runde Kacheln verwendet werden müssen?
André
>Hermannstraße verläuft aber die S-Bahn unter der U-Bahn.
>Hätten da nicht runde Kacheln verwendet werden müssen?
Wie ich sehe, bist Du nicht an ernsthafter Diskussion interessiert.
> Hermannstraße verläuft aber die S-Bahn unter der U-Bahn.
> Hätten da nicht runde Kacheln verwendet werden müssen?
Unsachlich. Aber davon mal abgesehen: falsch.
--
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> On Wed, 26 May 2004 09:31:24 +0200, André Hercher
> <keine-w...@achx.de> wrote:
>
>
>>Gibt es dafür explizite Belege, also z.B. Zitate von Grenander?
>
>
> Ja, drei Bahnhöfe, die Du täglich besichtigen kannst. Nenne sie
> einfach steinerne Zitate.
Oje, ist heute Pathostag?
>Für alles andere mußt Du vielleicht selber
> mal das BVG-Archiv aufsuchen und dort wühlen.
Nö, muß ich nicht. Mir reicht es, daß ich Deiner Argumentation nicht
folgen kann.
>
>
>>Und da die S-Bahn offensichtlich keinen gesteigerten Wert auf die
>>Umsteigebeziehungen legte, wie man am Alexanderplatz noch immer
>>beobachten darf, bleibt mir seine Motivation in jedem Fall ein Rätsel.
>
>
> Die kürzesten Wege am Alex führen z.T. über die Oberfläche.
>
Richtig. Hätte die S-Bahn allerdings ein Interesse an kurzen
Umsteigewegen gehabt, würde es einen direkten Umstieg am Nordende des
U8-Bahnsteigs geben. Bei letzten Umbau waren zusätzliche Geschäfte für
Bund und Bahn wichtiger, als Umsteigebeziehungen.
André
Solange Du nicht mehr als eine Korrelation anzubieten hast, fällt es
mir schwer, die Sache ernsthaft zu verfolgen.
André
> "André Hercher" <keine-w...@achx.de> schrieb im Newsbeitrag
>
>
>>Hermannstraße verläuft aber die S-Bahn unter der U-Bahn.
>>Hätten da nicht runde Kacheln verwendet werden müssen?
>
>
> Unsachlich. Aber davon mal abgesehen: falsch.
>
>
Hast ja recht, ich habe den smiley vergessen.
André
> Am Lehrter wird es wohl bei Sichtbeton bleiben oder höchstens
> Emailleplatten á la U5 geben, dort wird Hr. Gerkan wohl aber mitreden
> dürfen.
Ob er es noch will, nachdem man ihm seine Halle so entsetzlich
verstümmelt hat?
Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Disclaimer: Ironieanzeiger bitte nach Bedarf selber einsetzen.
"Guns! Lots of guns!" (Neo)
> Alex Seefeldt" <aster...@web.de> schrieb im Newsbeitrag
>> Mir reicht ja schon, wie die 1996 sanierten Bahnhöfe der U6 schon wieder
>> aussehen...
>
> Marco Miseroni fügt hinzu:
>
> Oder die erst im letzten Jahr sanierten Bahnhöfe der U5 mit ihren Wasserschäden
> an der Decke ....
Wenn man auch noch den Tunnel von außen hätte sanieren wollen, wären
große Baustellen auf der Karl-Marx-/Frankfurter Allee die Folge
gewesen.
Selbst wenn Grenander ihnen eine Hilfestellung geben wollte - warum dann
ausgerechnet beim Umsteigen zur S-Bahn und nicht zur U-Bahn?
André
> Droht demnächst dem U-Bahnhof Tierpark bei der U5-Sanierung der Umbau?
Nein. Laut dem Artikel in einer BVG-Minus soll in Tierpark nur der Fußboden
erneuert werden,alles andere soll aber so bleiben,wie es jetzt ist. Man
will aber die Fliesen (Kacheln?) reinigen.
Niklas
--
Aber irgendeinmal muß man da auch ran. Dann sind die Wasserschäden im
Tunnel bestimmt so massiv, daß man wieder anfangen kann zu erneuern.
Also nur Kosmetik letztes Jahr.
Knut
> Was ist der prinzipielle Unterschied zur jetzigen U1 Süd?
> Heidelberger Platz, Rüdesheimer Platz?
Das diese Bahnhöfe wniger bunt sind. Und obwohl sie ebensowenig zur U-Bahn
passen,so haben sie doch eine gewisse Schönheit,die ich bis heute bei den
Rümmler-Bahnhöfen nicht erkennen konnte.Desweiteren lässt sich auf den
Bahnhöfen der U1 Süd noch eine gewisse Systematik im Bezug auf die
Elementanordnung erkennen,die bei Rümmler fehlt.Bei Rümmler reihen sich
bunte Emailleplättchen aneinander,sollen Blumen darstellen...doch irgendwie
finde ich keinerlei System dabei.
Soweit die Planung bislang steht, wird sich am Aussehen des U-Bhf. Tk
nichts wesentliches ändern. Er erhält einen Aufzug, was angesichts der
Lage neben der Straße kein Problem darstellt. Der Fliesenbelag der
Wände bleibt bestehen. Selbst die häßliche, blechverkleidete Decke
soll nur "ausgebessert" werden ...
Die Bemerkung von Alex, dass der Bahnhof nach der BO-U gebaut wurde,
ist allerdings nicht richtig. Die BO-U wurde 1979 veröffentlicht und
trat am 1.1.1980 in Kraft, fast 10 Jahre nach Planung der
Streckenverlängerung nach Tk.
Damit sind die Bahnhöfe zwischen Biesdorf-Süd und Hönow die einzigen
"BO-U - gerechten", wenn auch kein echter (unterirdischer) U-Bahnhof
dabei ist.
Mario
> Bei Rümmler reihen sich
> bunte Emailleplättchen aneinander,sollen Blumen darstellen...doch irgendwie
> finde ich keinerlei System dabei.
Auch nicht bei der Rohrkonstruktion auf Rohrdamm? :-(
> > Hermannstraße verläuft aber die S-Bahn unter der U-Bahn.
> > Hätten da nicht runde Kacheln verwendet werden müssen?
>
> Unsachlich. Aber davon mal abgesehen: falsch.
Die Kacheln hätten auf dem Kopf stehen müssen. ;-)
Sabine
> dürfen. Allerdings wird es zur Eröffnung der U55 auf keinem der Bahnhöfe
> Ausgestaltungen geben, abgesehen vom Fußboden und den Rolltreppen
> wahrscheinlich...
Ganz ohne Fußboden wird es nicht gehen :-)
Auf Rolltreppen muss der U55-Fahrgast vorläufig verzichten, das ist im
schmalen Budget nicht drin. Da neu gebaute Bahnhöfe in Berlin aber
behindertengercht sein müssen, werden an allen drei Stationen die
Aufzüge gebaut.
Mario
> Hallo,
>
> ich lese so etwas ja selten, aber heute ist mir eine
> Todesanzeige im Tagesspiegel auf Seite 13 aufgefallen.
> Gestorben ist am vergangenen Sonntag ein bekannter
> Architekt vieler in den letzen 40 Jahren (um-)gebauter
> U-Bahnhöfe:
>
> Dipl.-Ing. Rainer Gerhard Rümmler
> Architekt
> Ltd. BauDir. a. D. 1964 - 1994
^^^^
> Leiter der Entwurfsabt. / Senatsverwaltung
> für Bau- u. Wohnungswesen
>
Das ist doch sicher ein Tippfehler ?
Gruß Andreas
> Hermannstraße verläuft aber die S-Bahn unter der U-Bahn.
Wieso führen dann vom S-Bahnsteig Treppen nach unten ? ;-)
> Hätten da nicht runde Kacheln verwendet werden müssen?
>
>
>
> André
Gruß Andreas
> Dazu passt ein Artikel aus einer Architekturzeitschrift.
> Bekanntermaßen wurde auf dem Flughafen Tegel der Bodenbelag mit
> den sechseckigen Fliesen durch nüchternes 90er Jahre Steinzeug
> ersetzt. Der Bodenbelag nahm aber Bezug auf die gesamte Anlage des
> Flughafens in dem das Sechseck das Leitmotiv ist.
Wann ist das geschehen? Ich durfte in letzter Zeit (eigentlich in den
letzten zwei Jahren) fast ausschliesslich von diesem merkwürdigen
Terminal, das die Gates 50 bis 68 beherbergt, abfliegen.
Betraf diese Umgestaltung - wenn wir sie nicht Zerstörung nennen wollen
- nicht ausschliesslich die Haupthalle?
> Negativbeispiele: Warum hat man die Verkleidung auf dem Bf.
> Siemensdamm nicht durch eine neue aus Plastik ersetzt?
Warum bemüht man sich bei den BVG in letzter Zeit eigentlich so darum,
die Bahnhöfe möglichst merkwürdig aussehen zu lassen? Aktuelles
Beispiel: Die Zugänge zum Bahnhof Innsbrucker Platz.
> Warum hat man auf Fehrbelliner Platz Fayencefliesen anstatt
> emaillierter Bleche verwendet?
Wo genau?
> Es ist imo bedenklich, dass Hansaplatz, Schloßstraße, Fehrbelliner
> Platz, Paulsternstraße nicht auf der Liste sind.
Man könnte ein höfliches Schreiben an das Landesdenkmalamt oder direkt
an den Petitionsausschuss verfassen.
Nicolas
> Die Bahnsteige sind ein bißchen düster, aber abgesehen davon
> stimme ich Dir zu.
Genau das gefällt mir an dem Bahnhof so gut.
> Man könnte ihn fast unter Denkmalschutz stellen
ACK.
Wenn wir schon über Schlossstrasse diskutieren, dann könnte man auch
mal kurz Rathaus Steglitz erwähnen. Diesen Bahnhof halte ich ebenfalls
für schützenswert (das Wort steht zwar nicht im Duden, aber ich nehme
an, dass es trotzdem existiert). Allerdings frage ich mich gerade, was
mit der interessanten Bank auf <http://www.andre-loop.de/berlin/u9/U9-
18-rath-11.jpg> passiert ist.
Hat zufällig jemand gesehen, in welche Richtung sie gelaufen ist? ;-)
Nicolas
Nicht verzweifeln. Den Fehler geb ich ja zu. So manchmal fahr ich halt
zwischen Voltastr. und Moritzplatz noch immer ohne Halt (ähh: weitere
Aufmerksamkeit) durch. Ist ja auch erst wenig mehr als zehn Jahre her.
Aber dennoch:
Eine Systematik, die sich genau an _einer_ U-Bahnlinie orientiert?
Feine Systematik!
Zumal, wenn die anderen Strecken - mit viel mehr Umsteigebahnhöfen -
ganz anders gestaltet sind.
Merke: Damit Systematik funktionieren kann, muss sie auch systemweit
erkennbar sein.
--
Gruß /°\ ASCII Ribbon Campaign
\ /
Eberhard X for plain text
/ \ e-mails and news
>Nein. Laut dem Artikel in einer BVG-Minus soll in Tierpark nur der Fußboden
>erneuert werden,alles andere soll aber so bleiben,wie es jetzt ist.
Das ist angenehm, wurde die Station doch selbst in Fachpublikationen
aus WB* gelobt.
>Man
>will aber die Fliesen (Kacheln?) reinigen.
Die Wandfliesen. Kacheln findest Du am guten alten Kachelofen.
* Westberlin, besondere politische Einheit
>> Man könnte ihn fast unter Denkmalschutz stellen
>ACK.
Weder fast noch ganz -- wünsche ich mir.
>Wenn wir schon über Schlossstrasse
Schloßstraße -- zweimal mit ß, da Eigenname.
> >> Man könnte ihn fast unter Denkmalschutz stellen
> >ACK.
> Weder fast noch ganz -- wünsche ich mir.
YMMV. Ich konnte dem "Ahornblatt" auch nicht sooo viel abgewinnen, daß ich
über dessen Abriß so traurig gewesen wäre wie vielleicht andere. Ärgerlicher
ist da IMO schon, daß an gleicher Stelle jetzt 0815-Architektur steht.
> >Wenn wir schon über Schlossstrasse
> Schloßstraße -- zweimal mit ß, da Eigenname.
Aber -- mit Rücksicht auf Mitlesende mit Codierungsproblemen -- nicht im
Subject.
Griettinckx, Uwe
--
"Etwas lernen? Ich bitte dich, wir sind im Usenet..."
(Thomas Hühn in de.admin.news.misc)
>Aufmerksamkeit) durch. Ist ja auch erst wenig mehr als zehn Jahre her.
Letzter Halt in ...? ;-)
>Aber dennoch:
>
>Eine Systematik, die sich genau an _einer_ U-Bahnlinie orientiert?
>Feine Systematik!
>Zumal, wenn die anderen Strecken - mit viel mehr Umsteigebahnhöfen -
>ganz anders gestaltet sind.
Da muß man die historische Entwicklung der einzelnen Strecken
berücksichtigen. Grenander hat letzlich nur die Scherben
zusammengekehrt, die durch die Pleite der AEG-Schnellbahn und durch
die Insellösung der städtischen Nordsüdbahn entstanden sind. Seine
Untergrundstadtstrecke (Potsdamer Platz--Senefelderplatz) der
Siemensschen Hochbahngesellschaft besaß von Anfang an ein Farbsystem;
auch bei der Linie E konnte er ohne Einschränkungen diese Idee
verwirklichen.
Insofern hat der alte Schwede die in den 20er Jahren sich abzeichnende
Große Elektrisierung der Stadt-, Ring- und Vorortbahnen und den sich
ergebenden Schnellbahnverbund vorweggenommen.
>Merke: Damit Systematik funktionieren kann, muss sie auch systemweit
>erkennbar sein.
Kein Problem. Bauen wir eben alle Strecken neu. Im nächsten Leben wird
sowieso alles besser. ;-)
> On Thu, 27 May 2004 10:20:08 +0200, zas...@gmx.de (Eberhard Zastrau)
> wrote:
>
>
>>Aufmerksamkeit) durch. Ist ja auch erst wenig mehr als zehn Jahre her.
>
>
> Letzter Halt in ...? ;-)
>
>
>>Aber dennoch:
>>
>>Eine Systematik, die sich genau an _einer_ U-Bahnlinie orientiert?
>>Feine Systematik!
>
>
>>Zumal, wenn die anderen Strecken - mit viel mehr Umsteigebahnhöfen -
>>ganz anders gestaltet sind.
>
>
> Da muß man die historische Entwicklung der einzelnen Strecken
> berücksichtigen. Grenander hat letzlich nur die Scherben
> zusammengekehrt, die durch die Pleite der AEG-Schnellbahn und durch
> die Insellösung der städtischen Nordsüdbahn entstanden sind. Seine
> Untergrundstadtstrecke (Potsdamer Platz--Senefelderplatz) der
> Siemensschen Hochbahngesellschaft besaß von Anfang an ein Farbsystem;
> auch bei der Linie E konnte er ohne Einschränkungen diese Idee
> verwirklichen.
>
Und unterschieden sich auf der Linie E die Fliesen Lichtenberg und
Frankfurter Allee von denen anderer Bahnhöfe in der Form?
André
>>Ich würde die gesamte U8 Nord als Unwerk betrachten. Diese Bahnhöfe
>>bestehen ja nun zum größten Teil aus angehefteten Deko-Elementen.
> Was ist der prinzipielle Unterschied zur jetzigen U1 Süd?
> Heidelberger Platz, Rüdesheimer Platz?
Damals hat man sich noch Mühe gegeben.
chg
>> Gestorben ist am vergangenen Sonntag ein bekannter
>> Architekt vieler in den letzen 40 Jahren (um-)gebauter
>> U-Bahnhöfe:
>> Dipl.-Ing. Rainer Gerhard Rümmler
>> Architekt
>> Ltd. BauDir. a. D. 1964 - 1994
> ^^^^
>> Leiter der Entwurfsabt. / Senatsverwaltung
>> für Bau- u. Wohnungswesen
> Das ist doch sicher ein Tippfehler?
Nein, genau dieses Jahr wurde in der Todesanzeige der
Familie Rümmler genannt. Klaus Kurpjuweit nennt im Artikel
vom folgenden Tag [1] sogar das Jahr 1996. Warum meinst
Du, es wäre ein Tippfehler?
Gruß, Thomas
[1] <http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/24.05.2004/1142633.asp>
--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, <mailto:use...@krickstadt.de>
> >> Ltd. BauDir. a. D. 1964 - 1994
> > ^^^^
> >> Leiter der Entwurfsabt. / Senatsverwaltung
> >> für Bau- u. Wohnungswesen
>
> > Das ist doch sicher ein Tippfehler?
> vom folgenden Tag [1] sogar das Jahr 1996. Warum meinst
> Du, es wäre ein Tippfehler?
Weil er von 64 bis 94 doch wohl "im" Dienst gewesen ist.
Sabine
>>>> Ltd. BauDir. a. D. 1964 - 1994
>>> ^^^^
>>> Das ist doch sicher ein Tippfehler?
>> Warum meinst Du, es wäre ein Tippfehler?
> Weil er von 64 bis 94 doch wohl "im" Dienst
> gewesen ist.
Aha, Du meinst, Andreas könnte seine Frage so
gemeint haben? Oder könnte Andreas vermutet
haben, dass Herr Rümmler nicht so lange im Amt
war?
Ich nehme an, dass die Familie mit der Anzeige
beabsichtigte, den Wirkungszeitraum von Herrn
Rümmler deutlich zu machen und seinen letzten
Titel unbeabsichtigt vor der Zeitraumangabe
drucken ließ.
Gruß, Thomas
> Und unterschieden sich auf der Linie E die Fliesen Lichtenberg und
> Frankfurter Allee von denen anderer Bahnhöfe in der Form?
>
Nein. Alle Bahnhöfe der Linie E wurden im sogenanten Mauerwerksverband
gefliest, siehe Smariterstraße oder Lichtenberg. Es gab keine
gestalterische Unterscheidung der Fliesen bei potentiellen
Umsteigebahnhöfen. Besonderes Merkmal der Linie E war die
angesprochene Farbfolge grün-schweinchenrosa-grau-gelb-blau.
Gruß
Alex
Gruß
Alex
Das könnte dann ein Argument gegen Mathias' These sein, das ihn selbst
überzeugen könnte.
André
> >Nein. Laut dem Artikel in einer BVG-Minus soll in Tierpark nur der Fußboden
> >erneuert werden,alles andere soll aber so bleiben,wie es jetzt ist.
>
> Das ist angenehm, wurde die Station doch selbst in Fachpublikationen
> aus WB* gelobt.
>
Kannste ma sehen, selbst im NSW vernahm man den Bau der U-Bahn zum
Tierpark mit großer Freude;-)
Erhaltenswert, weil aufgrund BO U und gestalterischer Grundsätze der
DDR finde ich:
- absolut gerade Bahnsteige im Hinblick auf automatische Abfertigung
mit Lasersystem nach BO U gefordert (ok, wird man eh nicht ändern)
- Den Abfertigungspalast in der ersten Etage über der Wandelhalle
- Die edelstahlverkleideten Säulen als Hinweis auf Informationstafeln
(auch wenn da keine mehr stehen)
- last but not least die einzigen jugoslawischen (nun slowenischen)
Roltreppen von Koncar-Thyssen.
Nachdem sich auf dem S-Bf. Alex ab und zu die Stufen der Rolltreppen
aus DDR-Produktion verabschiedeten beschloß man den Import dieser
Fahrtreppen.
Gruß
Alex
Wimre wurden die Bodenfliesen im Ring so um 1998/99 erneuert,
Gleichzeitig wurden die Wände mausgrau gestrichen antatt beim
charakteristischen rot der Gesamtanlage zu bleiben :-(
> Warum bemüht man sich bei den BVG in letzter Zeit eigentlich so darum,
> die Bahnhöfe möglichst merkwürdig aussehen zu lassen? Aktuelles
> Beispiel: Die Zugänge zum Bahnhof Innsbrucker Platz.
Ich finde die Farbwahl auf Bismarckstraße z.B. gar nicht so übel, ist
aber auch Geschmackssache. Seit dem Lidl-Implantat am Innsbrucker ist
die Gestaltung des Verteilergeschosses eh, na sagen wir mal etwas
komisch ;-)
> > Warum hat man auf Fehrbelliner Platz Fayencefliesen anstatt
> > emaillierter Bleche verwendet?
>
> Wo genau?
Im Bahnsteigbereich wurden die verbeulten Edelstahlbleche durch
Fliesen ersetzt, das passt imho überhaupt nicht. Da hatte man auf
Osloer Str. mit dem Ersatz durch emaillierte Bleche ein geschickteres
Händchen beweisen.
>
Gruß
Alex