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U-Bahn Ansagen

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Michael Busse

unread,
Oct 4, 1999, 3:00:00 AM10/4/99
to
noch einmal zum Thema Ansagen in der U-Bahn:

kürzlich fuhr ich erstmalig seit Umstellung der U7 auf
Fahrerselbstabfertigung auf selbiger Linie. Verblüfft stellte ich fest,
dass hier ein "Zurückbleiben bitte" vom Band kommt. Auf anderen Linien
habe ich das noch nie gehört, fahre allerdings auch fast ausschliesslich
im Kleinprofilnetz und auf der U6. Es ist doch seltsam, dass auf
verschiedenen Linien immer wieder verschiedene Ansageschemata verwendet
werden. Vor Jahren war es üblich auf den Großprofillinien nur "Übergang
zur S-Bahn" zu vermelden, während Kleinprofillinien immer die Vielzahl
der kreuzenden S-Bahnlinien aufzählte, selbst der "X9 zum Flughafen
Tegel" wurde einem in der U2 am Zoo empfohlen. Hat jemand einen
Überblick wie es dazu kommt?


Mathias Hiller

unread,
Oct 5, 1999, 3:00:00 AM10/5/99
to
On Mon, 04 Oct 1999 23:16:58 +0200, Michael Busse
<mbus...@linux.zrz.tu-berlin.de> wrote:

>der kreuzenden S-Bahnlinien aufzählte, selbst der "X9 zum Flughafen
>Tegel" wurde einem in der U2 am Zoo empfohlen.

Wenn Du Dich mit dem Kleinprofil nach Mitte und Prenzlauer Berg
traust, wirst Du auch Straßenbahnen bekommen.

Scheinbar haben verschiedene Linien (ich rechne das Kleinprofil mal
als eine Linie mit *einer Werkstatt*) verschiedene Ansagen.

Oder/und hat das was mit den Eingesetzten Fahrzeugserien zu tun?

Gruß
Mathias m...@snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++

Uwe Sinha

unread,
Oct 5, 1999, 3:00:00 AM10/5/99
to
Tach zussammen!

Mathias Hiller <m...@snafu.de> schrieb:


> On Mon, 04 Oct 1999 23:16:58 +0200, Michael Busse
> <mbus...@linux.zrz.tu-berlin.de> wrote:

[...]


> Scheinbar haben verschiedene Linien (ich rechne das Kleinprofil mal
> als eine Linie mit *einer Werkstatt*) verschiedene Ansagen.

> Oder/und hat das was mit den Eingesetzten Fahrzeugserien zu tun?

IMO nein. Auf der von Michael angesprochenen U7 kommt das "Einsteigen/
Zurückbleiben" auch nicht immer vom Band. Außerdem werden auf der U7
derzeit alle F-Baureihen ab Bj.'84 bunt gemischt eingesetzt. Man könnte
höchstens nochmal auf den Wagen an der Spitze achten...

Vielleicht bekommen auch nur die Fahrer, die sonst besonders schlimm durch
den Lautsprecher brüllen, die Wagen mit Bandansage... ;-)

Griettinckx, Uwe
--
"Der Automat ist nur in der Lage, einen Kaufvorgang korrekt abzuwickeln,
wenn der Kunde dem Automaten entsprechend seinen technischen Möglichkeiten
die richtigen Signale gibt." (BVG Plus, Februar 1999)
-----------> Uwe Sinha oder auch: <uwes...@cs.tu-berlin.de> <------------

Kilian Dertinger

unread,
Oct 5, 1999, 3:00:00 AM10/5/99
to
Mathias Hiller <m...@snafu.de> schrieb

> On Mon, 04 Oct 1999 23:16:58 +0200, Michael Busse
> <mbus...@linux.zrz.tu-berlin.de> wrote:
>

> >der kreuzenden S-Bahnlinien aufzählte, selbst der "X9 zum Flughafen
> >Tegel" wurde einem in der U2 am Zoo empfohlen.
>
> Wenn Du Dich mit dem Kleinprofil nach Mitte und Prenzlauer Berg
> traust, wirst Du auch Straßenbahnen bekommen.

Im Großprofil inzwischen auch. Eigentlich sind die Ansagen inzwischen
relativ einheitlich, auch die Ansage der Aussteigeseite ist jetzt überall
gleich (in Klein- und Großprofil nur bei "Ausstieg rechts", vorher:
Kleinprofil immer, Großprofil nie) und die Aufzählung der einzelnen
S-Bahn-Linien im Kleinprofil ist auch entfallen. Nur der Gong ist anders:
Kleinprofil "gong", Großprofil "dingdong".

Ich vermute (befürchte), dass das "Zurückbleiben bitte" überall nachgerüstet
wird, denn die Regelung, dass die Fahrer bei Selbstabfertigung vor dem
Türenschließen "Zurückbleiben bitte" sagen müssen, scheint mir relativ neu
zu sein. (Seit ca. drei Wochen machen es alle, vorher war es nur sehr selten
zu hören.) Ich denke, dass man einfach bei den F-Drehstromzügen mit dem
Einspielen der Ansage begonnen hat und die anderen folgen. (Demnächst: "Zug
nach xy", "einsteigen bitte", "zurückbleiben bitte", "Herzlich willkommen in
dieser U-Bahn", "die BVG wünscht Ihnen eine angenehme Fahrt", "diese
U-Bahn-Fahrt wird Ihnen präsentiert von xy", "Bitte fahren Sie doch bald
wieder U-Bahn", "Vorsicht beim Aussteigen"....)

> Scheinbar haben verschiedene Linien (ich rechne das Kleinprofil mal
> als eine Linie mit *einer Werkstatt*) verschiedene Ansagen.

Nicht mehr.


PS: Dies ist der erste Thread seit langem in dieser Gruppe, der nicht schon
nach dem zweiten Posting in eine ideologisch verbohrte verkehrspolitische
Grundsatzdebatte abgleitet. Ich hoffe, das bleibt auch so, dann wird diese
Gruppe vielleicht wieder etwas lesenswerter.

Gruß
Kilian

Andreas Boerner

unread,
Oct 5, 1999, 3:00:00 AM10/5/99
to
Michael Busse schrieb unter anderem folgendes zum Thema
"U-Bahn Ansagen":

> kuerzlich fuhr ich erstmalig seit Umstellung der U7 auf
> Fahrerselbstabfertigung auf selbiger Linie. Verbluefft stellte ich fest,
> dass hier ein "Zurueckbleiben bitte" vom Band kommt. Auf anderen Linien
> habe ich das noch nie gehoert, fahre allerdings auch fast ausschliesslich


> im Kleinprofilnetz und auf der U6. Es ist doch seltsam, dass auf
> verschiedenen Linien immer wieder verschiedene Ansageschemata verwendet

> werden. Vor Jahren war es ueblich auf den Grossprofillinien nur "Uebergang
> zur S-Bahn" zu vermelden, waehrend Kleinprofillinien immer die Vielzahl
> der kreuzenden S-Bahnlinien aufzaehlte, selbst der "X9 zum Flughafen
> Tegel" wurde einem in der U2 am Zoo empfohlen. Hat jemand einen
> Ueberblick wie es dazu kommt?

Ich denke mal, wie auch die restlichen Komponenten des Berliner
U-Bahn-Systems stetiger Weiterentwicklung unterliegen, so werden auch
die Ansage- und Abfertigungssysteme weiterentwickelt. Es besteht
meiner Meinung nach gerade bei solchen weniger betriebsrelevanten
Systemen keine Notwendigkeit, Weiterentwicklungen zu einem bestimmten
Termin flaechendeckend einzufuehren. Das wuerde zudem unnoetig Geld
kosten.

Und: Die arme Sprecherin kann letztendlich auch nur eine
Streckenansage nach der anderen produzieren. :-)

Andreas

Jan Borchers

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Kilian Dertinger schrieb:

>
> Ich vermute (befürchte), dass das "Zurückbleiben bitte" überall nachgerüstet
> wird, denn die Regelung, dass die Fahrer bei Selbstabfertigung vor dem
> Türenschließen "Zurückbleiben bitte" sagen müssen, scheint mir relativ neu
> zu sein. (Seit ca. drei Wochen machen es alle, vorher war es nur sehr selten
> zu hören.)

Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von

a) Türwarnton
b) Türwarnleuchten

kein "zurückbleiben bitte" vor.

Diese Vorschrift wurde in Berlin konsequent genutzt. Für den Fahrgast
halte ich dies für nicht optimal. Die Gründe dafür liegen in meiner
eigenen Tätigkeit, wo der Verzicht auf den Warnruf im Zweifel ein wahres
Erdbeben hervorruft.

Hier wird seitens des Betriebes der Warnruf als juristisch erheblich
verstanden, er wirkt auf den Fahrgast noch vor dem eigentlichen
Türschließvorgang.

Leider hat in Hamburg die S-Bahn vor, bei Einführung der
Selbstabfertigung im kommenden Jahr ebenfalls auf den Warnruf zu
verzichten.

Viele Grüße

Jan Borchers

Robert Weemeyer

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Kilian Dertinger schrieb:

> "Zug nach xy"

Bin ich eigentlich der einzige, der den Eindruck hat, dass
Ansagen wie "Zug nach Krumme Lanke" nicht ganz der deutschen
Grammatik entsprechen?

Robert Weemeyer, Berlin

Dirk Siebert

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to

> Bin ich eigentlich der einzige, der den Eindruck hat, dass
> Ansagen wie "Zug nach Krumme Lanke" nicht ganz der deutschen
> Grammatik entsprechen?

Wenn man die Krumme Lanke als Gewaesser meint, waere "Zug zur Krummen
Lanke" richtiger. Wenn man das Fahrtziel als abstrakten Punkt im
Liniennetz betrachtet und diesen ueber einen Stationsnamen
identifiziert, der aus naheliegenden Gruenden einem Namen der Umgebung
der Station gleichgesetzt wird, ist man in der Wahl der Praeposition
freier und kann durchaus "nach Krumme Lanke" formulieren.

Dirk.

--
-------------------------------------------------
Dirk Siebert
Freie Universitaet Berlin
Univ. Klinikum Benjamin Franklin - WE12
Abteilung medizinische Informatik
Hindenburgdamm 30
D-12200 Berlin
Tel: +49 30 8445 4507
Fax: +49 30 8445 4510
-------------------------------------------------

Kai Thiessenhusen

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Robert Weemeyer (robert....@gmx.de) wrote:

: > "Zug nach xy"

: Bin ich eigentlich der einzige, der den Eindruck hat, dass


: Ansagen wie "Zug nach Krumme Lanke" nicht ganz der deutschen
: Grammatik entsprechen?

Nein, andere haben auch diesen Eindruck, wie ich einer Diskussion
vor einiger Zeit hier oder in d.e.b.s. oder d.e.s.d entnahm.

Trotzdem halte ich es fuer korrekt, sowohl bei Zugzielangaben
die Praeposition "nach" zu gebrauchen, als auch den Namen des
Zielbahnhofes nicht zu deklinieren.

-kut

Michael Busse

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Robert Weemeyer schrieb:

> Bin ich eigentlich der einzige, der den Eindruck hat, dass
> Ansagen wie "Zug nach Krumme Lanke" nicht ganz der deutschen
> Grammatik entsprechen?

:-) Auf keinen Fall. Ein in Berlin lebender Freund von mir, der Pole
ist, fragte mich schon vor Jahren, ob "Nach Osloer Straße zurückbleiben"
nicht grammatikalisch falsch sei. Der arme Kerl, lernt mit grossem
Aufwand deutsch und wird von der BVG und vom "Tagesspiegel" (wegen der
vielen Fehler) permanent verwirrt.

Ich fänd es obendrein auch gar nicht schlecht, wenn statt des "Zug nach
xy" die Ansage "U1 nach xy" oder "U8 nach xy" also mit Linienangabe
versehen werden würde.


Kilian Dertinger

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Jan Borchers <Jan.Bo...@t-online.de> schrieb

> Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von
>
> a) Türwarnton
> b) Türwarnleuchten
>
> kein "zurückbleiben bitte" vor.
>
> Diese Vorschrift wurde in Berlin konsequent genutzt. Für den Fahrgast
> halte ich dies für nicht optimal. Die Gründe dafür liegen in meiner
> eigenen Tätigkeit, wo der Verzicht auf den Warnruf im Zweifel ein wahres
> Erdbeben hervorruft.

Ich halte einen international verständlichen Warnton für sehr viel
wirkungsvoller als einen sprachlichen Hinweis und damit auch absolut
ausreichend.

> Hier wird seitens des Betriebes der Warnruf als juristisch erheblich
> verstanden, er wirkt auf den Fahrgast noch vor dem eigentlichen
> Türschließvorgang.

Tut der Warnton das nicht? Voraussetzung ist natürlich, das der Warnton
lange genug vor dem Schließen der Türen einsetzt, was in Berlin leider nicht
immer der Fall ist. Was sagt die BOStrab dazu? Ist da eine Zeitspanne
vorgegeben?

Nach meiner Beobachtung führt das "zurückbleiben bitte" (eher als ein
Warnton, bei dem man weiß, dass sich die Türen nun wirklich unweigerlich
schließen, falls der Fahrer nicht eingreift) dazu, dass noch auf dem
Bahnsteig stehende/gehende Fahrgäste noch schnell in den Zug springen.
Insofern sollte man es vielleicht lieber durch "einsteigen bitte" ersetzen,
das dann aber auch wirklich als letzte Aufforderung zum Einsteigen
verstanden werden sollte.

Gruß
Kilian

Jan Borchers

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Kilian Dertinger schrieb:

>
> Ich halte einen international verständlichen Warnton für sehr viel
> wirkungsvoller als einen sprachlichen Hinweis und damit auch absolut
> ausreichend.

Ich würde mir niemals als Gast in einem fremden Land anmaßen, einen
Anspruch auf einen für mich persönlich verständlichen Warnruf zu
stellen!

> > Hier wird seitens des Betriebes der Warnruf als juristisch erheblich
> > verstanden, er wirkt auf den Fahrgast noch vor dem eigentlichen
> > Türschließvorgang.
>
> Tut der Warnton das nicht? Voraussetzung ist natürlich, das der Warnton
> lange genug vor dem Schließen der Türen einsetzt, was in Berlin leider nicht
> immer der Fall ist. Was sagt die BOStrab dazu? Ist da eine Zeitspanne
> vorgegeben?

Doch er ertönt ausreichend im Reaktionszeitraum des Menschen. Fragt sich
bloß nach der Akzeptanz des Menschen. Muß ich mich mit dem Menschen
auseinandersetzen, was hin und wieder mal vorkommt, dann reicht durchaus
der geschickte Einwurf des Warnhinweises. Räumt er ein, diesen *gehört*
zu haben, kann er mich anschließend am A.... lecken.

Dann nämlich steht auch der Betrieb hinter mir.



> Nach meiner Beobachtung führt das "zurückbleiben bitte" (eher als ein
> Warnton, bei dem man weiß, dass sich die Türen nun wirklich unweigerlich
> schließen, falls der Fahrer nicht eingreift) dazu, dass noch auf dem
> Bahnsteig stehende/gehende Fahrgäste noch schnell in den Zug springen.
> Insofern sollte man es vielleicht lieber durch "einsteigen bitte" ersetzen,
> das dann aber auch wirklich als letzte Aufforderung zum Einsteigen
> verstanden werden sollte.

Daß Fahrgäste den Warnruf eher als Aufforderung einzusteigen verstehen,
ist einzig und allein deren Problem. Ich habe ausschließlich bei
Standzeiten über 1 Minute bzw. an Einsetzhaltestellen zum Einsteigen
aufzufordern.

Viele Grüße

Jan Borchers

Robert Weemeyer

unread,
Oct 6, 1999, 3:00:00 AM10/6/99
to
Kai Thiessenhusen schrieb:

> Robert Weemeyer (robert....@gmx.de) wrote:
>
> : Bin ich eigentlich der einzige, der den Eindruck hat, dass


> : Ansagen wie "Zug nach Krumme Lanke" nicht ganz der deutschen
> : Grammatik entsprechen?
>

> [...] halte ich es fuer korrekt, sowohl bei Zugzielangaben

> die Praeposition "nach" zu gebrauchen, als auch den Namen des
> Zielbahnhofes nicht zu deklinieren.

Es kommt trotzdem komisch vor, ebenso wie die in Köln übliche
Grammatik: "Erst kaufen wir in der Breite Straße ein, und dann
gehen wir zum Alter Markt." (Ungelogen! Wirklich üblich!)

Robert Weemeyer, Berlin

Robert Weemeyer

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Jan Borchers schrieb:

> Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von
>
> a) Türwarnton
> b) Türwarnleuchten
>
> kein "zurückbleiben bitte" vor.

In Bonn gibt es in den Strassenbahnen und Stadtbahnen weder
Warnton und Warnleuchten noch Warnrufe. Fuer welche Faelle
soll das vorgeschrieben sein?

Robert Weemeyer

Dieter Bruegmann

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Zu Kilian Dertinger vom Wed, 6 Oct 1999 21:31:15 +0200:

>Insofern sollte man es vielleicht lieber durch "einsteigen bitte" ersetzen,
>das dann aber auch wirklich als letzte Aufforderung zum Einsteigen
>verstanden werden sollte.

<flughafenstimme>
Letzter Aufruf für alle noch nicht zugestiegenen Passagiere: Ihr Zug
ist jetzt abfahrbereit!
Last call for all not yet entered passengers...
</flughafenstimme>

Dieter ;-)
--
Dieter Brügmann, Berlin -> http://www.snafu.de/~dbrueg/
WIRF NUR MIT DRECK, ES BLEIBT WAS KLEBEN.
(Disclaimer: http://www.snafu.de/~dbrueg/disclaimer.html)

Dieter Bruegmann

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to

Jan Borchers

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Robert Weemeyer schrieb:

<KOPFRAUSSTRECK>
Für U-Bahnbetriebe.
</KOPFEINZIEH>

Viele Grüße

Jan Borchers

Christian Gruber

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Michael Busse wrote:

> kürzlich fuhr ich erstmalig seit Umstellung der U7 auf
> Fahrerselbstabfertigung auf selbiger Linie. Verblüfft stellte ich fest,
> dass hier ein "Zurückbleiben bitte" vom Band kommt.

Ich dachte, laut Vorschrift muesste es "Bitte zurueckbleiben" heissen?

chg

Kilian Dertinger

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Christian Gruber <chg0...@linux.zrz.TU-Berlin.DE> schrieb

Das ist in München so.

Gruß
Kilian

Kilian Dertinger

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Jan Borchers <Jan.Bo...@t-online.de> schrieb

> Kilian Dertinger schrieb:
> >
> > Ich halte einen international verständlichen Warnton für sehr viel
> > wirkungsvoller als einen sprachlichen Hinweis und damit auch absolut
> > ausreichend.
>
> Ich würde mir niemals als Gast in einem fremden Land anmaßen, einen
> Anspruch auf einen für mich persönlich verständlichen Warnruf zu
> stellen!

Ich denke schon, dass in einer Metropole wie Berlin die (gefahrlose)
Nutzung der U-Bahn auch ohne Deutschkenntnisse möglich sein sollte. Und dazu
gehört die eindeutige Unterscheidbarkeit zwischen z.B. einer Ansage des
Bahnhofsnamens und der Warnung, dass ich die Tür in die Rippen kriege, wenn
ich jetzt noch einsteige. Wobei diese Unterscheidung auch mit perfekten
Deutschkenntnissen schwierig sein kann, wenn der Fahrer statt verständlicher
Worte nur irgendwelche Laute ins Mikrofon grunzt (Ist nicht persönlich
gemeint, Jan, Du machst das sicher besser ;-)

Gruß
Kilian

Christian Gruber

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Jan Borchers wrote:

> > Ich halte einen international verständlichen Warnton für sehr viel
> > wirkungsvoller als einen sprachlichen Hinweis und damit auch absolut
> > ausreichend.
>
> Ich würde mir niemals als Gast in einem fremden Land anmaßen, einen
> Anspruch auf einen für mich persönlich verständlichen Warnruf zu
> stellen!

Eine Warnung, der nicht fuer alle verstaendlich ist (auch fuer Blinde
und Taube), verfehlt ihren Zweck.

Man kann nicht von jemandem erwarten, dass er auf einen Warnruf
reagiert, den er nicht verstehen kann. Ich war mal ein Prag. Dort wird
ein ziemlich langer Spruch aufgesagt, bevor die Tueren schliessen*.
Leider verstehe ich kein Tschechisch. Als ich das erste mal U-Bahn fuhr
und diesen Spruch hoerte, dachte ich allein von der Laenge des Spruchs
her, dass es sich um irgendwas anderes handeln muesse, als um eine
Tuerschliessankuendigung. Erst als mir nach einigen Stationen auffiel,
dass es immer der gleiche Spruch ist, kam ich darauf.

Natuerlich kann man nicht erwarten, dass in fuenf Sprachen
"zurueckbleiben" gesagt wird. Auf einem Vorfahrtschild steht ja auch
nicht in fuenf Sprachen "Vorfahrt". Stattdessen einigt man sich auf ein
Zeichen, das unabhaengig von der Sprache fuer jeden Menschen
verstaendlich ist.

> > Nach meiner Beobachtung führt das "zurückbleiben bitte" (eher als ein
> > Warnton, bei dem man weiß, dass sich die Türen nun wirklich unweigerlich
> > schließen, falls der Fahrer nicht eingreift) dazu, dass noch auf dem
> > Bahnsteig stehende/gehende Fahrgäste noch schnell in den Zug springen.

Bei mir ist das eher umgekehrt: Da der Warnton einem festen Programm
unterliegt, kann ich bei einem Warnton mit Warnlicht viel besser
abschaetzen wie lange es bis zum Tuerenschliessen tatsaechlich noch
dauert.

chg

*Leider habe ich ihn nicht mehr im Kopf, obwohl er sehr schoen klang.
Kennt vielleicht jemand den Wortlaut, auf Tschechisch und mit deutscher
Uebersetzung?

Leon Feuerlein

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Dirk Siebert <sie...@ukbf.fu-berlin.de> wrote:

>> Bin ich eigentlich der einzige, der den Eindruck hat, dass
>> Ansagen wie "Zug nach Krumme Lanke" nicht ganz der deutschen
>> Grammatik entsprechen?
>

>Wenn man die Krumme Lanke als Gewaesser meint, waere "Zug zur Krummen
>Lanke" richtiger. Wenn man das Fahrtziel als abstrakten Punkt im
>Liniennetz betrachtet und diesen ueber einen Stationsnamen
>identifiziert, der aus naheliegenden Gruenden einem Namen der Umgebung
>der Station gleichgesetzt wird, ist man in der Wahl der Praeposition
>freier und kann durchaus "nach Krumme Lanke" formulieren.

Schließlich heisst es ja auch: "Zug nach Düsseldorf" und nicht
"Zug zum Düsseldorf"! ;-)

Gruß
Leon

Edmund Lauterbach

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to

Robert Weemeyer wrote:
>
> Jan Borchers schrieb:
>
> > Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von
> >
> > a) Türwarnton
> > b) Türwarnleuchten
> >
> > kein "zurückbleiben bitte" vor.
>
> In Bonn gibt es in den Strassenbahnen und Stadtbahnen weder
> Warnton und Warnleuchten noch Warnrufe. Fuer welche Faelle
> soll das vorgeschrieben sein?

Die Stadtbahnen haben normalerweise Automatiktueren, die mit viel
Sensorik ausgestattet sind, und nicht schließen können, falls jemand in
der Tür steckt. Das führt bei viel Andrang und vielen Türen zu langen
Standzeiten an der Haltstelle. Der Fahrzeugführer kann keine
"Zwangsschließung" veranlassen.

Bei Systemen wie München oder Berlin schließt der Fahrzeugführer alles
Türen auf einen Schlag. Damit kann er auch losfahren, wenn eigentlich
noch Leute zusteigen wollen (eine solche Situation kann durchaus
gerechtfertigt sein und die Aufenthaltszeit am Bahnsteig verkürzt). Dann
müssen die Leute aber durch Ansage, oder Warnton / Warnleuchten
vorgewarnt werden. Und damit dass auch beachtet wird, schließen die
Türen meist so hart, dass man es sich merkt, wenn man eingeklemmt wird.

Auch diese Türen haben Sensorik, aber nur um dem Fahrzeugführer ein
nicht ordnungsgemäßes Schließen anzuzeigen. Eine optische Kontrolle,
dass niemand eingeklemmt ist, sollte aber trotzdem erfolgen.

Wenn Türen nicht automatisch schließen, kann dass besonders im Winter an
Endstationen mit laengerem Halt unangehm sein. Beim ET420 (S-Bahn) haben
die neueren Typen wenigsten einen Knopf, so dass die Tür duch Fahrgäste
geschlossen werden kann. Die Münchner U-Bahn hat äußerst unangenehme
Erfahrung mit dem oberirdischen Endpunkt in Garching-Hochbrück gemacht.
Die Wagen kühlten so aus und sind (weil hauptsächlich im Tunnel
verkehrend) so schlecht beheizt, dass sie sich bis in die Innenstadt
nicht mehr richtig erwärmten. Einzige (und praktizierte) Lösung ist
teilweise mehrmalige Schliessen der Türen duch den Fahrzeugführer
während der Standzeit. Gibt es sowas woanders auch?

Jan hatte halt richtig erkannt, dass auch er in einem BOStrabfahrzeug
sitzt, war aber gegenüber den anderen Varianten dieser Fahrzeuge etwas
ignorant.

Grüße

Edmund

crosspost nach debs


-- mailto:e.laut...@gmx.de
-- http://www.fortunecity.de/anlagen/ruhe/99/

Klaus Didrich

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Christian Gruber <chg0...@linux.zrz.TU-Berlin.DE> writes:

> Man kann nicht von jemandem erwarten, dass er auf einen Warnruf
> reagiert, den er nicht verstehen kann. Ich war mal ein Prag. Dort wird
> ein ziemlich langer Spruch aufgesagt, bevor die Tueren schliessen*.
> Leider verstehe ich kein Tschechisch.

> *Leider habe ich ihn nicht mehr im Kopf, obwohl er sehr schoen klang.


> Kennt vielleicht jemand den Wortlaut, auf Tschechisch und mit deutscher
> Uebersetzung?

Ich empfehle den Kauderwelsch Band 32 "Tschechisch für Globetrotter". Da
steht's drin und deswegen (und weil mir der Satz an jeder Haltestelle
vorgesagt wurde) ist das auch der einzige tschechische Satz, den
ich noch kann:

Ukon^cete výstup a nástup, dve^re se zavírají
Beenden(-Sie) Ausstieg und Einstieg, (die) Türen sich schließen

[^c und ^r sollen c bzw. r mit Ha^cek darstellen]
Aussprache: wie man's schreibt, ^c=tsch, ^r= r und sch gleichzeitig,
z = stimmhaftes s, Akzente kennzeichnen lange Vokale

Ich hatte allerdings den Eindruck, daß seit meinem ersten Besuch noch ein
"prosím" (=bitte) dazwischen geraten ist. Aber beim letzten Mal habe ich die
Metro nicht so oft benutzt, da konnte ich nicht so genau zuhören.


MfG
Klaus

--
Klaus Didrich _/\/\__/\/\________/\/\_
k...@cs.tu-berlin.de _/\/\/\/\______/\/\/\/\_
http://uebb.cs.tu-berlin.de/~kd _/\/\/\/\____/\/\__/\/\_
_______________________________________________/\/\__/\/\____/\/\/\/\_

Jan Borchers

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Edmund Lauterbauch schrieb:

> Auch diese Türen haben Sensorik, aber nur um dem Fahrzeugführer ein
> nicht ordnungsgemäßes Schließen anzuzeigen. Eine optische Kontrolle,
> dass niemand eingeklemmt ist, sollte aber trotzdem erfolgen.

Türstellungskontrolle, seitens BOStrab inzwischen vorgeschrieben.

Hamburg hat via Ausnahmegenehmigung keine Anfahrsperre.

Reversiereinrichtung noch nicht, wird in den nächsten Jahren in Hamburg
bei den DT4.1 und .2 nachgerüstet, vmtl. gleichzeitig mit
Türwarnleuchten.

> Die Münchner U-Bahn hat äußerst unangenehme
> Erfahrung mit dem oberirdischen Endpunkt in Garching-Hochbrück gemacht.
> Die Wagen kühlten so aus und sind (weil hauptsächlich im Tunnel
> verkehrend) so schlecht beheizt, dass sie sich bis in die Innenstadt
> nicht mehr richtig erwärmten. Einzige (und praktizierte) Lösung ist
> teilweise mehrmalige Schliessen der Türen duch den Fahrzeugführer
> während der Standzeit. Gibt es sowas woanders auch?

In Großhansdorf hatten wir diese Erlaubnis zu Zeiten der
örtlichen/zentralen Abfertigung, die Türen währned des überliegens
selbst zu schließen. Inzwischen gibt es keine Vorgaben mehr, aber
während kalter Zeiten gibt es durchaus mitfühlende Zugfahrer(Nicht alle,
da die Fahrerraumheizung ein eigener Stromkreis ist).

> Jan hatte halt richtig erkannt, dass auch er in einem BOStrabfahrzeug
> sitzt, war aber gegenüber den anderen Varianten dieser Fahrzeuge etwas
> ignorant.

Nein, ich bin nicht ignorant, dagegen wehre ich mich heftig. Ich bin nur
Purist. Und von dieser Haltung weiche ich keinen Centimeter. Im übrigen
sprach ich ausschließlich vom "Warnruf". Und diesen maße ich mir nicht
an, international haben zu wollen. Turwarntöne sind ein sehr sinnvolles
Hilfsmittel. Bitte lest meine Postings doch bitte genau. Danke.

Viele Grüße

Jan Borchers

> crosspost nach debs

aufgrund t-online-Eigenarten zwangsweise ignoriert...

Kai-Uwe Thiessenhusen

unread,
Oct 7, 1999, 3:00:00 AM10/7/99
to
Klaus Didrich <k...@cs.tu-berlin.de> wrote:

: Ukon^cete výstup a nástup, dve^re se zavírají


: Beenden(-Sie) Ausstieg und Einstieg, (die) Türen sich schließen

: Ich hatte allerdings den Eindruck, daß seit meinem ersten Besuch noch ein


: "prosím" (=bitte) dazwischen geraten ist.

Korrekt.
Prag ist wie Berlin: Nun nur noch mit "Bitte".

Wobei mich dort das "prosim" fast stört, es bringt den
herrlichen Rhthmus des Satzes auseinander ;-).

-kut

Edmund Lauterbach

unread,
Oct 8, 1999, 3:00:00 AM10/8/99
to
In article <37FD1447...@t-online.de>,
Jan Borchers <Jan.Bo...@t-online.de> wrote:
> Edmund Lauterbauch schrieb:


> Nein, ich bin nicht ignorant, dagegen wehre ich mich heftig. Ich bin
nur

Sorry, sollte kein persoenlicher Angriff sein. Haette vielleicht ein ;-)
setzen sollen.

> Purist. Und von dieser Haltung weiche ich keinen Centimeter. Im
übrigen
> sprach ich ausschließlich vom "Warnruf". Und diesen maße ich mir nicht
> an, international haben zu wollen. Turwarntöne sind ein sehr
sinnvolles
> Hilfsmittel. Bitte lest meine Postings doch bitte genau. Danke.

Ohne Zweifel. Wenn es vernuenftig gemacht wird. Und nicht so wie bei der
DB, die einige ET420 so nachruestete, dass es an allen Tueren (auch an
den sowieso geschlossenen) graeusslich pfiff. Die Leute fuehlten sich
genervt und so blieb es in M im Wesentlichen beim "Zurueckbleiben
bitte".

Und dein Posting habe ich schon genau gelesen:


> > Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von
> > a) Türwarnton
> > b) Türwarnleuchten
> > kein "zurückbleiben bitte" vor.

Du haettest halt schreiben sollen "schreibt bei U-Bahn-Fahrzeugen (was
auch immer das ist) ...", da die BOStrab ja auch fuer andere gilt, fuer
die sie weder noch vorschreibt (gebe zu, dass ist jetzt auch etwas
puristisch). Die genaue Definition fuer welche Art von
Tuermechaniken/Tuerschliessprozeduren Warnlicht/ton/ruf vorgeschrieben
ist, lautet sicher noch etwas anders.


> > crosspost nach debs
> aufgrund t-online-Eigenarten zwangsweise ignoriert...

Darueber habe ich mit den Telekomikern auch schon gestritten (die wissen
immer alles besser als ihre Kunden). Kann man loesen, schau z.B. mal auf
http://news.cis.dfn.de/


So long,

Edmund

--


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Before you buy.

Peter Klinke

unread,
Oct 8, 1999, 3:00:00 AM10/8/99
to
Edmund Lauterbach schrieb:

> Auch diese Türen haben Sensorik, aber nur um dem Fahrzeugführer ein
> nicht ordnungsgemäßes Schließen anzuzeigen. Eine optische Kontrolle,
> dass niemand eingeklemmt ist, sollte aber trotzdem erfolgen.

Wenn die Tueren nicht zu sind, kann er aber auch nicht abfahren, weil
er von der Steurerung keine Freigabe bekommt.

Gruss, Peter

--
peter klinke / pkl...@econ2.uni-bonn.de zzz. |\ _,,,---,,_
universitaet bonn / wirtschaftstheorie II /,`.-'`' -. ;-;;,_.
adenauerallee 24-42 / d-53113 bonn / germany |,4- ) )-,_. ,\ ( `'-'
tel: +49-228-73-7974 / fax: +49-228-73-7940 '---''(_/--' `-'\_)
========================================================================

Edmund Lauterbach

unread,
Oct 8, 1999, 3:00:00 AM10/8/99
to
In article <37FD8FA3...@econ2.uni-bonn.de>,

Peter Klinke <pkl...@econ2.uni-bonn.de> wrote:
> Edmund Lauterbach schrieb:
>
> > Auch diese T=FCren haben Sensorik, aber nur um dem Fahrzeugf=FChrer
ein=
>
> > nicht ordnungsgem=E4=DFes Schlie=DFen anzuzeigen. Eine optische
Kontrol=

> le,
> > dass niemand eingeklemmt ist, sollte aber trotzdem erfolgen.
>
> Wenn die Tueren nicht zu sind, kann er aber auch nicht abfahren, weil
> er von der Steurerung keine Freigabe bekommt.
>
Meiner Beobachtung nach, lassen sich Muenchner U-Bahn-Zuege von einem
eigeklemmten Arm oder einer eingeklemmten Tasche nicht unbedingt am
Abfahren hindern. Ist wohl eine Frage der Einstellung und der Dicke der
Gummilippe. Wenn die Tuer trotz eingeklemmten Hinderniss verriegeln
kann, gibt die Sensorik wohl die Abfahrt frei.


Gruesse,

Mathias Hiller

unread,
Oct 8, 1999, 3:00:00 AM10/8/99
to
On Thu, 07 Oct 1999 19:09:40 +0100, Leon Feuerlein
<le...@pc.mdlink.de> wrote:

>Schließlich heisst es ja auch: "Zug nach Düsseldorf" und nicht
>"Zug zum Düsseldorf"! ;-)

? "ins Düsseldorf" ?

... oder man findet beim Blättern in alten Schriften "Zum Zuge nach
dem Ostbahnhofe" oder so ähnlich.

Gruß
Mathias m...@snafu.de http://www.snafu.de/~mat/
+++ Disclaimer: My opinions are my own +++ and mine only +++

Jan Borchers

unread,
Oct 8, 1999, 3:00:00 AM10/8/99
to
Edmund Lauterbach schrieb:

>
> Ohne Zweifel. Wenn es vernuenftig gemacht wird. Und nicht so wie bei der
> DB, die einige ET420 so nachruestete, dass es an allen Tueren (auch an
> den sowieso geschlossenen) graeusslich pfiff. Die Leute fuehlten sich
> genervt und so blieb es in M im Wesentlichen beim "Zurueckbleiben
> bitte".

Bei den 472/473 in Hamburg gibt es etliche die piebsen, wenn sie
schließen. Kann man gleich vergessen. Sind aber nur ein Teil falsch
eingestellt.

> Und dein Posting habe ich schon genau gelesen:
> > > Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von
> > > a) Türwarnton
> > > b) Türwarnleuchten
> > > kein "zurückbleiben bitte" vor.
>
> Du haettest halt schreiben sollen "schreibt bei U-Bahn-Fahrzeugen (was
> auch immer das ist) ...", da die BOStrab ja auch fuer andere gilt, fuer
> die sie weder noch vorschreibt (gebe zu, dass ist jetzt auch etwas
> puristisch). Die genaue Definition fuer welche Art von
> Tuermechaniken/Tuerschliessprozeduren Warnlicht/ton/ruf vorgeschrieben
> ist, lautet sicher noch etwas anders.

Vermutlich wird in der BOStrab dieser Absatz mit dem Hinweis "bei
Zentralverschluß" stehen. Kenne ihn nicht, habe aber eine
"schachmatt-Aktion" gegen unsere Fahrlehrer miterlebt. Die bestanden auf
der Bedeutung des Warnrufes, der nie weggelassen werden dürfte.

Erst als die Kollegen dies abstritten und für den DT4.3 als verzichtbar
ansahen, zog sich der Fahrlehrer leicht wütend zurück und kam
zerknirscht wieder... ;-))

Soviel zu dieser Diskussion, die ich vielleicht etwas vom urspünglichen
Kern abgelenkt habe, aber vielleicht ein wenig geholfen diese Thematik
zu beleuchten.

(und nebenbei ein neues U-Bahnkriterium gefunden habe. Sagen die
Frankfurter auf ihrer "U-Bahn" zurückbleiben, bitte?)

<*renn schnell weg*>

Jan Borchers



> > > crosspost nach debs
> > aufgrund t-online-Eigenarten zwangsweise ignoriert...
> Darueber habe ich mit den Telekomikern auch schon gestritten (die wissen
> immer alles besser als ihre Kunden). Kann man loesen, schau z.B. mal auf
> http://news.cis.dfn.de/
>
> So long,
>

Matthias Doerfler

unread,
Oct 9, 1999, 3:00:00 AM10/9/99
to
Am Thu, 07 Oct 1999 11:06:44 +0100 schrieb Jan Borchers:

> Robert Weemeyer schrieb:
> > Jan Borchers schrieb:

> > > Die BOStrab schreibt bei Vorhandensein von


> > > a) Türwarnton
> > > b) Türwarnleuchten
> > > kein "zurückbleiben bitte" vor.

> > In Bonn gibt es in den Strassenbahnen und Stadtbahnen weder


> > Warnton und Warnleuchten noch Warnrufe. Fuer welche Faelle
> > soll das vorgeschrieben sein?

> Für U-Bahnbetriebe.

Ich glaube, Robert hat die selbe BOStrab wie ich. Ich kann eine
ensprechende Vorschrift nicht finden; auch nicht für U-Bahnen. Wo also
bitte?

mfg Matthias Dörfler

Florian Kuehnert

unread,
Oct 9, 1999, 3:00:00 AM10/9/99
to
Klaus Didrich schrieb/wrote/écrivait:

>Ukon^cete výstup a nástup, dve^re se zavírají
>Beenden(-Sie) Ausstieg und Einstieg, (die) Türen sich schließen

Ah, ich erinnere mich. Irgendwann konnte ich dann den Spruch fast
mitsprechen, ohne zu verstehen ("výstup a nástup" mal ausgenommen), was
er bedeutet. ;-)

>[^c und ^r sollen c bzw. r mit Ha^cek darstellen]
>Aussprache: wie man's schreibt, ^c=tsch, ^r= r und sch gleichzeitig,
> z = stimmhaftes s, Akzente kennzeichnen lange Vokale

das ^r ist eher ein (Zungen-)r mit ^z (wie das j in Journal).

>Ich hatte allerdings den Eindruck, daß seit meinem ersten Besuch noch ein

>"prosím" (=bitte) dazwischen geraten ist. Aber beim letzten Mal habe ich die
>Metro nicht so oft benutzt, da konnte ich nicht so genau zuhören.

Also vor zwei-drei Jahren gab's da noch kein "prosím".

Flo "^cerné pivo" rian
--
A nyolc meg a tizenhárom, lökni fogjug mi mindenáron!

Message has been deleted

Kilian Dertinger

unread,
Oct 11, 1999, 3:00:00 AM10/11/99
to
Wolfgang Schwanke <wo...@berlin.snafu.de> schrieb

> Fuer London gibt es Websites, die die ganzen Tonbandansagen in der
> U-Bahn abrufbar haben, sortiert nach Sprecher und Linie und und.

Hast Du die Adresse einer solchen Website?

Gruß
Kilian


Mathias Hiller

unread,
Oct 12, 1999, 3:00:00 AM10/12/99
to
On 12 Oct 1999 11:06:31 GMT, wo...@berlin.snafu.de (Wolfgang Schwanke)
wrote:

>wolfgang (stolzer Traeger eines "Mind the Gap"-Shirts :))

Du Glücklicher! Meine "Mind the Gap"-Kaffeetasse wurde mir auf Arbeit
nach 2 Wochen geklaut :-(

Markus Kuttig

unread,
Oct 12, 1999, 3:00:00 AM10/12/99
to
In de.etc.bahn.stadtverkehr Peter Klinke <pkl...@econ2.uni-bonn.de> wrote:
> Wenn die Tueren nicht zu sind, kann er aber auch nicht abfahren, weil
> er von der Steurerung keine Freigabe bekommt.

In den alten Stuttgarter Strassenbahnen (GT4) ist ein Aufkleber auf das
Fahrerpult geklebt mit Aufschrift 'Anfahrsperre'. Wahrscheinlich wurde
das Fahrzeug nachtraeglich noch mit derselben ausgeruestet.

MK

--------------------------------------------------
Markus Kuttig
eMail: mku...@yeti.faveve.uni-stuttgart.de


Matthias Doerfler

unread,
Oct 12, 1999, 3:00:00 AM10/12/99
to
Am Mon, 11 Oct 1999 13:16:38 +0200 schrieb Dominik Vinbruck:

> Peter Klinke wrote:

> > Wenn die Tueren nicht zu sind, kann er aber auch nicht abfahren, weil
> > er von der Steurerung keine Freigabe bekommt.

> Bei den im Ruhrgebiet eingesetzten, lokbestückten S-Bahn-Wagen ist dies
> (leider) wohl möglich. Letztens auf der S1, Haltepunkt DO-Universität: Das
> Türschließsignal ertönt, Türen schließen, eine bleibt komplett offen. Die
> S-Bahn fährt an, ich laufe zur Tür um sie manuell zu schließen. Da aber die
> Sensorknöpfe nicht mehr in Betrieb waren, war dies unmöglich. In dem
> Moment, in dem ich eine eventuelle Auslösung der Notbremse in Betracht zu
> ziehen begann (wäre das in diesem Falle überhaupt gerechtfertig, wenn die
> S-Bahn bis zur nächsten Station mit ca. 80-100 km/h durch eine
> Tunnelstrecke fährt???)

Aber ja doch. Mittlerweile sollte selbst auf der Berliner S-Bahn eine
geöffnete Außentür hinreichend Anlass zur Bedienung der Notbremse
sein.

mfg Matthias Dörfler

Christian Gruber

unread,
Oct 13, 1999, 3:00:00 AM10/13/99
to
Matthias Doerfler wrote:

> Aber ja doch. Mittlerweile sollte selbst auf der Berliner S-Bahn eine
> geöffnete Außentür hinreichend Anlass zur Bedienung der Notbremse
> sein.

Fuer mich nicht. Vor einiger Zeit habe ich selbst erlebt, wie bei einem
S-Bahn-Wagen bei der Abfahrt alle Tueren nicht schlossen. Einige
Bahnhoefe weiter wurde der ziemlich volle Wagen unter Protest der
Fahrgaeste geraeumt und die Tueren verschlossen.

chg

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