seminar: islam auf dem balkan, tag 8, "Reisende und Reiseberichte"

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al-shaaq

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Jun 14, 2010, 5:57:20 PM6/14/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum, Aliye Incekan, Janina Mitwalli, Lampros Tsoutsas, Liliya Slavskaya, Luka Pilić, Lukas Augustin, Merle Poth, Miriam Merjam Ljakić, Nejla Kujović, Ouafaa Rakabi, Reyhan Aksu, Sabine Delkus, Thomas Kauert, Şevki Yildirim
liebe freunde des balkans,

wir verlassen die städte und gehen auf reisen! und das tun wir
buchstäblich! denn Reyhan wird uns den wohl bekanntesten
reiseschriftsteller des Osmanischen Reichs portraitieren!

vorab wende ich mich neugierig an euch mit den folgenden fragen:

- was sind überhaupt reiseberichte?

- welche reiseberichte kennt ihr? welche mögt ihr? welche mögt ihr
nicht?

- sind reiseberichte überhaupt "wissenschaftlich"?

- wer schreibt heute überhaupt noch so was? und noch interessanter:
wer liest denn so was noch?

ich bin gespannt auf eure antworten und wenn ihr einen reisebericht
von mir lesen möchtet, findet ihr unter DATEIEN einen meiner berichte
aus Travnik!

viele liebe grüße und kopf hoch auch wenn Ghana den Balkan ganz schön
blass hat aussehen lassen!
Stefan

Luka

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Jun 17, 2010, 11:14:36 AM6/17/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum
Ok, ich fang mal an:

Die Entwicklung des Reisens

Reisen = Kriegs-"Reise"
Reisen heisst gemäss Glasers Sozialgeschichte im Mittelalter "ins Feld
ziehen" (Glaser, S.171). Im Wörterbuch/Duden heisst reisunga
"Rüstung". bei Glaser heissen reiswagen "Kriegswagen" und ein
reisbuoch ist ein "Kriegsausgabenverzeichnis" (Glaser S.171). Glaser
folgert insofern: "Archetyp der Reise ist der Krieg" (Glaser S.172).
Kriegsreisen gelten seit je her als Aufstiegsmöglichkeit (Glaser S.
173).

Reisen als Vergleich der Welten zur Selbstfindung
Reisen als Vergleich der Welten zur Selbstfindung kommt nur im Adel
vor:
-- Herrschaftsreisen als Vorzeigen der statusspezifischen Mobilität
-- Aventurefahrten
-- Minnereisen mit Berichten auch in lyrischer Form
(Glaser, S.173-174).

Kriegsreise als Chance zu Eroberung und Aufstieg: Beispiel:
"Kreuzzüge"
Klassisches Beispiel für Reisen, die einen beruflichen Aufstieg zur
Folge haben, sind die "Kreuzzüge" als bewaffnete Wallfahrten im
Zeichen des Kreuzes (mit Jerusalem, das gemäss der
jüdisch-"christlichen", rassistischen Dogmatik als heilsgeschichtlich
beglaubigter Mittelpunkt der Welt gilt). Die europäischen Adeligen und
Soldaten können sich durch Krieg und Bewährung einen "Aufstieg"
erarbeiten, wobei die Berichte der Adligen nur aus dem Blick des Adels
geschildert sind. Die Reiseberichte aus Jerusalem über die "heiligen"
Stätten müssen dabei alle gleich sein, weil sich sonst an der
"Heiligkeit" etwas ändern würde [und dann würde der Berichterstatter
als Ketzer dastehen]. (Glaser, S.172-174).

Pilgerreisen nach Jerusalem, dann auch Rom und Santiago de Compostella

Für Normalmenschen gibt es nur einen Grund ausserhalb des Krieges, zu
reisen: die Pilgerreise an den "Mittelpunkt" der
jüdisch-"christlichen", rassistischen Welt, nach Jerusalem. Die
Palästinareise wird "spiritueller Höhepunkt eines
Christenlebens" (Wolf, S.82, 83).

Diese Pilgerreisen werden auch nach der Niederlage von 1291 bei Akkon
weiter möglich gemacht. Die Muslime behindern die Pilgerfahrten nicht
(Wolf, S.83). Die Pilger müssen in Ägypten beim Sultan zuerst die
Genehmigung für Jerusalem beantragen, um dann den üblichen
Karavanenweg als Nachvollzug des Auszugs des Volkes Israels aus
Ägypten nachzuvollziehen: Ägypten - Bethlehem (Geburt von "Jesus") -
Jerusalem (Verurteilung von "Jesus") - Tal Josaphat (als Symbol für
das "jüngste Gericht") (Wolf, S.91).

Ab der zweiten Hälfte des 14. Jh. verleiht der Sultan dem Franziskaner-
Orden quasi ein Organisationsmonopol für die Jerusalemreisen. Zweimal
jährlich fahren von Venedig aus direkte Schiffe nach Palästina mit
Führung nach Palästina unter mamelukischen Wachmannschaften, mit
Besichtigungsprogrammen in Palästina unter französischer Leitung
(Wolf, S.92). Die Mameluken verlangen Gebühren: Je reicher der Pilger,
desto mehr muss dieser bezahlen. Deswegen reisen die Europäer lieber
als "arme" Menschen. Sogar die Fürsten verkleiden sich als "arme"
Fürsten (Wolf, S.98).

Ab 15. Jh. gelten neue Pilgerziele: Rom und Santiago de Compostella
(Spanien). So kommt die "Trias" der Wallfahrtsorte (Jerusalem-Rom-
Santiago de Compostella) zustande, wobei Rom und Santiago weniger
gelten als Jerusalem, das weiterhin als "Höhepunkt" der "christlichen"
Pilgeraktivitäten gilt (Wolf, S.84, 101). Die neuen Ziele organisiert
das [rasstistische] Papsttum v.a. deswegen, um den muslimischen Profit
mit christlichen Pilgern im "heiligen Land" zu unterbinden (Wolf, S.
84).

Der Papst macht nun sogar gegen Jerusalemreisen Propaganda. Für das
Ziel Jerusalem wird nun plötzlich eine kostenpflichtige päpstliche
Erlaubnis notwendig. Wer ohne diese Erlaubnis Palästina betritt, muss
die Zahlung nachträglich leisten oder wird exkommuniziert (Wolf, S.
84).


Die päpstliche Lockvogelpropaganda für Pilgerreisen
Pilgerreisen finden unter verschiedenen Motiven statt, die von der
Rassistenkirche "organisiert" sind:

-- Sündenstrafenerlass und Ablass
-- Erfüllung von Gelübden
-- Sühnefahrten
-- Geschäfte
-- Ansehenserhöhung und Neugierde gelten gleichzeitig als
"sündhaft" (Wolf, S.83).

Ablass in Palästina
Der Ablass erfolgt mit dem Betreten der "heiligen Stätten" und wird
jeweils aufnotiert und beglaubigt (Wolf, S.87). Der Ablass kann
vererbt werden und gilt als "himmlisches Guthaben". Wer in Jerusalem
war, kann auch für den Rest der Familie "Gutes" erwirken (Wolf, S.97).

Im Zentrum der Pilgerfahrt stehen die Heilsgeschichte, die
Heilsordnung der Papstkirche (Wolf, S.106). In Jerusalem ist auch der
Ritterschlag durch den "Ritterorden vom hl. Grab" möglich, mit
Bewährungsproben (Wolf, S.97).



Die Entwicklung der Reiseberichte

Vorläufer der Reiseberichte im 12. Jh.
Die Vorläufer der Reiseberichte sind die "descriptiones terrae
sanctae" ("Beschreibungen der heiligen Gebiete"), also Beschreibungen
des "heiligen Landes" für den "gelehrten Gebrauch"
-- z.B. auch vom Bischof von Akkon, Jakob de Vitry
-- ohne grosse reale Beobachtung
-- zugrunde liegen immer Bibelstellen und antike Quellen (Wolf, S.87).

Fantasiereisen
Es bildet sich eine Gruppe von "Reiseschriftsteller" und
"Geschichtsschreiber" heraus, die von "Einhärnern", von "Feuervögeln
Phoenix", von "hundsköpfigen Menschen" schreiben, von radarähnlichen
"Spiegeln", von der "jährlichen Auferstehung der Toten zu Kairo" etc.
Die Reisen sind oft nur Fiktion. Zwischen Epik und tatsächlichem
Reisebericht wird keine Grenze gezogen (Wolf, S.82).

[Es ist sehr gut möglich, dass solche Fantasie-Reiseberichte im Sinn
der Herrschaft erdichtet waren, wie es in der jeweiligen politischen
Situation gerade nütlich war].

Haupteinfluss auf "Reiseberichte" haben der Stand, die Bildung und der
Beruf des Verfassers, die die individuelle Wahrnehmung ausmachen
(Wolf, S.85).

1298
Reisebericht von Marco Polo
-- Vermischung von Tatsache und Fabel (Wolf, S.104)
-- mit Sagen von hundsköpfigen Menschen und Wüstengeistern
-- deutsche Überlieferungen sind kaum vorhanden (Wolf, S.105).

[Marco Polo ist gemäss neuerer Forschung eine absolute Fälschung, also
auch ein Fantasiereisebericht. Wie man sieht, konnte man mit einer
genialen Fälschung viel Eindruck schinden].

1320-1500
Erste Reiseberichte
-- es liegen über 120 deutsche Berichte von Jerusalem-Pilgern vor
-- über 65 davon sind in der zweiten Hälfte des 15. Jh. verfasst
-- die Bezeichnung ist jeweils verschieden: "cronike", "beschreibung"
oder "unterrichtung" etc. (Wolf, S.86).

Übersetzungen sind oft gekürzt oder umgearbeitet. Quellentreue besteht
nicht (Wolf, S.91).

Pilgerführer

Durch die Ablasspropaganda der Papstkirche mit der Behauptung, man
könne durch eine Jerusalem-Reise Sühne leisten und sich ein "Konto im
Himmel" anlegen, nehmen die Reiseberichte aus Palästina zu. Es
entstehen :
"Pilgerführer" (z.B. im Codex Klosterneuburg), die in kleinen Drucken
überliefert sind (Wolf, S.87)

"Reiseführer"
-- ab dem 15. Jh. werden erste Reiseführer gedruckt
-- mit Beschreibung planmässiger Ablässe
-- die Führer ähneln sich, schreiben von Vorlagen ab, ohne diese zu
nennen (Wolf, S.88).

"Itinerare" ("Wegbeschreibung") / "Reisebücher"
-- solche Reisebücher sind in Ich-Form geschrieben (Wolf, S.88), wobei
die Ich-Form nicht heissen muss, dass der Schreiber anwesend war,
sondern nur der Sinngehalt ist wichtig (Wolf, S.106)
-- in der Beschreibung enthalten sind die Umstände, die Kosten, die
Wegbeschreibung
-- der Palästina-Teil wird meistens aus anderen Führern abgeschrieben,
weil eine Kirchenzensur besteht, weil die Autoren Angst haben, von der
Rassistenkirche als Ketzer verleumdet zu werden etc.
-- die Reisenden besuchen die "Gnadenorte" und die Ablässe werden
registriert (Wolf, S.88).

Diese Reisebücher haben z.T. auch repräsentativen Charakter für die
gesamte Familie (Wolf, S.89).

Der Reisebericht von Wilhelm von Boldensele (1332-1336) ist z.B. 1350
übersetzt worden (Wolf, S.90). Von Ludolf von Sudheim ist z.B. "de
itinerae terrae sanctae" ["Vom Weg des heiligen Landes"] erhalten
(Wolf, S.91).

"Literarischer Reisebericht"
-- literarische Reiseberichte verknüpfen historische, theologische und
biblische Vorlagen mit der literarischen, adligen Tradition der
"Aventiurefahrt"
-- enthalten sind Episoden, narrativ, spannungserzeugend, kombiniert
mit umfangreichen Exkursionen (Wolf, S.89).

Ein Beispiel ist z.B. das Werk "Voyages" ("Reisen") des Pseudonyms
Mandeville, vermutlich der Lütticher Arzt Jean de Bourgogne, das in
alle "grossen" Sprachen übersetzt wurde (Wolf, S.89).

Reiseberichte von "Fürstenreisen"
Fürstliche Reiseberichte wurden von Mitreisenden
("Fürstenberichterstatter") verfasst, nicht vom blaublütigen Adel
selbst. Beispiele sind z.B.
-- Haushochner, der über eine Reise von Markgraf Joh. und Albrecht von
Brandenburg 1435 schreibt, mit Schilderung der bestandenen Gefahren,
der gehörten Messen und der Registrierung der Anzahl Ablässe
-- ein Erzähler, der über eine Reise von Herzog Albrecht von Sachsen
1476 schreibt, mit der Dokumentation von Macht und Reichtum und der
Beschreibung von 100 Mann Gefolge
-- Dietrich von Schachten, der über eine Reise von Wilhelm den Älteren
von Hessen 1491/92 schreibt (Wolf, S.98).

Allgemein ist die Beschreibung des europäischen Weges auf der Reise
nach Palästina länger gehalten, um Macht zu demonstrieren (Wolf, S.
98). Ziel dieser Fürstenberichterstatter ist es, eine Reise zu
beschreiben, die nicht imitiert werden kann. Oft ist ein eigenes
Kapitel "Fürstenlob" enthalten (Wolf, S.99).

Beispiel einer "einmaligen" Reise ist "Arnolds Pilgerbuch" von Ritter
Arnold von Harff, eine 2 1/2-jährige Reise bis Mittelasien, mit der
Beschreibung von albanischen, syrischen und arabischen Alphabeten, mit
Informationen zu Themen der Naturwissenschaften, Kulturgeschichte,
Landeskunde und Politik, mit eingearbeiteten Legenden, Sagen und
Anekdoten (Wolf S.99).

Pilgerführer für Compostella
Nach Compostella existieren nur Pilgerführer und Itinerarien, z.B. von
Hermann Künig von Vach, oder das "Liber Sancti Iacobi", ohne innere
Spannung. Somit bleibt es auch ohne Übersetzung (S.103).

Pilgerführer für Rom
Für Rom existieren nur Pilgerführer. Die Routen waren bekannt und sind
nur wenig beschrieben. Deswegen werden v.a. die römischen Kirchen mit
ihren Reliquien beschrieben, mit eingearbeitet Sagen und Legenden.
Zudem sind die Ablasslisten Bestandteil der Berichte, z.B. von Leopold
von Wien, Nikolaus Muffel, Ludwig von Eyb dem Älteren zu Eybburg
(Wolf, S.103).

Berichte für das Publikum zu Hause - Frauen und Nonnen dürfen nicht
reisen

Geistliche und Adlige, und ab dem 15. Jh. neu auch normale Bürger,
verfassen "Wallfahrtenbeschreibungen" für die "Ehre der
Familie" (Wolf, S.92), bzw. auch für Frauen und Nonnen, denen die
Pilgerfahrten zu dieser Zeit verboten ist [wahrscheinlich wegen dem
Komplex der bis dahin völlig männlich geprägten Rassistenkirche, dass
Frauen, die gerade die Periode haben, die "heiligen" Stätten
"verunreinigen" könnten]. Die Frauen und Nonnen erhalten durch die
Beschreibung die Möglichkeit, um die Reise "im Geiste"
nachzuvollziehen (Wolf, S.94). Eine solche Wallfahrtenbeschreibung ist
z.B. das "Evagatrium" von Konrad D.Hassler (Dominikaner)

-- das für die "Ulmer Klosterbrüder" geschrieben wurde
-- mit der Reise von Felix Fabri (Wolf, S.92) / Faber, Zürcher
Dominikaner: "Evagatorium in terrae sanctae, Arabiae et egypti
peregrinationem" ["Ausgiebige Beschreibung über das heilige Land, über
die fremden arabischen und ägyptischen Lande"], mit Weltkunde des
vorderen Orients (Wehrli, S.833)
-- mit biblischen Angaben (Wolf, S.93)
-- mit dem Ziel, von Pilgerreisen abzuraten und vor den Gefahren zu
warnen (Wolf, S.94).

Felix Fabri vermarktet seine Pilgerreise
Felix Fabri gibt 1480 eine Pilgerreise in Gedichtform heraus: "Bruder
Felix Fabers gereimtes Pilgerbuchlein", als "epischer
Bewährungsweg" (Wolf, S.95).

1484 gibt Felix Fabri dieselbe Pilgerreise in Prosa heraus:
"Eigentliche Beschreibung der hin und wider farth zu dem heiligen
Landt", ohne grosse Exkurse, z.T. "spannend" geschrieben.
Gefahrenschilderungen werden in "Bewährungsavienturen" umgedeutet
(Wolf, S.94).

Propaganda für die Rückeroberung des "heiligen" Landes
z.B. im Reisebericht von Bernhard von Breidenbach 1486
-- mit ausführlichen Beschreibungen von strategischen Punkten
-- mit Klagen über "den Orient" und mit Verteufelung der Mohammedaner
-- mit Aufforderung an die deutschen Fürsten zur Einigung zu einem
"Landfrieden"
-- mit Kriegsanleitungen (Wolf, S.96)
-- mit Verbreitung in 9 Auflagen in 5 Sprachen bereits im 15. Jh.
(Wolf, S.97)
-- und gemäss Wolf ist Bernhard von Breidenbach kein Einzelfall für
solche "christliche" Kriegshetze (Wolf, S.96).

Marco Polo wird imitiert: Reisen nach Fernasien
In der ersten Hälfte des 14. Jh.s schreibt der Franziskaner Odorico de
Pordenonne Berichte über Sumatra, Indonesien, China. Der Bericht
findet eine weite Verbreitung. Es sind über 90 Handschriften in Latein
erhalten, davon 4 in Deutsch, z.B. von Lübers von Konrad Steckel
(Wolf, S.105).

[Es sei der Verdacht angebracht, dass es sich auch bei dieser grossen
Asienreise - wie bei Marco Polo - um eine Fantasie handelt, was
abzuklären wäre].

Reisebücher neu auch von Bürgern und Aristokraten
z.B. das Reisebuch der Familie Rieter (Deutschland) mit traditionellen
Palästinafahrten 1384 bis ins 17. Jh. (Wehrli, S.834).

Johannes Schiltberger: Reisebericht über Asien als Gefangener der
Türkei
Schiltberger, geboren 1380 (Glaser, S.174), dient im Heer Sigismunds
gegen die türkischen Heere (Wehrli, S.832), kommt im Jahre 1396 in
türkische Gefangenschaft, 1402 in mongolische Gefangenschaft (Glaser,
S.174) bei Ankara (Wehrli, S.832), ist fast 30 Jahre Sklave und Soldat
(Glaser S.174), und kehrt erst 1427 wieder heim (Wehrli, S.832). Nach
der Rückkehr ist Schiltberger Kämmerer des Bayrischen Herzogs Albrecht
III. (Wolf, S.105).

Schiltbergers Reisebeschreibung schildert viele Teile Asiens (Glaser,
S.174), mit Zuzug vieler Quellen, v.a. die "Voyages" von Mandevilles,
mit einem Kapitel über das "heilige Land" (Wolf, S.105), wobei die
Ereignisse z.T. erdichtet sind, weil die Ereignisse z.T. vor seinem
Leben stattgefunden haben. Inhalt: Itinerar [Wegbeschreibung] (Kapitel
1-31), Religionsgeschichte Islam (Kap. 49-60), Geographie und
Historie, Kurzerzählungen, Naturkunde etc. Es sind 4 Handschriften und
3 Inkunabeldrucke erhalten (Wolf, S.106). Wehrli spricht von 8 Drucken
(Wehrli S.832).

Marco Polo wird erst jetzt "interessant"
Erst ab der 2.Hälfte des 15. Jh. wird Marco Polo in mehreren
verkürzten Übersetzungen auch in Deutsch herausgegeben. Dies ist
Zeichen dafür, dass bis zu dem Zeitpunkt Reisen ausserhalb der
Pilgerreisen in andere Länder kaum auf Interesse gestossen sind (Wolf,
S.105).

[Die geniale Fälschung verkaufte sich einige 100 Jahre später gut].

Dietrich von Schachten 1491/92
beschreibt eine Reise über Wilhelm den Älteren von Hessen mit einem
Besuch Roms als Abschluss (Wolf, S.98).

Felix Fabri 1492
schreibt für Nonnen, denen die Pilgerfahrt immer noch verboten ist,
eine Pilgerbeschreibung "Geistliche Pilgerfahrt" oder "Sionpilgerin",
wo 208 Pilgertage zum geistlichen "Nachfollzug" beschrieben sind
(Wolf, S.94).


Reise und Kolonialismus in Übersee: Kolumbusbrief 1493 und die Folgen

Der Kolumbusbrief eröffnet für Europa neue Dimensionen des Reisens
mit Schilderung vieler grosser Baumsorten, Honigsorten, Erzen,
Metallen, Korn und Gold in den Flüssen. Die Menschen, die von Kolumbus
"Indianer" genannt werden, sind als in ihrer Nacktheit unschuldig und
friedfertig geschildert (Glaser, S.176).

[Hätte Kolumbus keinen Reichtum des Landes geschildert, so wäre er
sofort verhaftet worden. In der Folge seiner weiteren beiden Fahrten
wurde er dann doch verhaftet und ihm alle Titel aberkannt, weil er den
Weg nach "Indien" nicht gefunden hatte. Die nachfolgenden spanischen
Seefahrer klauten die Kolumbuskarte und führten dann die "Entdeckung"
von "Amerika" zu Ende].

Folgen des Kolumbusbriefes:
-- europäische Fürsten und Geschäftsleute sehen die Wehrlosigkeit der
Indianer
-- Indianer werden zu Grubenarbeit und Plantagenarbeit gezwungen
-- Raubzüge, Hunger und Verbreitung von Krankheiten mit Ausrottung
ganzer Inselbevölkerungen ["karibische Inseln" wurden "indianerfrei"]
-- in der Folge werden "kräftige Sklaven" aus Schwarzafrika importiert
(Glaser, S.176).

Die "Humanisten" beschreiben "Amerika"
Die "Humanisten" etablieren das Reisetagebuch des 16. Jh.s, das
Hodoeporicon, die "Entdeckung" der neuen Länder, die noch keine
Erzähltradition haben (Wolf, S.106).

Reisebericht von Gaspar de Carvajal, "Humanist", über Süd-"Amerika"
1542
ist ein Tagebuch 1541/42 "La aventura del Amazonas":
-- Carvajal konstatiert, er habe das "Eldorado" nicht gefunden
-- Beschreibung von Kämpfen mit kriegerischen Frauen ("amazonas")
-- Ziel ist es, den spanischen Hof zu reizen, weitere
Entdeckungsfahrten zu unternehmen (Wolf, S.119).

Hrsg.: Rafael Diaz: Gaspar de Carvajal. Pedrarias de Almestoy Alonso
de Rojas. La aventura del Amazonas. Madrid 1986

[Die Reiseberichte aus "Amerika" sind gespickt mit falschen
Beschreibungen der dortigen Menschen, die oft nur als "Wilde" gelten,
weil sie keine Kleider tragen. Dadurch werden die Rassistenkirche und
die rassistisch-kirchlichen Adelsfamilien dazu gereizt, mehr Geld für
Fahrten und Mission auszugeben, und so hat der Reisebericht seinen
Zweck erfüllt: Es wird mehr Geld für mehr Reisen zur Verfügung
gestellt].

Philipp von Hutten 1535
Hutten berichtet 1535 über die Expedition Hohermuths 1535 in der
"Zeitung aus India" (Glaser/Wenzel, S.177).

Ulrich Schmidel aus Straubing 1554
"Warhaftige Historien einer wunderbaren Schiffart [...] von 1534 bis
1554" auf einem Welserschiff (Glaser/Wenzel, S.177).

Hans Staden 1576
"Warhaftige Historia und Beschreibung eyner Landschaft der Wilden"
1525-1576 (Glaser/Wenzel, S.177).

Der Aberglauben durch Reiseberichte aus den Kolonien - Aufdecken der
Lügen erst Ende 19. Jh.
Die Erforschung der Reiseberichte erfolgt erst im letzten Drittel des
19. Jh. Erst jetzt erscheinen kritische Editionen und decken all die
Lügen über die Menschen der Kolonien auf (Wolf, S.84).

aus:
-- Wenzel, Horst: Autobiographie und Reisebeschreibung. In: Glaser,
Horst Albert: Deutsche Literatur. Eine Sozialgeschichte, Bd.2
-- Wolf, Gerhard: Die deutschsprachigen Reiseberichte des
Spätmittelalters; In: Brenner, Peter J.: Der Reisebericht
-- Wehrli, Max: Geschichte der deutschen Literatur
u.a.

Merjam

unread,
Jun 17, 2010, 3:10:50 PM6/17/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum
Sehr interssant und sehr ausführlich deine Gedanken und dein Wissen
Luka!
Wenn ich an damalige Reiseberichte denke,denke ich sofort an die zeit
als die menschen die welt erkundigen und einnehmen wollten.die reisen
auf dem schiff ins ferne nirgendwo...Seefahrer eben.
ich denke sofort an christoph columbus,der nach indien wollte,jedoch
auf amerika gestoßen ist.
ich denke daran,dass durch die vielen seefahrten die routen
festgehalten worden sind,inform von seekarten.
ich denke auch,dass die erfahrungen schriftlich festgehalten worden
sind ...inform eines tagebuches....?!
ich denke an menschen aus dem abendland,die das morgenlad bereisten
und voller vorurteil sich ein falsches bild vom islam und dem
propheten muhammad machten.
es gab da z.b. das bild vom propheten in dantes göttlichen komödie.so
ist wohl aus reisberichten so etwas entstanden...
reiseberichte wurden also nicht nur schriftlich festgehalten,sondern
auch mündlich weiter gegeben....

ein reisebericht,wurde füher wohl schriftlich festgehalten um das
wissen über die neuen erfahrungen festzuhalten,karten zu
erstellen...und heute kann man sogar schon die gedanken und
erfahrungen auf reisen mit der ganzen welt teilen, z.b. auf
reiseberichte.com

peace
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mero.O

unread,
Jun 17, 2010, 5:38:17 PM6/17/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum
Warum finde ich deinen Reisebericht nicht unter Dateien? =/

Ich denke das Reiseberichte einen viel intensiveren blick auf ein land
geben KÖNNEN, als das es ein objektives sachbuch oder eine reportage
tut, da es persönliche anekdoten eindrücke oder beschreibungen enthält
die einen einblick in die menschen des landes und ihre mentalität
geben können.
Bei der frage nach der Wisschenschaftlichkeit steht zwar fest das es
sich um subjektive berichte handelt, wobei ein einzelner nicht als
autoritativ geltend gemacht werden kann, jedoch denke ich das eine
anzahl von unterschiedlichsten berichten der "wahrheit" ziemlich nahe
kommen kann.
Orte Menschen Eigenarten Speisen Kunst der Flair des Landes werden so
für den Leser vorstellbar oder greifbar, der nochnie in berührung mit
dem fleckchen land auf der anderen seite der erde gekommen ist.
und warum sollte etwas das Wissen schafft als unwissenschaftlich
deklariert werden?
Ich persönlich mag Reiseberichte die in Romanform verpackt wurden
(sind sie dann noch welche?) was ich nicht gerne lese sie diese
internetforen reiseberichte, in denen menschen die einen halben tag
lang durch die einkaufsstrassen geschlendert sind, meinen sie könnten
sich eine meinung über ein ganzes land oder eine stadt machen , wobei
ich auch hier jedoch wieder finde, dass alles was irgentwie
herangetragen wird ein puzzleteil darstellen kann.

laakuu nocc

Liliya Slavskaya-Arendar

unread,
Jun 18, 2010, 3:22:21 AM6/18/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum
o, ja, natürlich sind reiseberichte wissenschaftlich! und wie!

denn die sind viel echter als viele andere "objektive" infos.
wissenschaftlich, weil man mit ihnen sehr gut arbeiten kann. man
könnte - in der wissenschaft - alles mögliche machen:

- wir haben eine "objektive" quelle. wir nehmen dann einen
reisebericht aus der gleichen zeit (noch besser: zum gleichen thema)
und vergleichen dann die zwei miteinander. da könnte es interessante
unterschiede geben. wenn es keine gibt - das ist ja auch ein ergebnis.
wenn es doch welche gibt, dann kann man sich auf die suche machen
warum diese unterschiede da sind. was hat den reiseschreiber dazu
veranlasst die damalige realität anders darzustellen? oder war seine
eigene realität wirklich so wie beschrieben? oder auch andersrum - was
hat den schreiber der "objektiven" quelle dazu veranlasst die
informationen in seiner quelle so vorzustellen wie er/sie das gemacht
hat? gab es einen politischen faktor vielleicht? ("politisch" im
weitesten sinne)

- Luka hat auch noch die reiseberichte erwähnt, die eine komplette
fälschung waren, in denen alles ausgedacht war. ist das nicht auch
eine eigene realität an sich? warum haben die menschen überhaupt so
was geschrieben? was hat ihnen das verfassen von phantastischen
geschichten gebracht? es kann sein, dass sie das einfach brauchten.
genau so wie viele den glauben brauch(t)en.. und wenn es so war, dann
wozu brauchten sie diese ausgedachten geschichten?

- und wenn wir mal für einen augenblick die "gefälschten"
reiseberichte zur seite lassen: für eine zeit lang waren reiseberichte
die einzige form, in der man wissen und erkenntnis vermitteln konnte.
Kolumbus konnte (leider) keine bilder während seiner reise aufnehmen,
sie dann auf den laptop hochladen und dann in facebook reinstellen, um
diese der welt zu zeigen. schade...war aber so!

reiseberichte waren/sind also eine eigenartige form der wissenschaft,
die man weder unterschätzen noch vernachlässigen sollte.
punkt .
:)



al-shaaq

unread,
Jun 18, 2010, 12:25:13 PM6/18/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum, Aliye Incekan, Janina Mitwalli, Lampros Tsoutsas, Liliya Slavskaya, Luka Pilić, Lukas Augustin, Merle Poth, Miriam Merjam Ljakić, Nejla Kujović, Ouafaa Rakabi, Reyhan Aksu, Sabine Delkus, Thomas Kauert, Şevki Yildirim
liebe leute,

frisch aus dem seminar möchte ich den von Lilija gesetzten Punkt
(siehe oben) als Einladung annehmen, weiter in das Thema des Reisens
zu gehen! der hervorragende Vortrag von Reyhan hat mich (unter
anderem) zu den folgenden punkten inspiriert:

- die frage nach dem bildungsstand des reisenden - ist reisen immer
eine sache der gebildeten? typischer fall ist der deutsche
bildungsurlaub (gibt es den auch bei anderen völkern?) - auf den
spuren Goethes... Italien lässt grüßen!

- Çelebi war ein Mensch der Stadt (insofern habe ich ohne es bewusst
zu haben eine fantastische überleitung der themen hergestellt!) - hat
die reise des stadtmenschen eine besondere qualität, die sie von denen
außerhalb der stadt unterscheidet?

- die Reise zwischen Pilgerfahrt und Pauschalurlaub - hier war meine
"Provokation der Woche": steckt nicht auch in jedem ballermann-touri
noch ein ganz kleines stückchen sehnsucht nach Mekka?

- übehaupt der Islam und die hajj - hier haben wir die reise als
ultimativen ausdruck des religiösen lebens - wie steht es um die REISE
im Christentum, Judentum und Islam im Vergleich?

daher auch zum abschluss eine kleine anekdote, die (unter anderem) ein
licht auf eine form der reise werfen wird, die wir heute NICHT
thematisiert haben! könnt ihr erraten, welche form der reise ich
meine? ich bin gespannt! hier die anekdote:

"ein journalist aus den usa fährt nach polen, um dort einen sehr alten
und sehr berühmten Rabbi zu interviewen. als er ihn schließlich
findet, bittet ihn der Rabbi in seine wohnung und der journalist
schaut sich um und sieht nur ein bett, einen stuhl und einen tisch.
verwundert fragt er den Rabbi: "Rabbi, sag mir bitte, wo hast du deine
ganzen sachen, die bücher und die möbel?" der Rabbi lächelt und stellt
eine gegenfrage: "wo hast DU deine sachen?" - der journalist kommt ins
stottern und sagt schließlich: "Meine sachen? wieso? ich bin doch hier
nur auf der durchreise?" und der Rabbi: "Siehst du, auch ich bin hier
nur auf einer reise."

ich wünsche euch ein zauberhaftes wochenende!
Stefan

PS: und alle die nicht da waren, könnten mal wenigstens berichten, wo
sie das spiel geguckt haben und wie es war! :)))

Merjam

unread,
Jun 21, 2010, 6:01:45 PM6/21/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum
Dobro Vece meine Lieben,

krankheitsbedingt habe ich das Seminar am Freitag leider nicht
besuchen können.
Aber trotzdem möchte ich meine Gedanken zum momentanen Thema mit euch
teilen....

Die frage zum bildungsstand der reisenden...
also ich denke, dass es früher im 19/20 jahrhundert einen unterschied
gab als es den heute im 21. jahrhundert gibt.
die menschen,die in der stadt lebten,ging es finanziell meistens
gut.sie lebten ein munteres leben vor sich hin und reisten unter
anderem auch.
dabei sahen sie viel und verschlungen wohl viel wissen,viel kultur und
die identität des landes.
man kam zurück und es wurde viel berrichtet...z.b. an die
familie,nachbarn etc,
im großen und ganzen war man gebildet und erfahren.
die menschen vom lande dagegen konnten es sich finanziell wenig bis
garnicht leisten solche reisen zu erfahren,da sie meistens bauern
waren und versuchten über die runden zu kommen.
früher war also das reisen eine frage der reichen und somit
gebildeten.

geh ich aber von heute aus ,ist es doch eigentlich egal, ob man von
der großstadt kommt oder eher vom lande.
beiden seiten können es sich leisten zu reisen und die erfahrung zu
machen...
die welt ist so offen und modern geworden,dass man auf fast jeden
fleck der welt sich mit bildung voll saugen kann, z.b durch bücher
oder das i-net.
ob jetzt eine miri wie ich nach maroko reist und neben ihr die merle
sitzt(also gleicher stand)....oder ob jetzt miri neben einem kerl,der
adliges blut in sich trägt, im flugzeug sitzt...
alle haben das gleiche ziel...
eine reise in den orient...

reden wir mal von dem deutschen ballermann touri:
es gibt wohl viele die den urlaub nur mit saufen,party und *** auf
spanien verbringen.
aber im gegenzug steckt auch in solchen menschen ein durst nach
kultur,menschen,land....bildung.
auch wenn das vielleicht panne klingt aber ich denke,dass irgendwann
mal ein punkt erreicht ist,an dem man genug party gemaked hat und ein
wenig das land genießen möchte.
so denke ich über diese party mäuse,lol,...hab genug kollegen und
freunde die mal so drauf waren.
und ich denke,dass man auch reifer wird und den drang hat die welt zu
erkunden und zu erfahren.
somit könnte auch die lust einer pilgerfahrt entstehen...nothing is
impossible...

all in one ist das leben doch +eine reise+...
alles schaut auf einen...das universum,die welt,die menschen
...alles an materie...oder auch nicht (vielleicht gott)...
man ist immer auf einer reise,da man jeden tag lebt und und neues
erfährt und was morgen kommt weiss man noch nicht.
man braucht nicht viel zum leben,es zählt doch nur wie man das leben
lebt und was man heute draus macht.

Reyhan Aksu

unread,
Jul 14, 2010, 6:09:37 PM7/14/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum
Halloo Leute ;)

Wir haben sehr lange über Reisen geredet, jedoch sollten wir
vielleicht mal überlegen, wie das Reisen heute aussieht....
Kann man heute einfach so reisen??? Könnte ich einfach so auf mein
Motorrad steigen und um die Welt reisen so nach dem
Motto wollte hier mal reinschauen??? Hierzu wollte ich mal meine
Geschichte erzählen, passt jetzt nicht direkt hierzu, aber ich
habe es als sehr witzig empfunden:)
Also ich habe mich vor einigen Monaten um genauer zu sein vor 4
Monaten für eine Praktikumsstelle in der Türkei beworben und habe erst
nach drei
Monaten d.h. letzte Woche ein Brief gekriegt, dass ich ein Visum
bräuchte wohl gemerkt als eine TÜRKIN...
und meine bewerbung ging wohl von behörde zu behörde, weil die in
meiner Stadt es nicht gewohnt waren eine aus
dem Ausland kommende Praktikantin zu haben die Bewerbung kam dann
letztendenes in Ankara an, weil die einfach nicht wußten, wie sie mit
der Situation
umzugehen hatten. In dem Brief stand folgendes: Ich müsste zum
Konsulat und es dort klären:D
Letztenendes habe ich vom Konsulat eine Bestätigung in Form eines
Ausweises gekriegt, die belegt, dass ich bestimmte Rechte in der
Türkei
als Türkin hätte, auch das Recht ein Praktikum ohne Visum zu
machen :D:D:D

al-shaaq

unread,
Jul 15, 2010, 3:08:42 AM7/15/10
to Balkan Kolloquium Orientalistik Bochum, Reyhan Aksu, Reyhan Aksu
Liebe Reyhan,

interessanter und lustiger bericht!

mir würde dazu die überschrift einfallen: modern "nationalstaat" kills
travel literature! :)

sagol! :)
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