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Radio Eins - Presseecho

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Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 13, 1997, 3:00:00 AM9/13/97
to

*Hallo,*
den folgenden Leserbrief habe ich dem Neuen Deutschland vom 13./
14. Sept. entnommen.

Gruß
von
Hans-Hermann Hirschelmann


*"Zu "Radio Einerlei" (ND vom 9.9.)*

Jürgen Eger hat es auf dem Punkt gebracht: "Sie lösen ein
ganzens Radiovolk auf und wählen sich ein neues." Ich hörte den
Sender "Radio Brandenburg" seit Jahren am Wochenende auf einer
Frequenz, die für einen leistungsschwachen Empfänger in
Eberswalde einen guten Empfang ermöglichte. Das Programm war
vielseitig, informativ und das auf einem hohen Niveau.
Angefangen mit dem Nachtprogramm von klassischer Musik im
Verbund mit den ARD Sendern über Musik des 18. Jahrhunderts,
geistliche Musik, Ratz-Batz, eine Sendung, die pädagogisch gut
und doch unterhaltsam für die Jüngsten war, "Ad libitum",
Jazzmusik usw. Es war ein Programm, mit dem sich der ORB hören
lassen konnte, weil hier engagierte, kompetente Journalisten am
Werke waren. Ich habe Verständnis dafür, daß wir sparen müssen.
Aber Sparen durch Drosselung der kulturellen Ansprüche der
Menschen auf das Niveau einer Wegwerfgesellschaft ist kein
Sparen, sondern wird die Enkel im Müll ersticken lassen. So
etwas lassen wir nicht mit uns machen! Ich fordere die
Widerherstellung von "Radio Brandenburg" mindestens mit dem
bisherigen Niveau.

Dr. Karl-Heinz Simon


Nunja, das wird wohl kaum zu realisieren sein. Mal sehen, was
Radio Kultur bringt. Vielleicht sollten wir RB -
"Hinterbliebenen" :-) uns aber unabhängig davon zu einer "AG
Radiokultur" (oder so) zusammenfinden. Damit´s mehr werden kann
als hilfloser Protest und nicht alles so traurig bleibt. :)

Mit freundlichem Gruß

Hans-Hermann Hirschelmann

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 15, 1997, 3:00:00 AM9/15/97
to

*Hallo,*
KaiLudwig meinte am 14.09.97 um 21:17 zu folgendem

>>> Ich fordere die
>>> Widerherstellung von "Radio Brandenburg" mindestens mit dem
>>> bisherigen Niveau.

>>> Dr. Karl-Heinz Simon

>> Nunja, das wird wohl kaum zu realisieren sein.

k> Tja. Im Lügen-Rudi (vulgo Lausitzer Rundschau) wird gelegentlich die
k> Wiederherstellung der Glückwunschsendung auf Antenne Brandenburg
k> gefordert, da man ja keine Zeit zum Fernsehen habe. Die Leute ahnen
k> halt nicht, daß der hochgelobte Aufstieg in die Glotze in
k> Wirklichkeit eine Absetzung der Edelklasse war.

Gibt es eigentlich schon Anzeichen für eine Zusammenlegung des
ORB-Fernsehens mit B1? Naja, da wäre ja nicht soooo
einschneidend wie beim Hörfunk. Mein "Auftakt" ist jetzt
übrigens das - fast - werbefreie Morgenmagazin von ARD und ZDF
:-).

Henrik Pantle

unread,
Sep 15, 1997, 3:00:00 AM9/15/97
to

Hans-H.Hirschelmann wrote:
>
> *Hallo,*

> Mein "Auftakt" ist jetzt
> übrigens das - fast - werbefreie Morgenmagazin von ARD und ZDF
> :-).
> Hans-Hermann Hirschelmann


ich hoere manchmal DeutschlandRadio Berlin.

gruss henrik.
--
mailto:pan...@informatik.hu-berlin.de phone: 030- 211 51 80
http://www.informatik.hu-berlin.de/~pantle/

Thoralf Winkler

unread,
Sep 16, 1997, 3:00:00 AM9/16/97
to

Hans-H.Hirschelmann wrote:
> .... Mein "Auftakt" ist jetzt

> übrigens das - fast - werbefreie Morgenmagazin von ARD und ZDF
> :-).
Hallo Hans-Hermann,
ich glaube, das habe ich erst ein oder zweimal gesehen,
so früh mag ich die Glotze nicht anschalten ;-). Aber im Ernst,
ich stehe ziemlich knapp auf, da reicht es während des Früh-
stücks grad für das Hören des Nachrichtenprogramms auf NDR4 (jetzt
leider durch Musik gestreckt). Als das Morgenmagazin auf ARD + ZDF
startete wollte ich nur mal auf den Wetterbericht zu warten und habe
mich hinterher über die vor dem Fernseher umsonst gesessene Zeit
geärgert. (Na ja, der Fernseher steht bei mir eben nicht in der Küche)

Viele Grüße
Thoralf
--
Thoralf Winkler mailto:Win...@ET.Uni-Magdeburg.de
Neue Straße 8
39218 Schönebeck
Tel. 03928/402196

ThomasKumm

unread,
Sep 16, 1997, 3:00:00 AM9/16/97
to

Hallo,

wie versprochen für die, die nicht in den Besitz der Berliner
Innenstadtzeitung Scheinschlag, die 14tägig erscheint, kommen, der
Artikel des Autor Falko Henning zum Ende von Radio Brandenburg.

http://www.BerlinOnline.de/kultur/scheinschlag/.html/kultur.html

Da gestern ( Mo 15.9. ) dieser Artikel nicht dabei war, kann es sein,
daß
die Mitarbeiter ihr Angebot wechseln. Ggf. mal nachfragen. Impressum,
Mail- Adresse gibt es unter obiger Adresse bzw. nur

http://www.BerlinOnline.de/kultur/scheinschlag

Zum Artikel von mir noch soviel: Eigentlich erstaunlich, wie einander
völlig unbekannte Personen bei einem Thema ohne Absprache zu gleichem
Resultat kommen.... .

Thomas Kumm

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 16, 1997, 3:00:00 AM9/16/97
to

*Hallo,*
Thoralf Winkler meinte am 16.09.97 um 07:50 zum
Morgenmagazinsehen.

TW> so früh mag ich die Glotze nicht anschalten ;-). Aber im Ernst,
TW> ich stehe ziemlich knapp auf, da reicht es während des Früh-
TW> stücks grad für das Hören des Nachrichtenprogramms auf NDR4

Mein Wecker klingelt zwar - meist - unmenschlich früh; aber nach
dem Aufstehen frühstücke und studiere ich gern ausgiebig die
Zeitung und liebe es, nebenbei ein paar Infos - und mir
angenehme Musik - aus dem Äther zu schnappen.

Hopplahopp in die Entfremde hasten? Ne, Danke!

Deshalb habe ich auch früher oft Morgenmagazin geguckt. Seit
Radio Brandenburg abgewickelt wurde, tu ich´s fast täglich. So
früh am Morgen vertrage ich eben weder viel Werbung noch
"peppigen" Pop. Aber unterwegs höre ich doch ab und zu R1 - mit
dem Walkradio. Das ist zwar schon deshalb ein wenig nervig, weil
ab und zu urplötzlich Newstalk, Berliner Rundfunk (oder beides)
dazwischenfunkt (und man das im Gegensatz zu Zeiten Radio
Brandenburgs auch nicht immer gleich merkt), dennoch erlebe ich
so - über den Tag verteilt - ab und zu ein Stück von der neuen
Radiokultur.

Die ist ja sehr unterschiedlich. "Eins nach Zwei" mit Marion
Brasch war z.B. heut kaum von der nachmittäglichen RB-Musikscene
zu unterscheiden. (Ihre Schwierigkeiten beim Lesen der korrekten
Uhrzeit verzeihe ich gern:). Können die Moderator(inn)en des
Tagesprogramms eigentlich Einfluß auf die Wort- und
Musikredaktion nehmen?
Die neue CD der Woche ... nicht schlecht!

Was ich allerdings von dem neuen Betroffenheitsradio in erster
Person halten soll, (wie wenn das Interview mit dem Euro-
Experten mit den Sätzen beginnt: "Ich habe Angst. Meine paar
Hunderttausender - beim Rundfunk verdient man nicht sooo
schlecht - hab ich *in DM* angelegt")?
Ich weiß nicht ... macht mich irgendwie nicht so richtig
betroffen :-)

Mit freundlichem Gruß

Hans-Hermann Hirschelmann

Radio Eins. Was glauben Sie denn
ist Kapitalismus

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 24, 1997, 3:00:00 AM9/24/97
to

*Hallo,*
die folgenden drei Leserbriefe zum Start von RadioEins sind der
Zitty 20/97 entnommen

Mit freundlichem Gruß

Hans-Hermann Hirschelmann


*Einheitsbrei*

Nun war es wieder so weit, die Liquidierung eines der
herausragenden und intelligentesten Hörfunkprogramme, Radio
Brandenburg, zum einen und im Gegenzug die Installation eines
Programms unter vielen, Radio EINS, alias B ZWEI, alias...

Dem in den Medien veröffentlichten Anspruch dieses neuen
Programms, nämlich ein intelligentes Magazin darzustellen, mit
umfassendem (vielseitigem?) Musikangebot, das sich als
öffentlich rechtliches Radio hohen Anspruchs dem Wettbewerb mit
Privatsendern stellen, und auch eine ernstzunehmende Konkurrenz
zu den übrigen Unterhaltungsmedien darstellen möchte, ist
bereits am ersten Programmtag eine tiefe Ernüchterung gefolgt.

Informationen in hormöopatischen Dosierungen, Hintergründe und
Analysen nahezu unbekannt, (einseitiges) Musikangebot en Gros,
störende Werbung und diese ohne Niveau und Ausrichtung,
marktschreierische, gebetsmühlenartige Trailer und
Textwiederholungen und schließlich aufgesetzte Lustigkeit: Dies
ist der bekannte, dem denkenden Kopf unzumutbare Einheitsbrei,
der viele Hörerinnen und Hörer bereits in der Vergangenheit zur
Flucht von Radio B ZWEI (zuvor SFB II) zu anspruchsvolleren
Sendern bewegte, ein Einheitsbrei ohne Identität, der sich nicht
in den Wettbewerb mit, sondern wie ein Abziehbild, in den Stil
der Privatsender begibt.

Es bleibt der dringede Wunsch, daß dieses Programm, zumindest in
dieser Form, nur ein kurzes Intermezo im Radiogeschehen dieser
Region darstellen wird und die betreffende Sendefrequenz bald
wieder Platz bietet für ein Programm im vorhergehenden,
bewährten Radio-Brandenburg-Stil.

Andreas Subaric-Leitis
12147 Berlin


Welcher Teufel hat Euch denn geritten, daß Ihr Euch als PR-
Blättchen für Radio EINS gebärdet? Oder habt Ihr Euren Titel Nr.
18/97 an den SFB/ORB verkauft? Ungebrochen die Eigenwerbung des
Lehnert-Dudelfunks für Erwachsene ("High Quality-Radio") - das
ist schon ein starkes Stück für ein angeblich kritisches
Stadtmagazin. Manfred Hobsch referiert brav den Pressetext des
Senders. Von kritischen Einschätzungen keine Spur.
Hinterfragungen? Pustekuchen. Hobschs Interview? Stichwortgeber
für Lehnerts Selbstdarstellung. Daß "jede Menge
vielversprechender Namen" (O-Ton Hobsch), einzig die alte Radio
4U (SFB)-Clique beschreibt und schlicht nicht zur Kenntnis
nimmt, daß Radio Brandenburg-prägede Namen weitgehend fehlen -
schlimm. Olaf Leitners wunderbares Bücherjournal - auf eine
Stunde zusammengestrichen. Klaus Notnagels satirische Samstags-
Moderationen - abgewickelt. Das (auch von Zitty einst gelobte)
Weltmusikjournal El Globe - abgeschafft, bzw. ins Radio
Multikulti-Ghetto verwiesen.

Die ersten Sendetage jedenfalls zeigen, daß Zitty sich mit der
einfältigen Vorschuß-Lobhudelei auf radio EINS einen Bärendienst
erwiesen hat. Ich vermisse Radio Brandenburg wenigstens jetzt
schon. Im Grunde ist Radio EINS nur ein Auffangbecken für
"Fritz" zu alt gewordener redakteure (allen voran Helmut
Lehnert). Für "aufgeweckte" Radiohörer ist Radio EINS nur eins:
eine traurige Angelegenheit. Und nur "die fröhliche Führungscrew
von Radio EINS" (Zitat Zitty) hat tatsächlich Anlaß zum Lachen.
Für ernsthafte Radiohörer bleibt nur der Studienratsender SFB 3
- horrible dictu! Oder abschalten. Das hätte Zitty/Manfred
Hobsch mal thematisieren sollen.

Bernd Stange
10115 Berlin


Der Charme dse Berliner On-Air-Witwentrösters Helmut Lehnert
scheint umwerfend zu gewirkt zu haben, oder warum plappert
Manfred Hobsch sein borniertes Gerede vom Hochqualitätsradio so
unkritisch nach? Was ist denn z.B. toll an Lehnerts
Fusionsprojekt FRITZ? Ist das nicht dieser mittelmäßige
Dudelsender für Kids, gesicherter Arbeitspltaz für stadtbekannte
Berufsjugendliche? Erinnert der Name FRITZ nicht ganz heftig an
Filz? ... Daß Herr Lehnert nochmal was Neues anfängt, verdient
zwar Respekt, aber er hat sich mit Radio EINS etwas zu weit
hinausgelehntert, ein hörbares und frisches Radio Brandenburg
verdorben mit der abgestandenen Soße Radio B2.

Lehnert hat es jetzt tatsächlich geschafft, alle seine alten
SFBeat Kumpels beim Radio alterszuversorgen, inclusive sich
selbst und das nennt er Zukunftmachen. Seine Kollegen mit den
"vielversprechenden Namen" - guter Witz Herr Hobsch,
vielversprechende Radiomoderatoren - diese Kollegen, z.B.
Christine Heise, Wolfgang Doebeling oder Helmut Heimann waren in
der Tat schon vor zehn Jahren langweilig und unsympatisch, Alan
Bangs schon damals Gähnimport und der gute alte John Peel mußte
schon immer als der Vorzeigekandidat herhalten...

Sind diese Herrschaften also die Vergangenheit, aus der Lehnert
EINS a Zukunft macht? Oder wird nur der alte Filz ein bißchen
aufgefritzt? Im Übrigen durften nicht nur die Altlasten an
ehemaligen Jugendmoderatoren wieder ran, auch die altbekannte
SFB-Jingle-Firma ist wieder mit von der Partie! Nun gibt es auch
auf 98,5 die ewig blöden Bumbumtiefe-Männerstimme-Jingles und
wer sorgt dafür, daß sie uns um die Ohren trommeln, wenn wir
versehentlich FRITZ oder EINS hören ...

Beck
10115 Berlin

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 25, 1997, 3:00:00 AM9/25/97
to

*Hallo,*
Nedzad Hurabasic meinte am 25.09.97 um 01:38

NH> Hallo Hans,
NH> mir fällt schon zum wiederholten Male auf, daß Du hier Texte
NH> veröffentlichst, die in Zeitschriften oder ähnlich vorher schon
NH> erschienen sind.

Gut so.

NH> Holst Du vorher dafür auch die jeweilige
NH> Zustimmung der Autoren/Magazine ein?

NH> Wenn ja, gut. Ansonsten ist
NH> das sicherlich nicht in Ordnung.

Warum nicht? Der Betreff heißt "Radio EINS-Presseecho".

NH> Abgesehen davon, daß es auch
NH> rechtliche Probleme geben kann. Außerdem finde ich, daß Du anhand
NH> einzelner Beiträge betreffend Radio 1 (deren posten hier mir mehr
NH> als überflüssig erscheint, da es jeder bei Bedarf selber lesen
NH> kann), hier doch ziemlich einseitig Stellung beziehst. Cu, Ned.

Ich schreibe, was ich über den Verlust Radio Brandenburgs und
über Radio EINS denke und empfinde. Wenn Dir das zu einseitig
ist, dann schreib Du doch, was Du daran positiv findest. Dann
ist es hier wieder ausgewogen.

Nedzad Hurabasic

unread,
Sep 26, 1997, 3:00:00 AM9/26/97
to

> *Hallo,*
> Nedzad Hurabasic meinte am 25.09.97 um 01:38

NH>> Hallo Hans,
NH>> mir fällt schon zum wiederholten Male auf, daß Du hier Texte
NH>> veröffentlichst, die in Zeitschriften oder ähnlich vorher schon
NH>> erschienen sind.

> Gut so.

NH>> Holst Du vorher dafür auch die jeweilige
NH>> Zustimmung der Autoren/Magazine ein?

> Nö

NH>> Wenn ja, gut. Ansonsten ist
NH>> das sicherlich nicht in Ordnung.

> Warum nicht? Der Betreff heißt "Radio EINS-Presseecho".


Hallo Hans,
ich kann Dir sagen warum das nicht in Ordnung ist. Lies dir doch einfach mal
das Impressum eines jeden Magazins Zeitung durch. Du wirst schnell
feststellen, daß das Abdrucken, Kopieren oder vervielfältigen von dort
veröffentlichten Artikeln ohne vorher dafür die Genehmigung
eingeholt zu haben, *verboten* ist! Du verstößt da ganze einfach gegen das
Urheberrecht. Das bezieht sich in diesem Falle natürlich auch auf die
abgedruckten Leserbriefe. Ich bin sicher keiner, der Dich jetzt deswegen
anzeigen würde oder so, aber Du solltest die Arbeit anderer Leute schon
respektieren, finde ich.

Was Radio 1 betrifft, so kann ich ehlich gesagt das geheule hier nicht
nachvollziehen, da ich erstens, das alte ORB Programm nicht gehört habe, und
somit keinen Vergleich zum B2 Programm ziehen kann. Meiner Meinung nach sollte
man den Leuten von R1 eine
Chance geben erstmal ihr eigenes Profil zu entwickeln. Hier wurde aber seit
der ersten Sendeminute (unter anderem von Dir) nur drauflosgeprügelt. Und ob
jetzt ein größerer "Ost" oder "West" Beitrag vorhanden ist, interessiert mich
auch nicht, diesen Unterschied gab es vor 10 Jahren, heute gehören wir
zusammen! Abgesehen davon gefällt mir die Musik eigentlich ganz gut, nicht
immer dieser 08/15 Mist, den einige hier anscheinend wieder zurück haben
wollen. Wenigstens mal ne Welle, wo es wenigstens auch mal etwas "rockigeres"
zu hören gibt. Bis dann, Ned.

--
+-------------------------+---------------------------------+
| LOST FAITH | Nedzad Hurabasic |
| Meine Heavy Band | Email:con...@zedat.fu-berlin.de |
+----|--------------------+---------------------------------+
| +--> WWW:http://userpage.fu-berlin.de/~connor |
+-----------------------------------------------------------+


Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 27, 1997, 3:00:00 AM9/27/97
to

*Hallo,*
Nedzad Hurabasic meinte am 26.09.97 um 13:05

NH> Du wirst schnell
NH> feststellen, daß das Abdrucken, Kopieren oder vervielfältigen von
NH> dort veröffentlichten Artikeln ohne vorher dafür die Genehmigung
NH> eingeholt zu haben, *verboten* ist!

"Was verboten ist, das macht uns gerade scharf". :-)

NH> Du verstößt da ganze einfach
NH> gegen das Urheberrecht. Das bezieht sich in diesem Falle natürlich
NH> auch auf die abgedruckten Leserbriefe.

Die sind doch auch von Urhebern.

NH> Ich bin sicher keiner, der
NH> Dich jetzt deswegen anzeigen würde oder so,

Da hab ich ja noch mal Glück gehabt.

NH> aber Du solltest die Arbeit anderer Leute schon
NH> respektieren, finde ich.

Ich finde, daß ich sie respektiere.

NH> Was Radio 1 betrifft, so kann ich ehlich gesagt das geheule hier
NH> nicht nachvollziehen,

Magst Du mit Zitaten belegen, was Du mit "Geheule" meinst?

NH> da ich erstens, das alte ORB Programm nicht
NH> gehört habe, und somit keinen Vergleich zum B2 Programm ziehen
NH> kann.

Tscha, das hast Du offenbar mit einigen R1 Moderator(inn)en
gemein, die ehemalige RB Hörer/innen abkanzelten, (welche zum
Ausdruck brachten, daß ihnen die neue "Musikfarbe" zu dugelig
sei) und erklärten, "endlich, endlich" - musikalisch gesehen -
eine Alternative zu der Berlin Brandenburger Musiktristesse zu
bieten. Radio Brandenburg hatten die eben nicht gehört. Es ist
u.a. diese Arroganz und Ignoranz, die viele gegen den Strich
geht. Helmut Lehnert erklärte auf der Pressekonferenz zum
Sendestart, daß er "die Schnauze voll hat, von den
pseudowitzigen Morgencrues." Die gab es bei RB gar nicht. Schade
daß Du Nothnagels satirische Samstagmorgensendung "News und
Oldis" nicht mit der dort jetzt präsentierten "Schönen Sendung"
vergleichen kannst. Ist natürlich Geschmacksache. Aber
unzweifelhaft ist die Schöne Sendung Arnos Morgencrew um einiges
näher.

NH> Meiner Meinung nach sollte man den Leuten von R1 eine
NH> Chance geben erstmal ihr eigenes Profil zu entwickeln. Hier wurde
NH> aber seit der ersten Sendeminute (unter anderem von Dir) nur
NH> drauflosgeprügelt.

Versuche mal, Deine Behauptungen mit Zitaten zu belegen. Von mir
hat keiner "Prügel" bezogen. Ich schreibe, was ich denke und
fühle. Das solltest Du vielleicht respektieren. Übrigens habe
ich schon seit dem Frühjahr hier meine Besorgnis zum Ausdruck
gebracht. Die (nicht nur von mir geäußertren) Sorgen wurden
damals in ähnlichem Stil, wie Du ihn an den Tag legst, als
"Paranoia" abgetan.

NH> Und ob jetzt ein größerer "Ost" oder "West"
NH> Beitrag vorhanden ist, interessiert mich auch nicht, diesen
NH> Unterschied gab es vor 10 Jahren, heute gehören wir zusammen!

Erstens hab ich von "Ost- und Westbeiträgen" überhaupt nichts
geschrieben. Zum Zweiten ignorierst Du offenbar, daß es immer
noch unterschiedliche Lebenssituationen und - erfahrungen gibt.
"Gutmeinende westdeutsche Chauvihaltung", würde ich sagen.

NH> Abgesehen davon gefällt mir die Musik eigentlich ganz gut,

Dann ist ja *alles* in Butter, wenn nur *Dir* das Popgeplärre
wie z.B. das von der (jetz hab ich mir´s mal extra gemerkt)
"australischen Sängerin Tina Reana mit ihren Song only heaven
can heelb my heard" gefällt. Die vorher RB gehört haben, waren
diesen seichten Pop nicht mehr gewöhnt.

Dort gab es eben ...

NH> nicht immer dieser 08/15 Mist,

Eben!

NH> den einige hier anscheinend wieder zurück
NH> haben wollen.

Unsinn!

NH> Wenigstens mal ne Welle, wo es wenigstens auch mal
NH> etwas "rockigeres" zu hören gibt. Bis dann, Ned.

Wie ich bereits "geheult" hatte: Gegenber B2 ist R1 sicher ein
Gewinn. Aber das ist auch kein Kunststück.

Mal sehen was Radio Kultur bringt, daß ja jetzt doch zum 3.10.
startet. Da bin ich - auch was die Musik angeht - etwas
optimistischer.

Herbert Testmann

unread,
Sep 27, 1997, 3:00:00 AM9/27/97
to

Guten Abend

> man den Leuten von R1 eine

> Chance geben erstmal ihr eigenes Profil zu entwickeln. Hier wurde aber seit
> der ersten Sendeminute (unter anderem von Dir) nur drauflosgeprügelt. Und ob

Die Leute von R1 haben _vor_ dem Sendestart den Mund sehr voll genommen.
Es wurde nicht mit Superlativen gespart. Sie hatten im Vorfeld genug
Zeit über ihr Sendekonzept nachzudenken und es zu diskutieren.
Die Änderungen der letzten Wochen machen deutlich, dass die verpönten
Kritiker des "neuen" Konzeptes nicht ganz unrecht hatten. Still und
leise werden nun "Anpassungen" vorgenommen.
Im Vergleich zu dem, was vorher versprochen wurde, und was dann seit
August zu hören ist kann jeder politische Wahlkämpfer von sich behaupten
ein ehrlicher Mensch zu sein.
Das derzeitige Niveau von R1 ist jedenfalls als gebürenfinanzierter
Sender unerreicht ... so tief bückt sich niemand.

mfG

Herbert Testmann

unread,
Sep 27, 1997, 3:00:00 AM9/27/97
to

Guten Abend

> jetzt ein größerer "Ost" oder "West" Beitrag vorhanden ist, interessiert mich
> auch nicht, diesen Unterschied gab es vor 10 Jahren, heute gehören wir

Diese Unterscheidung finde ich auch nicht mehr zeitgemäß. Allerdings
erwarte ich von einem Sender, der durch die brandenburger Einwohner
gebürenfinanziert ist, dass auch das Land Brandenburg in den Beiträgen
vorkommt. R1 stellt sich allerdings als ein Berliner Radio dar, in dem
das "flache Land" keine Rolle spielt. Evtl. sollte den "Machern" ab und
an mal gesagt werden, _wer_ ihr Gehalt zahlt.

mfG

Herbert Testmann

unread,
Sep 27, 1997, 3:00:00 AM9/27/97
to

Guten Abend

> Mal sehen was Radio Kultur bringt, daß ja jetzt doch zum 3.10.
> startet. Da bin ich - auch was die Musik angeht - etwas
> optimistischer.

Meinst Du radio 3 oder Radio Kultur.
Zumindest radio 3 bleibt fast wie es ist. SFB3 + ein Frühprogramm marke
RadioBrandenburg.

mfG


KaiLudwig

unread,
Sep 27, 1997, 3:00:00 AM9/27/97
to

HH.HIRS...@TBX.BerliNet.De (Hans-H.Hirschelmann) schrieb:

>Magst Du mit Zitaten belegen, was Du mit "Geheule" meinst?

Beanstandungen von Zitaten wird man doch nicht selbst mit Zitaten würzen ;-)

Zu Deiner Vermutung, viele kannten Radio Brandenburg überhaupt nicht: Das
halte ich für sehr wahrscheinlich, denn wer hört schon in ein Programm
'rein, das in die Schublade "Kultur" einsortiert ist? Da erwartet man doch
(wie hier mal so schön formuliert wurde) Studienratssender. Ich jedenfalls
bin im Grunde zufällig auf RaBra gestoßen.

>NH> Und ob jetzt ein größerer "Ost" oder "West"
>NH> Beitrag vorhanden ist, interessiert mich auch nicht, diesen
>NH> Unterschied gab es vor 10 Jahren, heute gehören wir zusammen!
>
>Erstens hab ich von "Ost- und Westbeiträgen" überhaupt nichts
>geschrieben. Zum Zweiten ignorierst Du offenbar, daß es immer
>noch unterschiedliche Lebenssituationen und - erfahrungen gibt.
>"Gutmeinende westdeutsche Chauvihaltung", würde ich sagen.

Ja, die "wir"-Pauke, mit der leise Laute übertönt werden.

Kai Ludwig

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 28, 1997, 3:00:00 AM9/28/97
to

*Hallo,*
am 27.09.97 um 19:49 äußerte sich Herbert Testmann
in /BLN/MEDIEN unter dem Betreff "Re: Radio Eins - Presseecho"

>> Chance geben erstmal ihr eigenes Profil zu entwickeln.

HT> Die Leute von R1 haben _vor_ dem Sendestart den Mund sehr voll
HT> genommen. Es wurde nicht mit Superlativen gespart.

Und in den Ankündigungen wurde so getan, als ob es vorher nichts
gab, an dem man hätte positiv anknüpfen können. In einem Taz
Interview mit H. Lehnert, (das ich aus Respekt vor meiner
Lieblingstageszeitung hier lieber nicht wiedergebe;), war
immerhin schon mal von "der Tragik" die Rede, daß Radio
Brandenburg erst zerschlagen werden *mußte*. Aber was heißt
"Tragik", was "mußte"? Warum mußten Ein Uhr Potsdamm, Boogiland,
Songbook, Jazzcafé, Zwischen Himmel und Erde, Ad Libitum, El
Globe, Zeitzeichen, Außerhalb und mittendrin oder die
verschiedenen Themenmagazine ersatzlos geschaßt werden? Was
bringen die jetzt in die "Musikfarbe" hineingemische Popscheiße?
(Die vermutlich schon B2 gegenüber dem alten SFB2 einen Gutteil
Hörer/innen kostete. Übrigens verstehe ich die Abneigung, die
ehemalge B2 Hörer/innen gegen den - auch gegenüber Radio
Brandenburg drastisch erhöhten - Anteil undurchdringlicher
Gitarrensoundtepppiche "mit Brüllgesang" vorbrachten. Vielleicht
ist mein Englisch zu schlecht, als daß ich den Gitarrenbritrock
genießen kann. Aber die vergleichbaren Toten Hosen find ich
genauso nervtötend).

Am meisten ärgert, daß man so tat, (und auf Pressekonferenzen
solches verkündete), als hätte es vor R1 in der Region Berlin-
Brandenburg nur "pseudowitzige Morgencrews" gegeben. Ein
Unternehmer meinte während eines Hörertalks, daß man doch nicht
ohne Not mühsam erarbeitete Titel wegschmeißt. Er hat Recht.
"Auftakt" war ein genialer Titel für die Frühsendung. Warum hat
man Titel und Profil solch erfolgreicher Teile nicht
beibehalten? (Meinetwegen durch "Echo am Mittag" ergänzt). Jetzt
ist alles EINS. Schon die Titel waren bei Radio Bradenburg
kleine Kunstwerke, ebenso die Trailer, das Ausloten der Zeiten
zwischen Wort und Musik, der Wechsel von gemischtthematischen
und Liebhaber/innen- oder Specialinterest Sendungen, von lokalen
und globalen Themenschwerpunkten usw. Das ergab eine Tages- und
Wochenstruktur. Jetzt wirkt alles wie - ja eben wie diese
Girattenklangteppiche mit Brüllgesang. Das Profil der
verschiedenen Musiksendungen unterscheidet sich nur wenig durch
den unterschiedlichen Stil der RadioDJs. Was für ein "Profil"
soll sich unter diesen Voraussetzungen entwickeln?

Wir sollen geduldig warten, bis sich das neue "Profil"
einstellt. Naklar. Nur - warum wurde alles getan, um die
bisherigen Profile einzuebnen und eine "Struktur" zu etablieren,
die das Entstehen neuer Profile fast unmöglich macht?

Gut, es wird auf RadioKultur weiter - z.T. ähnliche -
Themenmagazine geben. Zappelduster und Ratzbatz haben inzwischen
ein Exil auf Antenne Brandenburg gefunden. Wer sagt aber, daß
ein "High Quality" Radio *nur ohne feste Umweltredaktion* ein
modernes, zukunftsfähiges öffentlich-rechtliches
*Qualitätsprogramm* sein kann? Schon das Jugendradio FRITZ war
ja schon so unverschämt - "modern", ohne Umweltredaktion
daherzukommen.

Okay, wenn man meint, Umweltmagazine wären nur etwas für
"Studienräte" und gehörten "ins Dritte", dann könnten
Umweltredaktionen zumindest über den Tag verteilt redaktionelle
Beiträge erarbeiten (zum Teil wie sich´s ergibt, zum Teil zu
festen Zeiten presentiert). In *der* Beziehung könnte es ja
beinahe heißen: Von RTL (Greenpeace tv) lernen, heißt siegen
lernen.

Aber wahrscheinlich quält man uns nur deshalb einen Monat mit
Radio EINERLEI, damit sich alle brav auf den Tag der deutschen
Einigung freuen :-). Mal sehen, ...


By the way: Gibt es eigentlich Reformvorstellungen in der
Richtung, daß Umweltorganisationen in Rundfunkräten in den Kreis
der "gesellschaftlich relevanten Gruppen" aufgenommen werden?

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Sep 28, 1997, 3:00:00 AM9/28/97
to

*Hallo,*
Herbert Testmann äußerten sich am 27.09.97 um 19:58 zu folgendem

HT> > Mal sehen was Radio Kultur bringt, daß ja jetzt doch zum 3.10.
HT> > startet. Da bin ich - auch was die Musik angeht - etwas
HT> > optimistischer.

HT> Meinst Du radio 3 oder Radio Kultur.
HT> Zumindest radio 3 bleibt fast wie es ist. SFB3 + ein Frühprogramm
HT> marke RadioBrandenburg.

Hmm, ist Radio DREI nicht das Klassikprogramm und das von dem Du
sprichst, Radio Kultur?

Thorsten Kuehnemann

unread,
Sep 28, 1997, 3:00:00 AM9/28/97
to

??? writes:
>> jetzt ein größerer "Ost" oder "West" Beitrag vorhanden ist, interessiert mich
>> auch nicht, diesen Unterschied gab es vor 10 Jahren, heute gehören wir

Herbert Testmann <ma...@berlin.snafu.de> writes:
>Diese Unterscheidung finde ich auch nicht mehr zeitgemäß.

Genau so, wie es kulturelle Unterschiede zwischen
Nord- und Sueddeutschland oder zwischen Grosstaedtern und Landbewohnern
gibt, existieren Unterschiede zwischen Ost und West. Waehrend die
erstgenannten Unterschiede benannt und oeffentlich gepflegt werden
duerfen, kommt es (vorwiegend im Westen) einem Tabubruch gleich,
kulturelle Unterschiede zwischen Ost und West auch nur anzusprechen,
obwohl IMHO genau das die Ueberlebensfrage des SFB ist: Programme zu
liefern, die ausreichend viele Berliner aller Bezirke ansprechen.

Ein anderes Beispiel, die grossen Berliner Tageszeitungen: Waehrend
die Berliner Morgenpost und der Tagesspiegel hauptsaechlich im Westteil
gelesen werden, hat die Berliner Zeitung die meisten Leser im
Ostteil und das, obwohl alle Zeitungen aus allen Bezirken berichten.

Wer diese Unterschiede als nicht mehr zeitgemaess abtut, verschliesst
die Augen vor der Realitaet.

Thorsten
--
Wer niemals Radio EINS gehört, der weiss nicht wie SEHR Radio stört!
Herbert Testmann in de.alt.hoerfunk

Gerald Endres

unread,
Sep 30, 1997, 3:00:00 AM9/30/97
to

hol...@deep.hb.provi.de (Holger Bruns) wrote:


>Herbert Testmann <ma...@berlin.snafu.de> writes:

>>Es wurde nicht mit Superlativen gespart. Sie hatten im Vorfeld genug

>>Zeit =FCber ihr Sendekonzept nachzudenken und es zu diskutieren.=20
>
>Die haben _vorher_ drueber nachgedacht und haben _anschliessend_ =
getrommelt.=20
>Die sind sich ihrer Sache so sicher, die sind gegen Kritik immun.

Irrtum! Die obersten Hierarchieebenen von ORB und SFB h=E4tten
eigentlich gen=FCgend Zeit gehabt, ein Konzept zu entwickeln, Radio 1
mu=DFten die Beteiligten jedoch innerhalb weniger Wochen aus dem Boden
stampfen. Das ist _ein_ Grund, weshalb das Programm beim Start so
beliebig zusammengestellt wirkte, -und weshalb von Anfang an
nachgebessert wird. Da=DF die sich ihrer Sache so sicher sind, halte ich
f=FCr ein Ger=FCcht.

Gru=DF
Gerald
--=20
http://www.snafu.de/~endres


Holger Bruns

unread,
Sep 30, 1997, 3:00:00 AM9/30/97
to

In article <342D4739...@berlin.snafu.de>
Herbert Testmann <ma...@berlin.snafu.de> writes:

>Die Leute von R1 haben _vor_ dem Sendestart den Mund sehr voll genommen.

Klar. Werbetrommel ruehren. Klappern gehoert zum Handwerk.

>Es wurde nicht mit Superlativen gespart. Sie hatten im Vorfeld genug

>Zeit über ihr Sendekonzept nachzudenken und es zu diskutieren.

Die haben _vorher_ drueber nachgedacht und haben _anschliessend_ getrommelt.

Die sind sich ihrer Sache so sicher, die sind gegen Kritik immun.

>Die Änderungen der letzten Wochen machen deutlich, dass die verpönten


>Kritiker des "neuen" Konzeptes nicht ganz unrecht hatten. Still und
>leise werden nun "Anpassungen" vorgenommen.

Aber sie werden sich nicht so ohne weiteres vom neuen Format verabschieden.
Dennoch gibt es einen R1-Killer: Die Media-Analysen. Die werden, wie nach
Programmreformen ueblich, vernichtend ausfallen, weil ja fuer das neue
Programm auch erstmal neue Hoerer gewonnen werden muessen. Das ist dann die
Zeit der rollenden Koepfe. Also, den selbigen hoch: Es kann nur schlimmer
werden. Die Zeit der planlosen Konzeptionslosigkeit wird mit operativer Hektik
angefuellt. Das sieht dann wenigstens professionell aus.

Holger


Herbert Testmann

unread,
Oct 1, 1997, 3:00:00 AM10/1/97
to

Guten Abend

> dem Chefredakteur Helmut Lehnert, der auch damals - und das ist meine
> Sicht der Dinge - zuallererst seinen Radio 4U- Leuten die "warmen
> Sessel" sicherte, wie ich finde unter Vernachlässigung journalistischer
> Gesichtspunkte.

Das lass ich jetzt mal so stehen. Es war schon immer ein
familienbetrieb. Und die eigene Sendung geht manchmal auch über die
"Besetzungssofas" ... Beziehungen halt

> Wo sind denn z.B. Galenza, Schramm, Tiemeyer, König,
> Bittner usw. geblieben? Aber das nur am Rande... .

Hr Schramm ist der WebMaster bei ORB.de
HTML editieren ... 10Std täglich :)

Anche T-Meier moderiert noch ab und an

Jürgen König ... ist der nicht neuer Chef von Fritz ? ... im
Zweifelsfall auf der Homepage von Fritz nachzulesen.

> Und warum, über Radio mit den Verantwortlichen zu reden?

Der Hörer hat zu hören und nicht zu reden ...

mfG


Herbert Testmann

unread,
Oct 1, 1997, 3:00:00 AM10/1/97
to

Guten Abend

Hans-H.Hirschelmann wrote:
>
>
> Hmm, ist Radio DREI nicht das Klassikprogramm und das von dem Du
> sprichst, Radio Kultur?

Mein Kenntnisstand ... radio3 -> SFB3
Radio Kultur -> SFB + NDR + ORB Die Übernahme vom NRD

Ich kann da aber auch was falsch verstanden haben.

mfG

Juergen Nickelsen

unread,
Oct 1, 1997, 3:00:00 AM10/1/97
to

Nedzad Hurabasic <con...@zedat.fu-berlin.de> wrote:

[ueber Radio 1]


> Hier wurde aber seit der ersten Sendeminute (unter anderem von Dir) nur
> drauflosgeprügelt.

Ab der ersten Sendeminute pruegeln ist sicher unangebracht. Nach einigen
Sendeminuten kann sich aber schon ein Eindruck einstellen: Ich hab's mir
gut 10000 Sendeminuten angetan (die zugegeben nicht ununterbrochene
Hoerminuten meinerseits waren) und war immer noch derselben Meinung wie
die anderen ehemaligen Radio-Brandenburg-Hoerer, die von Anfang an Radio
1 scharf kritisiert haben.

--
Juergen Nickelsen

Juergen Nickelsen

unread,
Oct 4, 1997, 3:00:00 AM10/4/97
to

Gerald Endres <end...@berlin.snafu.de> wrote:

> Irrtum! Die obersten Hierarchieebenen von ORB und SFB hätten
> eigentlich genügend Zeit gehabt, ein Konzept zu entwickeln, Radio 1
> mußten die Beteiligten jedoch innerhalb weniger Wochen aus dem Boden
> stampfen.

So? Helmut Lehnert hat sich doch schon kurz nachdem er
Radio-Brandenburg-Chef wurde zum geplanten Radio 1 geaeussert. War das
im April? Jedenfalls klang es genauso wie ein paar Tage vor dem Beginn
von Radio 1. Das Konzept mag da noch nicht fertig gewesen sein, aber die
Absichten waren es.

Ach, und zu etwaigen Bedenken der Hoerer sagte er, die sollten sich mal
keine Sorgen machen, er sei schliesslich zu Radio Brandenburg
gewechselt, nicht um da etwas ganz anderes zu machen, sondern um Radio
Brandenburg zu machen. Fuer so etwas wie Radio 4U oder Fritz sei er
inzwischen zu alt. (Merkt man aber nicht.)

--
Juergen Nickelsen

ThomasKumm

unread,
Oct 7, 1997, 3:00:00 AM10/7/97
to

Hallo,

beinahe überlesen hätte ich einen kurzen Artikel auf der Medienseite der
Berliner Zeitung vom 02.10.1997.
Unter der Überschrift "Probleme mit Programmen" heisst es bzgl. Radio 1:

"....
Schwierigkeiten mit dem im August gestarteten Programm "Radio eins"
gestand auch Hörfunkdirektorin Hannelore Steer ein.
Nach massiver Hörerkritik sei inzwischen besonders beim Umfang der
aktuellen Berichterstattung und der Musikfarbe nachgebessert worden.
...."
[Quelle: Berliner Zeitung 02.10.1997 Autor(in)kürzel (ab) ]

Den ganzen Artikel gibt es (für besonders Interessierte) unter:

http://www.BerlinOnline.de/archiv/berliner_zeitung/?dump=341110&TEXT1=Hannelore%20Steer&TEXT2=&TEXT3=&TEXT4=

Ich poste die obigen Zeilen deshalb hierher, weil es m.E. die bis dato
einzige ( offizielle ) Reaktion ist.
Oder ist jemanden mehr bekannt ??
(Gab/ gibt es Reaktionen von ORB bzw. Radio 1 auf Kritik? )

Thomas Kumm

schuck

unread,
Oct 8, 1997, 3:00:00 AM10/8/97
to

ThomasKumm wrote:
> =

> Hallo,
> =

> beinahe =FCberlesen h=E4tte ich einen kurzen Artikel auf der Medienseit=


e der
> Berliner Zeitung vom 02.10.1997.

> Unter der =DCberschrift "Probleme mit Programmen" heisst es bzgl. Radio=
1:
> =

> "....
> Schwierigkeiten mit dem im August gestarteten Programm "Radio eins"

> gestand auch H=F6rfunkdirektorin Hannelore Steer ein.
> Nach massiver H=F6rerkritik sei inzwischen besonders beim Umfang der


> aktuellen Berichterstattung und der Musikfarbe nachgebessert worden.
> ...."

> [Quelle: Berliner Zeitung 02.10.1997 Autor(in)k=FCrzel (ab) ]
> =

> Den ganzen Artikel gibt es (f=FCr besonders Interessierte) unter:
> =

> http://www.BerlinOnline.de/archiv/berliner_zeitung/?dump=3D341110&TEXT1=
=3DHannelore%20Steer&TEXT2=3D&TEXT3=3D&TEXT4=3D
> =

> Ich poste die obigen Zeilen deshalb hierher, weil es m.E. die bis dato=

> einzige ( offizielle ) Reaktion ist.
> Oder ist jemanden mehr bekannt ??
> (Gab/ gibt es Reaktionen von ORB bzw. Radio 1 auf Kritik? )

> =

> Thomas Kumm
Also ich als geplagter Radiohoerer in Berlin bin es ja seit
Jahren gew=F6hnt mich alle paar Monate an einen neuen Radiosender(oder
einen veraenderten) zu gew=F6hnen.
In Berlin wird nun mal nicht gekleckert sondern geklotzt...und das
selten
in Sinne der Hoerer....LEIDER
Zu Radio1 kann ich sagen: also tut mir ja leid aber ich finde den Radio1
Ansatz gar nicht so
schlecht...man muss ja schon froh sein wenn ein Sender nicht vor
schwachsinnigen Witzen,
und immer der gleichen Dudelmusik aus den Lautsprechen rauskotz...
Vor allen Jungensender sind ja schon immer ein Speilball des
Berlinermedienfilzes geworden(Radio4U usw.).
Seit froh das Radio1 noch halbwegs ok ist...was soll ich denn sagen ich
habe noch bis vor ein paar Monaten
KissFM gehoert...Yeahh the power musik radio...jetzt ist KissFM doch nur
noch Scheisse hoch 4.

Goetz Schuck
http://www.lusthome.de

Hans-H.Hirschelmann

unread,
Oct 31, 1997, 3:00:00 AM10/31/97
to

*Hallo,*
Ralf Bauer von der "Zitty Online Berlin - Redaktion" hat mir
freundlicherweise die zitty-Leserbriefe zu Radio Eins aus zitty
21 u. 22./97 zwecks Weiterleitung zugeschickt.

--------------------------

Leserbriefe 21

Was ist nur los im vereinten Berlin, alle Sender, die wir ins Herz
geschlossen haben, verschwinden: So war es mit dem anarcho-alternativen
Radio 100, dem widersetzlichen DT64, dem unbequemen DS-Kultur, so ist es
jetzt mit Radio Brandenburg. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wir
werden den Verdacht nicht los, daß keineswegs rein finanzielle
Gründe den Ausschlag für derartige Umstrukturierungen gaben. Es ist
jammerschade um dieses Programm, das man gut und gerne einen ganzen Tag
oder auch eine Nacht lang hören konnte, ohne durch Werbung,
naßforsche Moderatoren oder unerträgliches Gedudel zur Suche nach
anderen Frequenzen gezwungen zu werden. Eine gelungene Mischung aus
vielfältigster, oft selten gehörter Musik, intelligenter und
kritischer Berichterstattung und Radio-Kultur pur (Lesungen, Hörspiel,
Feature) wird aufgegeben, um im Mainstream "konkurrenzfähig" zu sein.

Der Verfall war ürigens schon in den letzten Monaten, seit Lehnert
Chefredakteur ist, spürbar: recht zynisch. Erst ein High-Quality-Radio
abwickeln und dann von der Rückbesinnung auf Themen und Qualitäten
des =öffentlichen Rundfunks schwafeln. Es ist zum Kotzen oder zeugt von
bodenloser Unkenntnis, daß die Zitty derartig unkritisch mit dem Tod
eines Senders umgeht, der nicht erst durch die Liveübertragung der
Heiner-Müller-Gedenklesungen zum ostdeutschen Sprachrohr einer
künstlerisch/intellektuell interessierten und tätigen Minderheit in
Ost und West wurde, die offensichtlich keine Lobby hat oder zu unbequem
ist.

Das arrogante Gerede der SFB-Verantwortlichen läßt auch nicht gerade
hoffnungsfroh den folgenden Fusionen entgegensehen, zumal wirklich nicht
einzusehen ist, warum Kultur nur in Verbindung mit klassischer Musik
konsumierbar sein soll.

Claudia Franck

Was glauben Sie denn, ist Kultur? Radio Brandenburg-Hörer wissen es.
Ob Herr Lehnert jemals diesen Sender gehört hat, scheint fraglich, ist
aber zu vermuten. Da es Unwissenheit wohl nicht sein kann, klingen seine
Worte vom High-Quality-Radio um so höhnischer in meinen Ohren. Nachdem
wir nun die ersten Tage von Radio EINS hören durften, ist klar
geworden, daß es Herrn Lehnert mit seinem unglaublich hohen Anspruch
egal ist, ob er zehn-, zwanzig- oder dreißigtausend Hörer von Radio
Brandenburg vergrault. Daß wir den Verantwortlichen so gleichgültig
sind, schmerzt, ist doch mit dem Programm und den MacherInnen eine
Verbundenheit entstanden.

Aber sie sollten auch wissen, wieviele Hörer sie verlieren, alle, die
95,8 MHz jetzt aus ihrem Senderspeicher löschen, sind aufgerufen, eine
Karte, ein Fax oder ein e-mail an den ORB zu schicken:

Ich schalte ab! Radio EINS zuviel!

Qualität ist natürlich eine Frage des Maßstabes, wurde die
Qualitätsmarke Radio Brandenburg auch deshalb ausgeschlöscht?

Thomas Tschirner


Leserbriefe 22

Geile Musik

Heft 18/97: Titel Radio Eins - Die Zukunft liegt in der Vergangenheit.
Von Manfred Hobsch / Leserbriefe in Heft 20/97 und 21/97

Ich bin erst über SFB II auf Radio Eins gestoßen und war
glücklich, auf Arbeit nicht ständig die gleichen Mega-Gähn-Hits
aus drei Jahrzehnten und die drögen Dauergags unterhalb der
Gürtellinie (Dorfmann + Arno) bzw. im Brustbereich (Gerlinde)
erdulden zu müssen und so lauschte ich Costello, von 'the man',
Dylan etc. und abends war z.B. Prince angesagt.

Erst eure Leserbriefe haben mir die Augen geöffnet und mich als
nicht ernsthaften Radiohörer geoutet/entlarvt.

Ich werfe mich auf die Knie und bitte um Vergebung meiner S=FCnden. Wie
konnte ich glauben, es geht darum, halbwegs gutgelaunt mit teilweise
geiler Musik durch den Tag zu kommen. Es muß um (viel) mehr gehen, um
die Welterrettung, das Unfaßbare, die Apokalypse, die Revolution,
weitaus höhere Dinge ... mindestens Gott & Jesus, vielleicht sollte
ich doch zu Radio Paradiso wechseln, oder all die Anti-Radio-Eins-Leser
machen einen eigenen Radiosender auf und dort lausche ich dann den
intellektuellen Ausführungen und bin überhaupt nicht mehr gutgelaunt
... ernsthafte Radiohörer vereinigt euch, es steht sehr viel auf dem
Spiel!!

Markus Glaubitz


Nach ca. vier Wochen Radio Eins h=F6ren, kann man wirklich nur sagen:
für wie flachgeistig werden eigentlich anspruchsvolle Hörer
angesehen? Radio Brandenburg jedenfalls bot alles, was ich (z.B.) als
Akademiker, 28 Jahre, mir von einem guten Radio vorstellte:

vernünftige Interviews und nicht die Abfrage von Selbstdarstellungen
(man könnte auch sagen: Werbung) der Befragten, Musik, die mir noch
nicht bekannt ist. Alle, die ich kenne, denken genau so über Radio
Eins. Also: wer soll dann angesprochen werden? Ich jedenfalls nicht.
Besonders befremdend ist es, die Stimmen, die vorher so gut moderiert
haben, jetzt mit so einem flachen Niveau zu hören. Da bleiben nur noch
die zwei Programme von Deutschlandfunk.

Oliver Pyperper

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