Nach welchen Kriterien bzw. ges. Vorschriften kann ein Selbständiger die
Höhe des Preises für seine Wegzeit festsetzen ?
Welchen Spielraum gibt es oder unterliegt alles der Privatautonomie?
Kennt wer einen Link oder Literatur dazu ?
Danke
> Hallo !
>
> Nach welchen Kriterien bzw. ges. Vorschriften kann ein Selbständiger die
> Höhe des Preises für seine Wegzeit festsetzen ?
Gar nicht. Es gibt Kilometergeld;
Walter
> Nach welchen Kriterien bzw. ges. Vorschriften kann ein Selbständiger die
> Höhe des Preises für seine Wegzeit festsetzen ?
>
> Welchen Spielraum gibt es oder unterliegt alles der Privatautonomie?
Der Preis einer Leistung (auch die "Wegzeit") kann im Rahmen der
Privatautonomie frei zwischen den Vertragspartnern vereinbart werden,
sofern der Preis nicht sittenwidrig (= zB exorbitant hoch) ist. Letzlich
regelt es der Markt.
Florian
--
"Das österreichische Zivildienstrecht"
ISBN 3-8311-0562-6
www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3831105626/
www.zivildienstrecht.at
>"F. Holler" wrote:
>> Nach welchen Kriterien bzw. ges. Vorschriften kann ein Selbständiger die
>> Höhe des Preises für seine Wegzeit festsetzen ?
>
>Gar nicht. Es gibt Kilometergeld;
Da missverstehst aber was. Das Kilometergeld soll die Fahrzeugkosten
abdecken, nicht die Arbeitszeit des Fahrers!
Gruß,
daPeda
Denke ich auch, konnte aber keine Nachweise finden.
Danke für die schnelle Antwort
F.H.
Meine bisherigen Erfahrungen (mit GWH-Installateuren, Computertechnikern,
Telefonanlagenfirma) waren so, dass für die Wegzeit der normale
Arbeitsstundensatz verrechnet wurde. Das Kilometergeld für das Fahrzeug
wurde bei diesen Firmen nicht extra verrechnet.
Beim Installateur kam hinzu, dass er vor Abfahrt bei seiner Firma noch eine
halbe Stunde Rüst- und Vorbereitungszeit verrechnete, was auch
nachvollziehbar ist.
Im Grunde sind die Wegzeit-Preise frei vereinbar (wenn sie nicht durch die
AGB des Unternehmens geregelt sind), die Obergrenze sehe ich im Bereich des
Stundenlohns (der am Freitag Nachmittag auch schon +100% betragen kann!).
Peter
Peter Gruendler wrote:
Schon klar. Nur kann das ganze auch nur kilometerabhängig verrechnet werden,
weil ein Stau als Wegzeit ohne Kilometerleistung weiterzuverrechnen is ja nicht
die feine Art, oder?
Walter
> Schon klar. Nur kann das ganze auch nur kilometerabhängig verrechnet
> werden, weil ein Stau als Wegzeit ohne Kilometerleistung
> weiterzuverrechnen is ja nicht die feine Art, oder?
*können* tut man schon. Aber es ist eher unüblich, da das Teure an der An-
und Abfahrt weniger das Kilometergeld ist als vielmehr die Arbeitszeit.
Allerdings steht es dem Kunden frei, im vorhinein eine Anfahrtspauschale zu
vereinbaren. Ob das Unternehmen zustimmt, ist eine andere Sache.
Peter
Kommt auf den Kunden an;-)
In den Auftragnehmerkataster der Stadt Wien,
Krankenanstaltenverbund....usw. kommt man prinzipiell nur mit
"Fahrtkostenpauschalen". Da sind dann Arbeitszeiten und Kilometerkosten
inkludiert.
Wir verrechnen normalerweise die tatsächliche Fahrzeit als normale
Arbeitszeit zzgl. den tatsächlich gefahrenen Kilometern.
Extra Rüst- bzw. Vorbereitungszeiten halte ich für dubios wenn man
gleichzeitig Fahrtkosten für einen Servicewagen verrechnet. Der sollte
dann ja jederzeit dementsprechend ausgerüstet sein.
Richard
> Extra Rüst- bzw. Vorbereitungszeiten halte ich für dubios wenn man
> gleichzeitig Fahrtkosten für einen Servicewagen verrechnet. Der sollte
> dann ja jederzeit dementsprechend ausgerüstet sein.
Ich erlebte es bei meiner Heizungsinstallation. Auch wenn das ganze
Material im Lager vorhanden ist, müssen die Monteure es laut Stückliste
zusammentragen, im Wagen verstauen etc. Daß das normale Werkzeug vorhanden
ist, ist eh klar. Als Pauschalierung fand ich die 30 Minuten angemessen,
zumal ich sowohl den Inhaber als auch den Monteur persönlich kenne und ich
weiß, daß ich von denen nicht gelegt werde. Zudem kamen mir 750 ATS pro
Stunde für Meister und Lehrling als nicht unangemessen teuer vor.
Peter
>Schon klar. Nur kann das ganze auch nur kilometerabhängig verrechnet werden,
>weil ein Stau als Wegzeit ohne Kilometerleistung weiterzuverrechnen is ja nicht
>die feine Art, oder?
Wieso? Der Unternehmer muss der Person im Auto ja Gehalt zahlen!
Gruß,
daPeda
Peter Gruendler wrote:
Da geb ich Dir Recht.
Ein kleines Beispiel:
Du läßt Dir einen Installateur kommen: Wegstrecke 10 km (beide Richtungen
zusammengezählt), aber Dank eines Staus benötigt der Installateur nicht die üblichen
10 min. sondern eine ganze Stunde;
Du zahlst ja nicht die reinen Lohnkosten - das wär nämlich ein Traum, sondern etwa
EUR 70,--; Du wirst Dir als Unternehmer hart tun diese EUR 70,-- für die Stunde
Wegzeit weiterzuverrechnen;
Den Stundenlohn hätte ich auch mal gerne gehabt - würd etwa EUR 12.000,-- brutto im
Monat ausmachen;
Sollte ich diese Rechnung bekommen ziehe ich mir automatisch soviel Skonto ab, daß
ich auf das Kilometergeld und nicht mehr komme;
Der Installateur selbst hat auf seinem Lohnzettel e nur etwa EUR 10,-- / h stehen
und nicht mehr;
Gruß,
Walter
p.s. dieses Beispiel verdeutlicht wie so oft, daß etwas am System krank ist: würde
ich dem Installateur direkt pro Stunde (die Stunde Stau von mir aus mit
eingerechnet)
EUR 20,-- geben, hat er mehr als er auf seinem Lohnzettel sieht und mich würds
billiger kommen: EUR 40,-- sind gewaltig billiger als die EUR 75,--;
> Nach welchen Kriterien bzw. ges. Vorschriften kann ein Selbständiger die
> Höhe des Preises für seine Wegzeit festsetzen ?
Angemessen würde ich sagen. Die Wegzeit wird üblicherweise wie der
normale Arbeitsstundensatz verrechnet. Dazu kommen Kosten des
Verkehrsmittels und Reisespesen (Aufwand für Verpflegung, Nächtigung).
> Welchen Spielraum gibt es oder unterliegt alles der Privatautonomie?
Vertraglich kannst vereinbaren, was Du willst. Je nach Beruf sind dann
gewisse Konditionen üblich und teilweise in AGB's (zB
Unternehmensberater) bzw. Tarifen (Architekten, Rechtsanwälte)
niedergeschrieben. Bei den Unternehmensberatern wird innerhalb des
Ortsgebietes (auch Wien) üblicherweise nix verrechnet. Bei
Servicetechnikern wird im Ortsgebiet meist 1/2 Stunde pauschal und
außerhalb nach tatsächlichem Aufwand verrechnet. Stundensatz ist
identisch mit dem Normalstundensatz, weil man beim Servicetechniker
Fahrzeug, Werkzeug, Zulagen etc. schon in den Stundensatz hineinrechnet.
Außerhalb der normalen Arbeitszeit gibt es natürlich Zuschläge für
Überstunden, Nacht, Wochenende etc.
Weniger Spielraum hast Du, wenn Deine Preise nicht Vertragsbestandteil
wurden. Z.B. wenn Dich jemand anruft, und Dich um Störungsbehebung
bittet, ohne über die Preisgestaltung zu verhandeln. Dann könnte es
nämlich in letzter Konsequenz dazu kommen, daß Deine Rechnung und die
Preise vor Gericht von einem Sachverständigen nachkalkuliert werden und
auf Angemessenheit überprüft.
Helmut Wollmersdorfer
--
http://www.wollmersdorfer.at
Name them and shame them http://www.bigbrotherawards.at/
http://www.vibe.at subscribe http://www.vibe.at/kontakt.html#internetz
http://quintessenz.at subscribe http://www.quintessenz.at/q/depesche
> Sollte ich diese Rechnung bekommen ziehe ich mir automatisch
> soviel Skonto ab, daß ich auf das Kilometergeld und nicht mehr
> komme;
Mein Anwalt liebt Menschen wie Dich.
--
Viele Grüße aus Wien
Martin Hlustik
Ich glaube Du verstehst da was wesentliches nicht. Du zahlst 75 EUR pro
Stunde. Erhalten tut der Arbeiter direkt aber nur 10 EUR. Wo ist die
Differenz?
Die Differenz ist:
Leerzeit des Arbeiters (ja er bekommt auch Gehalt bezahlt, wenn mal die eine
oder andere Stunde nix zu tun ist)
Weiterbildung des Arbeitsers
Krankheit des Arbeiters
Pension des Arbeiters
Versicherung des Arbeiters (auch die machen Fehler)
......
Nur kurzsichtige Leuete freuen sich über das Geld, dass sie schwarz bekommen
könnten. Denn spätestens mit 60 wissen sie nicht, wie sie in Pension gehen
sollen, weil kein Geld da ist.
Alexander
> Du zahlst ja nicht die reinen Lohnkosten - das wär nämlich ein Traum, sondern etwa
> EUR 70,--; Du wirst Dir als Unternehmer hart tun diese EUR 70,-- für die Stunde
> Wegzeit weiterzuverrechnen;
[...]
> Der Installateur selbst hat auf seinem Lohnzettel e nur etwa EUR 10,-- / h stehen
> und nicht mehr;
Als Grundlohn würden die Installateure davon träumen, inklusive Zulagen
stimmt es schon eher.
Aber rechnen wir mal:
Kosten:
10,- EUR/Std x 38,5 Std/Woche x 4,33 Wochen/Monat x 14
Monatsgehälter/Jahr = 23.338,70 EUR/Jahr
Lohnnebenkosten (DG-Anteil SV etc.) ca. +32% = 7.468,38 EUR/Jahr
KFZ-Kosten pro Jahr = ca. 6.000,- EUR
-------------------------------------
Summe direkte Kosten = 36.807,08 EUR
+ Gemeinkosten 30% = 11.042,12 EUR
-------------------------------------
Jahreskosten = 47.849,20 EUR
Der Monteur ist wegen Urlaub, Feiertagen, Krankheit, sonstigen bezahlten
Ausfallstunden nur ca. 10 Monate im Jahr anwesend = 38,5 Std/Woche x
4,33 Wochen/Monat x 10 Monate/Jahr = 1.667 Anwesenheitsstunden/Jahr
Davon sind in der Störungsbetreuung nur ca. 50% an Kunden verrechenbar =
833 verrechenbare Stunden/Jahr
Stundensatz = 47.849,20 Jahreskosten / 833 verr. Stunden = 57,44
EUR/Stunde. Inkl. 20% Mehrwertsteuer sind es dann 68,93 EUR/Stunde.
Alles zirka. Wär das nicht so, dann würde wohl jeder ein
Installationsunternehmen aufmachen. In der Realität gehen aber gerade in
der Branche viel in Konkurs.
> p.s. dieses Beispiel verdeutlicht wie so oft, daß etwas am System krank ist: würde
> ich dem Installateur direkt pro Stunde (die Stunde Stau von mir aus mit
> eingerechnet)
> EUR 20,-- geben, hat er mehr als er auf seinem Lohnzettel sieht und mich würds
> billiger kommen: EUR 40,-- sind gewaltig billiger als die EUR 75,--;
Bei einer Abgabenquote von fast 50% ist wohl alles klar?
> Ich glaube Du verstehst da was wesentliches nicht. Du zahlst 75 EUR pro
> Stunde. Erhalten tut der Arbeiter direkt aber nur 10 EUR. Wo ist die
> Differenz?
> Die Differenz ist:
> Leerzeit des Arbeiters (ja er bekommt auch Gehalt bezahlt, wenn mal die eine
> oder andere Stunde nix zu tun ist)
Selbst wenn man die ganze Steuergeschichte mal wegläßt und volle
Auftragsbücher annimmt, dann bekommt der Arbeiter 14 Monate bezahlt,
arbeitet aber nur 10. Das macht schon mal 14 EUR. Und selbst wenn sich
der Pfuscher über unendliche Nachfrage erfreuen kann, gehen Zeiten fürs
besichtigen, Arbeitsplanung, Material einkaufen und herrichten etc.
drauf. Wenn er extrem gut organisiert ist, kann er nur max. 80%
verrechnen, dann haben wir schon 14 EUR / 0,8 = 17,50 EUR als
Vergleichswert.
Ich versteh ja die ganzen Freiberufler/Studenten nicht, die für 11 EUR
qualifizierte Arbeiten verrichten.
So sehe ich das auch, konnte aber bei meiner Suche im RIS keine Urteile oder
Rechtsätze finden.
>
> > Welchen Spielraum gibt es oder unterliegt alles der Privatautonomie?
>
> Vertraglich kannst vereinbaren, was Du willst. Je nach Beruf sind dann
> gewisse Konditionen üblich und teilweise in AGB's (zB
> Unternehmensberater) bzw. Tarifen (Architekten, Rechtsanwälte)
> niedergeschrieben. Bei den Unternehmensberatern wird innerhalb des
> Ortsgebietes (auch Wien) üblicherweise nix verrechnet. Bei
> Servicetechnikern wird im Ortsgebiet meist 1/2 Stunde pauschal und
> außerhalb nach tatsächlichem Aufwand verrechnet. Stundensatz ist
> identisch mit dem Normalstundensatz, weil man beim Servicetechniker
> Fahrzeug, Werkzeug, Zulagen etc. schon in den Stundensatz hineinrechnet.
> Außerhalb der normalen Arbeitszeit gibt es natürlich Zuschläge für
> Überstunden, Nacht, Wochenende etc.
>
> Weniger Spielraum hast Du, wenn Deine Preise nicht Vertragsbestandteil
> wurden. Z.B. wenn Dich jemand anruft, und Dich um Störungsbehebung
> bittet, ohne über die Preisgestaltung zu verhandeln. Dann könnte es
> nämlich in letzter Konsequenz dazu kommen, daß Deine Rechnung und die
> Preise vor Gericht von einem Sachverständigen nachkalkuliert werden und
> auf Angemessenheit überprüft.
Das ist jetzt ein wichtiger Punkt.
Ich gehe davon aus, das beide Parteien Gewerbetreibende sind.
Die Nachkalkulation eines Sachverständigen:
bezieht sich entweder auf den marktüblichen Preis für Wegzeitpauschalen /
Arbeitszeit in der jeweiligen Branche oder auf stützt sich auf Urteile der
Gerichte ?
Ich habe leider nur das RIS zu Verfügung und habe dort trotz langer suche
nichts gefunden.
Alexander Wunderer wrote:
> > p.s. dieses Beispiel verdeutlicht wie so oft, daß etwas am System krank
> ist: würde
> > ich dem Installateur direkt pro Stunde (die Stunde Stau von mir aus mit
> > eingerechnet)
> > EUR 20,-- geben, hat er mehr als er auf seinem Lohnzettel sieht und mich
> würds
> > billiger kommen: EUR 40,-- sind gewaltig billiger als die EUR 75,--;
>
> Ich glaube Du verstehst da was wesentliches nicht. Du zahlst 75 EUR pro
nein EUR 70,-- / Stunde + EUR 5,-- Kilometergeld;
>
> Stunde. Erhalten tut der Arbeiter direkt aber nur 10 EUR. Wo ist die
> Differenz?
> Die Differenz ist:
> Leerzeit des Arbeiters (ja er bekommt auch Gehalt bezahlt, wenn mal die eine
> oder andere Stunde nix zu tun ist)
> Weiterbildung des Arbeitsers
> Krankheit des Arbeiters
> Pension des Arbeiters
> Versicherung des Arbeiters (auch die machen Fehler)
> ......
>
Ich geb Dir ja Recht: nur wenn der Installateur EUR 10,-- / Stunde bekommt, sind
die EUR 70,-- welche ich zu bezahlen etwas gewaltig zu hoch; würd ich nur EUR
20,-- / Stunde bezahlen, hab ich sogar die Lohnnebenkosten inkl.; wozu sollen
die EUR 50,-- gut sein, für die Pension des Installateurs tragen die aber
überhaupt nichts bei, oder?
Gruß,
Walter
[Stundenlohn]
> Ich geb Dir ja Recht: nur wenn der Installateur EUR 10,-- / Stunde bekommt, sind
> die EUR 70,-- welche ich zu bezahlen etwas gewaltig zu hoch; würd ich nur EUR
> 20,-- / Stunde bezahlen, hab ich sogar die Lohnnebenkosten inkl.; wozu sollen
> die EUR 50,-- gut sein, für die Pension des Installateurs tragen die aber
> überhaupt nichts bei, oder?
Irgendwie werden bei der Diskussion die ganzen laufenden Kosten
vergessen, die nicht im direkten Zusammenhang mit dem Installateurbesuch
stehen - jemand muß die Räumlichkeiten des Installateurs bezahlen, den
Sprit und die Versicherung, etc. für den Lieferwagen, das Gehalt für die
Sekretärin, die die Rechnungen schreibt, usw usf.
Da kommt *einiges* zusammen.
Im Rechungswesen gibts da eben den DB (Deckungsbeitrag) 1 und 2, für die
direkten und die allgemeinen Aufwände.
Barbara
> Ich gehe davon aus, das beide Parteien Gewerbetreibende sind.
> Die Nachkalkulation eines Sachverständigen:
Die wird IMHO nur dann relevant, wenn Leistungen nach Aufwand anfallen,
für die keine Vereinbarung über den Preis getroffen wurde. Z.B. jemand
gibt eine Heizung pauschal in Auftrag, für zusätzliche Leistungen
("Regiesätze") wird nichts vereinbart. Nach Fertigstellung braucht der
Kunde den Installateur nochmals (Maler, Fliesenleger hat was
beschädigt). Jetzt kann der Installateur IMHO den tatsächlichen,
angemessenen Aufwand verrechnen.
> bezieht sich entweder auf den marktüblichen Preis für Wegzeitpauschalen /
> Arbeitszeit in der jeweiligen Branche oder auf stützt sich auf Urteile der
> Gerichte ?
IMHO geht es um angemessen, ortsüblich, branchenüblich, tatsächlicher
Aufwand. Sachverständige haben da einen gewissen Spielraum, und können
auch auf besondere Gegebenheiten eines Unternehmers eingehen. Für
Arbeitszeiten etc. gibt es Kollektivverträge. Sonst gibt es noch jede
Menge an Statistiken über durchschnittliche Fehlzeiten, Auslastungen,
Gemeinkostenzuschläge, ortsübliche Entlohnung, auf die Sachverständige
zurückgreifen.
Aber ganz verstehe ich Dein Problem nicht. Du willst einen Preis für die
Wegzeit festsetzen. Nimm ganz einfach den Stundensatz, innerorts 0,5 Std
und außerorts tatsächliche Fahrzeit nach begonnenen 0,5 Std. Gibt es
eine kollektivvertragliche Regelung für Wegzeiten, dann schau Dir die
mal an. Dann schau mal, wie die Mitbewerber das machen. Hast Du Dich
dann für eine Preis entschieden, dann verrechne den ganz einfach. Wirst
eh sehen, ob die Kunden das akzeptieren.
> Ich habe leider nur das RIS zu Verfügung und habe dort trotz langer suche
> nichts gefunden.
Quellen kann ich auch keine zitieren, ich berichte hier eher unscharfes
Erfahrungswissen.
> "Walter H." schrieb:
> > Ich geb Dir ja Recht: nur wenn der Installateur EUR 10,-- / Stunde bekommt, sind
> > die EUR 70,-- welche ich zu bezahlen etwas gewaltig zu hoch; würd ich nur EUR
> > 20,-- / Stunde bezahlen, hab ich sogar die Lohnnebenkosten inkl.;
Die wären mit ca. EUR 18,30 schon gedeckt. Umsatzsteuer gibt es dann
noch.
> Irgendwie werden bei der Diskussion die ganzen laufenden Kosten
> vergessen, die nicht im direkten Zusammenhang mit dem Installateurbesuch
> stehen - jemand muß die Räumlichkeiten des Installateurs bezahlen, den
> Sprit und die Versicherung, etc. für den Lieferwagen, das Gehalt für die
> Sekretärin, die die Rechnungen schreibt, usw usf.
> Da kommt *einiges* zusammen.
> Im Rechungswesen gibts da eben den DB (Deckungsbeitrag) 1 und 2, für die
> direkten und die allgemeinen Aufwände.
Ich habs eh schon unter <3CB14D7D...@Wollmersdorfer.at>
vorgerechnet, wie man auf ca. EUR 70,- kommt. Und wenn ich mir den
Stundensatz meines Mechanikers mit EUR 65,- inkl. Ust anschau und mit
den Erfolgsrechnungen von Klienten der selben Branche vergleich, dann
weiß ich, daß da nicht viel bzw. kaum Gewinn drin ist.
Martin Hlustik wrote:
> Walter H. schrieb:
>
> > Sollte ich diese Rechnung bekommen ziehe ich mir automatisch
> > soviel Skonto ab, daß ich auf das Kilometergeld und nicht mehr
> > komme;
>
> Mein Anwalt liebt Menschen wie Dich.
Ich liebe Handwerker, die nur kommen, wenn sie gerade mal in der Gegend
sind - und mehreren die gleichen Fahrtspesen aufbrummen; *gggg*
Walter
Barbara Langwieser wrote:
Stimmt. Drum sag ich ja, daß das System krank ist.
Wer kann es sich in Zukunft noch leisten einen Handwerker kommen zu lassen, wenn er
dem/der einen Tag seines Gehaltes geben muß, nur daß der/die a paar Handgriff macht;
*gggg*
Walter
Problem: Festlegung eines sowohl für Auftragnehmer und Auftraggeber
akzeptablen Preises für Wegzeit für die Durchführung kurfristiger Projekte.
Für längerfristige gelten erfahrungsgemäss andere Masstäbe.
>Du willst einen Preis für die
> Wegzeit festsetzen. Nimm ganz einfach den Stundensatz, innerorts 0,5 Std
> und außerorts tatsächliche Fahrzeit nach begonnenen 0,5 Std.
Das klingt akzeptabel und gefällt mir.
> Gibt es
> eine kollektivvertragliche Regelung für Wegzeiten, dann schau Dir die
> mal an. Dann schau mal, wie die Mitbewerber das machen. Hast Du Dich
> dann für eine Preis entschieden, dann verrechne den ganz einfach. Wirst
> eh sehen, ob die Kunden das akzeptieren.
>
> > Ich habe leider nur das RIS zu Verfügung und habe dort trotz langer
suche
> > nichts gefunden.
>
> Quellen kann ich auch keine zitieren, ich berichte hier eher unscharfes
> Erfahrungswissen.
Genügt mir auch, denn es ist realistisch.
Danke für deine Informationen.
mfg
F.H.
[Stundensatzberechnungen]
>Davon sind in der Störungsbetreuung nur ca. 50% an Kunden verrechenbar =
>833 verrechenbare Stunden/Jahr
Wie kommst Du darauf?
Ich kenne (Ziel-)Werte von 3 -5% der Anwesenheitszeit, allerdings
nicht im Installationsgewerbe.
Richard?
Servus,
Franz
>Aber ganz verstehe ich Dein Problem nicht. Du willst einen Preis für die
>Wegzeit festsetzen. Nimm ganz einfach den Stundensatz, innerorts 0,5 Std [...]
Findest Du das auch für das Wr. Stadtgebiet ("innerorts") für
angemessen?
Hint: "Unberechenbare" S/O - Tangente, Firmenstandort Ketzergasse,
Einsatzort Herrengasse (um moderat zu bleiben)?
Servus,
Franz
> Also sprach Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> :
> [Stundensatzberechnungen]
> >Davon sind in der Störungsbetreuung nur ca. 50% an Kunden verrechenbar =
> >833 verrechenbare Stunden/Jahr
> Wie kommst Du darauf?
Erfahrungswerte.
> Ich kenne (Ziel-)Werte von 3 -5% der Anwesenheitszeit,
Das ist ja noch schlimmer. Was tun die Leute die restlichen 95-97% der
Zeit? Mit so großen Totzeitblöcken könnt man sich schon eine sinnvolle
Organisation einfallen lassen.
[Wegzeitpauschale 0,5 Std.]
> Findest Du das auch für das Wr. Stadtgebiet ("innerorts") für
> angemessen?
Aus Unternehmer- oder aus Kundensicht?
In Wien sollte man eigentlich mit _durchschnittlich_ 0,5 Std. auskommen.
Hat sich eigentlich bei den meisten Branchen mit
Störungs-/Kurzzeiteinsätzen so eingebürgert. Größere Unternehmen
profitieren davon, weil die 10 Monteure übers Stadtgebiet verteilt haben
und bei guter Einsatzplanung nur ein paar Gassen weiter müssen.
> Hint: "Unberechenbare" S/O - Tangente, Firmenstandort Ketzergasse,
> Einsatzort Herrengasse (um moderat zu bleiben)?
Schlechter Firmenstandort würd ich da diagnostizieren. Wenn Dein
Unternehmen am A*** der Welt ist und Deine Kunden im 1. Bezirk sind,
dann zahlst halt drauf oder den Kunden ist Deine lange Fahrzeit zu
teuer. Erfreut werden die sowieso nicht sein, wennst immer so lang zu
ihnen brauchst.
Klassisches Dilemma zwischen tatsächlichen Kosten und marktgerecht.
>"Franz J. Boeck" wrote:
>[Wegzeitpauschale 0,5 Std.]
>> Findest Du das auch für das Wr. Stadtgebiet ("innerorts") für
>> angemessen?
>Aus Unternehmer- oder aus Kundensicht?
Das bleibt bei meiner Fragestellung unerheblich: Angemessen = ok,
überhöht oder zu günstig = ein Geschäftspartner trägt den Nachteil.
>In Wien sollte man eigentlich mit _durchschnittlich_ 0,5 Std. auskommen.
Ich würde dies nur für die *Anfahrt* bestätigen. Warum sollte die
Rückfahrt nicht verrechnungswürdig/-pflichtig sein?
>Hat sich eigentlich bei den meisten Branchen mit
>Störungs-/Kurzzeiteinsätzen so eingebürgert. Größere Unternehmen
>profitieren davon, weil die 10 Monteure übers Stadtgebiet verteilt haben...
... und diesen Vorteil _nicht_ an Kunden weitergeben. IMO werden von
den meisten Firmen Fahrkosten und Weggelder vom Firmenstandort zum
Kunden *und retour* verrechnet, gleichwohl ein 'Monteur' idR eine
zeit- und wegoptimierte "Runde" fährt - vom ersten zum nächsten Kunden
und abends zurück zum Chef.
>und bei guter Einsatzplanung nur ein paar Gassen weiter müssen.
Die so gewonnene Fahrzeit wird am Würstelstand / in einer verlängerten
Mittagspause konsumiert, die gewonnenen Dienst-km in undeklarierten
Privatfahrten konsumiert.
>> Hint: "Unberechenbare" S/O - Tangente, Firmenstandort Ketzergasse,
>> Einsatzort Herrengasse (um moderat zu bleiben)?
>Schlechter Firmenstandort würd ich da diagnostizieren.
? Der Firmenstandort wäre in der Nähe der häufigsten Einsatzorte
ideal. Wird aber im Installationsgewerbe wohl anders gehandhabt (z.B.
durch Gebietsbetreuung).
PC - Troubleshooter mit Hot-Line (Spot-Service) und Kunden quer über'n
Kontinent werden dies anders planen (müssen).
>Klassisches Dilemma zwischen tatsächlichen Kosten und marktgerecht.
... weshalb wohl eine Verrechnung nach tatsächlichem Aufwand die
fairste bliebe - alldings zu unvorhersehbaren Kosten. Wer dies ablehnt
und lieber eine Wegpauschale zahlt, wird i.A.die Risken eines
"Tangentenchaos" anteilig immer mitbezahlen.
Lg, Franz
--
"Warum muss man fuer den Besuch beim Hellseher
einen Termin haben?"
>> Ich kenne (Ziel-)Werte von 3 -5% der Anwesenheitszeit,
>Das ist ja noch schlimmer. Was tun die Leute die restlichen 95-97% der
>Zeit?
LOL ;-}
Ich präzisiere:
Ich kenne (Ziel-)Werte von 3 -5% der Anwesenheitszeit als *nicht*
verrechenbare Arbeitszeit im Störungsdienst.
Servus,
Franz
> Ich würde dies nur für die *Anfahrt* bestätigen. Warum sollte die
> Rückfahrt nicht verrechnungswürdig/-pflichtig sein?
Rückfahrt ist bei hauptberuflichem Störungsdienst gleich Anfahrt zum
nächsten Kunden, also Einmalverrechnung. Für andere Tätigkeiten, wo man
typischerweise nicht dauernd auf Achse ist, wird An- und Abfahrt
verrechnet - pauschal, nach Aufwand oder garnicht.
Beispiel Aufzüge:
- Störungsbehebung/Kleinreparaturen: Wegzeit in Wien pauschal, in den
Bundesländern nach Aufwand.
- regelmäßiges Service: ohne Wegzeitverrechnung, da Pauschalpreis
- Störungsbehebung außerhalb Normalarbeitszeit (Nacht, Wochenende): nach
tatsächlichem Aufwand
Beispiel Unternehmensberater:
- in Wien keine Verrechnung von Wegzeit und Reisekosten üblich
- Bundesländer tatsächliche Wegzeit, Fahrtkosten, Reisespesen
Die Feuerwehr der Stadt Wien dokumentiert den Zeitablauf eines Einsatzes
übrigens minutengenau vom Einlangen der Meldung an. Obs dann auch so
verrechnet wird, weiß ich nicht. Sinnvoll wär in diesem Fall jedenfalls
auch die Verrechnung der Rückfahrt, weil deren Aufgabe ja in der
Einsatzbereitschaft besteht.
> ... und diesen Vorteil _nicht_ an Kunden weitergeben.
Wegzeitpauschalen sind sowohl für den Kunden als auch für den
Unternehmer praktisch, weil kaum darüber diskutiert wird.
> Die so gewonnene Fahrzeit wird am Würstelstand / in einer verlängerten
> Mittagspause konsumiert, die gewonnenen Dienst-km in undeklarierten
> Privatfahrten konsumiert.
Ist ein offenes Geheimnis. Ich kenn Fälle, wo die Summe der
aufgezeichneten Zeiten über 100 Stunden pro Woche ausmacht. Heutzutage
geht das mit exakteren Zeitvorgaben und Computerabrechnung nicht mehr so
leicht. Da gibt es aber auch noch viele, die ihre Arbeitscheine in den
ersten 2,5 Tagen der Woche abarbeiten und falsches
Durchführungsdatum/Uhrzeit draufschreiben. Bei Reklamationen kommt das
dann hervor, wenn der Kunde sagt "am Freitag war der bestimmt nicht da".
> PC - Troubleshooter mit Hot-Line (Spot-Service) und Kunden quer über'n
> Kontinent werden dies anders planen (müssen).
PC-Troubleshooter gibt es so massenweise, daß ich das mit dem Kontinent
nicht versteh. Natürlich gibt es Spezialisten, die weltweit zum Einsatz
kommen, zB bei Großrechnern (Reaktionszeit 24 Stunden). Oder der
Techniker, den ich einmal im Flieger kennengelernt hab. Der repariert
Ölfeldpumpen. Das sind diese schmalen Spezialdinger, die sich am
Bohrgestänge ganz tief unten befinden.
> ... weshalb wohl eine Verrechnung nach tatsächlichem Aufwand die
> fairste bliebe - alldings zu unvorhersehbaren Kosten.
Letzteres würde viele Kunden stören.
--
Hat Dir Mozilla 4.74 [de] (X11; U; Linux 2.2.16 i686) einen Streich
gespielt? ;-}
LG Franz
--
"This article does not support incompatible and broken newsreaders."
> Ich präzisiere:
> Ich kenne (Ziel-)Werte von 3 -5% der Anwesenheitszeit als *nicht*
> verrechenbare Arbeitszeit im Störungsdienst.
Welche Branche? Das würde bedeuten, daß der Techniker immer alles
mithat, was er braucht. Außerdem müßten die Störungen gleichmäßig
verteilt anfallen, was unmöglich ist. Störungen treten gehäuft bei
Wetterwechsel, Extremwetter etc. auf. Gemeldet werden sie vorzugsweise
freitag mittags oder bei herannahenden Feiertagen, weil die Leute da den
Kopf dafür frei haben. Ist den den Ambulanzen der Spitäler ähnlich -
Patienten kommen vorzugsweise sonntags um 21:00 weil "schon gannse Woche
Schmärrrdsen".
Und wie sorgst Du dann für Kundenzufriedenheit, wenn bei 100% Auslastung
die Reaktionszeit unerträglich lange wird? Manche Branchen wie
Installateure können sich das leisten, weil man froh sein muß, daß einer
überhaupt innerhalb von einer Woche kommt. Ich kenne aber genug
Rahmenverträge, wo Reaktionszeit 0,5 Std von Meldung bis Arbeitsbeginn
drinsteht.
>Ich kenn Fälle, wo die Summe der aufgezeichneten Zeiten über
>100 Stunden pro Woche ausmacht.
Ich kenn eine Darstellung eines ehemaligen Wartungstechnikers, dessen
Chef immer gleichzeitig zwei Durchführungstermine an benachbarten
Einsatzorten vereinbarte - allerdings für ein- und die selbe
Wartungspartie.
Diese meldete sich morgens kurz hintereinander bei beiden Kunden zur
Durchführung von Wartungsarbeiten an und erweckte durch häufiges Ein-
und Ausgehen (z.B. zwecks Ersatzteilbeschaffung o.ä.) den Eindruck
reger Betriebsamkeit.
Tatsächlich wechselten sie mehrmals täglich zum benachbarten, zweiten
Einsatzort, um sich abends jeweils einen ganzen Arbeitstag für
durchgeführte "Wartungstätigkeiten" durch beide Auftraggeber
bestätigen zu lassen.
Sind solche Vorgehensweisen auch ein "offenes Geheimnis"?
fragt sich grüßend
Franz
> Also zitierte Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at>
> [alle 59 Zeilen meines Postings
> MID: <k5dbbu0mg9u5nurg3...@4ax.com>]
> Hat Dir Mozilla 4.74 [de] (X11; U; Linux 2.2.16 i686) einen Streich
> gespielt? ;-}
Oooops. Anscheinend. Werd ich canceln.
Helmut Wollmersdorfer
>"Franz J. Boeck" wrote:
>> Ich präzisiere:
>> Ich kenne (Ziel-)Werte von 3 -5% der Anwesenheitszeit als *nicht*
>> verrechenbare Arbeitszeit im Störungsdienst.
>Welche Branche?
Es handelt(e) sich um eine exzellent organisierte am.
Konzernniederlassung im High-Tech - Bereich.
>Das würde bedeuten, daß der Techniker immer alles
>mithat, was er braucht.
Genau. Nannte man "Car - Stock", also Auto - Lager.
>Außerdem müßten die Störungen gleichmäßig
>verteilt anfallen, was unmöglich ist.
ACK. Deshalb wurden kleinere Wartungsverträge (mit Vorgabezeiten
von 2 ... max. 6 h) ohne Dringlichkeit einer termingerechten
Durchführung dem Entstörungstechniker mitgegeben und im Tagesgeschäft
durchgeführt, falls keine weiteren Störungen an ihn disponiert wurden.
Bei Disposition für 1 Woche im Voraus wurden schlechtestenfalls
Wartungstermine ohne Dringlichkeit um eine Woche verschoben, aber kaum
angeforderte Störungsbehebungen, sofern hochpriorig gemeldet.
>Störungen treten gehäuft bei Wetterwechsel, Extremwetter etc. auf.
>Gemeldet werden sie vorzugsweise freitag mittags ...
... kommt mir doch irgendwie bekannt vor! War aber nicht so schlimm,
denn die Freitag - Einsätze waren meist "eh nur" die mit hoher oder
höchster Priorität. ;-}
>Und wie sorgst Du dann für Kundenzufriedenheit, wenn bei 100% Auslastung
>die Reaktionszeit unerträglich lange wird?
S.o. Es bedarf aber zusätzlich eines kleveren Disponenten, der max. 15
bis 20 Mann steuert und Kundenforderungen nach Dringlichkeit und
Terminforderungen bestmöglich entspricht.
>Manche Branchen wie Installateure können sich das leisten, weil man
>froh sein muß, daß einer überhaupt innerhalb von einer Woche kommt.
Die Wahrheit ist doch, daß derart schlechten Service zähneknirschend
inkauf genommen wird, weil gemäß der österr. Gewerbeordnung und
bürokratischer, kundenvertreibender Politik ohnedies die Kunden an
letzter Stelle stehen; Finanzämter und auferlegte Bürokratie steht
hier nun einmal an erster Stelle. Damit hat der gelernte Österreicher
längst "zu leben gelernt" und lastet die Folgen nicht seinem - ach so
bedauernswerten - Installateur an.
>Ich kenne aber genug Rahmenverträge, wo Reaktionszeit 0,5 Std von
>Meldung bis Arbeitsbeginn drinsteht.
Mag sein, Du schreibst von Rahmenverträgen. Wird auch in jedem
Einzelfall so heiß gegessen als gekocht?
Servus,
Franz
> Sind solche Vorgehensweisen auch ein "offenes Geheimnis"?
Also was willst alles wissen über betrügerisches von Unternehmern und
Dienstnehmern? Wie dick soll der Roman sein?
Die Kleinigkeiten:
- "kleine" Arbeitszeit- und Überstundenschummeleien
- dreifache Arbeitszeitaufzeichnungen wegen Verstößen gegen das
Arbeitszeitgesetz
- richtige Schlafstellen mit Matratze in Hochregallager
- Umtanken ins private Fahrzeug
- zweimal Wagenwäsche am selben Tag
- dazuschreiben von Stunden im Auftrag des Unternehmers
- Arbeiter, die nicht auf der Lohnliste aufscheinen
- Lohnzahlungen für nie gesehene Arbeitnehmer
- Rechnung für Arbeitsessen wird vom Kellner 4mal so hoch ausgestellt
- verrechnen nicht durchgeführter Arbeiten
- in Paletten mit Lebensmittelschachteln oder anderem, was gut
verkaufbar ist, werden "Löcher" von den LKW-Fahrern hineingeschlichtet
oder Getränkeflaschen aus den Kisten genommen und daher weniger
übergeben, als am Lieferschein steht.
- Betonmischer läßt einen Rest auf der Rückfahrt bei einer Privatperson
in die Verschalung, nach ein paar Fahrten ist der Gartenzaun fertig.
- Kinokarten werden am Eingang nicht abgerissen sondern abgenommen und
für die nächste Vorstellung nochmals verkauft
(Das Gastgewerbe spar ich mir jetzt wegen der Textmenge)
Gefinkeltes:
- 2 Bekannte aus verschiedenen Unternehmen koordinieren ihre
Dienstreisen so, daß sie gemeinsam fahren können. Beide verrechnen
km-Geld, Spesen etc. Lassen sich von Lieferanten zum Essen einladen.
Profibetrüger:
- Baustellen beginnen, Anzahlung kassieren und nicht weitermachen,
klagen lassen, Verfahren verzögern, nach ein paar Jahren und fast
hundert Gerichtsprozessen in Konkurs gehen
- Arbeitnehmer bei der Krankenkasse (GKK) anmelden, nie zahlen, und der
GKK (da vergeht viel Zeit bis dahin) dann sagen, die Unterschriften sind
gefälscht. Arbeitnehmer sind schon in alle Winde zerstreut, haben
trotzdem Pensionszeiten erworben.
- Firmenanschriften, wo eine Baulücke, Park ist. Betriebsprüfer kennen
diese Adressen schon auswendig.
- Geschäftsführer (meist aus einschlägigen südlichen Ländern) mit einem
halben Dutzend Pässen auf verschiedene Namen
- Asphaltdecke im Straßenbau aufbringen, statt Hausnummer 8cm nur 7cm.
Verrechnet wird nach Masse, der kundenseitige Kontrollor schneidet mit.
Nadelstreif:
- mit gut klingenden Konzepten und überzeugendem Auftreten riesige
Geldsummen aquirieren, luxuriös davon leben, was auf die Seite bringen,
Geld in Publicity schütten um damit noch bedeutendere Kontakte zu
knüpfen, rechtzeitig zum nächsten Projekt wechseln. Unangreifbar.
- bekannter Konzern unterbietet bei einer großen Ausschreibung massiv,
obwohl er das Projekt in der Zeit nicht durchführen kann und das Know
How dafür nicht hat. Eigentlich gewerblicher Angebotsbetrug. Projekt
scheitert katastrophal. Management und Eigentümerwechsel beim Konzern,
voller Schadenersatz (zig Millionen), vorheriges betrügerisches
Management kommt wieder gut unter, sitzt nicht hinter Gittern, weil der
staatliche Auftraggeber einen Skandal vermeiden will.
- sich besser zu verkaufen als man ist, ist streng genommen Betrug
- es laufen einige in hohen Positionen mit gefälschten Zeugnissen und
Titeln herum, niemand sagt was
[Reaktionszeit 0,5 Std.]
> Mag sein, Du schreibst von Rahmenverträgen. Wird auch in jedem
> Einzelfall so heiß gegessen als gekocht?
Natürlich drückt niemand auf die Stoppuhr und Fehler werden in einer
guten Geschäftsbeziehung schon mal akzeptiert. Es gibt aber
Industrieanlagen, wo Stillstände astronomisch teuer sind, denk mal an
die OMV. Da gibt es bezahlte Rufbereitschaft für die eigenen Techniker
und Rahmenverträge für die Professionisten mit max. 0,5 Std. Wenn die
einen Anlagenteil für geplante, knapp getimte Wartungsarbeiten
abschalten, dann zahlen die sogar Störungstechniker für das
Danebenstehn, falls was ausfällt. Gemeinde Wien hat auch in einigen
Bereichen 0,5 Std. Oder denk mal an eine Zeitungsdruckerei, wo das
geliebte Blatt pünktlich in die Logistikkette muß.
[über Betrugsmethoden bei Kleinigkeiten, Gefinkeltem, Profis bis zum
Nadelstreif]
>Also was willst alles wissen über betrügerisches von Unternehmern und
>Dienstnehmern? Wie dick soll der Roman sein?
Das "Buch" wird wöchentlich neu aufgelegt, die Kapitel heißen wohl Der
Spiegel, Profil, Der Standard, Die Presse, Wirtschaftsblatt, Gewinn
u.a.m.
Neuauflagen werden medial durch Sendungen wie Der Report, Euro
Austria, ZiB1-3, Zur Sache u.a.m. unterstützt.
Manchen Lesern werden wohl mehr Details aus der "Nadelstreif -
Qualifikation" bekannt sein als aus der Kleinigkeiten - Liga.
Die Frage lautet daher:
Warum lassen wir uns all das bieten, wo wir doch all den daraus
resultierenden Schaden bezahlen!?
Meine Antwort lautet: weil manche glauben, durch solche Methoden
besser / schöner / bequemer leben zu können.
LG, Franz
--
"Die meisten Politiker sind unbestechlich,
sie nehmen nicht einmal Vernunft an."
> Also sprach Helmut Wollmersdorfer <Hel...@Wollmersdorfer.at> :
> [über Betrugsmethoden bei Kleinigkeiten, Gefinkeltem, Profis bis zum
> Nadelstreif]
> >Also was willst alles wissen über betrügerisches von Unternehmern und
> >Dienstnehmern? Wie dick soll der Roman sein?
> Das "Buch" wird wöchentlich neu aufgelegt, die Kapitel heißen wohl Der
> Spiegel, Profil, Der Standard, Die Presse, Wirtschaftsblatt, Gewinn
> u.a.m.
In dem Fall war es nur persönlich Erlebtes und Entdecktes, über das nie
in Medien berichtet wurde.
> Mag sein, Du schreibst von Rahmenverträgen. Wird auch in jedem
> Einzelfall so heiß gegessen als gekocht?
Ich gebe Helmut W. recht.
Dafür ist es ja ein Vertrag. Vereinbart wird eben
eine gewisse Leistung, wozu auch die einzuhaltende Reaktionszeit
gehört, gegen entsprechendes Entgelt.
Im Klartext: Je kürzer die max. Reaktionszeit sein soll,
umso teurer wird eben der Vertrag. Liegt ja auf der Hand.
________________________________
nette Grüße
Markus Konstantineas
[Wegzeitverrechnung]
> Wer dies ablehnt
> und lieber eine Wegpauschale zahlt, wird i.A.die Risken eines
> "Tangentenchaos" anteilig immer mitbezahlen.
NAK. Es besteht doch wohl auch eine
Schadensminimierungsobliegenheit iS des §1304 ABGB,
dh der Installateur könnte auch eine andere Route fahren
(und so Zeit sparen). Tut er dies nicht, ist er selber schuld
und darf das nicht auf den Kunden überwälzen.
Markus K.
Lieber Franz :-)
> Warum lassen wir uns all das bieten, wo wir doch all den daraus
> resultierenden Schaden bezahlen!?
Man kann alles übertreiben, stimmt.
> Meine Antwort lautet: weil manche glauben, durch solche Methoden
> besser / schöner / bequemer leben zu können.
Mir einem Interimsjob (20 Wochenstunden. Expedit, Ausliefern) kam ich
in kürzster Zeit auf 80 Stunden pro Woche, aber nicht zur adäquaten
Bezahlung (Trampel bzw. Trutschn in der Buchhaltung, antritschter Chef)
Also stieg der Verbrauch der Firmenlkws...
Nach mir kam einer, der ließ aus Unkenntnis den LKW-Motor verglühen,
na was war gscheiter!
BTW, mir ist ein Monteur lieber, der zwar teurer, aber sonst zufrieden
ist und ehrlich arbeitet, als Knausern auf Teufel komm raus und der nächste
Fehler kommt ehest.
Freilich, was beim Rechneranlagenservice verlangt wird, verstößt gegen
das Schamgefühl und Ehrhaftigkeit. ;-)
LG
>Vaillant? Da kommen die Techniker wochenlang nicht in die Firma:-))))
Ich hab' wohl zu sehr abgekürzt :-<
| > Es handelt(e) sich um eine exzellent organisierte amerikanische
^^^^^^^^^^^^^^
| > Konzernniederlassung im High-Tech - Bereich.
Weil Du Vaillant erwähnst: hast Du mit diesen einmal einen *Fixtermin*
vereinbart?
Es ist mir unverständlich, warum dies nicht möglich sein sollte, wenn
man keinen Wert auf ein Fixdatum legt, sondern nur Wert auf eine fixe
Uhrzeit (z.B. als Ersttermin am Morgen). Die sehr vage empfundene
Zusage seitens Vaillant "...zwischen acht und zwölf Uhr..." fand ich
derart unverschämt, dass ich auf diesen Kundendienst gleich ganz
verzichtete.
Das ist allerdings sicherlich mind. 12 Jahre her und wird sich
zwischenzeitlich hoffentlich zu Gunsten vielbeschäftigter Kunden
verändert haben?
LG, Franz
--
"Wer sich ärgert, büßt die Sünden der anderen."
(Konrad Adenauer)
>Es gibt aber Industrieanlagen, wo Stillstände astronomisch teuer sind,
>denk mal an die OMV.
Ich war ein paar Jahre als Planer von Automatisierungssystemen für ein
großes Motorenwerk in Wien tätig und habe eine vage Vorstellung, wovon
Du sprichst. ;-}
Mein Einwand bezog sich vielmehr darauf, dass im Installations- (und
Neben-)gewerbe oft unnötig kurze garantierte Zugriffszeiten verlangt
werden, die dann entsprechend teuer wären - oder aber nicht erfüllt
werden, weil die nötige Infrastruktur nicht bezahlt wird und deshalb
fehlt.
Wer 0,5 h garantierte Zugriffszeit braucht, wird's entsprechend
bezahlen müssen.
Bevor z.B. die Lotto - Gesellschaft österreichweit Online - Systeme
eingeführt hatte, mußten alle abgegebenen Tipscheine vollständig im
Beleglesesaal in der Wr. Wohllebengasse eingegangen sein, andernfalls
durfte aus rechtlichen Gründen keine Ziehung ("Kugelpurzeln" bei 6 aus
45) erfolgen.
Die fieberhafte, sams- und sonntägliche, österreichweite Suche nach
verschlampten Postsäcken mit Lottoscheinen war derart aufwändig, dass
sich schon deshalb die Umstellung auf ein Onlinesystem rechnete.
LG Franz
--
"Bitte beachte auch das Kleingedruckte auf der Rückseite dieses Postings!"
>Es besteht doch wohl auch eine
>Schadensminimierungsobliegenheit iS des §1304 ABGB [...]
Das mag schon sein, aber Installateure mit pauschaler
Weggeldverrechnung werden wohl eher die Jahressummen von Fahrzeiten,
Kilometerkosten, Auslösen und Diäten ermitteln und durch die Anzahl
aller jährlichen Fahren teilen. Dann: Sicherheitszuschlag, Aufrundung
auf die nächstbeste halbwegs gerade Verrechnungseinheit, und fertig
ist das Pauschale.
Pädanten des Installationsgewerbes können natürlich im Interesse der
Schadensminimierungsobliegenheit (was für ein Wort!) alle Stauzeiten
eines Jahres von der Jahressumme der Fahrzeit abziehen und somit §1304
ABGB vollständig entsprechen.
Wenngleich ich das Installationsgewerbe (gottlob) nur als seltener
Privatkunde kenne, wage ich die Vermutung, dass solche Pädanten wohl
nicht einmal zum Anschrauben des Firmenschildes kommen, hat der
Konkurs sie schon eingeholt. ;-}
LG, Franz
--
"Streichhölzer müssen gut versteckt werden, damit sie keine
kleinen Kinder bekommen."
>Mir einem Interimsjob (20 Wochenstunden. Expedit, Ausliefern) kam ich
>in kürzster Zeit auf 80 Stunden pro Woche, aber nicht zur adäquaten
>Bezahlung.
"All-In" - Vertrag? Selber schuld, wenn keine Regelung zu Noch- Mehr -
Überstunden als in der ÜSt.-Pauschale enthalten war.
>(Trampel bzw. Trutschn in der Buchhaltung, antritschter Chef)
^^^^^^^^^^^^ LOL ;-þ
>Nach mir kam einer [...]
Was wurde denn aus Dir?
>BTW, mir ist ein Monteur lieber, der zwar teurer, aber sonst zufrieden
>ist und ehrlich arbeitet, als Knausern auf Teufel komm raus und der nächste
>Fehler kommt ehest.
So in etwa waren meine Argumente, wenn Kunden den Stundensatz
unangemessen fanden. Bezahlt wird zwar nach Zeitaufwand, aber
wesentlich ist jedoch eine rasche Problemslösungskompetenz, gerade im
Servicebereich.
Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht, regelt's der Markt
ohnehin über kurz oder lang.
>Freilich, was beim Rechneranlagenservice verlangt wird, verstößt gegen
>das Schamgefühl und Ehrhaftigkeit. ;-)
Mein privates LAN kennt gottlob nur den Besitzer als Supporter, die
"User" sind die beiden Kids und ich.
LG, Franz
--
"Gerade wenn man täglich mit EDV zu tun hat, ist es der geistigen
Gesundheit sehr zuträglich, ein gewisses Maß an Wahnsinn als normal zu
betrachten und nicht daran zu verzweifeln."
(Nicole Simon in dcsf-a)
>In einer Firma, wo alle an einem Strang ziehen, ist sowas nie ein Thema.
>Da stehen Aufträge und Kundenzufriedenheit im Vordergrund, der muß ja
>bezahlen, gern bezahlen und weiterempfehlen, es gab, gibt und wird niemals
>eine bessere Werbung geben.
>Und wenn es sich irgendwo [snip] spreizt, Sand im Getriebe ist, dann muß man
>diesen Fisch am Kopf untersuchen. Wenn es zu unzufriedenen Kunden kommt,
>ist der Niedergang schon längst eingeläutet.
>Da hilft keine Fernsehwerbung, kein neues Firmenlogo, kein Corporate Identity,
>das ist alles Schaß, BWL-Hirnblähungen, Marketingflatulenz.
Volles ACK! Dachte schon, ich sei ein Dinosaurier mit diesen
Ansichten.
>Wieso glauben die Absolventen speziell der Soziologie, daß die Kunden deppert sind?
Wie kommst Du auf dieses schmale Brett?
>Zum Beurteilen einer Firma brauchst nicht die Bilanz :-)
Das ist schon klar, bloß: woran erkennst Du, daß eine Fa. (mit all
ihren Mitarbeitern) voll zu ihren Kunden steht und der Servicegedanke
nicht nur in den ISO 9001-Verfahrensanweisungen steht, sondern echt
gelebt wird?
Meinen Erfahrungen zufolge heftet sich das Attribut "Kundenfreundlich"
o.Ä. ohnedies jede Company auf die Brust, jedoch werden die internen
Verhinderer und Bremser immer mehr resp. einflußreicher. Diese sind
IMO die Maden im Speck, den andere erwirtschaftet haben.
LG, Franz
--
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Naja, das schleifte sich natürlich so schleichend ein (kenntn's ned nu des, das
wär auch extem dringend, usw. ...)
>>Nach mir kam einer [...]
> Was wurde denn aus Dir?
:-) Ich hab mich schadlos gehalten :-) <Scherz> Ich bin einfach davon...
> Stimmt das Preis-/Leistungsverhältnis nicht, regelt's der Markt
> ohnehin über kurz oder lang.
Seh ich eigentlich auch so :-)
>>Freilich, was beim Rechneranlagenservice verlangt wird, verstößt gegen
>>das Schamgefühl und Ehrhaftigkeit. ;-)
> Mein privates LAN kennt gottlob nur den Besitzer als Supporter, die
> "User" sind die beiden Kids und ich.
Dürfen die auch so richtig umwühlen? *.dll löschen,herzhaft formatieren,
deltree ausprobieren? Ich bekam auch dereinst eine Eisenbahn und gespielt
haben die Altvorderen :-))))))
Ciaolalan:-)
Allerdings steht nur mehr shareholder value an oberster Spitze, aber
mir einer Aktie kann ich keine Heizungsanlage reparieren.
>>Wieso glauben die Absolventen speziell der Soziologie, daß die Kunden
>>deppert sind?
> Wie kommst Du auf dieses schmale Brett?
Also Betriebswissenschaftler, das waren dereinst Absolventen der Hochschule
der vier Grundrechnungsarten, ja sogar voll ausgebildetet Maschinenbauer,
Jetzt mußt aufpassen, jetzt sind das fast nur Soziologen. Früher fuhren
die mit dem Golf Cabrio und Surfbrett zur WU, jetzt bringen sie Dir
ein Blumenkisterl, selbstgemacht, voll biologisch :-)
>>Zum Beurteilen einer Firma brauchst nicht die Bilanz :-)
> Das ist schon klar, bloß: woran erkennst Du, daß eine Fa. (mit all
> ihren Mitarbeitern) voll zu ihren Kunden steht und der Servicegedanke
> nicht nur in den ISO 9001-Verfahrensanweisungen steht, sondern echt
> gelebt wird?
Schau Dir den Fuhrpark an :-) Und dann plaudere mit dem Chauffeuren:-)
Oder der Mitarbeiter steht vor der Tür und vertritt voll seiner Firma:-)
> Meinen Erfahrungen zufolge heftet sich das Attribut "Kundenfreundlich"
> o.Ä. ohnedies jede Company auf die Brust, jedoch werden die internen
> Verhinderer und Bremser immer mehr resp. einflußreicher. Diese sind
> IMO die Maden im Speck, den andere erwirtschaftet haben.
Na dann ruf bei IBM an! Da flötet eine Tussi von location, repair center
und ähnliches, weiß aber nicht, wiest zu goldcap Kondensator kommst und
verbindet Dich mit einem Vollkoffer, der mit Müh und Not den Rechner
bedienen kann und Dir sagt, das oder jenes wär nicht mehr im Programm.
Wen interessiert deren Programm?
Oder ruf bei HP an, aber sei vorsichtig, besonders bei erhöhtem Blutdruck!
Oder bei 0800 100 100, wennst zum Telegraphenbauamt willst und bekommst
Nachhilfe in Gsibergerisch.
Nein, laß ma das, noch ist das nicht gerichtsreif:-)
Lieber Joseph,
>Naja, das schleifte sich natürlich so schleichend ein (kenntn's ned nu des, das
>wär auch extem dringend, usw. ...)
Durch diese Schule mußte ich auch erst gehen...
>:-) Ich hab mich schadlos gehalten :-) <Scherz> Ich bin einfach davon...
Ich habe mich damals so ähnlich verhalten, glaube aber heute, daß das
zu billig war. Ich habe mit Genugtuung in der Samstag - Ausgabe des
Kurier verfolgt, wie mein Nachfolger gesucht wurde. Erst der Vierte
hielt sich länger als zwei Jahre - und verschwand sodann ebenfalls auf
eigenen Wunsch.
Dass der Abteilungsleiter - nach über 25 Jahren Firmenzugehörigkeit -
kaum vier Wochen nach meiner Kündigung entlassen wurde, weiß ich zwar,
nichts jedoch über die Hintergründe.
Heute denke ich, ich habe damals mehr aufgegeben als einen
"antritschten Chef".
>Dürfen die auch so richtig umwühlen? *.dll löschen,herzhaft formatieren,
>deltree ausprobieren?
Ja klar doch! Dann steht der "User" halt ohne bootfähigen Rechner da,
kriegt ein paarhundert Seiten Manual auf den Tisch geknallt und eine
Original - Installations-CD. ;-}
Nach einer Woche Trial-and-Error streu' ich halt den einen oder
anderen Tip in einen unauffälligen Nebensatz ein, z.B. was man mit
"SYS C:" erreicht. ;-þ
>Ich bekam auch dereinst eine Eisenbahn und gespielt haben die
>Altvorderen :-))))))
... und ich habe vier Brüder ...
>Ciaolalan:-)
LG, Franz
--
Hroevtraf svaqr vpu, qnff EBG13 rvar mvrzyvpu oybrqr Zrgubqr vfg,
rvar Fvt. mh refgryyra. Qnf xnaa wn avrznaq ragmvssrea!
(Wilfried Kramer in dcsn über rot13)
> Na dann ruf bei IBM an! Da flötet eine Tussi von location, repair center
> und ähnliches, weiß aber nicht, wiest zu goldcap Kondensator kommst und
> verbindet Dich mit einem Vollkoffer, der mit Müh und Not den Rechner
> bedienen kann und Dir sagt, das oder jenes wär nicht mehr im Programm.
oder du wirst 5x verbunden und landest dann in .de bei einer
gebuehrenpflichtigen hotline wo du mittels kreditkarte EUR 130 einwerfen
sollst fuer die beantwortung einer einfachen frage (welche ra-bausteine
genau auf ein bestimmtes motherboard passen). BTDT.
gregor
/* new email address: gregor....@comodo.priv.at */
--
http://www.comodo.priv.at/ | pgp-key:
http://certserver.pgp.com:11371/pks/lookup?op=get&search=0x00F3CFE4
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infos zur usenet-hierarchie at.*: http://www.usenet.at/