Anfrage von Stephan Pfrogner

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Marco Retzlaff

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Jun 6, 2014, 6:06:32 AM6/6/14
to bb-j...@googlegroups.com, bsvb-info - die geschlossene Mailingliste nur für Mitglieder des BSVB e. V. (BSVB)
stephan.pfrogner [mailto:stephan....@folkwang-uni.de]
Guten Tag,


Mein Name ist Stephan Pfrogner und ich studiere an der Folkwang Kunstuniversität Fotografie. Kürzlich habe ich ein Fotoprojekt an der Uni abgeschlossen, bei dem ich Menschen mit Sehbehinderung porträtiert habe. Dank der Hilfe von einigen Freiwilligen konnte ich das Projekt an der Uni mit großem Zuspruch und Erfolg abschließen. Mir hat die Arbeit wirklich sehr viel Spaß gemacht und ich habe in der kurzen Zeit viele nette Menschen kennenlernen dürfen, sie haben mir einen kleinen Einblick in den Alltag eines Blinden gewährt, mit welchen Problemen sie tagtäglich konfrontiert werden , aber auch, mit welcher Freude sie das Leben angehen und sich nicht durch ihre körperliche Einschränkung unterkriegen lassen. Das hat mich besonders nachhaltig beeindruckt.

Mein persönliches Interesse an das Leben eines Blinden war so groß, dass ich beschloss mir auf Empfehlung das Buch „ Im dunkeln sehen“ von John Hull zu lesen.

Kurz zum Inhalt: John Hull, der Verfasser, ist Professor für Theologie, wuchs in Australien auf und lebt heute in England. Im Alter von 13 Jahren erkrankte er an Grauem Star, vier Jahre später wurde er auf dem linken Auge völlig blind. Bis zum 35. Lebensjahr konnte er auf dem rechten Auge leidlich sehen, doch begann auch dort die Sehkraft nachzulassen. Es folgte ein Jahrzehnt stetig abnehmender Sehfähigkeit, in dem Hull immer stärkere Brillen brauchte und mit immer kräftigeren Stiften schreiben musste, bis er 1983, im Alter von 48 Jahren, vollständig erblindete.

Das in den darauf folgenden drei Jahren diktierte Tagebuch "Touching the Rock" steckt voll ergreifender Einsichten über Hulls Leben als Blinder, doch hat mich nichts so nachhaltig beeindruckt wie seine Beschreibung vom stetigen Nachlassen visueller Vorstellungen und Erinnerungen bis hin zu ihrem völligen Erlöschen - einem Zustand, den Hull "tiefe Blindheit" nennt.

Dieser Zustand hat mich so sehr interessiert und gereizt, dass ich beschlossen habe, dass zu meinen Thema für meine Abschlussarbeit an der Uni zu machen.

Ziel meiner Arbeit soll es sein bei Menschen, die nicht von Geburt an blind sind, mit Hilfe eines Interviews einen Ort zu finden, den sie noch aus der Zeit als Sehender kennen,und zudem sie eine besondere Bindung haben, wieder aus ihrer Erinnerung lebendig zu machen. Anhand der Beschreibung versuche ich anschließend den Ort auf und versuche ihn fotografisch festzuhalten und bringe ihn abschließend mit dem Porträt des Blinden in Einklang.

Da ich erneut auf die Hilfe und das Interesse von Freiwilligen angewiesen, würde ich mich sehr freuen, wenn der eine oder andere sich bei mir melden würde, um mich bei dem Projekt zu unterstützen. Ich wäre Ihnen unendlich dankbar dafür.

Beste Grüße,

Stephan Pfrogner

Mobil 01778453418

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