Tagebuch zum Seminar "Verkehrstechnik Berlin", Teil 1

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Thomas Krickstadt

ungelesen,
10.05.2004, 18:18:4610.05.04
an
Hallo,

nachdem in dieser Newsgruppe öfter darauf hingewiesen wurde,
habe ich mich Ende letzten Jahres entschieden, an fünf Tagen
an einem Seminar des Berliner Unterwelten e.V. teilzunehmen.
Bedingt durch meine Interessen habe ich aus einer Auswahl von
vier Seminaren das Seminar "Verkehrstechnik Berlin" ausgewählt
(siehe [1]).

Bei der Vorstellung der einzelnen Seminarteilnehmer (drei
Schwaben, ein Sachse, viele Preussen und ein bekannter
Kölner ;-) ist mir aufgefallen, dass das Interesse an diesen
Seminaren sehr groß ist und habe mir vorgenommen, ein kleines
Tagebuch hier zu veröffentlichen, um anderen Lesern Mut zu
machen, ebenfalls 'mal ein Seminar zu besuchen:

Anfahrt: Plane großzügig, fahre um 7.40 Uhr los, Seminarbeginn
ist 9 Uhr, Vereinsräume im Südausgang U-Bahnhof Gesundbrunnen,
X34 bis Witzleben (oder wie der Bahnhof doch gleich hieß),
Ring bis Gesundbrunnen, komme halbe Stunden zu früh, besichtige
aktuellen Bauzustand, große Vorfahrtsplatte ist schon relativ
fertig gestellt, aber immer noch öde und leer, Badstraßen-
brückenerweiterung ist fertig, trete pünktlich ein und werde
mit Handschlag vom Dozenten begrüßt.

TOP 1: Jürgen Müller stellt den Verein und den zweiten Dozenten
Dominic Poncé vor und bittet die Seminarteilnehmer, sich und die
Hauptinteressen an diesem Seminar vorzustellen, zum einen oder
anderen Teilnehmer und zu einigen Interessen gibt er dann den
einen oder anderen Kommentar ab, der mich neugierig werden lässt.
Schau'n mer 'mal ...

TOP 2: Statt ersten Vereinsvorstand Dietmar Arnold erscheint
Fotograf Michael Richter und bringt Bilder in einem Laptop via
Projektor mit, die er Januar bis Juni 1990 in den zum damaligen
Zeitpunkt noch nicht wiedereröffneten Bahnhöfen der Nordsüd-
Bahnen gemacht und die er später im Buch Geisterbahnhöfe
zusammen mit Heinz Knobloch veröffentlicht hat (siehe [2]).
Wie sagte der Major der Grenzorgane doch gleich, dem er eine
Filmerlaubnis der Vorgesetzten unter die Nase hielt? "Na,
dann komm'se 'mal mit ...". Sehr informativ, z. Bsp. Grenz-
soldaten hinter den Schießscharten des S-Bahnhofes Potsdamer
Platz im eigenen Dreck der Sylvesterfeier 1989/90, keiner
wusste mehr, warum er dort eigentlich noch Dienst tut ...

Mittagessen: Die Erzählungen waren so kurzweilig (obwohl Herr
Richter von sich selbst meinte, keinen guten Vortrag halten
zu können, sondern eher eine Frage-Antwort-Runde mit den
Seminarteilnehmern durchführen wollte), dass der Dozent und
wir ganz vergaßen, dass wir um 12 Uhr zum Mittagessen in die
Kantine der U-Bahn-Werkstätten Grunewald fahren wollten. Folge
war, dass wir zu spät fertig wurden und es nicht mehr bis um
13 Uhr schafften, in Grunewald anzukommen (dann macht die
Kantine zu). Die Gruppe entschied sich, am Theodor-Heuss-Platz
auszusteigen (dort waren wir kurz vor Eins) und dort jeder für
sich einen Imbiss zu suchen. Die Sonne auf dem verkehrsumtosten
Theodor-Heuss-Platz war sehr angenehm und ein Eis aus dem
bekannten Eiscafé Mauritius machte jede BVG-Kantine überflüssig ...

TOP 3: Um 13.30 Uhr fuhr die Gruppe bis zum U-Bahnhof Olympiastadion
(obwohl ein HK-Zug am Theo aussetzte, der laut Daisy eigentlich
bis zum Wunschziel hätte fahren sollen) und gelangte über die
bei Großveranstaltungen geschlossene Fußgängerbrücke zum
Machandelweg [3], wo das Tor 1 und damit der Haupteingang
der U-Bahn-Haupt- und Betriebswerkstatt Kleinprofil liegt. Ein
Betriebsleiter, der eigenen Angaben zufolge zufällig für diese
Aufgabe ausgewählt wurde, führte uns durch die vier Hallen
und erklärte uns die einzelnen Arbeitsplätze. Wir sahen
U-Bahnwagen aller bekannten Kleinprofiltypen, im Ganzen und
in sämtliche Einzelteile zerlegt. Der Weg ging u. a. durch
Lackiererei, Polsterei, Motoren-, Radsatz- und Getriebewerk-
stätten bis hin zur Abstellhalle 4 (mit Museumswagen) und die
Waschstraße, in die ein acht Wagen-Zug hineinpasst. Zum
Abschluss sahen wir uns noch die Eingänge des zu den Werkstätten
gehörenden Bunkers unter und neben der Halle 1 an, der aber nicht
betreten werden konnte, weil er nicht wirklich begehbar war
(Abstellräume für allerlei nicht mehr genutztes Inventar).

TOP 4: Letzter Punkt des Programmes war der Besuch des
U-Bahnmuseums im ehemaligen Stellwerk Olympiastadium. Schon
alleine das Treppenhaus ist mit so vielen Plänen, Netzspinnen
und Grundrissen von U-Bahnhöfen vollgehängt, dass ich dort
stundenlang hätte verweilen können. Ein (langjähriger)
Mitarbeiter der BVG erläuterte uns alle Exponate und erzählte
die eine oder andere Anekdote aus dem Betrieb der Berliner
U-Bahn. Dies war wieder so kurzweilig, dass die eineinhalb
Stunden wie im Flug verflogen und am Ende kaum noch Zeit für
ein paar Stativaufnahmen blieb (unter anderem ein gerade
aufgehängter Gleisplan von 1931).

Bonbon: Nachdem sich alle Teilnehmer verabschiedet hatten,
führte der BVG-Mitarbeiter Herrn Müller und mich noch zu einem
Übungsstellwerk im Untergeschoss des Bahnhofes, von dem aus die
Signale an einem Prüfgleis neben dem U-Bahnhof gestellt werden
können und auf dem auch U-Bahnfahranfänger die ersten Fahrversuche
absolvieren. Dort konnte ich dann auch eine Aufnahme eines Signales
machen, das zugleich rot und grün zeigt. Ich hoffe, die Aufnahme
ist etwas geworden ... ;-)

Morgen geht es mit den U-Bahnhöfen Reichstag, Jungfernheide,
Lehrter Bahnhof und Dresdener Straße weiter. Ich melde mich ...

Gruß, Thomas

[1] <http://seminare.berliner-unterwelten.de/seminare/verkehrstechnik.htm>
[2] <http://www2.txt.de/cgi-bin/WebObjects/TXTSVLinks.woa/wo/WNJ5w03BHJtCGocT12/2.13.7.0.24>
[3] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/15/y_wgs/31.24/from/form.html>
--
Thomas Krickstadt, Berlin, Germany, <mailto:use...@krickstadt.de>

Thomas Krickstadt

ungelesen,
11.05.2004, 19:16:4511.05.04
an
Hallo, hier kommt der Eintrag für heute:

Anfahrt: Etwas später (7.47 Uhr) losgefahren, Treffpunkt 9 Uhr
U-Bahneingang Reichstag vor dem Paul-Löbe-Haus [1], 134 bis
Gatower Ecke Heerstraße, X49 bis S-Bhf. Heerstraße, S5 bis
Lehrter und dann zu Fuss quer durch die Wüste, bin pünktlich
am Ort. :-)

TOP 1: Auf dem Programm steht die Besichtigung des im Rohbau
fertigen U-Bahnhofes Reichstag. Ohne auf einen Vertreter einer
Behörde warten zu müssen (Seminarleitung hat alle Schlüssel :-)
treten wir ein und betrachten uns den weiten und nur schwach
beleuchteten Raum (irgendwer hat entschieden, die in der Fach-
literatur so viel gepriesenen Oberlichter mit Holzplatten
abzudecken, wahrscheinlich, um die Lichteffekte der ab und zu
im Rohbau stattfindenden Events besser zur Geltung kommen zu
lassen). Einige einleitenden Worte von Jürgen Müller hindern
uns nicht, schnell den Raum in Besitz zu nehmen und uns in alle
Windrichtungen zu verteilen. Wir werden aber schnell zur Disziplin
gerufen und gehen gemeinsam in Richtung Spreeunterquerung, wo
wir uns dann ausführlich das Wehrschott anschauen (leider ohne
verschlossene Wehrkammer). Einige zwei- bis sechssekündige
Stativaufnahmen halten das Ganze fest. Auch die ca. 80 Meter
Tunnel unter der Spree sind begehbar und trockener, als am Tag
der offenen Baustelle im Jahr 2002, wo das Wasser von den Wänden
tropfte. Dann ist aber an einer provisorischen Wand Schluss,
man kann immer noch nicht bis zum Lehrter laufen (wie wir später
hören, soll dies aber Ende dieses Jahres geändert werden).
Abschließend bewegt sich die Gruppe Richtung Pariser Platz,
muss aber kurz hinter dem Bahnhof wieder umkehren, weil die
Tunnelröhren mit weiteren Gittertoren verschlossen sind, zu
denen die Seminarleitung keine Schlüssel hat. Grund ist wohl
eine große (um nicht zu schreiben: riesige) Belüftungsanlage,
ohne diese auszuschalten es nicht angeraten ist, in den Tunnel
zu gehen. Es könnte Luftmangel herrschen. Schnell sind noch ein
paar Fotos gemacht und schon sind wir wieder draußen.

TOP 2: Wir beschließen, zum nächsten Programmpunkt mit dem
Bus TXL und der S-Bahn Beusselstraße - Jungfernheide zu fahren:
Einem Besuch in der Feuerwehrübungsanlage U-Bahnhof Jungfernheide.
Wir werden von zwei (wieder langjährigen ;-) BVG-Mitarbeitern
empfangen, die uns sofort anschließend die Anlage erklären.
Was in dieser Anlage alles geübt werden kann, lässt die
Seminarteilnehmer staunen und die Fachleute aller Länder immer
öfters um Besuchstermine bitten. Auch alle U-Bahnfahrer der BVG
sollen im Laufe der Zeit in den Genuss kommen, einmal (und dann
immer wieder, denn einmal ist kein Mal) eine Übung in dieser
Anlage zu machen. Dann bekommen wir ein Angebot, das sehr
verlockend ist: Der erste der vier abgestellten F-Prototypwagen
wird mit Theaterrauch vernebelt (begleitet von einer Lichtorgel,
die einen Brand vorgaukelt und einer Soundanlage, die das
Prasseln und Knacken des Feuers vorspielt) und die Gruppe
darf über die Führerstandstür einsteigen, sich durch die
Dunkelheit und den Rauch bis zur mittleren Tür vortasten
und dann mit Hilfe der BVG-Mitarbeiter über die Notleiter
auf den schmalen Weg neben dem Wagen aussteigen. Eine Aktion,
die eigentlich jeder Fahrgast 'mal machen müsste, um einen
Hauch einer Ahnung zu bekommen, wie katastrophal ein Ernstfall
ablaufen könnte. Der Seminarleiter wurde etwas blass, aber nicht,
weil er den Rauch nicht vertragen hätte, sondern, weil er um die
Gesundheit der Teilnehmer und den nötigen Versicherungsschutz
fürchtete. Anschließend zwängten wir uns an den vier im Tunnel
motorlos abgestellten U-Bahnwagen vorbei und strömten zum
Wehrschott am Beginn der Untertunnelung des Westhafenkanals [2].
Dort war nämlich noch eine Schließung des Schottes angekündigt.
Nachdem sich der begleitende BVG-Mitarbeiter überzeugt hatte,
dass alle Teilnehmer im Tunnel unter dem Kanal versammelt waren,
gab er per Funk das Kommando, das Schott herunterzulassen.
Langsam senkte sich das ca. 40 cm starke und zweieinhalb
U-Bahnwagen breite Metalltor herunter, um dann mit einem
dumpfen Geräusch satt auf dem unteren Rahmen aufzusetzen
(falls dieser Vorgang nicht wieder rückgängig hätte gemacht
werden können, hätte am anderen Ende des Tunnels ein
Notausstieg zum Goerdelerdamm zur Verfügung gestanden).
Das Schott wurde dann gleich wieder hochgefahren und in der
ursprünglichen Stellung verankert, nicht ohne durch diverse
Apparate (analoger und digitaler Art) abgelichtet zu werden.
Wir bedankten uns drei- bis viermal artig für die sehr
interessanten Vorführungen und Einblicke in die Arbeit der
Anlagenbetreiber (und -erfinder) und begaben uns per U-Bahn
auf den Weg zum nächsten Programmpunkt, dem Mittagessen in
der Kantine des Charlottenburger Rathauses.

TOP 3: Der Weg zum vierten Erlebnis des Tages geht quer durch
die Stadt, zum U-Bahntunnel unter der Dresdener Straße (der
Vorleistung zur U-Bahnlinie 8 alias D, die ursprünglich vom
U-Bahnhof Kottbusser Tor zum U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße
unter der Dresdener Straße und dem Oranienplatz geführt werden
sollte). Der Eingang zum Bauwerk liegt am Alfred-Döblin-Platz [3]
(ehemals Luckauer Platz) in unmittelbarer Nähe des ehemaligen
Verlaufs der Berliner Mauer, weshalb auch nicht der ganze,
sondern nur der Teil des Tunnels begehbar ist, in der die
BEWAG eine Verteilerstation für die Stromversorgung der
umliegenden Wohngebiete eingebaut hatte. Der Eingang entspricht
einem Notausstieg der damaligen (1926) U-Bahnbauten, entsprechend
umständlich ist der Abstieg (neugierig beobachtet von einer
Gruppe Halbstarker, denen man durchaus zutraut, später das
Bauwerk mit ein paar Dosen Lackfarbe zu "verschönern"). Das
Inneres des Raumes ist arg heruntergekommen, die Anlagen
der BEWAG herausgerissen (wohl kurz nach dem Mauerbau) und
diverse Gruben für Hebeanlagen mit einer Mischung aus Wasser,
Öl und Batterieflüssigkeit gefüllt. Überall ist ein Schmierfilm
auf dem Boden und den Wänden, sodass man sich automatisch etwas
vorsichtig bewegt. Einzig die aus einem grau-blauen Granit
bestehenden Mittelsäulen der Räume lassen erahnen, dass das
Bauwerk 'mal ein U-Bahnsteig hätte werden sollen (ähnlich
monolitisch, wie die Säulen im U-Bahnhof Voltastraße oder
Bernauer Straße). Nach einem Rundgang und einigen Diskussionen,
was sich hinter der nördlichen Abschlusswand befinden könnte
(ein hochgehaltener originaler Bauplan der Anlage gab darüber
Auskunft), steigen wir wieder an die Oberfläche, um uns zum
letzen Besichtigungstermin dieses Tages zu begeben.

TOP 4: Der Hauptbahnhof - Lehrter Bahnhof, Bau und Betrieb.
Dies sollte eine Besichtung des größten Baus des Tages werden.
Dieser vierte Besuch für mich ist für viele Seminarteilnehmer
der erste Besuch des Bauwerks nördlich des Spreebogens, weshalb
auch ein entsprechender Aufwand getrieben wird. Wir bekommen in
der Bauleitung der DB Projekt Verkehrsbau [4] gegenüber dem
Hamburger Bahnhof eine kurze Einführung in die Geschichte
der Planung des Pilzkonzeptes, eine kurze Präsentation der
einzelnen Verkehrsebenen an einem großen Modell des Bahnhofes
(die S21 ist immer noch oder schon wieder dabei, im U5- und
im S21-Tunnel stehen rot und gelb lackierte Modelle von 480-
Zügen, was die drei S-Bahnfahrer unter den Seminarteilnehmern
heftigst amüsiert :-), dann einen Schutzhelm und einen Funk-
Kopfhörer, womit uns der Mitarbeiter der DB Projekt Verkehrsbau
auf die Baustelle schickt. Der Kopfhörer ist wirklich eine
Verbesserung gegenüber meinen früheren Besuchen, da ich trotz
enormen Baustellenlärms endlich 'mal verstehe, was die Führung
so alles erzählt. Wir bewegen uns recht zügig durch alle
Ebenen des Bauwerkes, was einiges an Treppensteigen erfordert,
doch auch der älteste Teilnehmer des Seminares (83) schafft es
noch. Wir dürfen auch einen Blick in das etwas abgesetzte
Bauwerk der U5 werfen (und erkennen, dass von der S21 wirklich
nur die Freihaltung von Stützen, eine Boden- und eine Decken-
platte existiert, dies allerdings auf 140 Meter Länge, so lang,
wir die Bügelbauten oberirdisch werden, die allerdings unabhängig
der Vermarktung gebaut werden, da ohne sie der Auftrieb zu stark
werden würde) und abschließend zwei Ebenen der Parkgarage
(kleinste lichte Höhe 2,10 m) und die beiden Tunnelstutzen der
B96 zur Heidestraße begehen. Dort erfahren wir auch, dass alle
Tunnel nach Abriss der letzten Schlitzwände (während unseres
Besuches wurden einige acht Tonnen schwere Stücke der Schlitzwand
zwischen letztem Bauabschnitt und nördlichen Bahnhofsende
mittels eines von zwei existierenden 800 Tonnen-Kränen verladen)
am Ende des Jahres durchgehend geöffnet werden sollen. Wir
verlassen das Gelände an der Heidestraße, holen unsere Sachen
im Bauleitungsbüro ab und fahren erschöpft und plattfüßig
nach Hause.

Morgen stehen Turmstraße (Netzleitstelle), AEG-Tunnel Voltastraße,
Bunkeranlagen Gesundbrunnen und Alexanderplatz auf dem Programm.
Ich melde mich ...

Gruß, Thomas

[1] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/22.38/y_wgs/31.16/from/form.html>
[2] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/18/y_wgs/31.97/from/form.html>
[3] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/24.89/y_wgs/30.25/from/form.html>
[4] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/22.4/y_wgs/31.6/from/form.html>

Thomas Krickstadt

ungelesen,
12.05.2004, 18:44:4112.05.04
an
Hallo,

hier ein weiterer Tagebuch-Eintrag für den dritten Tag:

Anfahrt: Angesagter Treffpunkt ist der U-Bahnhof Turmstraße
"auf" dem Gleis Richtung Zoo um 9 Uhr, 134 bis Heerstraße,
X49 bis Theo, U2 bis Zoo, U9, bin zehn Minuten zu früh,
setze mich aber *nicht* in's Gleis, sondern brav auf eines
dieser neuen Stadtmöbel auf dem Bahnsteig (Gitterstuhl),
gleich neben vier weitere, auch schon wartende Seminar-
teilnehmer.

TOP 1: Wir besuchen die BVG-Netzleitstelle am U-Bahnhof
Turmstraße, ein Gebäude neben dem südlichen U-Bahneingang [1],
das eines der wenigen oberirdischen Strom-Übergabestellen
BEWAG / BVG, eines der 59 Unterwerke, ein Ausbildungszentrum
und das Wichtigste, die BVG-Netzleitstelle (Stromverteilung)
enthält. Zwei nette Mitarbeiter der BVG treffen sich mit
uns auf dem Bahnsteig und begleiten uns dann nach oben.
Wir bekommen einen im Moment außer Betrieb befindlichen
Transformator 10000 / 800 Volt zu sehen (immer noch recht
groß und schwer), dürfen uns in den Kellerräumen umsehen
(viele mit Isolatoren an den Wänden befestigte Strom-
Rückleitungs-Kabel/-Schienen, die für einen ordentlichen
Kreislauf des Gleichstromes sorgen und ohne die massive
Stromkorrosionen auftreten würden) und einen Blick in den
Kabelkanal bis hin zu den Gleisen der U9 werfen. Nach
einer kritischen Diskussion über die aktuelle Strompreis-
politik steigen wir drei Stockwerke in das Allerheiligste:
Die BVG-Netzleitstelle, die mit ihrer ca. 20 Meter langen,
im Halbrund angeordneten Kontrolltafel und vier redundanten
Bedienplätzen einen imposanten Anblick bietet. Der erste
Blick auf die Tafel lässt uns vermuten, dass schon wenige
Netzerweiterungen genügen, um einen abrupten Wechsel der
Technik nötig werden zu lassen, denn die Tafel ist in
Zweierreihe mit Kontrolllämpchen voll bestückt. Später
erfahren wir, dass der Hersteller Siemens diese Technik
nicht mehr anbietet, sodass auch in dieser Hinsicht ein
Wechsel mittelfristig ansteht (Ersatzteile sind aber noch
reichlich vorhanden). Der Leiter der Netzleitstelle erklärt
uns einzelne Anzeigen dieser Kontrolltafel, schaltet 'mal
ein Tunnellichtabschnitt ein und aus oder beantwortet Fragen
zu einigen aktiven Lämpchen oder Standardschaltvorgängen bei
Störungen. Nach einem Blick hinter die Tafel glauben wir zu
wissen, dass wir uns in einem sehr wichtigen Raum aufhalten
(gibt es eine Redundanz der Kontrollkabel und wenn ja, müssen
diese nicht auch hier zusammenkommen?) und beenden mit diesem
Wissen den Besuch. Auch hier wieder (wie auch in den
vergangenen Tagen) heftigen Applaus für die BVG-Mitarbeiter.

TOP 2: Nach einer Fahrt U9 / U8 bis U-Bahnhof Voltastraße und
einem kurzen Fußweg zur Kreuzung Gustav-Meyer-Allee /
Hussitenstraße betreten wir historischen Boden: Das ehemalige
Werksgelände der Firma AEG in Gesundbrunnen [2]. Ziel ist der
bekannte Tunnel Volta- / Ackerstraße, der ab 1896 als erster
kontinentaleuropäische Tunnel zwischen zwei Werksteilen der
AEG bergmännisch entstand und für Versuche mit elektrischen
U-Bahnen, Güter- und Personentransporte genutzt wurde. Wir
betreten den Tunnel durch einen Zugang im Keller eines der
noch existierenden Gebäude und bewandern ihn bis zu einem
Gitter, dass ein Möbellager auf dem Gelände Ackerstraße
schützt. Auf dem Rückweg verlassen wir den Tunnel durch einen
"Notausstieg", der uns wieder auf das oberirdische Gelände
führt. Anschließend nehmen wir ein Mittagessen in der auch
in diesen Gebäuden untergebrachten Kantine der Technischen
Universität Berlin ein.

TOP 3: Jetzt steht die klassische Führung des Vereins Berliner
Unterwelten auf dem Programm, eine Führung durch den Bunker
Gesundbrunnen. Wir betreten den Bunker (Teil A) durch eines
von zwei Zugangsbauwerken am Blochplatz [3] und durchwandern
nahezu alle Räume. Mittlerweile sind die Räume mit vielen zum
Thema Bunker passenden Utensilien gefüllt worden (bei meinem
letzten Besuch vor zwei (oder drei?) Jahren war dies noch nicht
so) und unser Seminarleiter kann viele Dinge erzählen. Wir
verlassen diesen Teil des Bunkers im nördlichen Zugangsbauwerk
des U-Bahnhofes Gesundbrunnen und setzen die Führung im südlicher
Bahnhofseingang (Teil B) fort. Auch hier existieren mittlerweile
viele Exponate, die den Alltag in Bunkern sehr deutlich machen.
Nach einem "Büchertisch" bei Kaffee und Keksen und der Möglichkeit,
erworbene Bücher von Dietmar Arnold signieren zu lassen,
verlassen wir die Räume und machen uns auf den Weg zur letzten
heutigen Besichtigung.

TOP 4: Der zweistöckige Tiefbunker unter dem südöstlichen Teil
des Alexanderplatzes wird besichtigt. Wir betreten ihn durch
den Eingang in der Fußgängerunterführung Gruner- / Otto-Braun- /
Karl-Marx-Allee / Alexanderplatz [4], über den auch die "Paradies"-
Ausstellung im letzten Jahr besucht werden konnte. Einige
Exponate dieser Ausstellung sind jetzt auch noch vorhanden,
ansonsten ist dieser Bunker schlecht gepflegt und macht überhaupt
nicht den Eindruck, einmal *der* Regierungsbunker für die
DDR-Staatsführung (wie es oft heißt) gewesen zu sein. Diverse
große Räume bieten Platz für ca. 2000 bis 3000 Personen, eine
steile Stiege führt hinab zu einer zugeschweißten Tür, die
den Bunker mit einem der beiden Tunnelstutzen der U10 verbindet.
Eine weitere (nur) abgeschlossene Tür führt zur östlichen Fahrbahn
des Grunertunnels (aktuell in Sanierung). Um 16.30 Uhr beenden
wir die Führung und verabschieden uns in der Fußgängerunterführung.
Da ich noch einige Filme zur Entwicklung bringen möchte, freue
ich mich über das pünktliche Ende.

Morgen steht der NS-Tunnel und die Vorleistungen für die U10
in Schöneberg und Steglitz auf dem Programm. Ich melde mich ...

Gruß, Thomas

[1] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/20.45/y_wgs/31.48/from/form.html>
[2] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/23.16/y_wgs/32.49/from/form.html>
[3] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/23.04/y_wgs/33.01/from/form.html>
[4] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/25/y_wgs/31.31/from/form.html>

Thomas Krickstadt

ungelesen,
13.05.2004, 20:29:2613.05.04
an
Hallo,

heute war *mein* Tag. Vier "blinde" (ungenutzte) Tunnel
auf zwei Trassen (darunter meine "Lieblingstrasse") an
einem Tag, besser kann es nicht werden. :-)

Hier mein Tagebuch für den vierten Tag:

Anfahrt: Heutiger Treffpunkt ist die Replik der ersten
Verkehrsampel auf dem Potsdamer Platz [1]. Da es aber
Nieselwetter gibt, treffen wir uns unter einem großen
Vordach von Daimler-City in der Nähe. X34 bis Theo, U2
bis Potsdamer Platz, zwanzig Minuten zu früh, betrachte
andächtig die Säule im S-Bahnhof Potsdamer Platz, vor
der die Grenzer 1990 noch gelangweilt Wache geschoben
haben. Wie hat sich das Alles nur so schnell geändert ...

TOP 1: Wir versammeln uns auf dem Bahnsteig des S-Bahn-
hofes, von dem aus die Züge Richtung Norden abfahren.
Der Seminarleiter erläutert uns unter tatkräftiger Hilfe
seines Adjutanten kurz Geschichte und Lage des Bahnhofes.
Kurz danach treffen wir einen Mitarbeiter der S-Bahn
Berlin GmbH, der auch in dieser News-Gruppe schreibt.
Er ist der (gut vorbereitete ;-) Dozent für den heutigen
Vormittag und führt uns, da der Lärm auf dem Bahnsteig
einen Vortrag nicht zulässt, in das nördliche Verteiler-
geschoss.

Wir erfahren einiges über Geschichte und technische Details
der Nordsüd-S-Bahn, besonders, was in den Jahren 1938/39
einige Planungs- und Bauwerksänderungen verursachte. Dann
muss die Gruppe geteilt werden, da die Orte, an die wir
geführt werden wollen, nicht so große Menschenansammlungen
zulassen. Die Gruppe, der ich zugeteilt werde, besucht als
erstes das Stellwerk am nördlichen Ende des Bahnsteiges.
Eine flink durch den recht großen Raum flitzende Dame bittet
uns, einen Moment zu warten, da sie noch einige Kehrzüge
abzufertigen hat. Wir machen es uns bequem und betrachten
das Kommen und Gehen diverser Züge, die Gleisbelegungsanzeige
und das Bedienpult des elektromechanischen Stellwerkes.
Einige Seminarteilnehmer erklären einigen anderen
Seminarteilnehmern, was denn nun wirklich der "Heuboden"
ist. Dann hat die flinke Dame kurz Zeit und erzählt uns
ein paar Details aus dem Leben eines Fahrdienstleiters.
Da sie aber erst seit zehn Jahren hier arbeitet, kann sie
Geschichten aus der Zeit vor 1989 nur von Kollegen
weitergeben, aber auch das ist sehr interessant. Einer
der S-Bahnfahrer unter den Seminarteilnehmern erzählt
uns später, dass wir keine bessere Mitarbeiterin der
S-Bahn im Stellwerk hätten antreffen können, sie wäre
die ideale Besetzung für solche Führungen. Das sollte
sich die Seminarleitung vielleich merken.

Dann bekommen wir einen Hinweis, dass die andere Gruppe
mit ihrer Begehung fertig ist und wandern auf die südliche
Seite des Bahnsteiges (Gleis 3). Hier werden wir, nicht
ohne vorher noch 'mal auf die Gefahren aufmerksam gemacht
zu werden, in den Tunnelstutzen geführt, aus dem eventuell
eine später einmal von Gleisdreieck kommende S-Bahn der
Linie S21 in den Bahnhof einfahren würde. Wir sehen verblüfft
drei im Abstand von ca. fünf Metern unter der Dunneldecke
angebrachte Krankonstruktionen, von denen zwei völlig
deformiert sind (Wer war das?), eine Brücke im Tunnel über
Gleis 2 (dort sind schöne Aufnahmen möglich) und einen
Weiterbau des Tunnelstutzens um ca. 20 Meter von vor wenigen
Jahren, mit dem das neu gebaute (wegen einer Leuchtreklame
so genannte) Verdi-Hochhaus unterquert wurde. Über eine
schwierig zu meisternde Leiter ("Vorsicht, sonst hat man
einen Eisenträger im Allerwertesten") gelangen wir in einen
zweiten Tunnelstutzen, der abzweigend von Gleis 2 ebenfalls
Richtung Gleisdreieck führen würde. Von hier aus kann man
eine noch schönere Aufnahmen möglich machende Brücke über
Gleis 1 betreten, wovon rege Gebrauch gemacht wird und
wobei viele sich festhaltende Hände eine graphitähnliche
Schmutzschicht bekommen. Hinweis für alle mitlesenden
Nicht-Teilnehmer: Gleis 1 ist das Gleis Richtung Anhalter
Bahnhof, Gleis 2 und 3 die beiden inneren Gleise, auf denen
später die Linie S21 verkehren soll und Gleis 4 das Gleis
aus Richtung Anhalter Bahnhof in Richtung Norden (nächster
Halt: "Unter den Linden").

Wir betreten den westlichen Bahnsteig über das Gleis 2 und
warten auf die zweite Gruppe, die noch länger auf eine kurze
Kehrpause warten muss, um anschließend den nächsten Programm-
punkt anzufahren.

TOP 2: Wir fahren zum S-Bahnhof Anhalter Bahnhof und versammeln
uns auf dem nordöstlichen Bahnsteig. Der Dozent macht uns auf
die extremen Kurvenradien und Gleisgradienten aufmerksam, die
von einer der vorher genannten Planungsänderungen herrühren.
Blicke in die Einfahrt und Hörproben von einfahrenden
S-Bahnzügen überzeugen sofort, die auf den Schienenköpfen
sichtbaren Abnutzungserscheinungen bestätigen die Angaben.
Wir dürfen dann in den gleislosen Tunnelstutzen von Gleis 1
gehen, aus dem nach Speerscher Planung 'mal Züge vom Görlitzer
Bahnhof hätten kommen sollen. Eine von der BVG eingebaute
Fahrtreppe liegt derart im Lichtraumprofil, dass noch nicht
einmal die Cabrio-U-Bahn durchpassen würde, heißt, hier wird
nicht erwartet, dass hier 'mal ein Zug einfährt. Wir gehen
bis zum Abschluss dieses Tunnelstutzens kurz vor dem Fundament
des Deutschlandhauses in der Stresemannstraße [2] und versuchen,
einige Langzeitaufnahmen hinzubekommen.

Danach kündigt der Seminarleiter ein Bonbon an: Im noch
existierenden Teil des alten Posttunnels, der vor dem 2. WK
den Anhalter Fern- und S-Bahnhof mit dem Postamt 11 in der
Möckernstraße verband, hat sich ein Verein niedergelassen,
der eine 56 Meter lange Modelleisenbahnanlage im Maßstab
1:22,5 pflegt. Dieser 1987 von der BVG angemietete Teil des
Posttunnels geht vom südlichen Verteilergeschoss des
südöstlichen Bahnsteiges ca. 65 Meter Richtung Landwehrkanal
und endet dort an einer massiven Betonwand, die zusammen mit
dem Verfüllen des restlichen Posttunnels beim Bau des
Tempodroms gebaut wurde. Wir bedanken uns bei den Vereins-
mitgliedern für die freundliche Vorführung ihrer Anlage und
fahren mit der S-Bahn bis zum Steglitzer Kreisel, um dort
in der 24. Etage ein Mittagessen mit fantastischem Ausblick
einzunehmen.

TOP 3: Wir treffen zwei Mitarbeiter der BVG im U-Bahnhof
Rathaus Steglitz und wandern mit ihnen durch das weitläufige
Zwischengeschoss zu einer unscheinbaren Tür. Nachdem wir durch
diese hindurchtreten, befinden wir uns plötzlich auf einem
U-Bahnhof im Rohbau, zwei Seitenbahnsteige mit massiver
Säulenreihe zwischen den Gleisen im Rümmler-Stil. Es ist
der nicht (bzw. teilweise) genutzte U-Bahnhof der Linie U9 [3]
(der jetzige U9-Bahnhof ist eigentlich der U10-Bahnhof,
wurde aber "zweckentfremdet, da der wirkliche U9-Bahnhof
beim Bau nur bis kurz vor den S-Bahndamm gebaut werden
konnte und deshalb zu kurz war). Teilweise, weil ein Teil
des Bahnsteiges Richtung Lankwitz für den Übergang zur S-Bahn
genutzt wird. Die BVG-Mitarbeiter und Dominic erklären den
Bahnhof in allen Einzelheiten, während Jürgen darauf achtet,
dass kein Seminarteilnehmer zu Schaden kommt und die Gruppe
einigermaßen beisammen bleibt. Trotzdem schaffen wir Foto-
süchtigen es, so gut wie jeden Winkel aufzunehmen. ;-)
Bei der anschließenden Begehung eines Bauabschnittes, der
bei der Sanierung des S-Bahndammes 1988 eingebaut wurde und
der den Rohbau um 54 Meter verlängert, kann am Ende des
Tunnels eine interessante Konstruktion betrachtet werden:
Quer durch den Tunnel sind zwei große (Ab- ?) Wasserrohre
in ca. 1,50 Meter Höhe verlegt worden. Ob diese Rohre vorher
schon da waren oder nachträglich eingebaut worden sind,
kann keiner sagen (es wird aber auch nicht danach gefragt).

Wir verlassen den Rohbau-Bahnhof und lassen uns noch ein
Teil der großen Verteilerhalle zeigen, der 1988 von der
übrigen Halle abgetrennt wurde, da der Unterhalt eines so
großen Verteilergeschosses zu aufwendig ist. Dazu gehört
auch eine der Treppen des jetzt in Benutzung stehenden
Bahnhofes. Abschließend betrachten wir uns das Fahrtreppen-
kuriosum am nördlichen Zugang der Kreuzung Grunewald- Ecke
Schlossstraße, bei dem die Fahrtreppe nur zwei Drittel so
lang ist, wie die daneben liegende Steintreppe und somit
überhaupt keinen Sinn hat (zumindest nicht für Gehbehinderte).
Laut Auskunft von Dominic ist die Fahrtreppe in den Bauplänen
genauso lang wie die Steintreppe (Wer hat da etwas falsch
bestellt?). Wir verlassen das Verteilergeschoss und steigen
in einen Bus der Linie 148 Richtung Norden ein.

TOP 4: Am Innsbrucker Platz [4] verlassen wir den Bus und gehen
zuerst in südlicher Richtung in die Eisackstraße, dann in die
Traegerstraße und biegen in die Otzenstraße ein, um dann hinter
einer Hausdurchfahrt an einem unscheinbaren Bodengitter stehen
zu bleiben. Unsere Seminarleiter machen es spannend und erzählen
Stück für Stück von der Schöneberger U-Bahn, die keine Verbindung
zur städtischen U-Bahn haben durfte und deshalb eine eigene
Betriebswerkstatt brauchte, die südlich von dem damals so
genannten Bahnhof Hauptstraße auf dem Gelände zwischen Eisack-
und Otzenstraße gebaut wurde und über eine Kehranlage und ein
Verbindungstunnel angebunden war. Mit dem Umbau des U-Bahnhofes
Nollendorfplatz im Jahre 1926 wurde auch die Schöneberger U-Bahn
mit dem übrigen Netz verbunden und die Betriebswerkstatt überflüssig.
Auf dem Gelände ist jetzt eine Schule und die Bahnanlagen abgetragen.
Einzig dieses unscheinbare Bodengitter ist als Eingang zum noch
existierenden Verbindungstunnel oberirdisch sichtbar (siehe auch
[5], danke Didi!). Der Verein Berliner Unterwelten plant, den
Tunnel über diesen Zugang regelmäßig besuchbar zu machen.

Während des Vortrages von Jürgen und Dominic stellt sich ein
älterer Herr zu unserer Gruppe, der sich nach dem Vortrag als
"Besitzers des Tunnels" bezeichnet und uns mitteilt, er hätte
einen Schlüssel zum Haus Traegerstraße 8, in dessen Hof ein
weiterer Eingang zum Verbindungstunnel (dem in der Literatur
so genannten Eisacktunnel) existieren würde. Unsere Seminarleitung
kennt zwar diesen Eingang als einen in schlimmen Zustand
befindlichen Eingang, nehmen aber gerne das Angebot des Herren
an, sich den Eingang zeigen zu lassen. So marschiert also die
gesamte Gruppe einmal quer über die Traegerstraße in das Haus
Nummer 8 durch das Erdgeschoss in den Hof, um dort ein verrottetes
Fundament eines Einganges mit einem verschlossenen Gitter zu
betrachten. Wir verlassen den Hof wieder, um zum Innsbrucker
Platz zurückzukehren, dabei duldend, dass der ältere Herr uns
begleitet (mit einem eigenen Tunnel darf man überall mit ;-).

Über eine der vielen Zugangstreppen betreten wir zuerst das
Zwischengeschoss (in einem furchtbar schlechten Zustand nach
dem Einbau eines Supermarktes), dann über eine unscheinbare,
aber gekennzeichnete Tür ein tieferes Zwischengeschoss, das
dann über eine weitere Tür wieder in einen Rohbau-U-Bahnhof
übergeht: Dem U-Bahnhof Innsbrucker Platz der U10. Nach und
nach werden die Lichter in diesem Bauwerk angeschaltet, sodass
man immer mehr Raum sieht. Wir steigen die gut ausgebauten
Holztreppen über zwei Stockwerke in einen riesigen Raum hinab,
der einen vollständig unter der Stadtautobahn eingebauten
U-Bahnhof und daran südlich anschließende Gleiströge erkennen
lässt. Wir fotografieren viel und lange oder mit Blitzlicht,
jeder bekommt die Fotos, die er (ich) zu machen hoffte. Nach
dieser ruhigen und ausreichenden Begehung steigen wir wieder
in das "normale" Zwischengeschoss auf und verabschieden uns
am Eingang zur alten Schöneberger U-Bahn.

Morgen steht eine Werksbesichtigung (mit "s" ;-) bei Talgo
und das RAW Franz Stenzer auf dem Programm. Ich melde mich ...

Gruß, Thomas

PS: Kann bitte Jemand 'mal Melanie zeigen, wie sie dies hier
lesen kann? Danke!

PPS: Ich soll Jürgen und Dominic schöne Grüße von Bruno aus
Köln bestellen. Er war Teilnehmer im September letzten
Jahres. Bitte weiterleiten. (Vielleicht solltet Ihr
Eure E-Mail-Adressen an die Seminarteilnehmer verteilen?)

[1] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/22.57/y_wgs/30.54/from/form.html>
[2] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/22.93/y_wgs/30.31/from/form.html>
[3] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/19.22/y_wgs/27.3/from/form.html>
[4] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/20.59/y_wgs/28.69/from/form.html>
[5] <http://www.bruhaha.de/special/u-bahn_schoeneberg>

Detlef Hoge

ungelesen,
14.05.2004, 11:23:5114.05.04
an

"Thomas Krickstadt" <use...@krickstadt.de> schrieb:

> nachdem in dieser Newsgruppe öfter darauf hingewiesen wurde,
> habe ich mich Ende letzten Jahres entschieden, an fünf Tagen
> an einem Seminar des Berliner Unterwelten e.V. teilzunehmen.
> Bedingt durch meine Interessen habe ich aus einer Auswahl von
> vier Seminaren das Seminar "Verkehrstechnik Berlin" ausgewählt

Hallo Thomas,

vielen Dank für dein sehr interessantes Tagebuch, da kriegt man
richtig Lust auch einmal solch ein Seminar zu besuchen.

Du erwähnst ja mehrmals, das du Fotos gemacht hast. Gibt es die
mal irgendwo im Netz zu sehen, um auch einen optischen Eindruck
zu gewinnen ?

--
Gruß

Detlef Hoge
http://www.bsisb.de --- BahnStrecken Im Süden Berlins

Martin Ebert

ungelesen,
14.05.2004, 12:56:3314.05.04
an
Thomas Krickstadt wrote:

> TOP 4: Der zweistöckige Tiefbunker unter dem südöstlichen Teil
> des Alexanderplatzes wird besichtigt. Wir betreten ihn durch

Ein wenig habe ich Ahnung von Bunkern. -
Ob er zwei- oder dreietagig ist, darüber streiten sich die Experten.
Die ungewöhnliche Bauform sorgt dafür, dass an verschiedenen Stellen
auch verschiedene Etagenzahlen existieren.

> nicht den Eindruck, einmal *der* Regierungsbunker für die
> DDR-Staatsführung (wie es oft heißt) gewesen zu sein. Diverse

Das war er mit Sicherheit nicht. Allerdings hat die DDR eine
Aktivierung versucht: Es gibt einen (kleinen) Anbau aus DDR-Zeit;
ich meine in der Nähe zu diesem Ausgang Straßentunnel. (Macht auch
Sinn).

Ansonsten hat die DDR ganz offensichtlich eine Nutzung des Bunkers
für den Ernstfall nie in Erwägung gezogen: Die typischen technischen
Einbauten fehlen sämtlich. - Der Bunker wurde zu DDR-Zeiten teil-
weise als Lager genutzt.

Siehe auch: (dort die Profis)
http://www.underground-and-shelternetwork.de/invboard/index.php
http://www.bbn-ev.de/forum/

Hoffe, geholfen zu haben,
Martin Ebert

Thomas Krickstadt

ungelesen,
14.05.2004, 14:28:4514.05.04
an
Hallo Detlef.

> vielen Dank für dein sehr interessantes Tagebuch, da kriegt
> man richtig Lust auch einmal solch ein Seminar zu besuchen.

Das werden die Organisatoren gerne hören.

> Du erwähnst ja mehrmals, das du Fotos gemacht hast. Gibt es
> die mal irgendwo im Netz zu sehen, um auch einen optischen
> Eindruck zu gewinnen ?

Wenn die Bilder etwas geworden sind (Analog-Fotografie), dann
würde ich diese gerne Mitlesern präsentieren, nur habe ich
leider keinen Platz auf meiner Home Page (Visitenkarte).
Wenn Du jemanden kennst, der Platz hat ... warum nicht?

Gruß, Thomas

Thomas Krickstadt

ungelesen,
14.05.2004, 14:47:1914.05.04
an
Martin Ebert:
> Thomas Krickstadt:

>> TOP 4: Der zweistöckige Tiefbunker unter dem südöstlichen
>> Teil des Alexanderplatzes wird besichtigt.

> Ein wenig habe ich Ahnung von Bunkern. - Ob er zwei- oder


> dreietagig ist, darüber streiten sich die Experten. Die
> ungewöhnliche Bauform sorgt dafür, dass an verschiedenen
> Stellen auch verschiedene Etagenzahlen existieren.

Ich habe keine Ahnung von Bunkern, aber der Verein hat im
Eingangsbereich eine Grundriss- und Schnittzeichnung vom
Bunker (alter und neuer Teil) aufgehängt, demnach hat er
nur zwei Stockwerke. Die Treppenanlagen sind nicht als
Stufen, sondern als Rampe ausgeführt (Kinderwagen sind,
im Gegensatz zu anderen Bunkern, erlaubt), deshalb gibt
es für jedes Stockwerk vier Rampen. Deshalb ist der Bunkern
vielen Besuchern oftmals vierstöckig oder größer vorgekommen.
Wenn Du allerdings Hebegruben mitzählst, kannst Du auf noch
mehr Etagen kommen.

>> nicht den Eindruck, einmal *der* Regierungsbunker für die
>> DDR-Staatsführung (wie es oft heißt) gewesen zu sein.

> Das war er mit Sicherheit nicht. Allerdings hat die DDR eine


> Aktivierung versucht: Es gibt einen (kleinen) Anbau aus DDR-

> Zeit; ich meine in der Nähe zu diesem Ausgang Straßentunnel.
> (Macht auch Sinn).

Ja, den haben wir gesehen. Dieser "Anbau" ist allerdings genauso
leer und teilweise mit einfachen gemauerten Wänden ausgestattet,
sodass er keinen größeren Erschütterungen standhalten würde.

> Ansonsten hat die DDR ganz offensichtlich eine Nutzung des
> Bunkers für den Ernstfall nie in Erwägung gezogen: Die
> typischen technischen Einbauten fehlen sämtlich. - Der

> Bunker wurde zu DDR-Zeiten teilweise als Lager genutzt.

Mir scheinen die Vereinsmitglieder auch sehr kompetent in
Sachen Bunkern zu sein, besuche doch einfach 'mal an einem
Sonnabend die Bunker am U-Bahnhof Gesundbrunnen, siehe

<http://www.berliner-unterwelten.de/german/frame-fuehrung.html>.

> Hoffe, geholfen zu haben,

Danke, zu Bunkern brauche ich keine Hilfe, da mich Bunker,
im Gegensatz zu Verkehrsanlagen, nicht so sehr interessieren.

Gruß, Thomas

Thomas Billik

ungelesen,
14.05.2004, 14:51:1514.05.04
an
On 14 May 2004 18:47:19 GMT, Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de>
wrote:

>
>Danke, zu Bunkern brauche ich keine Hilfe, da mich Bunker,
>im Gegensatz zu Verkehrsanlagen, nicht so sehr interessieren.
>

Kombination von beiden mal ausgeschlossen ... ;-)

--
Gruß Thomas

#############################################################
http://www.igeb.org (Homepage des Berliner Fahrgastverbandes IGEB e.V.)

Thomas Billik

ungelesen,
14.05.2004, 14:58:1314.05.04
an
On 14 May 2004 18:28:45 GMT, Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de>
wrote:

>Wenn Du jemanden kennst, der Platz hat ... warum nicht?
>

Wenn die Bilder fertig sind, bringe diese doch einfach mal mit
(Firma), damit wir dafür eine Lösung finden ...

Die Nachricht wurde gelöscht

Thomas Billik

ungelesen,
14.05.2004, 15:22:5914.05.04
an
On 14 May 2004 18:59:36 GMT, Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de>
wrote:

>
>Kennt jemand noch mehr Anlagen als Siemensdamm, Pankstraße,
>Anhalter Bahnhof und Potsdamer Platz?
>

Die beiden S-Bahnhöfe sind m.E. keine richtigen Schutzräume. Sie wurde
nur, wie viele andere U-Bahnhöfe auch, zu Luftschutzräumen ausgebaut.
Der Extremfall dürften die beiden U-Bahnhöfe Neukölln und Grenzallee
sein, diese wurden kurzerhand zu Produktionsstätten umgewandelt.

Thomas Krickstadt

ungelesen,
14.05.2004, 15:34:5814.05.04
an
Thomas Billik:
> Thomas Krickstadt:

>> Kennt jemand noch mehr Anlagen als Siemensdamm,
>> Pankstraße, Anhalter Bahnhof und Potsdamer Platz?

> Die beiden S-Bahnhöfe sind m.E. keine richtigen
> Schutzräume.

Im Zusammenhang mit den S-Bahnhöfen meinte ich den
(ausschließlichen) Zugang zum Hochbunker vom Südausgang
des S-Bahnhofes Anhalter Bahnhof und die Einbauten in
den südlichen Tunnelstutzen des S-Bahnhofes Potsdamer
Platz (letzere auch im Rahmen des Seminars besichtigt).
Da beides entweder nicht mehr zugänglich ist oder nicht
mehr existiert, kann man nicht wirklich von Bunkern in
Verkehrsbauten reden.

Detlef Hoge

ungelesen,
14.05.2004, 16:35:5814.05.04
an
Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de> wrote :

> Wenn die Bilder etwas geworden sind (Analog-Fotografie), dann
> würde ich diese gerne Mitlesern präsentieren, nur habe ich
> leider keinen Platz auf meiner Home Page (Visitenkarte).
> Wenn Du jemanden kennst, der Platz hat ... warum nicht?

Der Platz sollte nicht das Problem sein. Durch mein nicht unbedingt
gewollten Wechsel zu einem anderen Webhoster bin ich auch zu ein paar
mehr MBs gekommen.

Thomas Krickstadt

ungelesen,
14.05.2004, 19:24:2014.05.04
an
Hallo,

gestern war der letzte Tag des Seminars, hier also mein
letzter Tagebuch-Eintrag:

Anfahrt: Treffpunkt ist der Vorplatz vor dem Eingang des
S-Bahnhofes Warschauer Straße um 9 Uhr. X34 bis S-Bhf.
Heerstraße, S75 bis Warschauer Straße, die Zeitung ist
durchgelesen, die Sonne scheint, das Haar sitzt perfekt. ;-)

TOP 1: Zu der fast vollzählig erschienenen Gruppe gesellt
sich ein Blaumann mit der Aufschrift Talgo, der sich als
Mitarbeiter der gleichnamigen Firma mit Hauptsitz in Spanien
vorstellt. Er möchte (sehr entusiastisch und mit starkem
sächsischen Akzent) uns durch die Hallen der Wartung für
die DB Nachtzüge führen. Wir überqueren die Brücke an der
östlichen Fußgängerampel, wandern auf der Brücke zurück bis
zu einem kleinen Metallgittertor im Brückengeländer, durch
das wir auf eine recht stark schwankende Metalltreppe treten
und auf das Gleisfeld hinabsteigen. Wir wandern zu einem im
Freien stehenden Zug der oben genannten Art und stellen uns
im Halbkreis vor einer Radsatzprüfmaschine auf.

Der Talgo-Mitarbeiter erzählt uns von seinen Werdegang bei
der Deutschen Reichsbahn, der er ca. 50 Jahre angehört hat,
bevor er sich neu orientieren musste und mit vielen jungen
Mitarbeitern in den Wartungsbereich des spanischen Schienen-
fahrzeugherstellers gewechselt ist. Die DB hatte sich Mitte
der 1990er Jahre entschieden, für ihr Nachtzug-Programm
Wagen der Firma Talgo zu kaufen, statt Neuentwicklungen in
Auftrag zu geben und den Hersteller gleich auch noch für die
Wartung gewinnen können. So kommt von der Herstellung bis
zur Wartung alles aus einer Hand.

An diesem Standort des ehemaligen RAW Franz Stenzer werden
nach einem Umlauf von vier Tagen (Berlin - München - Hamburg -
München - Berlin) alle DB Nachtzüge vom Typ Talgo (und nach
und nach auch andere Nachtzüge) gewartet (Austausch von
Betriebsmitteln, Wasser, Essen oder z. Bsp. Bettwäsche)
und repariert (Bremsen, Getriebe, Radsätze, Wagenkasten-
aufhängungen). Nachdem er uns noch von den speziellen
Eigenschaften der Radkonstruktion des Talgo-Zuges berichtet
(Räder sind einzeln aufgehängt und können beim Fahren mit
bis zu 15 km/h umgespurt werden. Bis zu 20 mm Unterschied
können die Durchmesser des rechten und linken Rades einer
(nicht vorhandenen) Achse haben, kein Problem), führt er
die Gruppe einmal durch die Halle und teilweise auch durch
einen Zug. Ohne Pause folgt dann TOP 2.

TOP 2: Vom Südausgang der Wartungshalle setzt die Gruppe den
Weg über das Gelände zu den "Ruinen" des RAW Franz Stenzer
fort (anders kann man die noch existierenden Gebäude des
geschlossenen Werkes nicht nennen, Vandalismus, wohin man
schaut). Wir erfahren von der Seminarleitung und vom Mitarbeiter
der Firma Talgo (der früher Mitarbeiter des RAW war) einiges
über Geschichte und Arbeiten im RAW, erfahren Anekdoten zur
Abwicklung des Werkes und des Geländes und bleiben schließlich
vor einem Betongebilde stehen, das wie die überdimensionale
Spitze eines Bleistiftes aussieht, den man mit der Radiergummi-
seite in den Boden gerammt hat. Es ist der Werksbunker und
letzter vorhandener Bau eines besonderen Types (Namen habe
ich mir nicht merken können, Zumbeck-Turm?) mit einem
Fassungsvermögen von ca. 300 Personen, im Krieg aber sehr
wahrscheinlich mit der dreifachen Menge belegt. Die Spitze
war dazu gedacht, herabfallende Bomben seitlich abzulenken,
dessen Funktion wurde aber nie so richtig bewiesen (bei einem
Versuch sind alle als Testobjekte in einen Turm eingesperrten
Schafe taub geworden, "Das Schweigen der Lämmer" bekommt eine
neue Bedeutung).

Anschließend bewegen wir uns zum Kulturhaus des Werkes, unter
und neben dem einige weitere röhrenförmige Bunker zu finden
sind. Da die Röhren ca. 10 cm unter Wasser stehen und ich
meine Gummistiefel am Morgen nicht fand, bleibe ich während
der Begehungen an der Oberfläche und genieße die warmen Sonnen-
strahlen. Laut Aussage einiger Seminar-Teilnehmer verpasse ich
auch nicht viel.

Wir verabschieden uns vom Mitarbeiter der Firma Talgo und machen
uns auf den Weg zu unserem Mittagessen in einer nahegelegenen
Kantine.

TOP 3: Auswertung und Seminarkritik

Nach einem etwas mageren Mittagessen sitzen wir zusammen und
üben Kritik. Oder eben dann doch nicht, da nahezu alle mit dem
Seminar sehr zufrieden sind. Alle Erwartungen wurden erfüllt
oder übererfüllt, jeder hatte seine Highlights und seine
weniger interessanten Veranstaltungen (mein Highlight war
der komplette Donnerstag, Bunker waren weniger mein Ding).
Alle versprechen, das Seminar weiterzuempfehlen (ich auch ;-)
und eventuell weitere Angebote des Vereines zu nutzen. Nach
Verteilung einiger Unterlagen zu Voltastraßentunnel und S21
verabschieden wir uns voneinander und versprechen, anhand
einer auch verteilten Adressenliste in Kontakt zu bleiben.

Bis zum nächsten Mal.

Gruß, Thomas

[1] <http://www.berliner-stadtplan.com/topic/bln/str/x_wgs/27.02/y_wgs/30.38/from/form.html>

Kai Garlipp

ungelesen,
15.05.2004, 03:26:2615.05.04
an
On 15.05.2004 01:24, Thomas Krickstadt wrote:

> TOP 2: Vom Südausgang der Wartungshalle setzt die Gruppe den
> Weg über das Gelände zu den "Ruinen" des RAW Franz Stenzer
> fort (anders kann man die noch existierenden Gebäude des
> geschlossenen Werkes nicht nennen, Vandalismus, wohin man
> schaut).

Kam bei euch auch gleich der Wachschutz angelaufen als ihr auf dem von
dem "Kulturzentrum" abgesperrten Bereich angekommen wart?

> Es ist der Werksbunker und
> letzter vorhandener Bau eines besonderen Types (Namen habe
> ich mir nicht merken können, Zumbeck-Turm?)

Fast, Zombeck. Ich hatte mir den Namen auch nur deshalb aufgeschrieben
weil er doch etwas ungewöhnlich war.

> Anschließend bewegen wir uns zum Kulturhaus des Werkes, unter
> und neben dem einige weitere röhrenförmige Bunker zu finden
> sind.

Als Bunker kann man das nicht bezeichnen. Wenn da etwas mit leicher
Sprengwirkung rauffällt ist man in den Röhren hinüber. Das ist nur ein
Schutz damit einem nicht die ganzen Trümmer auf dem Kopf fallen falls
ein umliegendes Gebäude getroffen wird.

> Da die Röhren ca. 10 cm unter Wasser stehen und ich
> meine Gummistiefel am Morgen nicht fand, bleibe ich während
> der Begehungen an der Oberfläche und genieße die warmen Sonnen-
> strahlen. Laut Aussage einiger Seminar-Teilnehmer verpasse ich
> auch nicht viel.

Ja, nein. Ich hätte mich da ja beinahe ins Wasser gepackt weil es im
Wasser auch kleinere Absätze gibt die es gilt zu erkunden. ;-)

Bye Kai

Morten Skomager

ungelesen,
15.05.2004, 05:21:0115.05.04
an
Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de> wrote in message news

> erstes das Stellwerk am nördlichen Ende des Bahnsteiges.
> Eine flink durch den recht großen Raum flitzende Dame bittet
> uns, einen Moment zu warten, da sie noch einige Kehrzüge
> abzufertigen hat.

Echt? Da unten ist ein Stellwerk? Ich dachte, das geht alles
automatisch?


> Jahren, mit dem das neu gebaute (wegen einer Leuchtreklame
> so genannte) Verdi-Hochhaus unterquert wurde. Über eine
> schwierig zu meisternde Leiter ("Vorsicht, sonst hat man
> einen Eisenträger im Allerwertesten") gelangen wir in einen
> zweiten Tunnelstutzen, der abzweigend von Gleis 2 ebenfalls
> Richtung Gleisdreieck führen würde.

Kannst du beschreiben, wie groß/lang dieser angesetzte Tunnel ist? In
der Literatur ist darüber nichts zu finden.

> Von hier aus kann man
> eine noch schönere Aufnahmen möglich machende Brücke über
> Gleis 1 betreten, wovon rege Gebrauch gemacht wird

Wie? Das verstehe ich nicht. Was für eine Brücke? Kannst du das mal
näher erklären?


Vielen Dank für deine ausführlichen Berichte, ich habe sie alle sehr
interessiert gelesen. Ich schätze, dass du hier eine hohe Leserzahl
hattest, auch wenn sich nur wenige bedanken. Mittlerweile glaube ich
aus Gesprächen, dass nur rund 10% der Leser hier auch schreiben ....
das ist eigentlich sehr schade.
--
Morten

Martin Ebert

ungelesen,
15.05.2004, 17:10:2815.05.04
an
Thomas Krickstadt wrote:
> Martin Ebert:
> > Thomas Krickstadt:
> >> TOP 4: Der zweistöckige Tiefbunker unter dem südöstlichen
> >> Teil des Alexanderplatzes wird besichtigt.
> > Ein wenig habe ich Ahnung von Bunkern. - Ob er zwei- oder
> > dreietagig ist, darüber streiten sich die Experten. Die

> Ich habe keine Ahnung von Bunkern, aber der Verein hat im


> Eingangsbereich eine Grundriss- und Schnittzeichnung vom
> Bunker (alter und neuer Teil) aufgehängt,

Ich hatte die bei dieser Kunstaustellung auch gesehen. Die hätte
ich gern. - Aber bei dieser Kunstausstellung waren die ziemlich
nicklig: Fotos nicht erlaubt.

> demnach hat er nur zwei Stockwerke.

Ich weiss vor Schreck nicht, wo die Eintrittskarten abgeblieben
sind. Da wurde es deutlich. An einer Stelle sind es IMHO drei
Etagen. Aber ohne die Zeichnungen ist kein Nachweis möglich.
Und rumstreiten ohne Beleg ist nicht das Wahree.

> Die Treppenanlagen sind nicht als
> Stufen, sondern als Rampe ausgeführt (Kinderwagen sind,
> im Gegensatz zu anderen Bunkern, erlaubt), deshalb gibt
> es für jedes Stockwerk vier Rampen. Deshalb ist der Bunkern
> vielen Besuchern oftmals vierstöckig oder größer vorgekommen.

Nein. Das ist mir klar.
Wir haben die Kunstaustellung genutzt und sind mit Bunker-
freunden durch jeden Winkel. Wir wollten verstehen, wie die
unterschiedliche Etagenzahl zu Stande kommt. Es sind IMHO nicht
die Rampen. Sondern die Treppen.

> Wenn Du allerdings Hebegruben mitzählst, kannst Du auf noch
> mehr Etagen kommen.

Nein, meine ich nicht.

> >> nicht den Eindruck, einmal *der* Regierungsbunker für die
> >> DDR-Staatsführung (wie es oft heißt) gewesen zu sein.
> > Das war er mit Sicherheit nicht. Allerdings hat die DDR eine
> > Aktivierung versucht: Es gibt einen (kleinen) Anbau aus DDR-
> > Zeit; ich meine in der Nähe zu diesem Ausgang Straßentunnel.
> > (Macht auch Sinn).
> Ja, den haben wir gesehen. Dieser "Anbau" ist allerdings genauso
> leer und teilweise mit einfachen gemauerten Wänden ausgestattet,
> sodass er keinen größeren Erschütterungen standhalten würde.

In einem Teil waren es gegossene Wände. Im Allgemeinen stimme ich
Dir zu: Die DDR hat heftigste Bunker [1] gebaut. Und technisch sehr
hochwertig ausgestattet. Auf den Anbau trifft das nicht zu. Ich
kann nur mutmaßen: Beim Bau des Straßentunnels kam man auf die
Idee, das unterirdische Lager zu vergrößern. - Das ist die
logischste Erklärung.

> Mir scheinen die Vereinsmitglieder auch sehr kompetent in
> Sachen Bunkern zu sein, besuche doch einfach 'mal an einem
> Sonnabend die Bunker am U-Bahnhof Gesundbrunnen, siehe

Ansich mir bekannt. Danke für den Hinweis.

> Danke, zu Bunkern brauche ich keine Hilfe, da mich Bunker,
> im Gegensatz zu Verkehrsanlagen, nicht so sehr interessieren.

Daher auch der Hinweis <s>
1] Dienstag, 20:45 MDR: Teil 2 DDR-Bunker

Martin Ebert

Dieter Bruegmann

ungelesen,
15.05.2004, 23:38:0115.05.04
an
.oO(Thomas Krickstadt / 14 May 2004 23:24:20 GMT)

> TOP 3: Auswertung und Seminarkritik

Besprechungskritik: SUPER!

Danke, Thomas, du hast echt Appetit gemacht.


Da Didi
--
Dieter Brügmann, Spandau (bei Berlin) http://www.bruhaha.de
Disclaimer: Ironieanzeiger bitte nach Bedarf selber einsetzen.

"Guns! Lots of guns!" (Neo)

Thomas Krickstadt

ungelesen,
15.05.2004, 23:46:1915.05.04
an
Martin Ebert:
> Thomas Krickstadt:

>> Ich habe keine Ahnung von Bunkern, aber der Verein hat im
>> Eingangsbereich eine Grundriss- und Schnittzeichnung vom

>> Bunker (alter und neuer Teil) aufgehängt, demnach hat er
>> nur zwei Stockwerke.

> Ich hatte die bei dieser Kunstaustellung auch gesehen. Die
> hätte ich gern. - Aber bei dieser Kunstausstellung waren
> die ziemlich nicklig: Fotos nicht erlaubt.

Jetzt bedaure ich es, keine Fotos von dem Plan gemacht zu
haben (das durften wir in diesem Seminar). Ich denke aber,
wenn Du eine nette Anfrage an den Verein stellst oder 'mal
eine Führung mitmachst und ein Vereinsmitglied ansprichst,
solltest Du Hilfe bekommen (vielleicht lesen "sie" ja jetzt
auch hier mit ;-).

Thomas Krickstadt

ungelesen,
16.05.2004, 00:33:2216.05.04
an
Morten Skomager:

> Echt? Da unten [Potsdamer Platz] ist ein Stellwerk?

Ja, genau so, wie im Anhalter (südlich zwischen Gleis 1
und 2) und im Nordbahnhof (nördlich zwischen Gleis 2 und 3).

> Ich dachte, das geht alles automatisch?

So, wie ich den Mitarbeiter der S-Bahn verstanden habe,
werden Ende des Jahres die Signale und die Stellwerks-
technik im Nordsüd-S-Bahntunnel ausgetauscht (als letzte
SV-Signale im Netz), dann verschwinden vielleicht auch
die Stellwerke (bin aber nicht vom Fach, Fachleute vor ;-).

>> Wir sehen [...] einen Weiterbau des Tunnelstutzens
>> um ca. 20 Meter von vor wenigen Jahren, mit dem das


>> neu gebaute (wegen einer Leuchtreklame so genannte)
>> Verdi-Hochhaus unterquert wurde.

[Habe 'mal mein Zitat komplettiert]

> Kannst du beschreiben, wie groß/lang dieser angesetzte
> Tunnel ist?

Wie geschrieben, der Neubau war etwa 20 schwer zu
schätzende Meter lang. Wir haben ihn durch eine Bautür
betrachtet, es war etwas dunkel ('mal sehen, ob die
Fotos etwas geworden sind).

> In der Literatur ist darüber nichts zu finden.

Die brauchen wahrscheinlich noch ein wenig, bis sie
diese Baumaßnahme in die Bücher aufnehmen.

>> Von hier aus kann man eine noch schönere Aufnahmen
>> möglich machende Brücke über Gleis 1 betreten, wovon

>> rege Gebrauch gemacht wird.

> Wie? Das verstehe ich nicht. Was für eine Brücke?
> Kannst du das mal näher erklären?

Also: Watt is eine Dampfmaschin? ;-)

Der S-Bhf. Potsdamer Platz hat vier Gleise, von Westen
nach Osten mit 1 bis 4 durchnummeriert. Die Gleise 1
und 2 sollten der ursprünglichen Planung nach zum S-Bhf.
Anhalter Bahnhof führen, die Gleise 3 und 4 vom Anhalter
Bahnhof kommen (wunderbar symetrisch). Dann kam dem
GröFaZ die Idee mit der gigantischen Prachtstraße, die
natürlich auch unterirdisch prachtvoll angebunden werden
musste. Folge war, dass man noch vor Ende des Baus des
Nordsüd-S-Bahntunnels die Planung umwarf und dies auch
den Potsdamer Platz betraf (weitere Vorleistungen dieser
Art gibt es nördlich und südlich des Anhalter Bahnhofes).
Demnach sollten nur noch die Gleise 1, 2 und 4 mit dem
Anhalter Bahnhof verbunden sein und die Gleise 1, 2 und 3
zusätzlich bzw. Gleis 3 ausschließlich eine Ausfädelung
zum Gleisdreieck bekommen. So wurde es dann auch gebaut,
die Ausfädelung zum Gleisdreieck allerdings wegen eines
dummen Zwischenfalls (2. WK) nur als Tunnelstutzen.

Die Ausfädelung sollte niveaufrei geschehen, weshalb alles
mittels extremen Steigungen und Brücken ausgeführt wurde
(dies kannst Du sogar vom Bahnsteig aus wunderbar sehen).
So überbrückt der Tunnelstutzen Gleis 3 die Gleise 1 und
2 und die Ausfädelung von Gleis 2 das Gleis 1. In der
Ausfädelung von Gleis 1 wurde ein Bunker eingebaut.
Zusätzlich gibt es eine begehbare Kabelbrücke, die von
Gleis 2 aus über Gleis 1 (kurz hinter der Ausfahrt) führt
(auf dieser wurden dann die zuletzt erwähnten Fotos gemacht).

Wenn Du möchtest, dann kann ich Dir Scans der Pläne per
PM zukommen lassen, antworte mir einfach per PM mit einer
gültigen Adresse auf diesen Artikel.

> Vielen Dank für deine ausführlichen Berichte, ich habe
> sie alle sehr interessiert gelesen.

Bitteschön.

> Ich schätze, dass du hier eine hohe Leserzahl hattest,
> auch wenn sich nur wenige bedanken. Mittlerweile glaube
> ich aus Gesprächen, dass nur rund 10% der Leser hier
> auch schreiben .... das ist eigentlich sehr schade.

Du kannst gerne die Quote erhöhen. ;-)

Gruß, Thomas

Thomas Krickstadt

ungelesen,
16.05.2004, 00:48:5816.05.04
an
Kai Garlipp:
> Thomas Krickstadt:

>> TOP 2: Vom Südausgang der Wartungshalle setzt die Gruppe den
>> Weg über das Gelände zu den "Ruinen" des RAW Franz Stenzer
>> fort (anders kann man die noch existierenden Gebäude des
>> geschlossenen Werkes nicht nennen, Vandalismus, wohin man
>> schaut).

> Kam bei euch auch gleich der Wachschutz angelaufen als ihr
> auf dem von dem "Kulturzentrum" abgesperrten Bereich angekommen
> wart?

Nein. Ich glaube, wir waren angemeldet. Wie bist Du auf das
Gelände gekommen? ;-)

>> Es ist der Werksbunker und letzter vorhandener Bau eines
>> besonderen Types (Namen habe ich mir nicht merken können,
>> Zumbeck-Turm?)

> Fast, Zombeck. Ich hatte mir den Namen auch nur deshalb
> aufgeschrieben weil er doch etwas ungewöhnlich war.

Ah, danke. Mit diesem Namen kann man auch ganz gut googlen
(z. Bsp. <http://www.lostplaces.de/lstuerme>, erschreckend
viele Zombeck-Türme in Hamburg).

Gruß, Thomas

Thomas Krickstadt

ungelesen,
16.05.2004, 01:10:4116.05.04
an
Thomas Krickstadt:
> Kai Garlipp:
>> Thomas Krickstadt:

>>> Es ist der Werksbunker und letzter vorhandener Bau eines
>>> besonderen Types (Namen habe ich mir nicht merken können,
>>> Zumbeck-Turm?)

>> Fast, Zombeck. Ich hatte mir den Namen auch nur deshalb
>> aufgeschrieben weil er doch etwas ungewöhnlich war.

> Ah, danke. Mit diesem Namen kann man auch ganz gut googlen
> (z. Bsp. <http://www.lostplaces.de/lstuerme>, erschreckend
> viele Zombeck-Türme in Hamburg).

Nachtrag: Hier ein Bild des von uns besuchten Zombeck-Turmes,
komischerweise als Winkel-Turm bezeichnet:

<http://www.lostplaces.de/lstuerme/wberlin.jpg>

Thomas Billik

ungelesen,
16.05.2004, 03:53:2916.05.04
an
On 16 May 2004 05:10:41 GMT, Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de>
wrote:

>


>> Ah, danke. Mit diesem Namen kann man auch ganz gut googlen
>> (z. Bsp. <http://www.lostplaces.de/lstuerme>, erschreckend
>> viele Zombeck-Türme in Hamburg).
>
>Nachtrag: Hier ein Bild des von uns besuchten Zombeck-Turmes,
>komischerweise als Winkel-Turm bezeichnet:
>
> <http://www.lostplaces.de/lstuerme/wberlin.jpg>
>

Das Bild zeigt auch ein Winkel-Turm.
Die Zombeck-Türme, besser deren Beschreibung, fängt auf der HP [1]
erst darunter an. ;-)

[1] http://www.lostplaces.de/lstuerme

Kai Garlipp

ungelesen,
16.05.2004, 04:28:0116.05.04
an
On 16.05.2004 06:48, Thomas Krickstadt wrote:
>>Kam bei euch auch gleich der Wachschutz angelaufen als ihr
>>auf dem von dem "Kulturzentrum" abgesperrten Bereich angekommen
>>wart?
>
> Nein. Ich glaube, wir waren angemeldet. Wie bist Du auf das
> Gelände gekommen? ;-)

Mit dem gleichen Veranstalter und Seminarleiter und wir waren auch
angemeldet (bei den anderen TOP kam kein Wachschutz). Aber der
Wachschutz ist da wohl etwas schärfer, da es einige Reibereien zwischen
"DB Immo" (oder wie sie gerade heißen) und dem Mieter des Kulturforums gibt.

>>Fast, Zombeck. Ich hatte mir den Namen auch nur deshalb
>>aufgeschrieben weil er doch etwas ungewöhnlich war.
>
> Ah, danke. Mit diesem Namen kann man auch ganz gut googlen
> (z. Bsp. <http://www.lostplaces.de/lstuerme>, erschreckend
> viele Zombeck-Türme in Hamburg).

Das waren ja auch sehr oft Typenbauten die in dem Bunkerbauprogramm
errichtet wurden um einfach die Kosten für die individuelle
Projektierung zu sparen. Dementsprechend oft gab es dann auch die
Bauwerke in den zu schützenden Städten (bis dann nach dem Krieg das
große Abrißkommando kam und dabei nicht nur die Bunker abriß sondern
alles was noch übrig blieb in der näheren Umgebung).

Bye Kai

Wolfgang Heuser

ungelesen,
16.05.2004, 18:34:5916.05.04
an
Moin,

>... trete pünktlich ein und werde mit Handschlag vom Dozenten begrüßt.

Trete auch pünktlich ein und werde von Thomas begrüßt - nicht mal in
der Hauptstadt bleibt man incognito.

>Mittagessen:
>am Theodor-Heuss-Platz auszusteigen und dort jeder für


>sich einen Imbiss zu suchen. Die Sonne auf dem verkehrsumtosten
>Theodor-Heuss-Platz war sehr angenehm und ein Eis aus dem
>bekannten Eiscafé Mauritius machte jede BVG-Kantine überflüssig ...

Die Bockwurt um die Ecke machte sogar das Eis überflüssig :-)

>TOP 4: Letzter Punkt des Programmes war der Besuch des
>U-Bahnmuseums im ehemaligen Stellwerk Olympiastadium.

Beim BSE aus berufenem Munde gehört: Das EG wird anläßlich der
Fußball-WM runderneuert. Es soll da auch einige üble Setzungsrisse
geben. Außerdem bekommt es einen zweiten Zugang incl. Fußgängerbrücke.


>
>Bonbon: Nachdem sich alle Teilnehmer verabschiedet hatten,
>führte der BVG-Mitarbeiter Herrn Müller und mich noch zu einem
>Übungsstellwerk im Untergeschoss des Bahnhofes

Mift!

--
Wolfgang

Wolfgang Heuser

ungelesen,
16.05.2004, 18:35:0016.05.04
an
Moin,

>Eine Aktion, die eigentlich jeder Fahrgast 'mal machen müsste, um einen
>Hauch einer Ahnung zu bekommen, wie katastrophal ein Ernstfall
>ablaufen könnte.

Oh ja, "die Hand nicht vor Augen sehen" beschreibt es nur
unvollkommen. Der erste identifizierbare Orientierungspunkt den ich
(dankbar) anrempelte, war die nächste Tür. Und das Licht war an ...

>Der Seminarleiter wurde etwas blass, aber nicht,
>weil er den Rauch nicht vertragen hätte, sondern, weil er um die
>Gesundheit der Teilnehmer und den nötigen Versicherungsschutz
>fürchtete.

... als er Tage später vernahm, daß die Farbe seiner Nase von Thomas
literarisch verwertet wurde, machte ihn das auch nicht glücklicher ;-)

>(neugierig beobachtet von einer Gruppe Halbstarker

"Ey Bunker"

>im U5- und im S21-Tunnel stehen rot und gelb lackierte Modelle von 480-
>Zügen, was die drei S-Bahnfahrer unter den Seminarteilnehmern
>heftigst amüsiert

Heftigst - das Grinsen ging gar nicht mehr weg. Aber ernsthaft: Der
Beweis ist erbracht: In die U55 paßt ein umgespritzter Toaster ganz
locker rein ;-)

--
Wolfgang

Wolfgang Heuser

ungelesen,
16.05.2004, 18:35:0116.05.04
an
Moin,

>setze mich aber *nicht* in's Gleis

Angesagter Treffpunkt war "Turmstraße, Gleis Richtung Zoo".

>(gibt es eine Redundanz der Kontrollkabel und wenn ja, müssen
>diese nicht auch hier zusammenkommen?)

Beim BSE nachgefragt: Gibt es nicht, Saitenschneider würde reichen.
Das wäre allerdings nicht der Supergau, da man alle ferngesteuerten
Anlagen vor (!) Ort und Stelle auch manuell bedienen kann. Wenn
irgendwer Licht im Tunnel braucht, muß eben ein BVGler mit dem Taxi
los und den richtigen Knopf drücken. Alles kein Problem ...

>bewandern ihn bis zu einem Gitter

Bewandern? für mich war das Laufschritt. War das der Hunger?

>Wir verlassen diesen Teil des Bunkers im nördlichen Zugangsbauwerk
>des U-Bahnhofes Gesundbrunnen

Kleiner Tip: Wenn im Ernstfall der Türsteher des Bunkers keinen mehr
reinläßt: Auf halber Höhe des U8-Treppenhauses ist eine müde Stahltür.
Kuhfuß reicht. Und vom Tunnel aus gibt es auch noch eine Steigleiter.

>TOP 4: Der zweistöckige Tiefbunker

Als ich allein im Treppenhaus (die Horde meilenweit vor mir) ein
paarmal im Kreise gewandert war, hätte ich eine Kiste Kölsch auf vier
Stockwerke gewettet, aber der Plan war eindeutig: zwei.

--
Wolfgang

Thomas Krickstadt

ungelesen,
16.05.2004, 18:38:3816.05.04
an
Wolfgang Heuser:
> Thomas Krickstadt:

>> bewandern ihn [Voltastraßentunnel] bis zu einem Gitter

> Bewandern? für mich war das Laufschritt. War das der Hunger?

Ich bin ganz gemütlich durch den Tunnel gewandert, da ich
ahnte, dass die schnell laufenden wieder zurückkommen mussten.
So war es dann ja auch ...

>> TOP 4: Der zweistöckige Tiefbunker

> Als ich allein im Treppenhaus (die Horde meilenweit vor mir)
> ein paarmal im Kreise gewandert war, hätte ich eine Kiste
> Kölsch auf vier Stockwerke gewettet, aber der Plan war
> eindeutig: zwei.

Hast Du den Plan auf Pixel gebannt?

Gruß, Thomas

PS: Ich hörte von Gordon am Mexikoplatz, dass Dein Bilddaten-
speicher schlapp gemacht hat. Hast'e noch 'was retten
können?

Marco Miseroni

ungelesen,
17.05.2004, 06:24:5817.05.04
an
"Thomas Krickstadt" <use...@krickstadt.de> schrieb im Newsbeitrag

Laß mich mal etwas sortieren:

> SV-Signale im Netz), dann verschwinden vielleicht auch
> die Stellwerke (bin aber nicht vom Fach, Fachleute vor ;-).

Die Stellwerke bleiben stehen (die Räume), aber ohne Verwendung (Denkmalschutz).
Die Technik wird restlos ausgebaut und wird als Ersatz für bestehende Anlagen
dienen.


> Bahnhof kommen (wunderbar symetrisch). Dann kam dem
> GröFaZ die Idee mit der gigantischen Prachtstraße, die
> natürlich auch unterirdisch prachtvoll angebunden werden
> musste.

Naja, die Gbi-Planung steht nur im Zusammenhang mit dem Anhalter Bahnhof. Auf den
Potsdamer hatte das noch keine Wirkung.


> Die Ausfädelung sollte niveaufrei geschehen, weshalb alles
> mittels extremen Steigungen und Brücken ausgeführt wurde
> (dies kannst Du sogar vom Bahnsteig aus wunderbar sehen).

Richtung Süden, will ich nur mal betonen um Verwechslungen auszuschließen.

> In der
> Ausfädelung von Gleis 1 wurde ein Bunker eingebaut.

Sagen wir mal "Schutzraum", weil ein Bunker stabiler ausgeführt wäre.

Morten schrieb:


> > Ich schätze, dass du hier eine hohe Leserzahl hattest,
> > auch wenn sich nur wenige bedanken.

Das ist wohl wahr. Auch ich bedanke mich für den Tagesbericht.

> > Mittlerweile glaube
> > ich aus Gesprächen, dass nur rund 10% der Leser hier
> > auch schreiben .... das ist eigentlich sehr schade.

Frage: Gibt es eine Schätzung, wieviel hier eigentlich regelmässig lesen? 8 Leser
sind mir bekannt, die hier niemals schreiben würden, aber sehr wohl alles
beobachten ....


--
Artikel "Vor 55 Jahren - Die Wiederherstellung des Berliner
Nord-Süd-S-Bahntunnels":
http://www.eurailpress.com/archiv/showpdf.php?datei=/erparchiv/ei2001/08braun.pdf

Alex Seefeldt

ungelesen,
17.05.2004, 06:37:5717.05.04
an

Morten Skomager schrieb:


>
> Kannst du beschreiben, wie groß/lang dieser angesetzte Tunnel ist? In
> der Literatur ist darüber nichts zu finden.
>

Da ich vor kurzem selbst drin war schätze ich die angesetzten
eingleisigen Stummel auf eine Länge von ca. 40m.

Gruß
Alex

Michael Pravida

ungelesen,
17.05.2004, 15:17:3817.05.04
an
Marco Miseroni <marco.m...@gmx.net> wrote:

> Morten schrieb:
>> > Ich schätze, dass du hier eine hohe Leserzahl hattest,
>> > auch wenn sich nur wenige bedanken.
>
> Das ist wohl wahr. Auch ich bedanke mich für den Tagesbericht.

Ich ebenfalls! Hab Dank!
Habe die Berichte mit großem Interesse gelesen.

>> > Mittlerweile glaube
>> > ich aus Gesprächen, dass nur rund 10% der Leser hier
>> > auch schreiben .... das ist eigentlich sehr schade.
>
> Frage: Gibt es eine Schätzung, wieviel hier eigentlich regelmässig lesen?
> 8 Leser
> sind mir bekannt, die hier niemals schreiben würden, aber sehr wohl alles
> beobachten ....

Es gibt mit Sicherheit viele, viele mehr. Mir selbst ist einer bekannt. An
dieser Stelle einen Gruß! :)

--
Grüße,

Michael Pravida

Wolfgang Heuser

ungelesen,
17.05.2004, 17:20:1917.05.04
an
On 14 May 2004 00:29:26 GMT, Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de>
wrote:

>TOP 1:
>Dann muss die Gruppe geteilt werden
Thomas, Du hast was vergessen: Unsere ganze Horde wurde vorher
flächendeckend mit Fabrikneuen Warnwesten in Grösse 46 ausstaffiert.
One size fits all.

>Einige Seminarteilnehmer erklären einigen anderen
>Seminarteilnehmern, was denn nun wirklich der "Heuboden"
>ist.
Ja, ich fürchte aber, daß zumindest eine Teilnehmerin (Hallo Jana!)
seit diesem Zeitpunkt jede beliebige Kehre als Heuboden tituliert ;-)

>("Vorsicht, sonst hat man einen Eisenträger im Allerwertesten")

Gut erzogen Thomas. Wenn ich mich recht entsinne, kamen in der Warnung
die Worte "Steiß" und "rammen" vor ...

>... Steglitzer Kreisel, um dort
>in der 24. Etage ein Mittagessen mit fantastischem Ausblick
>einzunehmen.

(Kohlroulade, riesig)

>Wir verlassen den Rohbau-Bahnhof und lassen uns noch ein
>Teil der großen Verteilerhalle zeigen, der 1988 von der
>übrigen Halle abgetrennt wurde

Das fand ich fast interessanter als den Bahnhof. Alte BVG-Plakate an
der Wand (noch mit S-Bahn im Logo), zweistellige Busnummern auf den
Wegweisern. Und echt gut geheizt.

>dann über eine unscheinbare, aber gekennzeichnete Tür ein tieferes Zwischengeschoss

... wo ein Fahrkartenautomat (außer Betrieb) und ein Entwerter (in
Betrieb, Uhrzeit stimmte) in der Ecke standen.

--
Wolfgang

Wolfgang Heuser

ungelesen,
17.05.2004, 17:20:2017.05.04
an
On 14 May 2004 23:24:20 GMT, Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de>
wrote:

>TOP 1:
>.. das wir auf eine recht stark schwankende Metalltreppe
Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber unter mir hat sie nicht
geschwankt ;-)

Die Bilder vom Freitag waren noch in der Kamera, deshalb:

http://bwald.de/14fr/1165.jpg

>TOP 2: Vom Südausgang der Wartungshalle setzt die Gruppe den
>Weg über das Gelände zu den "Ruinen" des RAW Franz Stenzer
>fort

http://bwald.de/14fr/1179.jpg

> und bleiben schließlich
>vor einem Betongebilde stehen, das wie die überdimensionale
>Spitze eines Bleistiftes aussieht

http://bwald.de/14fr/1189.jpg

>einige weitere röhrenförmige Bunker zu finden sind.

http://bwald.de/14fr/1200.jpg

>... verabschieden wir uns voneinander

... aber ein kleines Bierchen haben einige verirrte Seelen dann doch
noch zusammen getrunken.

--
Wolfgang

Thomas Krickstadt

ungelesen,
18.05.2004, 03:16:0518.05.04
an
Wolfgang Heuser:
> Thomas Krickstadt:

>> ("Vorsicht, sonst hat man einen Eisenträger im
>> Allerwertesten")

> Gut erzogen Thomas. Wenn ich mich recht entsinne,
> kamen in der Warnung die Worte "Steiß" und "rammen"
> vor ...

Ich hörte noch weniger zitierfähige Worte, aber wir
müssen ja auch noch an die eventuell mitlesenden Kinder
denken (wie beispielsweise den sich gestern in diese
Gruppe verirrten Artikelschreiber).

>> dann über eine unscheinbare, aber gekennzeichnete
>> Tür ein tieferes Zwischengeschoss

> ... wo ein Fahrkartenautomat (außer Betrieb) und ein
> Entwerter (in Betrieb, Uhrzeit stimmte) in der Ecke
> standen.

Ich hörte, dass in diesem Zwischengeschoss Schulklassen
im Umgang mit Fahrkartenautomaten und Entwertern geschult
werden, stimmt das?

Gruß, Thomas

Thomas Krickstadt

ungelesen,
18.05.2004, 03:19:4018.05.04
an
Wolfgang Heuser:
> Thomas Krickstadt:

>> .. das wir auf eine recht stark schwankende Metalltreppe

> Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber unter mir hat
> sie nicht geschwankt ;-)

> Die Bilder vom Freitag waren noch in der Kamera, deshalb:

> http://bwald.de/14fr/1165.jpg

Du bist wahrscheinlich 'mal wieder vorausgeeilt, um die beste
Fotoposition zu haben, wir sind im Pulk die Treppe herunter,
da schwankte sie schon etwas mehr ... ;-)

>> ... verabschieden wir uns voneinander

> ... aber ein kleines Bierchen haben einige verirrte Seelen
> dann doch noch zusammen getrunken.

Wo dem Seminarleiter mittels kölscher Spende eine Gratisrunde
ausgegeben wurde. ;-)

Danke, Wolfgang!

Gruß, Thomas

Hoffmann-Vetter, Martin

ungelesen,
20.05.2004, 02:35:0820.05.04
an
> Wir verlassen den Rohbau-Bahnhof und lassen uns noch ein
> Teil der großen Verteilerhalle zeigen, der 1988 von der
> übrigen Halle abgetrennt wurde, da der Unterhalt eines so
> großen Verteilergeschosses zu aufwendig ist. Dazu gehört
> auch eine der Treppen des jetzt in Benutzung stehenden
> Bahnhofes.
>
War dies wirklich erst 1988? Ich hätte es eher an den Anfang der 80er
Jahre einsortiert. Außerdem vermute ich zu dieser Zeit einen Umbau der
Fahrtreppen zum unteren Bahnsteig. Stimmt dies? Gibt's zu diesem Umbau
weitere Infos?

Gruß Martin


Wolfgang Heuser

ungelesen,
20.05.2004, 17:58:0820.05.04
an
On Thu, 20 May 2004 08:35:08 +0200, "Hoffmann-Vetter, Martin"
<mart...@web-made.com> wrote:

>War dies wirklich erst 1988? Ich hätte es eher an den Anfang der 80er
>Jahre einsortiert.

Anfang der 80er kann nicht sein. Die BVG-Plakate dort unten werben
jedenfalls schon für die S-Bahn. Hier ein passender Ausschnitt:

http://bwald.de/13do/1130.jpg

Vielleicht kann ja jemand daraus eine Jahreszahl interpolieren.

@Thomas: Ja, ich konnte alle Bilder (4 Gb) heile von der ausgebauten
NB-Platte runterpulen - alles wird gut :-)

--
Wolfgang

Marco Miseroni

ungelesen,
20.05.2004, 18:01:2420.05.04
an
"Wolfgang Heuser" <Wolfgan...@intersurf.oberberg.de> schrieb im Newsbeitrag

> http://bwald.de/13do/1130.jpg
>
> Vielleicht kann ja jemand daraus eine Jahreszahl interpolieren.

Aus den Jahren 1984/85 stammen diese Motive.


--

Die M-Bahn im Netz: http://www.berliner-verkehrsseiten.de/m-bahn


Dominic Ponc?

ungelesen,
20.05.2004, 18:38:1120.05.04
an
Thomas Krickstadt <use...@krickstadt.de> wrote in message news:<Xns94ED5E47...@krickstadt.de>...

Ja, das stimmt. Die Schulklassen werden auf dem Bahnhof Innsbrucker
Platz im Umgang mit den Besonderheiten der U-Bahn, z. B. Notrufsäulen
+ F-Automaten + Entwerter, geschult. Bis zum vergangenen Jahr fand
dies auf dem nördlichen Teil des Bahnsteiges der U4 statt. Zu diesem
Zweck stand dort ein eigens präparierter F-Automat, der den
bedienenden Kinder Schüler-Fahrscheine ausgab. Da dort aber jetzt ein
neuer Ausgang eröffnet wurde und ein "ECHTER" F-Automat aufgestellt
werden musste, wanderte der Kinder-F-Automat einfach ins
Zwischengeschoss vor die U10.

Dominic

Thomas Billik

ungelesen,
21.05.2004, 05:20:3521.05.04
an
On Fri, 21 May 2004 00:01:24 +0200, "Marco Miseroni"
<marco.m...@gmx.net> wrote:

>
>> http://bwald.de/13do/1130.jpg
>>
>> Vielleicht kann ja jemand daraus eine Jahreszahl interpolieren.
>
>Aus den Jahren 1984/85 stammen diese Motive.

Das Plakat Obenlinks würde ich auf Frühjahr '84 datieren, denn es
gehörte zur ersten Serie von Werbeplakaten der BVG für die S-Bahn in
WB.

Jürgen Gerhardy

ungelesen,
21.05.2004, 14:57:3721.05.04
an
schönen guten Tag
"Wolfgang Heuser" <Wolfgan...@intersurf.oberberg.de> schrieb im Newsbeitrag news:hf9qa0tjl035m469j...@4ax.com...

> On Thu, 20 May 2004 08:35:08 +0200, "Hoffmann-Vetter, Martin"
> <mart...@web-made.com> wrote:
>
> >War dies wirklich erst 1988? Ich hätte es eher an den Anfang der 80er
> >Jahre einsortiert.
>
> Anfang der 80er kann nicht sein. Die BVG-Plakate dort unten werben
> jedenfalls schon für die S-Bahn. Hier ein passender Ausschnitt:
>
> http://bwald.de/13do/1130.jpg
>
> Vielleicht kann ja jemand daraus eine Jahreszahl interpolieren.
>
ich will auch Detektiv spielen, aber bekomme immer nur Fehler.
Die obige URL lässt sich nicht aufrufen
Stell ich mich blöd an, oder woran liegt es? Zur Herrenpartie war
ich nicht.
Sind die Plakate gemeint auf denen die Berliner Typen abgebildet
sind? Wenn ja, dann sind die von 1987.
> --
> Wolfgang
grübelnd Jürgen


Thomas Krickstadt

ungelesen,
21.05.2004, 15:15:2421.05.04
an
Jürgen Gerhardy:
> Wolfgang Heuser:

>> http://bwald.de/13do/1130.jpg

> Die obige URL lässt sich nicht aufrufen
> Stell ich mich blöd an, oder woran liegt es?

Ich bekomme auch einen Timeout. Vielleicht ist
Wolfgang gerade dabei, die 4 GByte abzulegen und
der Server hat das nicht verkraftet ... :-/

Thomas Krickstadt

ungelesen,
17.05.2004, 06:45:2617.05.04
an
Marco Miseroni:
> Thomas Krickstadt:
>> Morten Skomager:
>>> Thomas Krickstadt:

>> Dann kam dem GröFaZ die Idee mit der gigantischen
>> Prachtstraße, die natürlich auch unterirdisch prachtvoll
>> angebunden werden musste.

> Naja, die Gbi-Planung steht nur im Zusammenhang mit dem
> Anhalter Bahnhof. Auf den Potsdamer hatte das noch keine
> Wirkung.

Sorry, dies war eine Verwechselung meinerseits.

>> Die Ausfädelung sollte niveaufrei geschehen, weshalb alles
>> mittels extremen Steigungen und Brücken ausgeführt wurde
>> (dies kannst Du sogar vom Bahnsteig aus wunderbar sehen).

> Richtung Süden, will ich nur mal betonen um Verwechslungen
> auszuschließen.

In Richtung Norden ist ja auch alles wunderbar gerade
(bis auf den leicht ansteigenden Heuboden). ;-)

>>>> Wir sehen [...] einen Weiterbau des Tunnelstutzens
>>>> um ca. 20 Meter von vor wenigen Jahren, mit dem das
>>>> neu gebaute (wegen einer Leuchtreklame so genannte)
>>>> Verdi-Hochhaus unterquert wurde.

>>> Kannst du beschreiben, wie groß/lang dieser angesetzte
>>> Tunnel ist?

>> Wie geschrieben, der Neubau war etwa 20 schwer zu
>> schätzende Meter lang. Wir haben ihn durch eine Bautür

>> betrachtet, es war etwas dunkel.

>>> In der Literatur ist darüber nichts zu finden.

>> Die brauchen wahrscheinlich noch ein wenig, bis sie
>> diese Baumaßnahme in die Bücher aufnehmen.

Kannst Du etwas zu den Maßen bzw. Bauzeiträumen der
Neubauten/Verlängerungen der Tunnelstutzen schreiben?

Danke und Gruß, Thomas

Wolfgang Heuser

ungelesen,
17.05.2004, 09:40:5617.05.04
an
On Sun, 16 May 2004 22:38:38 +0000 (UTC), Thomas Krickstadt
<use...@krickstadt.de> wrote:

>Hast Du den Plan auf Pixel gebannt?

Nö, aber wir haben ja jetzt allerbeste Kontakte :-)

>PS: Ich hörte von Gordon am Mexikoplatz, dass Dein Bilddaten-
> speicher schlapp gemacht hat. Hast'e noch 'was retten
> können?

Die Platte habe ich gerade ausgebaut. Auffe Arbeit gibt es die
passenden Adapter dafür. Schaumermal =8[

Der Rest der Kiste geht heute an IBM. Der Mensch am Telefon tippte
eher auf Board oder Prozessor, weil die Kiste beim booten (keine
POST-beeps) nur bis zum allerersten IBM-Screen kommt und dann in
Totenstarre verfällt. Netterweise sah er überhaupt kein Problem darin,
das TP ohne Platte einzuschicken - anscheinend haben die mehr Kunden
mit "sensiblen" Daten.

--
Wolfgang

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