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01234-0780 - Die enum Erreichbarkeits-Nummer

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David Lindner

unread,
Jun 18, 2005, 9:10:38 PM6/18/05
to
Damit hier mal vorläufig jede 0780er aus den Mobilnetzen erreichbar ist,
gibt's die Erreichbarkeits-Vorwahl 01234. ;-)
Mehr zur Geschichte bzw zum Entstehen dieses Services kann vielleicht
Otmar erzählen.

Wer also diese Testnummer von seinem Handy erreichen will:

0780 811200 12

wählt einfach:

01234 0780 811200 12

DTMF Töne gehn hier auch, die klappen nur über das TA Gateway nicht ;-)

lg.
d.

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 3:44:37 AM6/19/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote ...

> Damit hier mal vorläufig jede 0780er aus den Mobilnetzen erreichbar ist,
> gibt's die Erreichbarkeits-Vorwahl 01234. ;-)

Und wenn die Mobilfunkbetreiber blöde Ideen bezüglich der Vergebührung von
0780 bekommen sollten, wäre das sogar eine permanente Lösung!

Franz

Ferenc Staedter

unread,
Jun 19, 2005, 4:32:10 AM6/19/05
to
Am 19.06.2005 03:10:38 schrieb David Lindner:

> Damit hier mal vorläufig jede 0780er aus den Mobilnetzen erreichbar ist,
> gibt's die Erreichbarkeits-Vorwahl 01234. ;-)
> Mehr zur Geschichte bzw zum Entstehen dieses Services kann vielleicht
> Otmar erzählen.

Wäre interessant zu erfahren, was dahinter steckt. Als Laie nehme ich
an das dies eine Wiener Festnetznummer ist, immerhin ist 01 die
Vorwahl von Wien. Entstehen da für das Routing nach 0780 Kosten, oder
wie muss man sich das vorstellen?

lG Ferenc
--

Kai Poehlmann

unread,
Jun 19, 2005, 4:52:17 AM6/19/05
to
Moin!

David Lindner schrieb:

> 01234 0780 811200 12
> DTMF Töne gehn hier auch, die klappen nur über das TA Gateway nicht ;-)

Kann man auf diese Weise auch andere enumfähige Rufnummern anrufen?

Kai

David Lindner

unread,
Jun 19, 2005, 5:48:32 AM6/19/05
to
kpo.u...@gmx.de (Kai Poehlmann) schrieb am Sonntag, 19. Juni 2005 um
10:52 +0100:

>Kann man auf diese Weise auch andere enumfähige Rufnummern anrufen?

wenn sie mit 0780 beginnen ja ;-)

Es ist nur Rufnummer 01-2340780 aktiv. Daher klappen auch andere Vorwahlen
nicht.

lg.
d

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 5:53:40 AM6/19/05
to
"Kai Poehlmann" <kpo.u...@gmx.de> wrote ...

> Kann man auf diese Weise auch andere enumfähige Rufnummern anrufen?

Kommt wohl darauf an, ob sie nur die normale 7-stellige Wiener Nummer 01/234
0780 dafür eingerichtet haben, oder den ganzen Nummernblock 01/2340. Wenn
letzteres, wäre das natürlich eine super Sache.

Aber auch ein allgemeines ENUM-Gateway mit zweistufiger Wahl (also
Zielnummer mittels DTMF nach Melden des Gateways) wäre schon ein Hit.
Zumindest das wäre für jeden Gatewaybetreiber eigentlich nicht schwer
einzurichten.

Mein Traum wäre so ein Gateway in möglichst vielen Ländern. Jeder mit
ENUM-fähiger Nummer hätte dann in jedem dieser Länder eine Erreichbarkeit
unter einer lokalen oder zumindest nationalen Nummer.

Franz

David Lindner

unread,
Jun 19, 2005, 5:57:55 AM6/19/05
to
F.Staed...@chello.at schrieb am Sonntag, 19. Juni 2005 um 10:32 +0100:
>Wäre interessant zu erfahren, was dahinter steckt. Als Laie nehme ich
>an das dies eine Wiener Festnetznummer ist, immerhin ist 01 die
>Vorwahl von Wien.

Naja, das Prinzip ist einfach:
Hinter der (Wiener) Rufnummer steckt ein PSTN to VoIP Gateway (so in der
Art, wie ihn die Telekom anbietet). Dieser Gateway holt sich im Anschluss
die Information von enum.at, wohin über IP das Gespräch zu der gewünschten
ENUM Rufnummer 0780 geschickt werden soll, und vermittelt es oder löst ein
"Rufnummer nicht vergeben" aus, sofern es die Nummer nicht gibt.

Genau der dieser Gateway steuert übrigens auch die Erreichbarkeit der
Rufnummerngasse 0780 bei Colt.

Noch ein Hinweis für alle Mobilfunker:
Ein Mail genügt und ich stell euch auch so einen Gateway auf ;-) oder
leitet einfach alle 0780er Rufe auf 01-2340780 um. Kostet nicht mehr als
die reguläre Festnetz-Zusammenschaltung. Natürlich kann das nur eine
zeitlich befristete Zwischenlösung sein. Ziel von enum.at ist sicherlich,
dass jeder Carrier seine 0780er selber routet, was über kurz oder lang
auch sinnvoll ist.

>Entstehen da für das Routing nach 0780 Kosten, oder
>wie muss man sich das vorstellen?

Kosten entstehen immer, auch wenn ich jetzt hier ein Mail schreib.

Wenn sich die Frage auf (fremde) Gesprächs- bzw.
Zusammenschaltungsgebühren bezieht, dann nein: Das Gespräch wird direkt
über das Internet zugestellt.

lg.
d

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 6:05:51 AM6/19/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote in message ...

> Es ist nur Rufnummer 01-2340780 aktiv. Daher klappen auch andere Vorwahlen
> nicht.

Wie wäre eigentlich die Ökonomie für das Analogon 01/2340720 ? Damit wäre
eine universelle Erreichbarkeit von 0720 auch möglich. Natürlich hättet Ihr
dann Kosten für die Weiterleitung zur 0720, würdet aber Eurerseit die IC zu
Euch kassieren. IC sollte also ein Durchläufer sein.

Es bleiben aber immer noch Kosten der Bereitstellung. Ich denke aber, ein
solches Gateway zu 0780 _und_ 0720 wäre lobbyingmäßig gegenüber der RTR gut.
Man würde ihnen vor Augen führen, wie schlecht ihre Performance ist, und
deshalb solche Krücken nötig macht. Es würde also helfen, bessere
Interconnectierungszwangsregeln zu erreichen und vielleicht auch eine
Tarifierungsbestimmung für 0720 und 0780. Denn das fehlen einer solchen
halte ich für eine tickende Zeitbombe.

Das Nonplusulta wäre natürlich ein Wiener Gateway zu 05. Damit könnte die
Mobilkom in Schraken gewiesen werden. Das Beispiel der 05-Bepreisung von A1
ist es ja, was mir solche Sorgen für 0720 und 0780 macht. Mein Arbeitgeber
hat auch eine 05, und besteht darauf, dass die Mitarbeiter diese
kommunizieren. Seit der Gebührenschweinerei von A1 gebe ich aber nur mehr
meine normale Wiener Büronummer aus. Das kann's doch nicht sein...

Franz

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 6:22:22 AM6/19/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote ...

> Noch ein Hinweis für alle Mobilfunker:


> Ein Mail genügt und ich stell euch auch so einen Gateway auf ;-) oder
> leitet einfach alle 0780er Rufe auf 01-2340780 um. Kostet nicht mehr als
> die reguläre Festnetz-Zusammenschaltung.

Wenn ich den RTR-Newsletter richtig vertanden habe, bräuchten die eh nur die
0780er wie eine normale geographische Nummer und zu den selben Bedingungen
zur Telekom Austria routen. Ein Standardangebot der TA existiert. Die wollen
nur nicht.

Vergiss nicht, VoIP ist _der_Horror_ für die traditionellen Telefonfirmen,
und ganz speziell für die Mobilfunker. Die haben großartig in UMTS, EDGE
etc, investiert. Derzeit verlangen sie noch recht hohe Datenpreise, aber in
letzer Zeit sind die schon stark gesunken, wenn größere Pakete abgenommen
werden. Weitere solche Senkungsrunden und auch günstige kleinere Pakete
werden sicher kommen, denn derzeit sitzen sie ja auf leeren UMTS-Netzen.

Dann wird aber VoIP über UMTS bzw. EDGE interessant. Und dann haben Handys
de facto Festnetznummern, und aus ist es mit der hohen IC für mobile
Terminierung. Nicht zuletzt deshalb gibt es vielleicht auch den starken
Lobbyingdruck auf die RTR, VoIP den Zugang zu geographischen Nummern zu
verwehren.

Franz

David Lindner

unread,
Jun 19, 2005, 6:30:48 AM6/19/05
to
"Franz Huber" <gilt.bis....@fhuber.cjb.net> schrieb am Sonntag, 19.
Juni 2005 um 11:53 +0100:

>Kommt wohl darauf an, ob sie nur die normale 7-stellige Wiener Nummer
>01/234
>0780 dafür eingerichtet haben, oder den ganzen Nummernblock 01/2340. Wenn
>letzteres, wäre das natürlich eine super Sache.

Nur die eine Rufnummer.


>
>Aber auch ein allgemeines ENUM-Gateway mit zweistufiger Wahl (also
>Zielnummer mittels DTMF nach Melden des Gateways) wäre schon ein Hit.
>Zumindest das wäre für jeden Gatewaybetreiber eigentlich nicht schwer
>einzurichten.

Nagut, ok. Hier die DTMF-Nummer:
01-2340780
(ohne weiterwählen)

"Bitte geben Sie die gewünschte Rufnummer mit Vorwahl ein."

Wenn die Rufnummer nicht über Enum erreichbar ist, kommt ein "Diese
Rufnummer existiert nicht."
Hab auf die Schnelle kein anderes Tonband gefunden ;-)

Wählen im Format: 0780xxxxx oder 0043780xxxx
Natürlich gehen nicht nur die österr. Nummern.


>
>Mein Traum wäre so ein Gateway in möglichst vielen Ländern. Jeder mit
>ENUM-fähiger Nummer hätte dann in jedem dieser Länder eine Erreichbarkeit
>unter einer lokalen oder zumindest nationalen Nummer.

Ich glaub das ist ein Schreckenszenario für die Anbieter, die derzeit an
der Interconnection und Roaming verdienen....

lg.
d

David Lindner

unread,
Jun 19, 2005, 6:42:10 AM6/19/05
to
"Franz Huber" <gilt.bis....@fhuber.cjb.net> schrieb am Sonntag, 19.
Juni 2005 um 12:05 +0100:

>Wie wäre eigentlich die Ökonomie für das Analogon 01/2340720 ?

Jaja, sofern es über ENUM erreichbar ist, kein Problem.

>Damit wäre eine universelle Erreichbarkeit von 0720 auch möglich.
>Natürlich hättet Ihr
>dann Kosten für die Weiterleitung zur 0720, würdet aber Eurerseit die IC
>zu
>Euch kassieren. IC sollte also ein Durchläufer sein.

Nur wenn wir es bei keinem ENUM Pfad tatsächlich auf PSTN vermitteln (was
eigentlich niemand will).


>
>Es bleiben aber immer noch Kosten der Bereitstellung.

Naja, wenn das die Community sponsert ;-)
Aufträge sind auch OK ;-)))

>Ich denke aber, ein
>solches Gateway zu 0780 _und_ 0720 wäre lobbyingmäßig gegenüber der RTR
>gut.

Die RTR kennt die Problematik.


>
>Man würde ihnen vor Augen führen, wie schlecht ihre Performance ist, und
>deshalb solche Krücken nötig macht. Es würde also helfen, bessere
>Interconnectierungszwangsregeln zu erreichen und vielleicht auch eine
>Tarifierungsbestimmung für 0720 und 0780. Denn das fehlen einer solchen
>halte ich für eine tickende Zeitbombe.

Bessere Interconnection Regeln heisst mehr Regulierung, wobei das Ziel ja
eigentlich die De-Regulierung ist. Also über kurz oder lang wird es eher
weniger als mehr Regeln geben.

Ich glaub auch nicht, dass durch "Zwang" die Rufnummern erreichbar werden
;-) Und es gibt immer Schlupflöcher (und Ausreden) für Anbieter...


>
>Das Nonplusulta wäre natürlich ein Wiener Gateway zu 05. Damit könnte die
>Mobilkom in Schraken gewiesen werden. Das Beispiel der 05-Bepreisung von
>A1
>ist es ja, was mir solche Sorgen für 0720 und 0780 macht. Mein
>Arbeitgeber
>hat auch eine 05, und besteht darauf, dass die Mitarbeiter diese
>kommunizieren. Seit der Gebührenschweinerei von A1 gebe ich aber nur mehr
>meine normale Wiener Büronummer aus. Das kann's doch nicht sein...

Ja, das ist wirklich krank. Aber wer versteht schon die Preispolitik der
Mobilfunker so richtig? ;-))


lg.
d.

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 6:49:34 AM6/19/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote ...

> Nagut, ok. Hier die DTMF-Nummer:
> 01-2340780
> (ohne weiterwählen)

Großartig, super, so schnell noch dazu. Wirklich dickes Lob!

> Natürlich gehen nicht nur die österr. Nummern.

Ja, gerade mit meiner deutschen ENUM-fähigen Nummer ausprobiert. Verbindung
war sofort da!

Ist das nur temporär, oder können wir davon ausgehen, dass dieses Gateway
unter dieser Nummer jetzt eine Dauereinrichtung ist? Also dürfen/sollen wir
in der Welt verbreiten: "Jede ENUM-fähige Nummer ist aus Österreich unter
01/2340780 zu erreichen."

Wie von mir schon angedeutet, wäre es eine tolle Bereicherung von ENUM, wenn
es solche Gateways in möglichst vielen Ländern gibt. Und enum.at würde es
bei der Vermarktung von ENUM helfen, wenn eine internationale Gatewayliste
auf der Web Site wäre. "In diesen Ländern sind sie auch von normalen
Telefonen über ein Inlandsgespräch erreichbar"

Franz


David Lindner

unread,
Jun 19, 2005, 7:00:03 AM6/19/05
to
"Franz Huber" <gilt.bis....@fhuber.cjb.net> schrieb am Sonntag, 19.
Juni 2005 um 12:49 +0100:

>Ja, gerade mit meiner deutschen ENUM-fähigen Nummer ausprobiert.
>Verbindung
>war sofort da!

schön zu hören.


>
>Ist das nur temporär, oder können wir davon ausgehen, dass dieses Gateway
>unter dieser Nummer jetzt eine Dauereinrichtung ist? Also dürfen/sollen
>wir
>in der Welt verbreiten: "Jede ENUM-fähige Nummer ist aus Österreich unter
>01/2340780 zu erreichen."

Also eine nummer mehr oder weniger aktiv zu haben, auf das kommt es nicht
an ;-)
Die Frage ist nur, ob nicht Mobilfunker einfach die Nummer sperren, ohne
jetzt hier alle auf den Plan zu rufen, das zu machen ;-))


>
>Wie von mir schon angedeutet, wäre es eine tolle Bereicherung von ENUM,
>wenn
>es solche Gateways in möglichst vielen Ländern gibt. Und enum.at würde es
>bei der Vermarktung von ENUM helfen, wenn eine internationale
>Gatewayliste
>auf der Web Site wäre. "In diesen Ländern sind sie auch von normalen
>Telefonen über ein Inlandsgespräch erreichbar"

Ja, find ich sinnvoll.

lg.
d

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 7:16:28 AM6/19/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote ...

> Also eine nummer mehr oder weniger aktiv zu haben, auf das kommt es nicht
> an ;-)

Super.

> Die Frage ist nur, ob nicht Mobilfunker einfach die Nummer sperren, ohne
> jetzt hier alle auf den Plan zu rufen, das zu machen ;-))

Das Sperren einer einzelnen Nummer fürchte ich weniger. Da wären dann schon
viel mehr Nummern gesperrt. Dürften die Mobilfunker eigentlich einfach so
diese Nummer sperren? Ich weiß schon, die tun vieles was sie nicht dürfen,
aber einen neuen Rufnummernblock nicht freischalten (und dafür, wenn auch
dünne, Ausreden haben) ist eine Sache, eine einzelne und noch dazu
geographische Nummer mutwillig und absichtlich sperren ist schon eine andere
Sache.

Aber auch abgesehen vom Mobilfunk ist so ein Gateway eine tolle Sache.
Ausländische ENUM-Teilnehmer können so ihren österreichischen
Kontaktpartnern eine Wiener Nummer zur Verfügung stellen. Das macht vom
Festnetz auch Sinn.

Hast Du vielleicht Kontakte zu Korea? Die waren ja auch fleißig am
ENUM-trialn. Ich suche schon seit Ewigkeiten nach einer koreanischen Nummer
für uns, konnte aber keinen SIP-Provider mit DID finden. Aber vielleicht
könnten die dortigen ENUMer zumindest ein DTMF-Gateway aufstellen :-)

Franz

David Lindner

unread,
Jun 19, 2005, 7:20:52 AM6/19/05
to
"Franz Huber" <gilt.bis....@fhuber.cjb.net> schrieb am Sonntag, 19.
Juni 2005 um 13:16 +0100:

>Das Sperren einer einzelnen Nummer fürchte ich weniger. Da wären dann
>schon
>viel mehr Nummern gesperrt. Dürften die Mobilfunker eigentlich einfach so
>diese Nummer sperren? Ich weiß schon, die tun vieles was sie nicht
>dürfen,
>aber einen neuen Rufnummernblock nicht freischalten (und dafür, wenn auch
>dünne, Ausreden haben) ist eine Sache, eine einzelne und noch dazu
>geographische Nummer mutwillig und absichtlich sperren ist schon eine
>andere
>Sache.

also ich hab schon gehört, dass einzelne 0800er Nummern gesperrt wurden,
und trotz Brief der RTR wurde die Nummer nicht wieder aktiviert ;-) Und
das hab ich aus erster Quelle.


>
>Aber auch abgesehen vom Mobilfunk ist so ein Gateway eine tolle Sache.
>Ausländische ENUM-Teilnehmer können so ihren österreichischen
>Kontaktpartnern eine Wiener Nummer zur Verfügung stellen. Das macht vom
>Festnetz auch Sinn.

Durchaus. Die Frage ist, wie und ob andere Länder da auch mitspielen
könnten.


>
>Hast Du vielleicht Kontakte zu Korea? Die waren ja auch fleißig am
>ENUM-trialn. Ich suche schon seit Ewigkeiten nach einer koreanischen
>Nummer
>für uns, konnte aber keinen SIP-Provider mit DID finden. Aber vielleicht
>könnten die dortigen ENUMer zumindest ein DTMF-Gateway aufstellen :-)

Naja, die Frage ist, wie viel das genutzt wird ;-))
Oder ist das Eigeninteresse :-)

lg.
d

Franz Huber

unread,
Jun 19, 2005, 7:29:42 AM6/19/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote ...

> Oder ist das Eigeninteresse :-)

Ja.

Franz

Franz Mayhofer

unread,
Jun 20, 2005, 2:35:04 AM6/20/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> schrieb im Newsbeitrag
news:fc.009725010464511700...@reflex.at...

> "Franz Huber" <gilt.bis....@fhuber.cjb.net> schrieb am Sonntag, 19.
> Juni 2005 um 13:16 +0100:

> also ich hab schon gehört, dass einzelne 0800er Nummern gesperrt wurden,


> und trotz Brief der RTR wurde die Nummer nicht wieder aktiviert ;-) Und
> das hab ich aus erster Quelle.

Was war hier der Grund für die Mobilnetzbetreiber eine 0800 Rufnummer zu
sperren? Oder waren das 0900 oder 0930 Rufnummern?

Franz


Guenther Starnberger

unread,
Jun 25, 2005, 4:52:52 AM6/25/05
to
Franz Huber wrote:

> Wenn ich den RTR-Newsletter richtig vertanden habe, bräuchten die eh nur die
> 0780er wie eine normale geographische Nummer und zu den selben Bedingungen
> zur Telekom Austria routen. Ein Standardangebot der TA existiert. Die wollen
> nur nicht.

Interessant wäre wie es in diesem Fall mit dem Vergebührungsbeginn
aussieht. In z.b. <d40rj8$fc8$2...@paperboy.Austria.EU.net> heisst es ja
(im Bezug auf ICF Verträge), dass für "nicht zustandegekommene
Verbindungen keine zusätzlichen Entgelte Verrechnet werden dürfen".
Dazu gabs ja auch die andere Diskussion über Yesss, dass eine blosse
Meldung "dieser Teilnehmer ist nicht erreichbar" nicht verrechnet
werden dürfte, eine Verbindung mit der Mailbox allerdings sehrwohl.

Wie würde das dann mit dem ENUM Gateway gehandhabt werden? Z.b. wenn
ein SIP Provider sich nach 20 Sekunden statt mit einem "486 busy" mit
einem Tonband meldet dass der Teilnehmer nicht erreichbar ist? Die TA
kann in diesem Fall den Call nur vergebühren da sie ja AFAIK keine
Möglichkeit hat festzustellen ob SIP-seitig jemand abgehoben hat oder
sich nur ein Tonband gemeldet hat. Dem Anrufer würden daher Kosten
entstehen.

Ist das in diesem Fall egal da der Vergebührungsbeginn nur in ICF
Verträgen festgelegt ist, oder gibt es auch noch andere Richtlinien
die festlegen ab wann verrechnet werden darf? Wer wäre dafür
verantwortlich das ganze richtig zu signalisieren? Der SIP
Gatewaybetreiber hat ja offenbar keine Möglichkeit zu erkennen ob der
Call zustande gekommen ist wenn sich auf der Gegenseite ein Tonband
meldet. Dem SIP Provider kann es aber andererseits ja auch egal sein da
er selber nichts verrechnet sondern nur einen Internetdienst
bereitstellt.

/gst

Franz Huber

unread,
Jun 25, 2005, 5:21:12 AM6/25/05
to
"Guenther Starnberger" <g...@sysfrog.org> wrote ...

> Wie würde das dann mit dem ENUM Gateway gehandhabt werden? Z.b. wenn
> ein SIP Provider sich nach 20 Sekunden statt mit einem "486 busy" mit
> einem Tonband meldet dass der Teilnehmer nicht erreichbar ist? Die TA
> kann in diesem Fall den Call nur vergebühren da sie ja AFAIK keine
> Möglichkeit hat festzustellen ob SIP-seitig jemand abgehoben hat oder
> sich nur ein Tonband gemeldet hat. Dem Anrufer würden daher Kosten
> entstehen.
>
> Ist das in diesem Fall egal da der Vergebührungsbeginn nur in ICF
> Verträgen festgelegt ist, oder gibt es auch noch andere Richtlinien
> die festlegen ab wann verrechnet werden darf? Wer wäre dafür
> verantwortlich das ganze richtig zu signalisieren? Der SIP
> Gatewaybetreiber hat ja offenbar keine Möglichkeit zu erkennen ob der
> Call zustande gekommen ist wenn sich auf der Gegenseite ein Tonband
> meldet. Dem SIP Provider kann es aber andererseits ja auch egal sein da
> er selber nichts verrechnet sondern nur einen Internetdienst
> bereitstellt.

Wo ist da der Unterschied zu einem Anrufbeantworter an einer PSTN-Leitung,
der sofort abhebt und sagt "niemand da". Oder zu aktiven Faxweichen, die
sofort abheben und einen Pseudoringback einspielen? Oder eben zu den
Mobilboxen?

In all diesen Fällen beginnt der Vorleistungerbringer (hier eben der
Gatewaybetreiber) die Vergebührung, sobald ihm das Zielnetz (in dem Fall der
SIP-Client bzw. der SIP-Proxy) sagt, dass eine Verbindung steht.

Dieses Dilemma wird es in der einen oder anderen Form immer geben. Nicht
zuletzt deshalb bin ich ja für die zwangsweise 1/1 Abrechnung. Da besteht
das Problem zwar immer noch, seine Auswirkungen sind dann aber
vernachlässigbar.

Franz

In a

Daniel AJ Sokolov

unread,
Jun 25, 2005, 12:32:37 PM6/25/05
to
Am 25.06.2005 11:21 schrieb Franz Huber:
> "Guenther Starnberger" <g...@sysfrog.org> wrote ...
>
>> Wie würde das dann mit dem ENUM Gateway gehandhabt werden? Z.b. wenn
>> ein SIP Provider sich nach 20 Sekunden statt mit einem "486 busy" mit
>> einem Tonband meldet dass der Teilnehmer nicht erreichbar ist? Die TA
>> kann in diesem Fall den Call nur vergebühren da sie ja AFAIK keine
>> Möglichkeit hat festzustellen ob SIP-seitig jemand abgehoben hat oder
>> sich nur ein Tonband gemeldet hat. Dem Anrufer würden daher Kosten
>> entstehen.
>>
>> Ist das in diesem Fall egal da der Vergebührungsbeginn nur in ICF
>> Verträgen festgelegt ist, oder gibt es auch noch andere Richtlinien
>> die festlegen ab wann verrechnet werden darf? Wer wäre dafür
>> verantwortlich das ganze richtig zu signalisieren? Der SIP
>> Gatewaybetreiber hat ja offenbar keine Möglichkeit zu erkennen ob der
>> Call zustande gekommen ist wenn sich auf der Gegenseite ein Tonband
>> meldet. Dem SIP Provider kann es aber andererseits ja auch egal sein da
>> er selber nichts verrechnet sondern nur einen Internetdienst
>> bereitstellt.
>
>
> Wo ist da der Unterschied zu einem Anrufbeantworter an einer
> PSTN-Leitung, der sofort abhebt und sagt "niemand da". Oder zu aktiven
> Faxweichen, die sofort abheben und einen Pseudoringback einspielen? Oder
> eben zu den Mobilboxen?

SS7.
http://de.wikipedia.org/wiki/Signalling_System_7

Und SS7 over IP dürfte von den wenigsten SIP-Gegenstellen unterstützt
werden.

MfG
Daniel AJ

--
My e-mail-address is sokolov [at] gmx dot net

Franz Huber

unread,
Jun 25, 2005, 3:17:41 PM6/25/05
to
"Daniel AJ Sokolov" <sok...@gmx.netnetnet> wrote ...

>> Wo ist da der Unterschied zu einem Anrufbeantworter an einer
>> PSTN-Leitung, der sofort abhebt und sagt "niemand da". Oder zu aktiven
>> Faxweichen, die sofort abheben und einen Pseudoringback einspielen? Oder
>> eben zu den Mobilboxen?
>
> SS7.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Signalling_System_7
>
> Und SS7 over IP dürfte von den wenigsten SIP-Gegenstellen unterstützt
> werden.

Das ist mir schon klar. Meine Bemerkung war nicht technisch gemeint, sondern
bezog sich auf die Vergebührungsauswirkungen. Oft gibt es das Problem, dass
die eigentlich gewünschte Verbindung (mit jemandem sprechen) nicht
hergestelt wurde, aber trotzdem eine Vergebührung anfällt.

Franz

David Lindner

unread,
Jun 25, 2005, 3:23:09 PM6/25/05
to
"Franz Huber" <gilt.bis....@fhuber.cjb.net> schrieb am Samstag, 25.
Juni 2005 um 21:17 +0100:

>Das ist mir schon klar. Meine Bemerkung war nicht technisch gemeint,
>sondern
>bezog sich auf die Vergebührungsauswirkungen. Oft gibt es das Problem,
>dass
>die eigentlich gewünschte Verbindung (mit jemandem sprechen) nicht
>hergestelt wurde, aber trotzdem eine Vergebührung anfällt.

Also ein User Busy und eventuell ein Number not Allocated oder gar ein
Temporary Failure sollte ein halbwegs vernünfitger Media-Gateway (erkennen
und) übermitteln können.

Natürlich kann man als Media-Gateway betreiber nix machen, wenn die
Gegenstelle kein Busy schickt, sondern ein "Tonband", weils so cool is....
In dem Fall wird natürlich der Impuls ausgelöst und schwupp, kostet's was.

lg.
d


Otmar Lendl

unread,
Jun 28, 2005, 7:24:32 AM6/28/05
to

http://www.faqs.org/rfcs/rfc3398.html

(bzw. Q.1912.5 in der ITU-welt)

/ol
--
-=- Otmar Lendl -- o...@bofh.priv.at -=-

Rudolf E. Steiner

unread,
Jun 30, 2005, 2:58:40 AM6/30/05
to
Daniel AJ Sokolov <sok...@gmx.netnetnet> schrieb:

>> Wo ist da der Unterschied zu einem Anrufbeantworter an einer
>> PSTN-Leitung, der sofort abhebt und sagt "niemand da". Oder zu aktiven
>> Faxweichen, die sofort abheben und einen Pseudoringback einspielen? Oder
>> eben zu den Mobilboxen?
> SS7.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Signalling_System_7
> Und SS7 over IP dürfte von den wenigsten SIP-Gegenstellen unterstützt
> werden.

Das darf keine Loesung sein:

Das Ziel einer Nummer unter zB '0780' kann jede Gegenstelle, auch die
eines Privaten sein. Wenn der Benutzer nun signalisiert, dass es sich
um eine "nicht verrechenbare Ansage" handelt, wie soll dann der
Gatewaybetreiber verhindern, dass diese Signalisierung nicht einfach
immer uebermittelt wird und der Teilnehmer damit immer kostenlos (auch
ueber das PSTN) erreichbar ist?

Viel mehr ist die Gegenstelle des Gateways als Telefonanlage zu
betrachten, die abhebt und etwas von sich gibt. Genau so wie auch in
der PSTN-Welt, da kostet das dann eiben einfach Geld fuer den Anrufer.
Hier besteht kein Unterschied zu alten Vorgehensweisen.

--
Rudolf E. Steiner
re...@communicate.at

Franz Huber

unread,
Jul 2, 2005, 9:28:08 AM7/2/05
to
"David Lindner" <da...@reflex.at> wrote ...

> Damit hier mal vorläufig jede 0780er aus den Mobilnetzen erreichbar ist,


> gibt's die Erreichbarkeits-Vorwahl 01234. ;-)

Hier 2 Erfahrungsberichte:

T-Mobile: Geht wunderbar, sowohl mit Wahl ein einem Zug, als auch mit Melden
des Voice Prompts und eingabe einer ENUM-Nummer

tele.ring: Wahl in einem Zug geht interessanterweise nicht. Es kommt eine
Ansage von tele.ring, dass es diese Nummer nicht gibt. Wahl von 01/2340780
alleine gaht aber, dann kann man die Nummer per DTMF eingeben.

Franz

Message has been deleted

David Lindner

unread,
Jul 3, 2005, 2:43:22 AM7/3/05
to
walter...@despammed.com schrieb am Samstag, 02. Juli 2005 um 22:46
+0100:
> nummer zu lange (stichwort die maximal 12 stellen und KEM-V)

naja, so eng wird das hier in AT nicht gesehen, es müssen 16 stellen
_mindestens_ übertragen werden, mehr stellen werden normalerweise auch
geschickt (da zählt auch das 43 bzw. 0043 dazu).

diverse alternativen anbieter übertragen teilw. 25 stellen und mehr, auch
andere carrier und mobilfunker stellen mehrstellige rufnummern zu.

ich tippe eher auf einen rufnummern spezialfilter. ;-)
>
> An einer langen (7-stelligen) wiener tel-nummer, wenn ich
>mich jetzt nicht verzaehlt habe, sind maximal 4 stellen als durchwahl
>zulaessig. Deswegen gibts im wiener ortsnetz auch die option zu
>kurzen telefonnummern, 5-stellige, die dann maximal 6 stellige
>durchwahlen zulassen. (z.b. fuer groessere firmen/institutionen)

Beispiel ENUM 0780erNummern: Hier gibt es den Vorschlag, nicht mehr als 3
Stellen als durchwahl zu haben. Das wäre dann zB (00)43780XXXXXX-XXX und
das sind dann eben 16 stellen.
>
> Diese kurzen 5 stelligen wiener ortsnummern sind
>allerdings (zumindest von der telekom) an bestimmte vergabekriterien
>gebunden.

Verkürzung um 1 Stelle bei 15 Sprächkanälen (ein halber Multi-Anschluss),
Verkürzung um 2 Stellen bei 30 Sprachkanälen (ein Multianschluss). Steht
übrigens auch in der KEM-V.
Früher konnte man durch Einwerfen von Münzen (besser ein ganzer Sack
Münzen) kürzere Nummern bei der TA kaufen. Ob das heute noch immer geht
glaube ich nicht.

lg.
d.

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