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[ORF:] Schnellstrassenbahn für Wien

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Florian Schwarz

unread,
Jan 18, 2002, 8:44:13 AM1/18/02
to
http://wien.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=1&id=176522

Hat das Folgende jemand von Euch mitinitiiert? Erinnert mich jedenfalls
stark an die hier diskutierten Vorschläge und ich war zugegebenermaßen
erstaunt, sowas im allgemeinen U-Bahn-Taumel zu lesen.

| Unterirdische Schnellstraßenbahn für Wien
| Wie verbindet man Währing und den Wienerberg am schnellsten miteinander?
Die Wiener Grünen präsentierten heute die Idee | | einer unterirdischen
Schnell-Straßenbahn.
|
| Alternative zur U 5
| Die "City-Tram" wäre die billigere Alternative zu der von der ÖVP
vorgeschlagenen U-Bahn-Linie 5 und könnte bereits 2006 in | Betrieb gehen,
sagte Klubobmann Christoph Chorherr. Ihrer Schätzung nach würde das Projekt
rund 200 Millionen Euro (2,75 | Milliarden Schilling) kosten.
|
| Die U 5 würde mindestens eine Milliarde Euro (13,76 Milliarden Schilling)
kosten und frühestens im Jahr 2015 fahren.
|
| Von Währing zum Wienerberg
| Die "City-Tram" soll die Innenstadt unterirdisch durchqueren und die
Linien 37, 38, 40, 41 und 42, die am Schottentor enden,
| mit den Linien 62, 65 und 71 verbinden.
|
| Die neue Strecke soll vom Schottentor über die Herrengasse und Albertina
zur Oper führen und in der Operngasse wieder an
| die Oberfläche kommen. Den Wienerberg will Chorherr von dort aus mit einer
verlängerten Linie 65 erschließen.
|
| Vorbild "Ustraba"
| Vorbild für die "City-Tram" ist laut Chorherr die Stadtbahn in Hannover.
Besser bekannt dürfte aber in Wien die "USTRABA"
| sein. "Unterpflasterstraßenbahnen" sind im Wien der 50er und 60er Jahre
eingesetzt worden.
|
| Die Linie 18 fährt heute noch zwischen Südtiroler Platz und Eichstraße
unterirdisch. Auch die Wiedner Hauptstraße ist teilweise | unterirdisch
erschlossen.

lg, florian
--
_________________________________________
visit my homepage: http://www.florian.schwarz.net
ICQ#: 8494629

Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom
- Sprichwort -


Patrick Segalla

unread,
Jan 18, 2002, 8:45:48 AM1/18/02
to
Florian Schwarz schrieb:


> http://wien.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=1&id=176522
>
> Hat das Folgende jemand von Euch mitinitiiert? Erinnert mich jedenfalls
> stark an die hier diskutierten Vorschläge und ich war zugegebenermaßen
> erstaunt, sowas im allgemeinen U-Bahn-Taumel zu lesen.

Das Konzept wurde von Harald Jahn ausgearbeitet und kannst Du auf
seiner homepage nachlesen:

http://www.tramway.at

lg Patrick

Florian Schwarz

unread,
Jan 18, 2002, 8:47:50 AM1/18/02
to
"Florian Schwarz" <florian...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:a298qb$vp2d6$1...@ID-86717.news.dfncis.de...

> http://wien.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=1&id=176522
>
> Hat das Folgende jemand von Euch mitinitiiert?

Aha, eben lese ich auf der Homepage der Grünen, 'Konzept von Harald Jahn'.
Gute Arbeit!

Florian

Florian Schwarz

unread,
Jan 18, 2002, 8:53:47 AM1/18/02
to
"Patrick Segalla" <seg...@isis.wu-wien.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C48270C...@isis.wu-wien.ac.at...

Stimmt.. Habe es damals, als er es postete, gelesen... Habe nur ehrlich
nicht damit gerechnet, daß die Politik das so schnell aufgreift.

mfg florian


jakob

unread,
Jan 18, 2002, 12:43:49 PM1/18/02
to

Florian Schwarz schrieb:

komm immer drauf an, wer das wie und wo weiterleitet ;-)

jakob

Harald Jahn

unread,
Jan 18, 2002, 3:29:24 PM1/18/02
to
> Hat das Folgende jemand von Euch mitinitiiert? Erinnert mich jedenfalls
> stark an die hier diskutierten Vorschläge und ich war zugegebenermaßen
> erstaunt, sowas im allgemeinen U-Bahn-Taumel zu lesen.

Ja, das war meine Wenigkeit. Ich hatte damals den Thread losgetreten und
dann mein Konzept an alle möglichen Stellen gesandt. Die Grünen haben das
aufgegriffen, Chorherr hat mich angerufen, auf der Website der Grünen ist
das ganze nun zu finden. Sie haben mich auch als Urheber erwähnt, ist mir
aber nicht wichtig, ich bin nur froh, dass da mal auch ein Tramwayprojekt in
die Diskussion eingebracht wird.

Auf meinem Diskussionsforum auf www.tramway.at wurde das ganze dann
weiterdiskutiert, aktuelle Entwicklungen halt ich auch im Forum bereit.

Servus


--
Harald A. Jahn
http://www.tramway.at (bei Problemen unter
http://www.viennaslide.com/tramway.htm erreichbar)

Harald Jahn

unread,
Jan 18, 2002, 3:30:17 PM1/18/02
to
> komm immer drauf an, wer das wie und wo weiterleitet ;-)

hattest du deine Finger im Spiel ;-) ???

Well done! Gut gemacht!

jakob

unread,
Jan 18, 2002, 3:35:40 PM1/18/02
to

Harald Jahn schrieb:


>
> > komm immer drauf an, wer das wie und wo weiterleitet ;-)
>
> hattest du deine Finger im Spiel ;-) ???

na was glaubst ;-)

>
> Well done! Gut gemacht!

danke

lg jakob

Michael Obi

unread,
Jan 18, 2002, 3:54:15 PM1/18/02
to
> Ja, das war meine Wenigkeit. Ich hatte damals den Thread losgetreten und
> dann mein Konzept an alle möglichen Stellen gesandt. Die Grünen haben das
> aufgegriffen, Chorherr hat mich angerufen, auf der Website der Grünen ist
> das ganze nun zu finden. Sie haben mich auch als Urheber erwähnt, ist mir
> aber nicht wichtig, ich bin nur froh, dass da mal auch ein Tramwayprojekt
in
> die Diskussion eingebracht wird.
>
Frage: Warum wird der Südbahnhof auch in diesem Konzept links liegen
gelassen?
Stichwort Bahnhof Wien, vielleicht?
Ciao
Michael


Harald Jahn

unread,
Jan 19, 2002, 7:07:37 AM1/19/02
to
> Frage: Warum wird der Südbahnhof auch in diesem Konzept links liegen
> gelassen?
> Stichwort Bahnhof Wien, vielleicht?

Hallo!

Nun, im Prinzip sind die Linien, die in das City-Tunnel eingebunden werden,
frei wählbar; Ich ging mal einfach davon aus, die am Karlsplatz und
Schottentor endenden Linien miteinander zu verbinden. Den D hatte ich auch
angedacht, aber der verlässt den Ring an anderen Stellen (Schwarzenbergplatz
und Börse). Man kann natürlich nicht das halbe Wiener Tramwaynetz in diesen
Tunnel reinquetschen, auch wären Einfahrtsrampen am Schwarzenbergplatz oder
in der Walfischgasse sehr problematisch, was das Stadtbild betrifft.

Nähere Details auf meiner Website.

Florian Schwarz

unread,
Jan 19, 2002, 7:33:23 AM1/19/02
to
"Harald Jahn" <office_...@viennaslide.com> schrieb im Newsbeitrag
news:dkd28.150251$gX1.1...@news.chello.at...

Was ich mich auch noch fragte, vielleicht hab ichs überlesen:

Was hast Du dir gedacht, wie man die dann doch ziemlich langen Linien in
einem einigermaßen regelmäßigen Intervall führen kann. Wenn man sich jetzt
den D anschaut, dort gelingt das nicht wirklich. Wenn dann angenommen 3 Züge
hintereinander in den Tunnel einfahren, dann wird Ähnliches passieren.
Und für mich gibt es kaum Schlimmeres, als unregelmäßiges Intervall, ist mir
letzte Woche auf der U6 dreimal passiert. Das eine mal mußte ich in
Spittelau in der HVZ 9 Min. auf einen zug warten, in der Gegenrichtung
fuhren 5 (!) in der gleichen Zeit. Einige Tage später gab's einen
Fahrleitungsriß --> 20 Min. Wartezeit, zur Prüfung zu spät gekommen. Ok für
den Leitungsriß können die WL nichts, aber 20 Min. sind nicht notwendig,
schließlich gibt es ja genug Wendemöglichkeiten _vor_ Floridsdorf, wenn dort
ein Fahrdraht reißt. Und vorgestern blieb der Zug Richtung Siebenhirten
unmotiviert (für mich jedenfalls) 6-7 Minuten in Alser Straße stehen, bevor
er weiterfuhr. --> Westbahn versäumt, eine Stunde Wartezeit.

Was ich mit dem Exkurs sagen wollte, ist, daß solche Probleme wahrscheinlich
die Fahrgäste _sehr_ vergraulen (mich jedenfalls brachte es dazu, bei den WL
anzurufen und sie um etwas effizienteres Störungsmanagement zu bitten), und
daß man das bei so einer City-Tram im Vorfeld bedenken müßte. Deswegen
hätten mich Deine - Harald - Ideen dazu interessiert.

lg, florian


Frank Ziegler

unread,
Jan 19, 2002, 7:36:45 AM1/19/02
to
Harald Jahn schrieb:

> Ich hatte damals den Thread losgetreten und
> dann mein Konzept an alle möglichen Stellen gesandt. Die Grünen haben
das
> aufgegriffen, Chorherr hat mich angerufen, auf der Website der Grünen
ist
> das ganze nun zu finden. Sie haben mich auch als Urheber erwähnt, ist
mir
> aber nicht wichtig, ich bin nur froh, dass da mal auch ein
Tramwayprojekt in
> die Diskussion eingebracht wird.


Alle Achtung! Ich habe das Konzept gerade intensiv gelesen und es ist
absolut einleuchtend. Gerade in der heutigen Zeit fehlender
öffentlicher Mittel müssten sich doch alle Verantwortlichen von
"City-Tram statt U5" überzeugen lassen. Aber aus der Ferne schaut's so
aus, als gäbe es bei VP und SP immer noch die "U-Bahn-Euphorie" der
sechziger und siebziger Jahre. Liege ich da falsch?

Beste Grüße, Frank

--
Frank Ziegler, D-95138 Bad Steben
e-Mail: frank....@steben.de
Internet: www.steben.de/ziegler/

Michael Suda

unread,
Jan 19, 2002, 9:56:04 AM1/19/02
to

Florian Schwarz <florian...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
a2bp1m$vant6$2...@ID-86717.news.dfncis.de...

[hier gekürzt, über Probleme der pünktlichen Führung langer ÖV-Linien]

> Was ich mit dem Exkurs sagen wollte, ist, daß solche Probleme
> wahrscheinlich
> die Fahrgäste _sehr_ vergraulen (mich jedenfalls brachte es dazu, bei
> den WL
> anzurufen und sie um etwas effizienteres Störungsmanagement zu
> bitten), und
> daß man das bei so einer City-Tram im Vorfeld bedenken müßte. Deswegen
> hätten mich Deine - Harald - Ideen dazu interessiert.

Ist es gestattet, dass ich auch meinen Senf dazu gebe?
Ich sehe dieses Problem nicht so streng. Was mich im Besonderen am
Wiener ÖV-Netz so stört und vergraulen könnte ist, dass man in einer
flächenmäßig relativ kleinen Millionenstadt gelegentlich Rekorde an
Umsteighäufigkeit aufstellen muss. Natürlich ist es möglich, ein
besseres Störungsmanagement einzurichten und auch lange Tramwaylinien
pünktlich zu führen. Wenn die Unmöglichkeit nämlich ein Naturgesetz
wäre, sollte man daran denken, die von dir erwähnte Gürtelstadtbahn (U6)
sofort zu teilen. Ja warum fordert _das_ eigentlich keiner? Etwa weil
lange Linien doch ganz bequem sind?

Doch zurück zur Verbesserung von Betriebs- und Störungsmanagment:
Erstens würde einmal zu diesem Behufe zur Radikaloperation schreiten:
Meister Grois und seinen Mannen sollte die Zuständigkeit für die
Betriebsleitung notfalls entzogen und dieselbe einem Team von Fachleute
aus anderen Betrieben übertragen werden, das noch keine Symptome von
WL-Betriebsblindheit zeigt. Gut elf Jahre RBL-Bastelstunde sind genug,
es reicht! Die Herren haben ihren Spaß gehabt, jetzt sollen einmal
Experten von auswärts an den Ball.
Zweitens braucht es klare politische Qualitätsvorgaben. Leider wurde
eine gute Gelegenheit dazu erst kürzlich erbärmlich vergeigt, ich sage
nur: Verkehrsdienstevertrag. Die bisherigen internen Vorgaben dürfen
eher dahin gehen, dass die Tramway funktionieren, aber nicht zu gut
funktionieren soll. Sollten z.B. Durchschnittsreisegeschwindigkeit
oder -pünktlichkeit über gewisse Schwellenwerte (die sind natürlich
geheim :-) hüpfen, läuten im Rathaus sicher stille Alarmglocken. Denn
eine überfüllte, langsame, neuerdings auch noch ULF-teure 'Zuckelbim'
ist der Spitzennährboden, auf dem die
U-Bahn-ohne-Wenn-und-Aber-Mentalität der Wienerinnen und Wiener bisher
so schön gedeiht. Und dem Vox-populi-Argument konnte sich bisher kein
Finanzminister entziehen, wenn es darum ging, das Gerschtl für die
nächsten Tunnelkilometer locker zu machen.
Drittens muss man auch - Vorsicht, Binsenweisheit! - die Schneid haben,
der Tramway den Weg freizuboxen. Solange für eine Sperrlinie fünf
Beiräte und sechs Kommission tagen müssen, in denen Kommerzialrat
Rücksichtl, Senatsrat Vorsichtl und Bezirksvorsteher Weinbeisser nach
Befragung diverser selbsternannter journalistischer Ombudsmänner (Stil
etwa so: 'Parkplatzklau auf der Wieden - die Krone kämpft dagegen!') das
Projekt zerlegen und einen Dänemark-Kompromiss ('Es ist was faul....')
arrangieren, wird das Aufstellen von etlichen Euro-Milliarden für
Planung
und Bau einer neuen U-Bahn immer eine vergleichsweise simple politische
Übung sein. Eigentlich pervers, aber so ist Realpolitik in Wien eben.

--
Michael Suda
A-1150 Wien, Oesterreich/Austria/Autriche
mailto:michae...@blackbox.net

Harald Jahn

unread,
Jan 19, 2002, 12:14:16 PM1/19/02
to
> Was ich mit dem Exkurs sagen wollte, ist, daß solche Probleme
wahrscheinlich
> die Fahrgäste _sehr_ vergraulen (mich jedenfalls brachte es dazu, bei den
WL
> anzurufen und sie um etwas effizienteres Störungsmanagement zu bitten),
und
> daß man das bei so einer City-Tram im Vorfeld bedenken müßte. Deswegen
> hätten mich Deine - Harald - Ideen dazu interessiert.

Michael Suda hat mir die Worte aus dem Mund genommen, und das in einer
Formulierung, die ich so nicht zusammengebracht hätte.

Die Badner Bahn fährt fast auf die Minute pünktlich, obwohl sie etliche
Kilometer durch Stadtgebiet und Überland zurücklegt; Auf der U6 sind die WL
zu blöd, regelmäßig zu fahren, auch wenn keinerlei Störung vorliegt. Fahr
mal ins Ausland, dort laufen auch lange Linien präzise wie ein Uhrwerk.

Harald Jahn

unread,
Jan 19, 2002, 12:15:52 PM1/19/02
to
> Alle Achtung! Ich habe das Konzept gerade intensiv gelesen und es ist
> absolut einleuchtend. Gerade in der heutigen Zeit fehlender
> öffentlicher Mittel müssten sich doch alle Verantwortlichen von
> "City-Tram statt U5" überzeugen lassen. Aber aus der Ferne schaut's so
> aus, als gäbe es bei VP und SP immer noch die "U-Bahn-Euphorie" der
> sechziger und siebziger Jahre. Liege ich da falsch?

Leider nicht, der U-Bahn-Wahn ist ungebrochen, ich gehe von gewissen
Geldflüssen aus, die die Sache enorm vereinfachen.

Branko Simic

unread,
Jan 19, 2002, 12:16:00 PM1/19/02
to
Harald Jahn schrieb:

>
> Ja, das war meine Wenigkeit. Ich hatte damals den Thread losgetreten und
> dann mein Konzept an alle möglichen Stellen gesandt. Die Grünen haben das
> aufgegriffen, Chorherr hat mich angerufen, auf der Website der Grünen ist
> das ganze nun zu finden. Sie haben mich auch als Urheber erwähnt, ist mir
> aber nicht wichtig, ich bin nur froh, dass da mal auch ein Tramwayprojekt
> in die Diskussion eingebracht wird.

Beim Kurier hast dich damit nicht beliebt gemacht.

So, wie die heute schon darüber berichtet haben (printausgabe), wird
von _der_ Seite sicher keine Unterstützung kommen.
Allerdings ist von den dortigen verkehrlichen Voipoidln auch nix
anderes zu erwarten.
Die habens ja scheinbar nicht mal geschafft, das Konzept richtig
abzuschreiben. Die Skizze dazu ist überhaupt ein Schmarrn.
Dafür machens die Tram madig, wos nur geht ("...nicht annähernd die
Kapazität einer U-Bahn...").

Ein leserbrief wird folgen.
(mehrere wären besser ;-) !!!!)


Jedenfalls: gratuliere zum Erfolg deines Konzepts
--
lg, BS

Patrick Segalla

unread,
Jan 19, 2002, 12:34:53 PM1/19/02
to
"Michael Suda" <aon.96...@aon.at> wrote in message
news:3c498a8c$0$20386$6e36...@newsreader02.highway.telekom.at...

> [hier gekürzt, über Probleme der pünktlichen Führung langer ÖV-Linien]

> Ist es gestattet, dass ich auch meinen Senf dazu gebe?
> Ich sehe dieses Problem nicht so streng. Was mich im Besonderen am
> Wiener ÖV-Netz so stört und vergraulen könnte ist, dass man in einer
> flächenmäßig relativ kleinen Millionenstadt gelegentlich Rekorde an
> Umsteighäufigkeit aufstellen muss. Natürlich ist es möglich, ein
> besseres Störungsmanagement einzurichten und auch lange Tramwaylinien
> pünktlich zu führen. Wenn die Unmöglichkeit nämlich ein Naturgesetz
> wäre, sollte man daran denken, die von dir erwähnte Gürtelstadtbahn (U6)
> sofort zu teilen. Ja warum fordert _das_ eigentlich keiner? Etwa weil
> lange Linien doch ganz bequem sind?

Kann Dir nur zustimmen - und gerade die WL, die immer so sehr auf diesem
Argument gegen lange Linien herumreiten
können sehr wohl anders, wenn es gerade paßt. Immerhin hat die Linie 6 durch
ihre regelmäßigen Anstückelungen (Burggasse mit
einem kurzfristigen Abstecher zur Josefstädterstraße, und kürzlich
Zentralfriedhof) sehr an Länge gewonnen - ist IIRC jetzt die längste Linie
Wiens.
Also führt sich das ganze Argument selbst ad absurdum.

lg Patrick


--
Posted via Mailgate.ORG Server - http://www.Mailgate.ORG

Florian Schwarz

unread,
Jan 19, 2002, 12:41:53 PM1/19/02
to
"Harald Jahn" <office_...@viennaslide.com> schrieb im Newsbeitrag
news:IPh28.154465$gX1.1...@news.chello.at...

> Michael Suda hat mir die Worte aus dem Mund genommen, und das in einer
> Formulierung, die ich so nicht zusammengebracht hätte.
>
> Die Badner Bahn fährt fast auf die Minute pünktlich, obwohl sie etliche
> Kilometer durch Stadtgebiet und Überland zurücklegt; Auf der U6 sind die
WL
> zu blöd, regelmäßig zu fahren, auch wenn keinerlei Störung vorliegt. Fahr
> mal ins Ausland, dort laufen auch lange Linien präzise wie ein Uhrwerk.

Jaja, das ist mir schon klar, ich stimme auch Michaels und Deinen
Ausführungen völlig zu. Aber genau da liegt ja der Hund: Die WL schaffen es
schon auf der U6 nicht, also kann die von Dir vorgeschlagene City-Tram ja
von vornherein nur zum Scheitern verurteilt sein, wenn nicht schon _vorher_
das von Michael als solches bezeichnete Grois-Spielchen ein Ende nimmt.
Ansonsten werden all diese Linien unpünktlich sein, schauderhafte Intervalle
haben und dann werden erst wieder alle schreiben 'Straßenbahn is nix, da
hätt a U-Bahn herghört'. Insofern müßte dieser Paradigmenwechsel im Denken
der WL einer erfolgreichen City-Tram vorausgehen.

Gruß
florian


Florian Schwarz

unread,
Jan 19, 2002, 12:48:12 PM1/19/02
to
"Branko Simic" <Branko...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C49A9D0...@gmx.at...

> So, wie die heute schon darüber berichtet haben (printausgabe), wird
> von _der_ Seite sicher keine Unterstützung kommen.

D.h. online ist das gar nicht zu finden?

> Ein leserbrief wird folgen.
> (mehrere wären besser ;-) !!!!)

Würde gerne, nur muss ich dazu erst mal den Artikel irgendwo finden.

lg, florian


Harald Jahn

unread,
Jan 19, 2002, 12:55:50 PM1/19/02
to
> Würde gerne, nur muss ich dazu erst mal den Artikel irgendwo finden.

Im Forum auf www.tramway.at nachzulesen; Leserbriefe an le...@kurier.at.

Florian Schwarz

unread,
Jan 19, 2002, 12:55:51 PM1/19/02
to
"Florian Schwarz" <florian...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:a2cb58$10f8hi$1...@ID-86717.news.dfncis.de...

> Ansonsten werden all diese Linien unpünktlich sein, schauderhafte
Intervalle
> haben und dann werden erst wieder alle schreiben 'Straßenbahn is nix, da
> hätt a U-Bahn herghört'. Insofern müßte dieser Paradigmenwechsel im Denken
> der WL einer erfolgreichen City-Tram vorausgehen.

Tja, und grad eben lese ich in der Presse, daß SP-GR Reiter genau das als
Argument contra City-Tram vorbringt. Wirklich zu lächerlich. Statt daß sich
einmal einer fragt, ob das denn so sein *muß*.

Wenigstens ist der Artikel neutral geschrieben.
(http://www.diepresse.at/detail/default.asp?channel=p&ressort=ik&id=269368)

lg, florian


Florian Schwarz

unread,
Jan 19, 2002, 12:59:54 PM1/19/02
to
"Harald Jahn" <office_...@viennaslide.com> schrieb im Newsbeitrag
news:Gqi28.154937$gX1.1...@news.chello.at...

> Im Forum auf www.tramway.at nachzulesen; Leserbriefe an le...@kurier.at.

Dankeschön!

florian


Bernhard Vlasak

unread,
Jan 19, 2002, 1:06:56 PM1/19/02
to
> Jaja, das ist mir schon klar, ich stimme auch Michaels und Deinen
> Ausführungen völlig zu. Aber genau da liegt ja der Hund: Die WL schaffen
es
> schon auf der U6 nicht, also kann die von Dir vorgeschlagene City-Tram ja
> von vornherein nur zum Scheitern verurteilt sein, wenn nicht schon
_vorher_
> das von Michael als solches bezeichnete Grois-Spielchen ein Ende nimmt.
> Ansonsten werden all diese Linien unpünktlich sein, schauderhafte
Intervalle
> haben und dann werden erst wieder alle schreiben 'Straßenbahn is nix, da
> hätt a U-Bahn herghört'. Insofern müßte dieser Paradigmenwechsel im Denken
> der WL einer erfolgreichen City-Tram vorausgehen.
>
> Gruß
> florian
>
>

Wer sagt eigentlich, dass die WL die City-Tram betrieben müssen? Mir würde
es gefallen wenn die WLB das übernehmen würden!

lg Bernhard


Florian Schwarz

unread,
Jan 19, 2002, 1:20:18 PM1/19/02
to
"Bernhard Vlasak" <bernhar...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:4Bi28.155071$gX1.1...@news.chello.at...

> Wer sagt eigentlich, dass die WL die City-Tram betrieben müssen? Mir würde
> es gefallen wenn die WLB das übernehmen würden!

*lol* Kein Problem damit. Aber erklär das mal den Rathausroten
(und -schwarzen)...

Florian

PS: Brief an Kurier ist schon draußen ;-)


Bernhard Vlasak

unread,
Jan 19, 2002, 1:27:36 PM1/19/02
to

Florian Schwarz <florian...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
a2cddh$10i5n0$1...@ID-86717.news.dfncis.de...
Ja das erklären überlass ich wem anderen :) Lass mich doch ein bissl
träumen! *g*


Harald Jahn

unread,
Jan 19, 2002, 1:45:12 PM1/19/02
to
Sollte jemand Lust haben, das Konzept Citytram mit Briefen an
Verantwortliche zu unterstützen, hier die Adressen, ungefähr gereiht nach
Sinnhaftigkeit. Ich empfehle dringend, keine E-Mails, sondern richtige
Briefe zu schicken.

Adressaten:

DI Rudolf Schicker
Geschäftsgruppe Stadtentwicklung und Verkehr
A-1082 Wien, Rathaus
Stiege 4, 2. Stock

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Sektion Verkehr, Herrn Mag. Christian Weissenburger
Radetzkystraße 2
1030 Wien

Bürgermeister Dr. Michael Häupl
A-1082 Wien, Rathaus
Stiege 5, 1. Stock

Wiener Linien
zH Herrn DI Günther Grois
Erdbergstraße 202
1030 Wien

Grüner Klub, Rathaus
zH Herrn Günter Kenesei
A-1082 Wien, Rathaus
Stiege 6, Hochparterre

Bezirksvorstehung des 9. Bezirks
zH Herrn Hans Benke
Währinger Straße 43
1090 Wien

Michael Suda

unread,
Jan 19, 2002, 2:02:52 PM1/19/02
to

Harald Jahn <office_...@viennaslide.com> schrieb in im Newsbeitrag:
Gqi28.154937$gX1.1...@news.chello.at...

> > Würde gerne, nur muss ich dazu erst mal den Artikel irgendwo finden.
>
> Im Forum auf www.tramway.at nachzulesen; Leserbriefe an
> le...@kurier.at.

Das würde ich sehr befürworten. Schließlich kann man in so einem Fall
keinesfalls von unfairem Mailbombing sprechen. Aber die Wirkung sollte
man wieder einmal testen. Ich haue schon in die Tasten.

Hans Goebl

unread,
Jan 19, 2002, 9:54:23 AM1/19/02
to
Florian Schwarz schrieb:

>"Harald Jahn" <office_...@viennaslide.com> schrieb im Newsbeitrag
>news:dkd28.150251$gX1.1...@news.chello.at...
>
>Was ich mich auch noch fragte, vielleicht hab ichs überlesen:
>
>Was hast Du dir gedacht, wie man die dann doch ziemlich langen Linien in
>einem einigermaßen regelmäßigen Intervall führen kann.

Da beim Schottentor keine Ausgleichszeit eingehalten werden kann,
sollte das nicht schlechter werden, als bisher.

>Wenn man sich jetzt
>den D anschaut, dort gelingt das nicht wirklich. Wenn dann angenommen 3 Züge
>hintereinander in den Tunnel einfahren, dann wird Ähnliches passieren.
>Und für mich gibt es kaum Schlimmeres, als unregelmäßiges Intervall, ist mir
>letzte Woche auf der U6 dreimal passiert.

Im Gegensatz zu D und U6 hat man hier ja 4, 5 Außenäste, wenn einer
gestört ist, kommen immer noch Züge von den anderen Linien.

[Beispiele gesnippt]

>Was ich mit dem Exkurs sagen wollte, ist, daß solche Probleme wahrscheinlich
>die Fahrgäste _sehr_ vergraulen (mich jedenfalls brachte es dazu, bei den WL
>anzurufen und sie um etwas effizienteres Störungsmanagement zu bitten), und
>daß man das bei so einer City-Tram im Vorfeld bedenken müßte. Deswegen
>hätten mich Deine - Harald - Ideen dazu interessiert.

Ein effizientes Störungsmanagement der WL könnte sowieso nicht
schaden. Wie man an deinen Beispielen sieht, fehlt das bei der U-Bahn
genauso.

ciao, Hans

Hans Sutter, Niederteufen

unread,
Jan 19, 2002, 7:17:40 PM1/19/02
to
Hallo Miteinander

Ich muss nun doch einmal die Wienerlinien in Schutz nehmen. Ende 70er
anfangs 80er besuchte ich mehrmals Wien in loser Folge. Einmal ging eine
Tram in Schönbrunn bei der Anfahrt defekt. Es rauchte oberhalb der
Einstiegstür beim Führerstand (Hauptschalter?). Der Führer bat uns eine
Station weiter zu Fuss zu gehen, wo mehrere Tramlinien zusammenkommen.
Gesagt getan, es klappte, obwohl wir unterwegs noch in einem Cafehaus die
bekannten Süssigkeiten zu uns nahmen.
Bei einem anderen Besuch ging in der Nähe der Bahnhofes Wien - Nord unsere
Reise nach der Donauinsel abrupt zu Ende, da ein Verkehrsunfall unsere
Druchfahrt unmöglich machte. Dort bat uns der Führer nach unserer Frage an
Ihn zur Fuss bis zum Bahnhof zu gehen, um dort - wenn ich mich recht
entsinne in der Unterführung unter den OeBB-Gleisen - eine andere Tram zu
besteigen. Ich könnte mich also überhaupt nicht über mangelndes
Störungsmanagement beklagen. Vielleicht ist es aber in den letzten Jahren
aufgrund von Rationalisierungsmassnahmen - sprich Konzentrationen der
Leitebene - zu Verschlechterungen gekommen. Zu sagen ist natrülich auch,
dass es einem Touristen wohl gleichgültiger ist, pünktlich am Ziel
anzukommen. Ausserdem ist für einen Schweizer aus ländlicher Region ein
Verkehrssystem à la Vienne immer eine Nummer zu gross und daher nicht auf
anhieb durchschaubar.
Trotzdem behalte ich die Bemühungen der beiden Tramführer in guter
Erinnerung und werde auch bei einem allfälligen weiteren Besuch soweit als
möglich das Tramnetz benützen. Der Grund ist ganz einfach in der Tram sehe
ich noch was von der Stadt.
Gruss
Hans


"Harald Jahn" <office_...@viennaslide.com> schrieb im Newsbeitrag

news:Y8j28.155475$gX1.1...@news.chello.at...

Branko Simic

unread,
Jan 20, 2002, 4:43:37 AM1/20/02
to
Michael Suda schrieb:
>
> [...] Natürlich ist es möglich, ein

> besseres Störungsmanagement einzurichten und auch lange Tramwaylinien
> pünktlich zu führen. Wenn die Unmöglichkeit nämlich ein Naturgesetz
> wäre, sollte man daran denken, die von dir erwähnte Gürtelstadtbahn (U6)
> sofort zu teilen. Ja warum fordert _das_ eigentlich keiner? Etwa weil
> lange Linien doch ganz bequem sind?

Das wäre aber doch ein Argument, das man gegen die unnötige
Verlängerung der U6 nach Stammersdorf verwenden könnte ;-)


> [...] Die bisherigen internen Vorgaben dürfen


> eher dahin gehen, dass die Tramway funktionieren, aber nicht zu gut
> funktionieren soll. Sollten z.B. Durchschnittsreisegeschwindigkeit
> oder -pünktlichkeit über gewisse Schwellenwerte (die sind natürlich

> geheim :-) hüpfen, läuten im Rathaus sicher stille Alarmglocken. [...]

Da brauchts IMHO gar keine Schwellenwerte. Die Vorgabe muss nur
heissen:

'Solange die Kronenzeitung _nicht_ über die Tram berichtet, passts.'

Jede positive Erwähnung ist pfui; jede negative Erwähnung könnte
eventuell auch auf das Liebkind U negativ abfärben; also ist
0-Berichterstattung das Optimum.


ansonst: gut gebrüllt!

--
lg, BS

Branko Simic

unread,
Jan 20, 2002, 4:43:53 AM1/20/02
to
Frank Ziegler schrieb:
>
> [...] Gerade in der heutigen Zeit fehlender

> öffentlicher Mittel müssten sich doch alle Verantwortlichen von
> "City-Tram statt U5" überzeugen lassen. Aber aus der Ferne schaut's so
> aus, als gäbe es bei VP und SP immer noch die "U-Bahn-Euphorie" der
> sechziger und siebziger Jahre. Liege ich da falsch?

Nicht nur bei SP, VP (und nicht zu vergessen FP).
Auch in der Bevölkerung ist die U-Bahn-Euphorie dank jahrzehntelanger
Konditionierung ziemlich ungebrochen.

Du brauchst nur mal das Forum von http://wien.orf.at lesen; dort
findest du die 'anderen' Meinungen zu dieser Idee. Die posituven
Reaktionen dort entstammen zumeist Lesern dieser oder ähnlicher
Listen.
iejenigen, die dort besonders negativ schreiben sind zwar grossteils
glühende Autofahrer, und in einem öffentlichen Verkehrsmittel nie
vorzufinden (soweit ich mir erlaube, das aus ihren sonstigen Beiträgen
im orf-forum zu schließen), aber sie sind eine laute Mehrheit.

Und auf diese laute Mehrheit reagiert die Politik halt gerne.

--
lg, BS

Hans Goebl

unread,
Jan 20, 2002, 3:43:31 AM1/20/02
to
Hans Sutter, Niederteufen schrieb:

>Hallo Miteinander
>
>Ich muss nun doch einmal die Wienerlinien in Schutz nehmen.

[2 positive Beispiele]

Dein Vorteil war in beiden Fällen, dass Du Dir am Ort des Geschehens
selbst ein Bild über Art und voraussichtliche Dauer der Störung
machen konntest. Die Fahrgäste ein, zwei Stationen weiter sehen das
aber nicht und werden oft mit eher nichtssagenden Durchsagen a la
"wegen einer vorangegangenen Störung kommt es auf Linie x derzeit zu
unterschiedlichen Intervallen in beiden Fahrtrichtungen" abgespeist.

Hans

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 5:55:39 AM1/20/02
to
"Branko Simic" <Branko...@gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4A9159...@gmx.at...

> Du brauchst nur mal das Forum von http://wien.orf.at lesen; dort
> findest du die 'anderen' Meinungen zu dieser Idee. Die posituven
> Reaktionen dort entstammen zumeist Lesern dieser oder ähnlicher
> Listen.
> iejenigen, die dort besonders negativ schreiben sind zwar grossteils
> glühende Autofahrer, und in einem öffentlichen Verkehrsmittel nie
> vorzufinden (soweit ich mir erlaube, das aus ihren sonstigen Beiträgen
> im orf-forum zu schließen), aber sie sind eine laute Mehrheit.

Leider scheint der Artikel samt Kommentaren nicht mehr online zu sein,
gestern waren die alle jedenfalls leicht zu entkräften...

lg, florian


Patrick Greinecker

unread,
Jan 20, 2002, 6:09:11 AM1/20/02
to
Florian Schwarz schrieb:

[ORF-ON-Artikel zum im Betreff genannten Thema]

> Leider scheint der Artikel samt Kommentaren nicht mehr online zu sein,
> gestern waren die alle jedenfalls leicht zu entkräften...

Hier ist er noch:
http://wien.orf.at/oesterreich.orf?read=detail&channel=1&id=176522

Grüße,
Patrick

Michael Suda

unread,
Jan 20, 2002, 6:21:16 AM1/20/02
to

Hans Goebl <hans....@utanet.at> schrieb in im Newsbeitrag:
a2e3g4.3...@ID-72617.user.dfncis.de...

Ja, diese Durchsagen halte ich für so ziemlich das Saublödeste, was man
zu dem Thema produzieren kann. Sie kommen nämlich immer erst zu einem
Zeitpunkt, an dem auch ein Hirnamputierter bereits gegneißt hat, dass
die nächste Tramway nicht pünktlich kommen wird - meistens, weil sich
schon auffallend große Menschenmassen an der Haltestelle versammelt
haben.

In so einem Fall machen nur zwei Dinge Sinn:
a) nützliche, informative Meldungen und Ratschläge (etwa: 'der
Fahrbetrieb im Abschnitt X-Y wird wahrscheinlich in Z-Minuten wieder
aufgenommen'; 'Wir empfehlen, zwischen X und Y über die Linien a, b
und c auszuweichen') oder
b) eine wirklich zerknirschte Entschuldigung.

Ich hielte es auch für eine nützliche Geste, die _genau_ Störungsursache
durchzusagen. Ich kann diese häufig zu hörende 'Wegen einer
vorangegangenen Fahrtbehinderung....'-Floskel schon nicht mehr hören!
Informationswert: Null; so ein Gestammel ist nur akustische
Umweltverpestung. Warum nicht 'Wegen eines durch einen Pkw-Fahrer
verursachten Verkehrsunfalls am Schwarzenbergplatz' oder 'Wegen einer
Türstörung an einem Richtung Kagran fahrenden Zug der Linie U1 im
Bereich der Station Stephansplatz'. Eine Ausnahme sollte man wegen der
Gefahr einer Vorbildwirkung nur bei den leider recht häufigen
Selbstmorden auf den Linien U1-U4 machen.
Allerdings wurde der Informationsgehalt der Durchsagen in den letzten
Jahren um Nuancen besser.

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 20, 2002, 6:40:40 AM1/20/02
to
Michael Suda wrote:

>
> In so einem Fall machen nur zwei Dinge Sinn:
> a) nützliche, informative Meldungen und Ratschläge (etwa: 'der
> Fahrbetrieb im Abschnitt X-Y wird wahrscheinlich in Z-Minuten wieder
> aufgenommen'; 'Wir empfehlen, zwischen X und Y über die Linien a, b
> und c auszuweichen')


Als anscheinend intensiver Öffinutzer wirst auf _die_ Tips net wirklich
angewiesen sein oder? Jemand der sich nicht auskennt bräuchte natürlich
solche Informationen, da hast recht.

> oder
> b) eine wirklich zerknirschte Entschuldigung.


Für eine Störung die a)nicht vorhersehbar b) nicht gewollt und c)
womöglich durch Fremdverschulden entstand? Das klingt als müßte sich ein
Unfallopfer beim Unfallverursacher entschuldigen.


> Ich hielte es auch für eine nützliche Geste, die _genau_ Störungsursache
> durchzusagen. Ich kann diese häufig zu hörende 'Wegen einer
> vorangegangenen Fahrtbehinderung....'-Floskel schon nicht mehr hören!
> Informationswert: Null; so ein Gestammel ist nur akustische
> Umweltverpestung. Warum nicht 'Wegen eines durch einen Pkw-Fahrer
> verursachten Verkehrsunfalls am Schwarzenbergplatz'


Die Anwälte haben wohl zu wenig zu tun, was? Solche anschuldigende
Ansagen wären schon rechtlich nicht erlaubt - und wenn's noch so 100%ig
klar ist wer den Unfall verursacht hat.

> oder 'Wegen einer
> Türstörung an einem Richtung Kagran fahrenden Zug der Linie U1 im
> Bereich der Station Stephansplatz'


Eine "technische Störung" eben - das reichte vollkommen aus. Dein
Arbeitsgeber kriegt doch auch keine genaue Diagnose Deiner Krankheit
übermittelt - oder?

Ich weiß nicht ob die WL _eine_ Leitstelle haben die für alles zuständig ist, wenn ja kann ich mir denken haben die besseres zu tun als andauernd perfekte vollinformative Ansagen zu ersinnen.

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 7:24:41 AM1/20/02
to
"Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4AACB8...@aon.at...

> > In so einem Fall machen nur zwei Dinge Sinn:
> > a) nützliche, informative Meldungen und Ratschläge (etwa: 'der
> > Fahrbetrieb im Abschnitt X-Y wird wahrscheinlich in Z-Minuten wieder
> > aufgenommen'; 'Wir empfehlen, zwischen X und Y über die Linien a, b
> > und c auszuweichen')
>
>
> Als anscheinend intensiver Öffinutzer wirst auf _die_ Tips net wirklich
> angewiesen sein oder? Jemand der sich nicht auskennt bräuchte natürlich
> solche Informationen, da hast recht.

Doch! Weil wenn da wirklich sowas wie Störungsmanagement existiert, könnte
dann ja auf einer anderen Linie das Intervall verdichtet werden, oder - was
in Wien eh nie sein wird - Züge entlang einer abweichenden Route fahren.

> > oder
> > b) eine wirklich zerknirschte Entschuldigung.
>
>
> Für eine Störung die a)nicht vorhersehbar b) nicht gewollt und c)
> womöglich durch Fremdverschulden entstand? Das klingt als müßte sich ein
> Unfallopfer beim Unfallverursacher entschuldigen.

Wenn z.B. ein Fahrleitungsriß die Ursache ist, dann erwarte ich mir das
wohl.
Und zwar *mit Zeitangabe*, wie lange denn mit der Störung zu rechnen ist.
'unregelmäßige Zugsfolge' nutzt mir original gar nix. Wenn ich in einer
Station steh und es heißt, daß es noch 20 Minuten dauern wird, dann geh ich
vielleicht die 2 Stationen bis zur nächsten Linie.

> > Ich hielte es auch für eine nützliche Geste, die _genau_ Störungsursache
> > durchzusagen. Ich kann diese häufig zu hörende 'Wegen einer
> > vorangegangenen Fahrtbehinderung....'-Floskel schon nicht mehr hören!
> > Informationswert: Null; so ein Gestammel ist nur akustische
> > Umweltverpestung. Warum nicht 'Wegen eines durch einen Pkw-Fahrer
> > verursachten Verkehrsunfalls am Schwarzenbergplatz'
>
> Die Anwälte haben wohl zu wenig zu tun, was? Solche anschuldigende
> Ansagen wären schon rechtlich nicht erlaubt - und wenn's noch so 100%ig
> klar ist wer den Unfall verursacht hat.

Na mußt es ja nicht mit Schuldzuweisung machen, man könnte ja auch sagen
'Durch einen Unfall der Straßenbahn mit einem auf dem Gleiskörper
befindlichen PKW', da steht nix von Schuld und jeder kann sich's denken...

> > oder 'Wegen einer
> > Türstörung an einem Richtung Kagran fahrenden Zug der Linie U1 im
> > Bereich der Station Stephansplatz'
>
> Eine "technische Störung" eben - das reichte vollkommen aus. Dein
> Arbeitsgeber kriegt doch auch keine genaue Diagnose Deiner Krankheit
> übermittelt - oder?

Es würde aber mehr Verständnis hervorrufen und mehr Beschäftigung zeigen.
Die Ansage 'technische Störung' ruft bei mir höchstens Ärger hervor, eben
weil alles mit einer technischen Störung begründet wird.

> Ich weiß nicht ob die WL _eine_ Leitstelle haben die für alles zuständig
ist, wenn ja kann ich mir denken haben die besseres zu > tun als andauernd
perfekte vollinformative Ansagen zu ersinnen.

Das mag sein, andererseits ist es sicher nicht so viel Aufwand, wenn der
betroffene Fahrer die Ursache meldet, und die Leitstelle diese dann
weiterkommuniziert.

Ansonsten muß ich Michael so gut wie überall zustimmen. Das traurigste für
mich ist, daß es schon bei einer hermetisch vom Restverkehr getrennten
U-Bahn nicht funktioniert.... (Ich bin ja fest davon überzeugt, daß die in
der U6 eingesetzten Softie-Türen im Vergleich zu den Drucklufttüren der Ux
dran Mitschuld sind...)

lg, florian


Hubert Sellnar

unread,
Jan 20, 2002, 7:27:37 AM1/20/02
to

"Michael Suda" < schrieb:

> >
>
>
> In so einem Fall machen nur zwei Dinge Sinn:
> a) nützliche, informative Meldungen und Ratschläge (etwa: 'der
> Fahrbetrieb im Abschnitt X-Y wird wahrscheinlich in Z-Minuten wieder
> aufgenommen';

Wie, du meinst die WL sollen einen Wahrsager anstellen der vorhersagen kann
wie lange der Aufenthalt dauern wird?
Überlegenswert, währe ein guter Nebenerwerb, werde mich mal in Erdberg dafür
bewerben.


--
mfg
Fa. RELAXINGOASE
Hubert Sellnar
http://www.juergen.at/~hubsi
h.se...@chello.at


Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 7:30:14 AM1/20/02
to
"Hubert Sellnar" <h.se...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag
news:ZIy28.170698$gX1.1...@news.chello.at...

>
> "Michael Suda" < schrieb:
> > >
> >
> >
> > In so einem Fall machen nur zwei Dinge Sinn:
> > a) nützliche, informative Meldungen und Ratschläge (etwa: 'der
> > Fahrbetrieb im Abschnitt X-Y wird wahrscheinlich in Z-Minuten wieder
> > aufgenommen';
>
> Wie, du meinst die WL sollen einen Wahrsager anstellen der vorhersagen
kann
> wie lange der Aufenthalt dauern wird?
> Überlegenswert, währe ein guter Nebenerwerb, werde mich mal in Erdberg
dafür
> bewerben.

Nun ja, bei den meisten Fällen gibt es wohl Erfahrungswerte. z.B. wie lange
es dauert, einen defekten Zug zu entfernen, wie lange es dauert, einen
Fahrleitungsschaden zu reparieren, wie lange es dauert, einen Unfall zu
beseitigen. Und oft hilft es ja schon, wenn gesagt wird, die Behebung dauert
länger als .. 20 Minuten.

Florian


Hubert Sellnar

unread,
Jan 20, 2002, 7:53:17 AM1/20/02
to

"Florian Schwarz" schrieb:

> > > >
> > >
> > >
>
> Nun ja, bei den meisten Fällen gibt es wohl Erfahrungswerte. z.B. wie
lange
> es dauert, einen defekten Zug zu entfernen, wie lange es dauert, einen
> Fahrleitungsschaden zu reparieren, wie lange es dauert, einen Unfall zu
> beseitigen. Und oft hilft es ja schon, wenn gesagt wird, die Behebung
dauert
> länger als .. 20 Minuten.
>
Ja gibt es.
zu 1. Einen defekten Zug flott machen zwischen 10 min und 3 Std.
zu 2. Einen Fahrleitungsschaden beheben zwischen 30 min und 24 Std.
zu 3. Unfall zwischen 4 min und 6 Std.


--
mfg
Hubert
http://www.juergen.at/~hubsi


Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 8:02:37 AM1/20/02
to
"Hubert Sellnar" <h.se...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag
news:15z28.171279$gX1.1...@news.chello.at...

>
> "Florian Schwarz" schrieb:
> > > > >
> > > >
> > > >
> >
> > Nun ja, bei den meisten Fällen gibt es wohl Erfahrungswerte. z.B. wie
> lange
> > es dauert, einen defekten Zug zu entfernen, wie lange es dauert, einen
> > Fahrleitungsschaden zu reparieren, wie lange es dauert, einen Unfall zu
> > beseitigen. Und oft hilft es ja schon, wenn gesagt wird, die Behebung
> dauert
> > länger als .. 20 Minuten.
> >

> Ja gibt es.
> zu 1. Einen defekten Zug flott machen zwischen 10 min und 3 Std.

Gut, dann kan man hier sagen, es wird zumindest 10 Minuten dauern und nach
Schadensdiagnose kann man dann wohl mehr sagen

> zu 2. Einen Fahrleitungsschaden beheben zwischen 30 min und 24 Std.

Siehst, auch hier, 'zumindest 30 Minuten'. Da is mir schon sehr geholfen.
Und wenn man dann noch sagt, wann der nächste Zug über eine geänderte
Linienführung kommt, ists perfekt.

> zu 3. Unfall zwischen 4 min und 6 Std.

Läßt sich wohl auch hier innerhalb der ersten 4 Minuten abschätzen, wie lang
es summa summarum zumindest dauern wird, oder?

Grüße,
Florian


Hubert Sellnar

unread,
Jan 20, 2002, 8:16:48 AM1/20/02
to

"Florian Schwarz" schrieb:
> > > > > >
> > > > >
> > > > >
> > >
> > > Nun ja, bei den meisten Fällen gibt es wohl Erfahrungswerte. z.B. wie
> > lange
> > > es dauert, einen defekten Zug zu entfernen, wie lange es dauert, einen
> > > Fahrleitungsschaden zu reparieren, wie lange es dauert, einen Unfall
zu
> > > beseitigen. Und oft hilft es ja schon, wenn gesagt wird, die Behebung
> > dauert
> > > länger als .. 20 Minuten.
> > >
>
> > Ja gibt es.
> > zu 1. Einen defekten Zug flott machen zwischen 10 min und 3 Std.
>
> Gut, dann kan man hier sagen, es wird zumindest 10 Minuten dauern und nach
> Schadensdiagnose kann man dann wohl mehr sagen
>
> > zu 2. Einen Fahrleitungsschaden beheben zwischen 30 min und 24 Std.
>
> Siehst, auch hier, 'zumindest 30 Minuten'. Da is mir schon sehr geholfen.
> Und wenn man dann noch sagt, wann der nächste Zug über eine geänderte
> Linienführung kommt, ists perfekt.
>
> > zu 3. Unfall zwischen 4 min und 6 Std.
>
> Läßt sich wohl auch hier innerhalb der ersten 4 Minuten abschätzen, wie
lang
> es summa summarum zumindest dauern wird, oder?
>
Naja nicht immer, erlebt als Folgezug ca. 1992 oder 93.
Unfall mit einem Pkw und Bim mit Verletzte. Normalerweise kann man schon mal
annehmen ca. bis zu 30 min.
Dann passierte es das der Verletzte hinüberkippt. Reanimation durch
Rettungsarzt ca. 30 min.
Der Verletzte starb damals leider. Warten auf den zuständigen Arzt ca 3 Std.
der den Tod Amtlich feststellt.
Bis dahin darf an der Unfallstelle nichts verändert werden.
Dann warten auf den Abtransport des Toten. ca 1 Std.
Jetzt dürfen die Aufräumarbeiten durch die Feuerwehr beginnen. ca. 20 min
Anschließend Aufnahme durch die Polizei. ca 1 Std.
Stand damals als Folgezug 6 Std hinter der Unfallstelle und hatte schon
gelbe Augen da es durch den Menschenauflauf nicht möglich war irgendwo
hinzupinkel.

Stefan Froehlich

unread,
Jan 20, 2002, 9:43:40 AM1/20/02
to
On Sun, 20 Jan 2002 13:16:48 GMT Hubert Sellnar wrote:
>> > zu 3. Unfall zwischen 4 min und 6 Std.

>> Läßt sich wohl auch hier innerhalb der ersten 4 Minuten abschätzen,
>> wie lang es summa summarum zumindest dauern wird, oder?

> Unfall mit einem Pkw und Bim mit Verletzte. Normalerweise kann man


> schon mal annehmen ca. bis zu 30 min.

Dann ist den wartenden Fahrgaesten bei den nachfolgenden Stationen
schon einmal sehr geholfen, wenn man ihnen die geschaetzeten 30
Minuten vermittelt. Die in weiterer Folge aufgetretenen zusaetzlichen
5.5 Stunden sind fuer Dich selbst ausgesprochen unangenehm und zu
bedauern, fuer die vorher Informierten aber nicht mehr wesentlich,
denn dann haben sie sich rechtzeitig andere Alternativen suchen
koennen.

Servus,
Stefan, der bei "unregelmaessige Zugsfolgen" immer vergeblich hofft,
dass die Unregelmaessigkeit diesmal aus einem kuerzeren Intervall
besteht :-)

--
Stefan. Ueber den garen Klee zu loben!
http://www.sloganizer.de/

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 20, 2002, 10:10:09 AM1/20/02
to
Stefan Froehlich wrote:

>

> Dann ist den wartenden Fahrgaesten bei den nachfolgenden Stationen
> schon einmal sehr geholfen, wenn man ihnen die geschaetzeten 30
> Minuten vermittelt. Die in weiterer Folge aufgetretenen zusaetzlichen
> 5.5 Stunden sind fuer Dich selbst ausgesprochen unangenehm und zu
> bedauern, fuer die vorher Informierten aber nicht mehr wesentlich,
> denn dann haben sie sich rechtzeitig andere Alternativen suchen
> koennen.


Wenn jemand freiwillig 5,5 bis 6 Stunden bei einer Haltestelle wartet,
wie die Kuh vorm neuen Tor, g'hört ihm eh eine gescheuert - so blöd kann
niemand sein. Wenn tagsüber bei intervall n x Minuten nichts kommt suche
ich schon selber nach Alternativen, auch wenn's keine Info gibt.

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 10:32:02 AM1/20/02
to
"Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4ADDD1...@aon.at...

> Wenn tagsüber bei intervall n x Minuten nichts kommt suche
> ich schon selber nach Alternativen, auch wenn's keine Info gibt.

Sicher. Aber was machst Du in folgendem Fall: Du hast eine Prüfung, wartest
auf die U-Bahn - Fahrleitungsgebrechen. Du hast jetzt die Alternativen,
entweder Du wartest auf die nächste U-Bahn, oder Du fährst mit der
Straßenbahn, die in diesem Fall um ~10 Minuten länger braucht. Es gibt keine
Ansage, die Zeitanzeigetafeln der U-Bahn haben in solchem Fall einen
Informationswert gleich 0.
Was machst Du?
- Du wartest auf die nächste U-Bahn, die vielleicht erst in 20 Minuten
kommt?
- Du fährst sofort mit der Straßenbahn (während die nächste U-Bahn schon
nach 3 Minuten kam)?
- Du wartest auf die U-Bahn, nach 10 Minuten reichts Dir und Du nimmst die
Straßenbahn?
- Oder - strafverschärfend - Du wartest 10 Minuten auf die U-Bahn, willst
dann doch die Straßenbahn nehmen, siehst den Zug eben aus der Haltestelle
fahren, gehst zurück zur U-Bahn, wo Du von der Stiege noch 'Zug fährt ab
hörst'.

Ich weiß, mag ein Detail sein, handelt es sich doch nur um Minuten, aber bei
einer Gesamtfahrzeit von 15 Minuten fährt man halt nicht mit einem Polster
von 15 Minuten. Ist mir letzte Woche passiert - bei einer Prüfung in Patrick
Segallas Institut ;-) - und meine Wut auf die Wr.Linien steigerte sich ins
Unermeßliche...

Grüße,
Florian


Michael Suda

unread,
Jan 20, 2002, 9:50:41 AM1/20/02
to

Hubert Sellnar <h.se...@chello.at> schrieb in im Newsbeitrag:
ZIy28.170698$gX1.1...@news.chello.at...

>
> "Michael Suda" < schrieb:
> > >
> >
> >
> > In so einem Fall machen nur zwei Dinge Sinn:
> > a) nützliche, informative Meldungen und Ratschläge (etwa: 'der
> > Fahrbetrieb im Abschnitt X-Y wird wahrscheinlich in Z-Minuten wieder
> > aufgenommen';
>
> Wie, du meinst die WL sollen einen Wahrsager anstellen der vorhersagen
> kann
> wie lange der Aufenthalt dauern wird?
> Überlegenswert, währe ein guter Nebenerwerb, werde mich mal in Erdberg
> dafür
> bewerben.

Na geh bitte, jetzt unterschätzt du aber den Laden meiner Meinung nach
deutlich. Erstens habe ich ausdrücklich das Wort 'wahrscheinlich'
eingefügt, und zweitens braucht man für Schätzungen keinen Wahrsager,
bloß Erfahrungswerte. Und die sollte Erdberg schon haben.

Michael Suda

unread,
Jan 20, 2002, 10:15:02 AM1/20/02
to

Christopher- Guy Perry <christop...@aon.at> schrieb in im
Newsbeitrag: 3C4AACB8...@aon.at...
> Michael Suda wrote:

[hier gekürzt]

> > oder
> > b) eine wirklich zerknirschte Entschuldigung.
>
>
> Für eine Störung die a)nicht vorhersehbar b) nicht gewollt und c)
> womöglich durch Fremdverschulden entstand? Das klingt als müßte sich
> ein
> Unfallopfer beim Unfallverursacher entschuldigen.

Kundendienst ist keine moralische oder juristische Präzisionswaage. Wenn
der Wein sauer ist, wird sich in einem halbwegs guten Wirtshaus auch der
Wirt nach Reklamation bei dir entschuldigen und nicht sagen: 'Gehn's
doch zum Weinhauer Reblauser und beschwern's ihna, der hat den
Sauerampfer geliefert! Ich kann nix dafür, beim Verkosten hat der Wein
gut g'schmeckt.' Für eine höfliche Entschuldigung fällt niemand ein
Stein aus der Krone, selbst wenn er objektiv nix dafür kann. Kunden
ärgert es oft gewaltig, wenn ihr Gegenüber ständig lauthals die Schuld
wegschiebt. Für das ÖPNV-Unternehmen ist entscheidend, dass ihre
Fahrgäste den Eindruck haben, man sei um rasche Behebung der Störung und
Verständnis für den Ärger der zahlenden Kundschaft bemüht. Und so einen
Eindruck vermittelt man, glaube mir, _viel_ überzeugender, wenn man
einen Mitteilung nicht mit 'Also, wir können ja nix dafür....' beginnt.
Das klingt nach Abputzen.

> > Ich hielte es auch für eine nützliche Geste, die _genau_
> > Störungsursache
> > durchzusagen. Ich kann diese häufig zu hörende 'Wegen einer
> > vorangegangenen Fahrtbehinderung....'-Floskel schon nicht mehr
> > hören!
> > Informationswert: Null; so ein Gestammel ist nur akustische
> > Umweltverpestung. Warum nicht 'Wegen eines durch einen Pkw-Fahrer
> > verursachten Verkehrsunfalls am Schwarzenbergplatz'
>
>
> Die Anwälte haben wohl zu wenig zu tun, was? Solche anschuldigende
> Ansagen wären schon rechtlich nicht erlaubt - und wenn's noch so
> 100%ig
> klar ist wer den Unfall verursacht hat.

Ich habe _nicht_ vorgeschlagen, den verantwortlichen Pkw-Lenker durch
Angabe von Namen oder Kfz-Kennzeichen an den Pranger zu stellen.
Neutrale Tatsachenmitteilungen ohne Angaben zu Personen sind in jeder
Hinsicht uneinklagbar, mein Wort drauf.

> > oder 'Wegen einer
> > Türstörung an einem Richtung Kagran fahrenden Zug der Linie U1 im
> > Bereich der Station Stephansplatz'
>
>
> Eine "technische Störung" eben - das reichte vollkommen aus. Dein
> Arbeitsgeber kriegt doch auch keine genaue Diagnose Deiner Krankheit
> übermittelt - oder?

[Rest gekürzt]

Das österreichische Datenschutzgesetz 2000 hat zwar einen weiteren
Betroffenenbegriff als die meisten europäischen Vergleichsnormen, dass
U-Bahntriebwagen hinsichtlich ihres 'Gesundheitszustands' Datenschutz
genießen würden, wäre mir aber neu.

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 20, 2002, 11:08:20 AM1/20/02
to
Florian Schwarz wrote:

>
> Ich weiß, mag ein Detail sein, handelt es sich doch nur um Minuten, aber bei
> einer Gesamtfahrzeit von 15 Minuten fährt man halt nicht mit einem Polster
> von 15 Minuten. Ist mir letzte Woche passiert - bei einer Prüfung in Patrick
> Segallas Institut ;-) - und meine Wut auf die Wr.Linien steigerte sich ins
> Unermeßliche...


Soviel Vernunft läge selbst ich an den Tag, trotz einer blos 15
minütigen Fahrzeit bei einem wichtigen Termin einen Zeitpolster einzuplanen.

Wenn Du gerne zu Terminen oder Verabredungen im letzten Drücker kommst
ist das Dein Bier, reg Dich dann aber bitte nicht auf wenn Du durch
unvorhergesehene Dinge zu spät kommst. Hättest Du dann eben diesen
Zeitpolster gehabt, wärst trotz Störung pünktlich gewesen.

Leichter ist es natürlich den Fehler dann bei anderen zu suchen und auf
die dann sauer zu sein.

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 11:21:17 AM1/20/02
to
"Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4AEB74...@aon.at...

> Soviel Vernunft läge selbst ich an den Tag, trotz einer blos 15
> minütigen Fahrzeit bei einem wichtigen Termin einen Zeitpolster
einzuplanen.
>
> Wenn Du gerne zu Terminen oder Verabredungen im letzten Drücker kommst
> ist das Dein Bier, reg Dich dann aber bitte nicht auf wenn Du durch
> unvorhergesehene Dinge zu spät kommst. Hättest Du dann eben diesen
> Zeitpolster gehabt, wärst trotz Störung pünktlich gewesen.
>
> Leichter ist es natürlich den Fehler dann bei anderen zu suchen und auf
> die dann sauer zu sein.

Nun ja, das Verhältnis stimmt halt dann nicht mehr. Ich erwarte vom ÖV eine
vorhersehbare Beförderungsdauer. Wenn ich bei 15 Min. Fahrt 15 Polster
einlegen soll, dann kann ich gleich mit dem Auto fahren oder zu Fuß gehen,
dann ist der ÖV nicht mehr konkurrenzfähig in meinen Augen.

Und ehrlich - ich sehe es nicht als Fehler, bei 15 Min. Fahrt von A nach B
(ok, die Fahrt selbst macht vielleicht 3 Minuten aus) mehr als das zu dieser
Zeit herrschende Intervall als Polster zu nehmen.

Gruß,
Florian


Michael Hanisch

unread,
Jan 20, 2002, 12:29:42 PM1/20/02
to
> Es würde aber mehr Verständnis hervorrufen und mehr Beschäftigung
> zeigen. Die Ansage 'technische Störung' ruft bei mir höchstens Ärger
> hervor, eben weil alles mit einer technischen Störung begründet
> wird.

Mich erinnern diese oberflächlichen Begründungen wie "technische
Störung" und ähnliche immer an einen Bericht, den der ORF anlässlich
des NAT 91 im Juni 1991 über die ÖBB gebracht hat. Damals ging der
Redakteur mit laufender Kamera zum Fahrdienstleiter am Wiener
Westbahnhof und fragte den, warum der Tirolerland 20 Minuten
Verspätung hat. Die Antwort kam prompt und falsch: "wegen verspäteter
Grenzübergabe" (zur Information: IC 549 Tirolerland fuhr von Innsbruck
über Zell am See nach Wien) Offensichtlich war die genaue Ursache
nicht bekannt, und man schob halt sicherheitshalber die Schuld auf
eine imaginäre ausländische Bahnverwaltung.

LG M

--
Michael Hanisch 1150 Wien http://mailbox.univie.ac.at/michael.hanisch
HNO-Universitätsklinik 1090 Wien http://www.univie.ac.at/hno-lehre


Michael Suda

unread,
Jan 20, 2002, 12:23:39 PM1/20/02
to

Heidrun Kirchweger <heidrun.k...@utanet.at> schrieb in im
Newsbeitrag: g5tl4ug6v70ood159...@4ax.com...

> On Sun, 20 Jan 2002 16:10:09 +0100, Christopher- Guy Perry
> <christop...@aon.at> wrote:
> >Wenn jemand freiwillig 5,5 bis 6 Stunden bei einer Haltestelle
> >wartet,
> >wie die Kuh vorm neuen Tor, g'hört ihm eh eine gescheuert - so blöd
> >kann
> >niemand sein. Wenn tagsüber bei intervall n x Minuten nichts kommt
> >suche
> >ich schon selber nach Alternativen, auch wenn's keine Info gibt.
>
> Und genau das verstehe ich unter mangelndem
> Dienstleistungsbewusstsein. Ihr habt schon immer noch das Gefühl, ihr
> seid Selbstzweck und die Fahrgäste nur ein Ärgernis.

Diesem Eindruck kann ich mich auch nicht ganz entziehen. Das klingt so
nach dem Motto: 'Was seid ihr Fahrgäste doch für Trotteln! Und _wir_
müssen für euch arbeiten, was für eine Ungerechtigkeit!' Manche
Wortmeldungen hier sind in der Tat sehr erhellend dafür, dass der Fisch
nicht nur vom Kopfe stinkt. Manchmal frage ich mich, ob so manches
ÖPNV-Unternehmen nicht eher Manager hat, die Ausdruck der Summe der
Mentalität des Personals sind.

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 20, 2002, 1:06:17 PM1/20/02
to
Michael Suda wrote:

>
> Diesem Eindruck kann ich mich auch nicht ganz entziehen. Das klingt so
> nach dem Motto: 'Was seid ihr Fahrgäste doch für Trotteln! Und _wir_
> müssen für euch arbeiten, was für eine Ungerechtigkeit!' Manche
> Wortmeldungen hier sind in der Tat sehr erhellend dafür, dass der Fisch
> nicht nur vom Kopfe stinkt. Manchmal frage ich mich, ob so manches
> ÖPNV-Unternehmen nicht eher Manager hat, die Ausdruck der Summe der
> Mentalität des Personals sind.


Falls Du (andere sind auch gemeint) noch nicht dahintergekommen bist:
Ich schreibe hier, das ist auch nachvollziehbar, _PRIVAT_ und nicht im
Auftrag oder als Sprachrohr einer Firma.

Durchsagen mögen ja "erleuchtende" Wirkung haben (aha denen is wieder
amal die Oberleitung g'rissen - hihi) aber als nicht Betriebsangehörige
_braucht_ der Fahrgast nicht mehr als "Störung" zu wissen - auch wenn
manche Pufferküsser gerne jedes kleinste Detail wüßten.

Und JA: der Fahrgast der ohne eine Durchsage stundenlang an einer
Haltestelle wartet _ist_ ein trottel.

Andere Aussagen zu dem Thread, inzwischen eh schon OT, zeigen nur eines:
nix paßt egal wie's gemacht wird! Ich möcht euch sehen wie ihr das mit
Durchsagen macht wenn euch gleichzeitig der Funk übergeht vor Meldungen
und der Schreibkram unaufholbar in Richtung Überstunden anquillt.
Macht's es doch besser und mault dann weiter.

Peter A. Hasslacher

unread,
Jan 20, 2002, 2:16:27 PM1/20/02
to
florian...@gmx.net writes:
>Wenn z.B. ein Fahrleitungsriß die Ursache ist, dann erwarte ich mir das
>wohl.
>Und zwar *mit Zeitangabe*, wie lange denn mit der Störung zu rechnen ist.
>'unregelmäßige Zugsfolge' nutzt mir original gar nix. Wenn ich in einer
>Station steh und es heißt, daß es noch 20 Minuten dauern wird, dann geh
>ich
>vielleicht die 2 Stationen bis zur nächsten Linie.

ahja...

du besitzt wohl hellseherische qualitäten... egal um welche störung es
sich handelt, eine zeitangabe ist niemals möglich, denn es sind zu viele
faktoren die da hineinspielen - z.b. was ist alles beschädigt, gibts diese
ersatzteile sofort oder müssen sie erst von wo geholt werden, wie kommt
der rüstwagen verkehrsmäßig weiter, wie lange dauert es, bis die
verkeilten autos entfernt werden können (dürfen) usw, usw...

und bei weichen- oder signalstörungen: wie schnell ist der einsatztrupp
dort, von wo kommt er, ist er sofort verfügbar oder ist gerade eine andere
störung...

und wenn die zeitangabe dann nicht stimmt, dann bist du wahrscheinlich
einer der ersten, welcher sich aufregt - oder???

denk bitte auch mal etwas weiter.. (achja - das fahrpersonal ist im
allgemeinen immer als letzter informiert, wenn was nicht planmäßig
abläuft!)

greetz!


peter

Gerald Kempel

unread,
Jan 20, 2002, 4:53:35 PM1/20/02
to
Patrick Segalla:

> Immerhin hat die Linie 6 durch
> ihre regelmäßigen Anstückelungen (Burggasse mit
> einem kurzfristigen Abstecher zur Josefstädterstraße, und kürzlich
> Zentralfriedhof) sehr an Länge gewonnen - ist IIRC jetzt die längste Linie
> Wiens.

Horst Prillinger:

>AFAIK sind 31, 33 und 62 länger.

Patrick hatte Recht.

Die Linie 6 ist 11,440 km lang, die Linie 31
ist etwas kürzer (11,085 km), gefolgt vom
62er (10,918 km) und 33er (10,839 km).

Alle Streckenlängen der Wiener Straßenbahnlinien
gibt es auf meiner Homepage http://start.at/gerald
bzw. direkt unter
http://stud3.tuwien.ac.at/~e9526947/BIM.HTM

Schönen Gruß
Gerald Kempel


Stefan Froehlich

unread,
Jan 20, 2002, 5:42:06 PM1/20/02
to
On Sun, 20 Jan 2002 16:10:09 +0100 Christopher- Guy Perry wrote:
>> Dann ist den wartenden Fahrgaesten bei den nachfolgenden Stationen
>> schon einmal sehr geholfen, wenn man ihnen die geschaetzeten 30
>> Minuten vermittelt. Die in weiterer Folge aufgetretenen
>> zusaetzlichen 5.5 Stunden sind fuer Dich selbst ausgesprochen
>> unangenehm und zu bedauern, fuer die vorher Informierten aber nicht
>> mehr wesentlich,
>> [...]

> Wenn jemand freiwillig 5,5 bis 6 Stunden bei einer Haltestelle
> wartet, wie die Kuh vorm neuen Tor, g'hört ihm eh eine gescheuert -
> so blöd kann niemand sein.

Nein, sicherlich nicht - aber wie lange soll jemand denn warten, wenn
er nur von "unregelmaessigen Zugsfolgen" hoert. 10 Minuten? 15
Minuten? Oder ist nicht gerade dann die Chance, dass doch noch ein Zug
kommt, am groessten?

Servus,
Stefan

--
Das zarte Sehnen, oder warum Stefan so grau scherzt!
http://www.sloganizer.de/

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 6:06:13 PM1/20/02
to
"Peter A. Hasslacher" <p...@reflex.at> schrieb im Newsbeitrag
news:fc.00972501006ff15d3b...@reflex.at...

> du besitzt wohl hellseherische qualitäten... egal um welche störung es
> sich handelt, eine zeitangabe ist niemals möglich, denn es sind zu viele
> faktoren die da hineinspielen - z.b. was ist alles beschädigt, gibts diese
> ersatzteile sofort oder müssen sie erst von wo geholt werden, wie kommt
> der rüstwagen verkehrsmäßig weiter, wie lange dauert es, bis die
> verkeilten autos entfernt werden können (dürfen) usw, usw...

Du scheinst den mir wichtigen Punkt nicht zu verstehen. Wenn man sagt, der
nächste Zug wird zumindest 10 Minuten brauchen, ist mir schon geholfen. Ob
das nun 12 oder 83 Minuten sind, ist dann schon egal.
Und das kann man wohl voraussagen.

lg ,florian


Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 6:07:40 PM1/20/02
to
"Stefan Froehlich" <Stefan...@Froehlich.Priv.at> schrieb im Newsbeitrag
news:1t3c4b4757ie67n4a3%

> Nein, sicherlich nicht - aber wie lange soll jemand denn warten, wenn
> er nur von "unregelmaessigen Zugsfolgen" hoert. 10 Minuten? 15
> Minuten? Oder ist nicht gerade dann die Chance, dass doch noch ein Zug
> kommt, am groessten?

Dankeschön, das ist genau das, was ich sagen wollte. Ab wann ist das Warten
zuviel...

lg, florian


Peter A. Hasslacher

unread,
Jan 20, 2002, 6:26:03 PM1/20/02
to
florian...@gmx.net writes:
>Du scheinst den mir wichtigen Punkt nicht zu verstehen. Wenn man sagt, der
>nächste Zug wird zumindest 10 Minuten brauchen, ist mir schon geholfen. Ob
>das nun 12 oder 83 Minuten sind, ist dann schon egal.
>Und das kann man wohl voraussagen.
nein - das kann man nicht voraussagen! und wennst du die ansage mit 10 min
hörst und nach 20 min kommt noch immer kein zug???

ist es so schwer zu verstehen, daß die dauer von störungen sich nicht
voraussagen lassen? und wie soll der folgezug beim hindernis vorbeikommen?
drüberfliegen, überholen???

ich amusiere mich immer wieder, wenn fahrgäste im falle einer störung dann
den fahrer fragen, wie lange es noch dauert und der - vollkommen
verständlich - meint, wenn er das im voraus wüßte, dann würde er nicht da
vorne sitzen! gar manche schaun dann sehr entgeistert drein...
und wenn dann einer meint, sie_müssen_ das doch wissen, dann sind sie
immer sehr perplex, wenn der angesprochene meint, er _kann_ es nicht
wissen.

gerade bei der U6 ist es angeraten, mindestens die 1 - 1,5fache reine
fahrzeit als reserve einzuplanen. ich habe es mir abgewöhnt, damit zu
rechnen, daß sie problemlos weiterkommt. jeden tag in der hvz kommen die
züge im minutenabstand und tasten sich von einem signal zum anderen vor.
statt 36 minuten für die ganze strecke werden es im allgemeinen rund 45 -
50 min. und das ohne ersichtlichen grund - zumindest gibts keine
durchsagen wegen störung und so. es wird halt langsam gefahren - beim E6
sieht man als fahrgast auch den tacho - mehr als 30 - 35 km/h sind selten
drin...

ein freund von mir meinte mal, es wäre einfacher, wenn auf der U6 der
planmässige betrieb angesagt werden würde - da wäre es wesentlich
ruhiger...


greetz!


peter

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 6:44:42 PM1/20/02
to
"Peter A. Hasslacher" <p...@reflex.at> schrieb im Newsbeitrag
news:fc.00972501007004d43b...@reflex.at...

> florian...@gmx.net writes:
> >Du scheinst den mir wichtigen Punkt nicht zu verstehen. Wenn man sagt,
der
> >nächste Zug wird zumindest 10 Minuten brauchen, ist mir schon geholfen.
Ob
> >das nun 12 oder 83 Minuten sind, ist dann schon egal.
> >Und das kann man wohl voraussagen.
> nein - das kann man nicht voraussagen! und wennst du die ansage mit 10 min
> hörst und nach 20 min kommt noch immer kein zug???
>
> ist es so schwer zu verstehen, daß die dauer von störungen sich nicht
> voraussagen lassen? und wie soll der folgezug beim hindernis vorbeikommen?
> drüberfliegen, überholen???

Nein, Du hast meinen Punkt immer noch nicht. Wenn die sagen, die Störung
dauert 10+ Minuten, dann such ich mir eben eine andere Lösung. Insofern ist
es für mich bloß relevant zu wissen, ob die Störung bloß ein paar Minuten
dauert, oder länger.

Im Übrigen, wenn dem so ist, wie Du von der U6 meintest, dann sollten sich
die Verantwortlichen mal ernsthaft fragen, wieso das anderso geht und hier
nicht...

florian


Hubert Sellnar

unread,
Jan 20, 2002, 7:25:32 PM1/20/02
to

"Michael Suda" wrote:
>
>>
> Das österreichische Datenschutzgesetz 2000 hat zwar einen weiteren
> Betroffenenbegriff als die meisten europäischen Vergleichsnormen, dass
> U-Bahntriebwagen hinsichtlich ihres 'Gesundheitszustands' Datenschutz
> genießen würden, wäre mir aber neu.
>
LOL

Hubert Sellnar

unread,
Jan 20, 2002, 7:31:36 PM1/20/02
to

"Florian Schwarz" writes:
>
>
> Im Übrigen, wenn dem so ist, wie Du von der U6 meintest, dann sollten sich
> die Verantwortlichen mal ernsthaft fragen, wieso das anderso geht und hier
> nicht...
>
Weil die U6 in der Hauptfrequenz hoffnungslos überlastet ist.

Florian Schwarz

unread,
Jan 20, 2002, 7:36:52 PM1/20/02
to
"Hubert Sellnar" <h.se...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag
news:IjJ28.186721$gX1.1...@news.chello.at...

> > Im Übrigen, wenn dem so ist, wie Du von der U6 meintest, dann sollten
sich
> > die Verantwortlichen mal ernsthaft fragen, wieso das anderso geht und
hier
> > nicht...
> >
> Weil die U6 in der Hauptfrequenz hoffnungslos überlastet ist.

Hmmm... hätte man sich das nicht vor der Einstellung des 8ers überlegen
können...? *wunder*

florian


Hubert Sellnar

unread,
Jan 20, 2002, 8:17:17 PM1/20/02
to

"Florian Schwarz" schrieb > > >

> > Weil die U6 in der Hauptfrequenz hoffnungslos überlastet ist.
>
> Hmmm... hätte man sich das nicht vor der Einstellung des 8ers überlegen
> können...? *wunder*
>
Da hast vollkommen recht, liegt vermutlich daran das in der U-Bahneuphorie
die in Wien herrscht überall dort wo eine U-Bahn gebaut wird sofort
sämtliche Straßenbahnen in der näheren Umgebung eingestellt werden. Wäre ja
eine Schande wen um viel Geld eine U-Bahn gebaut wird und dann fährt keiner
damit sondern mit der parallel verlaufenden Bim. Außerdem dürfte das Wort
Verkehrsstromanalyse nicht im Sprachgebrauch der Planer bei uns sein.

Michael Suda

unread,
Jan 21, 2002, 1:18:58 AM1/21/02
to

Florian Schwarz <florian...@gmx.net> schrieb in im Newsbeitrag:
a2fnv6$10o40s$1...@ID-86717.news.dfncis.de...

Das wusste man ziemlich genau, es war aber eine Glaubens- bzw.
Ideologiefrage. Kritiker - und nicht nur solche der Opposition - hatten
die regierende SPÖ in dieser Frage herausgefordert, also....
Außerdem muss man davon ausgehen, dass die (Betriebs-)Kosten jedes
zusätzlichen U-Bahnkilometers durch Einsparungen anderswo hereingebracht
werden müssen; dazu kommt, dass man bei einer U-Bahnverlängerung auch
noch zusätzliche Zubringerlinien möchte bzw. braucht, also....
Man muss damit rechnen, dass jeder zukünftige U-Bahnkilometer
Tariferhöhungen oder zumindest Intervallausdünnungen anderswo
verursacht. Sonst werden es die WL wohl nicht schaffen, im durch den
Verkehrsdienstevertrag vorgegebenen Kostenrahmen zu bleiben.

Clemens Aigner

unread,
Jan 21, 2002, 2:54:29 AM1/21/02
to

Harald Jahn schrieb:
> Nun, im Prinzip sind die Linien, die in das City-Tunnel eingebunden werden,
> frei wählbar; Ich ging mal einfach davon aus, die am Karlsplatz und

Und da denke ich mir, ob es ueberhaupt sinnvoll ist, die Innenstadt
unterirdisch zu durchqueren. Das Beispiel von der veroedeten Wiedner
Hauptstrasse wurde hier ja schon gebracht, ebenso die Fahrzeitvergleiche
U3 vs. 52/58 vom Ring zum Guertel.

Da koennte man beim Schottentor doch gleich eine zweite Rampe Richtung
Innenstadt bauen und dann oberirdisch ab Helferstorferstrasse weiter zur
Freyung. Natuerlich ohne Kreuzung oder anderwertige Beruehrung mit dem
IV. Und dann ebenso ohne Beruehrung mit dem IV in die Herrengasse - da
wird es vor der Bankgasse ein wenig eng - ok - eine Gleischverschlingung
waere betrieblich ein wenig ein Nachteil.

Und auch der Michaelerplatz ist, seitdem dort in der Mitte alte Steine
frei herumliegen, ein Hindernis, aber das muesste auch zu schaffen sein.
Umfahren oder leicht erhoeht in der Mitte drueber.

Und jetzt denke ich mal ein wenig provokant weiter. Ist es ein
Naturgesetz, dass die Wiener Ringstrasse in Laengsrichtung vollstaendig
mit Strassenbahn erschlossen sein muss? Und das vor allem mit an beiden
Fahrbahnraendern liegenden Richtungsgleisen. Meine Gedanken dazu:

Einerseits ist das Ringfahren - besonders gegen den Uhrzeigersinn - eine
lahme Sache, weil eben die Ampeln fuer ... naja, wie in Wien so
ueblich.

Andererseits gibt es viele Kreuzungen mit dem IV - Rechtabbiegen des IV
in die Innenstadt ist quasi eine Dauerlangsamfahrstelle fuer die
Strassenbahn - genauso wie die neue Simmeringer Hauptstrasse. Da faehrt
die Tram jetzt selten mehr als 30 - frueher war sie schneller. Aber
zurueck zum Ring:

Die U2 ist sowieso nicht so stark ausgelastet, da koennte man doch am
Ring einiges aendern. Zum Bespiel nicht mehr alles bedienen *duck*. Oder
Radiallinien in die Stadt verlaengern, das wurde hier eh schon
diskutiert.

Oder aber die Gleise sinnvoller legen. Von der Oper bis zum Renner Ring
wuerde sich zweigleisige Fuehrung im inneren Teil anbieten, da sind die
wenigsten Kreuzungen mit dem IV. Von dort an zweigleisige Fuehrung
aussen bis zum Schottentor. Sinnvolles Splitting: Der J faehrt von der
Oper so wie bisher, von 46/49 faehrt einer zum Michaelerplatz oder zur
Herrengasse, der andere ueber Schottentor zum Schottenring und dann
eventuell noch weiter. Wegen der Laenge wuerde sich der 46er zum
Schottenring und der 49er nur bis innere Stadt anbieten.

Auch im Bereich des Stadtparks bis hin zum Schwarzenbergplatz waere eine
zweigleisige Verlegung aussen sehr kreuzungsarm. Der 21er wuerde sich
fuer eine Fuehrung in diesem Bereich anbieten ...

Kreatives Weiterdenken erwuenscht ... bringen wirds ja sowieso nix.

Clemens *aufwach*

Da waer dann doch glatt der 1er und 2er verzichtbar, wenn man andere
Linien gescheid legt.

Michael Hanisch

unread,
Jan 21, 2002, 3:02:29 AM1/21/02
to
> ich amusiere mich immer wieder, wenn fahrgäste im falle einer
> störung dann den fahrer fragen, wie lange es noch dauert und der -
> vollkommen verständlich - meint, wenn er das im voraus wüßte, dann
> würde er nicht da vorne sitzen! gar manche schaun dann sehr
> entgeistert drein...

Ich würde auch entgeistert schauen, wenn ich eine derart freche
Antwort erhalten würde.

> und wenn dann einer meint, sie_müssen_ das doch wissen, dann sind
> sie immer sehr perplex, wenn der angesprochene meint, er _kann_ es
> nicht wissen.

Und wen soll der Fahrgast der Trottel fragen, wenn keine Durchsagen
kommen? Wohl den einzigen Bediensteten, der anwesend ist. Außerdem tut
es wohl nicht weh, wenn der Fahrer durchsagt, dass es nicht
abzuschätzen ist, wanns weiter geht.

> gerade bei der U6 ist es angeraten, mindestens die 1 - 1,5fache
> reine fahrzeit als reserve einzuplanen. ich habe es mir abgewöhnt,
> damit zu rechnen, daß sie problemlos weiterkommt. jeden tag in der
> hvz kommen die züge im minutenabstand und tasten sich von einem
> signal zum anderen vor. statt 36 minuten für die ganze strecke
> werden es im allgemeinen rund 45 - 50 min. und das ohne
> ersichtlichen grund - zumindest gibts keine durchsagen wegen störung
> und so. es wird halt langsam gefahren - beim E6 sieht man als
> fahrgast auch den tacho - mehr als 30 - 35 km/h sind selten
> drin...

Also ich fahre täglich zur Hauptverkehrszeit mit der U6 (zumindest im
Winter). Die U6 hat schon oft Störungen, aber ganz so schlimm ist es
auch wieder nicht. Ich komme fast immer pünktlich zur Arbeit. Und wenn
das einmal nicht so ist, dann ist meist der 9er Schuld, der so wie
heute wieder in Zweierpackerl unterwegs ist. Warum das trotz RBL noch
immer der Fall ist, verstehe ich nicht ganz. Vor allem, warum mein
Fahrer heute wie ein wahnsinniger gefahren ist, obwohl es logischer
gewesen wäre als zweiter Triebwagen eher langsamer zu fahren, damit
die Lücke zwischen ihm und dem nächsten und somit die Verspätung des
nächsten nicht noch größer wird.

Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 3:44:11 AM1/21/02
to
Horst Prillinger schrieb:

> > [6] ist IIRC jetzt die längste Linie
> > Wiens.
>

> AFAIK sind 31, 33 und 62 länger.

Habe nur folgende Informationen von Gerald Kempels Homepage:

SL 6 11,440 km
SL 31 11,085 km
SL 62 10,918 km
SL 33 10,839 km
SL 71 10,479 km
SL D 10,158 km

Jedenfalls kommt es mir so vor, daß die Ausrede "lange Linien sind
unzuverlässig" (die ja an und für sich schon sehr fragwürdig ist) von
den WL nur dann verwendet wird, wenn sie irgendwas verhindern wollen.

lg Patrick

Peter A. Hasslacher

unread,
Jan 21, 2002, 3:44:45 AM1/21/02
to
michael...@gmx.at writes:
>Und wen soll der Fahrgast der Trottel fragen, wenn keine Durchsagen
>kommen? Wohl den einzigen Bediensteten, der anwesend ist. Außerdem tut
>es wohl nicht weh, wenn der Fahrer durchsagt, dass es nicht
>abzuschätzen ist, wanns weiter geht.

durchsagen kommen auf der U6 ständig... und die wohl mit abstand
intelligenteste ist jene, wenn am sonntag in der früh - wo eh keiner
unterwegs ist und du dir die sitzplätze aussuchen kannst - die fahrgäste
ersucht werden, den aufenthalt des zuges in den stationen kurz zu halten
und auch weniger frequentierte einstiege zu benutzen...

dadurch, daß ständig auf der U6 durchsagen gemacht werden (hund und
beißkorb / leine, rauchverbot, sportgeräte, aufenthalt des zuges und
sonstiges blabla) ist es nicht verwunderlich, wenn die wichtigeren
durchsagen dann untergehen. deren informationsgehalt ist zwar auch nicht
wirklich optimal ist, da sehr allgemein gehalten...

ich habe heute in der früh von einen fahrer erfahren, daß sie selbst oft
keine information betreffend einer störung haben - sie bekommen so tolle
antworten wie: grünlicht abwarten....


greetz!


peter

Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 3:55:16 AM1/21/02
to
Gerald Kempel schrieb:

>
> Patrick Segalla:
>
> > Immerhin hat die Linie 6 durch
> > ihre regelmäßigen Anstückelungen (Burggasse mit
> > einem kurzfristigen Abstecher zur Josefstädterstraße, und kürzlich
> > Zentralfriedhof) sehr an Länge gewonnen - ist IIRC jetzt die längste Linie
> > Wiens.
>
> Horst Prillinger:
>
> >AFAIK sind 31, 33 und 62 länger.
>
> Patrick hatte Recht.

Hatte das ja auch von deiner Homepage:-)

lg Patrick

Thomas Pfeiffer

unread,
Jan 21, 2002, 4:52:42 AM1/21/02
to
Heidrun Kirchweger (heidrun.k...@utanet.at) schrieb:

>In Graz [...]
>In den Straßenbahnwägen selber gehts, wenns nicht gerade ein besonders
>nuschelnder Ansager Dienst hat.

Wow - in Graz gibt's auch _in_ den straßenbahnen ansagen? Kann das mal
jemand den wienern sagen?

(tp)

--
mailto:thomas....@maxonline.at
http://www.SmTP.at/ -- http://www.gasometer.cc/

Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 4:55:42 AM1/21/02
to
Thomas Pfeiffer schrieb:

> Wow - in Graz gibt's auch _in_ den straßenbahnen ansagen? Kann das mal
> jemand den wienern sagen?

Gibts eh....manchmal.

Saß letzte Woche im D von der WU zur Börse fahrend, als plötzlich eine
Durchsage kam, daß der Ring bei der Oper in Richtung
Schwarzenbergplatz gesperrt ist (ein E1 am J hatte was mit dem
Stromabnehmer) - Linie J nur bis Bellaria, Linie D Richtung Südbhf
über Kai, Linie 2 nur zwischen Bellaria und Matthäusgasse.

Tolle Information, das Gleiche habe ich im Vorbeifahren auch an den
Haltestellen gehört - negativ am Ganzen war nur, daß der Fahrer nicht
ganz verstanden hatte, daß *er* vielleicht auch noch informieren
sollte (zumindest jene Fahrgästem die am Schlickplatz eingestiegen
sind, hatten ganz sicher keine Durchsage gehört). Erst an der
Haltestelle in der Börseschleife, nachdem er sich offenbar gewundert
hat wieso so viele Leute sitzenbleiben, hat er sich dann doch noch zu
einem "Wir fahren aber über den Kai" (oder so ähnlich) aufgerafft.

lg Patrick

Thomas Pfeiffer

unread,
Jan 21, 2002, 5:03:33 AM1/21/02
to
Patrick Segalla (patrick...@wu-wien.ac.at) schrieb:

>Jedenfalls kommt es mir so vor, daß die Ausrede "lange Linien sind
>unzuverlässig" (die ja an und für sich schon sehr fragwürdig ist) von
>den WL nur dann verwendet wird, wenn sie irgendwas verhindern wollen.

Wobei man die stochastizität der linie 6 nicht ganz aus den augen
verlieren sollte. (Zugegeben helfen da aber seltsam geschaltete ampeln
auch sehr mit ... :-( )

Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 5:04:36 AM1/21/02
to
Thomas Pfeiffer schrieb:

> >Jedenfalls kommt es mir so vor, daß die Ausrede "lange Linien sind
> >unzuverlässig" (die ja an und für sich schon sehr fragwürdig ist) von
> >den WL nur dann verwendet wird, wenn sie irgendwas verhindern wollen.
>
> Wobei man die stochastizität der linie 6 nicht ganz aus den augen
> verlieren sollte. (Zugegeben helfen da aber seltsam geschaltete ampeln
> auch sehr mit ... :-( )

Ist schon klar - ich habe auch nicht gemeint, daß lange Linien in Wien
gut funktionieren würden. Mein Punkt war halt der, daß das den WL
ziemlich egal zu sein scheint, es sein denn, es eignet sich gerade als
Ausrede für etwas, das aus irgendwelchen Gründen den WL nicht opportun
erscheint.

lg Patrick

Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 5:17:04 AM1/21/02
to
"Patrick Segalla" <seg...@isis.wu-wien.ac.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4BE7B4...@isis.wu-wien.ac.at...

> Ist schon klar - ich habe auch nicht gemeint, daß lange Linien in Wien
> gut funktionieren würden. Mein Punkt war halt der, daß das den WL
> ziemlich egal zu sein scheint, es sein denn, es eignet sich gerade als
> Ausrede für etwas, das aus irgendwelchen Gründen den WL nicht opportun
> erscheint.

Stimmt, weil es gibt ja Linien wo es doch funktioniert. Ich bin 10 Jahre
lang jeden Tag mit dem 31er gefahren und kann mich nicht an extrem
unregelmäßige Intervalle erinnern, nicht mal zu Zeiten der Betriebsausweiche
auf der Brünnerstraße. Auf anderen Linien - z.B. 9 - hingegen, kann man sich
dumm ärgern, obwohl der 9er nun wirklich nicht so lange ist.

--> Wenn man bloß will, gehen auch lange Linien gut. Was beim 31er sicher
ein Vorteil ist, ist der eigene Gleiskörper im 21. Wenn man bloß wollte
könnte man das aber auch auf vielen anderen Linien machen.

lg, florian


Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 5:56:31 AM1/21/02
to
Florian Schwarz schrieb:

> Stimmt, weil es gibt ja Linien wo es doch funktioniert. Ich bin 10 Jahre
> lang jeden Tag mit dem 31er gefahren und kann mich nicht an extrem
> unregelmäßige Intervalle erinnern, nicht mal zu Zeiten der Betriebsausweiche
> auf der Brünnerstraße. Auf anderen Linien - z.B. 9 - hingegen, kann man sich
> dumm ärgern, obwohl der 9er nun wirklich nicht so lange ist.
>
> --> Wenn man bloß will, gehen auch lange Linien gut. Was beim 31er sicher
> ein Vorteil ist, ist der eigene Gleiskörper im 21. Wenn man bloß wollte
> könnte man das aber auch auf vielen anderen Linien machen.

In Wien stellt sich halt immer die Frage, wieso es nicht geht. Z.B.
ist die Linie D meiner Erfahrung nach in der Hinsicht ziemlich
problematisch - zumindest in der HVZ kommen die Intervalle regelmäßig
kräftig durcheinander. Aber wieso? Eigener Gleiskörper am Ring und in
der Heiligenstädter Straße, wenig Verkehr in der Prozellangasse, und
in der Prinz-Eugen-Straße sollte es auch nicht so schlimm sein.

In Wirklichkeit sind wohl die schlechten Ampelregelungen Schuld. Und
ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, daß sich am Ring die
Straßenbahnen durch die elendslange Fahrzeit selbst gegenseitig den
Weg verstellen....

lg Patrick

Branko Simic

unread,
Jan 21, 2002, 6:05:58 AM1/21/02
to

Christopher- Guy Perry schrieb:

>
> Durchsagen mögen ja "erleuchtende" Wirkung haben (aha denen is wieder
> amal die Oberleitung g'rissen - hihi) aber als nicht Betriebsangehörige
> _braucht_ der Fahrgast nicht mehr als "Störung" zu wissen - auch wenn
> manche Pufferküsser gerne jedes kleinste Detail wüßten.

Ich geb dir damit recht, dass der Fahrgast nicht zu wissen braucht,
warum eine Störung ist.
Wenn er entsprechend informiert wird, wie er am Besten/Schnellsten an
sein Ziel gelangt.
Da das aber offensichtlich für die Verkehrsunternehmen unmöglich ist,
solche Auskünfte zu erteilen, ist der Grund für die Störung wichtig, um
selbst Schlüsse auf die mögliche Dauer der Behinderung zu ziehen.

Und sorry, ich brauch aber kein Hellseher zu sein, um vorhersagen zu
können, dass eine Störung min. 15min dauert, wenn in einer Entfernung
von 15min Fahrzeit die Gleise blockiert sind.

Dazu gibts Disponenten, die in solchen Fällen entsprechende Maßnahmen
einleiten _und_ die Beförderungsfälle (wie auch die Fahrer) informieren

--
BS

Tomasz Wojcik

unread,
Jan 21, 2002, 6:17:46 AM1/21/02
to
Florian Schwarz wrote:

> "Hubert Sellnar" <h.se...@chello.at> schrieb im Newsbeitrag
> news:IjJ28.186721$gX1.1...@news.chello.at...
>

>>Weil die U6 in der Hauptfrequenz hoffnungslos überlastet ist.
>>
>
> Hmmm... hätte man sich das nicht vor der Einstellung des 8ers überlegen
> können...? *wunder*
>

und wenn das nicht reicht, dann bauen wir auf der anderen seite des
guertels noch eine parallele bim-linie :-))

waere es nicht sinnvoller, die u6 aus kapazitaetsgruenden vollstaendig
auf die neuen garnituren umzuruesten?

gruss,
tomasz

jakob

unread,
Jan 21, 2002, 8:06:33 AM1/21/02
to

Christopher- Guy Perry schrieb:
>
> Michael Suda wrote:
>
> >
> > Diesem Eindruck kann ich mich auch nicht ganz entziehen. Das klingt so
> > nach dem Motto: 'Was seid ihr Fahrgäste doch für Trotteln! Und _wir_
> > müssen für euch arbeiten, was für eine Ungerechtigkeit!' Manche
> > Wortmeldungen hier sind in der Tat sehr erhellend dafür, dass der Fisch
> > nicht nur vom Kopfe stinkt. Manchmal frage ich mich, ob so manches
> > ÖPNV-Unternehmen nicht eher Manager hat, die Ausdruck der Summe der
> > Mentalität des Personals sind.
>
> Falls Du (andere sind auch gemeint) noch nicht dahintergekommen bist:
> Ich schreibe hier, das ist auch nachvollziehbar, _PRIVAT_ und nicht im
> Auftrag oder als Sprachrohr einer Firma.


>
> Durchsagen mögen ja "erleuchtende" Wirkung haben (aha denen is wieder
> amal die Oberleitung g'rissen - hihi) aber als nicht Betriebsangehörige
> _braucht_ der Fahrgast nicht mehr als "Störung" zu wissen - auch wenn
> manche Pufferküsser gerne jedes kleinste Detail wüßten.
>

> Und JA: der Fahrgast der ohne eine Durchsage stundenlang an einer
> Haltestelle wartet _ist_ ein trottel.
>

wenn du bei der haltestelle wartest, die züge brav (wenn auch nicht ganz
regelmäßig) in die andere richtung an dir vorüberfahren, (in dieser
richtung ist vor dernächsten haltestelle eine wendeschleife) bis zur
endstation sind es noch 3 haltestellen, und es kommt einfach kein zug
retour, dann ist man als fahrgast kein _trottel_ wenn man 45min wartet,
weil keine durchsage kommt.
für ortskundige: linie 6 hst absperggasse richtung westbf. züge fahren
richtung simmering, und keiner wendet beim gräßlplatz. damals ist der
6-er nur bis simmering gefahren.
hätt ich gewußt, daß da keiner retour kommt hätt ich mir ein taxi beim
nächsten taxistand genommen und wär zur u1 gefahren (die 2 stationen
sind dort relativ weit zu fuß, vor allem mit viel gepäck, daß ich damals
hatte).
die reaktion der wl war allerdings sehr erstaunlich (hab ein saftiges
beschwerdeschreiben verfaßt). ein typ ist _persönlich_ bei mir daheim
vorbeigekommen. er war sehr nett (haben allerdings dann telefoniert,
weil ich nicht daheim war, er hat angerufen) doch die begründung mit
ruhezeiten und umläufen ist allerdings auch sehr abgelutscht. die
mitarbeiter der wl können sich das gar nicht anders vorstellen.

lg jakob, der sich nicht als trottel fühlt, wenn er verarscht wird

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 21, 2002, 9:09:53 AM1/21/02
to
Michael Hanisch wrote:

>>ich amusiere mich immer wieder, wenn fahrgäste im falle einer
>>störung dann den fahrer fragen, wie lange es noch dauert und der -
>>vollkommen verständlich - meint, wenn er das im voraus wüßte, dann
>>würde er nicht da vorne sitzen! gar manche schaun dann sehr
>>entgeistert drein...
>>
>
> Ich würde auch entgeistert schauen, wenn ich eine derart freche
> Antwort erhalten würde.


Frech kommt auf den Tonfall an. BTW wüßte der Fahrer wie lange es dauert
(vorausgesetzt er wurde über Funk informiert) gibt er es weiter. Sonst
wäre er, wüßte er bescheid, ja wirklich nicht am Fahrerstand sondern an
der Störungsquelle oder in Erdberg (wobei er dort mitunter wieder die
Kristallkugel bräuchte).


>
>
>>und wenn dann einer meint, sie_müssen_ das doch wissen, dann sind
>>sie immer sehr perplex, wenn der angesprochene meint, er _kann_ es
>>nicht wissen.
>>
>
> Und wen soll der Fahrgast der Trottel fragen, wenn keine Durchsagen
> kommen? Wohl den einzigen Bediensteten, der anwesend ist.


Ändert aber nichts an der Tatsache, daß es der Fahrer nicht wissen kann.

> Außerdem tut
> es wohl nicht weh, wenn der Fahrer durchsagt, dass es nicht
> abzuschätzen ist, wanns weiter geht.


Die Fahrgäste werden aber dennoch "perplex" sein, da der Fahrer
nochimmer keine Ahnung hat.

Ist ja schön und gut mit Ansagen zu informieren _das_ es eine Störung
gibt. Nur, und da wurden meine Posts bisher im Sinn verdreht, a) geht's
nicht immer b) der genaue Grund ist für den Fahrgast irrelevant c) ist
egal bei welcher Störung eine Zeitangabe ohnehin _immer_ reine spekulation.
Es ist lustig wie immer erwartet wird man müsse alles wissen. Die
Bediensteten von Verkehsbetrieben sind _keine_ Hellseher! Man kann
manchmal auf Erfahrungswerte zurückgreifen, hat sich dann der Fahrer bei
der Fehlerdiagnose geirrt (kommt öfter mal vor) ist die "Daumen mal ¶
Zeit" auch wieder für'n Ar*** - und dann heißt's _wieder_ "dieser
depperte Betrieb".

Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 10:34:53 AM1/21/02
to
"Tomasz Wojcik" <towot@_SPAMLOCK_gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4BF8DA.7020302@_SPAMLOCK_gmx.at...

> und wenn das nicht reicht, dann bauen wir auf der anderen seite des
> guertels noch eine parallele bim-linie :-))
>
> waere es nicht sinnvoller, die u6 aus kapazitaetsgruenden vollstaendig
> auf die neuen garnituren umzuruesten?

Kaum. Denn das Gute am 8er war wohl, dass man für all die Kurzstrecken, die
man am Gürtel doch öfter fährt, nicht 103 stufen erklimmern oder mit einem
vollgepißten Lift nach oben mußte...
Wie auch immer, den 8er weiterzubetreiben, wäre sicher billiger gewesen, als
jetzt bis zu 14 Jahre junge Wagen zu verschrotten (die letzten E/c6 wurden
IIRC 1988 gebaut), kaufen wird sie keiner.
Ob neue Wagen den erwünschten Erfolg brächten, kann ich nicht beurteilen,
zumindest könnten - wohlgemerkt könnten, wir sind doch in Wien! - alle
Garnituren ein wenig schneller beschleunigen und fahren...

florian


Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 10:41:19 AM1/21/02
to
"Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4C2131...@aon.at...

> Frech kommt auf den Tonfall an. BTW wüßte der Fahrer wie lange es dauert
> (vorausgesetzt er wurde über Funk informiert) gibt er es weiter. Sonst
> wäre er, wüßte er bescheid, ja wirklich nicht am Fahrerstand sondern an
> der Störungsquelle oder in Erdberg (wobei er dort mitunter wieder die
> Kristallkugel bräuchte).

Hat ja noch nie wer behauptet, Störungsmanagement wäre primär Aufgabe der
Fahrer. Bloß wenn ihr es nicht wißt, dann sollten sich die Damen und Herren
in Erdberg (ich weiß nicht, wie das grazer Äquivalent heißt) verpflichtet
fühlen, Euch das mitzuteilen.

> Ist ja schön und gut mit Ansagen zu informieren _das_ es eine Störung
> gibt. Nur, und da wurden meine Posts bisher im Sinn verdreht,
a) geht's nicht immer

Mag sein, aber doch meistens

b) der genaue Grund ist für den Fahrgast irrelevant

Nein nein nein! Der Ö3-Verkehrsdienst sagt ja auch nicht, 'auf der A1 vor
Amstetten 10 km Stau aufgrund einer Störung des Verkehrsflusses. Eben meinst
Du noch, die Passagiere sollen selbst denken, und hier verbietest Du ihnen,
sich aufgrund der Diagnose ihre eigene Lösung zurechtzulegen...

c) ist egal bei welcher Störung eine Zeitangabe ohnehin _immer_ reine
spekulation.
> Es ist lustig wie immer erwartet wird man müsse alles wissen. Die
> Bediensteten von Verkehsbetrieben sind _keine_ Hellseher! Man kann
> manchmal auf Erfahrungswerte zurückgreifen, hat sich dann der Fahrer bei
> der Fehlerdiagnose geirrt (kommt öfter mal vor) ist die "Daumen mal ¶
> Zeit" auch wieder für'n Ar*** - und dann heißt's _wieder_ "dieser
> depperte Betrieb".

Wenn man sagt 'mehr als 15' Minuten, dann kanns kein Problem geben. Dauerts
30 Minuten, dann isses mehr als 15, dauerts 5 Minuten, wird sich sicher
keiner beschweren...

Keine Sorge, ich versteh Deine Einwände als Fahrer, aber das Unternehmen is
halt für die Fahrgäste da, und da kann man wohl verlangen, zu wissen, warum
einem die bezahlte Leistung vorenthalten wird. Auch wenn's für das
Unternehmen Aufwand verursacht.

Gruß,
Florian


Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 10:42:53 AM1/21/02
to
Florian Schwarz schrieb:

> Kaum. Denn das Gute am 8er war wohl, dass man für all die Kurzstrecken, die
> man am Gürtel doch öfter fährt, nicht 103 stufen erklimmern oder mit einem
> vollgepißten Lift nach oben mußte...

Außerdem hätte man den 8er ja nicht so weiterfahren lassen müssen,
sondern andere Linien am Gürtel einführen können - 9er bis Meidling,
einen H8 (oder wie auch immer) von Strecke 43 über 8 zum Westbf. und
so weiter. So hätte man die U6 sinnvoll ergänzen und die
Kapazitätsprobleme in den Griff bekommen können. Und die WL hätten
nicht einmal das (vom Ring hergeleitete) Argument benutzen können, daß
diese Linien den Autoverkehr am Gürtel blockieren würden;-) Aber
solche Vorschläge grenzen in Wien wohl doch an Blasphemie:-(

lg Patrick

Branko Simic

unread,
Jan 21, 2002, 11:27:25 AM1/21/02
to

Patrick Segalla schrieb:

>
> Außerdem hätte man den 8er ja nicht so weiterfahren lassen müssen,
> sondern andere Linien am Gürtel einführen können - 9er bis Meidling,
> einen H8 (oder wie auch immer) von Strecke 43 über 8 zum Westbf. und
> so weiter.

klingt interessant -
(auch wenn ich daran zweifle, dass der viel Erfolg gehabt hätte)

Wie wärs mit L8 (als verlängerten 52/58)? Möglichkeiten gäbs genug.
Realistisch ist wohl leider keine davon.


> So hätte man die U6 sinnvoll ergänzen und die Kapazitätsprobleme in
> den Griff bekommen können.

Und vor allem hätte man eine Umleitungsstrecke für den Fall einer
Störung gehabt. Etwas, was sowohl bei U1 als auch U4 schmerzlich abgeht.
U2 und U3 (46/48A/49;74A) biten sowas ja zum Glück noch (zumindest
teilweise)


> Aber solche Vorschläge grenzen in Wien wohl doch an Blasphemie:-(

leider

--
BS

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 21, 2002, 11:44:11 AM1/21/02
to
Florian Schwarz wrote:

> ...Eben meinst


> Du noch, die Passagiere sollen selbst denken, und hier verbietest Du ihnen,
> sich aufgrund der Diagnose ihre eigene Lösung zurechtzulegen...


WO DENN BITTE???? QUOTE DAS DOCH MAL DAMIT ICH DAS AUCH LESEN KANN!

Was ich gesagt habe ist, daß wohl kaum jemand stundenlang warten wird
weil keine Ansage kommt.

Weiters _ist_ es für den Fahrgast nicht relevant ob ein Fahrzeug
abfackelt ein Gatsch drunter liegt oder sich die Fahrleitung um das
Fahrzeug gewickelt hat. In allen Fällen ist es eine Störung, man kann
vielleicht eine Störungsdauer ersinnen und alternativen anbieten - aber
mehr braucht's nicht (immerhin kann man an der Störungsstelle keine
zusätzlichen Schaulustigen brauchen als eh schon da sind)


>
> Keine Sorge, ich versteh Deine Einwände als Fahrer, aber das Unternehmen is
> halt für die Fahrgäste da, und da kann man wohl verlangen, zu wissen, warum
> einem die bezahlte Leistung vorenthalten wird.


Gut, räumen wir auch mal mit diesem Riesenirrtum auf.

"..bezahlte Leistung vorenthalten" - _KEIN_ Ticket der Welt _Garantiert_
Dir eine Beförderung. Da kannst Dich bei Fluglinien, Bahn- oder
Busbetreibern oder Reedereien erkundigen.

Branko Simic

unread,
Jan 21, 2002, 11:33:17 AM1/21/02
to

Branko Simic schrieb:
>
> Beim Kurier hast dich damit nicht beliebt gemacht.

Die Krone stellt sich überhaupt taub.

Schießt sich dafür (soweit ich das heute in der U-Bahn mitgelesen habe)
überhaupt sofort in die Gegenrichtung ein (FPÖ fordert U-Bahn nach NÖ &
Auhof - oder so ähnlich).

Wird doch wohl nix mit der Temelin-Kampagne zu tun haben, dass Grüne
Vorschläge derzeit nicht wahrgenommen werden wollen...?

--
BS

Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 11:47:48 AM1/21/02
to
"Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4C455B...@aon.at...

> > ...Eben meinst
> > Du noch, die Passagiere sollen selbst denken, und hier verbietest Du
ihnen,
> > sich aufgrund der Diagnose ihre eigene Lösung zurechtzulegen...
>
>
> WO DENN BITTE???? QUOTE DAS DOCH MAL DAMIT ICH DAS AUCH LESEN KANN!

> > > b) der genaue Grund ist für den Fahrgast irrelevant

Kommt gleich mit, der Fahrgast darf sich nicht selbst überlegen, ob er bei
einem Fahrleitungsgebrechen geht, oder bei einem liegengebliebenen PKW
wartet.

> "..bezahlte Leistung vorenthalten" - _KEIN_ Ticket der Welt _Garantiert_
> Dir eine Beförderung. Da kannst Dich bei Fluglinien, Bahn- oder
> Busbetreibern oder Reedereien erkundigen.

Garantiert bekomme ich es vielleicht nicht. Aber im so genannten freien
Markt - ob ich den nun will oder nicht - kann ich das wohl erwarten (was
bezahle ich denn eigentlich mit meine Fahrschein? Den guten Willen, daß ich
vielleicht, wenn grad mal keine Störung ist, transportiert werde?).
Ansonsten werde ich mir halt einen anderen Lieferanten
(=Transportmöglichkeit) suchen müssen...

Nochmal, is nicht persönlich, nur für den Fall, daß die Lettern da oben als
Geschrei gedacht waren ;-)

Florian


Patrick Segalla

unread,
Jan 21, 2002, 11:52:48 AM1/21/02
to
Branko Simic schrieb:

>
> Patrick Segalla schrieb:
> >
> > Außerdem hätte man den 8er ja nicht so weiterfahren lassen müssen,
> > sondern andere Linien am Gürtel einführen können - 9er bis Meidling,
> > einen H8 (oder wie auch immer) von Strecke 43 über 8 zum Westbf. und
> > so weiter.
>
> klingt interessant -
> (auch wenn ich daran zweifle, dass der viel Erfolg gehabt hätte)

War auch nur so eine Idee - da hätte man die Fahrgastströme genau
untersuchen müssen, um zu sehen, welche Direktverbindung da
interessant wäre (z.B. auch von welchem Außenast am meisten Bedarf an
einer Direktverbindung Richtung AKH und WU bestanden hätte). Ich hätte
so eine Lösung für vernünftiger gehalten, als den 8er im status quo
weiterzubetreiben (evt. sogar nur z.B. Mo-Fr 5:30-20:00, Sa 5:30 bis
18:00); die Strecke 8 an sich hätte man jedenfalls nicht auflassen
dürfen.

> Wie wärs mit L8 (als verlängerten 52/58)? Möglichkeiten gäbs genug.
> Realistisch ist wohl leider keine davon.

Leider. Damals nicht, und heute schon gar nicht.



> > So hätte man die U6 sinnvoll ergänzen und die Kapazitätsprobleme in
> > den Griff bekommen können.
>
> Und vor allem hätte man eine Umleitungsstrecke für den Fall einer
> Störung gehabt. Etwas, was sowohl bei U1 als auch U4 schmerzlich abgeht.
> U2 und U3 (46/48A/49;74A) biten sowas ja zum Glück noch (zumindest
> teilweise)

U1 Süd - O Südbahnhof, D Oper. Da könnte man sogar einen
U-Bahn-Ersatzverkehr führen;-)

lg Patrick

Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 21, 2002, 12:11:41 PM1/21/02
to
Florian Schwarz wrote:

>
> Nochmal, is nicht persönlich, nur für den Fall, daß die Lettern da oben als
> Geschrei gedacht waren ;-)


Scho gut - hab nur das Gefühl mir würden die Worte im Mund umgedreht.

Und auch wenn ich persönlich nix davon halte sage ich trotzdem immer den
genauen Grund, z.B. bei Wagentausch - dabei müßte ich nicht. Ich tu's
weil ich weiß manche interessierts doch.

Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 12:19:37 PM1/21/02
to
"Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4C4BCD...@aon.at...

> Und auch wenn ich persönlich nix davon halte sage ich trotzdem immer den
> genauen Grund, z.B. bei Wagentausch - dabei müßte ich nicht. Ich tu's
> weil ich weiß manche interessierts doch.

Na siehst, wenn Du bedenkst, es kostet Dich 10 Wörter und Du machst damit
vielleicht 10 Kunden glücklich (oder weniger ärgerlich - je nachdem)...

Als dann, gut, daß das nicht bösartig rüberkam

Florian


Michael Suda

unread,
Jan 21, 2002, 1:47:55 PM1/21/02
to

Christopher- Guy Perry <christop...@aon.at> schrieb in im
Newsbeitrag: 3C4C2131...@aon.at...

[hier gekürzt]

> Die Fahrgäste werden aber dennoch "perplex" sein, da der Fahrer
> nochimmer keine Ahnung hat.
>
> Ist ja schön und gut mit Ansagen zu informieren _das_ es eine Störung
> gibt. Nur, und da wurden meine Posts bisher im Sinn verdreht, a)
> geht's
> nicht immer b) der genaue Grund ist für den Fahrgast irrelevant c) ist
> egal bei welcher Störung eine Zeitangabe ohnehin _immer_ reine
> spekulation.
> Es ist lustig wie immer erwartet wird man müsse alles wissen. Die
> Bediensteten von Verkehsbetrieben sind _keine_ Hellseher! Man kann
> manchmal auf Erfahrungswerte zurückgreifen, hat sich dann der Fahrer
> bei
> der Fehlerdiagnose geirrt (kommt öfter mal vor) ist die "Daumen mal ¶
> Zeit" auch wieder für'n Ar*** - und dann heißt's _wieder_ "dieser
> depperte Betrieb".

Na schön und gut. Ich respektiere, dass der einzelne Fahrer keine genaue
Aussagen machen kann, wie lange das dauert. Aber es gibt ja noch so
etwas wie eine 'Zentrale', eine Betriebsleitstelle, einen Expeditor,
oder wie auch immer die verantwortliche Stelle heißen mag. Und die
sollte einfach in der Lage sein, Aussagen über die voraussichtliche
Dauer einer Störung zu machen. Es muss Erfahrungswerte geben, es muss
durchgerechnete Einsatzpläne geben (für den Fall, dass zum Beispiel der
Rüstwagen ausrücken muss, um einen Triebwagen abzuschleppen), es muss
grobe Fahrplanwerte für Umleitungen geben. Auch für die polizeiliche
Aufnahme eines Verkehrsunfalls oder eines anderen Zwischenfalls
(Sachbeschädigung, Raufhandel oder Körperverletzung etc.) kann man
Ungefährwerte erheben und auswerten. Bestimmte öffentliche
Notfalldienste (Polizei, Rettung, Feuerwehr), die gesetzlich
Rechenschaft über ihre Einsatzzeiten ablegen müssen, spielen das durch
und wissen daher auch à peu près, wie lange ein Rettungswagen zur HVZ
beispielsweise von der Peer-Albin-Hansson-Siedlung in Favoriten zum AKH
braucht, trotz aller Unwägbarkeiten auf der Strecke. Liegt es vielleicht
etwa daran, dass man sich bei Verkehrsbetrieben bisher überhaupt nicht
bemüht hat, solche Zeitvorgaben zu erfassen und zu analysieren? Es kann
ja auch ganz schön bequem sein, sich auf den Hamma-net-, Geht-net-,
Nutzt-ja-eh-nix-Standpunkt zurückzuziehen, oder? Einige Profis wie
Christopher haben ja schon ihre Meinung zum Ausdruck gebracht, je
weniger der Fahrgast über den betrieblichen Hintergrund wisse, desto
besser - ich hoffe, ich habe deine Meinung nicht verzerrend dargestellt,
korrigiere mich bitte, wenn nötig. Nun, ich teile diesen Standpunkt
bekannterweise nicht.
Dann wäre da noch die Tatsache, dass Unternehmen wie die Wiener Linien
sehr hohe Beträge in Betriebsleitsysteme investiert haben oder noch
immer investieren. Irgendwann wird man sich fragen, ob daraus noch mehr
Nutzen entspringt als ein paar munter blinkende LED-Anzeigen.
Und eins verstehe ich eigentlich nur ganz wenig: Einige scheinen sich
davor zu fürchten, für die Präzision von Informationen von den
Fahrgästen auf Punkt, Beistrich und Sekunde haftbar gemacht zu werden.
Wenn die Zeitangaben von einer Zentrale per Durchsage oder Display
kommen, wird der Fahrer wohl kaum mehr zu hören bekommen als die
üblichen und häufig zu hörenden Granteleien - das buche ich unter
Berufsrisiko.
P.S.: Ich bin in den meisten Störungsfällen, die ich beobachtet habe,
positiv überrascht worden, wie schnell selbst komplizierte technische
Gebrechen (z.B. eben bei Rüstwageneinsätzen) behoben werden. Die sind
meistens Leute am Werk, die ihr Handwerk gut verstehen. Aber bei der
Organisation drumherum, da happerts nach meinem Befund.

--
Michael Suda
A-1150 Wien, Oesterreich/Austria/Autriche
mailto:michae...@blackbox.net

Tomasz Wojcik

unread,
Jan 21, 2002, 2:57:24 PM1/21/02
to
Florian Schwarz wrote:

> "Tomasz Wojcik" <towot@_SPAMLOCK_gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
> news:3C4BF8DA.7020302@_SPAMLOCK_gmx.at...
>>

>>waere es nicht sinnvoller, die u6 aus kapazitaetsgruenden vollstaendig
>>auf die neuen garnituren umzuruesten?
>>
>
> Kaum. Denn das Gute am 8er war wohl, dass man für all die Kurzstrecken, die
> man am Gürtel doch öfter fährt, nicht 103 stufen erklimmern oder mit einem
> vollgepißten Lift nach oben mußte...


Da kann ich dir nur zustimmen.
Hinzu kommt noch, dass die alten Otto-Wagner-Stationen (moegen sie
architektonisch schoen sein) problematisch sind.
Jeweils ein relativ enger Aufgang pro Fahrtrichtung, fehlende
Rolltreppen und die provisorischen Bahnsteig-Verlaengerungen wirken
sich vor allem in der stark frequentierten Alserstrasse negativ aus.

Gegen den 8er spricht das relativ geringe Fahrgastaufkommen im 6er und
18er zwischen Gumpendorferstr. und Burgg./Stadthalle (vor allem ab
Westbahnhof).

Viel wichtiger waere, dass der 5er nicht gekuerzt wird, weil die Linie
nicht wie einst der 8er direkt an der U6 verlaeuft und den Nahverkehr
in dieser Gegend sehr gut versorgt.


> Wie auch immer, den 8er weiterzubetreiben, wäre sicher billiger gewesen, als
> jetzt bis zu 14 Jahre junge Wagen zu verschrotten (die letzten E/c6 wurden
> IIRC 1988 gebaut), kaufen wird sie keiner.


Waere es nicht moeglich gewesen, diese an die WLB zu verkaufen, bevor
sie ihre Flotte aufgestockt hatte?

Ich koennte mir auch vorstellen, diese wagen auf einer ausgebauten
Schnell-Bim-Strecke Floridsdorf - Stammersdorf einzusetzen, wo der
31er angeblich an die Kapazitaetsgrenzen stoesst.
Es wuerden auch andere Strecken in Frage kommen:
beschleunigter 65er (als gute U5 Alternative) oder 71er. Nur kann ich
mir aber vorstellen, dass es da vielleicht Probleme mit dem
Lichtraumprofil geben koennte.

> Ob neue Wagen den erwünschten Erfolg brächten, kann ich nicht beurteilen,
> zumindest könnten - wohlgemerkt könnten, wir sind doch in Wien! - alle
> Garnituren ein wenig schneller beschleunigen und fahren...
>

Das wuenschen wir uns, glaube ich, alle. :-)


gruss,
tomasz

Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 3:11:23 PM1/21/02
to
"Tomasz Wojcik" <towot@_SPAMLOCK_gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4C72A4.3020701@_SPAMLOCK_gmx.at...

> Da kann ich dir nur zustimmen.
> Hinzu kommt noch, dass die alten Otto-Wagner-Stationen (moegen sie
> architektonisch schoen sein) problematisch sind.
> Jeweils ein relativ enger Aufgang pro Fahrtrichtung, fehlende
> Rolltreppen und die provisorischen Bahnsteig-Verlaengerungen wirken
> sich vor allem in der stark frequentierten Alserstrasse negativ aus.

Frag mich da immer, ob es da möglich wäre, im Stiegenhaus ein Mittelgeländer
zu machen und rechts hinauf und links hinunter, denn im Moment rennt man
immer Leute um, wenn man es eilig hat.

> Gegen den 8er spricht das relativ geringe Fahrgastaufkommen im 6er und
> 18er zwischen Gumpendorferstr. und Burgg./Stadthalle (vor allem ab
> Westbahnhof).

Na gut, dort hast Du 2 Straßenbahnen. Wichtiger wäre IMHO
Nußdorferstraße-Thaliastraße.

> Viel wichtiger waere, dass der 5er nicht gekuerzt wird, weil die Linie
> nicht wie einst der 8er direkt an der U6 verlaeuft und den Nahverkehr
> in dieser Gegend sehr gut versorgt.

Da hast Du sehr recht. Mal schauen... Ich hab hier vor längerer Zeit einen
Artikel gepostet, in dem sich sogar die ÖVP Wien XX für den 5er in der
Westbahnstraße einsetzte. Mal sehen, was davon überbleibt.

> Waere es nicht moeglich gewesen, diese an die WLB zu verkaufen, bevor
> sie ihre Flotte aufgestockt hatte?

Hätte sein können... Leider wird das wohl immer hypothetisch bleiben. Oder
Gott sei Dank für die WLB

> Ich koennte mir auch vorstellen, diese wagen auf einer ausgebauten
> Schnell-Bim-Strecke Floridsdorf - Stammersdorf einzusetzen, wo der
> 31er angeblich an die Kapazitaetsgrenzen stoesst.

Ich frag mich generell, warum man die nicht im Stadtgebiet einsetzen kann...
Gut, es gibt da diese 35m-Grenze, aber die is ja kein Naturgesetz.

> Nur kann ich
> mir aber vorstellen, dass es da vielleicht Probleme mit dem
> Lichtraumprofil geben koennte.

Kann ich mir nicht vorstellen, die sind doch vom Kasten so gut wie baugleich
mit den E2, oder?

lg, florian


Christopher- Guy Perry

unread,
Jan 21, 2002, 3:14:54 PM1/21/02
to
Michael Suda wrote:

> Einige Profis wie
> Christopher haben ja schon ihre Meinung zum Ausdruck gebracht, je
> weniger der Fahrgast über den betrieblichen Hintergrund wisse, desto
> besser - ich hoffe, ich habe deine Meinung nicht verzerrend dargestellt,
> korrigiere mich bitte, wenn nötig.


Verweis auf den Wortwechsel mit Florian Schwarz um etwa 17:45 bis 18:20
des 21.01.2002

> Wenn die Zeitangaben von einer Zentrale per Durchsage oder Display
> kommen, wird der Fahrer wohl kaum mehr zu hören bekommen als die
> üblichen und häufig zu hörenden Granteleien - das buche ich unter
> Berufsrisiko.


Wenn'st mehrmals täglich ein Arsch bist denkst anders darüber - aber das
bekommt ja dann gottlob immer der Fahrer ab gelle? Mit Berufsrisiko hat
das nix zu tun.
Und manche wundern sich über "wie man in den Wald...."

Tomasz Wojcik

unread,
Jan 21, 2002, 3:46:38 PM1/21/02
to
Florian Schwarz wrote:

> "Tomasz Wojcik" <towot@_SPAMLOCK_gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
> news:3C4C72A4.3020701@_SPAMLOCK_gmx.at...
>

> (...)


>>Viel wichtiger waere, dass der 5er nicht gekuerzt wird, weil die Linie
>>nicht wie einst der 8er direkt an der U6 verlaeuft und den Nahverkehr
>>in dieser Gegend sehr gut versorgt.
>>
>
> Da hast Du sehr recht. Mal schauen... Ich hab hier vor längerer Zeit einen
> Artikel gepostet, in dem sich sogar die ÖVP Wien XX für den 5er in der
> Westbahnstraße einsetzte. Mal sehen, was davon überbleibt.

^^^^^^^^^^^^^^
:-)
du meinst sicher die kaiserstr.

gruss,
tomasz

Michael A. Högler

unread,
Jan 21, 2002, 3:59:53 PM1/21/02
to

"Florian Schwarz" <florian...@gmx.net> schrieb im Newsbeitrag
news:a2eqp1$105fhd$1...@ID-86717.news.dfncis.de...
> "Christopher- Guy Perry" <christop...@aon.at> schrieb im Newsbeitrag
> news:3C4AEB74...@aon.at...
>
> > Soviel Vernunft läge selbst ich an den Tag, trotz einer blos 15
> > minütigen Fahrzeit bei einem wichtigen Termin einen Zeitpolster
> einzuplanen.
> >
> > Wenn Du gerne zu Terminen oder Verabredungen im letzten Drücker kommst
> > ist das Dein Bier, reg Dich dann aber bitte nicht auf wenn Du durch
> > unvorhergesehene Dinge zu spät kommst. Hättest Du dann eben diesen
> > Zeitpolster gehabt, wärst trotz Störung pünktlich gewesen.
> >
> > Leichter ist es natürlich den Fehler dann bei anderen zu suchen und auf
> > die dann sauer zu sein.
>
> Nun ja, das Verhältnis stimmt halt dann nicht mehr. Ich erwarte vom ÖV
eine
> vorhersehbare Beförderungsdauer. Wenn ich bei 15 Min. Fahrt 15 Polster
> einlegen soll, dann kann ich gleich mit dem Auto fahren oder zu Fuß gehen,
> dann ist der ÖV nicht mehr konkurrenzfähig in meinen Augen.
>
> Und ehrlich - ich sehe es nicht als Fehler, bei 15 Min. Fahrt von A nach B
> (ok, die Fahrt selbst macht vielleicht 3 Minuten aus) mehr als das zu
dieser
> Zeit herrschende Intervall als Polster zu nehmen.


Also bei Prüfungen würde ich schon so kalkulieren, dass ich eine halbe
Stunde vor Beginn im Institut bin.

MfG
Michael Högler
>
> Gruß,
> Florian
>
>


Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 4:04:42 PM1/21/02
to
"Tomasz Wojcik" <towot@_SPAMLOCK_gmx.at> schrieb im Newsbeitrag
news:3C4C7E2E.4080809@_SPAMLOCK_gmx.at...

> du meinst sicher die kaiserstr.

Aber natürlich. Weiß nicht, wieso ich die beiden immer verwechsle...

lg, florian


Florian Schwarz

unread,
Jan 21, 2002, 4:06:50 PM1/21/02
to
"Michael A. Högler" <m.ho...@nextra.at> schrieb im Newsbeitrag
news:a2hvql$i4d$1...@at-vie-newsmaster01.nextra.at...

> Also bei Prüfungen würde ich schon so kalkulieren, dass ich eine halbe
> Stunde vor Beginn im Institut bin.

Hab ich auch jedes Mal vor. Bloß wenn ich dann noch vorher schnell was
wiederhole, wird es ganz schnell knapp... Aber ich gelobe immer wieder
Besserung.
Was natürlich an meiner Kritik am mangelnden Störungsmanagement der WL
nichts ändert.

lg, florian


Hubert Sellnar

unread,
Jan 22, 2002, 12:11:36 AM1/22/02
to

"Michael Suda" > schrieb
>
> [snip]

> P.S.: Ich bin in den meisten Störungsfällen, die ich beobachtet habe,
> positiv überrascht worden, wie schnell selbst komplizierte technische
> Gebrechen (z.B. eben bei Rüstwageneinsätzen) behoben werden. Die sind
> meistens Leute am Werk, die ihr Handwerk gut verstehen. Aber bei der
> Organisation drumherum, da happerts nach meinem Befund.
>
> --
Wenn man bedenkt das bei denn WL ca. 2500 Fahrer beschäftigt sind und der
Rest auf 9000 Verwaltung und Instandhaltung fällt, beantwortet sich deine
frage nach der Organisation von selbst.
Auch wenn unter den Fahrern und Werkstättenpersonal einige Beamte sind so
haben sie meistens einen Beruf erlernt, in der Verwaltung sind die meisten
von Beruf Beamte:-)

--
mfg
Hubert
http://www.juergen.at/~hubsi


Hubert Sellnar

unread,
Jan 22, 2002, 12:16:30 AM1/22/02
to
Das halten die alten Stadtbahnbögen nicht aus der Silberpfeil ist zu schwer.

Michael Suda

unread,
Jan 22, 2002, 1:31:02 AM1/22/02
to

Hubert Sellnar <h.se...@chello.at> schrieb in im Newsbeitrag:
OA638.10446$5G5....@news.chello.at...
>
> "Tomasz Wojcik" wrote:

[hier gekürzt]

> > waere es nicht sinnvoller, die u6 aus kapazitaetsgruenden
> > vollstaendig
> > auf die neuen garnituren umzuruesten?
> >
> Das halten die alten Stadtbahnbögen nicht aus der Silberpfeil ist zu
> schwer.

Welche diesbezüglichen Werte (Achslast, Meterlast etc.) gelten denn für
U, U(1)1, U2 und V+v?

Den Begriff 'neue Garnituren' würde ich in diesem Zusammenhang nicht
gebrauchen. Der Stadtbahnwagenpark der U6 dürfte im Durchschnitt jünger
sein als der Schwermetrowagenpark der Linien U1-U4.

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