On 11.11.21 00:39, Johann.Mayerwieser wrote:
> Am 10.11.21 um 12:37 schrieb Stephan Weinberger:
>> Noch schöner wäre natürlich eine Durchbindung der FJ-Bahn in die Stadt
>> (und z.B. weiter Richtung Rennweg), aber die Kosten dafür sind halt
>> leider prohibitiv hoch.
>
> Für Ubahn-Teilstrecken, auf denen die Fahrgastzahlen pro Zug kaum in den
> dreistelligen Bereich kommen, ist genug Geld da.
>
> Das Problem ist, dass der Betrieb auf der Stammstrecke eh schon
> filigran ist, wenn man die FJB in die Stammstrecke einbindet haut man
> letztere zsamm. Eine Durchbindung an die S7 scheitert auch daran, dass
> die Fahrgastzahlen der beiden Äste (FJB und S7) wahrscheinlich zu
> unterschiedlich sind.
Weiter Richtung Schwechat mit einer Kreuzungsstation beim Rennweg wäre
denke ich schon eine brauchbare Variante. Was die Fahrgastzahlen angeht
würde ich mich da noch nicht festlegen, wie sehr die S40 durch eine
Durchbindung im Vergleich zur S7 dazugewinnen würde. Aber das kann man
dann ja anderweitig lösen: wenn die S40 vergleichsweise zu stark ist
enden halt ein paar Züge in Heiligenstadt (oder man schickt sie über die
Vorortelinie weiter); im anderen Fall kann man ja auch die S7 zusätzlich
weiter betreiben. Jedenfalls kann man aber ihren Takt ausdünnen, was
dann nebenbei auch die Stammstrecke entlasten würde. Nachteil wäre dass
sich dadurch dann ein 'hatscherter' Takt Richtung Schwechat ergibt; aber
immerhin 1-2 Zugpaare pro Stunde weniger auf der Stammstrecke.
> Abgesehen davon stört das den CAT :(
Pffff.... Ja, derzeit ist es wirklich quasi optimal auf der S7, mit den
REX7, die jetzt alternierend statt dem CAT fahren.
Aber im Endeffekt glaube ich dass sogar der CAT profitieren würde. Das
Problem ist ja wirklich das kurze Stück zwischen Landstraße und Rennweg,
und insbesondere das fehlende 3. Gleis am Rennweg, das das Timing der
Einfädelung so delikat macht (wodurch es ja regelmäßig zu Rückstau
Richtung Hauptbahnhof kommt, statt dass die Züge von dort schon am
Rennweg ins 3. Bahnsteiggleis einfahren könnten). Und genau diese
Einfädelung würde man ja vermeiden, wenn ein Teil der Züge unten durch
Richtung Tulln weiter fährt.
Ok, in Schwechat staut's sich dann auch oft, dort könnten zusätzliche
Züge dann tatsächlich problematisch sein - ich verstehe bis heute nicht
warum man da für den Fernverkehr nicht gleich eine neue Strecke von
Kledering südlich an Schwechat vorbei gebaut hat. Spätestens wenn die
geplante Strecke weiter nach Götzendorf kommt wird das dort ein riesiges
Problem werden. Aber das ist ein anderes Thema.
Alternativ könnte man aber natürlich auch ein bisserl weiter westlich
buddeln und eine Durchbindung zur S60/S80 anpeilen (Kreuzungsstation
beim Belvedere mit Hinterausgang zum Hbf Ost).
Mein Favorit wäre ja eine Umwidmung des Zweierlinientunnels und eine
Verknüpfung mit der Badnerbahn ("Tullnerbahn" mit Tram-Trains) gewesen,
mit zusätzlichen REX, die dann halt erst ab Spittelau fahren (oder über
die Vorortelinie). Aber das ist mit der U5 jetzt ja vom Tisch.
lg
Stephan