Was ist eine "Konsensüberprüfung" (im Zusammenhang mit einem Dachbodenausbau
in Wien)?
Wo kann man da was nachlesen?
Auf http://www.ris.bka.gv.at/Bundesrecht/, http://www.ris.bka.gv.at/Lr-Wien/
und http://www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/landesgesetzblatt/index.htm
finde ich nichts.
Bernd
--
>Glaub mir, in der Datenverarbeitung ist es unumstritten, daß man am
>wenigsten Ärger hat wenn man 4 Elementen die Nummern 0 bis 3 zuordnet.
Die Frage ist allerdings, ob man sich den Vorteilen der DV unterwirft, oder
ein eigenes Ordnungssystem aufstellt. --- P. Renner und H. Blüml in a.g.r
Vermutlich eine Überprüfung der Baubehörde, ob die Bauausführung dem
"Konsens", dh dem rechtskräftigen Baubescheid samt allfälligen Auflagen
entsprechend erfolgt oder erfolgt ist.
Das Wort "Konsensüberprüfung" ist mir aber auch noch nicht
untergekommen, vielleicht ein Wiener Spezifikum?
--
Matthias
Konsens zwischen Zustand im Gmunden (= vor Ort) und dem Zustand laut
Plänen. Das kann saumäßig teuer werden, wenn in der Zwischenzeit
lustig drauf los umgemodelt wurde und der Originalzustand
wiederherzustellen ist.
Zitat Kahlert:
>Das Wort "Konsens" ist mir aber auch noch nicht
>untergekommen, vielleicht ein Wiener Spezifikum?
Na das glaub ich nicht, da ist ein Spezifikum der Baupolizei.
Daher: Bauordnung.
Wobei: Von alleine kommt die nie, und wenn, ist unter den
Baupolizisten ein Idiot im Machtrausch. Das gibt es!
> Auf http://www.ris.bka.gv.at/Bundesrecht/, http://www.ris.bka.gv.at/Lr-Wien/
> und http://www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/landesgesetzblatt/index.htm
> finde ich nichts.
Bauordnung, nur hilft das nicht gar so viel, weil Pläne zu lesen sind,
statische Gutachten kontrolliert werden, und die Form sollte halt auch
stimmen, weil es recht heikel werden kann und wie schon erwähnt, um viel
Geld geht.
Wichtig, ganz wichtig: Prüfung auf Erdbebensicherheit und aktuelle,
genehmigte Bauhülle - neue Vorschriften!
Das ist alles schon wirklich mühselig geworden...
--
Fuer die p.t.Leser: Die naechste Zeile enthaelt alle Informationen. LG Matthias:-)
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> Zitat Kahlert:
>>Das Wort "Konsens" ist mir aber auch noch nicht
>>untergekommen, vielleicht ein Wiener Spezifikum?
>
> Na das glaub ich nicht, da ist ein Spezifikum der Baupolizei.
>
> Daher: Bauordnung.
Schaut so aus =>
http://www.wien.gv.at/recht/landesrecht-wien/rechtsvorschriften/html/b0200000.htm
§129 Bauordnung/Wien ist da erwähnt (ja, sorry, wer lesen kann ist klar im Vorteil).
> Wobei: Von alleine kommt die nie, und wenn, ist unter den
> Baupolizisten ein Idiot im Machtrausch. Das gibt es!
Hmm, könnte das durch eine Anzeige o.ä. veranlaßt worden sein?
Und wenn ja, wer könnte das anzeigen? Jeder? HV? Hausmiteigentümer?
Bauherr (der inzwischen nicht mehr Hausmiteigentümer ist - wenn man
dem Grundbuch glauben will)?
[....]
> Bauordnung, nur hilft das nicht gar so viel, weil Pläne zu lesen sind,
> statische Gutachten kontrolliert werden, und die Form sollte halt auch
> stimmen, weil es recht heikel werden kann und wie schon erwähnt, um viel
> Geld geht.
> Wichtig, ganz wichtig: Prüfung auf Erdbebensicherheit und aktuelle,
> genehmigte Bauhülle - neue Vorschriften!
Hmm, angeblich gibt es an einer Hausfront auch was mit "Denkmalschutz" o.ä..
> Das ist alles schon wirklich mühselig geworden...
Naja, der ZT ist auch "eingeladen" und der Dachbodenausbau als soclher an läuft
seit > 10 Jahren - zumindest theoretisch.
Nicht daß sich dauernd was gaten hätte (sondern die allermeiste Zeit hat sich nichts
getan), sondern seit (ca.) 2 Jahren könnte/sollte/müßte eigentlich der
Fertigstellungsbescheid (oder wie immer das heißt) zu machen sein. Nur nachdem der
Geld kostet, tut der Bauherr (da auch) nichts.
Viel spaßiger ist, daß jener, der tatsächlich ausgebaut (und die Wohnungen verkauft)
hat, dort gar nicht drauf steht, sondern die Firma, die ursprünglich eingereicht hatte
(und das weiter verkauft und die 2. dann Konkurs angemeldet hatte).
>Hi all!
>
>Was ist eine "Konsensüberprüfung" (im Zusammenhang mit einem Dachbodenausbau
>in Wien)?
>Wo kann man da was nachlesen?
>
Das ist einfach die Überprüfung, ob nach den (konsensual, nach der
Bauverhandlung) erlassenen Bauvorschriften gebaut wurde.
h
> Zitat Kahlert:
>>Das Wort "Konsens" ist mir aber auch noch nicht
>>untergekommen, vielleicht ein Wiener Spezifikum?
Was soll diese dreiste Zitatfälschung? Ich habe sogar erklärt was unter
"Konsens" im Baurecht verstanden wird.
Ich habe geschrieben:
> Das Wort "Konsensüberprüfung" ist mir aber auch noch nicht
> untergekommen, vielleicht ein Wiener Spezifikum?
Das ist wohl etwas völlig anderes. In der Stmk. heißt das bspw.
§ 37 Überprüfung der Baudurchführung.
--
Matthias
Also ehrlich? Ich glaube schon.
> Und wenn ja, wer könnte das anzeigen? Jeder?
So ist es.
> HV?
Die wär schön blöd
> Hausmiteigentümer?
Ja.
> Bauherr (der inzwischen nicht mehr Hausmiteigentümer ist - wenn man
> dem Grundbuch glauben will)?
Uppsi! Nun das Grundbuch hinkt schon etwas hinten nach, trotzdem...
>> Wichtig, ganz wichtig: Prüfung auf Erdbebensicherheit und aktuelle,
>> genehmigte Bauhülle - neue Vorschriften!
> Hmm, angeblich gibt es an einer Hausfront auch was mit "Denkmalschutz" o.ä..
Uuuiii, dann spielt die MA 19 plötzlich ganz erheblich mit
(Stadtgestaltung), sehr sehr heikel!
>> Das ist alles schon wirklich mühselig geworden...
> Naja, der ZT ist auch "eingeladen" und der Dachbodenausbau als soclher an läuft
> seit > 10 Jahren - zumindest theoretisch.
Dann ist was echt Blödes im Gange. Das sieht gar nicht gut aus, weil ob
da überhapt noch die einstigen Genehmigungen nicht längst abgelaufen
sind? Das sieht gar nicht gut aus.
> Nicht daß sich dauernd was getan hätte (sondern die allermeiste Zeit hat sich nichts
> getan), sondern seit (ca.) 2 Jahren könnte/sollte/müßte eigentlich der
> Fertigstellungsbescheid (oder wie immer das heißt) zu machen sein. Nur nachdem der
> Geld kostet, tut der Bauherr (da auch) nichts.
Boahh. Das heißt, alles bisher ist für die Fische. Wenn der
Fertigstellungsbescheid seit 2 Jahren fehlt, die Baupolizei auftaucht,
dann ist gewaltig was schiefgelaufen. Die Fertigstellungsanzeige müßte
der ZT ausstellen. Macht der das nicht, wurde schon ständig gepfuscht.
Es wird auch kein anderer ZT den jemals ausstellen ...
Weil der dann für alles haftet!
> Viel spaßiger ist, daß jener, der tatsächlich ausgebaut (und die Wohnungen verkauft)
> hat, dort gar nicht drauf steht, sondern die Firma, die ursprünglich eingereicht hatte
> (und das weiter verkauft und die 2. dann Konkurs angemeldet hatte).
Dann sind die Wohnungen keine Wohnungen. Mit allen Konsequenzen!!!
Jetzt hilft nur mehr Aktenstudium durch einen ZT mit allen Vollmachten
und dann der ganze Wust von vorne und neu, eine Gruppe Sachverständiger,
oh Gott, oh Gott, oh Gott ...
Es wird sehr teuer.
Bist du da drin verwickelt? Wenn nicht, F I N G E R W E G !!!
Rechtsschutzversichert?
Kannst flüchten?
Sind das Bekannte, Wohnung verkaufen, ehest...
>> Hausmiteigentümer?
> Ja.
Hmm, das glaub ich weniger.
>> Bauherr (der inzwischen nicht mehr Hausmiteigentümer ist - wenn man
>> dem Grundbuch glauben will)?
> Uppsi! Nun das Grundbuch hinkt schon etwas hinten nach, trotzdem...
In dem Punkt ist es mbMn aktuell - die neuen Wohnungen im Dachgeschoß sind
mbMn rechtkräftig verkauft. Allerdings wird da z.T. noch prozessiert - so
wegen "15%-20% weniger m^2 geliefert als verkauft", "unfertige und
mangelhafte Bauausführung und Ersatzvornahmen durch Dritte nach mehrmaligen
Nachfristen", "kein Fertigstellungsbescheid vorhanden obwohl im Kaufvertrag
vereinbahrt", etc.
Ja, seriös ist die Baufirma mbMn wohl eher weniger. Leider merkt man es erst
später bzw. zu spät.
>>> Wichtig, ganz wichtig: Prüfung auf Erdbebensicherheit und aktuelle,
>>> genehmigte Bauhülle - neue Vorschriften!
>> Hmm, angeblich gibt es an einer Hausfront auch was mit "Denkmalschutz"
>> o.ä..
> Uuuiii, dann spielt die MA 19 plötzlich ganz erheblich mit
> (Stadtgestaltung), sehr sehr heikel!
Hmm, wie lange ist üblicherweise Gewährleistung für "Fassadenrenovierung"?
Sooooo lange ist die nicht "neu" und letzten Herbst ist selbständig etwas
runtergekommen.
>>> Das ist alles schon wirklich mühselig geworden...
>> Naja, der ZT ist auch "eingeladen" und der Dachbodenausbau als soclher an
>> läuft seit > 10 Jahren - zumindest theoretisch.
> Dann ist was echt Blödes im Gange. Das sieht gar nicht gut aus, weil ob
Wem sagst du das. Ich wohn' da seit >10 Jahren.
> da überhapt noch die einstigen Genehmigungen nicht längst abgelaufen
> sind? Das sieht gar nicht gut aus.
Mag alles sein.
Die ach-so-tolle Dachbodenausbaufirma (bzw. dessen einziger Repräsentant)
hüllen sich in Schweigen so weit es geht. Und wenn er was erzählt, ist es
morgen mit größer Wahrscheinlichkeit eh ganz anders.
>> Nicht daß sich dauernd was getan hätte (sondern die allermeiste Zeit hat
>> sich nichts getan), sondern seit (ca.) 2 Jahren könnte/sollte/müßte
>> eigentlich der Fertigstellungsbescheid (oder wie immer das heißt) zu
>> machen sein. Nur nachdem der Geld kostet, tut der Bauherr (da auch)
>> nichts.
> Boahh. Das heißt, alles bisher ist für die Fische. Wenn der
> Fertigstellungsbescheid seit 2 Jahren fehlt, die Baupolizei auftaucht,
> dann ist gewaltig was schiefgelaufen. Die Fertigstellungsanzeige müßte
> der ZT ausstellen. Macht der das nicht, wurde schon ständig gepfuscht.
Ja, aber der wird das auch nicht gratis tun. Und wenn der Bauführer nichts
beauftragt und/oder den Ruf hat, nicht "zeitnah" (bzw. unverläßlich) zu
zahlen, dann würde zumindest ich eine fett^Wangemessene Anzahlung verlangen.
> Es wird auch kein anderer ZT den jemals ausstellen ...
> Weil der dann für alles haftet!
Yup, so seh' ich das auch.
>> Viel spaßiger ist, daß jener, der tatsächlich ausgebaut (und die
>> Wohnungen verkauft) hat, dort gar nicht drauf steht, sondern die Firma,
>> die ursprünglich eingereicht hatte (und das weiter verkauft und die 2.
>> dann Konkurs angemeldet hatte).
> Dann sind die Wohnungen keine Wohnungen. Mit allen Konsequenzen!!!
Gerüchten/Gschichteln nach soll das nichts besonderes sein, daß man wo
einzieht, weil "eh alles fertig ist" und es dann jahrelang keine
Fertigstellungsbescheid gibt. Ja, das ist mit (mWn ziemlich fetten) Strafen
versehen.
Ja, das ist - wieder mal - politische Depperei gewesen, die Gesetze so zu
ändern, sodaß ein Fertigstellungsbescheid nicht mehr zwingend da sein muß,
bevor einer einziehen darf, etc.
Die genauen Hausanteile (zwecks BK-Aufteilung) hängen ja BTW auch dran.
> Jetzt hilft nur mehr Aktenstudium durch einen ZT mit allen Vollmachten
> und dann der ganze Wust von vorne und neu, eine Gruppe Sachverständiger,
> oh Gott, oh Gott, oh Gott ...
> Es wird sehr teuer.
Tja. Dann wartet dann wohl die nächste Klage bzw. Prozeß. Wär' ja nicht
nicht die erste .....
> Bist du da drin verwickelt? Wenn nicht, F I N G E R W E G !!!
Ja, eher mehr als weniger (nachdem ich da lange genug wohne, diverse
Bauschäden miterlebt und z.T. auch minimiert hab. Ja, für die outgesourcte
Baupartie aus Polen war "Qualität" ein Fremdwort).
> Rechtsschutzversichert?
Ja.
> Kannst flüchten?
Ahemm, ungern.
> Sind das Bekannte, Wohnung verkaufen, ehest...
Eine extrem "gute Bekannte" der Marke SWMBO.
Ergo ist "dem Fluchtreflex nachkommen" keine gute Option. Vom Preis für eine
derartige Baustelle mal ganz abgesehen.