vor gut zwei Wochen ist in der Wohnung unter mir ein Mieter eingezogen. Er
hat sich bei mir schon 2x beklagt, dass er sich gestört fühlt, wenn ich
nachts, wenn er schlafen will, in der Wohnung gehe. Ich finde es unangenehm,
wenn er um halb eins in der Nacht an meiner Türe klopft und sich
diesbezüglich beschwert. Ich muss auch wirklich sagen, dass ich ganz normal
in der Wohnung gehe, dabei auch weiche Schlapfen verwende und in meiner
Wohnung vorwiegend weiche Teppiche liegen. Jedoch kann ich feststellen, dass
trotz meines "gefederten" Gehens der Fußboden knarrt. Ich kann nichts
dagegen machen. Nun möchte ich mich aber weiterhin frei in der Wohnung
fühlen und gehen, wenn ich gehen will. Was kann ich machen, damit mich der
untere Mieter nicht laufend nachts terrorisiert? Ich fühle mich als allein
wohnende Frau durch ihn verunsichert. Liegen etwa Wohnungsmängel vor, dass
untere Mieter jeden Schritt hören? Ich will ja schließlich auch nicht, dass
er sich durch mich gestört fühlt.
Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich nun weiters vorgehen soll?
Gruß,
Ingrid
> Nichtmal ignorieren.
Falsche Antwort.
Ich wohne z.B. auch unter so einem Trampeltier. Täglich nach 22:00 wird diese
(/%$&$% aktiv und beginnt ihren Marathonlauf in ihrem 20m²-Zimmer ober mir.
Vier Schritte in die eine Richtung, bummbummbummbumm vier Schritte in die
andere Richtung bummbummbummbumm. Das geht oft stundenlang. Da es sich um
Einzimmer"wohnungen" handelt, ist ein Ausweichen in ein anderes Zimmer eher
schwer möglich. Da kann man als "der da unten" schon mal wahnsinnig werden.
Und auch ich war bei der Kollegin ober mir und hab gebeten, doch eventuell bei
ihren Fitnessübungen von Fersen- auf Zehengang umzustellen, wobei ich genau
so eine deppate Antwort gekriegt hab: "Ich kann in meiner Wohnung gehen wo
und wie ich will und die ober mir machen ausserdem auch an Lärm."
Gut, kann sie haben.
Ich versteh den Nachbarn unter der OP.
Doppel-R
--
|- Suzuki GSX-R 750 '01 - Kawasaki ZR 750 C '91 - Gilera FXR 1xx Runner '00 -|
|-------"DEPPATA!... Des gheat so!" -- Wolfgang (C) afm-ST am 24.10.98-------|
| -- PIP #853 - -- > --> http://doppel-r.is-ur.org/ <-- < -- - RRR #853 -- |
|-- Hier werkt ein glücklicher Pinguin in der Version 2.6.18.1-13-default --|
> Könnt ihr mir Tipps geben, wie ich nun weiters vorgehen soll?
Du du kein ungewöhnliches Verhalten an den Tag (bzw in die Nacht ;-)
legst und sogar die möglichen Vorkehrungen (Schlapfen, Teppich) triffst,
solltest du dich nicht verunsichern lassen. Sag dem Nachbarn klipp und
klar und in durchaus scharf-bestimmtem Ton, dass du eh keine
mitternächtlichen Partys feierst und dir das gelegentliche Herumgehen in
der Wohnung nicht verbieten lässt. Und wenn ihm das nicht passe, dann
soll er sich beim Vermieter beschweren, mit Durchschrift ans Salzamt.
Solle er sich halt Ohrstöpsel ans Hirn stecken, wenn er so sensibel sei.
So ungefähr wäre es angemessen. Wobei ich annehme, dass die untere
Wohnung vorher auch bewohnt war und es keine Beschwerden gab. Parallel
würde ich an deiner Stelle auch zaghaft beim Vermeiter anfragen - nur
damit der vorgewarnt ist, falls sich der neue Nachbar tatsächlich
beschwert. Nicht dass der Mieter glaubt, du würdest tatsächlich heftig
die halbe Nacht lang herumtrampeln oder gar vorsätzlich handeln.
BTW: Im Wohnungsbau sind gewisse Lärmdämmwerte sowohl seitlich als auch
nach oben/unten vorgeschrieben. Vielleicht kann jemand Auskunft geben,
wie sich das mit Altbauten (falls es bei dir einer ist) verhält.
Technisch bestünde die Lösung darin, den alten Boden rauszureißen, neuen
Unterbau und neuen Belag drauf. Bei unserem Wohnblock (40 Jahre alt)
wird das so gemacht, sobald ein Mieterwechsel ist. Ich wohne zum Glück
im obersten Geschoß, aber das Gehen hört man halt nach unten.
Peter
> Solle er sich halt Ohrstöpsel ans Hirn stecken, wenn er so sensibel sei.
Ahja.
> Ich wohne zum Glück im obersten Geschoß, aber das Gehen hört man halt nach
> unten.
Na so ein Zufall aber auch. Wer hätts gedacht. Ich wünsch Dir einen
Dachbodenausbau ober Deiner Wohnung.
>>> Nichtmal ignorieren.
>> Falsche Antwort.
> Seh ich anders.
Ich nicht.
> Im OP ist nicht die Rede von einem Marathonlauf oder Turnübungen, sondern
> von normalem gehen im Zimmer. Mehr als Filzpatschen anziehen und
> Teppiche verwenden kann man nicht verlangen.
Definiere "normales Gehen". Das sieht natürlich jeder anders. Das, was die
ober mir tut, sieht sie natürlich auch als normales Gehen an, jedoch trampelt
die wie ein Elefant mit der Ferse auf, dass man glaubt, die hat 200kg. Ist
aber ein recht schlankes Mäderl.
> Wenn der Nachbar das als so störend hört, dann ist das entweder ein
> Konstruktionsmangel oder Überempfindlichkeit. Da hilft dann nur mehr
> umziehen,
Gehts noch? Ich soll umziehen, weil die oben zu deppat ist, sich halbwegs
sozial zu verhalten?
> aber es kann ja nicht sein dass man wegen einem überempfindlichen
> Nachbarn seine Wohnung nicht mehr benutzen darf.
Es kann aber auch nicht sein, dass man wegen einem Ignoranten seine eigene
Wohnung nimmer wirklich zur Erholung nutzen kann.
>Thomas Koller schrieb:
>> Robert Riesenberger <dev-...@chello.at> wrote:
>
>>>> Nichtmal ignorieren.
>>> Falsche Antwort.
>> Seh ich anders.
>
>Ich nicht.
Ich schon
>
>Definiere "normales Gehen". Das sieht natürlich jeder anders. Das, was die
>ober mir tut, sieht sie natürlich auch als normales Gehen an, jedoch trampelt
>die wie ein Elefant mit der Ferse auf, dass man glaubt, die hat 200kg. Ist
>aber ein recht schlankes Mäderl.
>
>Gehts noch? Ich soll umziehen, weil die oben zu deppat ist, sich halbwegs
>sozial zu verhalten?
>
>> aber es kann ja nicht sein dass man wegen einem überempfindlichen
>> Nachbarn seine Wohnung nicht mehr benutzen darf.
>
>Es kann aber auch nicht sein, dass man wegen einem Ignoranten seine eigene
>Wohnung nimmer wirklich zur Erholung nutzen kann.
Ich bin im Laufe meines Lebens draufgekommen, dass es grob gesagt 2
Arten von Mitbewohnern gibt.
Die einen, die solche Geräusche zwar wahrnehmen, aber als das ansehen
was sie sind - normale Lebensäußerungen, die es eben gibt und die
anderen, die auf solche Geräusche warten, sie dann bewusst wahrnehmen,
sich darüber ärgern, in ihrem Ärger die Geräusche als noch störender
empfinden und dann irgendwann aus diesem Teufelskreis nicht mehr
herauskommen.
Unserer Oberbewohner Kinder sind natürlich auch durch die Wohnung
gelaufen - ist eben so und man kann es Kindern nicht verbieten. Für
mich war das nichts anderes als "Aha, die sind wieder aktiv" - nach
einer halben Minute hab ich das nicht einmal mehr wahrgenommen (obwohl
das Geräusch noch immer da war)
Ähnlich an meinem Arbeitsplatz, den ich vor ein paar Jahren einmal
hatte. Das Fenster ging auf einen Schulhof/Schulsportplatz raus und
war einer der schönsten Plätze, an denen ich gearbeitet hatte. Bewusst
habe ich die Schüler selten gehört (obwohl nicht gerade leise), in den
Ferien ist mir direkt was abgegangen. Hat aber viele gegeben, die an
dieser Gebäudeseite nicht arbeiten konnten, weil sie eben immer auf
GEräusche geachtet haben.
--
Für persönliche Nachricht Reply-Adresse verwenden und "usenet" im Betreff einfügen.
>untere Mieter nicht laufend nachts terrorisiert? Ich fühle mich als allein
>wohnende Frau durch ihn verunsichert.
Dann beschwere Dich über ihn (ohne Vorwarnung) bei der Hausverwaltung.
Angriff ist manchmal die beste Verteidigung. Außerdem gilt "Wehret den
Anfängen". Das ist offenbar ein Typ, der es braucht, sein neues Revier
abzustecken, und Du als alleinwohnende Frau bist da die erste, die
zwar "über" ihm wohnt, die er - in der Hierarchie - aber gern "unter"
sich hätte in diesem Haus.
Er muß jedenfalls schnellstmöglich merken, daß Du Dich von ihm nicht
manipulieren läßt. Evt. kann mal Dein Vater, Freund, Bruder ... mit
ihm sprechen. Damit er merkt, er hat es nicht nur mit Dir zu tun.
Ich habe selber einen trampelnden Idioten über mir, der besonders im
Sommer, wo er offenbar barfuß rumläuft, *wirklich* ein Ärgernis ist.
(Wie im Parallelposting beschrieben: 5 Schritte in die eine Richtung,
5 Schritte zurück, 1 Minute Pause, dasselbe Spiel. Warum man in seinem
Zimmer pro Stunde sooft hin- und herlaufen muß, erschließt sich mir
nicht.) Ich beschwere mich aber deshalb nicht, weil er nahezu täglich
in den Genuß meiner nicht leisen Stereoanlage kommt. :-)
> Ähnlich an meinem Arbeitsplatz, den ich vor ein paar Jahren einmal
> hatte. Das Fenster ging auf einen Schulhof/Schulsportplatz raus und
> war einer der schönsten Plätze, an denen ich gearbeitet hatte. Bewusst
> habe ich die Schüler selten gehört (obwohl nicht gerade leise), in den
> Ferien ist mir direkt was abgegangen. Hat aber viele gegeben, die an
> dieser Gebäudeseite nicht arbeiten konnten, weil sie eben immer auf
> GEräusche geachtet haben.
<auch OT:
Ich hatte das Glück, in einem Internat zu wohnen. Da sind wir oft
von Klavier- und Geigenspielern im Hof aufgeweckt worden, manch-
mal auch von einem Tenor oder einem Bariton. Da es ein christliches
Internat war und die Kapelle einige Fenster zum Hof hatte, hat es
auch Orgel gegeben: Tokkata in D weckt sehr ein- und aufdringlich.
Genug OT hier :->
> Evt. kann mal Dein Vater, Freund, Bruder ... mit
wir sind hier nicht in der Türkei
> 5 Schritte zurück, 1 Minute Pause, dasselbe Spiel. Warum man in seinem
Könnte es sich schlicht und einfach um Hausarbeit handeln?
Wenn ich bügle, Staub wische etc... würde sich das vermutlich genau so
anhören.
> in den Genuß meiner nicht leisen Stereoanlage kommt. :-)
Aug um Aug, zahn um zahn... naja, der Tipp mit dem "hol den großen Bruder"
geht ja in die gleiche Richtung.
Wer meint das wäre die Lösung ....
Ich hab da meine Zweifel.
>laut ist.
>
>Im Fall des OP: nach den Beschwerden extra Filzpatschen anziehen und
>Teppiche verwenden ist nun wirklich nicht unsozial.
manche haben so einen Trampelgang wie ein Kamel, da nützt das nix.
Die strecken zuerst den Fuß, dan setzen sie das Bein mit Wucht auf.
Wenn sie vor was davonlaufen müssen, rudern sie mit den Händen.
(duck)
w.
> Tokkata in D weckt sehr ein- und aufdringlich.
Stümpt, weshalb ich sie als Klingelton am Handy habe -
ist beim /// T39 sogar serienmäßig drauf.
> Genug OT hier :->
Fast ... ;-)
M.
>BTW: Im Wohnungsbau sind gewisse Lärmdämmwerte sowohl seitlich als auch
>nach oben/unten vorgeschrieben. Vielleicht kann jemand Auskunft geben,
>wie sich das mit Altbauten (falls es bei dir einer ist) verhält.
U.U. hat irgendein Vormieter die Wohnung selbst mit einem neuen
Parkett oder sonstiges versehen und dies völlig unfachmännisch
durchgeführt. Üblicherweise gibt man einen "Trittschallschutz"
zwischen dem wirklichen Boden und dem Parkett/Laminat/Fliesen rein.
Bei uns im Haus gabs auch eine Wohnung, wo das alles nicht der Fall
war. Die Mieterin darunter hat es gehört, wenn ein Bleistift auf den
Boden gefallen ist.
>Technisch bestünde die Lösung darin, den alten Boden rauszureißen, neuen
>Unterbau und neuen Belag drauf.
Richtig. Wobei sich das schlimmer anhört, weil mit "Boden" ja nur der
Bodenbelag gemeint ist.
[hier gekürzt]
Das möchte ich nach Lektüre dieses Threads unterstreichen.
> Besser: sich mit dem betreffenden nachbaren mal
> zusammensetzen, nicht um halb zwei morgens, sondern zu einem
> "angenehmen" termin, ggf bei einem tasserl kaffee oder dgl.
> Und dann diesen punkt direkt besprechen. Meist lassen sich
> dann ueberraschend einfache loesungen finden ohne das gleich
> gift&galle gespuckt wird oder das halbe haus abgerissen
> werden muss...
[hier auch]
Halte ich auch für den vernünftigsten Ansatz. Solche Probleme können
nie sauber vor Gericht gelöst werden, weil es in Wahrheit um kein
rechtliches Problem sondern um emotionale Inkompatibilität der
Beteiligten (hohe akustische Sensibilität vs. Freiheitswunsch in den
eigenen vier Wänden) geht. Die rechtliche Lösung - etwa die
Festsetzung einer objektiven Zeit- oder Schallvolumensgrenze für
Immissionen nach Meinung eines Sachverständigen - wird immer einen
Verlierer zurücklassen. Lässt sich da auf dem Mediationsweg nichts
regeln, wäre es wahrscheinlich psychologisch gscheiter, durch das Los
entscheiden zu lassen, wer die Position des anderen akzeptieren oder
umziehen muss. Dem Los kann man nachher immerhin keine Schuld geben.
--
Michael Suda
A-1040 Wien
Oesterreich/Austria/Autriche
ist aber ungesund
vielleicht hilft ja eine passende Lektüre. Einfach Suchmaschine des
geringsten Misstrauens mit den Begriffen "Rentle Running", "Gentle Moving",
"Feldenkrais" ... füttern :-)
>> Evt. kann mal Dein Vater, Freund, Bruder ... mit
>
>wir sind hier nicht in der Türkei
Nimmst Du Medikamente?
Ich sprach von "Sprechen".
Einem Mann, der keinen Genierer hat, "wegen so etwas" um halb 1 in der
Nacht bei einer fremden Frau anzuläuten, muß man signalisieren, he, da
gibt es auch Männer.
>Ähm. und du hast alle anderen "unter" dir in der Hierarchie?
Wo schreibe ich das?
>Ich habe
>lieber alle "neben" mir, weil mir Machtspielchen missfallen.
Mir auch. Aber nicht mitzuspielen heißt leider, nach der Pfeife
anderer zu tanzen. Glücklich jene, die ihr Schicksal als Tanzbär
stoisch gelassen hinnehmen. Aber das kannst' kaum lernen, das ist eine
Gabe.
Im Alltag gilt leider, steckst Du nicht Deine Grenzen ab, vergrößern
die anderen sie auf Deine Kosten. Ob sie das aus Dummheit und
mangelnder Empathie oder aus Boshaftigkeit und Herrschsucht tun, magst
Du die Psychologen fragen, ist eigentlich aber auch unerheblich.
Vielleicht ist es so, wie es bei Heimito von Doderer heißt, daß die
Gemeinheit aus der Dummheit geboren wird.
> Nimmst Du Medikamente?
Danke der Nachfrage - nein, bin bei bester Gesundheit und fit wie ein
Turnschuh.
> Ich sprach von "Sprechen".
>
> Einem Mann, der keinen Genierer hat, "wegen so etwas" um halb 1 in der
> Nacht bei einer fremden Frau anzuläuten, muß man signalisieren, he, da
> gibt es auch Männer.
Frau ist hoffentlich emanzipiert genug keinen Mann zum Sprechen zu
benötigen.
=> Frau kann das auch alleine.
>> Mir auch. Aber nicht mitzuspielen heißt leider, nach der Pfeife anderer
>> zu tanzen.
>Das ist die Ansicht, der irgendwie viele Menschen nachhängen, ist aber
>falsch.
>Unsere Nachbarin von unten hat mal geklingelt um sich über unsere Kinder
>zu beschweren, auch wegen laut usw. Nachdem ich ihr ein paar Minuten
>beim wirklich - Pardon - hysterischen Geschreie zugehört habe, habe ich
>sie höflich gefragt, ob sie darüber reden möchte oder ob sie nur am
>Schimpfen ist. Die war dann über die Frage wohl so überrascht, dass sie
>meinte sie schimpfe nur. Darauf hab ich die Türe geschlossen, seitdem
>ist ruhe.
Du hast Dich hier dem Kampf gestellt und sie mit Deinen Waffen
geschlagen. Es ist Ruh' jetzt, sagst Du selber. Das heißt, sie
akzeptiert seither (vielleicht zähneknirschend) den Lärm Deiner
Kinder. Du bist "oben" in der Hierarchie. Du sagst ja selber, lieb
habt Ihr Euch immer noch nicht. Du hast also nichts "gelöst", Du hast
Ihr ihre Grenzen gezeigt, und aus.
Du hättest ja auch als Gutmensch in Latzhose und mit "wir ham uns alle
lieb"-Einstellung Deine Kinder dazu anhalten können, ab sofort leise
zu brüllen und mit maximal 3 km/h durchs Vorzimmer zu fetzen. Da hätte
ich dann gesagt, *Du* hast verloren.
Warum?
Also bei mir im Umkreis gabs längere Zeit keine Männer, die das
erledigen hätten können (mein Bruder hätte mich zu recht gefragt, ob
ich deppat bin!), aber deswegen hätte ich mir nie Gedanken gemacht.
Ich kann sowas auch allein regeln, egal ob mit einer Frau oder einem Mann.
Allein der Gedankengang, daß ich für sowas einen "starken Mann"
brauche, ist mir suspekt, ich versteh den Vergleich mit der Türkei
sehr gut!
Kathi (die selbst ihre Frau steht!)
P.S.: Ich kann beide Seiten verstehen, ich bin auch manchmal auf
Geräusche sehr empfindlich, aber da ist eben oft auch ein "Nicht schon
WIEDER!" und ein umso genaueres Hinhören dabei. Aber ich bin eben
der Typ, der sich selbst sagt, daß das eben "normale" Geräusche sind
und man da nichts machen kann. Auch wenn ich wieder mal das Gefühl
hab, daß das heulende Nachbarskind am Gang "geparkt" wird, damit die
Mutter weniger und wir umso mehr mitbekommen....
Inwiefern könnten "Männer" deiner Meinung nach besser auf diese
nächtliche Störung reagieren? Also was genau qualifiziert den Mann im
Allgemeinen eher für diese Aufgabe?
LG,
Michael
>Inwiefern könnten "Männer" deiner Meinung nach besser auf diese
>nächtliche Störung reagieren? Also was genau qualifiziert den Mann im
>Allgemeinen eher für diese Aufgabe?
1) Es kann auch die Mutter sein, wenn sie ein entsprechend resolutes
Weib ist.
2) Der Begriff Mediation wird Dir etwas sagen. Mutter, Vater, Bruder,
Freund wären nicht am Konflikt direkt Beteiligte.
3) Wenn wir voraussetzen, daß der Nachbar nicht schwul ist, fällt in
der Kommunikation mit Vater, Bruder, Freund das erregende Moment weg,
die Frauensperson "oberhalb" mal ein wenig zu dominieren. Näheres in
der nächstbesten Psychologie-Einführung Deines Vertrauens.
@Katharina: Es geht - wieder einmal - nicht um mich und Dich, sondern
um die OP, die sich durch das Verhalten des Nachbarn "verunsichert"
fühlt und nicht so handeln will oder kann wie "unsereiner".
Bei mir gibts 8 Wohnungen (2 pro Stock), sechs davon haben ein
Klavier, von denen mind. 3 abwechselnd, z.T. bis 20:30, musizieren.
(zum Glück keine Anfänger oder Jazzfans).
Es sieht daher fast so aus als wäre Klavierspielen dort ortsüblich,
und Wünsche nach Ruhe von 13 bis 15 (Mittagsschläfchen der Tochter)
eher unangemessen.
Darauf hat der Vermieter oder Makler natürlich nicht hingewiesen.
Interessant wäre ob man dadurch zu einer kostenfreien vorzeitigen
Auflösung des Mietvertrages berechtigt wäre.
(Nicht, dass ich das vorhätte, ich versuche etwaiger Alterschrullig-
bzw. Nervigkeit aktiv vorzubeugen)
P.
Zweiteres bedingt nicht die Korrektheit Ersterens. Zwischen Aktiven
und Ruhebedürftigen sind keine win-win Lösungen bekannt. Es geht
vielmehr ums Definieren des Prozentsatzes der jeweiligen Zielvorstellung
den die Beteiligten aufgeben müssen.
Konkret halte ich es für zumutbar jemandem das Nachrüsten von
Mobelbeinen mit Filzgleitern oder den Verzicht auf Holzschlapfen
nahezulegen, dessen Kindern das häusliche Spielen und Kreischen
zu untersagen finde ich dagegen äußerst inadäquat.
zum OP:
Ich finde, es wäre zu klären inwieweit der Vermieter verpflichtet wäre
den Parkettboden zu sanieren. Falls hier keine Verpflichtung erkennbar
ist, sollte man dem sensiblen Nachbarn gestatten die Sanierung zu
bezahlen, ihm diese Möglichkeit nicht zu bieten wäre ebenfalls
rücksichtslos. (immer davon ausgehend, dass es das Knarren des
Parkettbodens ist und nicht ein rücksichtsloses Getrampel, was den
Nachbarn stört)
YMMV
P.
>Zweiteres bedingt nicht die Korrektheit Ersterens. Zwischen Aktiven
>und Ruhebedürftigen sind keine win-win Lösungen bekannt. Es geht
>vielmehr ums Definieren des Prozentsatzes der jeweiligen Zielvorstellung
>den die Beteiligten aufgeben müssen.
Ja, aber so einfach, wie Du das Bild zeichnest, ist es auch nicht. Die
Menschheit teilt sich nicht in "Aktive und Ruhebedürftige". Viele (die
meisten?) sind mal aktiv, mal ruhebedürftig. Ich höre schon mal zwei
Stunden Musik deutlich über der "Zimmerlautstärke" und sitze dann
wieder zwei Stunden mit einem Buch herum. Im ersten Fall erwarte ich
vom Nachbarn Toleranz, im zweiten, daß er selber leise ist. :-)
>Konkret halte ich es für zumutbar jemandem das Nachrüsten von
>Mobelbeinen mit Filzgleitern oder den Verzicht auf Holzschlapfen
>nahezulegen,
Wie erwähnt, braucht der dickwadlige Trampel ober mir keine Holzschuhe
zum Herumstampfen, es genügt, daß er im Sommer die Schuhe auszieht und
sein Fersentritt ungedämpft das Parkett malträtiert. Es macht auch
nicht "klack-klack", sondern "bumm-bumm".
>dessen Kindern das häusliche Spielen und Kreischen
>zu untersagen finde ich dagegen äußerst inadäquat.
Definiere "häusliches Spielen und Kreischen" und wo die Schmerzgrenze
des Nicht-Mehr-Tolerablen liegt? Oder haben IYO Kinder Narrenfreiheit
in ihrer "Entfaltung" und dürfen, wenn sie lustig sind, auch
Knallkörper am Balkon zünden und um Mitternacht blechtrommeln? Ist
Rücksichtnahme auf Nachbarn kein Erziehungsziel mehr?
Also: Dem Nachbarn die Holzschlapfen zu verbieten ist IMO genausoviel
oder genausowenig gerechtfertigt, wie Eltern dazu anzuhalten, daß sie
ihren Kindern mutwilligen Lärm verbieten (zum Herumtoben und Spielen
hat der liebe Gott die freie Natur erfunden und Vater Stadt die
Kinderspielplätze, die Bälger müssen sich nicht in den vier Wänden
grenzenlos abreagieren.)
>zum OP:
>Ich finde, es wäre zu klären inwieweit der Vermieter verpflichtet wäre
>den Parkettboden zu sanieren. Falls hier keine Verpflichtung erkennbar
>ist, sollte man dem sensiblen Nachbarn gestatten die Sanierung zu
>bezahlen,
*lol*
gestatten ... zu bezahlen ...
Die Realität: Der Lärmer will keine Handwerker in der Bude. Und der
Belärmte will nicht zahlen. In der Regel halt. Leute, die sich da
einigen könnten, können sich schon vorher über Schlapfen und
Filzpuffer anders einigen.
>ihm diese Möglichkeit nicht zu bieten wäre ebenfalls
>rücksichtslos. (immer davon ausgehend, dass es das Knarren des
>Parkettbodens ist und nicht ein rücksichtsloses Getrampel, was den
>Nachbarn stört)
Definiere "Knarren" und "rücksichtsloses Getrampel". Am besten mit
Dezibel und wo und wie gemessen. Das ist ja die Crux, daß es hier
keine eindeutigen Bestimmungen gibt, allenfalls verschiedenste
Gerichtsurteile. Da ist doch schon einem Mann die mitternächtliche
Benutzung der Toilette verboten worden, weil die Nachbarin in ihrem
Bett das Plätschern (nicht der Klospülung) hören konnte ...
Mir persönlich käme es sehr gelegen.
> (zum Glück keine Anfänger oder Jazzfans).
Dann müsste mal Fahrschulen verbieten ;-) und gegen einen Jazz a'la New
Orleans hätte ich auch nix.
> Ruhe von 13 bis 15 (Mittagsschläfchen der Tochter)
Griechische Impressionen?
> (Nicht, dass ich das vorhätte, ich versuche etwaiger Alterschrullig-
> bzw. Nervigkeit aktiv vorzubeugen)
Erich & :-)
>Bei mir gibts 8 Wohnungen (2 pro Stock), sechs davon haben ein
>Klavier, von denen mind. 3 abwechselnd, z.T. bis 20:30, musizieren.
>(zum Glück keine Anfänger oder Jazzfans).
Vielleicht ist da auch schon vor deinem Einzug bereits ein Krieg
ausgebrochen und die Leute legen eine CD mit Klavierkonzerten im
Repeat-Modus in den Player, drehen auf und gehen dann in die Arbeit.
So hat sich mal die Mieterin unter unserer damligen Studenten-WG
gerächt und hat "Who the f**k is Alice" den ganzen Tag gespielt, als
wir unter Tags eigentlich endlich schlafen wollten. Kein Gschichterl!
Naja, sie hat auch wirklich immer viel mitmachen müssen. ;-)
Gerade dann sollte man als Frau das selbst(bewusst) regeln und nicht
einen Mann vorschieben, um Menschen mit solchen Hintergedanken mal den
Kopf zurechtzurücken.