Also, eigentlich wollte ich zu dem Thema nix mehr sagen, weil ich
diese Diskussion zu emotional finde und sie sich immer wieder auf das
kulturelle bezieht.
Super Vorschlag, Stefan!
Mal paar Anregungen von mir:
Wirtschaft:
Aus welchem Geiste ist der europäische Zusammenschluss geboren, dem
kulturellen oder wirtschaftlichen?
- wohl doch eher aus dem wirtschaftlichen, oder? Schlagwort ist dabei
denke ich Montanunion ;)
- was das kulturelle angeht, wage ich mal zu behaupten das dieser
Diskurs nichts neues ist und schlage vor - im Blick auf das OR - die
beiden hier zu vergleichen:
Maximilien de Béthune Herzog von Sully: Mémoires ou Oeconomies royales
d’Estat
leider kann ich kein Franzöisch und zitiere mal daher Wikipedia:
"Es war Maximilien de Béthune Herzog von Sully, der in seinen 1662
posthum veröffentlichten Mémoires ou Oeconomies royales d’Estat mit
seinem Grand Dessin eine überstaatliche Struktur entwarf, die die
europäischen Republiken (einschließlich einer neu zu gründenden
italienischen Republik sowie Venedig, Schweiz, Niederlande), Erb-
(England, Frankreich, Spanien, Schweden, Dänemark, Lombardei) und
Wahlmonarchien (Kirchenstaat, Deutschland, Böhmen, Polen, Ungarn)
umfassen sollte. Dieses Konzept einer europäischen Einigung gründete
wesentlich auf den mittelalterlichen Voraussetzungen der christlichen
Religion und der lateinischen Sprache,...."
vs.
William Penn: An Essay Towards the Present and Future Peace of Europe
http://www.archive.org/stream/anessaytowardsp00penngoog#page/n5/mode/1up
"Penn entschied sich für einen politisch-geographischen Begriff
Europas, der sich besonders aus der Zusammensetzung einer General-
oder Staatenversammlung sowie der Stimmverteilung der anwesenden
Delegierten ablesen ließ. Demzufolge sollte das Heilige Römische Reich
12, Frankreich und Spanien je 10, Italien (ohne die Republik
Venedig) 8, England 6, Schweden, Polen und die Generalstaaten je 4,
Dänemark, Portugal und die Republik Venedig je 3 sowie die Schweizer
Kantone, das Herzogtum Holstein und Kurland sowie kleinere
Fürstentümer je 1 Stimme besitzen, so dass sich die Gesamtstimmen auf
70 belaufen hätten. Für den (gerechten) Fall, dass die Türken und
Russen („Muscovites“) ebenfalls als Mitglieder Aufnahme gefunden
hätten, hätten sie jeweils über 10 Delegierte verfügt, was die
Stimmenanzahl auf 90 erhöht hätte. Eine solche Zusammenkunft hätte
nach seiner Ansicht „Europa“ als den Teil der Welt hervorgehoben, der
als „the Best and wealthyest part of the known World“ bekannt wäre und
wo „Religion and Learning, Civility and Arts have their Seat and
Empire.“
Was würde passieren, wenn die Türkei in den europäischen
Wirtschaftsraum vollkommen integriert würde?
- Ich behaupte mal das viele Waren, die nicht so offensichtlich aus
der Türkei stammen, im Preisniveau steigen würden (Textilien,
Zulieferwaren für die Automobilindustrie, Elektrowaren etc)...
On 29 Apr., 12:39, Liliya Slavskaya-Arendar