Sind das nicht zu viele, oder ist es gerechtfertigt?
VG
Peter
aber ich glaube diese möglichkeit ist verschlafen, und da muß ich mich
selber fest an der nase nehmen, denn daß hab ich verabsäumt da aktiv zu
werden
jakob
[Rest gekürzt]
Das hat verkehrshistorische Gründe. St. Valentin wurde als
Kreuzungsbahnhof einer Nord-Süd- mit der Ost-West-Hauptverbindung
Cisleithaniens konzipiert. Reisen von Perg oder Schwertberg nach Linz
standen damals noch lange nicht auf der Speisekarte. Außerdem hatte die
KEB offenbar ein gewisses Talent, ihre Knotenpunkte neben alte und
größere Siedlungszentren zu setzen, in Attnang-Puchheim/Vöcklabruck
machte man es ja genauso. Günstige Linienführung ging damals eben vor
lokalen Erschließungsfunktionen.
Die Schleife Ennsdorf ist übrigens auch keine neue Erfindung, die gab es
schon einmal.
--
Michael Suda
A-1150 Wien, Oesterreich/Austria/Autriche
mailto:michae...@blackbox.net
die strecke st.valentin mauthausen ist die hauptbahn, die sich über
zirking nach gaisbach-wartberg und freistadt fortgesetzt hat. zwischen
mauth. und gaisbach wurde sie in den fünfziger jahren abgetragen. dort
kann man auch noch den einen oder anderen
einschnitt/bahndamm/kilometerstein erkennen. auf den kilometersteinen
steht KEB. die kilomterierung geht von st.v aus, bis mauthausen geht es
bis km 6 und setzt sich in gaisbah fort. dort stehen zwei km-steine
genenüber, mit unterschiedlicher zahl drauf. der eine von st.v aus
gezählt, der andere von linz aus gezählt. also in freistadt ist auf der
summerauerbahn von st.v aus kilomteriert. in mauthausen beginnt auf der
donauuferbahn die kilometrierung wieder bei null, bis grein. der rest
der strecke ist von krems aus kilometriert.
die donauuferbahn und die strecke linz-gaisbach waren nur nebenstrecken
der hauptbahn st.v-budweis(krumau?)die statt der pferdeeisenbahn
errichtet wurde. auch für den eisentransport war diese linie wichtig,
denn sie ist die logische fortsetztung der ennstalstrecke richtung
norden.
die verbindung mauthausen-st.georgen an der gusen der summerauerbahn
wäre anfang der achziger schon fast errichtet worden, sind sogar schon
die baumaschinen aufgefahren, aber dann wurde das projekt wieder
abgeblasen (ratzenböck sei dank...) und statt dessen die b3
donaubundesstraße in diesem bereich ausgebaut. da ist man jetzt in 20
min von perg in linz, mit der bahn brauchst du eine 3/4 stunde
mindestens. mich wundert es eigentlich nicht, daß wenige leute mit der
bahn fahren. jetzt gibt es in perg auch noch eine umfahrung, und somit
ist der widerstand aus den bereichen unterhalb von perg noch viel
geringer mit dem auto zu fahren. quo vadis donauuferbahn.
zwischen perg und spitz keine möglichkeit eines fahrkartenkaufes (mit
der zunahme des zusperrens von bahnhöfen wurden die fahrradbenutzer die
die bahn zum heimfahren benutzten immer weniger...) aber jetzt soll in
baumgartenberg eine ausweiche errichtet werden, damit man in den
stoßzeiten halbstundentakt fahren kann. aber ob die fertigwerden? der
bahnhofsvorstand in perg ist da skeptisch.
perg hat übrigens längere schalteröffnungszeiten als st.valentin, und
hat schon vorher als der ic-halt eine bankomatkasse gehabt.
eigentlich sollte ja mit fahrplanwechsel ein neuer fahrplan auf der
strecke in kraft treten. hat sich aber nicht wirklich viel geändert. daß
man mit dem letzten zug eine stunde aufenthalt in stv hat weil der zug 3
min nach der ic abfahrt nach wien ankommt... war schon beim letzten so.
der zug hat keinerlei anschluß in irgendeine richtung. gutes argument
zum einstellen... außerdem sollte alles nach linz ausgerichtet werden.
freu mich schon darauf wie das mit uns wienern wird.
jakob
Der Bürgermeister von Mauthausen war auch nicht sehr begeistert, vom
Bau der Eisenbahn.
Die neukonzipierte Lösung ist, daß man kurz vor Einmündung in die
Westbahn
eine Schleife (vmax = 60km/h) Richtung Enns baut. Im Zuge des Baus der
Umfahrung Enns muss die Donauuferbahn verlegt werden.
Die Variante über Mauthausen - Pulgarn - Linz wäre sicherlich besser.
VG Peter
> Die neukonzipierte Lösung ist, daß man kurz vor Einmündung in die
> Westbahn
> eine Schleife (vmax = 60km/h) Richtung Enns baut. Im Zuge des Baus der
> Umfahrung Enns muss die Donauuferbahn verlegt werden.
> Die Variante über Mauthausen - Pulgarn - Linz wäre sicherlich besser.
>
> VG Peter
Naja, so schlecht ist die Lösung mit der Direktverbindung Mauthausen-Enns
auch wieder nicht - vor allem billiger und somit realistischer. Lässt man
die Züge der Donauuferbahn ab Enns ohne Halt bis Linz weiterfahren, wäre für
die Pendler sicherlich eine Fahrzeitverkürzung von einer Viertelstunde
drinnen.
Wann wird denn die "Umfahrung Enns" nun endlich in Angriff genommen
bzw. soll sie fertig sein? Geredet wird ja schon seit Jahren davon, aber
passieren tut natürlich nix.
Gruß,
Florian
ich bin mir nicht mehr sicher, ob diese variante wirklich besser wäre,
denn was ist mit den reisenden nach wien/steyr? das sind nicht mal so
wenige. der fahrzeit auf der strecke über st.georgen wurde damals auch
mit 45 kalkuliert, das bringst du jetzt über st.valentin auch zusammen,
mit umsteigen!
wenn dann müßte man die züge in mauthausen flügeln, und ev. in
st.valentin mit geflügelten zügen aus linz richtung amstetten und steyr
vereinigen. das wär ein interessantes betriebskonzept.
züge aus linz richtung grein/freistadt in st.georgen flügeln, züge aus
grein richtung linz/steyr in mauthausen flügeln und züge aus linz
richtung steyr/amstetten in st.valentin flügeln. sollte eigentlich
möglich sein.
aber sicher sehr verspätungsempfindlich
jakob
> Naja, so schlecht ist die Lösung mit der Direktverbindung Mauthausen-Enns
> auch wieder nicht - vor allem billiger und somit realistischer.
Stimme ich voll zu. Die Donauuferbahn darf, da sie ab Mauthausen eine
quasi
Hauptstrecke ist mit 100 km/h fahren und auf der Westbahn so schnell sie
will (-:
> Lässt man
> die Züge der Donauuferbahn ab Enns ohne Halt bis Linz weiterfahren, wäre für
> die Pendler sicherlich eine Fahrzeitverkürzung von einer Viertelstunde
> drinnen.
Grein - Linz wäre dann unter einer Stunde.
> Wann wird denn die "Umfahrung Enns" nun endlich in Angriff genommen
> bzw. soll sie fertig sein? Geredet wird ja schon seit Jahren davon, aber
> passieren tut natürlich nix.
Planung und UVP dauern bekanntlich am längsten. Es bekommt die
Bundesstraße
1 auch eine Umfahrung die auch nordöstlich von Enns verlaufen soll. Ich
vermute, dass sie in ein bis zwei Jahren in Angriff genommen wird.
VG
Peter
Jakobus Schürz schrieb:
> wenn dann müßte man die züge in mauthausen flügeln, und ev. in
> st.valentin mit geflügelten zügen aus linz richtung amstetten und steyr
> vereinigen. das wär ein interessantes betriebskonzept.
> züge aus linz richtung grein/freistadt in st.georgen flügeln, züge aus
> grein richtung linz/steyr in mauthausen flügeln und züge aus linz
> richtung steyr/amstetten in st.valentin flügeln. sollte eigentlich
> möglich sein.
> aber sicher sehr verspätungsempfindlich
>
> jakob
Oder, die Bahnlinie St. Valentin - Mauthausen elektrifizieren.
Die Regionalzüge von Amstetten nach Mauthausen führen.
Die von Steyr nach Linz und die von Grein auch nach Linz führen.
Die Leute umsteigen lassen ist oft schneller als Züge flügeln.
warum nur bis mauthausen elektrifizieren? bis grein wär meines erachtens
besser, und das ganze dann in ein stadtbahnsystem linz einbetten, mit
direkten zügen ins zentrum von linz oder darüber hinaus.
als die umfahrung perg gebaut worden ist, ist bei der östlichen
einmündung in die alte straße eine brücke über die donauuferbahn
notwendig gewesen. die ursprüngliche planung ging von einer
dieselstrecke aus, die sie ja auch ist. aber noch während der bauphase
ist die öbb draufgekommen, daß die brücke höher gebaut werden sollte,
sich sonst eine elektrifizierung nicht ausgeht... daher mußte
zusätzlicher grund angekauft werden, damit der damm für die straße
breiter (somit auch höher) werden kann. anscheinend wird irgendwo doch
an eine elektrifizierung bis grein gedacht. was mich sehr wundert. ich
bin eigentlich davon ausgegangen, daß dieser bahn kein sehr langes leben
mehr beschieden ist, aber diese forderung hat mich dann doch etwas
stutzig gemacht.
ich weiß daß deshalb, weil ich damals in perg ein wenig politisch aktiv
war, und das in der vorbereitung zu einer gemeinderatssitung mitbekommen
habe.
jakob
>Die Leute umsteigen lassen ist oft schneller als Züge flügeln.
Schneller vielleicht - aber bedeutend unbequemer.
M.
Jakobus Schürz schrieb:
> > Oder, die Bahnlinie St. Valentin - Mauthausen elektrifizieren.
>
> warum nur bis mauthausen elektrifizieren? bis grein wär meines erachtens
> besser,
Die Erfahrung zeigt: Werden nur Teile einer Bahnstrecke elektrifiziert, ist
der Rest extrem einstellungsgefährdet - siehe Deutschkreutz-Lackenbach.
Daher: St. Valentin - Krems zur Gänze elektrifizieren (ziemlich
unrealistisch) oder gar nicht!
Martin Lischka