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pico, Zeilenumbruch, Text markieren

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Stefan Lintner

unread,
May 21, 2002, 10:44:20 AM5/21/02
to
Hi,

verwende als Newsreader slrn und als Editor pico 4.0 (SuSE Linux 7.3).

Jetzt stört mich aber, dass pico mit Zeilenumbrüchen nicht ganz klar
kommt: schreibe ich z.B. ein posting und strukturiere den Text
nachträglich um, wird nicht - wie in einer Textverarbeitung a la
StarOffice oder MS-Word (BTW: kann keine französischen Accents tippen) -
der nachfolgende Text entsprechend (hinauf)verschoben, sondern es
entstehen Lücken, die ich manuell ausbessern muß; pico schaut nur auf die
max. 80 Zeichen pro Zeile. Muss ich jedesmal ein ^J (Justify) ausführen?

Weiters hätte ich gerne gewusst, wie ich Text in pico (keine Maus,
ansonsten wärs ja einfach) per Tastatur markieren kann.

Kennt Ihr gute Seiten über Konfiguration und Anwendung von pico?

Danke,
Stefan


--
Stefan Lintner
Vienna, Austria, Europe

Lukas Ertl

unread,
May 21, 2002, 10:51:20 AM5/21/02
to
Stefan Lintner <stefan....@wu-wien.ac.at> wrote:
>
> Kennt Ihr gute Seiten über Konfiguration und Anwendung von pico?

Ja: <http://www.vim.org>.

lg,
le

--
+-- Lukas Ertl -- Unix-Sysadmin -- http://mailbox.univie.ac.at/~le/ --+
| System halted -- Press any key to do nothing. |
+-- Vienna University Computer Center -- Phone: ++43 (1) 4277-14073 --+

Gerfried Fuchs

unread,
May 21, 2002, 11:34:38 AM5/21/02
to
* Stefan Lintner <stefan....@wu-wien.ac.at> [2002-05-21 16:44]:

> verwende als Newsreader slrn und als Editor pico 4.0 (SuSE Linux 7.3).

Selbst schuld (bezüglich zweiterem).

> Jetzt stört mich aber, dass pico ... nicht - wie in einer


> Textverarbeitung a la StarOffice oder MS-Word

pico *ist* aber keine Textverarbeitung ala StarOffice oder MS-Word.
pico war nie dazu gedacht, komplexere Texte zu tippen geschweigedenn sie
ordentlich nachträglich zu formatieren. Dazu ist pico schlicht und
ergreifend die falsche Wahl.

> Kennt Ihr gute Seiten über Konfiguration und Anwendung von pico?

Schmeiss ihn weg, Lizenz ist sowieso blöd, drum ist nano entstanden,
der - obwohl er nicht viel grösser kann - doch etwas mehr kann. Und
abgesehen davon solltest Du Dich mit einen brauchbaren Texteditor
beschäftigen. Die anfängliche Einlernphase erspart Dir in Folge immens
viel Zeit.

Welchen Du Dir suchst, bleibt Dir überlassen, ich will keinen
vorschlagen, da sowas Geschmackssache ist. Eines ist jedoch klar: pico
(und auch nano) fallt nicht in diese Gruppe.

So long!
Alfie
--
If I lived in a country that still adhered to non-standard and non-metric
units of measurement and that promoted MM-DD-YYYY as an acceptable date
format, I wouldn't throw stones. ;)
-- Charl P. Botha to an .us citicen complaining that 22.3. is not unambiguous

Stefan Lintner

unread,
May 21, 2002, 12:52:12 PM5/21/02
to
In article <2002-05-2...@alfie.ist.org>, Gerfried Fuchs wrote:
>> verwende als Newsreader slrn und als Editor pico 4.0 (SuSE Linux 7.3).
>
> Selbst schuld (bezüglich zweiterem).
>

OK, jetzt müsst Ihr mir aber schon ein paar Vorschläge machen ;-) XEmacs
verwende ich zum Perl/CGI/HTML programmieren, den will ich nicht für so
"kleine" Sachen zwischendurch verwenden. Vi... naja... meine Begeisterung
hält sich in Grenzen. Also: Eure Vorschläge!

Andreas Krennmair

unread,
May 21, 2002, 1:03:12 PM5/21/02
to
* Stefan Lintner <stefan....@wu-wien.ac.at> [at.linux]:

> OK, jetzt müsst Ihr mir aber schon ein paar Vorschläge machen ;-) XEmacs
> verwende ich zum Perl/CGI/HTML programmieren, den will ich nicht für so
> "kleine" Sachen zwischendurch verwenden. Vi... naja... meine Begeisterung
> hält sich in Grenzen. Also: Eure Vorschläge!

vim. Ordentlich konfiguriert ist der ziemlich gut (set nocompatible).
Mit Syntax Highlighting, Auto Indent, etc. aktiviert kann man
(jedenfalls ich) sogar auf alle emacs[0]-Derivate verzichten.

mfg, ak
[0]: aus Eight Megabytes And Constantly Swapping wurde ja Eighty
Megabytes And Constantly Swapping.

Sebastian C. B. Sauer

unread,
May 21, 2002, 1:55:31 PM5/21/02
to
Stefan Lintner wrote:

> OK, jetzt müsst Ihr mir aber schon ein paar Vorschläge machen ;-) XEmacs
> verwende ich zum Perl/CGI/HTML programmieren, den will ich nicht für so
> "kleine" Sachen zwischendurch verwenden.

"dont belief the vile propaganda" .-)

jmacs (ist teil von joe) bzw. jed (s-lang support) sind x/emacs-like und
leightweight

http://sourceforge.net/projects/joe-editor
e.g. "jmacs -asis -nonotice +8 -wordwrap -rmargin 74 -force"


http://space.mit.edu/~davis/jed/
http://www.astro.utoronto.ca/~reid/mutt/


hth,
seb.
--
:: scb's terra_digitalis http://swoosh.enemy.org/
:: fingerprint B8A5 31FE 0159 BF8A 1F17 8B81 848F F350 D1CB 5706

Stefan Heinecke

unread,
May 21, 2002, 2:02:59 PM5/21/02
to
Stefan Lintner <stefan....@wu-wien.ac.at> wrote:
> "kleine" Sachen zwischendurch verwenden. Vi... naja... meine Begeisterung
> hält sich in Grenzen. Also: Eure Vorschläge!

uemacs sprich: mircoemacs, nett freundlich klein und handlich, und
nicht :wq -- davon ab vi möchte man einfach können.

Helmut Wollmersdorfer

unread,
May 21, 2002, 2:12:44 PM5/21/02
to
Gerfried Fuchs wrote:

> Schmeiss ihn weg, Lizenz ist sowieso blöd, drum ist nano entstanden,
> der - obwohl er nicht viel grösser kann - doch etwas mehr kann.

Na gut, scheint etwas mehr zu können als ae.

> Und
> abgesehen davon solltest Du Dich mit einen brauchbaren Texteditor
> beschäftigen.

Brauchbar wofür? Es gibt durchaus Bedarf, mit einem kleinen Editor ein
paar confs auf einem 486er zu ändern. Direkt über die Konsole oder über
ssh. Dafür braucht es neben dem Minimum nicht viel: copy, paste, find,
replace.

> Die anfängliche Einlernphase erspart Dir in Folge immens
> viel Zeit.

Zu einem guten Editor gehört IMHO auch, daß er praktisch keine
Einlernphase benötigt. Siehe EditPro unter Win oder kedit unter KDE im
Gegensatz zu (X)Emacs oder vi(m). Ich werd wohl nie verstehen, daß nur
gut sein kann, was schwer erlernbar ist. Die immense Zeitersparnis kann
ich nach 25 Jahren und wohl einigen hundertausend editierten Zeilen auch
nicht nachvollziehen. Ja, manchmal braucht man etwas mehr als
find/replace, kommt aber selten vor, daß dafür der Lernaufwand lohnt.

Helmut Wollmersdorfer
--
http://www.wollmersdorfer.at
Name them and shame them http://www.bigbrotherawards.at/
http://www.vibe.at subscribe http://www.vibe.at/kontakt.html#internetz
http://quintessenz.at subscribe http://www.quintessenz.at/q/depesche

August Hörandl

unread,
May 21, 2002, 3:31:16 PM5/21/02
to
stefan....@wu-wien.ac.at (Stefan Lintner) writes:

> OK, jetzt müsst Ihr mir aber schon ein paar Vorschläge machen ;-) XEmacs
> verwende ich zum Perl/CGI/HTML programmieren, den will ich nicht für so
> "kleine" Sachen zwischendurch verwenden. Vi... naja... meine Begeisterung
> hält sich in Grenzen. Also: Eure Vorschläge!

wieso nicht: M-x gnus ist einer der besten news reader
bunt, mit score file, auto-fill mode, macht sogar echte bildchen
aus den ;-)

Gustl

--
August Hörandl august....@gmx.at
Windows 95: n. 32-bit extensions and a graphical shell for a 16-bit
patch to an 8-bit operating system originally coded for a 4-bit
microprocessor, written by a 2-bit company that can't stand for
1 bit of competition.

Alexander Griesser

unread,
May 21, 2002, 7:48:17 PM5/21/02
to
* Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> [at.linux]:

> Brauchbar wofür? Es gibt durchaus Bedarf, mit einem kleinen Editor ein
> paar confs auf einem 486er zu ändern.

ACK.

> Direkt über die Konsole oder über ssh. Dafür braucht es neben dem
> Minimum nicht viel: copy, paste, find, replace.

Und vor allem Syntax Highlighting.
Alleine die visuelle Trennung von Kommentar- und Codezeilen steigert die
Lesbarkeit enorm und somit auch die Geschwindigkeit - Abgesehen von den
anderen Vorteilen.

Multifile-Editing, zeilenorientierte Operationen, Reguläre Ausdrücke
(und ja, die brauch ich _SEHR_ oft beim Editieren), etc. etc.
Features wie "showmatch", "showbreak", Konvertierung der Zeilenendungen,
Automatische Operationen abhängig vom zu editierenden Dateityp, \dots
helfen ebenfalls sehr bei der Arbeit, vorallem wenn es schon spät ist
und man keine Lust mehr hat, schließende Klammern zu zählen steht dein
Freund und Editor dir dabei zur Seite und zählt für dich.

> > Die anfängliche Einlernphase erspart Dir in Folge immens
> > viel Zeit.
>
> Zu einem guten Editor gehört IMHO auch, daß er praktisch keine
> Einlernphase benötigt.

Dafür gibts im vim den Frauen^H^H^H^insertmodus.

> Ich werd wohl nie verstehen, daß nur gut sein kann, was schwer
> erlernbar ist.

Das hat keiner gesagt. Doch bevor ich mich mit kedit rumschlag um dann
über SSH erst wieder einen anderen Editor zu verwenden... Abgesehen
davon, dass kEdit nur ein besseres Notepad ist ;) kWrite kommt da schon
eher in die Richtung, aber naja, peanuts.

> Die immense Zeitersparnis kann ich nach 25 Jahren und wohl einigen
> hundertausend editierten Zeilen auch nicht nachvollziehen.

Das muss jeder für sich selbst feststellen, vim verschafft mir
zweifelsohne Freizeit, die ich mir dann wieder für sinnvolle Dinge
verwenden kann - z.B. um hier (mit vim) zu posten ;)

mfg, alexx
--
| .-. | CCNA Alexander Griesser <tu...@tuxx-home.at> | .''`. |
| /v\ \ http://www.tuxx-home.at -=- Linux 2.4.17-xfs / : :' : |
| /( )\ | Jabber: tu...@jabber.at / PGP: 581C5A4F | `. `' |
| ^^ ^^ `-------------------------------------------------' `- |

Alex Luschan

unread,
May 21, 2002, 8:04:09 PM5/21/02
to
Alexander Griesser wrote:
> Das hat keiner gesagt. Doch bevor ich mich mit kedit rumschlag um dann
> über SSH erst wieder einen anderen Editor zu verwenden... Abgesehen
> davon, dass kEdit nur ein besseres Notepad ist ;) kWrite kommt da schon
> eher in die Richtung, aber naja, peanuts.

Wenn schon mit graphischer Oberfläche, dann nedit... aber wie gesagt:
Geschmackssache



>> Die immense Zeitersparnis kann ich nach 25 Jahren und wohl einigen
>> hundertausend editierten Zeilen auch nicht nachvollziehen.

Ich hab mir auch schon mal die exim-Doc angeschaut (16.000 Zeilen -> da
hast gleich ein paar hunderttausend bei'nander, obwohl ich's nicht
geschrieben hab)

Alex

Thomas Themel

unread,
May 22, 2002, 2:15:43 AM5/22/02
to
Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> wrote:
> Gegensatz zu (X)Emacs oder vi(m). Ich werd wohl nie verstehen , daß

> nur gut sein kann, was schwer erlernbar ist. Die immense Zeitersparnis
> kann ich nach 25 Jahren und wohl einigen hundertausend editierten
> Zeilen auch nicht nachvollziehen. Ja, manchmal braucht man etwas mehr
> als find/replace, kommt aber selten vor, daß dafür der Lernaufwand
> lohnt.

Ein paar Standardanwendungen, wo mir vim jeden Tag Zeit spart:

* Followup auf Mails/Postings mit kaputter Zeilenlänge - gqap, und
alles hat nette 72 Zeichen Zeilenlänge und ist weiterhin korrekt
gequotet.

* Ich schreibe von Hand HTTP-Requests, um Anwendungen zu testen.
Wenn ich fertig bin, dann muss ich noch enen Content-Length:-Header
setzen. Das ist mit Klickibunti-Editoren eine Qual - unter vim
pipe ich das File per ,cl an ein Perl-Script, fertig.

* Ich kriege Logfiles zugemailt, die blöderweise wegen Copy/Paste
zu 80 Zeichen/Zeile umgebrochen werden. Nutzlos für die Analyse
mit grep oder ähnlichen Tools. Weil die Zeilen guterweise mit
Timestamp anfangen, gibt's einfach g!/\a\{3} \d\{2} \d\{2}:/-1j.

Die Zeitersparnis gegenüber "notepad" bzw kedit ist enorm. Ich muss
allerdings gestehen, dass ich von den "fortgeschrittenen" Win-Editoren
nur UltraEdit kenne, und der begeistert mich gar nicht.

ciao,
--
[*Thomas Themel*] The existence of the leader who is wise is barely
[extended contact] known to those he leads. He acts without unnecessary
[info provided in] speech, so that the peole say "It happened of its
[*message header*] accord" - from the Tao te Ching

Gerfried Fuchs

unread,
May 22, 2002, 5:21:24 AM5/22/02
to
* Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> [2002-05-21 20:12]:

> Gerfried Fuchs wrote:
>> Und abgesehen davon solltest Du Dich mit einen brauchbaren Texteditor
>> beschäftigen.
>
> Brauchbar wofür? Es gibt durchaus Bedarf, mit einem kleinen Editor ein
> paar confs auf einem 486er zu ändern. Direkt über die Konsole oder über
> ssh. Dafür braucht es neben dem Minimum nicht viel: copy, paste, find,
> replace.

Geade in confs mag ich vim's Blockmode nicht missen -- so schnell waren
große Blöcke noch nie mit Kommentarzeichen versehen/rausgenommen.

>> Die anfängliche Einlernphase erspart Dir in Folge immens
>> viel Zeit.
>
> Zu einem guten Editor gehört IMHO auch, daß er praktisch keine
> Einlernphase benötigt. Siehe EditPro unter Win oder kedit unter KDE im
> Gegensatz zu (X)Emacs oder vi(m).

Deswegen gibts evim. gtk-gui, toolbar, insermode per default.

> Ich werd wohl nie verstehen, daß nur gut sein kann, was schwer
> erlernbar ist.

Ich bin nicht der Meinung, dass vim schwer erlernbar ist. Für mich war
es das nicht. Wenn man sich mal vertippt und was das Ergebnis
interessant aussieht, dann wirft man (neugierig, wie man als Geek nun
mal ist) einen Blick in die Onlinehilfe und schaut nach, ob das
vielleicht ein Befehl ist, den man doch auch noch verwenden könnte.
Anfangen kann man mit evim flott. Die Frage ist halt nur, ob man es
weiter verwenden will oder nicht.

EditPro hab ich mir unter Windows letzens angesehen, nur die Hilfe ist
enorm unstrukturiert und bis man in den ganzen Menüs alles findet, was
man eventuell umstellen will/sollte, wird man alt und grau dabei. Ich
verstehs nicht, wie Du den wiederum als Beispiel für "keine
Einlernphase" in Bezug auf advanced editing bezeichnen kannst. Und
kedit bietet doch auch keine advanced Möglichkeiten, oder seh ich das
falsch?

> Die immense Zeitersparnis kann ich nach 25 Jahren und wohl einigen
> hundertausend editierten Zeilen auch nicht nachvollziehen.

Menschen sind verschieden. Das grösste Problem, das viele haben ist es,
sich nicht in andere hineindenken zu können/wollen. Es will Dich niemand
dazu zwingen, was anderes zu verwenden -- aber sprich bitte nicht
anderen das selbe Recht ab, das Du für Dich beanspruchst. Und vor
allem, lass dritte ihre eigenen Erfahrungen machen, denn sonst siehts
hier bald so aus wie teilweise in den ***, wo die Leute verdummen, weil
sie nur noch bevormundet werden.

> Ja, manchmal braucht man etwas mehr als find/replace, kommt aber
> selten vor, daß dafür der Lernaufwand lohnt.

Auch beim evim nicht. Editieren --> Suchen und Ersetzen liefert eine
nette Dialogbox. Da brauchts nicht viel Lernaufwand. Und der Button im
Toolbar (der imho ein besseres Image vertragen könnte ,) hat auch einen
tooltip, damit man sich damit zumindest helfen kann, wenn man das Bild
nicht direkt erkennt.

So long!
Alfie
--
<LnxBil> Alfie: Also gehen tut das Ding, die Fehler sehe ich doch beim starten?
-- LnxBil über die Bedeutung von "use strict;"

Heinz Ekker

unread,
May 22, 2002, 5:40:00 AM5/22/02
to
Gerfried Fuchs <use...@pinguin.pte.at> wrote:
> Geade in confs mag ich vim's Blockmode nicht missen -- so schnell waren
> große Blöcke noch nie mit Kommentarzeichen versehen/rausgenommen.

Hmmm...

:s/^/# / [num-lines]
bzw.
:s/^# // [num-lines]

aber: TIMTOWTDI

lg,he

Slaven Banovic

unread,
May 22, 2002, 6:22:03 AM5/22/02
to
Heinz Ekker <hekker...@hoppa.la> wrote:
>Gerfried Fuchs <use...@pinguin.pte.at> wrote:
>> Geade in confs mag ich vim's Blockmode nicht missen -- so schnell waren
>> große Blöcke noch nie mit Kommentarzeichen versehen/rausgenommen.
>
>:s/^/# / [num-lines]
>bzw.
>:s/^# // [num-lines]

Mit dem visuellen Abzaehlen der Zeilen verlierst du wieder wertvolle
Zeit.

Was fein waer, wear ein script (auf einem keybinding), dass die
Zeilennummern ab der Cursorzeile abwaerts anzeigt, damit waer die
Version von Heinz wieder schneller.

Hat schon wer sowas geschrieben?
Alfie? ;o)

grs
slaven

Gerfried Fuchs

unread,
May 22, 2002, 9:08:10 AM5/22/02
to
* Slaven Banovic <slay...@xover.htu.tuwien.ac.at> [2002-05-22 12:22]:

> Heinz Ekker <hekker...@hoppa.la> wrote:
>>Gerfried Fuchs <use...@pinguin.pte.at> wrote:
>>> Geade in confs mag ich vim's Blockmode nicht missen -- so schnell waren
>>> große Blöcke noch nie mit Kommentarzeichen versehen/rausgenommen.
>>
>>:s/^/# / [num-lines]
>>bzw.
>>:s/^# // [num-lines]

Schon richtig, bei shell, perl und wohl auch c++ kommt Du damit
zurecht, harig wirds dann bei ansi-c wo Du verschiedene start und auch
end-Kommentarzeichen benötigst. Abgesehen davon will man es vielleicht
nicht immer an 1. Stelle bzw. einrücken/ausrücken und ähnliches. Mit
dem Blockmode lasst sich beliebig viel tun.

> Mit dem visuellen Abzaehlen der Zeilen verlierst du wieder wertvolle
> Zeit.

ack.

> Was fein waer, wear ein script (auf einem keybinding), dass die
> Zeilennummern ab der Cursorzeile abwaerts anzeigt, damit waer die
> Version von Heinz wieder schneller.

vim zeigt im visual mode diese immer an. Wie willst Du Dir die Anzahl
anzeigen lassen, ohne dass Du ans Ende des gewünschten Blocks gehst?
Insofern bist Du da immer noch mit dem visual Blockmode schneller.

^V[move-to-end]I# ^[

[move-to-end] musst Du sowieso machen, das ^[ setzt Du bei Heinz'
Vorschlag ins ^M am Ende der Zeile um, und ^VI# ist sowieso flotter als
:s/^/# / -- q.e.d.

> Hat schon wer sowas geschrieben?
> Alfie? ;o)

Wozu schreiben, wenn die Blockgröße sowieso immer in der Statuszeile
mit angezeigt wird?

So long!
Alfie
--
"The reason why worry kills more people than work is that more people worry
than work."
-- unknown

Alexander Griesser

unread,
May 22, 2002, 9:12:13 AM5/22/02
to
* Slaven Banovic <slay...@xover.htu.tuwien.ac.at> [at.linux]:

> Mit dem visuellen Abzaehlen der Zeilen verlierst du wieder wertvolle
> Zeit.
>
> Was fein waer, wear ein script (auf einem keybinding), dass die
> Zeilennummern ab der Cursorzeile abwaerts anzeigt

Wieso nicht ':set number' und absolute Bereichsangabe (Start,Ende)?

Slaven Banovic

unread,
May 22, 2002, 9:44:48 AM5/22/02
to
Gerfried Fuchs <use...@pinguin.pte.at> wrote:
>* Slaven Banovic <slay...@xover.htu.tuwien.ac.at> [2002-05-22 12:22]:
>
>> Was fein waer, wear ein script (auf einem keybinding), dass die
>> Zeilennummern ab der Cursorzeile abwaerts anzeigt, damit waer die
>> Version von Heinz wieder schneller.
>
> vim zeigt im visual mode diese immer an. Wie willst Du Dir die Anzahl
>anzeigen lassen, ohne dass Du ans Ende des gewünschten Blocks gehst?
>Insofern bist Du da immer noch mit dem visual Blockmode schneller.

Was ich meine ist eine relative Zeilennummerierung am Anfang oder Ende
einer Zeile um eben ohne eine Blockmarkierung auskommen zu koennen.

>
> ^V[move-to-end]I# ^[
>
> [move-to-end] musst Du sowieso machen, das ^[ setzt Du bei Heinz'
>Vorschlag ins ^M am Ende der Zeile um, und ^VI# ist sowieso flotter als
>:s/^/# / -- q.e.d.
>
>> Hat schon wer sowas geschrieben?
>> Alfie? ;o)
>
> Wozu schreiben, wenn die Blockgröße sowieso immer in der Statuszeile
>mit angezeigt wird?

Ja, ich wuerd aber gern die Anzahl der Zeilen 1
ab Cursorposition bis zum Ende des Fensters 2
angezeigt haben um mir das Markieren sparen zu 3
koennen. 4
5
grs 6
slaven 7

Slaven Banovic

unread,
May 22, 2002, 9:46:34 AM5/22/02
to
Alexander Griesser <tu...@tuxx-home.at> wrote:
>* Slaven Banovic <slay...@xover.htu.tuwien.ac.at> [at.linux]:
>> Mit dem visuellen Abzaehlen der Zeilen verlierst du wieder wertvolle
>> Zeit.
>>
>> Was fein waer, wear ein script (auf einem keybinding), dass die
>> Zeilennummern ab der Cursorzeile abwaerts anzeigt
>
>Wieso nicht ':set number' und absolute Bereichsangabe (Start,Ende)?

Das ganze relativ, dann haett mas ;)

grs
slaven

Heinz Ekker

unread,
May 22, 2002, 1:08:12 PM5/22/02
to
Slaven Banovic <slay...@xover.htu.tuwien.ac.at> wrote:
> Alexander Griesser <tu...@tuxx-home.at> wrote:
>>* Slaven Banovic <slay...@xover.htu.tuwien.ac.at> [at.linux]:
>>> Was fein waer, wear ein script (auf einem keybinding), dass die
>>> Zeilennummern ab der Cursorzeile abwaerts anzeigt
>>
>>Wieso nicht ':set number' und absolute Bereichsangabe (Start,Ende)?

> Das ganze relativ, dann haett mas ;)

Relativ braucht man nicht unbedingt, dazu gibt's dann ja diese Notation
(wenn man am Start des Blocks steht):

:,[line-number] s/...

Kann mit diesem Block-Mode-Dings (neumodisches Zeuch ;)) auch so einfach
Aktion auf neue Bereiche wiederholen wie:

:s 42
oder
:,4711 s

Hm, vielleicht sollte wirklich mal meinen Horizont[0] diesbezueglich
erweiteren.

> grs
> slaven

lg,he

[0] oder doch lieber das Bewusstsein?

Christoph Weber

unread,
May 22, 2002, 12:21:01 PM5/22/02
to
Thomas Themel <thomas...@cpointc.com> wrote:

> Ein paar Standardanwendungen, wo mir vim jeden Tag Zeit spart:
>
> * Followup auf Mails/Postings mit kaputter Zeilenlänge - gqap, und
> alles hat nette 72 Zeichen Zeilenlänge und ist weiterhin korrekt
> gequotet.

Danke. Prima Tip. Wieder was gelernt. Leider stimmt deine
Zeilenlänge soweit ja...


> * Ich schreibe von Hand HTTP-Requests, um Anwendungen zu testen.

Du auch?

> Wenn ich fertig bin, dann muss ich noch enen Content-Length:-Header
> setzen. Das ist mit Klickibunti-Editoren eine Qual - unter vim
> pipe ich das File per ,cl an ein Perl-Script, fertig.

Perl-Script? Ich habe ein kleines Script (bash), welches
den kompletten Header generiert. Es enthält folgende Zeile:

echo Content-Length: $(/bin/cat $TEMPFILE | wc --bytes -)

(Ja ja, useless use of cat. Aber es ist mit Absicht so.
Welche Absicht es war, weiß ich jedoch nicht mehr.)

Allerdings generiert das Script den Header nicht zum Spaß.
Es dient als einfacher Webserver für Admin-Zwecke.

Christoph

--
Show me your bookmarks and I'll tell you who you are!

Thomas Themel

unread,
May 22, 2002, 4:57:26 PM5/22/02
to
Christoph Weber <ich-...@gmx.net> wrote:
> Perl-Script? Ich habe ein kleines Script (bash), welches
> den kompletten Header generiert. Es enthält folgende Zeile:
> echo Content-Length: $(/bin/cat $TEMPFILE | wc --bytes -)

Das Problem ist, dass ich auch den Header im File stehen habe.
Das dann noch in der Shell zu machen, war mir zu viel Aufwand (Ich weiß,
Wasser predigen...).

Motiviert von meinem heutigen Artikel habe ich allerdings noch etwas
Besseres dazugebastelt:

au BufWrite *.http %!cl.pl

in meiner .vimrc, und ich brauche mich auch nicht mehr zu sorgen, dass
ich die Content-Length jemals vergesse. Wenn vim nicht frei wäre, würd'
ich ihn kaufen :)

ciao,
--
Thomas Themel | Just because very few people can fly a Space Shuttle
Hauptplatz 8/4 | doesn't mean we shouldn't have spacecraft. Some of us
A-9500 Villach | are big boys, and we can handle C++ just fine, thank
+43 676 846623-13 | you. - Scott Robert Ladd, on Java and C++

Slaven Banovic

unread,
May 22, 2002, 6:45:40 PM5/22/02
to
Heinz Ekker <hekker...@hoppa.la> wrote:
>Relativ braucht man nicht unbedingt, dazu gibt's dann ja diese Notation
>(wenn man am Start des Blocks steht):
>
>:,[line-number] s/...

Oha. Ja, das passt, danke.

>Kann mit diesem Block-Mode-Dings (neumodisches Zeuch ;)) auch so einfach
>Aktion auf neue Bereiche wiederholen wie:
>
>:s 42
>oder
>:,4711 s

Schaut nicht so aus. Die Kommandos, die auf einen Block angewandt werden,
erscheinen nicht mehr in der History.

>Hm, vielleicht sollte wirklich mal meinen Horizont[0] diesbezueglich
>erweiteren.

Wem sagst du das?

grs
slaven

Helmut Wollmersdorfer

unread,
May 22, 2002, 8:29:34 PM5/22/02
to
Alexander Griesser wrote:

> Und vor allem Syntax Highlighting.

Brauch ich für .confs nicht, da navigier ich mit find. Bei HTML kann ich
auch drauf verzichten, ist aber nicht unangenehm.

> Alleine die visuelle Trennung von Kommentar- und Codezeilen steigert die
> Lesbarkeit enorm und somit auch die Geschwindigkeit - Abgesehen von den
> anderen Vorteilen.

Bei Programmiersprachen: ACK.

> Multifile-Editing,

ACK.

> zeilenorientierte Operationen,

Beispiel?

> Reguläre Ausdrücke
> (und ja, die brauch ich _SEHR_ oft beim Editieren),

Selten. Braucht es nur bei Umstellung größerer Programmsysteme oder
Datenmengen.

> Konvertierung der Zeilenendungen,

Packt ein gut implementiertes replace.

> schließende Klammern zu zählen steht dein
> Freund und Editor dir dabei zur Seite und zählt für dich.

ACK.
So ziemlich alles, was Du aufzählst, kann EditPro mit praktisch Null
Lernaufwand. Gibbets leider nur unter Win. Was von vergleichbarer
Qualität hab ich unter Linux nicht gefunden. Xemacs noch am ehesten, hat
aber merklichen Lern- und Merkaufwand.

> dass kEdit nur ein besseres Notepad ist ;)

Null Lernaufwand und trotzdem für recht viel brauchbar. HTML editieren
wird damit schnell mühsam, für Programmieren auf die Dauer ungeeignet.

Helmut Wollmersdorfer

unread,
May 22, 2002, 8:42:29 PM5/22/02
to
Alex Luschan wrote:

> Ich hab mir auch schon mal die exim-Doc angeschaut (16.000 Zeilen -> da
> hast gleich ein paar hunderttausend bei'nander, obwohl ich's nicht
> geschrieben hab)

Ich meinte wirklich editieren, also zB 22.000 Zeilen Assemblercode in
einem Jahr nearly from scratch erstellen und austesten, ein Buch
schreiben, ein 10cm starkes Handbuch ...

Helmut Wollmersdorfer

unread,
May 22, 2002, 8:53:14 PM5/22/02
to
Thomas Themel wrote:

> * Ich schreibe von Hand HTTP-Requests, um Anwendungen zu testen.
> Wenn ich fertig bin, dann muss ich noch enen Content-Length:-Header
> setzen. Das ist mit Klickibunti-Editoren eine Qual - unter vim
> pipe ich das File per ,cl an ein Perl-Script, fertig.

Für sowas schreibt man sich eine kleine Testumgebung, entwickelt
Testsamples und kann die Tests reproduzierbar durchführen. War schon vor
20 Jahren State of the Art.

Helmut Wollmersdorfer

unread,
May 22, 2002, 9:56:07 PM5/22/02
to
Gerfried Fuchs wrote:

> EditPro hab ich mir unter Windows letzens angesehen, nur die Hilfe ist
> enorm unstrukturiert und bis man in den ganzen Menüs alles findet, was
> man eventuell umstellen will/sollte, wird man alt und grau dabei.

Den hab ich nach 10 Minuten verwenden können. Irgendwas
syntax-spezifisches hab ich angepaßt.

> Und
> kedit bietet doch auch keine advanced Möglichkeiten, oder seh ich das
> falsch?

War nur ein Beispiel für "keine Einlernphase". Kedit ist weit entfernt
von advanced, find/replace ist zB nicht sauber implementiert und hat
Grenzen.

> Menschen sind verschieden. Das grösste Problem, das viele haben ist es,
> sich nicht in andere hineindenken zu können/wollen. Es will Dich niemand
> dazu zwingen, was anderes zu verwenden -- aber sprich bitte nicht
> anderen das selbe Recht ab, das Du für Dich beanspruchst. Und vor
> allem, lass dritte ihre eigenen Erfahrungen machen, denn sonst siehts
> hier bald so aus wie teilweise in den ***, wo die Leute verdummen, weil
> sie nur noch bevormundet werden.

Das will ich nicht und hab hoffentlich nicht den Eindruck gemacht. Ich
versteh schon, daß man auf was gut eingeschossen sein kann und dann zB
mit Tastaturkürzel recht produktiv sein kann. War bei mir auch so:
zuerst Lochkartenstanzer, dann Kugelkopfkonsole, TSO-Zeileneditor, SPF,
PDP8-edit, PDP11-edit, BS2000, Nixdorf, Symbolics, DOS-edit, WordStar
... fällt Dir was auf? Ungefähr hundert verschiedene Editoren werd ich
wohl schon verwendet haben, dazu jede Menge Entwicklungsumgebungen und
Programmpakete, und irgendwann willst oder kannst Dir Kürzel oder
Befehle nicht mehr merken, wirst wählerischer und knauserst mit dem
Lernaufwand. Reine Kosten/Nutzen-Frage - natürlich subjektiv und
situativ.

Gerfried Fuchs

unread,
May 23, 2002, 3:21:34 AM5/23/02
to
* Thomas Themel <thomas...@cpointc.com> [2002-05-22 22:57]:

> in meiner .vimrc, und ich brauche mich auch nicht mehr zu sorgen, dass
> ich die Content-Length jemals vergesse. Wenn vim nicht frei wäre, würd'
> ich ihn kaufen :)

:help iccf

So long!
Alfie
--
_.o o o._ o .-----ooO--00--Ooo-----. _(o)
|/|\ ._\/|\/=_ _/|\| /|\ .' Gerfried Fuchs `. _(<)
|(:[--= -|='=.=|| /| '{ [--= .' <al...@ist.org> `.
! || |~|( )|| \ \ / / ` http://alfie.ist.org/ascii/ -'

Thomas Themel

unread,
May 23, 2002, 3:57:22 AM5/23/02
to
Gerfried Fuchs <use...@pinguin.pte.at> wrote:
> :help iccf

Kenne ich, und habe ich auch schon entsprechend bedacht.

ciao,
--
[*Thomas Themel*] "In society, we need to pay...
[extended contact] If something's expensive to develop, and
[info provided in| somebody's not going to get paid, it won't
[*message header*] get developed." - Bill Gates, 1980

Peter J. Holzer

unread,
May 26, 2002, 8:43:09 AM5/26/02
to
On 2002-05-21 18:12, Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> wrote:

> Gerfried Fuchs wrote:
>> Die anfängliche Einlernphase erspart Dir in Folge immens
>> viel Zeit.
>
> Zu einem guten Editor gehört IMHO auch, daß er praktisch keine
> Einlernphase benötigt. Siehe EditPro unter Win oder kedit unter KDE im
> Gegensatz zu (X)Emacs oder vi(m). Ich werd wohl nie verstehen, daß nur
> gut sein kann, was schwer erlernbar ist.

Vielleicht ist nicht nur gut, was schwer erlernbar ist, aber bisher habe
ich noch keinen Editor gesehen, was gut gewesen wäre und "fast keine"
Einlernphase benötigt. EditPro und kedit kenne ich nicht (ist ohnehin
ein Sakrileg, das Ding kedit zu nennen - es gibt nur einen Echten und
Wahren(TM) KEDIT, und der ist *nicht* leicht zu erlernen).

> Die immense Zeitersparnis kann
> ich nach 25 Jahren und wohl einigen hundertausend editierten Zeilen auch
> nicht nachvollziehen. Ja, manchmal braucht man etwas mehr als
> find/replace, kommt aber selten vor, daß dafür der Lernaufwand lohnt.

Unter Unix braucht ein Editor eh nur die Fähigkeit, Blöcke durch ein
beliebiges Kommando durchzupipen. Alles andere ist optional, aber das
ist notwendig.

hp


--
_ | Peter J. Holzer | > Benötigt man für Linux einen Virenscanner?
|_|_) | Schriftführer LUGA | Nein.
| | | h...@luga.at | Linux bootet und läuft auch ohne Virenscanner
__/ | http://www.luga.at/ | einwandfrei. -- Heimo Schoen in al

Peter J. Holzer

unread,
May 26, 2002, 8:58:56 AM5/26/02
to
On 2002-05-23 01:56, Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> wrote:
> Gerfried Fuchs wrote:
>
>> EditPro hab ich mir unter Windows letzens angesehen, nur die Hilfe ist
>> enorm unstrukturiert und bis man in den ganzen Menüs alles findet, was
>> man eventuell umstellen will/sollte, wird man alt und grau dabei.
>
> Den hab ich nach 10 Minuten verwenden können. Irgendwas
> syntax-spezifisches hab ich angepaßt.

Die meisten Schreibmaschinen-Simulatoren kann ich nach 10 Minuten
"verwenden" - d.h., ich kann etwas eintippen, was dann am Bildschirm
erscheint. Nach 20 Minuten kommt dann das erste "Wie mache ich
das?"-Erlebnis, was zu einem halbstündigen Menü-Geklickse führt aber oft
genug genausowenig eine Antwort liefert wie die Online-Hilfe. Wenn die
gesuchte Funktion überhaupt existiert, dann hat sie entweder einen
Namen, den ich nie mit dem Gewünschten in Verbindung bringen würde (vor
allem in der deutschen Übersetzung), oder sie ist über eine
Tastenkombination erreichbar, die man nicht dokumentieren muss, weil sie
eh "intuitiv" ist.

>> Und kedit bietet doch auch keine advanced Möglichkeiten, oder seh ich
>> das falsch?
>
> War nur ein Beispiel für "keine Einlernphase". Kedit ist weit entfernt
> von advanced, find/replace ist zB nicht sauber implementiert und hat
> Grenzen.

Du hast den kedit als "guten Editor" angeführt. Das klingt aber nicht
"gut".

> Ich versteh schon, daß man auf was gut eingeschossen sein kann und
> dann zB mit Tastaturkürzel recht produktiv sein kann. War bei mir auch
> so: zuerst Lochkartenstanzer, dann Kugelkopfkonsole, TSO-Zeileneditor,
> SPF, PDP8-edit, PDP11-edit, BS2000, Nixdorf, Symbolics, DOS-edit,
> WordStar ... fällt Dir was auf? Ungefähr hundert verschiedene Editoren
> werd ich wohl schon verwendet haben, dazu jede Menge
> Entwicklungsumgebungen und Programmpakete, und irgendwann willst oder
> kannst Dir Kürzel oder Befehle nicht mehr merken, wirst wählerischer
> und knauserst mit dem Lernaufwand.

Richtig. Und deswegen hört man halt irgendwann einmal auf, den
hundertdreiundneunzigsten Pimperl-Editor zu lernen und installiert deshalb
überall einen, den man schon kennt, und der das tut, was man braucht. In
meinem Fall sind das halt seit 14 Jahren diverse vi-Clones (haben
nebenbei noch den Vorteil, daß sie auf > 90% aller mich interessierenden
Systeme eh schon drauf sind).

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