Im April möchte man in den Ballungszentren also mit DVB-T2 Streams
beginnen? Warum hüllt sich dazu die ORS in tiefes Schweigen? Man kann
immer noch keine konkreten Daten finden. Das heisst, man findet schon
Anspielungen, aber die sind eher ernüchternd.
.) DVB-T2 ist nicht rückwärtskompatibel mit DVB-T
Man hat einen großen Haushalt mühsam mit neuen Geräten um viel Geld
ausgestattet, um endlich wieder einigermaßen fernsehen zu können. Das
kann man jetzt in die Tonne treten und von vorne anfangen. Ein DVB-T
Reciever empfängt kein DVB-T2.
.) TVs mit DVB-T2 nachrüsten
Geht das überhaupt? Simpel - nur wenn der Hersteller früh daran gedacht
hat. Also in den meisten Fällen nicht.
.) DVB-T parallel zu DVB-T2
Dazu findet man keine Auskünfte. Lediglich die Fußnote, dass 2006 die
Lizenzen für DVB-T auslaufen. Was dann? DVB-T2 Zwang oder ein Fortführen
von DVB-T parallel zum neuen Standard? Keine Auskünfte.
.) DVB-T2 kostet 10 Euro im Monat
So viel will der ORF für einen Digitalfunk pro Monat haben, um den
niemand gebeten hat. Also kann man davon ausgehen, dass das Signal
verschlüsselt sein wird und man eine ORF Karte oder ähnliches benötigt.
Am besten eine der Karten, die man nochmal für viel Kohle alle 5 Jahre
austauschen muss, weil sie dann ungültig werden, so wie das bei den SAT
Karten der Fall ist? Der ORF schweigt.
.) DVB-T2 ist teurer, weil aufwendiger
Mit dem Argument kommt uns der ORS. Lustigerweise steht dazu in der
Wikipedia:
"kostengünstigere Verbreitung durch effizientere Frequenznutzung"
(
http://de.wikipedia.org/wiki/DVB-T2)
Also wenn das Verfahren kostengünstiger ist und es uns der ORS als
teurer verkauft, dann gehe ich davon aus, dass der Faktor der
"Ineffizienz" beim ORS liegt...
.) Bessere Qualität bei DVB-T2 bei gleicher Bandbreite und mehr Programmen
So schön erzählt man es auf Wiki.
"Bei gleichem Bandbreitenbedarf können mehr Programme mit gleichzeitig
besserer Qualität gesendet werden. Auch die Übertragung des
hochaufgelösten Fernsehens HDTV ist möglich." (Wiki)
Für mich ergibt das nur Sinn, wenn ein effizienterer Codec verwendet
wird. Das wird aber nicht im geringsten im Standard definiert!
.) Einsatz neuer Bildkompressionsverfahren
"Die Nutzung von aktuellen Videokompressionsverfahren, wie z.B. MPEG-4
AVC (H.264) oder High Efficiency Video Coding (H.265), ist sinnvoll, da
sowieso neue Hardware eingesetzt werden muss. Allerdings ist das
Videokompressionsverfahren kein Teil des DVB-T2-Standards, da der
DVB-T2-Standard nur die physische Schicht der Übertragung definiert." (Wiki)
Also wenn der Codec NICHT Bestandteil des Standards ist, kann das
bedeuten, dass ein DVB-T2 Reciever aus einem anderem Land nicht
funktioniert, weil er den lokalen Codec nicht verwendet? Nett.
Ich will mein analoges TV zurück, wo jeder Videorekorder einfach
programmiert werden konnte, verschiedene Sender hintereinander
aufzunehmen, ohne IT-Experte sein zu müssen. Die Bildstörungen, die
DVB-T bis heute mitliefert, weil 3 Regentropfen fallen, gab es damals nicht!
Wer die Liste mit mehr Infos ausweiten möchte, nur zu!