* On 2012-04-02, Franz Maurer wrote:
> Ich dachte immer das man unter ext3 keine langwierigen
> Dateisystem-Checks beim Booten eines Linux-Systems mehr abwarten muß.
> Hab ich da etwas falsch verstanden oder wie kann ich derartive Checks
> unterbinden? Vor dem letzten Bootvorgang hatte es keinerlei Abstürze
> gegeben und das Dateisystem ist auch in einem guten Zustand.
ext3 hat ein journal, das sollte dazu fuehren, dass das Dateisystem
bei einem Absturz nicht inkonsistent wird. Bedingung dafuer ist
allerdings, dass Deine Hardware nicht Schreibvorgaenge kommentarlos
umordnet und/oder cacht.
Das _kann_ einen check beim Neustart nach einem Absturz
ueberfluessig machen, zumindest reduziert es die Wahrscheinlichkeit
von Fehlern.
Allerdings wird ein fsck nie schaden - schon alleine weil Hardware
und Software selten komplett fehlerfrei sind. Deswegen werden
Dateisystem auch regelmaessig geprueft - IIRC normalerweise nach 32
mounts oder alle 6 Monate (bzw. beim naechsten Bootvorgang der mehr
als 6 Monate nach dem letzten check stattfindet).
Fuer ext2/3/4 kannst Du diese Information mit tune2fs einsehen:
# tune2fs -l /dev/foo
[...]
Mount count: 1
Maximum mount count: 31
Last checked: Wed Mar 7 08:51:59 2012
Check interval: 15552000 (6 months)
Next check after: Mon Sep 3 09:51:59 2012
Und mit den entsprechenden Parametern fuer tune2fs (-c bzw. -i)
kannst Du es auch abschalten, wenn Du der Meinung bist, dass die
Daten auf dem jeweiligen Filesystem das nicht Not haben.
Adalbert