Geschosswohnungsbau im Norden

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Klaus

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Nov 9, 2015, 12:57:59 PM11/9/15
to Baugebiet 411 in Erlangen
Es gibt erste "offizielle" Infos zum geplanten Geschosswohnungsbau im Norden von 411.
Dass die Gebäude entgegen dem Bebauungsplan 4 statt 3 Vollgeschosse haben sollten war ja schon (mehr oder weniger) bekannt. Ein Dachgeschoss gibt's nun aber auch noch dazu. Ich denke, besonders für die Bauherren/-Frauen in den nördlichen Quartieren dürfte das interessant sein:

http://ratsinfo.erlangen.de/bi/vo0050.php?__kvonr=2128067&search=1

Vielleicht kann man die "flexible Interpretation" des Bebauungsplans ja auch als Argument für eigene Befreiungsanträge nutzen.
Interessant finde ich auch diesen Absatz:

Die Öffentlichkeit soll über die geplanten Änderungen informiert werden. Dies ist insbesondere wichtig für die zukünftigen Bauherren im Baugebiet 411, die kurz vor Abschluss der Grundstückskaufverträge stehen. Zahlreiche Nachfragen bei der Verwaltung zu den im Norden des Baugebietes geplanten Gebäuden und deren Nutzungen haben gezeigt, dass für viele Bauherren umfassende Informationen über ihr zukünftiges Wohnumfeld von großer Bedeutung sind.

Viele Grüße
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Michel Ngguenkam Toko

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Dec 1, 2015, 4:42:32 PM12/1/15
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Klaus
Vielen Dank für die Info.

Heute habe ich eine Mail von der Stadt bekommen. Nachdem alle beschlossen wurde. Die direkte Betroffenen sind erst jetzt offiziell informiert.
Ich habe ein paar Kollegen, die dort in Büchenbach und Kosbach wohnen. Die haben über die Vorhaben dort im Norden des Baugebiets echt ausgelacht und haben einfach nur Mitleid für die Bauherren ausgesprochen.

Ich habe mein Grundstück ganz dort oben in der unmittelbaren Nähe. Hätte ich schon früher über diese Vorhaben gewußt, dann hätte ich meine Auswahl anders getroffen. Das, was wir bekommen haben, War unsere erste Wahl.

Ich bin ja deswegen ein bisschen verärgert. Auch wenn die 5 Stöckigen Häuser hinter den 3 Stöckigen stehen werden. Dass hätte man schon informiert müssen.

Ich finde 5 schon relativ hoch neben einem Gebiet mit EFH.
Werden auch dort passiv bebaut?

Schade, dass wir hier nur wenig darüber sprechen.

Klaus

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Dec 1, 2015, 4:59:18 PM12/1/15
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Michel,

beschlossen ist damit nur, dass die Verwaltung beauftragt wird, den Geschosswohnungsbau wie beschrieben zu entwickeln. Ob das tatsächlich so umgesetzt wird dürfte damit noch nicht beschlossen sein. Nicht zuletzt gibt es ja einen gültigen Bebauungsplan (411 :) der dann erst entsprechend geändert werden muss.
Der Ansprechpartner hierfür müsste das Amt für Stadtplanung und Stadtentwicklung sein, Kontaktdaten waren ja in der Mail angegeben.

Ich bin von dem Vorgehen auch alles andere als begeistert und erwarte eine Stellungnahme insbes. zu den Energieanforderungen für die geplanten Gebäude.

Noch ist also nichts zu spät - bitte JETZT die Gelegenheit nutzen und sich mit dem Amt für Stadtplanung in Verbindung setzen und dort ggf. Einspruch einlegen.
Nicht zuletzt haben die direkten Nachbarn zu diesen Gebäuden besondere Rechte (man muss ja - wenn ich das richtig verstanden habe - die Genehmigung der jeweiligen Nachbarn für den eigenen Ausführungsplan einholen)

(wer einen Größenvergleich braucht: die "Mönaugärten" nebenan haben größtenteils 3 Stockwerke, zur Mönaustraße sind sind es 4. Einfach mal vor Ort anschauen und auf sich wirken lassen.)

Klaus

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Jan 21, 2016, 6:16:13 AM1/21/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Update: am 26.01.2016 (nächsten Dienstag) berät der Umwelt- Verkehrs und Planungsausschuss über die Änderung am Bebauungsplan 411 ("1. Deckblatt") betreffend den nördlichen Geschosswohnungsbau:
http://ratsinfo.erlangen.de/bi/vo0050.php?__kvonr=2128313

Wichtig hierbei:

Die Beteiligung der Öffentlichkeit soll in der Form durchgeführt werden, dass der Entwurf des Deckblatts gemäß § 3 Abs. 2 BauGB für die Dauer einer Monats öffentlich ausgelegt wird. Bürgerinnen und Bürger können während der Auslegungsfrist Stellungnahmen abgeben. Dies betrifft auch die zukünftigen Baufamilien im Baugebiet 411, da die geplanten Änderungen von den Grundzügen der ursprünglichen Planung abweichen.

Die Sitzung ist öffentlich. ;-)

Viele Grüße

-Klaus

piets...@gmail.com

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Jan 22, 2016, 2:34:06 AM1/22/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Klaus,

weißt du zufällig, wie genau mit solch einer Stellungnahme umgegangen werden würde? Angenommen es finden sich ein paar Bauherren, die Stellungnahmen gegen diese riesen Betonbunker einreichen, was würde dann passieren? Die Stadt findet doch sicher einen Weg, alles abzuschmättern und doch zu machen, was sie will, oder?

Finde es nur witzig, dass sie mit diesen großen Mehrparteienhäusern ihr eigenes Energie-Plus-Ding ja zunichte machen - weil wo soll für so viele Wohnungen die Energie herkommen?
Aber uns haben sie eine Ausnahme verweigert (wir wollten eine Anlage unter 10000 kw, um die EEG-Umlage nicht zahlen zu müssen - gemessen an der Wohnfläche brauchen wir aber 11200 kw) - weil sonst könnte das Energie-Plus-Konzept ja gefährdet werden...
Wo ist hier der Augenroll-Smiley?!

Gruß
Manu

famille....@gmail.com

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Jan 27, 2016, 11:47:22 AM1/27/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Guten Tag zusammen

Ich habe an der Sitzung teilgenommen und war der einzigste Gast.

Nach der Sitzung habe ich drei Stadträte angesprochen.
Die alle waren von meiner Auffassung sehr überrascht und stellten doch fest, dass die Bauherren nicht wirklich (zumindest nicht genügend) informiert sind. Sogar die Stadträte aus der Grünen und SPD Fraktion, die bei der Sitzung dafür plädiert haben, haben mir gesagt, dass Sie sich besser mit dem Themas auffassen müssen.
Der Antreiber dieses "Wahnns" ist der Herr Weber von dem Planungsamt.
Sie haben mich aufgefordert, dass wir unbedingt diese Frist nutzen müssen und Stellungnahme machen müssen.
Die CSU Fraktion lehnte das Vorhaben nach wie vor ab mit folgenden Begründungen:
1) das ursprüngliche Ziel war Energie Plus
2) Sie fordern eine Stärke Bürgerbeteiligung. Die müssen über die Massnahmen mitreden und mitentscheiden können.
3) das Projekt ist schon für die Familien sehr teuer und wenn noch so zusätzlich kommt, dann ist die Belastung noch größer
4) warum hat man diesen Plan zu spät an die Öffentlichkeit gebracht. Das ist so dass die meisten Familien tief in der Planung stecken und so können nicht mehr aussteigen. Das war die Reaktion von einer Dame aus der CSU nach eine Aussage von Herrn Weber: sowieso es sind immer noch Hunderte von Interessenten da.
5) es wird einfach zu dicht verbaut.

Der nördliche Bereich im Baugebiet wird nicht mehr in der jahresenergibilanz betrachtet: Die Mehrfamilienhäuse werden konventionell gebaut.


Also viel waren der Meinung, dass die Stadt ein bisschen gespitzt hat und dass es zu dicht gebaut wird.

Nun lange geredet.
Wie Klaus hier im Forum gesagt hat, ist nichts beschlossen und wir sollen, Nein wir müssen aktiv sein. Wir können es schaffen.
Alle mit denen ich gesprochen haben gemeint: es soll noch gründlich geprüft werden aber sie brauchen INPUTS von uns.
Ich habe 4 Visitenkarten bekommen.

Ich das alles hier nicht erzählen.
Mein Gefühl ist, die sind auch unsicher und wir können den Plan nicht ganz stoppen,aber die Ausmaße reduzieren. Zum Beispiel nur 3 Stockwerke. ( war der Wunsch vieler Stadträte. Nur Herr Weber wollte das nicht verstehen und stets auf eine mögliche Knappheit an Wohnungen in Erlangen hingewiesen. Was meiner Meinung nach nicht aussagekräftig ist. Berechtigt schon aber ...)
Das war einfach interessant zu sehen, wie man aus nicht genügend Grundlage ja falsche bzw. ungünstige Entscheidung treffen kann. Den meisten waren das irgendwie egal und wenn mehr Inputs bekämen dann ....

Wir müssen einfach konstruktiv argumentieren.
Wer ist daran interessiert?
Ich kann noch mehr erzählen.
Uns bleiben nicht mehr viel Zeit.
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famille....@gmail.com

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Jan 28, 2016, 5:02:36 AM1/28/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo
Sorry ich hatte gestern vergessen, meine Mail zu signieren.
Ich bin Michel mit der Mail
Famille....@gmail.com oder fernand....@gmail.com
Man muss einfach die Geschosswohnungen von Schultheiß Nord Ost des Baugebietes anschauen. Die sind 3 oder 4. Da bekommt man eine Vorschtellung, wie 5 Geschossen aussehen.
Für mich sind 3 ausreichend und das können wir erreichen.

Gruß
Michel

virgilio....@gmail.com

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Jan 28, 2016, 7:18:24 AM1/28/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Michel, wie kann ich zur Abstimmung kontaktieren?
Gruß
Virgilio

famille....@gmail.com

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Jan 28, 2016, 8:52:39 AM1/28/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Virgilio

Meine Nummer:01791186962
Wenn ich nicht dran gehe dann rufe ich später an. Oder du rufst gegen 21:30.
Wir können uns Morgen treffen.
Ich habe meine Stellungnahme fast fertig aufgefasst. Mir fehlt noch einen letzten Teil.
Folgende Punkte habe ich:
1) Informationspolitik
2) Bauherren weder ausführlich noch rechtzeitig informiert
3) Verdichtung der Bebauung
4) Gefährdung Energie Plus Vorhaben
5) Beschattung der Grundstücke
6) Ertragsminderung der PV Anlagen von bis zu 20% ( laut Architektenangabe) etc...

Gruß
Michel

piets...@gmail.com

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Jan 28, 2016, 12:40:40 PM1/28/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Wer von eucht hätte denn Interesse daran,  dass wir uns zu diesem Thema mal zusammen setzen!?

Ich denke, wenn wir "alle an einem Tisch" sitzen, dann kann darüber leichter gesprochen werden (und auch persönlicher) als hier. Wir können alle Argumente sammeln und vielleicht wirklich gemeinsam etwas erreichen (zumindest versuchen sollten wir es!!!).

Das sollte allerdings relativ zeitnah passieren, damit wir die Frist für die Stellungnahmen einhalten können - hat wer einen Vorschlag wann und wo?

Gruß

Manu

Thanh Pham

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Jan 29, 2016, 12:45:08 AM1/29/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo zusammen
Vielen Dank für die Information
Ich habe Interesse daran, bin leider erst Mitte Februar in Erlangen
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Eugen

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Jan 30, 2016, 4:29:18 PM1/30/16
to baugebiet-41...@googlegroups.com
Hallo zusammen,

ich habe mich bis jetzt zwar zurück gehalten, bin aber an dem Thema interessiert. Der Grund für mein Zurückhalten ist, dass mir das ausformulierte Ziel der Aktion fehlt.
So wie ich es verstanden habe, gibt es eine schwammige Vormulierung einer Änderung des Bebauungsplanes, die zu einem großen Klotz im Norden unseres Baugebiets führt.
  1. An die Beeinträchtigung der Solargewinne glaube ich nicht
  2. Dass die Siedlung insgesammt nicht +Energie sein wird, soll uns auch nicht stören. Wichtig ist, dass wir etwas für die Umwelt tun und durch  unsere Bewerbung uns dafür erklärt haben (pP).
Es bleiben also
  1. Informationspolitik der Stadt
    • Wir können die Verantwortlichen um eine Prozessergänzung bitten, wobei den Bauherren nicht nur kurze Info zugesandt wird, sondern auch eine Austauschplatform zur Verfügung gestellt, auf der ein Dialog mit den Ämtern stattfinden kann. Es kann z.B. einfache Kommetarfunktion unter der Infoseite sein.
  2. Verdichtung
    • Wie können wir hier objektiv Argumentieren? Vielleicht haben Kollegen von der Stadtplanung irgendwelche Normen/Empfehlungen mit Spannen, sodass mit einwenig Mitgefühl weniger verdichtet wird.
    • Es ist klar, dass Bewohner der Anlage und deren Kinder
      • Spielplatz mitbenutzen werden
      • An Feiertagen sich im gesamten Baugebiet auf Spaziergäge begeben werden, sodass "Privatsphäre" der Hausbesitzer gestört wird
      • Sichtschutz?
    • Edit ( Punkt von Natalia) Parkplatzsituation wird schlechter, wenn unterirdisch nicht vorgesorgt wird.
  3. Panorama
    • Die Größe der Anlage soll so gewählt werden, sodass trotzdem ein harmonisches Bild entsteht. Denn dieses Bild wird bei jeder Sommer/Grillparty aufgenommen.
  4. Nachteile wirtschaftlicher Natur
    • Edit (Punkt von Michel) Wertverlust der Immobilie

Hiermit möchte ich andere zum Äußern von weiteren Argumenten, Kriterien und Vorschlägen animieren. Wir brauchen keine gleiche Meinung zu haben. Wir brauchen gemeinsam zu arbeiten und Schwarmintelligenz entstehen zu lassen, danach werden wir glauben gleiche Meinung gehabt zu haben :-)


Edit: Ich habe mir erlaubt diesen Post zu bearbeiten um die unten angegebene Punkte aufzunehmen.


Grüße

Eugen 

Natalia

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Jan 30, 2016, 6:05:38 PM1/30/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
... und wie wird es wohl mit öffentlichen Parkplätzen aussehen? Da werden Autos wahrscheinlich überall abgestellt...

Michel Ngguenkam Toko

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Jan 31, 2016, 7:31:54 AM1/31/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Guten Tag zusammen,

Klaus hatte diesen Thread schon im November aufgemacht. Er macht sich schon viele Mühe und versucht hier Inputs reinzubringen.
Ich gestehe auch, dass ich mich zuspät damit richtig aufgefasst habe um so mehr ärgere ich mich.

Klar niemand ist dazu gezwungen, Stellungnahme abzugeben.
Ein ist mir klar. Soll das Projekt wie jetzt geplant ist umgesetzt werden, muss man schon mit Wertverlust rechnen.
Solltest du schon die Finanzierung mit der Bank abgeschlossen haben, dann lasse bitte eine neue Auswertung des Baugebiets machen.

zurück zu dem Thema:

So steht im 1. Deckblatt zum Bebauungsplan Nr. 411 Erlangen.
"Die Änderung erfolgt im beschleunigten Verfahren nach § 13 a BauGB. Das 1. Deckblatt wird daher ohne Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt. Von der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden nach § 3 Abs. 1 BauGB wird abgesehen.

Bei der letzten Sitzung hat Herr Weber noch daraufhingewiesen, dass es keine große Informationsveranstaltung wie 2014 der Fall war, geben wird. Er hat sich auf dieses Paragraf beruht.  Vom Gesetz hier handelt er richtig.
Die Frage, die man sich aber stellen muss ist, warum erst unmittelbar bei den Notarterminen?
Wie gesagt die Politiker aus der Fraktion CSU und SPD sind der Meinung, dass es zu dicht gebaut wird.
Ich kann nicht glauben, dass man erst vor 3 Monate über die Wohnungssituation in Erlangen Bescheid weiß denn, das ist das Hauptargument.
Bei der Sitzung wurde auch gesagt, dass der nördliche Teil des Baugebiet nicht mehr in der Jahresenergiebilanz einbezogen wird. Warum? 

Fazit 
Niemand ist gezwungen Stellung zu nehmen. Eine gemeinsame Aktion wird auch nicht geben.
Motivationsspruch:

"

Wenn Du Zeit hast zu jammern und Dich zu beklagen, dann hast Du auch Zeit etwas dagegen zu tun.“ ==> bevor es spät wird!


Gruß,
Michel

Michel Ngguenkam Toko

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Feb 2, 2016, 7:27:29 AM2/2/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Update,

hallo zusammen,

einige Bauherren haben schon Ihre Stellungnamen abgegeben. Vielen Dank an Virgilio und Birgitt.
die Stellungnahmen werden aufgenommen. Sobald ich das ok bekomme, die Mails hier zu veröfentlichen bzw. weiterzuleiten, kann ich die Antwort hier posten.

Anbei mein Schreiben an OB Dr. Janik,

feel free to use it.

Sind meine persönliche Eindrücke.

Michel
Ablehnung des Bebauungsplanes.pdf
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piets...@gmail.com

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Feb 6, 2016, 12:24:11 PM2/6/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Virgilio,

meine Stellungnahme ist auch unterwegs - probieren muss man es ja.

Am 25.2. wäre ich (bzw. wären wir) sehr sehr gerne dabei. Allerdings sind wir an diesem Tag unterwegs und wissen nicht, ob wir es zeitlich hinbekommen um 16:30 Uhr im Rathaus zu sein. Ich hoffe, es melden sich viele, die dort "die Bauherrenschaft" vertreten.

Gruß

Manu Pietsch
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Florian

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Feb 8, 2016, 1:27:52 PM2/8/16
to Baugebiet 411 in Erlangen

Hallo zusammen,


wir finden speziell die Informationspolitk der Stadt unter aller Kanone. Wir waren „Nachrücker“ und haben die Zusage für unseren Bauplatz erst am 24.12.15 erhalten. Somit haben wir die Information, dass sich die Bebauung ändert, nie erhalten. Wir wurden nur dazu gedrängt so schnell wie möglich (bis 04.01.16) eine Zu- oder Absage an das Liegenschaftamt zu senden. In dieser Zeit (Weihnachtsurlaub) war natürlich auch so gut wie niemand für Rückfragen zu erreichen.


Dass sich die Bebauung überhaupt ändert, haben wir durch Zufall erfahren und über den Sitzungskalender der Stadt Erlangen das erste Mal gesehen, was die Stadt überhaupt vor hat. Auf der offiziellen Seite des Baugebietes ist ja bis heute nichts über die Änderungen zu finden (warum diese Geheimnistuerei?). Das zum Thema: Frau StRin Tempel-Meinetsberger bittet darum, die südlichen Anwohner über das Bauvorhaben zu informieren. Herr berufsm. StR Weber teilt mit, dass die Anwohner nach dem Stadtratsbe-schluss informiert werden.“ Aus dem Protokoll der Stadtratssitzung vom 26.11.2015


Ich versuche jetzt seit dem 04.01.16 Informationen zu der geplanten Änderung zu bekommen, doch niemand kann mir etwas dazu sagen.


Deshalb habe ich vor kurzem nachfolgenden Brief an den Oberbürgermeister, 2 Stadträte, das Liegenschaftsamt und das Stadtplanungsamt geschickt.


Von niemanden habe ich bisher eine Antwort erhalten.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - -


Betreff: Änderung des Baugebietes 411 (Energie-Plus-Siedlung Häuslinger Wegäcker Mitte)



Sehr geehrte Damen und Herren,


ich habe in der Vergangenheit bereits mehrmals versucht, Informationen zu der geplanten / beschlossenen Änderung des Baugebietes 411 (Energie-Plus-Siedlung Häuslinger Wegäcker Mitte) zu erhalten. Obwohl die Änderungen bereits am 26.11.2015 vom Stadtrat beschlossen wurden, sind auf der offiziellen Informationsseite zu diesem Baugebiet (Stadt Erlangen / Stadtentwicklung) noch immer die alten Pläne zu finden. Außerdem wurden Nachrücker wie wir überhaupt nicht über die Änderungen informiert.


Folgende Fragen habe ich bezüglich des geplanten Geschosswohnungsbaus für die Errichtung von EOF-Mietwohnungen:


- Welche Durchmischung bezüglich Wohnungsgröße wird bei dem Bau angestrebt? In dem Baugebiet wurde besonderer Wert darauf gelegt, Familien mit Kindern anzusiedeln. Wie viele Wohnungen in dem geplanten Geschosswohnungsbau sind 3-, 4- oder 5-Zimmerwohnungen (Zuzug von Familien)?


- Mit welchem Energiekonzept wird gebaut? Aufgrund des Konzeptes „Energie Plus Siedlung“ ist für alle Bauherren im Baugebiet eine extrem kostspielige Bauweise (Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen, Dämmungen,…) vorgeschrieben. Gelten für den geplanten Geschosswohnungsbau die gleichen Maßstäbe?


- Anstatt der ursprünglich geplanten 39WE werden es bei Variante D ca. 120WE werden. Können aufgrund der steigenden Bewohnerzahl zusätzliche Ausgleichsflächen (z.B. westlich zwischen dem Baugebiet 411 und dem neu geplanten Baugebiet 412) entstehen? Wo sollen die ganzen Leute parken, die zu Besuch kommen? Aufgrund der wesentlich engeren Bebauung wäre es für die Hausbauer (vor allem im Nord-Westen) besonders wichtig einen „Grünstreifen“ zum nächsten Baugebiet 412 zu berücksichtigen.


- Ist es möglich einen gewissen Prozentsatz der Wohnungen zum Verkauf anzubieten (ebenfalls wie beim restlichen Baugebiet mit 10 jähriger „Wohnpflicht“)? In Erlangen gibt es nicht nur Bedarf an sozialen Wohnungsbau, sondern allgemein an bezahlbaren Wohnraum. Man sieht bei vergleichbaren Bauprojekten in der Vergangenheit wie groß der Bedarf an bezahlbaren Eigentumswohnungen in Erlangen ist.

Natürlich ist sozialer Wohnungsbau wichtig und auch nötig, aber sie merken ja sicherlich auch aufgrund der extremen Bewerberzahl beim Baugebiet 411, wie hoch der Bedarf am Erwerb von bezahlbaren Wohnungen und Häusern in Erlangen ist (besonders mit dem Hintergrund einer Familiengründung). Eine Durchmischung der Bewohner ist wichtig um eine „Ghettobildung“ (viele Menschen auf engen Raum) zu vermeiden.

Ebenfalls sind die ständig steigenden Studentenzahlen in Erlangen in Verbindung mit den steigenden Mietpreisen ein Problem. Kann ein Teil der Wohnungen nicht für Studenten zur Verfügung gestellt werden?


- Wird beim Geschosswohnungsbau eine Nachhaltige / hochwertige Bauweise angestrebt? Sollte der Bedarf an sozial geförderten Wohnraum in der Zukunft wieder zurück gehen, sollte es möglich sein diese Gebäude anderweitig zu vermieten / verkaufen. Eine günstige Architektur kann diesbezüglich problematisch werden.


- Ist es möglich die Tiefgaragenzufahrten aus der nördlichen Richtung oder wenigstens aus der Goeschelstraße zu realisieren? Aufgrund der restlichen Anwohner sollte unbedingt vermieden werden, den gesamten Verkehr über den Hegemann- und Sehmerweg abzuwickeln.


- Im Protokollvermerk sagt Herr StR Bußmann: „falls Erdgeschoss-Wohnungen im Bereich der geplanten StUB/Bushaltestelle vorgesehen sind, zu überprüfen, ob hier nicht Einzelhandel berücksichtigt werden könnte.“ Wie ist diesbezüglich der aktuelle Stand? Kann man sich z.B. auch ein Eltern-Kind-Café Vorstellen? In der gesamten näheren Umgebung gibt es sehr viele Familien mit jungen Kindern jedoch wenig Möglichkeiten sich (z.B. bei Elternzeit) tagsüber kurzfristig irgendwo in der Nähe zu treffen und mit anderen Eltern in Kontakt zu kommen.


Grundsätzlich würde mich noch interessieren wie die Planung in Zukunft weiter geht? Hat man als zukünftiger Bewohner ein gewisses Mitspracherecht bzw. wie kann man sich informieren?


Ich hoffe, dass Sie mir einige Fragen beantworten können. Dieses Bauprojekt ist für unsere Familie (sowie die meisten anderen Familien) ein großer Schritt und die aktuelle Informationspolitik bezüglich der Bebauungsänderung schafft bei sehr vielen Leuten eine große Unsicherheit.


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piets...@gmail.com

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Feb 9, 2016, 3:32:30 AM2/9/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Florian,

das ist ja echt wieder mal ein Stückchen, das sich da die Stadt geleistet hat - 1,5 Wochen zum Entscheiden und dazu null Information...

Dein Brief ist super geschrieben!!! Ähnliche bzw. gleiche Themen sind auch in unseren Stellungnahmen zur Änderung des B-Plans aufgeführt. Vielleicht können wir alle zusammen ja doch noch was bewegen.

Trotz allem Ärger: herzlich Willkommen in dem Baugebiet!!! War bestimmt trotdem ein schönes Weihnachtsgeschenk, oder!?

Gruß

Manu Pietsch

Michel Ngguenkam Toko

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Feb 9, 2016, 5:38:17 AM2/9/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Das werden wir uns nicht bieten lassen.
Die Politik versucht hier sein Wahlversprechen zu halten.
Der Beitrag von Flo ist hier eine gute Illustration dafür, dass die Stadt keine Interesse hat, die Bürger zu informieren.
Es hört sich so an, als wir diese Grundstücke gebettelt haben.
Der Kaufvertrag in seiner Formulierung geht auch in dieser Richtung.
Ich habe schon von vielen gehört, dass 411 einfach ein Experiment war und es sollte auch nicht mehr ein Baugebiet in dieser Form geben.
Warum muss ich eine teure Bohrung machen, um mir im Jahr 120€ einzusparen.
In dem Beitrag von Hr. Wölffel ist die Sole WP nur durch Zuschüsse finanziell tragbar.
Meine Frage: kann man dieses Geld nicht anders und sinnvoll einsetzen?
Das ist doch unser Steuergeld oder?
Ich glaube das ist ein Fall für die Sendung von Mario Barth der Komiker.
Zuschüsse ja aber nicht so. Man kann das Geld in Forschung und Entwicklung einsetzen. Für ein neues Haus in passiver Bauweise reicht ein LWP meiner Meinung nach völlig aus. Durch schon die dicke Dämmung sollte das Haus allein auskommen daher die Bezeichnung "passiv".
Mit Lwp wird auch wenig die Natur belastet. Wie viel Bohrungen sollen gemacht werden? Und in fast 100m Tiefe. Neues Ruhrgebiet?
Uns werden immer von Zuschüssen hier oder da versprochen, um das immer schmacherhaft zu präsentieren.
Irgendwie muss das Geld hier. Für 2000€ Zuschuss musst du 5000€ mehr bringen. Am Ende sind das immerhin 3000€ mehr Investition. In meine Muttersprache spricht man von "vergiftetes Geschenk".

Werner Doyé würde einfach "Toll!" sagen.

Hier habe ich was gelernt : so ein Projekt ohne Bürgerbeteiligung und ohne Vertreter aus der Wirtschaft ist immer nur für eine Wahlperiode gut.
Allein diese Problematik für E-Autos ist ein Beispiel. Leider müssen wir mindesten 10 Jahre.

Petition nicht vergessen
Michel
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Klaus

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Feb 10, 2016, 1:47:05 PM2/10/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Ich war am 26.01. leider verhindert und kam erst um 18:00 ins Rathaus, da war die Sitzung gerade zu Ende.
Inzwischen habe ich aber auch ein Schreiben aufgesetzt und werde das nun ans Baureferat sowie an die Fraktionen im Bauausschuss senden.

Zu der Stadtratssitzung am 25.02. müsste ich's schaffen. Interessanter als eine Demo wäre vielleicht ein Bericht in den Erlanger Nachrichten...?

Zudem möchte ich mich einigen Vorrednern anschließen: es wird nichts helfen einfach nur "dagegen" zu sein - es müssen konkrete Forderungen und Vorschläge auf den Tisch. Wohnraum in Erlangen ist knapp (und daher teuer), deshalb ist eine optimale Nutzung von Bauflächen sinnvoll. Ich habe aber das Gefühl, dass hier deutlich über das Ziel hinausgeschossen wird: anders als im Bebauungsplan sind die nördlichen Grundstücke ja ohnehin schon größer geworden (die nördlichen Kettenhaus-Grundstücke sind entfallen), und auch auf "eventuell" vier Vollgeschosse wurde vorab vorsichtig hingewiesen. Das reicht aber scheinbar immer noch nicht: das Energie-Plus-Ziel wird geopfert, das Stadtteilzentrum minimiert und die Bauhöhe von den dort üblichen 2-3 auf nun 5 Vollgeschosse erhöht...

Das widerspricht auch ziemlich der eigenen Aussage vom Baureferat zum Thema Bürgerbeteiligung: "Bürgerbeteiligung soll in Erlangen kein Schlagwort sein sondern gelebte und praktizierte Planung und Realisierung." :)

Viele Grüße

-Klaus

Klaus

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Feb 10, 2016, 2:15:57 PM2/10/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
  1. Panorama
    • Die Größe der Anlage soll so gewählt werden, sodass trotzdem ein harmonisches Bild entsteht. Denn dieses Bild wird bei jeder Sommer/Grillparty aufgenommen.
Das dürfte vielleicht auch die Anwohner im nördlichen/nordwestlichen Baugebiet ("An der weißen Marter") interessieren. Ob die schon von der Stadt informiert wurden, wie der Ausblick im Garten in Richtung Süden künftig aussehen wird?

Ansonsten sind hier noch ein paar weiterführende Links:
Viele Grüße

-Klaus

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Michel Ngguenkam Toko

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Feb 11, 2016, 2:14:45 PM2/11/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo zusammen,

vielen Dank Klaus für die Links. Werner Doyé: "Toll!" bei Frontal21
Mein Grundstück liegt genau an dieser Stelle (erstes nordwestlich).
Ich habe bis heute kein Schreiben bekommen.
Ich bin dort komplett von Hochhäusern umgeben.
Das ist extrem für mich z.Z. schwer zu den Abstand von meinem Grundstück zu den Geschoßwhonungen zu schätzen.
Westlich von mir kommen Reihenhäuser vom Baugebiet 412. Wenn dort noch mit Laternengeschoß gebaut werden, dann wird das bei mir ganz grausam aussehen.

Schlimm ist noch, dass der Zugang zur TG genau in der Höhe meines Grundstücks liegt.
Weiß ich nicht, wie das mit den Kindern sein wird. Ich hoffe maxi 10kmh.
Prinzipiell bin ich nicht strickt dagegen, aber das muss konstruktiv gestalten sein.
Und nicht in dieser Form oder Art und Weise.

Viele Grüße 
Michel.

Michel Ngguenkam Toko

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Feb 11, 2016, 3:16:37 PM2/11/16
to Baugebiet 411 in Erlangen

Hallo zusammen,

 

vielen Dank Klaus für deinen Beitrag.

 

Von mir aus geht überhaupt nicht darum, mich einfach dagegen zu stellen. Ich habe auch keine Absicht, das Projekt komplett abzulehnen.

Meine konkreten Vorschläge wären:

1) Reduzierung der Geschosswohnungen auf 3 Maximum 

   - Harmonisierung der Landschaft

   - Kein großer Unterschied zu den Häusern

   - Reduzierung der Verdichtung 

   - Es werden dadurch immerhin mehr Wohnungen geben: Das Wahlversprechen wird somit eingehalten.

2) Klare Trennung von den 2 Einheiten:

    Diese Straße muss breit genug sein

3) mehr Eigentumswohnungen statt Mietwohnungen ==> Minimierung der Fluktuation

    In der Tat wird die Nachfrage an Mietwohnungen sinken. Die Bürger wollen Eigentümer werden und nicht unbedingt Mieter. Laut Spiegel Online

Steigen die Kaufpreise über längere Zeit deutlich stärker als die Mieten: Diese Entwicklung gilt auf dem Wohnungs- und Häusersektor als möglicher Indikator für eine Immobilienblase. In der Gesamtbranche in Deutschland ist dieses Risiko derzeit zwar gering. In Teilbereichen aber wächst laut dem Dienstleister Immobilienscout24 die Gefahr einer Marktüberhitzung. Und einige mittelgroße Städte in der Bundesrepublik sind dem Portal zufolge derzeit anfälliger für eine Immobilienblase als Metropolen.Potenziell gefährdet sind demnach etwa Regensburg, Freiburg und Erlangen, aber auch Augsburg sowie Ingolstadt

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/immobilienpreise-welchen-staedten-die-immobilienblase-droht-a-980903.html

 

4) Das Ziel Energie-Plus darf nicht gefährdet werden

5) Generationenwohnen

   Der demografische Wandel in unserem Land ist seit vielen Jahren Realität geworden. Ein Wandel, welcher auch soziale und ökonomische Veränderungen bringt.

 Meine Beobachtungen zeigen, dass Wohnviertel bzw. Siedlungen und Stadtteilen fast gleich aufgebaut sind und haben gleichen Verlauf bzw. gleiche Wanderung: Am Anfang hat man ein sehr und gut belebtes Viertel durch jungen Familien mit Kindern die dort eingezogen sind. Die Kinder wachsen auf und irgendwann gehen sie aus dem Haus. Die Eltern werden immer älter, manchmal haben nicht immer die Kraft, das Haus zu pflegen. Durch das Wegziehen von Kindern gehen bei manchen die soziale Kontakte weg (vor allen wenn die Krankheit noch dazu kommt). Manchen sind auch an der Umgebung so verwurzelt, dass Ausziehen nur mit großen Schmerzen gebunden ist.

 

Alle diese Situationen stellen eine neue Herausforderung dar, wenn es darum geht, qualitätsvolle, lebendige Siedlungen über mehrere Generationen zu entwerfen.

 

Generationenwohnen.

Idee ist ein Gebiet so zu entwerfen, dass junge Paare, Single, Familien und auch Senioren zusammenleben können.

Es ist heute keine Seltenheit mehr, dass Mann und Frau arbeiten müssen. Ab und zu sind Sie auf Hilfe angewiesen (Schulschließung, Kind ist krank usw.)  und können auf die Großeltern nicht zurückgreifen.

Senioren wollen gerne Mitte drin im Leben bleiben. Sie wollen mit anderen Älteren gemeinsam Freizeit gestalten, Kontakte mit kleinen Kindern haben. Somit können die ihre familiäre, nachbarschaftliche soziale Kontakte aufrechterhalten.

Das Konzept hier auf dem Baugebiet in Büchenbach  geht sehr gut in dieser Richtung.  Die Mehrfamilienhäuser neben den Einfamilienhäusern werden  dazu dienen, dass junge Paare immer in der Siedlung leben werden.

Es hat nur den Platz für Senioren gefehlt, um dem Baugebiet das Prädikat „Generationenwohnen“ zu vergeben.

Wäre das nicht einzigartig,  in der Bundesrepublik eine Energie-Plus-siedlung UND zusätzlich Generationenwohnen zu haben.

Im Norden des Baugebiets können ein oder Zwei Mehrfamilienwohnungen für Senioren gebaut werden.

Büchenbach mit seinem Nahversorgungszentrum und Wald bietet alle Voraussetzungen an.

Diese brauchen nicht lange wegfahren, um Bedarf für den Alltag kaufen zu müssen. Die erste Versorgung mit Arzt und Apotheke ist vorhanden. Mit der StUB ist die Mobilität garantiert. Mehr Gemeindebedarfsflächen werden auch dafür benötigt

Für uns jetzige Bauherren wird das auch ideal sein, wenn es so weit gekommen ist in den dritten Lebensabschnitt überzugehen: wir werden nicht wegziehen müssen.


Ich bin auch sehr dafür in die Presse zu gehen. Dadurch wird der Druck höher.

Danke & Gruß,

Michel

Klaus

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Feb 11, 2016, 4:47:25 PM2/11/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hier ist unser Brief (an's Stadtplanungsamt sowie alle per E-Mail erreichbaren Mitglieder des Bauausschusses):


Sehr geehrte Damen und Herren,

[...]
Konkret geht es darum, dass die nun geplante Bebauung im Norden erheblich vom derzeit gültigen Bebauungsplan abweicht. Besonders stört mich, dass die Entwicklung des Baugebiets 411 über vier Jahre gedauert hat, die kurzfristige Nachverdichtung nun aber im beschleunigten Verfahren, ohne Information und ohne Beteiligung der Öffentlichkeit stattfinden soll. Und das ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, zu dem der Verkauf der meisten Grundstücke gerade so beurkundet ist.

Dass Wohnraum in Erlangen knapp (und daher teuer) ist, ist kein Geheimnis. [...] Von daher habe ich selbstverständlich Verständnis dafür, dass geplante Bauflächen auf eine optimale Nutzung hin untersucht werden. Bei der Bebauung im Norden von 411 scheint mir hier aber jegliches Maß verloren gegangen zu sein.
 
Bereits während der Verkaufsphase wurde darauf hingewiesen, dass die Grundstücke der nördlichsten Kettenhäuser nicht verkauft sondern mit den Grundstücken für den Geschosswohnungsbau zusammengefasst werden sollen. Zudem fand sich (gut versteckt) auf den Webseiten der Stadt Erlangen ein Hinweis, dass für den Geschosswohnungsbau im Norden eventuell vier Vollgeschosse denkbar wären.

Beim aktuellen Entwurf wird nun aber „nicht gekleckert, sondern geklotzt“: die Gemeinbedarfsflächen sind praktisch weggefallen und die Häuser sollen statt ursprünglich drei nun bis zu fünf Stockwerke hoch werden.
 
In der aktuellen Planung sehe ich insbesondere folgende Probleme:
•    Die Anzahl der öffentlichen Stellflächen scheint im Verhältnis zu der geplanten Wohnungszahl abgenommen zu haben – hier sehe ich latente Parkplatzprobleme durch Besucher.
•    Die südliche Tiefgaragenausfahrt vom Gebäude in „Teilfläche A“ führt über den Hegemannweg, die anderen beiden Ausfahrten direkt über die Goeschelstraße. Beide Straßen sind offenbar als „Mischfläche“ vorgesehen (also für KFZ, Fahrradfahrer und spielende Kinder – ohne Gehweg!). Sinnvoller dürfte eine Tiefgaragen-Zufahrt über die nördliche Goeschelstraße sein. Nicht zuletzt hat sich die Anzahl der Wohnungen (und daher vermutlich auch die der TG-Stellplätze) vervierfacht, was zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen führen wird.
•    Das von Büchenbacher Anwohnern lange ersehnte Stadtteilzentrum ist offenbar auf ein absolutes Minimum reduziert worden. Ob der Platz darin langfristig ausreicht möchte ich bezweifeln. Ich erinnere an dieser Stelle an die geplante Stadtteilbibliothek und notwendige Räume für Kinder- und Jugendangebote (ich habe selbst über 15 Jahre lang ehrenamtlich Jugendarbeit geleistet). Mit der aufgrund der Baugebiete 412, 413 und der Nachverdichtung steigenden Anwohnerzahl dürfte der Bedarf recht groß werden.
•    Die Gebäude sind mit 4+DG höher als alle umgebenden Gebäude (auch höher als die „Mönaugärten“). Ist die Privatspähre der Anwohner in den nördlichen Baugebieten (insbes. „An der weißen Marter“) weiterhin gewährt? Wurde die Immissionsbelastung der Autobahn A3 (sechspuriger Ausbau) berücksichtigt?
Als Bauherren in 411 unterliegen wir ziemlich strengen Anforderungen um das Ziel der „Energie-Plus-Siedlung“ zu erreichen. Im Energiekonzept zum Baugebiet 411 wurden durch Dr. Schulze Darup die notwendigen Energiestandards für jedes einzelne Grundstück genau festgesetzt. [...]
Vor diesem Hintergrund verstehen Sie vielleicht unseren Unmut, wenn die Stadt nun kurzfristig die gesamte Planung über den Haufen wirft…

Die Tatsache, dass die aktuelle „Variante D“ erst in der Stadtratssitzung am 26.11.2015 vorgestellt und letztendlich nur mit 29:21 Stimmen angenommen wurde zeigt mir, dass hier offenbar noch Diskussionsbedarf besteht.

Ich bitte Sie also darum, mit der geplanten Nachverdichtung keinen „Schnellschuß“ zu machen, sondern diese gründlich zu planen und die Anwohner des Baugebiets in die Überlegungen mit einzubeziehen. Eine wirklich durchdachte Lösung sollte wichtiger sein, als vielleicht ein halbes Jahr früher mit der Realisierung beginnen zu können.
Konkret erwarte ich:
•    eine deutliche Reduzierung der Gebäudehöhe, um das (lange geplante!) Raumbild nicht zu zerstören (3 Vollgeschosse, zum Adenauer-Ring hin evtl. 4 Geschosse)
•    Erhalt bzw. Vergrößerung der Gemeinbedarfsflächen (öffentliche Parkplätze, Stadtteilzentrum)
•    Prüfung (und Dokumentation derselben!) welcher Platzbedarf für das Stadtteilzentrum besteht – sowohl jetzt als auch in 15-30 Jahren
•    Einbeziehung der Anwohner (nicht nur 411, sondern auch 412, „Weiße Marter“, evtl. 410) in die Planungen und aktive Kommunikation (Brief oder E-Mail).
•    Stellungnahme, warum zum Zwecke der Wohnraumschaffung nicht die vielzähligen, seit vielen Jahrzehnten (!) brachliegenden Baulücken in Büchenbach und Kosbach mit einem Bauzwang belegt werden.

Mit freundlichen Grüßen

 

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Virgilio Bacigalupo

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Feb 21, 2016, 7:56:57 AM2/21/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Wir treffen uns heute um 15:30 beim BSC Erlangen, Schallershoferstr.70a.
Bis gleich.
LG
Virgilio
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Michel Ngguenkam Toko

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Feb 23, 2016, 5:36:57 PM2/23/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Guten Abend zusammen,

ich möchte hiermit ausdrücklich an alle appellieren, diese Einladung zu einer Informationsveranstaltung am 06.04. mit Vorsicht zu genießen.
Vor allen für diejenige, die am Donnerstag vor haben, im Rathaus zu erscheinen.

"Antrag auf Nachprüfung sowie Antrag auf Aussetzung des Beschlusses und Informationsveranstaltung mit den betroffenen Bürgerinnen/Bürgern; hier: UVPA vom 26. Januar 2016, TOP 15 1.Deckblatt zum Bebauungsplan Nr. 411 der Stadt Erlangen - Goeschelstraße Nord- mit integriertem Grünordnungsplan hier: Aufstellungsbeschluss CSU-Antrag Nr. 007/2016 vom 02.02.2016"

Das ist die alle letzte Chance diesen Beschluss auszusetzen, wie die CSU-Fraktion formuliert hat.

Nach meiner Information aus internem Kreis im Rathaus ist diese Informationsveranstaltung nur von formalem Charakter.
Es liegt hier die Vermutung nah, dass die Stadtverwaltung mit höchster Wahrscheinlichkeit vor hat, den Beschluss schon am kommenden Donnerstag endgültig zu verabschieden und hinterher uns darüber zu informieren
Wenn das beschlossen ist, dann haben wir keine Chance mehr, etwas dagegen zu unternehmen. Darum müssen wir am Donnerstag um 17:45 zahlreich erscheinen. 

Hier ist für mich einen Beweis mehr, dass die Stadt uns von dieser gesamten Änderung keine Interesse zeigt, uns Information rechtzeitig und vor allem uns eine aktive Beteiligung zu gewähren. Das ist ein Verstoß gegen §2 und §4 des BauGBs. Ich bin zwar kein Jurist und hasse juristische Texten (als Deutsche mit Migrationshintergrund ist das mir sehr schwierig).
Warum spreche ich von Verstoßen:

1)  Widerspruch zwischen dem Inhalt der Beschlussvorlage und dem Vorgang der Stadtverwaltung:

"Die Änderung erfolgt im beschleunigten Verfahren nach § 13 a BauGB. Das 1. Deckblatt wird daher ohne Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt. Von der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden nach § 3 Abs. 1 BauGB wird abgesehen. "
Der letzte Satz "frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden nach § 3 Abs. 1 BauGB wird abgesehen" ist hier entscheidend. 
Meine Fragen:
Wurden wir frühzeitig informiert?
hat die Beteiligung der Öffentlichkeit stattgefunden?
Meiner Meinung nach NEIN!.
Daher kann die Änderung rechtlich nicht mehr nach § 13 a BauGB stattfinden. Hier muss eine Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB stattfinden.

2) Verstoß gegen § 3 Beteiligung der Öffentlichkeit
"(1) Die Öffentlichkeit ist möglichst frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung, sich wesentlich unterscheidende Lösungen, die für die Neugestaltung oder Entwicklung eines Gebiets in Betracht kommen, und die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung öffentlich zu unterrichten; ihr ist Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung zu geben. Auch Kinder und Jugendliche sind Teil der Öffentlichkeit im Sinne des Satzes 1."

Das sind für mich zwei wesentliche Punkte warum wir diese Aktion unternehmen sollen und am Donnerstag zahlreich erscheinen müssen.

Eva Rachinger

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Feb 25, 2016, 7:34:19 AM2/25/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Wir versuchen heute auch zukommen und könnten vorher noch den Brief mitunterschreiben, wenn der denn heute abgegeben wird. Viele Grüße Familie Rachinger

piets...@gmail.com

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Feb 27, 2016, 11:14:03 AM2/27/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo an alle.
Wie schon befürchtet, war es uns am Donnerstag leider zeitlich nicht möglich abends dabei zu sein.

Wer war denn im Rathaus? Wie war es denn?

Gruß

Manu
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piets...@gmail.com

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Feb 27, 2016, 2:36:54 PM2/27/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Naja... wenigstens mal ein paar Antworten - auch wenn die Meisten davon wieder nichts aussagen. Aber man kennt es ja von der Politik leider nicht anders!!!

Auch hier gilt seitens der Stadt wieder "ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt! - wem das nicht passt, hat halt Pech"

Kotzen könnte ich aber bei so Aussagen wie "Unterbringung von Flüchtlingen wird nicht ausgeschlossen - auf eine verträgliche Verteilung im Stadtgebiet wird geachtet"! Ja wenn doch nirgends sonst Wohnraum frei ist, wo kommen sie denn dann wohl geballt unter... Da zahlt man sein restliches Leben ein Haus ab - hat mehr als nur einen Job, um sich das überhaupt leisten zu können und dann wohnt man mitten im Ghetto.
Ich hoffe, dass bei den vielen Wohnungen auch mal an die älteren Menschen (seniorengerechtes Bauen), die wenigen Großfamilien (mehr als 3- oder 4-Zimmerwohnungen), die Studenten (WG-fähige Wohnungen bzw. günstige Zimmer), usw. gedacht wird. Eine "Durchmischung" von Menschen sollte das Ziel sein!

Trotzdem schon mal vielen Dank für die Infos - bin ja mal gespannt, was am 6. April noch so erzählt wird. Irgendwie kann man ja doch nicht mehr erreichen, als vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden...

Gruß

Eugen

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Feb 27, 2016, 3:36:26 PM2/27/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Manu,

ich war auch dabei. Das war mein erstes Mal bei einer Ratssitzung dabei zu sein.
Was ich gesehen habe, hat mich überwältigt, erschreckt und amüsiert. Ich denke so geht, es auch anderen, die dabei waren. Es waren viele da, noch mehr und es gäbe keine Sitzplätze mehr.

Es verlief genau so wie es geplant war. Man hat uns Möglichkeit gegeben unsere Punkte zu äußern. Danach haben Politiker untereinander diskutiert. Mal objektiv und mal subjektiv. Es gab einpaar Vorwürfe in unsere Richtung, die sehr unangenehm waren. Ich hoffe stark, dass es für diese(n) Politiker Folgen hat. Denn einige der Anwesenden Ihre politischen Sympathien  geändert haben :-D.

Auch wenn SPD versucht hat, usere Angst weg zu nehmen, aber die Art, wie sie das gemacht haben, hat mir persönlich noch mehr Angst gemacht.
Was ich persönlich mit genommen habe:
  1. Wir müssen dran bleiben und uns aktiv beteiligen
  2. Es gibt viele Politiker, die auf unserer Seite sind
  3. Man nimmt uns ernst
Grüße
Eugen

Manuel

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Feb 29, 2016, 10:15:56 AM2/29/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo zusammen,

ich war am 25.02. auch bei der Stadtratssitzung und war schon überrascht und auch etwas erschrocken über das Niveau der Diskussion. Ich bin deshalb der Meinung, wir sollten unseren Standpunkt vor der Informationsveranstaltung nochmals schriftlich an die Fraktionen (gerade auch an die SPD-Fraktion) schicken. Anbei stelle ich einen Formulierungsvorschlag zur Diskussion.

Viele Grüße
Manuel

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Mitglieder des Stadtrats,

in der Sitzung des Stadtrats am 25.02.2016 TOP 21 über die Änderungen des Bebauungsplans im Baugebiet 411 haben die Sprecher des Baugebiets Gelegenheit erhalten, Ihre Positionen zu erläutern. Dafür möchten wir uns bedanken.
Leider wurde in der anschließenden Diskussion nicht zuletzt durch unzutreffende Unterstellungen zum sozialen Zusammenleben unser eigentliches Anliegen – die Verhinderung der massiven Verdichtung – in den Hintergrund gedrängt.
Auch die wiederholte Verlesung des Hinweises der Website vom März 2015 durch Herrn Weber sowie dessen Ausführungen wie viele Bauherren vor bzw. nach der Grundstücksbeurkundung über mögliche Änderungen informiert wurden, haben nicht wiedergegeben, warum sich viele Bauherren von der Stadt so massiv getäuscht fühlen:
Für den Zeitpunkt der Bekanntgabe der Planänderung sind die Beurkundungen der Kaufverträge nicht mehr maßgeblich gewesen, wie von Herrn Weber vorgetragen, da ein Ausstieg da schon nicht mehr möglich war. Die Grundstücke waren im Regelverfahren schon im Oktober 2015 und damit vor der Stadtratsentscheidung zu bezahlen. Hierfür wurden vielfach z. B. KFW-Darlehen aufgenommen und Architekten engagiert. Danach war für viele Bauherren eine Rücktrittsmöglichkeit nicht mehr gegeben.
Der Hinweis auf der Website im März 2015, dass der Geschosswohnungsbau im Norden möglicherweise von 3 auf 4 Geschosse erhöht und dem sozialen Wohnungsbau zugeführt werden könnte, war relativ gut zu finden und den meisten Bauherren bekannt.
Das Problem besteht jedoch darin, dass man aus dieser Information das Ausmaß der letztlich beschlossenen Veränderung in keinster Weise erkennen konnte!
Eine Erhöhung der Geschosszahl von drei auf vier bei gleicher Grundfläche lässt auf eine Erhöhung der Wohnungszahl um etwa 25 % schließen. Damit hätten wir gut leben können und der Charakter der Siedlung wäre noch erhalten geblieben. In diesem Vertrauen haben wir die Grundstücke finanziert und im Oktober 2015 bezahlt.
Tatsächlich wurde vom Stadtrat nur einen Monat später aber nicht einer Erhöhung um 25 %, sondern eine Erhöhung um 400 % ggü. Plan A beschlossen, u.a. durch die Einbeziehung der Gemeinbedarfsfläche und der Aufstockung auf bis zu 5 Stockwerke!
Damit wurde das im März 2015 bekanntgegebene Maß der möglichen Verdichtung völlig gesprengt und der Charakter der Siedlung mitten im Entstehungsprozess grundlegend verändert.
Wir haben uns trotz hoher Auflagen und Baukosten bewusst für diese besondere Energie-Plus-Siedlung am Stadtrand mit insgesamt zu erwartenden gut 100 Wohneinheiten auf dieser Fläche entschieden, weil wir mit unseren Kindern gerade nicht im Stadtzentrum neben hohen Geschosswohnungen in der Nachbarschaft und entsprechend viel Verkehrsbelastung leben wollten. So hat die Stadt das Baugebiet 411 beworben und so ähnlich wurde es auch in den nebenliegenden Baugebieten realisiert. Wir fühlen uns deshalb von der Stadt getäuscht und lehnen die massive Verdichtung auf insgesamt ca. 220 WE und damit um mehr als eine Verdopplung der Wohneinheiten im ohnehin schon dicht bebauten Baugebiet 411 ab.
Wir fordern den Stadtrat auf, aus Gründen der Fairness gegenüber den Familien im Baugebiet 411 den Beschluss vom 26.11.2015 aufzuheben. Gegen eine maßvolle Erhöhung der Mietwohneinheiten, die den im März 2015 angekündigten 25 % (von 3 auf 4 Geschossen) ggü. Planvariante A entspricht, hätten wir von Anfang an nichts einzuwenden gehabt.

Mit freundlichen Grüßen

Die Bauherrinnen uns Bauherren des Baugebiet 411

Florian

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Feb 29, 2016, 11:19:04 AM2/29/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo zusammen,

ja ich fand das Verhalten von Herrn Weber auch völlig unangebracht und total überheblich. Wie er 3 Mal den gleichen Satz wiederholt und völlig am eigentlichen Thema vorbei argumentiert hat. Er hat es die ganze Zeit so dargestellt, als hätten wir generell ein Problem mit dem EOF Mietwohnungsbau. Natürlich wurde auf diese Wohnungen von Anfang an hingewiesen und keiner von uns hätte ein Problem damit, wenn alles so geblieben wäre wie geplant. Jedoch verhält es sich ja genau so wie Manuel beschrieben hat. Das Problem ist die extreme Steigerung der Wohneinheiten. Das konnte zum Zeitpunkt des Kaufes niemand vorhersehen. Wir sollten nochmal explizit darauf hinweisen, dass wir kein Problem damit haben, dass die ursprünglich geplanten 3 geschossigen Gebäude als EOF Mietwohnungen genutzt werden (ich denke, das haben einige Leute auf der Stadtratssitzung falsch verstanden).
Ansonsten nochmal vielen Dank an unsere beiden Fürsprecher! Es war sehr gut vorgetragen und ich denke wir haben das Thema in den Köpfen der Anwesenden nochmal wach gerüttelt.

Gruß Florian

piets...@gmail.com

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Feb 29, 2016, 1:49:59 PM2/29/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Ohne bei der Sitzung dabei gewesen zu sein, denke ich auch, dass die Herren und Damen Politiker einfach nicht begriffen haben, das grundsätzlich keiner von uns etwas gegen eine Änderung hat. Auch wenn es eigentlich unverschämt ist, weil die Wohnungsknappheit ja seit Jahren bekannt ist - aber man könnte ja - alle gemeinsam an einem Tisch - sicherlich eine Lösung/einen Kompromiss finden.

Ich denke auch, denen sollte nochmal klar gemacht werden, dass DAS AUSMAß, das wirklich jede Relation übersteigt, das Problem ist.

Schlimm ist nur, dass bei solchen Leuten sowas gar nicht im Kopf ankommt und dort mal arbeitet, sondern es prallt spätestens an der Stirn ab!!!


Aber wisst ihr, was das Gute ist: Wir kennen uns bis jetzt (fast) alle nicht persönlich - aber mit dem "gemeinsamen Feind" sind wir doch schon irgendwie "ein Baugebiet" :-)

Gruß

Manu





stefa...@gmail.com

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Feb 29, 2016, 2:25:21 PM2/29/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Nun melde ich mich auch einmal zu Wort!
Ich denke es ist durchaus sinnvoll, bei aller Diskussion einen klaren Kopf zu bewahren, sachlich zu diskutieren und auf einem mitmenschlichen Nivea zu bleiben.

In erster Linie geht es uns doch darum, dass unsereins sich an einen sehr streng reglementierten Bauplan halten muss und die Stadt sich nach Gusto herausnehmen kann was sie möchte, wenn der Stadtratsbeschluss passt. Zudem wirken die neuen Baupläne zum Geschosswohnungsbau eher unsausgereift und erinnern an einen Schnellschuss, wenn man sich das zu erwartende Verkehrsaufkommen und Planung für Parkplätze etc. anschaut. Darüberhinaus haben direkte Nachbarn des Geschosswohnungsbau auch berechtigte Kritik, wenn zum Zeitpunkt der Vergabe noch ein alter Bebauungsplan galt.

Es freut mich zu lesen, dass meine zukünftigen Nachbarn kein Problem mit sozialem Wohnungsbau zu haben scheinen. Bedarfswohnungen kommen auch Studenten und jungen Familien zu Gute, die wenig Geld haben und sich ganz normal als Mieter um diese Wohnungen bewerben können. Natürlich werden auch sozial schwache Menschen und anerkannte Flüchtlinge bei der Wohnungssuche unterstützt! Das finde ich nur menschlich, sozial und gerecht. Zu einer Gettoisierung wird es in Büchenbach so schnell nicht kommen, dafür ist es seit Jahren zu gut durchgemischt. Gettoisierung entsteht da, wo Menschen mit ihrem Elend alleine gelassen werden, zusammengepfercht in Notunterkünften ohne Aussicht auf Arbeit, Wohnung und soziale Integration.

Ich selber freue mich sehr auf unser Wohngebiet und darauf, die unterschiedlichen Familien mit ihren Kindern kennenzulernen. Jeder von uns hat seine eigene Geschichte, eigene Wurzeln und die meisten müssen hart für die Erfüllung des Traumes vom Eigenheim arbeiten. Jeder darf stolz auf sich sein, wenn er das gut hinbekommt und am Ende zufrieden in seinem Garten sitzen kann!

Daher wünsche ich mir für alle anderen Menschen in Erlangen, egal welche Geschichte sie haben, dass sie zumindest ein festes Dach über ihrem Kopf haben werden, Kleidung und sich etwas zu essen kaufen können. Gerne auch in Büchenbach!

Natalia

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Feb 29, 2016, 3:40:13 PM2/29/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Manuel,

deinen Formulierungsvorschlag finde ich gut... Von mir aus könnten wir das Schreiben so abschicken...

Viele Grüße

Natalia

Michel Ngguenkam Toko

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Mar 2, 2016, 8:22:20 AM3/2/16
to Baugebiet 411 in Erlangen

Vielen Dank erstmal an dich Manuel für diese Formulierung. Dass müssen
weiter machen.

Meine volle Unterstützung hast du.
Ich habe mich vom Verhalten von den Herren Dr. Dees und Weber gedemütigt gefüllt.

Ich glaube wir gehen anständigen Berufen nach und haben Hochschulstudium
bzw. Ausbildung absolviert. Wie kann es sein,  dass wir von beiden Herren so degradiert werden, als wären wir vom Himmel ohne Kopf auf die Erde gelandet. Das war für mich ohne Rücksicht sehr heftig. Das war für die meisten Stadträte klar, wir wurden ausführlich informiert. Und durch solche falsche Aussagen werden Beschlüsse geschlossen.

Für mich sind das noch mehr Motivation die Sachen nicht nachzugeben.
Dr. Dees mit seiner Arroganz gab mir den Eindruck nur auf seine Karriere zu blicken. Seine Stellungnahme zu dem Siemens Campus ist für mich ein Beleg dazu gewesen.


Danke & Gruß,

Michel

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Natalia

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Mar 9, 2016, 2:49:56 PM3/9/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Leute,

heute habe den Artikel über uns gelesen, von den Erlanger Nachrichten. Wer mag kann hier reinschauen:

Gruß, Natalia

Michel Ngguenkam Toko

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Mar 10, 2016, 10:28:43 AM3/10/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Natalia
Vielen Dank für den Link. Nicht schlecht berichtet finde ich. Ich meine neutral und objektiv. Schau mal wie es weiter geht.
EBZ hat auch die Leitzins auf NULL gesetzt. Historisch! Mehr geht noch?
Aber wie die Analysten es gefasst haben, ist das bisschen mit Vorsicht zu genießen. Herr Tennhagen von Stiftung Test mahnte:
1) nicht zu hohes Kredit deswegen übernehmen
2) die Inflation im Immobilienmarkt ist schon heftig und die Situation nur verschärfen.
3) immer bedenken, wenn soll in 30 Jahren das Objekt mit einem höheren Preis bei hohem Zinsen noch kaufen.
4) Finanzierung langfristig abschließen: jetzt mindestens 20 Jahre.
Andere Seit ist auch abzuraten die Tilgung so zu wählen, dass man keine Möglichkeit für die Altersvorsorge hat. Manchmal ist mal zwar im Renten schuldenfrei aber hat man kein Geld mehr für die Instandhaltung. Muss man auch bedenken dass durch die Inflation die Nebenkosten im Laufe der Jahre so gestiegen sind, dass die Rente nicht mehr ausreichen würden.
Teufelskreis! !!!

Cemal Ay

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Apr 4, 2016, 6:18:03 AM4/4/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Zusammen,

es gibt wieder was neues bezüglich Wohnungsbau im Norden.

Die Stadt hat jetzt eine Ausschreibung auf ihrer Homepage  veröffentlicht.

Hier der Link auf das Expose und Anhang



mfg

famille....@gmail.com

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Apr 5, 2016, 12:43:13 PM4/5/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Ho schon!??
Es sieht so aus, als alles von der Stadt beschlossen wäre und die Begegnung von morgen nur informatives ( und nicht "mit aktiver bürgerbeteiligung") Charakter sein würde. Schade!!!!!!

Bin gespannt, worüber morgen gesprochen wird.

Bis morgen.

Bauherr

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Jun 22, 2016, 11:18:08 AM6/22/16
to Baugebiet 411 in Erlangen

Hallo zusammen,

 

in den Nürnberger Nachrichten bin ich über folgenden Artikel gestolpert:

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/anwohner-gegen-wohnkomplex-in-kettelersiedlung-1.5284591?searched=true

 

Hier wird der Neubau eines Sechs!!!-Parteien-Hauses in einer Siedlung verhindert. Unter anderem führen die Bewohner die Parkplatzproblematik und die unzureichende Kanalisation als Gründe auf.

 

Kommentare von Betroffenen:

Ich weiß nicht, ob Sie es für angenehm empfinden würden, wenn Ihnen bei starkem Regen die Sch... der Nachbarn in den Garten fließt, weil die Kanalisation bereits jetzt schon nicht ausreicht und aus dem Gulli ein Springbrunnen mit allem drum und dran entsteht. So ist es bei uns bereits und ich kann sagen, das ist mehr als unangenehm...

 

Deshalb meine Frage: Wurden die Punkte Parkplätze und Kanalisation in der Vergangenheit bereits angesprochen bzw. überprüft? Immerhin entstehen jetzt im nördlichen Teil anstatt 39 Wohneinheiten ca. 160 Wohneinheiten.

 

Die Kanalisation wurde bereits vor dieser Änderung geplant und verlegt… ist sie somit unterdimensioniert (durch die neue Bebauung werden ja auch noch zusätzliche Flächen versiegelt und dadurch mehr Regenwasser in die Kanalisation geleitet)? Besonders die Häuser im Süden des Baugebietes dürfte das interessieren (Baugebiet fällt Richtung Süden ab -> da kommt das Zeug als erstes raus).

 

Die Parkplätze vom Geschosswohnungsbau im Norden werden laut Ausschreibung mit einem Schlüssel von 50% geplant. Das bedeutet, dass für 160 Wohnungen lediglich 80 Parkplätze zur Verfügung stehen! Fast jeder hat heutzutage mindestens 1 bis 2 Autos. Wenn die Kinder größer werden kommt dann nochmal ein Auto dazu. Des weiteren kommen noch Besucher, Firmenfahrzeuge usw. in die Siedlung… wo sollen die alle parken? Wie viele freie (ohne die privaten) Parkplätze sind im Baugebiet jetzt eigentlich verfügbar? Es gibt in der gesamten Umgebung keine weiteren Möglichkeiten ein Auto ab zu stellen (der Rewe wird früher oder später seinen Parkplatz mit einer Schranke verschließen damit er nicht zugeparkt wird).

 

Wenn man sich die Entwicklung der weiteren Baugebiete 412 und 413 anschaut stellt man fest, dass diese Baugebiete fast nur noch aus Geschosswohnungsbau bestehen (Schlüssel für 412: Geschosswohnungsbau 258WE / Doppelhäuser 2WE / Reihenhäuser 43WE). Wenn man alle 3 Baugebiete zusammenfast sollen auf dieser Fläche dann ca. 1600 Menschen in 800WE wohnen…

http://www.erlangen.de/Portaldata/1/Resources/030_leben_in_er/dokumente/amt61/BPlan_412_Praesentation_Oeffentlichkeitsveranstaltung_am_12.11.2015.pdf

Das hat nicht mehr viel mit der ursprünglichen „ruhigen Energiesparsiedlung am Stadtrand zu tun“.


Michael Kelm

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Jun 22, 2016, 11:33:49 AM6/22/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Ja, das mit der Nachverdichtung kann einem schon Sorgen machen. Das geht aber anderen Bürgern in Erlangen ähnlich. Für ein Gebiet in der Paul-Gordanstrasse wird ein Bürgerbegehren angestrebt:

http://www.nordbayern.de/region/erlangen/erlangen-burger-wollen-reitplatz-retten-1.5252430

Ich verstehe nicht, warum die Stadt nicht eher versucht neues Bauland zu erschließen. Mit der Nachverdichtung ist doch niemand wirklich glücklich...

Klaus

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Jun 22, 2016, 11:46:56 AM6/22/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Neue Baugebiete können leider nicht beliebig aus dem Boden gestampft werden - die Fläche ist nunmal begrenzt. Das zwangsweise Eingemeinden umliegender Gebiete ist seit dem Mittelalter etwas komplizierter geworden. ;-)

Es wäre uns allen aber viel geholfen, wenn die Stadt schlicht den bestehenden, rechtsverbindlichen Bebauungsplan 411 umgesetzt hätte. Die Aufstellung des 1. Deckblatts mit dem mehr als fragwürdigen Vorgehen (erst Geschosswohnungsbau ausschreiben, dann Änderungen am Bebauungsplan passend beschließen) zeugt vom Selbstverständnis des gewählten Stadtrates.

Die Nachverdichtung geht ganz klar auf's Konto der SPD. Was aber nicht heißt, dass sich die anderen Parteien/Fraktionen mit Ruhm bekleckern (ich erinnere da nur mal an das Stadtteilzentrum, das seit 1997 geplant wird..)

Zum Röthelheimpark: mich wundert es ja dass da "nur" 3-geschossig gebaut werden soll. Warum nicht gleich 4 + Dachgeschoss? ;-)

Natalia

unread,
Jun 23, 2016, 3:04:27 AM6/23/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
In Nürnberg wird ähnlich wie mit unserem Baugebiet vorgegangen, die rechstverbindlichen Bebauungspläne (z.B. eine geplante Reihenhaussiedlung) werden zum Teil gekippt um Geschoßwohnungsbauten zu realisieren. Als Grund wird Bevölkerungszuwachs angegeben. (In Nbg: geschätzt 30000 Menschen mehr in 5 Jahren nach neuesten statistischen Daten)

piets...@gmail.com

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Jun 23, 2016, 4:00:38 AM6/23/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Die Sache mit der Kanalisation wäre doch wirklich mal ein wichtiger Punkt, der geklärt werden sollte. Ich gehe davon aus, dass die Stadt sich hier wieder einmal keinerlei Gedanken gemacht hat. An die Auswirkungen mag man ja gar nicht denken...

Die Parkplatzproblematik wurde ja schon angesprochen bei der Stadt (wurden ja viele Stellungnahmen geschrieben) aber da die Stadt meint, dass der Schlüssel von 0,5 Autos pro Wohneinheit so festgelegt ist, brauchts nicht mehr. Wo letztendendes die ganzen Autos dann hinsollen bleibt abzuwarten. Auch der "Mehrverkehr" durch die Parkplatzsucher für die wenigen öffentlichen Plätze im Baugebiet (ohne Gehsteige mit vielen Kindern wohlgemerkt - bringt ja auch Gefahren mit sich) wurde gänzlich ignoriert...


Abgesehen davon ist das mit der Nachverdichtung wirklich so eine Sache. Klar ist es toll, wenn zusätzlicher Wohnraum entsteht - aber um welchen Preis. Gerade das viele Grün und die nicht "zugebunkerten" Straßenzüge und die niedrigen Häuser machen Erlangen meiner Meinung nach zu einem schönen Fleckchen, wo man gerne wohnt.
Dass jetzt zwanghaft alles zugebaut und verdichtet wird bringt wohl noch so einige Problemchen mit sich (Verkehr, Kinderbetreuung, Kanal, usw...) Aber wie so oft: die werten Herrschaften, die das beschließen, juckts wenig - die wohnen bestimmt in den weiterhin großzügigen, grünen Gebieten - und ändern wird sich das wohl leider nicht.


Wieder zum ursprünglichen Thema - wer wäre denn zuständig für die "Kanalprüfung" - vielleicht sollte man sich da ja mal hinwenden?

Gruß

famille....@gmail.com

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Jun 23, 2016, 5:17:35 AM6/23/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo
Vielen Dank zu diesem Beitrag.

Ich war bei mehreren öffentlichen Sitzungen vom Stadtrat.
Ich war auch bei der letzten Bügerversammlung des Stadtteils Büchenbach gewesen.

Ich finde deine Frage wegen Kanalisation und Parkplätze berechtigt und glaube das sind Fragen die unbedingt geantwortet werden müssen. Die Stadtplanung umgeht immer sehr geschickt und politisch solche Fragen.

1) Parkplätze
Bei der letzten Bürgerversammlung hatte sich ein von uns ( der Name möchte ich nicht ohne seine Erlebnis angeben) zu Wort gemeldet, die Situation im 411 sehr sachlich geschildert und einen Antrag zur Überprüfung der Parkplatzsituation gestellt. Der Beschluss wurde mehrheitlich angenommen.erst dann hat Herr Dr. Janik gesagt ok wir prüfen das nach. In wie weit das Objektiv gemacht wird.....
Nun weiss ich ehrlich gesagt nicht, ob ein Ergebnis schon vorliegt.
Herr Weber (Stadtplanung) verteidigt diesen 50% Schlüssel immer so an:
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Zielgruppe der Mehrgeschossigen Wohnungen nicht so viele Autos besitzen. Bei anderen Bauten sollen die Garagen leer stehen. Für mich etwas plakativ.

2) Kanalisation
Das müssen wir dorthin platzieren.
Nicht nur hier im Forum posten. Es wird nichts geschehen.
Mein Planer der auch mehrere Projekte im Baugebiet betreuen wird hat mir gesagt, dass die Häuser im Süden Probleme haben werden, wenn dort nicht gut abgedichtet werden.
Genauso hat er gesagt dass er nicht weiss ob die Stadt das für die Nachverdichtung berücksichtigt hatte.
Ich muss froh sein mein Grundstück im Norden zu haben.

3) mein Fazit
Mein Name steht schon dort oben vielleicht auf einer schwarzen Liste.
meine Baugenehmigung habe noch nicht aber das schränkt mich nicht davon ab, dort anzurufen bzw. hinzugehen wenn auch mit mäßigem Erfolg.
Es ist einfach zu viel schiefgelaufen.

Was ich ein bisschen in der Gruppe vermisst habe, dass wir alle irgendwie betroffen sind aber den meisten scheint das egal zu sein.
Warum schaffen Bürger in anderen Stadtteilen erfolgreich Einwände einzulegen und wir nicht.
Wir üben bzw. haben nicht genug Druck ausgeübt. Sonst hätten wir Änderungen zugesagt bekommen.

Michel.

ekateri...@gmail.com

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Jun 23, 2016, 6:12:43 PM6/23/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo,

die Keller im Süden sind nach den letzten Regentagen reichlich vollgelaufen. Da werden sogar Regenwasserschächte rausgedrückt...

Katja 

Nguenkam Rachel

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Jul 3, 2016, 6:14:24 PM7/3/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo Klaus
Das hast du auf den Punkt gebracht.
Ich finde diese Änderung im Bebauungsplan nach wie vor unfair gegenüber unserem Baugebiet.

Wie ihr wisst war auch das Umweltamt massgeblich an den Entwurf der Energie Plus Siedlung teilgenommen.
Was ist nun passiert:
Das Planungsamt und der Stadtrat haben diese Änderung in Heilverfahren durchgeführt ( Paragraf habe ich nicht mehr im kopf) Diese führt dazu, dass u.a. das Umweltamt nicht mehr im Verfahren beteiligt wird. Rechtlich auch in Ordnung. Aber von der Bedeutung des 411 als Energie Plus Siedlung hätte diese Änderung auch mit Zustimmung des Umweltamtes stattfinden müssen.
Ich hatte in ein Schreiben Herrn Heuer darauf hingewiesen.
Alles was ich als Antwort bekam war die Einladung zu dieser Infoveranstaltung.
Ab dieser Tag war mir klar, mit diesen Leuten ist kein Kompromiss zu erwarten.Es sei denn man übt richtig Druck aus.
Bei jeder Anfrage wird immer nur pauschal und politisch geantwortet.

Bauherr

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Jul 16, 2016, 8:13:01 PM7/16/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Hallo zusammen,

der Punkt "Parkplatzsituation im Baugebiet 411" wird am Dienstag den 19.07.2016 ab 16:30Uhr im
Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss behandelt (Punkt Nr. 35).
Hier der Link:
http://www.ratsinfo.erlangen.de/vo0050.php?__kvonr=2129031&voselect=2113621

Die Gegenargumente der Verwaltung kann ich nicht nachvollziehen (siehe Link oben Punkt 2.):
Ein Anschluss an den ÖPNV liegt zwar vor aber nicht jeder kann diesen jederzeit Nutzen und deshalb auf ein Auto verzichten. Falls dem so wäre hätten wir ja bereits jetzt weniger Fahrzeuge in Erlangen.
Das der Schlüssel für ein Studentenwohnheim funktioniert mag ja sein aber hier werden nicht ausschließlich Studenten wohnen.
Den Satz: “Falls auch freifinanzierte Wohnungen gebaut werden…“  verstehe ich gar nicht. Auf die Frage einer Baufirma ob auch Wohnungen verkauft werden können wurde vom Liegenschaftsamt geantwortet: „Ein Verkauf ist weder für Wohnungen mit Wohnungsbindung noch für frei finanzierte Wohnungen vorgesehen. Es sollen ausschließlich Mietwohnungen entstehen. Die Ausschreibung richtet sich deshalb auch ausdrücklich an Bestandshalter (siehe Exposé).“
Hier der Link:

Klaus

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Aug 26, 2016, 11:01:20 AM8/26/16
to Baugebiet 411 in Erlangen
Inzwischen gibt es einen "Gewinner" bei der Ausschreibung um den Geschosswohnungsbau im Norden:
http://www.erlangen.de/desktopdefault.aspx/tabid-1137/3973_read-33033
Beschlossen wurde das vermutlich während des nicht-öffentlichen Teils der Stadtratssitzung am 28.07. (was ja durchaus legitim ist).

Ich bin ja mal gespannt, ob (und wann) wir "Bürger" über das konkrete Bauvorhaben informiert werden. Nun muss ja aber erst mal der Bebauungsplan so angepasst werden, dass die Bewerbung des Gewinners da hineinpasst... :-P
Dennoch rechne ich es der Stadt hoch an, dass ein "soziales" Konsortium den Zuschlag erhalten hat und nicht eine der üblichen Wohnbaugesellschaften, denen eh bald halb Erlangen gehört. Die dürfen dann wohl in 412 wieder zuschlagen...
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